Indiana Tribüne, Volume 27, Number 255, Indianapolis, Marion County, 17 June 1904 — Page 3
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Aerzte.
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Große Schlacht erwartet.
Russische Haupt - Armee japanischen Stakelberg's Niederlage bei Vafangow. ? er f . . . .
Hoffnung für P0tt Attyur damit geschwunden. 1000 Japaner ertrunken. Stürme auf Cuba.
. Ost-Asien. Vormarsch der russischen Hauptarmee. London, 17. Juni. Der Cor respondent der Daily Mail im japanischen Hauptquartier depeschirt aus An tung unter dem 16., daß die Russen vorrücken und Jonayenpu, Sumenatsu und Sanchiatsu besetzt haben. Eine Schlacht steht unmittelbar bevor. Stakelberg's vernichtende Niederlage. St. Petersburg. 16. Juni. Das Kriegsministerium kündigt an, daß General Stakelberg von einer be teutend überlegenen Streitmacht ge schlagen wurde und sich nach VantsinIm, 30 Meilen nördlich von Vafangow zurückzog. Eine wilde Flucht wird in Abrede gestellt. Der Feind hatte über Divisionen im Gefecht. (Gerücht. weise verlautet, Stakelberg sei der Rückzug abgeschnitten). x ; Eine Depesche aus Liao Nana i Regierungsboten sagt, die Schlacht von Vafangow habe den gestrigen ganzen Tag gewüthet. Am Montag verloren "' die Russeu über 300 Mann, woraus sich die derzweifelte Art des Kampfes schließen läßt ; im Ganzen war die Schlacht seit 3 Tagen im Gange. Ein Bericht an Gen. Kuropatkin zeigt, daß beide Heere einen entscheidenden Schlag her beizuführen gewillt waren. Der heftig? Kampf erstreckte sich über rauhes Gelände, wo die Aktion der Artillerie sehr wirksam war. Die ruf fischen Linien standen zwischen den Dörfern Lan Chou, nahe der Bahn und Fa Fan, die Japaner zwischen Tafan Chou und Hun Chou. Stakelberg's Reserven wurden in der Nähe der Vafangow Station gehalten. die japanischen südlich von Tafan Chou. General Nozu's Artillerie be gann das Gefecht mit Beschießung der russischen rechten Flanke, seine Scharfschützen engagirten den andern Flügel. Die russische Cavallerie griff das iapa nische Centrum an und ließ später die Reserven gegen die japanische Flanken zum Angriffe vorgehen. , Dies war die strategische Lage bei den ersten Nachrichten. St. Petersburg, 16' Juni. Nach Depeschen aus Vafangow hatten die Japaner am ersten Tage eine Battene mit 6-zölligen Geschützen. Die Berichte melden, daß die Russen den Feind verfchiedenfach zurückschlugen und betonen die Tüchtigkeit der rufst schen Artillerie. Der japanische Ver lust, zu dem eine große Zahl Gesänge ner gehört, ist weit bedeutender als der russische. Am ersten Tage gaben die feindlichen Batterien etwa 2,500 Schüsse ab. Stakelberg's Bericht. General Kuropatkin übermittelte dem Kaiser eine Depesche Stakelberg's, die einen Bericht über die Schlacht gibt. Der General sagt daß er sich vor der überlegenen Macht des Feindes auf 3 Straßen nördlich zurückziehen mußte. Unsere Verluste waren schwer. Die dritte und vierte Batterie der ersten Artillerie Brigade wurden durch die spanischen Granaten förmlich in Stücke gerissen. Von 16 Geschützen wurden 13 als völlig werthlos im Stich gelassen. Unsere Truppen hielten sich trefflich, viele traten den Rückzug erst nach wiederholtem Befehle an." Alle Entsatz Hoffnung fürPortArthurdahin. Tokio, 16. Juni. Die russische Hoffnung. Port Arthur durch Be drohung der Nachhut von General Oku, der die japanische Belagerungs - Armee befehligt, Luft zu schaffen, kam gestern bei Tellssu, 25 Meilen nördlich von Basangow, mit der vernichtenden Nie derlage der Russen zu Ende. Der ge schlagene Feind zog sich hastig nördlich zurück.- , Die Japaner beschuldigen die Ruf sen, zapanische Artillerie durch Entfal tung einer japanischen Flagge getäuscht zu haben. Japanische Commandeure erheben besondere Beschwerden über diese Flaggen-Verletzung. Die japa-
Jndians Tribüne,
rückt angeblich gegen die Stellungen. Verluste beiderseits mörderisch. . . 1 ' Nischen Verluste werden auf 1.000 Todte oder Verwundete angegeben. Die Russen hielten bis 3 Uhr Nachmittags aus. Um diese Zeit erfolgte ihre entscheidende Niederlage. Iapa nische Cavallerie verfolgte den Feind und brachte ihm voraussichtlich beträchtliche Verluste bei. Unter den gefangenen Russen befindet sich der Oberst des 4. Schützen-Regiments. ZurPort Arthur Lage. Liao Fang, 16. Juni. Der frühere Gesandte bei Korea, Vavloff. der hier über The Foo aus Port Arthur eintraf, meldet, daß bis zum 8. Juni kein Landangriff auf Port Arthur erfolgt ist. 1000 Japaner gingen m.it den Transportschiffen l n d i e T i e f e. Tokio, 16. Juni. Nach Einzelheiten, welche die Ueberlebenden der verunglückten japanischen TransportKämpfer berichten, wurden die Hitachi" und die Sado" am Mittwoch bei Jkiis von drei russischen Kriegsschiffen angegriffen und durch Torpedos zum Sinken gebracht. Der Capitän der Sado" und Andere wurden gefangen. Ueber 150 entkamen nach Kokura. Transportdampfer Jzumi" wird ver mißt. Die beiden anderen Dampfer hatten nur 1400 Mann an Bord. Falls dies zutrifft, so ist der Verlust an Leben voraussichtlich unter 1000. Jedoch hatten die Schiffe viele Pferde und Vorräthe an Bord. Ruf s. Truppen und ch inefische Banditen verb ü n d e t. Tokio, 16. Juni. Eine Abtbei. lung Kuroki's nahm am Freitag SiuJen, nachdem sie 300 Russen und 300 berittene chinesische Banditen besiegten. Die Japaner verloren Niemand. Es ist das erstemal, daß über gemeinsamen Kampf von chinesischen Banditen und russ. Truppen gemeldet wird. Möglicherweise haben die Russen zahlreiche Banditen angeworben. Rußland. Vladivostock Geschwader in Sicherhheit. St. Petersburg. 16. Juni. Das Vladivostock Geschwader ist nach Vladivostock zurückgekehrt. Attentat aufBobrikoff. St. Petersburg, 16. Juni. General Bobrikoss. der Generalgouver neur von Finland, wurde heute beim Eintritt in den finnischen Senat durch einen Schuß tödtlich verletzt. Der Thäter, ein Sohn des Senators Schaumann, beging sofort Selbstmord. Er soll der sogen, finischen Patriot!schen Gesellschaft angehört haben. Bobrikoff wird sterbend nach Petersburg überführt. General Graf Bobrikoff. seit 1899 Gouverneur von Finnland, hatte sich durch die Unterdrückung der Presse und überhaupt seine Russificirungs-Politik tief verhaßt gemacht. Seine lekte Maßregel vom März verbot der Bevölkerung dunkle Fenster zu ungewöhnlichen Stunden." Wer vor 10 Uhr das Licht löschte, wurde schwer bestraft. Es war dies die Folge, weil die Finnen beim Kriegsausbruch ihre Häuser nickt erleuchteten. Knrze Depeschen. New York. Prinz Vu Lun. der chines. Ausstellung Commissär, fuhr aus der La Gascogne" von der franz. Linie ab. Ost St. Louis. Jlls. Beim Zusammenstoß zweier Passagierzüge aus der Balt. & Ohio Bahn in Casevville kam ein Lokomotivführer um's Leben. Drei Passagiere ernstlich der. letzt. Chicago. .Dr. N. S. Davis. einer der hervorragendsten Aerzte des Landes ist 87 Jahre alt gestorben. Er war besonders auch durch seine Schriften über die physiologischen Wirkungen des Alcohols bekannt. -
17. Juni 190. '
Verrath des Sultans erschärst die Eesahr für Perdicaris. ! T a n g e r, 16. Juni. Etwa 400 marokkanische Soldaten der schlimm sten Sorte wurden heute gelandet, vom Sultan zum Schutze der Europäer ge sanvt. Diese Truppen hatten in Cosa Blanco, woher sie kommen, einen aus nehmend schlechten Ruf. Die hiesigen Bewohner befürchten für Leben und Eigenthum. Ihre Ankunft ist für Perdicaris und Varley außerordentlich gefährlich. Raisuli läßt sicher diesen Verrath des Sultans nicht hingehen und wird die bisher günstigen Verhandlungen abbrechen. Der britische und der ame rikanische Consul legten energischen Protest beim Vertreter des Sultans ein. Wabrsckeinlick kommen bald nntö mehr Truppen. ' - " "i Raisuli verlangte als weitere Bedin gung der Freilassung der Gefanaenen. über das Gouverneursumt bei anderen Stämmen in Nord-Marokko um Rath gefragt zu werden. Dies wurde be reits gewährt. Raisuli drückt seine Ford e r u n g e n durch. Tanger, 16. Juni. Zwei An Hänger Raisuli's, die in L arache gefan gen waren, sind hier angelangt. Es gilt dies als weiterer Beweis, daß die Regierung schrittweise alle Forderungen des Banditen erfüllt. Deutschland. MirbachalsZeuge. Berlin, 16. Juni. Seit den Enthüllungen des Geh. Commercienraths Budde, des Geschäftsführers ber Hypotheken-Bank, im Processe gegen die Direktoren der früheren Pommern Bank wegen Serschenkung von Ban5 geldern an den Cabinetschef der Kaiserin, v. Mirbach, hatten verschiedene Zeitungen die Zeugen Vorladung Mirbach's verlangt. Er sollte aus sagen, ob als Ersatz für die Geschenke die Pommernbank den Titel Hofbank der Kaiserin" und die Directoren Or den erhalten hätten. Mirbach erschien nunmehr freiwillia vor Gericht und erklärt für seine Vereine S 13.750 bekommen zu haben. aber unter ausdrücklicher Versicherung. daß das Geld aus dem Privatvermö gen der Direktoren stamme. Außerdem wurde für die Vereine ein Conto von S87.500 eröffnet, jedoch nur S6.250 gezogen. Die Geschenke wurden ohne Bedingung gegeben. D i e Automobil - Wettfahrten. Hamburg, 16. Juni. Kaiser und Kaiserin trafen heute zu den Auto-mobil-Wettfahrten hier ein. Beim Wiegen der Wagen, die morgen an der Wettfahrt um den Gordow Bennett-Pokal theilnehmen, kam es zu emer aufregenden Scene. Ein fahrlässig weggeworfenes Streichholz entzündete einem der Wagen entfließendes Petroleum und die ganze Straße wurde in ein Feuermeer gehüllt, eine Panik verursachend. Die Wagen blieben unbeschädigt. Die Schweizer haben sich von der Wettfahrt zurückgezogen. Vortrag Frau. Sewalls. Berlin . ?,6. Juni. Auf dem heutigen Frauencongresse wurden wie der verschiedene Vortrüge gehalten, dar unter von Frau May Wright Sewall, Indianapolis, über Physische Ausbil dung junger Mädchen in den höheren Lehranstalten Amerikas". Sie sagte. als Resultat der Fortschritte in dieser Richtung sei ein neues Ideal des Wei bes geschaffen jenes von Kraft und Gesundheit. Belle Kearney sprach über das Mo-Hol-Uebel" und die Thätigkeit des Verbandes christlicher Temperenzlerinnen. Portugal. Fest a u f d e r Ke a s a r g e." Lissabon, 16. Juni. Admiral Barker gab gestern auf dem Flagg schiff Keasarae" einen Emvfana. dem die Minister, Diplomaten, darunter der amer. Gesandte Bryan und die Elite der Gesellschaft beiwohnten, im Ganzen etwa 1,000 Gäste. Cuba.. Ueber hundertLeuteum gekommen. Santiago d e Cuba, 16. Juni. Ein furchtbarer Cyclon mit starkem Regenfall hat der Stadt und Umgebung großen Schaden zugefügt. Die Todtenlifte steht über 100 und vergrößert sich. Die Wasserleitung, ist beschädigt und Wassernoth herrscht.
s u a n t a n a m o , 15. :uni
(verspätet). Der schwerste Sturm, an den man sich erinnert, hat Guantanamo verheert. Nach heftigen Regengüssen Montaa und Dienstag traten die Flüsse Guaso Bona und Jaibo über ihre Ufer, Leben und Eigenthum zerstörend. 10 Leichen find gefunden, der Verlust wird aber bedeutend größer sein. Die Cuba Ostbahn ist bedeutend geschädigt; Verbindung mit der übrigen Insel völlig abgeZchnttten. Der amer. Dampfer Viren" traf aus Santiago ein und meldet, daß in m Cobre viele Häuser zerstört und 40 Leute ertrunken sind. Der Dampfer Brooks", zwischen Hayti und Santiago fahrend, wird als verloren gemeldet. Ungerechte Bcfchuldiauna. Gelegentlich des Ausdrucks des 5,5 rero-Aufstcmds wurden die deutschen clfiionare m (udwenasrika v:e!sach beschuldigt, von den Vlänen der schwarzen Rebellen Kenntniß gehabt uno oie Äu.ftandi chen der ihrem Vor haben unterstützt zu baben. Es war vorauszusehen, daß sich diese ungeyeuerliche Beschuldigung als unbegründet erweisen musite und sie wurde dei n auch durch einen Brief widerlegt, d?n ver uyrer der Gebellen, Samuel Miharero. am 11. Januar, also einen Tag vor Ausbrüch der Feindseligkeiten, an leine Gr?tzleute geschrieben hat. Aus demselben sieht man, wie sehr den Leuten darum m thun war. dak auck den Missionären nichts von ihrem bösen Zlloryaven bekannt wurde. Der Bricf lautet in Uebersetzung wie folgt: iO rayandia, den 11. Januar 1904. An alle Grofueute memes Landes. t& bin der Oberhäuptlina der Ferero. Sam. Maharero. Ich habe ein Gesetz erla en und em recktes Wort und bestimme es für alle meine Leute, daß sie mcyt iyre Hände legen an folgende: nämlich Missionare, Engländer, Bastarb. Beradamara. Nama. Buren. Un diese alle legen wir unsere F)ände nickt. Thut diese Sache nicht. Ich habe einen ild dazu gethan, datz Diese Sache mcht offenbar werde, auck nickt den Missionaren. Genug. Ich bin oer , Häuptling s?m Maharero, Okayanoia. Strafrechtspflcge in Japan. Laut dem Berickte eines enaMcken Korrespondenten in Tokio sind in den lapamcyen Gefängnissen Disziplmarstrafen so gut wie unbekannt. Die japanischen Häftlinge fügen sich der MsananiNviSZivlin viel leickter nls ihre europäischen oder amerikanischen Kollegen." Sie versucken niemals.! ihre Wärter todtzuschlagen, wie das m englischen (öesangnipen so häufig vork.nmt. und in ??olae dessen brauckt man in Japan auch keine neunschwänzige atze, eigt sich einmal Jemand renitent, so genügt es, ihn auf einige Ä,age m eme dunkle .elle zu sverren. Arbeiten müssen die feinde von Kesek und Recht natürlick auch in dem Lande des Mikado, aber sie erhalten bei ihrem Austritt aus dem Gefängniß eine recht naitlicke foumme als Uiroftt tbrer Tä tigkeit, was bauvtsäcklick dadurck möalicy wird, daß man sie nicht Mit Steineicyieppen, sondern mn nutzbringender Arbeit besckäftiat. Auck die 5inricktunasmetdode der Javaner weickt von der im Abendlande ab. Niemand sieht das toatsacklicke 5anaen. nickt nnmal der öenker. denn wenn dem Verurtbeilten die Schlinge um den Hals gelegt ist, wrro er durcy emen Holzverschlag den Blicken aller entzoaen. und auf ein e-I gebenes Zeichen weicht der Boden untr rl. cv::c. w r" i t:. rv; .c. I einen tyuaen miu cc flllrzi in ük Ä,iese, ohne daß Jemand etwas von ihm sieht. Giftiae Erdbeeren. ??rau aroma m &an o e. Kal.. starb an einer Arsenikveraiftuna. Sie batte i?.rk oeeren gegessen, die zum Zweck der oviung von Insekten mit Arsenik be-Tl-.L W 'jCA i ........ uicui unu iucdi gereiniai Ivoroen waren. T r o n d ? a m, Norwegen. Der Dampfer Jrithjof", mit der-Ziegler'. schen Hllfs-Expedition an Bord, ist abgefahren. Schiffsnachrichten. Angekommen: New York: Pennsylvania" von Ham bürg. Hong Kong: Empreß of Jndia" von Vancouver. Havre: La Lorraine" von New York. Liverpool: Haverford" von Phila delphia; Jvernia" von Boston; Teutonic" von New York. Glasgow: Austrian von Boston; Ethiopia" von New York. London: Columdian" von Boston. New York: Pennsylvania" von Ham bürg. Abgefahren. New York: La Gascogne" nach Havre; Hamburg" von Hamburg über Plymouth und Cherbourg; Barbarossa" nach Bremen über Plymouth und Cherbourg. Queenstown: Westernland" nach Phi- - ladelphm; Oceanic" nach New York. -
Colorados Sorgm.
Sie Arbeiterwirren nd der derzeitige . verneur des Staates. Keinem Staats-Gouverneur in Onkel Sams Land dürfte sein Amt der-' malen so schwere Sorgen bereiten, als dem Gouverneur James H. Peabody von Colorado. Nachdem die bereits vor Gouverneur James H. Peabody. neun Monaten im dortigen Crivvle Creek- und Telluride-Distrikte entsiandenen Arbeiterwirren eine Zeitlang zur Ruhe gekommen erschienen, ist die Aufmerksamkeit durch das schreckliche Dynamitattentat auf dem Bahnhöfe zu Jndependence von Neuem auf die dortigen Zustände gelenkt worden. James H. Peabody. der 1852 in Orange County, Vt., geboren ward, ist seit 1871 m Colorado ansässig. Er war in Pueblo Clerk in einem Dry-goods-Geschäft. hierauf Geschäftsführer eines Ladens in Canon City und wurde 1885 County-Clerk. Als die Erste Nationalbank in Canon Citv aegründet ward, wurde er deren Vizevräsident; später stieg er zum Präsidenten der Bank auf. Peabody bethätigte sich in der Lokalpolitik, wurde Stadt-Clerk. Stadt - Sckaumeister. Mitalied ' der Schulbehörde und des Stadtrathes. Gouverneur des Centennial"-Staates ist er seit Januar 1903. Der Gouver-neurs-Termin ist in Colorado zweijährig. Line gewissenhaste Chromk führt den Stammbaum Peabodys auf die Zeit des Kaisers Nero zurück, als bereits ein Peabody in Britannien sich im Kampfe gegen die Römer hervorthat. Viclscitiger Bffizier. eneralmajorFukushirna als Strateg, Dich x,ngm uno snnanzretter. Unter den jüngeren Generälen des Mikado ist 'wohl kein Anderer im Auslande besser bekannt, als Generalmajor Llasumasa zZukushima. der schon zur Zeit der Wirren in China im Jahre 1900 eine hervorragende Rolle spielte, und dem' im gegenwärtigen Kriege zusammen mit General Kodama. dem Vizechef des Generalstabs, der Kredit für die Organisation und den TransPort der Armee und die Kriegsführung Generalmajor Y. Fukushima. gebührt. Er befehligte im Jahre 1900 tn China die japanischen Truppen bei der Eroberung von Tientsin und seine bei dieser Gelegenheit an den Tag gelegte Geschicklichkeit als kühner Stratege fand die uneingeschränkte Bewun derung aller anwesenden Offiziere der fremden Mächte. Später begleitete er Generalleutnant Aamaguchi auf dem Marsche nach Peking, auf dem bekanntlich die kleinen Leute aus dem Lande der aufgehenden Sonne die europäischen und amerikanischen Soldaten an Aus- . . i .. 1 .' - oauer weil uvertrasen. Generalmajor ftukufinma ist etwa 46 Jahre alt und erfreut sich in der japaniscyen Ärmee einer ungemem großen Popularität. Ju egmn'des gegenwärtigen Krieges verfaßte er ein seit-. dem vielgesungenes Kriegslied, in welchem er seinem glühendenWunsche Ausdruck gibt, die Flagge des Mikado über den Wällen der alten Zarenstadt Moslau flattern zu seyen. Er ist em ausgezeichneter Linauist und svrickt auner seiner Muttersprache aeläufia Cbinesisch, Russisch, Deutfch.Französisch und Englisch. Im Jahre 1892 unternabm ?Vukushima,, damals Major und Militärattache in Berlin, einen Distanzritt von der deutschen Reicksbauvtstadt nack Tokio, der ihn über St. Petersburg und Moskau durch die Mongolei und die Wüste Gobi und über Sibirien und China führte. Er hat damals über 10.000 Meilen im Sattel zurückgelegt und wurde für diese .brillante Leistung vom Mikado zum Oberstleutnant be-
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