Indiana Tribüne, Volume 27, Number 248, Indianapolis, Marion County, 9 June 1904 — Page 6

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M oommer. Wir nehmen und tn Sommer nicht genug in acht, wir essen gewöhnlich zu schnell und ,u viel: Unser Magen kommt daher leicht außer Ordnung. Kopfschmerzen und Lebcrlcödcn stellen sich ein. Man nehme in solchen Fällen sofort Ar. August König's ) um das Blut zu reinigen und in kurzer Zeit erden alle Krankhitöerfcheinungen er schwinden. pQsii MLK Warum nicht d V n? $ sparen beim Einkaufe ihrer Möbel und Teppiche . . . .sowie Gariand Oefen und .Rangeset WILLIG'S 141 West Washington Str. npi viVioiS 142 Nord Pennsylvania Straße, Hauptquartier für wr tll W ZSrMen ttttd Operngläser itr MtlF rmm W nMai Ml S Brillen werden ach den besten Methoden d äugen angepagi. - Künstliche Augen erden schmerzlos eingesetzt. A Route ü ...Cxcttrsionen... Sonntag, 12. Juni. '41.50 Cincinnatt und zurück. Sveiakua. nach beiden Richtungen nir Hönds für Passagiere anhaltend) verläßt Injianapolis um 7 Uhr Morgens. RückfaKrt von Cincinnati 7 Uhr Abends. ertvre Aantc 81 .00 ) Rund "eattle.. ..75c 1 fahrt, ..l. :",; rv ö VVWM . - nhr Morgens. Retourfahrt von Terre Haute 7 Uhr Abends. H. M. Bronson, A.7P.A. Uffi E8IE & WESTERN R. R. Fahrzeit der Züge.. .. " bsahrt nkunst Toledo, hicago und Mchigan Expreß... 7.15 tio.s Toledo. Detroit und Chicago Lim 12.20 f 3.(5 Micbiaan it, Muncie u,LafahetteSpl..-s- 7.2 tlO.26 f taglich t ausgenommen SonnwgS.

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Europäische TIachrichten

Württemberg. Biber ach. Der 42jährrge derwittwete Arbeiter Karl Neubrand hat sich in seiner Wohnung erhängt. C an n statt. Die Inhaberin der bekannten Gebetsheilanstalt Villa Seaendorf, Frl. Anna Schlichter, wurde letztens auf dem Uffkirchhofe beerdigt. Es mögen etwa 700800 Personen aus allen Theilen des Landes an der Leichenfeier theilgenommen ha ben. Ellwangen. Der im hiesigen Amtsgerichtsgefängniß wegen Sitt' lichkeitsverbrechen in Haft befindliche 58 Jahre alte Gemeindepfleger Lede rer von Geradstetten. OA. Schorndorf, hat sich erhängt. Goppingen. Innerhalb Zurzem stnd hier die Besitzer der beiden hiesigen Großbrauereien aus dem Leben geschieden . Besitzer der Radbrauerei, Jac. Rau, erlag den Folgen eines Hirnschlags, und bald darauf starb nach längerem Leiden der Besitzer der Brauerei zum Walfisch, Job. Henz ler. Heidenheim. Die scheu gewordenen Pferde eines Fuhrwerks durchbrachen die geschlossene Schranke des Neresheimer Straßenübergangs auf dem hiesigen Bahnhof. Das Fuhrwerk wurde von einer rangirenden Loko motive umgeworfen, wobei der Schäfer Christoph Wiedemann von Nattheim getödtet wurde. Die übrigen In fassen des Fuhrwerks trugen unbedeutende Verletzungen davon. I n y. In dem Achslüßchen, welches den nördlichen Theil der Stadt durchstießt, ertrank das dreijährige Töchterchm des Zimmermanns Rauch. Reutlrnaen. In der Seestraße gerieth die 79jährige Wittwe Luise Dottinger unter ein Sandsuhrwerk und wurde getödtet. Rottenburg. Im Alter von 94 Jahren verschied der älteste Bürger unserer Stadt, Kaufmann Matth. Heberle, der sich b:s m die letzten Tage einer bewundernswürdigen geistigen Frische erfreute. Unteriettrngen. Hier brannte das Wohn- und Oekonomieaebäude der Wittwe Wilhelm vollständig nie der. Zrxaß'Lotyrtngen. Straßburg. Der hiesige Leutnant x. d. R. Regierungsbaumnfter Dr. Wallot wurde wegen Pistolen Duells mit unblutigem Ausgang zu drei Monaten Festung verurtheilt. G o r z e. Seit dem 22. April ist der Rechner der hiesigen Bezirksarmenanstatt, Hr. Oekonom Braun, spurlos verschwunden. Am gedachten Tage sollte Kassenrevision stattfinden. H a q e n a u. Der 24 Jahre am Gymnastiker Breton aus Landsberg a. d. stürzte bei einer Vorführung am Mastbaum mit diesem, der zusammenbrach, aus betrachtlicher Hohe herad, und zwar so unglücklich auf einige Stühle, daß er das Genick brach und kurze Zeit darauf verstarb. I n a w e r l e r. Nachdem die Wahlpredigten in der Gemeinde Weinburg vorüber sind, fand die Wahl statt. Einstimmig wurde der älteste Sohn des Herrn Pfarrers Bloch, in Metz, Herr Ernst Bloch, gewählt. Saargemund. Ein gesahnt cher Geldmarder wurde von der hiesigen Strafkammer für einige Zeit unschädlich gemacht. Es ist dies der Tag ner Undiger, der ein Fenster der Woynung der Rentnerin Schmidt in Schönecken zertrümmerte, durch dasselbe in die Wohnung eindrang und daselbst einen Sekretär erbrach. Hierbei fielen ihm 2.100 Frcs. - Scheine, drei 50 Frcs. - Noten, zwei 20 Markstücke und einiges Silbergeld in die Hände. DaZ ViV V LUU V V 4 4, VJ V U V VV uvuuuviuvu Angeklagten zu einem Jahr GefängGericht verurtheüte den geständigen Niß. Meckkenvurg. Schwerin. Der frühere zweite Vicepräsident des Reichstages, Ge heiriier Finanzrath Büsing, feierte hier das Fest der silbernen Hochzeit. Seine nationalliberalen Parteifreunde brach ten ihm und seiner Gattin zu diesem Jubiläum die herzlichsten Glückwünsche dar. V ü tz o w. Im 79. Lebensjahre verschied hier nach langem Leiden der Stadtsekrctär a. D. und Notar Augusl Müller. Derselbe war früher Stadtsekretär in Waren und wurde als solcher am 8. October 1853 nach hier versetzt wo er am 5. Mai 1857 Kirchenökonom wurde. D o b e x a n. In Vorder - Bollha gen wurde der Hofgänger Harms, als er mit einem zweiradrigen Karren vom Säen nach Hause fuhr und dabei die Controlle - über die Pferde verloren hatte, derartig unglücklich vom Karren herabgeschleudert, daß ihm die Schä deldecke eingeschlagen wurde. Der her beigerusene Arzt konnte nur noch den durch den Sturz herbeigeführten Tod des Verunglückten feststellen. G r a IN e l o w. Lehrer Schulz fei erte hier sein 50jähriges Dienstjubi laum. - L ü b z. In Hof Woeten wurde der Tagelöhner Grede beim Fällen einer Fichte von den Zweigen getroffen und zu Boden geschlagen. Er erlitt schwere innere Verletzungen. R o st o ck. Der neunjährige Real schüler Ma? Ullrich lief auf den in der Nahe der Petnbrucke im Wasser ue genden Baumstämmen. Hierbei glitt er aus, stürzte ins Wasser und ging un ter. Seine Spielaefäbrten liefen da

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Die berühmte Freiheitsglocke von Philadelphia,

welche aestern auf der St. Louiser Weltausstellung eingetroffen ist, wo sie bis

zum Ende der Ausstellung bleiben wird. mit dem Sternenbanner bedeckt, zum gebracht wurde. von. Der Knabe, dessen Eltern an der Fischbank wohnen, konnte von Fischern nur als Reiche wieder aufs Trockene gebracht werden. R e h n a. Der Schuhmachermeister Woldmann hörte kürzlich Hilferufe aus dem Zimmer seiner Einwohnerin, w Wittwe Krüger, drinaen. Als er o siuoe oeiral, nanoe vie Kleider der hochbetagten Frau in hellen Flammen. Wahrscheinlich wird sie dem Ofenfeuer mit den Kleidern zu nahe gekommen sein. Woldmann versuchte, der Frau die brennenden Kleider vom Leibe zu reißen, doch konnte er erst nach längerem Bemühen das Feuer durch eine wollene Decke ersticken. Die Frau ist an'der Brust und den Sckultern surcyioar verorannr. Aucy Woiomann erlitt an den Handen erhebliche Brandwunden, so daß er für längere Zeit arbeitsunfähig sein wird. Schonberg. Kaufmann Th, Ereutzfeldt von hier, der für eine Lllbecker Firma als Geschäftsreisender thatig war und mit seinem Motorrad mit einem Omnibus zusammenfuhr, hat so schwere innere Verletzungen davongetragen, daß er an den Folgen gestorben ist. Hldenöurg. Oldenburg. Der hier allgemein bekannten Rechtsanwalt Earstens ereilte ein jäher Tod. Earstens war gefund und munter in seinem Garten beschäftigt, als er plötzlich zu Boden fiel und wenige Augenblicke darauf verstarb. Ein Schlagfluß hatte dem Leben des rüstigen Mannes ein so plötzliches Ende gemacht. Nordenham. Der hier auf einer Vaggermaschine beschäftigte Arbeiter Lankenau aus Bettingbühren bei Elsfleth fiel in die Weser und ertrank. Der Verunglückte hinterläßt eine Wiktwe mit mehreren Kindern. O h r t bei W e s e r d e i ch. Die 23jährige Tochter des Dielenschiffers Mumm, welche sich aus dem elterlichen Hause entfernte und nicht zurückkehrte. wurde in einem Graben als Leiche ge funden. Ob ein Unglücksfall oder zr .r-cri y!--l trL ;.r.i ..e.. voeioiimcro oorncgi, ii: nicyr ausge klärt. ' S ch a r r e l. Einen schrecklichen Tod erlitt der aus Rußland gebürtige Arbeiter Schmidt, welcher bei der Firma Dittmer und Kyritz beschäftigt ist. Er gerieth beim Torfstechen in ei nen tiefen Torfschacht, nachstürzende Torfmassen vergruben den Unglücklichen vollständig. Schwartau. In dem Hause des Rentners Nissen brach Feuer aus, wodurch dasselbe ganz eingeäschert wurde. Die im Erdgeschoß befindliche Druckerei von Easpers, Schwartauer Zeitung", ist vollständig ein Raub der Flammen geworden. Zwischenahn. Im nahen As Wege brannte das von den Eheleuten Hemmje bewohnte I. Bentjensche Bauernhaus vollständig nieder. Zwei kleine Kinder der Eheleute Hemmje, welche allein zu Hause waren, konnten nur mit knapper Noth gerettet werden. . Ireie Städte. Hamburg. Das 2 Jahre alte Kind des Tischlers Reinicke, wohnhaft Spitaler Straße 100, stürzte aus a nem offen stehenden Fenster der in der ersten Etage belegenen elterlichenWohnung auf den Hof und erlitt bedenk

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Unsere 5ci)tf5siQiioiucuc.

Die Artillerie der Kriegsflotte und ihre Ausbildung. Sorgfältige Vorbildung Mechaniker, Viathematiker, Logiker und Schütze in einer Person Borsicht als Grundprinzip Lang Lehrzeit HaudlzabungZser Explosivstoffe. Der Kanonier an Bord eines modeinen Kriegsschiffes muß ein Mann von Bildung sein. Er muß die Kenntnisse und Eigenschaften eines Mechanikerö, emes Mathematikers, emes Logikers und emes Schützen besitzen, kurz, er muß alles sein in einer Person. Die Erploiion auf dem Ver. StaatenSchlachtschiff Missouri" und die Zerstorung russischer und japanischer Schiffe durch eigene Minen haben erst in jüngster Zeit den hohen Werth einer gut geschulten und erfahrenen SchiffsMannschaft dargethan. Die Besatzung eines modernen Kriegsschiffes muß im Stande- sem,- nicht nur der feindlichen Flotte möglichst große Verluste zuzuugen, sondern auch die eigenen Schiffe vor Schaden zu bewahren. Vorsicht ist daher das erste und wichtigste Gesetz, welches die Kancniere zu befolgen haben und seit der Missouri"Katastrophe legt wan bet der Instruk tion der Leute in den Kanonierschulen hierzulande hierauf ' noch größeren Werth, als dies bereits früher der Fall war. So dürfen beispielsweiie beim Putzen der Geschütztheile sandig: Substanzen nur auf besonderen Befehl verwendet werden, da zurückgebliebene Sandkornchen durch Reibung das auf geschüttete Pulver leicht zur Entzundung bringen und so eine gefährliche Erplosion hervorrufen können. In der Ver. Staaten-Flotte hat jede? angehende Kanonier eine 17monatliche Lehrzeit durchzumachen, ehe ihm das Abfeuern eines Geschützes erlaubt wird. Er darf sich auch sonst .mit den Ka nonen nichts zu schaffen machen, ehe er Nicht genau die einzelnen Theile des Geschützes und ihre Verwendung kennt Ebenso muß er die chemische Zusammensetzung des Pulvers, seine Veschaffenheit und Explosionsfähigkeit u. s. w. genau kennen, bevor er ein Gramm davon berühren darf. Man halt die Leute von diesen Dingen fern, wie die Kmder von den Zündhölzchen. Trotzdem ist es der Ehrgeiz der meisten'amerikamschen Marmesoldaten, ungeachtet aller damit verbundenen Schwiengkei ten und Gefahren, Kanonier zu werden. Dieser Wunsch mag allerdings oft durch den Umstand beeinflußt werden, daß die Kanomere eme monatliche Zuläge zu ihrer Lohnung erhalten und sich außerdem Preise für besondere Treffsicherheit erwerben können. Zu ihrer Ausbildung werden die Kanoniers-Aspiranten zunächst in die Geschütz-Werkstätten nach Washington geschickt, wo sie über die einzelnen Be standtheile unterrichtet werden. Selbst verständlich wählt man für den Dienst von vornherein nur solche Leute aus. die sich bereits mit kleineren Waffen als besonders gute- Schützen erwiesen ya ben. Der Unterricht ist ziemlich an strenqend und dauert täglich etwa sie ben Stunden. Die Zöglinge werden dabei auch zur Arbeit in den GeschützWerkstätten herangezogen. Sie lernen selber die einzelnen Theile der Kanonen anzufertigen, und ein zerlegtes Ge schütz zusammenzustellen. Nach vier Monaten kommen die jungen Leute dann nach Newport, wo sie in der Handhabung der Explosivstoffe unter wiesen werden. Dort lernen sie auch die Geheimnisse der submarinen Minen kennen, was wieder ihre Vertrautheit mit den Grundprinzipien der Elektrizität zur unmittelbaren Voraussetzuna hat. Nach diesem Kurse kann der angehende Kanonier so ziemlich alles mi einem großen Geschütze thun, nur schießen kann er noch nicht. Das Ab feuern der monströsen Mordwerkzeuge bleibt ihm noch immer versagt und er muß erst seine Kunst als Schütze üben. Zu diesem Zwecke wird em gewöhnliches Gewehr an dem Maschinengeschütz, mit den beiden Rohren in paralleler Richtung, befestigt. Der Kanonier schießt nun auf eine kleine Scheibe wobei er aber das Visir und den Feuerunasmechamsmus des großen Ge fchützes verwendet. Diese Praxis wird auf dem ' Schulschiff Amphitrite" wochenlang geübt und dann erst komm der junge Kanonier auf ein richtiaes Kriegsschiff. Dort wird er vorerst als Zieler hinter eines der großen Geschütze in Dienst gestellt, und erst, wenn er sich genau mit allen Einzelheiten und Vesonderheiten der seiner Obhut anvertrauten Mordmaschine, vertraut" gemach hat, gilt seine Ausbildung für beende und er wird wirklicher Kanonier, ffalirradcr in ZYrankreie!,. Nach einer Zusammenstellung 'waren 1903 in Frankreich 1,310,223 Fahr räder besteuert, 103,481 mehr als im Vorjahre. Die meisten hatte natürlich das Semedepartement (Paris), 244, 386, die wenigsten Korsika, 337. Mo torräder gab es 19,816 und Motorwagen 19,886. ' Nimmt man die nied rigsten Preise an, 200 Francs (1 Franc gleich 18.8 Cents) für jedes Fahrrad 600 Francs für jedes Motorrad und 8000 Francs für jeden Motorwagen so wurde man eine Summe von 187, 200,000 Francs erhalten. Dabei isi aber noch zu bemerken, daß es eine ganze Masse von Fahrradern und Mo torwagen , für dienstliche Zwecke gibt die nicht besteuert und somit in diesi Rechnung Nicht mit einbearnlen und.

Schutz gegen Mollen.

Zeitungen als Abwchrmittcl gegen die schädlichen Insekten. Klugzeit und Opfer der Motten Kamph un tapytyatt Wirkung der Truckerschwärze Das geeignetste Zeitungspapier und seine Plaziruug. Die Motten sind von jeder Hausrau bitter aehant und aefürcbtet. Die prächtigen, mit Plüsch überzogenen Polster der Möbel fallen ihnen nicht minder zum Opfer, als Kleider, PelzWaaren, Mehl, getrocknetes Obst und noch vieles mehr. Zum Schutze aeaen die Motten klopfte man früher die Dinge, welche man von ihnen bedroht glaubte, zuerst aus und schob dann Säckchen mit Kamvber und Vfeffer in die Falten der Gegenstände, um diese darauf in Kästen fest zu verschließen. Dies Verfahren, welches auch heute noch vielfach beliebt ist, besitzt nur den großen Nachtheil, daß die Sachen, nachdem sie aus ihrer sommerlichen Umhüllung genommen sind, noch lange einen widerwärtigen scharfen Geruch ausströmen. Außerdem lassen Polstermooei, sosern sie nicht von iyrem gewöhnlichen Standort entfernt werden, sich auch schlecht cinkamphern und verpacken. vJlan hat daher zur Abwehr gegen die Iconen verschiedene andere Metboden ersonnen, die ebenfalls zum Ziele führen und dabei bequemer und angenehmer sind. Bekanntlich bietet beständige menschliche Nähe einen gewissen Schutz gegen Motten. Polstermöbel in bewohnten Zimmern sind demnach nur in verhältmßmaßig geringem 'Hcasze der Zerstorung durch diese Insekten ausgesetzt. Da ihre Flugzeit hauptsächlich Juni und Juli ist, so genügt es m der mtgel, wenn man Sophas und Sessel in diesen ' Monaten recht Käufia aehöria ausklopft. Während der Reisezeit ihrer Besitzer werden freilich noch andere Maßregeln erforderlich, denn dann benunt Niemand die Sachen, und die Motten haben die beste Gelegenheit, sich :n ihnen einzunisten. Kampyer und Naphthalin sind aber trotzdem entbehrlick. denn wir baben ein viel einfacheres und besseres Mittel, um die Thierchen fern zu halten. Dieses Mnta be steht im Zeitungspapier! Die Motten sind geschworene Feinde der Druckerschwärze, und nichts erweist sich leichter, als sie ernytielst dersetoen abzuwehren. Ein Sopha, das man dm mit .eitunaen beleat. ist absolut sicher vor Motten. Die Motten scheuen den Geruch der Druckerschwarze, und dayer kommt es darauf an, datz man rech: viele .eitunaen in nächste Nähe der gefährdeten Gegenstände bringt; ob man sie an denselben beseitigt, erscyemt oagegen gleichgutig. Es genügt vomg, wenn man die Volster der Möbel mit mehreren Papierlagen bedeckt. An der Rückwand der Sachen muß man eme Anzabl Zeitungsblätter, vielfach übereinander gefaltet, mit einer Sicherheitsnadel feststecken. Die Zeitungen sind derart zu plaziren, daß die Luft reichlich Zutritt zu den bedruckten Flächen findet. Werden (Äegenslanoe m Kleiderschränken und Kommoden aufbewahrt, müssen die Fächer mit mechreren Laaen von .eitunaspapier ausgelegt sein. In Kleidungsstücken, die man selten tragt, stopft man weueryin die Aermel mit zusammengeballten Zeitungsblättern aus. Auch kann es nicht schaden, wenn in den Ecken der Schränke und Schubladen Haufen von bedrucktem Papier liegen. Nelzwaaren steckt man aanz in Zeitungspapier. Man befestigt große Zeitungsblätter mit Stecknadeln um ote Pelzstllcke, so daß diese völlig darin einaebüllt smd. worauf man sie einfach auf den Boden hängt. Wenn die Zeihingen mcht gut die Pelze bedecken, so stopft man mehrere der letzteren in einen Vettbezua und thut noch eine Unmasse Zeitungspapier dazu, derart, daß der Bezug wie ausgestopft erscheint. ? Zeitungsballen müssen gewissermc-ßen rings, um die Pelze eine Scheidewand zwischen diesen und der Leinwand bilden. Alsdann verbindet man die Vezüge vermöge eines Strickes gleich Säcken und bänat ste ebenfalls auf den Boden. Vortheilhaft ist es, wenn die Fenster verdunkelt werden. Am brauchbarsten für den Zweck erweisen sich die auf recht schlechtem PaPier, möglichst unsauber gedruckten Zeitungen. Journale mit festem gutem Papier und sorgfältigem Druck sind viel weniger wirksam Auch ist. zu bemerken, daß die Zeitungen mit fortschreitendem Alter ihre vor Motten schützenden Eigenschaften einbüßen. Sie müssen daher mindestens alljährlich durch neue ersetzt werden. Bemerkenswerthe Leist u n g. In der Elbmündung kollidirte neulich das Torpedoboot S 10" mit einem Fischerkutter, wobei beide Fahrzeuge stark beschädigt wurden. Das Torpedoboot erhielt ein großes Loch in der BackLordseite. Trotzdem setzte es sesne Fahrt fort, und ging bis Vrunsbllttel, wo es sein Leck provisotisch dichtete, um dann nach Kiel weiterzufahren. Lieber todt als im Jrr e n h a u s. In Batavia, N. F., hat sich ein Mann Namens Veltz erhängt. In letzter Zeit hatte Veltz Spuren von Geistesstörung gezeigt, und seine Ueberführung nach einem Jrrenafyl sollte erfolgen. Der Unglückliche hatte von dieser Anordnung Kenntniß erhalten und zog den Tod einem Leben im IrrenHause, vor. , '

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