Indiana Tribüne, Volume 27, Number 261, Indianapolis, Marion County, 24 June 1904 — Page 2

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Indiana Tribüne. Herausgegeben von bet utnbrg E. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudinm Präsident. Geschäftsiocalt No, 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE LKS. fcntered at the Post Office of Indianapoli as second class matter. Der ,, japanische Moltke". Erinnerungen an den Mottke Japans", den General Fukushima, er zählt Pouttney Bigelow in Harper's ' Weekly". Man hört selten etwas von ihm, immer steht er im Hintergrunde, aber von allm Seiten umspinnt er mit eisernen Net.en Rußlands Heere, ganz so wie der große deutsche Stratege, als er Bazaine in Metz und Napoleon in Sedan einschloß. Bigelow lernte den japanischen Heerführer in Deutschland kennen, wo dieser als Militür.Attache am Hofe Kaiser Wilhelm's weilte und in dieser Eigenschaft auch eingeladen war, an den großen Herbstmaneuvern theilzunehmen. Das waren heiße Tage", erzählt der amerikanische Jour nalift, selbst für den bloßen Zuschauer. Fukushima war ebenfalls stets unermüdlich; nicht gerade als auf merksamer Zuhörer saß ix da, aber ' seine ernsthaften kleinen Augen waren unentwegt in eine weite Ferne gerichtet, schienen russische Regimenter, Befefti gungen und Garnisonen zu erblicken." Der Versaffer unterhielt sich mit Fukushima, weil sie gemeinsame Freunde in Japan hatten. Der kleine Moltke" war damals noch Hauptmann und der unscheinbarste Soldat, den man wohl je in Deutschland gesehen hat. Nur schwer fand man für ihn ein passendes Pferdchen. - Doch die merkwürdig zierliche Gestalt war stets auf ihrem Posten, mochte es auch vier Uhr Morgens sein, bei jeder Kavallerie Attacke, bei jedem Artilleriemanöver, beim Schlagen einer Brücke oder dem Aufsteigen eines Ballons, stets war er dabei. Fakufhima sprach fast Äie ein Wort, aber auch dem klugen Au fleuchten seiner Augen, aus dem fast unbewußten Gleiten der kleinen Finger über die. Karte mochte man auf ein tiefes Verstehen schließen, obwohl er . selbst stets versicherte daß er garlichts wüßte. Man hielt ihn für ein wenig schwachsinnig, und ließ das auch durchblicken. Der russische Militärattache . sprach von ihm als einem stumpfsinnigen Trottel, der gutmüthige englische Gesandte sah in ihm einen Idioten, und manche Freunde fragten den Ver faffer ernsthaft, warum er so viel Zeit in solcher Gesellschaft verbrächte Einige Jahre bot dem japanischchinesischen Kriege von 1894 zeigte ihm Fukushima Photographien, die er in den Grenzländern Rußland's am Schwarzen Meer, an der Donau, in Rumänien, der Türkei, Bulgarin üfio. aufgenommen hatte. Er wußte ganz genau Bescheid Über Rußland und seine Streitkräfte; aber am Berliner Hof hat niemand geahnt, daß hinter dieser Uniform mehr als ein gewöhnlicher Soldat steckte. Obgleich er sieben Sprachen be herrschte, that er in Berlin doch so, als ob er nur einige Brocken Deutsch verstände. So wurde z. B. folgende Unterhaltung zwischen einem deutschen General und dem Japaner wiedererzählt. Der General begann: Guten Morgen, Herr Hauptmann!" Fukushima verbeugte sich und lächelte, während er hörbar athmete. Darauf der General: Sagen Sie, wie lange Zeit würden Sie wohl in Japan brauchen, um ein Armeecorps zu mobilifiren und damit in Korea zu landen?" Nun antwortete Fukushima nothgedrungen: Danke, Herr General, meine Gesundheit ist sehr gut." . Nun wurde der General drmgticher, Freut mich, das, zu hören ; aber ich wollte etwas über Ihre MobilifirungSVerhältnisse wissen!" Fukushima: Sie haben ganz Rechts Herr General, das Wetter ist heute sehr schön, aber viel leicht regnet eö morgen!" Und diese Unterhaltung wiederholte, sich jeden aq, sodaß jeder, der mit ihm sprach, den Eindruck hatteeS sei eine Schande für eine Regierung, nach Berlin Vertreter zu schicken, die keine civiliierte Shrache sprächen. . Eines Tages verschwand der kleine Hauptmann Fukushima aus Berlin und kam nach vielen Monaten irgend wo in der Mandschurei oder Mongole! zum Vorschein. Auf einem kleinen KosackeN'Pony war er durch die weite sibirische Gegend geritten, und er hielt

wie gewöhnlich Augen und Ohren weit offen, den Mund aber geschloffen.. In seine Notizbücher schrieb er Zahlen, die nur er verstand. .. Er zählte die Telegraphenstangen. er zeichnete die Brücken, die Brunnen,' kurz alles, was für nach ihm kommende japanische Besucher von Jntereffe sein konnte. Zu seinem Glück hielt man in Rußland von seiner Klugheit wohl sehr wenig, sonst wären ihm während des langen Rittes man cherlei Unannehmlichkeiten passirt. Zum Schluß erzählt Poultney Bigelow, wie er Fukushima nach dem Kriege mit China in seinem eigenen Hause wiedersah. Er war derselbe ein fältige, heiter lächelnde und sympathische Fukushima, aber er war General geworden und der anerkannte Held des chinesisch-japanischen Krieges. In To kio lebte er in einer Art Bambusbun galow mit Lacksachen, Matten, Fächern und zierlichem Theegeschirr. Er trug ein japanisches Gewand' mit einem Muster von Störchen oder anderem derartigen Gethier, und in seinen Ar men schaukelte er ein Baby. Der General war als Kindermädchen ganz so bei der Sache wie als Kriegsführer an der Spitze eines Heeres. Während er mit seinen Kindern spielte, wurde ihm die Ankunft einer chinesischen Gesandtschaft gemeldet. So wanderte denn das Baby in die Kinderstube, und er empfing die chinesischen Offiziere, die nach Japan geschickt waren, um drei Jahre nach dem Kriege von den Japanern, die bis dahin von ihnen verächtlich als Zwerge behandelt worden wa ren, die Kunst des Krieges zu erlernen." '

Jairbanks Roosevelt hätte ange nehmer geklungen. Den Gästen des Männerchores gehört die Stadt, sagt Mayor Holtzmann, zweimal braucht er's nicht zu sagen. , . ( Ein Böllerschuß für jedes Jahr des Bestehens des Männerchors gab donnernden Gruß den einziehenden Festgästen, ein besserer Gebrauch für Schießpulver dürfte kaum zu finden sein. & Die Chmtchusen. $U gerechte Veyandlung der mandschuri ' schen Ehinesen durch die Russen. Die Chunchusen, von denen in den Kriegsberichten aus der Mandschurei wiederholt die Rede ist und die mit dem Volksstamm der Tungusen nicht verwechselt werden dürfen, bilden ähnlich den Boxern zusammengelaufene Rauberbanden, bie, sich aus Noth gewaltsam Lebensmittel zu versckaffen suchen. Bom ersten Tage ihres Eindringens in die Mongolei bis heute haben die Rufsen einen ununterbrochenen . Kleinkrieg gegen die Chunchusen geführt, ohne daß es ihnen gelungen wäre, auch nur in einem einzigen Disirikte die Ruhe wiederherzustellen. Wie ein Berichterstatter der Frankfurter Zeitung" aus Harbin schreibt, sind diese Banden im Gegentheile bereits aus der ' Mandschurei. heraus in das ostsibirische Ge-' biet eingedrungen, denn die Bewegung hat, infolge der Ungerechtigkeiten, die sich die niederen russischen Behörden gegen die Eingeborenen zu schulden kommen ließen, auch dort die sprichwörtliche Langmzüb der gelben Rasse bis auf das Aeußerft: empört. Ueber diese ungerechte Behandlung der eingeborenen Chinesen weiß der betreffende Berichterstatter interessante Einzelheiten zu erzählen. Er schreibt unter Anderem: Als der Bahnbau durch die Mandsckurei begonnen wurde, drängie sich natürlich aus allen Rtch tungen der Windrose das abenteuerund geldhungrige Volk der Unternehmer .Ingenieure und Industriellen zu den vollbesetzten Tischen, und bei der großen Menge des 'Andranges war es nur allzunatutklch, daß nicht alle jene Elemente ihre Rechnung finden konnten. Der Skxäü aber, war für alle ohne Ausnahme der Pribgeljunge. Und es war wenig erbaulich, wie man mit ihm umging. Krst wurden die Bauern, die beiderfekts der Brchnstrecke wohnten, zur Arbeit herangeKigerk und nach Beendigung des Tagwerks gab man ihnen als Belohnung einen saftigen Hieb und jagte sie davon. Am folgenden Morgen fing man K wÄder ein. Da kam es selbst dem dlwemsten Kuli 311ns Bewußtsein, daß EnMments dieser Art nicht besonders lukrativ siud und allmälig be acinn die Gegend menschenleer zu werden. Die Chinesen rückten aus. und suchten andere Wohnstätten. Nun kam man zur Besinnung und versprach den Arbeitern Bezahlung. Es fanden sich bald Tausende, die fleißig arbeiteten, aber als zur Bezahlung kam, wurden sie schmählich betrogen, indem man ihnen statt richtigem Papiergeld werthlose Zettel gab. Die Geprellten rotteten sich zusammen und wollten demonstriren, wurden aber mit Gewalt auseinander gejagt unö so wurden die Ueberlebenden, do5sie alles verloren jmd ichts mehr zu hoffen Hatten, MuSer, rne sich nicht damit lMr.gen, ihre Mnde todt zu machen, fcnberri einen gefangenen Russen unter den raff mir testen Martern hinrichten. ; '

. Japanische Heldenehrung. gpofae Begräönlßfeier fftx den gefalle e Kapitän Hirose. , Das Begräbniß.des japanischen Kapitäns Hirose, der vor Port Arthur den Heldentod fand,' wurde, wie nachträglich aus japanischen Blättern bekannt wird, in Japan als ein natio naler Trauertag begangen, oder vielmehr als ein nationaler Ehrentag für den gefallenen Helfen, und das Begrabniß selbst war eine überaus imposante Feierlichkeit. Die Prozession ging vom Marine-Klub, von dem Gebäude der Seeschule in Tsukili, aus. Sie wand sich 'durch die von wahren Menfchenmauern eingefaßten Straßen. Als die Prozession abging, hörte man von den grünen Wiesen der Seeschule aus die feierlichen Klänge des TodtenMarsches aus Saul," und Tausende von Zungen standen," wie es in einem der Berichte heißt, plötzlich still." , An der Spitze des Zuges schritt die Kapelle, dahinter' eine Ehrenwache von Matrosen, dann kamen die grünen Zweige der Cleyera Japonica, gefolgt von einem Wagen, in dem zwei ShintoPriester saßen. Danach kam der Sarg auf einer Lafette, und auf dem Sarge lagen der Hut und die Uniform des gefallenen Offiziers. Ein' junges Mädchen, ganz in Weiß gekleidet, schritt hinter "dem Sarge her als Haupttrauernde. Sie war die 13jährige Tochter des Bruders des Verstorbenen. Danach folgten eine große Menge hervorragender Beamten .und .Civilisten. Außerhalb des Thores warteten die verschiedenen Vereine und Gesellschaften auf den Zug, um sich alsbald anzuschließen, und auch die Zöglinge der öffentlichen Schulen hatten sich aufgestellt, um dem Todten die letzte Ehre zu erweisen. Einige der Schulen hatten Kadettenkorps aufgestellt, die dem Sarg salutirten. Bei der Schule der Adeligen standen die Prinzessinnen Kitaschirakawa und Hiroko in einer Reihe mit den Professoren. Am Grabe wurden Briefe, darunter einer von Admiral Togo, verlesen und Grabreden von verschiedenen Kameraden des Todten gehalten. Es begann darauf die Prozession der einzelnen Leidtragenden vor dem Sarge vorbei. Jeder legte dabei unter Verbeugungen einen Zweig des Sakakibaumes nieder; das ist der Baum, an dem in alten Zeiten die Opfer an die Götter in Form von Papierstreifen befestigt wurden. Außer den Vertretern zweier Prinzen waren anwesend Marquis Jto, Aamagata, Graf -Jnouye, Matsukata. Ratsura. Baron Komura und alle Minister, fast alle. Gesandtschaften und die Kriegskorrespondenten. Der Kaiser schickte als Geschenk eine Rolle Seide an die Familie. Hirose war im Leben besonders geschickt im Fijitsu," einer Art Kunstringkampf, wozu ein genaues Studium der Anatomie des menschlischen Körpers gehört. Im Besitze dieser Kunst kann ein schwacher, aber gewandter Mensch durch einen Griff oder Schlag den stärksten Gegner werfen. In ganz Japan bestehen Schulen dafür, und besonders tüchtige Ringer werden von den Schulen durch Erhebung in den ersten bis sechsten Grad ausgezeichnet. Hirose bekam nach dem Tode den sechsten Grad. Fatale Zusammenstellung. Eine Beschwerde über ein Schulbuch ist vor Kurzem bei der .städtischen Schuldeputation in Spandau, Provinz Brandenburg, vorgebracht worden. In den dortigen Gemeindeschulen ist die Deutsche Sprachschule," bearbeitet von Dr. W. Jütting, im Gebrauch. Im Heft 3 steht unter Aehnlich klingende Worte" Schiefer, Schiffer. Unglücklicher Weise folgt hinter Schiffer", das Wort stehlen. Dieses Zusammentreffen hat die Vereinigung zur kirchlichen Fürsorge für die Flußschiffer zur Einreichung einer Eingabe an die SchulDeputation veranlaßt, worin ausgeführt wird, daß die Schifferkinder daran Anstoß genommen hätten. Es wird bekannt sein," so heißt es w der Eingabe, daß dadurch eine empfindliche Seite bei der schifffahrttreibenden Bevölkerung berührt wird. Es ist ein manchmal geäußerter, aber von den Schiffern stets einmüthig zurückgewiesener Vorwurf, daß sie unehrlich seien. Daher ist jene an sich völlig harmlose Zusammenstellung der beiden Worte eine Quelle von Klagen der Schiffer gewesen." Die Eingabe schließt mit der Bitte, bei einer Neu-Auflage jenes Buches die beiden Worte trennen zu lassen. . - M i t d'e m Kampfe gegen die barbarische Unsitte des Zusammenpressens der Füße wird zur Zeit in der chinesischen Provinz Hunan Ernst gemacht; -der dortige Gouverneur Tschao, den man sonderbarer Weise zu den Altchinesen - reinsten , Wassers rechnet, hat eine Verfügung erlassen, die für zukünftiges Einschnüren der Füße strenge 'Strafen androht. Er fügte hinzu, mit dieser Verordnung befinde er sich im Einklang mit den vor einigen Iahren von der Kaiserin-Wittwe erlassenen Anweisungen. Das Rothe Kreuz in C,h i n a. Der chinesische Kaiser hat ein Edikt erlassen behufs Einrichtung einer Gesellschaft vom Rothen Kreuz in China; sie soll sich dem internationalen Verbände anschließen. Die Summe von 100,000 Taels aus der kaiserlichen Schatulle ist für die Gesellschaft bewilligt worden. ' '

Di e verstorbene Schrift siellerin Friederike Kempner hatte der Stadt Breslau 30,000 Mark zur Errichtung eines Leichenschauhaus.es , in dem Gestorbene zur Verhütung . der Gefahr des Lebendigbegrabenwer'dens sieben Tage aufgebahrt bleiben sollten, hinterlassen. . Auf Antrag des Magistrats hat d:e Stadtverordneten-Ver-sammlung die Annahme des Vermächtnisses abgelehnt. Es hätte auc wohl zu schönen , Zuständen geführt, namentlich im. heißen Sommer, wenn jede Leiche so lange, möglicherweise im offenen Sarg, hätte über der Erde stehen bleiben sollen. (5 ine traurigeBegeben heit hat sich in dem badischen Städtchen Weinheim ereignet. Dort war der Student Sonntag aus Braunschweig, der zur Feier des Weinheimer S. C. in Weinheim weilte, unter der Anschuldigung, sich an einem kleinen Mädchen vergangen zu haben, verhaftet worden. Im Gefängniß vergiftete er sich aus Verzweiflung. Sehr bald stellte es sich heraus, daß die Beschuldigung unbegründet war. Man öffnete seine Zelle, um ihn zu entlassen, und fand ihn als Leiche. Aus Furcht vor Strafe wegen seiner späten Heimkehr hatte das erst neunjährige Mädchen die Anschuldigung erfunden. Ein mysteriöser E rpressungsversuch wird aus Trieft gemeldet. Die Wittwe des österreichischen Herrenhausmitgliedes und Handelskammerpräsidenten Freiherrn von Reinelt, die jetzt in Venedig ihren Wohnsitz hat, erhielt dort vor einigen Tagen aus Mailand ein Schreiben, in welchem die Aufforderung enthalten war, für den Absendet des Schreibens bei einer Bank in Trieft 360,000 Kronen zu deponiren, da er sonst einen Roman veröffentlichen .würde, in dem Freifrau von Reinelt die Hauptrolle spielen würde. Gleichzeitig enthielt das Schreiben die Drohung, der Roman werde skandalöse Enthüllungen über Freifrau ,v. Reinelt enthalten. Das Werk sei bereits vollendet und bei dem Triester Advokaten Dr. Dompieri deponirt. Freifrau v. Reinelt übergab das Schreiben der Polizeidirektion in Venedig, welche sofort einen Polizeicommissär nach Trieft entsandte. Der Polizeicommissär begab sich unverweilt zum dortigen Polizeipräsidenten Busich, der auf Ersuchen des italienischen Polizeibeamten veranlaßte, daß sich ein Agent der Triester Polizei mit dem italienischen Polizeicommissär in die Kanzlei des Dr. Dompieri begab. Es gelang bisher nicht, den Erpresser zu ermitteln, da Dr. Dompieri der. Angelegenheit ganz fern steht. W ' e t ü ck i s ch m i t u n t ee r die Glücksgöttin verfährt, zeigt der folgende Fall. .Der Zahlmeisteraspirant Vicefeldwebel Müller vom Bezirkscommando' inMainz wurde vor einiger Zeit vom Kriegsgericht in Darmstadt wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von etwa 3000 Mark zu mehrjähriger Gefängnißstrafe, Degradation und Versetzung in die zweite Klasse des Soldatenstandes verurtheilt. Müller hatte ein ausschweifendes Leben geführt und viel Geld verpraßt, das er den ihm anvertrauten Kassen entnahm, während er seine Unterschlejfe duxch .raffinirte Buchfälfchungen zu verdecken wußte. Als sich das Netz immer enger und enger um ihn zu schließen begann,, kaufte er sich ein Lotterieloos, auf das er mit der Zähigkeit des Verzweifelten seine ganze Hoffnung, setzte, obgleich es bereits' in mehreren Klassen durchgefallen war. Dann ereilte ihn sein Geschick, die Unterschlagungen wurden bei einer ReVision entdeckt, und Müller kam in Untersuchungshaft. Zwei Bekannte von ihm übernahmen das Loos und spielten es auf eigene Rechnung weiter. Nur wenige Tage nach der Verurtheilung Müllers war neuerdings Ziehung und das Loos wurde mit einem Gewinn von 10,000 Mark gezogen. ... . ' Wies üd schwedische Blätter mittheilen, wurde am 26. April d, I. von einem Fischer aus Helleviksstrand eine Flaschenpost geborgen, deren Inhalt in einer Feldpostkarte" und einem aus einem Notizbuch losgelösten Blatte bestand. Die Karte enthielt die mit Bleistift niedergeschriebene Meldung, daß man sich an Bord eines Hamburger Transportfahrzeuges auf dem Wege zur südafrikanischen Schutztruppe befinde. Das Schiff habe am 30. Januar den Hamburger Hafen verlassen und befinde sich am Eingänge des Englischen Kanals; an Bord sei alles in bester Verfassung. Das der Postkarte beigegebene Notizblatt enthielt die Namen und Adressen von elf Cavalleristen, welche der deutschen Schutztruppe zugewiesen waren. Mehrere von ihnen haben inzwischen bei den Kämpfen mit den Hereros ihr Leben auf dem Felde der Ehre gelassen, so daß die jetzt geborgene Flaschenpost thatsächlich das letzte Lebenszeichen eines Theiles der Absender . darstellt. Eigenthümlich ist übrigens der Weg, den die schwimmende Botschaft auf ihrer Reise vom Kanal bis zur Landungsstelle eine Meile seewärts vom Moseskär - Feuer an der westindischen Küste zurückgelegt hat. Die Flasche hat nämlich auf ihrer Wanderung meh rere Hochseeströmungen durchkreuzen müssen, ehe sie in die Skaoer Trift, nSdlich von Dänemarks gerieth und von dieser den Gewässern des Kalte galt zugeführt wurde. Die Dauer der Reise dürfte, da kein genaues Abgangdatum verzeichnet ist, etwa 86 oder 87 Tage betragen haben.

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