Indiana Tribüne, Volume 27, Number 260, Indianapolis, Marion County, 23 June 1904 — Page 7
m"-M1ilSii,ryti I Jndiana Tribüne, 23. Juni 1901.
Das Gymnasium zu ?c ug tuii0 Ein Schulroman aus dcr Ostmark Vcn Karl. SN
C-OO-O-O. (Fortsetzung.) . .. . Diesmal traf die Tücke der Witterung das Gymnasium. Alles kränkte sich bitter, auch Georg Rüdiger. Die großen Ferien standen vor der Thür; das Waldfest erst im zweiten Quartal tl Schuljahres zu veranstalten, war nicht üblich. Aber es mußte wohl geschehen; jeder mußte sich gedulden. Er gestand sich selbst nicht, daß er hoffte, an diesem Waldfest Marie-Anna wiederzusehen. Und Doktor Holst kränkt: sich nicht weniger. Er hatte sich mit der Zeit wirklich in einen dampfenden Groll gegen Gertrud hineingeredet. Er fand die Rolle, die ihm zugedacht, entwürdigend. Er hielt im Stillen flammende Reden, in denen er ihr seine Auffassung beizubringen gedachte mit gleichzeitiger Kündigung des schmählichen Vertrags. Aber was nützte das alles? Er sah sie öfters, grüßte, sprach auch drei Worte mit ihr, doch es fand sich nie eine Gelegenheit zu längerem Protest. Diese Gelegenheit würde das Waldfest erst bringen. ' r n t orr 5 . . , untionn Die graue u?:renmano rückte und rührte sich nicht. So kamen die großen Ferien. Doktor Holst reiste nach seiner Heimath zurück er konnte dort billiger leben und Privatunterricht ertheilen. Marie-Anna ging mit ihrem Sohn an die See, .und Georg Rüdiger spielte diesmal für seine Toch ter den Fuhrer im Kanergebrrge. Erst im August konnte das Waldfest offiziell angesagt werden. Die Schüler wurden wie üblich ge beten, ihre lieben Eltern zu benachrich tigen und im Namen der Anstalt einzuladen. Jeder hatte außerdem seinen Obolus mitzubringen. Davon wurde die Musikkapelle bezahlt und wurden Preise für die Besucher der unteren Klassen gekauft. So kam der große Tag. Reinhold Wachter hatie ferne Mut:er stürm: gebeten, mitzukommen. All die Jahre hatte sie gefehlt. Wohl hatte sie ihrem Kind gern die Freude gemacht, aber sie wußte sick- als einzelne Dame keinen rechten Halt da. Auch diesmal ließ sie sich lange qualen, ehe sie ja sagte. Ihr Sohn hatte sie eigentlich mehr aus Gewohnheit oe drängt; e: wußte doch, daß sie zu Haus blieb. Als sie nun zum erstenmal versprach, zu kommen, war er rem wie aus dem Hauschen. , Immer wieder 7 Mutti Mutti" und in der Stube wirbelte er sie herum, daß ihr der Athem ausging. Wildfang," sagte sie erschöpft. Und die Hand auf's klopfende Herz gepreßt: Ich muß doch auch einmal sehen, wie Du Dich amüsirst. Ich kann Dich doch nicht allein lassen! Sie hatte vergessen, daß sie es die früheren Jahre gekonnt hatte. Es war ein leuchtender Tag. Er machte den vielen Regen im Jum wett Die Sonne brannte und glühte, daß die Blätter schlaff und staubig herabhingen, aber jeder vertröstete sich auf den Wald und seinen Schatten. Ein polnischer Gastwirth hatte von alters her den Bierausschank für das Fest. Diesmal jedoch, als ob er von der Aussichtslosigkeit seines Ersuchens von vornherein überzeugt wäre, hatte er sich nicht gemeldet. So war die Schankfreiheit einem deutschen Wirth zugesprochen worden. Die Musikkapelle voran, setzte sich der Zug um die Mittagsstunde in Bewegung. Man hatte etwa dreivierte Stunden zu marschiren. Auf dem Fest platz, den mächtige, in den Kiefernforst eingesprengte Eichen umrauschten,winkten verführerisch die Zelte des Kondi tors und des Gastwirths, aber nach kurzer Erfrischung wurden erst sas wie ein Schulpensum die Spiele erledigt. Sack- und Wettlaufen, Hahnenund Rmgkamps, Klettern und Teschmg schießen alles kam unter ungeheurem Jubel an die Reihe. Die Besten durften sich die Preise aussuchen; des lieben Friedens wegen aber war dafür ge sorgt, daß jeder etwas bekam. , Der eigentliche Trubel begann ersi gegen vier, fünf Uhr. Dann trafen zu Fuß oder zu , Wagen me Burger Mi . ihren Familien ein, von dem aus drei Primanern bestehenden Komne (Ro fette im Knopfloch!) feierlich begrüßt Schon war das Taschengeld der meisten in Bier oder Likören angelegt, verwege ner - glühten Sekundanerherzen, die Musik spielte auf, Backfischzöpfe flogen die Stimmung kam von selbst. Der vertrocknetste Lehrer lächelte heute ' war der Frei-Tag, der Karnevals- und Narrentag der ernsten Schule. Wenn man wollte, durfte man sich selbst unter den Augen der gestrengen Praecep tores" einen Schwips kaufen. Und wenn man auffällig schwankte, gab e keine Philippika, sondern man wurde nur sanft aus dem -Kreis der Geme ßenden elimmirt," in Wäldertiefen ge führt -oder aus einen Wagen gepackt ' Das war guter, .alter Brauch. Bon ihrem Sohn mit Jubel begrüß kam aeaen fünf Uhr auch Marie-Anna Wächter auf den Festplatz. Sie mochte den langen Weg nicht allem gehen s hatte sie sich einen Wagen genommen.
Da verschiedene Herrschaften gleichzei-
xa eintrafen, war das Komite". m bitterer Bedrängniß, entschloß sich jedoch schließlich, die verwittwete Landräthin als die vornehmste zuerst zu begrüßen. Aber lächelnd winkte der Direktor ab. Er hatte gewartet. . Erst in dem Augenblick, als der Wagen kam, als er sah, gestand er sich selbst, daß er gewartet hatte.' So war er schneller zur Hand, als seine Primaner, die nun ihre Thätigkeit mit verdoppeltem Eifer einer anderen. Seite zugute kommen ließen. Ich habe im Namen der Anstalt für die Ehre zu danken, die Sie uns durch Ihre Gegenwart schenken, gnädige Frau sagte Georg Rüdiger. Dabei leuchteten seine Augen. Denn zum erstenmal sah er Marie-Anna in hellerem, luftigerem Gewand, das sie viel mädchenhafter und jünger erscheinen ließ. Sie stützte sich beim Verlasen des Wagens leicht auf seinen Arm. Und weil sie auf die Frage, ob sie sich mit anderen Herrschaft'n verabredet habe, verneinend den Kops schüttelte, bat der Direktor sie um die gern gewährte Erlaubniß, sie an seinen Tisch uhren zu dürfen. Es war an diesem Tisch noch nn ewiges Kommen und Gehen. Jeden Augenblick hatten Lehrer oder Schüler etwas zu fragen und zu erbitten. Georg Rudiger konnte sich fur's erste der Landräthin nicht sonderlich widmen. Aber sie entbehrte es nicht. Sie hatte genug mit ihrem Sohn zu thun, der es noch immer nicht glauben wollte, daß sie wirklich da war; sie half der emsigen Ge"trnd. die funswolle Kuchenverge aufschichtete und für den Kössce jorgic; ie stand Monsieur Jambon und anderen Rede und Antwort. Aber dabei hörte sie mit halbem Ohr immer nach mks hinüber: wie der Direktor gefragt ward und erwiderte. Zum erstenmal sah sie ihn als den Chef," als den Vorgesetzten all dieser wibbelnden Menschen und Menschlein, an den sich alles wandte, der immer wieder anordnen inußte. Und sie hatte eine stolze Freude, die ihr die Augen noch Heller machte. .Man erkennt Sie gar mcht wieder, gnädige Frau," sagte Gertrud Rüdiger erstaunt. Auch Rcinhold blickte sie strahlend an: Wie schön Du bist, Mutti!" Sie lachte ganz glucklich darüber wie ein junges Mädchen, das sein erstes Kompliment hört. Sie wußte selbst, daß sie gut aussah. Und sie gab nch deshalb viel liebenswürdiger, unbefanaener. herzlicher. Nach dem Kaffee bat das Komite darum, daß der Tanz beginnen dürfe. Nach alter Sitte führte der jeweilige Direktor die Polonäse. Georg Rüdiger hatte sich auch dazu verstanden, trat aber das Kommando an einen anderen ab. Marie-Anna, die er auffordern wollte, gab ihm lächelnd emen Korb. Und in unwillkürlichem Staunen fragte sie: Tanzen Sie denn? Es war ia nur die Polonasenpflicht antwortete er, doch während er dann auf die Frau des ersten Oberlehrers zusteuerte, hatte er , das starke Gefühl, wie lebendia auch für Marie-Anna noch uic -3ciyuuytiu,c u ciu uiuc, uus uii heraus sie die erstaunte Frage gethan. Damals" hatte er nicht getanzt. 1.:. cn,-, ; i r.: ;: rr ., ? vv 1 Als dann die Musik emen Walzer aufspielte, ward der Tisch leer. Gertrud. wurde von Doktor Holst geholt; auch was sonst in der Nähe saß, stürzte sich m das 'fröhliche Gewimmel. Die jüngeren Schüler, die nicht tanzten, spielten unter Lärmen und Jauchzen in der Nähe. Da flog fast unmittelbar neben Ma-rie-Anna ein Reifen nieder. Der ungeschickte Werfer drückte sich schleunigst, und so geschah es, daß niemand denReifen holte. Sie nahm ihn, hielt ihn hoch und machte eine Bewegung,' als ob sie ihn über die Schulter fallen lassen wollte. Spielst denn auch, Mutti?" fragte Reinhold, der eben echauffirt wiederkam. , Reifen?" erwiderte statt ihrer Georg Rüdiger. Ich dächte doch, gnädige Frau, und wohl sehr gut." Erstaunt sah ihn der Sekundaner an. Dabei 'bemerkte er, daß der Hut des Direktors noch nicht mit dem obligaten. Blätterkranz geschmückt war. Er bat sich ihn also aus und verschwand damit. Das war einmal," sagte MarieAnna. Und wie sie jetzt auf die tanzenden .Paare sah und in die glühenden Gesichter, während der Wald stark duftete und die Musik spielte, überkam sie eine jähe Traurigkeit, daß sie ganz still ward. Georg Rüdiger aber dachte an ihr erstes Zusammentreffen, an das brennende Weh, das er empfunden, an alle, die damals neben ihnen gewesen. ' Als wäre ich wieder Probekandibat," sprach er halb für sich. Und lauter: Mein alter Direktor ist längst todt. Als Schulrath war er zuletzt in Schlesien. Da starb er. Aber das wissen Sie wohl." - i Sie schüttelte nur den Jlopf. Sind Sie müde? Woran denken Sie?" . - Ich denke, wer nach zwanzig Iahren hier tanzen wird. Und dann wieder nach zwanzig Jahren und dann wieder nach zwanzig. Und deshalb sind Sie traurig?" Ja, und es ist doch banal." Er hatte den Fernblick." Auch ihn überkam es seltsam. Das gleiche Gefühl zitterte in ihnen verlorene Jugend, -
Das Allertraurigste, was wir aus-
sprechen, wird immer trivial sein," j antwortete er. Welche Weisheit ist billiger als die, daß wir altern und sterben, und daß alles auf dieser Welt vergessen wird? Und welche Weisheit ist trauriger?" Sie wiegte das Haupt leise nach den Takten der Musik. Sie haben recqt," sprach sie, ohne ihn anzusehen' Und wie das trotzdem lacht, tanzt, jubelt, glücklich ist! Jeder Einzelne weiß, doch genau das Gleiche, was wir wissen!" Da verscyeuchte Georg Rüdiger wieder einen Gedanken. Und die da vor uns," antwortete ix lächelnd, sind im Ganzen doch eben vernünftiger. Auf was für Festgespräche kommen wir, gnadige Frau!" Daran bin ich schuld! Sie sehen, ich passe nicht mehr hinein in all die Jugend und Fröhlichkeit!" O! sagte er nur. Aber in diesem einen Laut lag so viel, daß sie erröthete. Du bist ja noch jung! hieß dieses O"; Du bist ja noch schon und froylich. Triumphirend brachte der Knabe in diesem Moment den Hut angeschleppt. Ein breiter Kranz aus Eichenblättern lag darum. Damit nahm das Gespräch naturgemäß eine andere Wendung. Man beobachtete die Paare und freute sich, was alles sich da durcheinanderschob. Das seligste der seligen Gesichter trug Monsieur Jambor, zur Schau. Er schlug den Rekord unter allen Lehrern: nicht weniger als drei Kränze hatte man um seinen alten Hut geschlungen. Bon dem Strohgeflecht war fast nichts mehr zu sehen. Den Pfingstochsen kann man nicht besser putzen," rief er - schmunzelnd. Jungens, Jungens Eure Liebe er drückt." Aber nicht ohne Stolz trug er seinen Schmuck. Er war überall; mit jedem Kollegen stieß er an, doch blieb sein Glas Bier, mit dem er durch die- Reihen wandelte, immer halb voll. Denn seit er vor vielen Jahren dem Trunk cbgeschworen, nippte er nur.-. Kann es einen schöneren Tag geben?" fragte er den fliegenden Holländer," den Mathematikus, und' zog ihn am Rockknopf. Wundervoll! Aber warten wir den Abend ab. Es könnte sich ein Gewitter zusammenbrauen. Thut es nicht," lachte der kleine Rektor der Abend' wird noch schöner. Sehen Sie. wie klar die Luft über den Wipfeln steht!" Alle Augenblicke erwischte er auch emen Schuler: Junge, amuiirst Du Dich? Ja? Recht so! Habe ich morgen Unterricht bei Euch? Und wenn das bestätigt wurde: Na, Ihr Schlingels, dann will ich morgen nicyl fragen, vernt man er zum nachstenmal! . Brausende Hochrufe, denen er sich durch schleunige Flucht entzog. - So fing er auch das Söhnchen vom süßen Strich ab. Das' kümmerliche Kerlchen drückte sich mit scheuen und begehrlichen Augen beim Konditor vor über und schrak zusammen, als ihm Jemand die Hand auf die .Schulter legte. Aber als es den alten Rektor erkannte, lief ein Lächeln über das blasse Gesicht. Junge, Junge," sagte der Alte und legte wieder den Arm um das Kind mußt Du denn immer allein laufen? Alle andern spielen und jagen sich freu Dich doch auch!" Und mit plötzlichem Entschluß Komm mal her mir scheint, das Konditorzelt sticht Dir m die Auaen Holla, Herr Zuckerbäcker, , hier ist ein Süßmaul. Na, was willst Du denn?" - Robert Strich ward puterroth, aber der Konditor lachte. Er hat vorhin schon noch einer Napoleonschnitte gefragt. Kostet aber fünfzehn Pfennig mit Schlagsahne und lo weit reichte das Kapita mcht!" Dann geben Sie mal her! Hier, (stnchelchen potztausend, gar au emem Pappteller! . Er. bezahlte, dann nahm er den Jungen mit.. ... Nun iß und freu Dich na, iß doch!" Strichelchen biß auch wirklich in den Blätterteig. Dann fragte der Lehrer teile: Junge. waK bat Dir Dem Va ter mitgegeben? Mir kannst Du's woh lagen. . Zwanzig deutsche Reichspfenniae Warte, dachte , Jambon, ich rücke dem Bartkratzer doch noch mal auf die Bude aui zeoocy: ,.s will alles jauer der dient zem, Kmd, und Ihr Schwefel bände kostet den Eltern genug. Ich yaoe keine Kinder da fallt eher was ab. Und weil heute solch schöner Tag ist, und damit Du ganz gewiß auch zeme Meuoe yait da jag's keinem tzstrichelchen mmm doch!" . Es war ein Markstück, blank, als war's eben aus der Münze gekommen Unter dem rothen Schnupftuch ver steckt, wollte es Monsieur Jambon in vie ano oes Jungen prakttznen. Der würgte an seiner Napoleon schnitte. Er wollt's nicht glauben. Eine ganze Mark! . Den Mund hatte er voll, die Thränen kamen, reden wollte er auch: Nein nein, Herr Rektor ich habe ja schon den Kuchen!" Kein Mensch hätte das verstanden Krebsroth wurde er und verschluckte sich. Hat man so wasgehört!" rief der kleine Rektor, stellte sein halbvolles
Bierglas in's Moos und klopfte dem Unglückswurm mit Eifer den Rücken.
Und nicht nehmen will er. was sein Lehrer ihm gibt? Strichelchen wie alt bist Du?" Noch nicht dreizehn. ' ' ' Schön. ,Jn wieder dreizehn Iahren wirst Du wahrscheinlich Rechtsanwalt oder Arzt sein. Dann aibft Du mir die Mark wieder. As-tu cornpris?" (Verstanden?) uui, " Muckte der Junge. ' Sieh mal. wie gut Du Französisch sprichst! Aber ich bitte mir aus: zu keinem ein Wort." Im Nu hatte er sein halbes Glas Bier vom Boden aufgenommen, ein Nicken da lief und rief er schon und packte seinen Kollegen, den Eisenbahner. Robert Strich war noch ganz betäubt. Eine unsägliche Dankbarkeit gegen diesen Lehrer suhlte er m sich. Wie ein selig Licht leuchtete die reine Menschlichkeit des Alten in sein freudloses Dasein. Als er sich em wenig erholt, überlegte er, wie er die Mark am besten anlegen könne. Die erste Napoleonscynitte hatte er ja halb besinnungslos runtergewürgt. Das Vernünftigste wäre: eine zweite mit Verstand zu essen. Dazu ein füßes Likorchen. Bier war Nichts für ihn. Aber nach einer weiteren halben Stunde des Nachdenkens stiefelte Robert Strich energischer als sonst auf semen HauptPeiniger Baranowskl zu. Er bestach ihn systematisch. Ob er ein Glas Bier trinken wolle? Wie es mit einer 'Napoleonschnitte wäre? Ein Likör wäre nicht zu verachten.! Baranowski stimmte jedesmal völlig mit ihm überein. Das Glas Vier rührte ihn noch mcht wesentlich; der Kuchen machte ihn schon weich, beim Likör jedoch kratzte er sich den Kopf: Strich, psia krew.ich habe Dich manchmal gepiefackt he? Bist ein Jude, aber em braver Kerl alles, was recht ist! Und wenn Dich jetzt einer hauen will, dann komme zu mir!" Er spuckte sich m die Hand. Dann sehen w i r uns den Mann mal an! Fuchtelte auch so wild durch die Luft, daß Robertchen für alle Fälle auf dem Sprung stand. Natürlich hatte er auch em wenig mittrinken müen. Das wärmte wunderbar. Alles wurde so hell und leicht. Die Mark war drausgegangen was that's? Baranowski hatte ihm für ewige Zeiten Freundschaft geschworen.' Immer heißer ward das Dankbar keitsgefühl, das ihn für den alten Rek tor durchglühte. Er hätte etwas thun mögen für den Kleinen etwas Ge waltiges sich für ihn aufopfern für ihn leiden. Und da hierzu durchaus keine Aussicht war, faßte er wenigstens den Entsckiluß, ihm einen Kranz zu winden. Die Eichenblätter hingen für den Knirps zu hoch; klettern war seine schwache Seite. Aber wozu standen ringsum Haselnußstraucher? Es war schon dämmrig rings im Wald. Ehe es ganz dunkelte, mußte die That vollbracht sein. Muthig warf sich Robert Strich also in die Busche Es brauchte keiner zu sehen, wie er die Blatter pflückte und den Kranz zu sammensteckte. - Drüben war's einsam. Aber als er sich eben auf einen Strauch stürzen wollte, schollen heftige Worte. Alle Wetter, die Stimme kannte er! Das war der Ordinarius der Sexta! Wen schalt er aus? Neuaieria schlänaelte sich das Bar biersöhnchen etwas näher. Aber enttauscht machte er bald, kehrt. Es handelte sich um keinen Gymnasiasten nur um eine Dame. So flocht er seinen Kranz anderswo und stellte überglücklich den kleinen Rektor. Für mich soll der sein?" fragte Monsieur Jambon klaglich und deutete auf den -Kranz. Aber Strichelchen ich habe ja schon drere." Ach so," schluckte der, Untertertianer Langsam nahm er den Kranz von einer Hand in die andere und -wollte sich davontrollen. Da erinnerte sich der alte Lehrer, daß er dem Schüler vorhin ja etwas m die Hand gesteckt hatte, und daß dies etwa dcr Dank sem könne. Junge," rief er mit Stentorstimme und signalisirte mit dem rothen Schnupftuch: sofort zurückkommen! Ich glaube, es geht noch einer rauf, sagte er resignirt und reichte den StrohHut hm versuch's, mem Kmd! Natürlich ging es. Die Haselnuß blatter stachen vom Eichenlaub sogar sehr hübsch ab. Und Robert Strich über das ganze, Gesicht glänzend machte seine Sache so gut. daß nun wirklich vom Hut selbst nichts mehr zu sehen war und Monsieur Jambon eine Art von grünem Turban trug. Das war sein vierter Kranz Vivant sequentes, dachte er und schnauzte sich. (Fortsetzung folgt.) DieHeilsarmee zählt zur Qrft in 49 Ländern 7500 einzelne Ab theilungen mit 14.000 bezahlten und 451.730 nicht honorirten Offizieren und 17.170 Musikanten. t&v konnt fidj aus. Bezirksbaumeister: Noch eins, Löwenwirth, die Thüren an Eurem Saalneubau müssen der sicher heit weaen nach außen aufgeh'n. Woaß scho'. damit ma' die Leut' des I ser 'nausschmelß'n lar" . -
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