Indiana Tribüne, Volume 27, Number 257, Indianapolis, Marion County, 20 June 1904 — Page 4
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Jttdiana Tribüne, 20. Juni 1904.
Indiana Tribüne. Herausgegeben von der SuNnberg ff Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. GeschäftSlocalt No, 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE SS. -ntered at the Post Office of Indianapolis a econd dass matter. ES Wird einsam um nns." Der Deutschen Volkswirthschaftti chen Correspondenz" entnehmen wir den folgenden ergreifenden Brief eines deutschen LandwirtheS aus Südwest-Afrika: Windhoek, den 28. Hpril 1904. Was soll ich Dir über unser Ergeben schreiben? Hier Viehdiebstähle und Verfolgung der Diebe ohne Erfolö, da die Pferde zu schlecht sind. Im Felde wieder Mißerfolge und dadurch immer energischeres Vorgehen der Hereros, welche sogar schon angreifen, wie die letzten Berichte lauten. Wie viel Opfer an jungen blühenden Menschenleben hat schon der Aufstand gefordert! Da bei keine Erfolge und wir sehen besorgt in die Zukunft. Spatz machen mir so manche Zeitungen in Deutschland. Die schreiben schon iheute von Milde gegen die armen verleiteten Hereros. Bebel möchte ich doch einmal gern so unter den Hereros sehen. Mit grinsendem Gesichte reicht ihm Herero 1 die Hand, Herero 2 wirft ihm hinterrücks die Schlinge um den Kopf, dann greifen ihn Herero 3 und 4 und zerren ihn hinter das Haus in einen Winkraal, wo dann , Herero 5 bis 10 unter Assistenz von heulenden bestialischen Weibern unwürdige Operationen an ihm vornehmen und anfangen, so zur Abwechselung das Fleisch von den Unterschenkeln abzulösen. Endlich kommt ein ganz gebildeter Herero einen solchen Hund kenne ich -und gebietet Einhalt. Bebel wird darauf an Händen und Füßen gefesselt und todtgeprügelt. Siehst Du, Schwager, so haben sie es au einem der Unseren gethan und darauf ihren Muth undUebermuth an Frau und Schwägerin ausgelassen. Da die beiden unglücklichen Frauen leben, wiverstrebt es mir, Namen niederzufchreiben, und doch war die Familie, wie allgemein bekannt ist, beliebt bei den Hereros. Für mich fängt es nun an einsam hier zu werden. H. und U. und P. und andere gebildete Menschen, mit denen man durch gleiche Interessen derbunden war, sind todt. E. fährt morgen nach Europa. Schlecht geht es auck) meiner Frau. Entweder find die für sie im Umgang passenden Frauen sehr weit oder todt oder verzogen. Es wird sehr einsam um uns. Unlängst ist auch ein Ehepaar O., Holsteiner, von Gobabis hierher geflüchtet, 20 Meilen weit von hier. Dieselben wur den auf der Flucht nach Gobabis von den HererosZIverfolgt und beschossen. Wie in Wild West" lagen die Hereros hinterm Busch und ließen dem Ehepaar die Kugeln um die Ohren pfei fen. Zum Glück wurde der Frau nur die Hand, mit der sie das Pferd im Zügel hielt, verwundet, während sie in der anderen Hand einen Revolver hielt. um sich zu vertheidigen oder eventuell selbst ,n erschießen. I Es gruselt einem doch manchmal, wenn man an alle Gräuel denkt, die an Männern, Frauen und Kindern verübt worden sind. Im Kriege giebt es keine Erfolge. Gestern Nacht wurde in Windhoek ein Posten überfallen, der nur dem Umstand sein " Leben zu danken hat, daß der Schlag gegen ihn zu kurz war, und der darauf folgende Schuß auf die Patronentasche schlug. Der Aufstand wird noch lange nicht niedergeschlagen werden. Der Gouver neur wohnt jetzt in Windhoek und die Truppen sind durch Verluste und Ty phus dezimirk. Die Hereros spotten wohl hohnlachend über des sogenannten mächtigen Deutschen Reiches Ohnmacht. Bastards, welche durchaus regierungs treu sind, sprechen ganz offen aus Wir glauben, Zder Kaffer wird Herr in der Angelegenheit bleiben." Dazu will der Reichstag uns nicht unsere Ver luste ersetzen. Ohne Untersuchung der Schuldfrage, was man doch jedem Raubmörderlzugesteht, den Stab über uns zu brechen nicht bedenkend, daß damit dem Kolonisationstalent des Reiches ein Armuthszeugniß ausgestell wird, den Händler ;al3 Prügeljungen vorzuschieben, das nennt sich Deutsch land's Gerechtigkeit! Ein Pfui jenem Reichsboten mit seinem Anonymus wir werden nicht von der Missions-Ge fellschaft unterstützt, unsere Kinder ha
ben nicht freie Fahrt nach Deutschland und nicht freie Erziehung, wir haben nicht Zollfreiheit für unsere Bedarfs artikel, auch sind wir nicht alle drei Jahre erholungsbedürftig, wie die Herren Beamten. Bei uns Kolonisten heißt es : Arbeiten. Dem Kolonisten winkt keine Pension auf das Alter, seine Kräfte werden im ungewohnten Klima vor der Zeit aufgezehrt, und hat er es nicht verstanden, durch rastlose Arbeit unter brennender Sonne sich die Zukunft zu sichern, dann Schwamm drüber ! Kolonistendünger ! Das ist das Lous eines Kolonisten unler deutscher Flagge.
Ganz Südwestafrika ist empört über die Haltung des Reichstages. Nachdem der Kolonist Alles verloren, nachdem er Frau und Kind im Stich lassen mußte, nachdem er Gut und Blut eingesetzt hat, um die Tintsnfässer der Regierung zu retten, da heißt es : Wir brauchen Euch nicht zu entschädigen, wir nnd nicht dazu verpfiicytet, doch ein Darlehen könnt Ihr erhalten." Ich habe mich 11 Jahre lang hier chlecht und recht durgebracht, bin nie abhängig gewesen, und jetzt heißt es : Darlehen". Wenn der Krieg zu Ende ist, heißt es für mich wieder: Wandern! Wohin ? Wer weiß es? Wir haben uns an im Auslande wohnende Deutsche gewandt, damit sie uns : im , Echo" Auskunft geben über die Verhältnisse in ihren Adoptivländern. Wir möchen in einem anderen Erdtheile mit frischem Muthe unser Glück versuchen. rotz meiner bald 50 Jahre. Wenn ich auch total verarmt bin, so kann ich doch Jedermann frei in' Gesicht sehen. indem ich sage: Verarmt, doch nicht durch eigene Schuld, fondern durch Deutschland's Impotenz. Es wäre kein so übler Spatz, wenn Räuber-Hauptmann Raisuli das Lösegeld mit seinen Gefangenen bündlich heilte. Dieser von Manchen geäußerte Verdacht stützt sich darauf, daß Perdicaris mit seinem Entführer kurz vor dem Ereigniß noch in sehr intimen BeZiehungen gestanden haben soll. SchließM kann ja auch ein Millionär wie Perdicaris etwa S27,000, falls sie so eicht verdient sind, mitlaufen lassen. Allem nach ist es Rasuli selbst viel weniger um das Lösegeld als um Rache gegen seine Feinde und Erlangung po,itischer Macht zu thun. Dieser Räuber hat alle seine berühmten Vorgänger in den Abruzzen und sonstigen angenehmen Gegenden weit übertrumpft. Denn daß ein Brigant mit seinem Landes Herrn, der nun der Sultan trotz seiner Schattenhaftigkeit einmal ist, so selbstherrlich unterhandelt, war bis jetzt doch noch nicht da, auch dürfte noch keine fremde Regierung eines Raubes wegen solch' ernste staatsmännische Dokumente verfaßt haben, wie in diesem Falle das Staatsdepartement in Washington. Das Beste wäre, wenn Raisuli das Lösegeld einstriche und die Gefanaenen vorläufig behielte. Da eine seiner Hauptforderungen, Garan tie durch verschiedene Großmächte, nicht bewilligt ist und auch nicht zugestanden werden kann, so könnte er die weitere Gefangenhaltung hiermit begründen. Ueber die ganze Comödie freut sich am meisten der franz. Minister Delcasse und selbst eine Benutzung Raisuli's von Seiten Frankreich's liegt durchaus nicht im Bereiche der Unmöglichkeit. Der Zar hat einer gestrigen Mel dung zufolge eine Commission ernannt. um wichtige Reform-Vorschläge na mentlich zur Erleichterung des Elends der Landbevölkerung zu machen. Unter den Mitgliedern befindet sich der Name des umsichtigen Justizministers Mura craft, aber auch Plehwe, der starre Reaktionär, . ist dabei. Es ist dem nach kaum anzunehmen, daß eö sich um durchgreifende Aenderungen handelt; wahrscheinlich sind wieder Pallativ Mittelchen zur Beruhigung der öffent lichen Meinung geplant. Und doch waren ernsteSchritte wahrlich an der Zeit. In diesem Kriege, der auch die Leidenschaften der in der Heimath Bleibenden rascher entzündet. war der Mordstahl gegen Gouverneur Bobrikoff sogar nicht das letzte Verbre chen, zu dem sich der Haß gegen den Despotismus hinreichen ließ. ES kling wie Hohn, wenn russische Blätter be Häupten, Rußland sei der beste Wächter von Finnland's Interessen. Daß eö unter schwedischer Herrschaft noch schlimmer war, kann die Finnen nicht mi der systematischen Ausrottung ihrer Nationalität versöhnen und die That sache, daß der jetzige Zar ' den auf die , Verfassung Finnland's geleisteten Eid
gebrochen, läßt sich nicht in Abrede stellen.
Selbst wenn diese Constitutiou obli gatorisch war, so fehlte zu diesem Ge waltstreiche jeglicher Rechtsfreund. Ohne Aenderung der Methoden von oben ist darum ian wirkliche Reformen nicht zu denken. Aus deutscheu Vereinen. Der Deutsche Pionier-Ver e i n traf in seiner gestrigen in der Ger mania Halle abgehaltenen regelmäßigen Versammlung nach Erledigung der übichen Routine-Geschäfte weitere Vorbereitungen für das am 3. Juli im Germania Park stattfindende Picnic. Das Arrangements-Comite für dasselbe besteht aus folgenden Mitgliedern: Peter Liehr, Philip Graf, Fritz Schrader, Chr. Watermann, Fritz Vehling. Der D e u t f ch e Gegenseitige UnterstützungS-Verein nahm m seiner genngen rn der lioiumota Halle abgehaltenen Versammlung mehrere neue Mitglieder auf. Der Orden derHerrmanns Söhne erwählte in seiner gestrigen in der Columbia Halle abgehaltenen Versammlung folgende Beamte: Präsident Peter Hammerle. Vice-Präsident Phil. Senges. Prot. Secretär C. Thielmann. Finanz-Secretär K. O. Gloger. Schatzmeister M. Eschenbach. Trustes H. Woodtke. Führer George Broeskel. JnnerelWache Paul Dux. Aeußere Wache Max Kluger. Neue Inkorporationen. Folgende neue Gesellschaften erwirkten ihre Jncorporationspapiere: Die Continental Oil Co.", Muncie, Capital $300,000; Directoren: W. H. Sweei, G. A. Snow, F. W. Prck, Jr., und I. H. Palmer. Die La France Oil Co.", Muncie; Capital 840,000; Directoren: A. R. France. S. R. Gibson und I.' F. Meredith. Die Dr. Kurem Medicine Co.", ColumbuszZCapital $1000; Directoren: Ernest Stahlhuth. Emma Stahlhuth, und R. S. Morris. Die Strong Oil and Gas Co.", Matthews; Capital $50,000; Direc toren: Samuel D. Miller, L. A. Robertson und E. M. Roß. ' Die Cumberland Oil Co.", Loogootee; Capital $50,000; Directoren: Noah Moser, William Houghton, John Heubner, I. C. Sprouil und Joseph B. Graham. ; Die Scircleville Telephone Co.", Scircleville; Capital $6000; Jncorporatoren: C. K. Lewis, Nataniel Cripe, William Caft, Asfred Weaver u. A. Die Old June Oil Company", Marion; Capital $10,000. Directoren: Thomas D. Mc. Vicker, Charles C. Macy, George W. Jfer, Frank Jfer und William Amsden. Die Fort Wayne Water Power Company, Fort Wayne; Capital $100,000. Directoren: John H. Baß, John W. White und William A. Fleming. Die Lafayette Stove Foundry Company", Lafayette; CapitalS30,000. Directoren: F. S. Moore, Jeptha Crouch, I. T. Bartlett. E. S. Shelby und G. E. Kendall. Die Albert Johann & Sons Company", Evansville. Jncorporatoren: Albert Johann Sr., Albert H. Johann, Charles H. Johann und I. Henry Berges. Die Conner Drug Company", Anderson; Capital $15,000. Directoren: W. B. Conner, C. F. Heritage, W. A. Dehority, W. C. Albertson und F. C. Dehority. Bauerlaubnitzschein e. Patrick I. O'Toole, Wohnhaus, 918 Süd CapitolAve., $1,700. G. W. Leonard, Cottage, 1126 Udell Str. $700. Carrie Mayer, 2 CottageZ, 126 Wisconsin Str., $1,350. I. M. Bray, Bellefontaine und 28. Str., Cottage, $1,000. W. Shelby. Cor nell und 24.. Wohnhaus, $2,000. W. B. Farmer, Richland und New York, Cottage, S1,50. I. H. Car roll, 2304 Nord Senate Ave., Anbau, S1,600. Mary I. Porter, 1237 Bellefontaine Str.. Reparaturen, $210. M. Cohn, West 27. Str., nahe Clifton Str.. Frame-Wohnhaus, SI, 450. C. B. Rauh, LaSalle Str., nahe Nowland Ave., Cottage. $1,000. Henry Bowman, 937 Tuxedo Str., Frame-Wohnhaus, $1,500.
Udseite Tmn-Bercin.
Den siegreichen Turnern
Die preise im Beisein einer riesigen Menschenmenge überreicht.
Der Garten in erfolgreicher Weise eröffnet.
Daß die Mitglieder und Freunde des Südseite Turnvereins sich weder durch Wind noch Wetter abhalten lassen, zeigte sich gestern Abend bei der Eröffnung des Gartens in deutlichster Weise. . Zwischen 8001000 Personen hatten sich eingefunden und alle haben sich köstlich amüfirt. Der mit Lampions und elektrischen Glühlichtern taghell erleuchtete VergnÜgungsplatz bot einen ungemein schönen Anblick dar. Die City Band war im Pavillon behaglich untergebracht und trug durch ihre schönen Weisen erheblich zur Erhöhung der Festesstimmung bei. Die Hauptnummern des gestrigen Abends waren die Vertheilung der Preise und Diplome an die verschiedenen Schüler und Schülerinnen der Turnschule und an die Aktiven, die sich beim Bezirks-Turn feste in Eincinnati so rühmlichst hervorgethan hatEine Ansprache vom Vorsitzenden, Herrn Henry Victor, bildete die Einleitung. Er ermähnte die Knaben und Mädchen treu und unentwegt zur Turnerei zu halten, denn später werdet Ihr den Nutzen erkennen lernen, der Euch aus derselben erwächst. Eure Eltern haben ihn längst erkannt." Hierauf wurden an die Schüler der Knaben- und Mädchenklassen Diplome und Preise verliehen wie folgt: Preise der 2. Mädchenklasse: 1. Mtbeiluna. 1. Preis Elsie Danke . . . 43.5 Punkte 2. MinnieFreund.47.5 3. Fern Worland. 46.5 4. ' Flora Pfeiffer.. 45.5 .. 2. Abtheilung. 1. Preis EdnaBeermann 40.5Punkte 2. LuellaBergmann.38 3. Lena Löwer... ..36 Preise der 2. Knabenklasse; 1. Abtheilung. 1. Preis JacobWachtel.43.40Punkte 2. Joseph Funk.. 43.30 3. Emil Cäsar... 42. 30 2.'Abtheilung. 1. Albert Kohl . . 47.60 Punkte 2. Otto Müller.. 44. 50 3. Edw. König.. 43.90 Bei der Ueberreichung eines jeden Preises durch den Vorsitzenden blies die Musik einen Tusch zu Ehren des Empfängers. Nach Beendigung dieses Theiles des Programms folgte die Gesangssektion des Südseite Turnvereins unter ihrem Dirigenten Prof. Carl BaruS mit verschiedenen Vorträgen, unter welchen das stimmungsvolle Lied Das ist der Tag des Herrn" von Kreutzer besonders zu erwähnen ist. Grundeigenthums Uebertragungen. Sarah V. Parsons an John R. Sickler u. A., Lot 17, Fletcher's Sub. Outlot 169, Westseite, Capitol Ave., zwischen Pratt und 10. Str., $6,000. John R. Sickler an Sarah V. Parsons, dasselbe Eigenthum, $6,000. Sarah I. Wonnell u. A., an James H. Biddinger u. A., Lot 31 Block 4, E. Woodlawn Addition nahe Maddens Factory, $1,85. James 23. Kinnick an Oral L. Miller, Lot 34. Pleasant Run Add., nahe State Str., südlich von Prospect. $1,200. William I. Probst u. A. an Lizzie Gorman u. A., Lot 49, Frank & Ryan'ö Subd., Außenlot 103, nahe Schmidt's Brauerei. $1,250. James T. Eeglessield an Mary E. Jones, Lot 16 und Theil von 15, Wright'S Park Ave. Add.. südlich von FallCreek. $6,25. Indianapolis SavingS and Jnvestment Company an Alfrcd P. Hanner, Lot 20, Block 5, Nord JndinnapoliS. $1,400. Margaret V. Pravey an James W. Muir U.A., 13 Lots in Muir's Haughville Subd. $4000. Samuel Denny an A. M. Burke, Theil der Lots 23 und 24, Blackford's Subdivision, nördlich vom Military Park. $3750. Thomas F. Colbert an Alexander Craighead, Lot 18, Wiley's Subd. von
winden gestern Abend
Jetzt kam der eigentliche Glanzpunkt des Abends. die feierliche, offizielle Ueberreichung der Diplome an die vom Bezirksturnfest in Cincinnati preisgekrönten Turner. Unter den rauschenden Accorden der Musik-Capelle marschirten sie in geschlossener Reihe zum Musikpavillon, der auch dem Sprecher als Rednerdühne diente. Herr Henry Victor als Vorfitzender hielt auch hier die Ansprache und überreichte den glücklichen Siegern die von ihnen nach hartem Ringen' erbeuteten Anerkennungszeichen und sprach ihnen zugleich den Dank des Südseite TurnVereins aus. Ihr habt uns im Bundesturnfest in Philadelphia den ersten Preis in Eurer Gruppe errungen, aus Cincinnati brachtet Ihr uns den zweiten Preis zurück, und wenn wir bedenken, daß mit nur 1j10 Punkte Unterschied der Dayton Turnverein, der als einer der besten im Lande bekannt ist. Euch den ersten Preis abrang, so haben wir allen Grund auf Eure Leistungen stolz zu sein. Jetzt rufen wir Euch zu, bereitet Euch vor auf das BundesTurnfest im nächsten Jahre in Indianapolis." Zum Schlüsse der feierlichen Ceremonie forderte der Sprecher zu einem dreifachen Gutheil auf, in welches alle Anwesenden begeistert einstimmten. Die Gesangssektion mit einem kurzen Liede, beendete dicsen Theil des Programmes. Die Namen der gestern mit den in Cincinnati errungenen Preisen bedachten Aktiven sind wie folgt: I.Preis im . Gesammtturnen Otto Jrrgang. 10. Preis im Gesammtturnen Ernst Schueßler. 12. Preis im Gesammtturnen Arthur Koehler. - 1. Preis im Volksturnen Willie Jrrgang. ' 1,1 3. Preis im Volksturnen Otto Irrgang. 2. Preis im Ringkampfe Louis Decker. In dem vor zwei Wochen vom Socialen Turn-Verein abgehaltenen Preisturnen erhielten die Südseite Turner Otto Jrrgang eine goldene Medaille, und Arthur Koehler eine silberne Medoille für ihre tüchtigen Leistun geu. Auch diese beiden Medaillen wurden ihnen gestern Abend feierlichst über-r-icht. Nach Schluß der Ceremonien marscbirten die Turner mit ihrem bewährten Turnlehrer Curt Toll wieder nach den für sie reservirten Tischen zu rück, an welchen sich sodann ein fröhliches Leben entwickelte. Das erwähnte Orchester lieferte hierauf noch prächtige Conzert-Musik. Outlot 162, nördlich von Jndiana Av., westlich von West Str. $2000. Frederick Tapp an Wilbur W. Cumberworth, Lots 106 und 107, Topp's Garden Place Add., östlich von Crown Hill. $1000. Kate Marlowe an Celestia A. Taylor, Theil von Lot 36, Grandview Add., östlich der College Ave. und nördlich der 27. Straße. $2,500. John I. Cooper an stephen I. Ward, Theil des nordöstlichen Viertels, Section 21, Township 16, Range 3, Center Township. $1.421. Cleon H. Hurst an John H. Schot, Lot 537, McCarty's 11. Westseite Add. West Indianapolis. $1,650. Lucy A. Flowers an Margery Endby. Theil Lot 6, Block 3, Grandviem Add. östlich der College Ave. nördlich der 27. Straße. $2,050. Während der verflossenen Woche wechselte Grundeigentbum im Werthe von $222,548 den Besitzer. Eine Anzahl Wirthe verhaftet. Wegen Verletzung des NicholsonGesetzes resp, wegen Verkaufens von Getränken am Sonntag wurden gestern folgende Wirthe verhaftet: Sam. Greenwaldt, 441 Massachusetts Ave. ; Wm. Frankfort, 401 Massachusetts Ave., Adolph Kohn, 936 Massachusetts Ave.; Jacob Brown, 607 Ost Washington Str,; Daniel Davis, 1017 Oft Washington Str.; Fred. Hawthorne, 463 Cedar Str.
Frenzel Bros., Sto. i W. Washington Str (Merchants National Bank,)
Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen aus all Städte Europa?. Schiffsscheine "ÄST An nnd verkauf ausländischen Geld. saufirt und überlegt, was Sie thun hinsichtlich Versorgung des Unvermeidlichen Regentags, welcher für uns alle kommen wird. Sehen Sie in die Zukunft zu der Zeit wenn vorgeschrittene Jahre Sie am Verdienst wie jetzt verhindern. Ein Konto mit der Indiana Trust Co. osserirt die beste Gelegenheit für alle Klassen ihr Geld zu sparen. Proz. werden an allen Depositen erlaubt, halbjährlich verrechnet. Capital...... 1,000,000 Neberschuß 8225,000 Officien : Compagnie Gebäude, Wash. Str. und Virginia Ave' Der Giüespie-Fall dar dem Staats-Obergericht. Die Anwälte für I. Gillespie, der mit Andern angeklagt ist, seine Schwester Elisabeth Gillespie ermordet zu haben, bei, dessen Prozeß sich die Geschworenen aber nicht einigen konnten, haben bei dem Supreme-Gericht des Staates um Freilassung des Gefangenen auf Grund des Habeas Corpus-Verfahrens nachgesucht. Ein solches Gesuch war vorher don dem Richter Downey vom Ohio County Gericht abgewiesen worden. Währenddes Prozesses hatte eS sich herausgestellt, daß einer der Geschworenen mit dem Angeklagten verwandt war. Als dies bekannt wurde, wurde die Jury sofort entlassen und eine neue Jury eingeschworen. Die Berufung an das Supreme-Ge richt bastrt auf der Behauptung, daß das Recht des Staates, den Angeklagten zu Prozessiren aufgehört habe, als die erste Jury entlassen und eine neue verlangt wurde. Phoebe Verein, Die Reformirte SL Johannis Kirche war gestern Abend anläßlich des 3. Jahresfesies des Phoebe-Vereins, w,:lches in derselben abgehalten wurde, bis auf den letzten Platz besetzt. Die Feier wurde durch ein vom Organisten C. Schilling gespieltes Präludium Z eingeleitet. Herr Pastor I. Vornholt hielt die Festrede und Herr Pastor I. C. Peters verlas den Iahresbericht. Der musikalische Theil des Programms lag in den Händen des Chores der Ref. St. Johannis Kirche, des Frl. Dorothea Schmidt und deS Hern. Hermann Rahe. Gute Melonen Ernte in . , Aussicht. O w e n s v i l l e, 19. Juni. Berichte aus dem County melden, daß die Wassermelonen- sowohl, wie auch die MuskmelonenErnte in diesem Jahre in Gibson und den angrenzenden Counties voraussichtlich sehr gut und reichlich ausfallen werden. Da in anderen Gegenden die Aussichten keine besonder? guten seinZsollen, so erwartet man gute Preise erzielen zu können. Namentlich dieMuskmelonen-Ernte wird diesesJahr eine sehr große werden, da die Züchter durch Erfahrung gelernt haben, daß sich mit Muskmelonen besserer Gewinn erzielen läßt, wie mit Wassermelonen und deshalb die erstgenannte Sorte besonders stark angebaut haben.
