Indiana Tribüne, Volume 27, Number 247, Indianapolis, Marion County, 8 June 1904 — Page 4

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Judtana Tribüne, 8. Juni

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Indiana Tribüne Herausgegeben von der utbttg Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium Präsident. GeschSftSIocalt . ,No, 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE ü.jitered at the Post Office of, Indianapolis as . second dass matter. England und die allgemeine Wehrpflicht. Schon seit längerer Zeit ist in England eine Agitation zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, wenigstens im beschränkten Umfange, im Gange. - Die zur Untersuchung dieser Frage er nannte Kommission hatte ein Con scriptions-Syftem in mäßigen Grenzen empfohlen, fankl aber bei der Regierung kein Entgegenkommen. Vielmehr erklärte, wie schon berichtet, der englische KriegS-Sekretär im Unterhause, daß die Regierung eine derartige Vorläge nicht vor dem Parlamente zu der treten gedenke. ' Offenbar scheut sich das jetzige Minifterium, das ja auf sehr schwachem Grunde ruht, seinen Landsleuten eine Maßregel vorzuschlagen, die den mei ften Briten in innerster Seele zuwider ist. Trotzdem kein anderes -Land' so viele Kriege führt, als England, steht nirgends die Armee in so geringer Aitimg wie in dem Ver. Königreiche und der Durchschnitts-Engländer würde es zweifellos als eine Erniedrigung empfinden, plötzlich gesetzlich zur Dienstpflicht herangezogen zu werden. . Allein der Tag wird sicherlich kommen, wo ungeachtet aller Bedenken Eng- : land die allgemeineWehrpflicht einführt und ein kräftigeres Ministerium kann sich der Vertretung dieser Neuerung nicht lange entziehen. ; Bei der Flotte hält es schon jetzt schwer, die nöthigen Ersatzmannschaften zu erhalten; auf welche Weise die Bemannung neuer Schiffe unter dem Anwerbe-Syftem er folgen soll, ist überhaupt nicht abzu sehen.-will anders England den Grundsatz, mindestens den zweitgrößten Flob tenmächten überlegen zu sein, aufrecht halten. Schließlich hat auch die Zahl jener Leute, die für England's Vergrößerung um eines geringen Entgeltes willen ihre Haut zu Markte tragen, eine Grenze. Vom Standpunkte der Billigkeit aus ist das Werbe-Syftem durchaus , ver, werflich.. Fühlt ein Staat den Beruf . in sich, Raub-Politik mit den obligaten Kriegen zu treiben, so fällt in einem freien Lande den Bürgern die Pflicht zu, auch die Bürde des Dienstes selbst auf sich zu nehmend und nicht ihre Schlachten durch unglückliche Mieth linge, denen der Soldatenrock zum letz ten Anker geworden, schlagen zu lassen. Wollen sie das nicht, so mögen sie bei den Wahlen die Politik des Landes in Bahnen lenken, die keine große Streitmächt benöthigen. ' . Als besonders lächerlich erscheint in dem in Vorurtheilen erstarrten England der Einwand, daß die allgemeine Wehrpflicht sich als eine' undemokratische und freiheitsgefährdende Maßregel darstelle. Beides ist durchaus unrichtig. Wenn man einmal Militär braucht, so läßt sich keine mehr demokratische Einrichtung denken, als wenn jeder waffenfähize Bürger für sein Vaterland selbst eintritt und nicht dieses Opfer den wirthschaftlich Schwächsten seiner eigenen Nation oder fremder Völker überläßt. Die allge- .' meine Wehrpflicht, das Volk in . Waffen", zeigt sich uns schon in der Geburtsstunde als echtes Kind der Demokratie ; der französische NationalConvent führte die Maßregel ein unter . Carnot's Leitung und von jenem Augenblick an beginnt jener gewaltige Kampf der Republick gegen die alten r Militärstaaten mit Söldner-System, der in den Feldzügen Napoleon's den Höhepunkt fand. Goethe, obwohl Politisch nicht sonderlich veranlagt,erkannte doch als Augenzeuge in dem Gefecht bei Nalmy sofort die Ueberlegenheit der Volkstruppen gegenüber dem Lands-knecht-System der preußischen Armee ; und äußerte zu Offizieren, von jenem Tage an breche eine neue Epoche der Welt.Geschichte an. Und so war es; erst nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht konnte Preußen, denn die Hauptaufgabe in den sog. Freiheitskriegen . zufiel, an einen erfolgreichen Widerstand gegen den franz. Kaiser überhaupt denken. , Eine Bedrohung .für die Freiheit find Volksheere jedenfalls weniger als eine Söldner-Armee, wenn auch selbst-

redend überhaupt jede Art von Mili tärmacht in einem Staate für absolut! stische oder dem Volkswohl sonst entgegengesetzte Zwecke dienstbar gemacht werden kann. Aber, die Söhne des eigenen Volkes werden hierfür immer noch schwerer zu haben sein als die bunt zusammengewürfelte Söldner schaar, die wohl Jntercffe an der Persönlichkeit des Führers, aber keinerlei solches für die Institutionen : des Staats, dem sie dient empfindet. In welchem Grade das Miliz-Sy-stem zu einer Bedrohung des öffentlichen Friedens werden kann, davon geben uns in unserem eigenen Lande die Vorgänge in Colorado gerade in diesen Tagen wieder traurige Kunde. Halb ausgebildete Soldateska neigt in Führern und Mannschaften weit mehr zur Willkür als die unter straffer Disciplin stehenden Truppen eines aus der allgemeinen Wehrpflicht hervorgegangenen HeereS. , Damit soll keineswegs gesagt sein, daß für uns ein großes Volksheer mit seinen ungeheuren Lasten empfehlenswerth wäre; denn vorerst we nigftenS sind wir trotz aller diesbezüglichen Anstrengungen glücklicherweise

noch nicht in genügendem Maße in die Welthändel verstrickt. Eine gründliche Reorganisation des Miliz-Syftems ist alles, was uns Noth thut; daß jedoch ein Staat, der eine Eroberungs-Politik treibt, heutzutage mit Milizen nicht mehr auskommt,' dafür bieten uns die Vorgänge in England ein treffendes Beispiel. - Für unsere Kollegin, die News", sind nur Entscheidungen, die das Nicholsongefetz bestätigen, unantastbar in anderen Fällen ist sie geneigt, ihr Urtheil über das der Richter zu stellen. Glücklicherweise hat die News" ' keine richterliche Gewalt und ihre Entscheidüngen find harmlos. Admiral Mackerow trug nicht weniger als 17 Amulette, die ihm fromme Patrioten zum Schutz in Todesgefahr schenkten, bei sich wie verlautet, war es das Gewicht dieser Amulette, das ihn in die Tiefe zog. Nun behauptet jeder seiner Freunde, von denen, er Amuelette erhalten hatte, daß er gerettet worden wäre, wenn er nur das eine Amulett bei sich getragen hätte. Man kann also auch' im Amulettragen zu viel des Guten thun. Ein Säugling ausgesetzt. F. E. iFloyd, 1730 Ashland Ave., wurde vorgestern Abend nicht wenig überrascht, als er nach der Ursache eines Geräusches vor seiner Hausthüre zu sehen, einen Korb, in welchem sich ein kleines Kind befand, anf seiner Schwelle stehend, vorfand. Höchstwahrscheinlich batten sich die Ueberbringer' in dem Hause geirrt, denn der Superintendent der Jndiana KinderheimGesellschaft, R. T. Reagan, welcher im' nächsten Hause wohnt, war ohne Zweifel der jenige, dessen Obhut das Kind ander traut werden sollte; , dasselbe wurde dem College Ave, Waisenhaus übergeben. F e u e r. In dem Frame-Hause des John White 1117 N. West Str. richtete gestern Abend um 6:35 ein Feuer einen Schaden von $100 an. R a.s ch e Fahrt.: T e r r e H a u t e, 7. Juni. Bei der Fahrt, welche gestern John R. Walsch und eine Privat-Partie mit dem Privatwagen Rambler" nach Bedford vom hiesigen Union Bahnhofe aus unternommen hatten, wurden die 85 Meilen in 94 Minuten zurückgelegt. Die Locomotive No. 19. welcher ein Tagwagen und die Privatcar Rambler" angehängt war, stand unter der Führung von Ingenieur . Hatfield und Conducteur Houston. Auf der ganzen Strecke war auch nicht' ein einziges Mal angehalten worden. 1 , Ein jugendlicher S e l b stmordcandid a t. : : New Albany, 7. Juni. - Mit der ausgesprochenen Abficht, sich todtfahren zu lassen, warf sich der dreizehn Jahre alte Frank Kline in New Albany auf die Geleise der Nord State Straße. Er wurde rechtzeitig aufgehoben und in die Polizeiftation gebrncht, wo Sergt. AdamS ihn verhörte und dann seinen Vater anwies, das Söhnchen tüchtig zu prügeln. Als Grund des SelbstmordVersuchs gab der Bengel an, die Eltern hätten ihm nicht erlaubt, sich mit anderm Jungen herumzutreiben. - .

Aus den Gerichtshöfen. Der Midland Portland C e m e n t C o. K u d d e l i m u d d e l. Vor Richter Leathers wurde gestern über das Gesuch, einen Massenverwalter für. die Midland Portland Cement Co. zu ernennen, fortgefahren und zwischen den Anwälten der beiden Parteien kam es abermals zu heftigen Controversen. Das Gesuch, den Fall nach einem anderen Gerichtshof zu verlegen, wurde vom Richter abgewiesen, da das selbe zu spät gestellt worden ist. Ungerechtfertigt der- ? haftet. - David Schneiderman, der 'an der Massachusetts Ave. ein Schneiderge fchäft betreibt, klagt gegen Blake Stone und Samuel S. Gerber, wegen wider rechtlcher Freiheitsberaubung und sonstige durch ungerechtliche Verhaf tung seitens der Genannten, erlittenen Schaden, auf $5000 Schadenersatz. Schneiderman sagt in seiner An klageschrift, daß er 5 Stunden ohne Grund in Haft gewesen sei und daß er durch Verlieren von Kundschaft und Ansehen außerordentlich schwer geschä digt wurde. Ein christlicherHeilskünstl e r f r e i g e s p r o ch e n. - Das Supreme-Gericht bestätigte die Entscheidung des Clinton CountyKreisgerichts, indem es Joseph Chenoweth von der Anklage unfreiwilliger Tödtung freisprach. Das 9 Monate alte Kind des Chenoweth litt am Keuchhusten und anstatt einen Arzt zu Rathe zu ziehen hatte Ch. einen Aeltesten der Christian Science Sekte zu Hülfe gerufen. Einreibungen und Beten des Aeltesten nützten aber nichts und trotz der Bitten d:r Nachbarn war Ch. nicht zu bewegen, dem Kinde Medizin zu geben. '. . Das Urtheil der verhörten Aerzte lautete dahin, daß ein so junges Kind selbst unter ärztlicher Behandlung höchstwahrscheinlich gestorben wäre, , da ja Luftröhren- und Lungenentzündung auch noch eingetreten waren, daß in diesem Falle ein Arzt wahrscheinlich nur hätte das Leben verlängern können. Der Richter entschied in diesem Falle, daß die Zeugenaussagen nicht bewiesen, daß durch dte Unterlassung de Vaters der Tod herbeigeführt oder beschleunigt

worden fei. . s , Verletzten d ie Pöstge setze. Im . Ber. Staaten Distrikts-Gerichte kam gestern der Fall des James M. Rector zur Verhandlung.- Rectox, ist angeklagt einen anstößigen Brief durch die Post versandt zu haben. Der Brief war an eine junge Dame in Putnam County addressirt, aber nicht unterschrieben. Rector sucht zu beweisen, daß er, zur Zeit wo dieser Brief in Danville auf die Post gegeben wurde, sich in Pennsylvania befand. Harvey D. Hatfield, ein früherer Angestellter der Huntington Postoffice, stand gestern vor Richter A. B. Anderson im Ver. Staaten Distrikt-Gericht, um wegen des Oeffnens von Briefen sich zu verantworten. Zur Zeit seiner Verhaftung durch Postoffice-Jnspektor A. R. Burr wurden verschiedene Briefe, welche er geöffnet hatte, und aus welchen er Geld genommen haben soll, in seiner Rocktasche gefunden. Hatfield behauptet unschuldig zu sein und sagt Feinde hätten, ihm die Briefe in die Tasche gesteckt. Diese Vertheidigung wird auch von seinem Advokaten aufrecht erhalten. , ' Der M e yb erg. Fall. Gestern kam der Fall von Mitchel S. Meyberg zur Verhandlung. Meyberg ist angeklagt, Eisenbahn-Billette gefälscht zu haben. Nachdem gestern aus 60 als Geschworene vorgeladenen Leuten nur noch acht übrig geblieben waren und als selbst dann noch nicht gewiß vor auszusehen , war, daß diese angenom men würden, erließ Spezialrichter Wilborn Wilson im Kriminalgericht Auftrag, weitere 60 zu GeschworenenDiensten heranzuziehen und vertagte das Gericht auf heute. Prozeß des John'H. Wood, B a n k - P r ä s i d e n t e n anbete u m t. John H. Wood, der Präsident der Ersten National Bank in Mathews, Ind., dem Unregelmäßigkeiten in der Leitung der Bankgeschäfte vorgeworfen werden, wird am 27. Juni prozesfirt werden. Der Ädvokat John Duncan wiad ihn vertheidigen. . Die Lage' der Dinge soll eine ähnliche sein wie sie seinerzeit in der Jndiana Rational

Bank in Elkhart vorgefunden wurden und die Anklage wird ähnlich wie diese

geleitet werden.' F r a u S ch i e f e'r Bremer siegreich. ; Im Appellations - Gerichte erhielt Frau Caroline Schiefer Bremer ihre Nähmaschine, ihren Ring, die Fami lien-Bibel, die Fenstervorhänge, Schau kelstühle und andere von ihrem ersten Gatten Charles Schiefer verpfändeten Gegenstände wieder zugesprochen. Frau Bremer klagte, daß sieden Pfandleiher, (dieGegenstände wurden in Fort Wayne verpfändet)verschiedentlich gebeten habe. ihrem Gatten keine Gelder mehr zu lei hen, da ihr jetzt kaum noch genügend Möbel etc. zur Verfügung ständen ih ren Haushalt zu führen. Frau Bremer ernährte sich und ihre Kinder durch eigene Arbeit und wenn sie vom Hause abwesend war ihren Unterhalt zu vev dieuen, holte sich Schiefer, ihr erster Mann, die Sachen, dieselben verpfän dend. Horace Mariotte, der Pfand leiher.wird ihr $41.50 zu zahlen habsn. Neue Klagen. Die Wm. Hengerer Co. klagt gegen Jos. G. Duncan auf Befriedigung eines Urtheils u. s. w. im Betrage von $4000., Die Föderal Union Surety Co. will von einer Sicherheit, welche sie für den Friedensrichter Geo. W. Chesley sei nerzeit stellte, entbunden sein. Die Capital Lumber Co. reichte gegen Ulysses G. Glidden und Andere eine Lienklage für $100 ein. JmPolizeigericht wurde Clyde Wallace von 227 Arch Str. weil er Frau und Kind verließ. mit 100 und Kosten bestraft, das Urtheil 'gegen ihn jedoch suspendirt. mit der Bedingung, daß er $2 wöchent lich für den Unterhalt des Kindes zahlt. Vor einigen Wochen kamen Wallace und seine gegen ihn klagende Frau dahin überein, sich zu trennen; seit der Zeit aber hat er, trotz wiederholter Aufforderung von Seite seiner Frau für den Unterhalt des Kindes nichts beige tragen. t Samuel und Thomas Askins,, die beiden Farmer, welche am Sonntag den Angriff auf Automodilsahrer machten, weil ihr Pferd vor der Ma schine scheute, erhielten ihren Fall auf Freitag den 17. Juni verschoben. De tektives Holtz und Bray waren mit einem der Angegriffenen nach der Woh nung der Farmer hinausgefahren und brachten die Angreifer in demselben Auto, welches sie feiner Zeit bombar dirt hatten, zur Polizeiftation. An drew Raphael, der am Kopfe ziemlich schwer verletzt wurde, ist auf dem Wege der Besserung die Anklage gegen die beiden Askins lautet auf Angriff mit tödtlicher Absicht. Eine merkwürdige Geschichte. Einer der 5 Männer, welche sich hier in Haft befinden, der Sprengung des Geldschrankes in der Orleans Ind. Postoffice angeklagt, ist Samuel Jack son. Jackson wurde in. Toledo verhaftet. Jackson sagt, daß seine Ver Haftung auf einer Personenverwechsel ung beruht, da er nach einer Photo graphie verhaftet wurde. . Er sagt, daß er zur Zeit des Raubes in Toledo war und zum Beweise hat er von dort aus ein neuvermähltes Paar, Herrn und Frau F. Gradwohl, mit gebracht, welche er am 10. Februar bei ihrer Rückkehr von der Hochzeitsreise bewillkommnete. In derselben Nacht wurde der Raub in New Orleans ausgeführt. Jackson sagt, daß er mit Robert Lablanche, einem Geldfchranksprenger gefährlichster Art verwechselt fei, wie er auch schon früher mit demselben ver wechselt wurde. Er brachte ein nach dem Bertillon System angefertigtes Bild von Lablanche mit sich. Ein von ihm nach demselben System gemachtes Bild mit dem aus Toledo ge brachten . verglichen, veranlaßten den hiesigen Clerk des BertillonSystem3 zu dem Ausspruche, daß beide Bilder dieselbe Person darstellen. In allen Einzelheiten stimmten die Maße überein, bis es sich später herausstellte, daß Jackson'S Kopf aus einer Stelle 2 Centimeter breiter ist 'wie der Kopf des Lablanche. Auch sind seine Augen mehr violet, während die Augen des Lablanche braun find. Jackson wird zu beweisen suchen, daß er mit La blanche verwechselt wurde und wird über seinen Aufenthalt zur Zeit des Raubes Aufschluß geben. ECT' Die beste 5 Cent Ciaarre in der Stadt, Mucho's Longfellow"..

Shortridge Hochschule.

Heute Abend Schluß feier. Die Schlußfeier der Shortridge Hochschule findet heute Abend in der Tomlinson Halle statt. ' Der Prinzipal der Schule. Prof. George W. Benton hat für die Feier folgendes Programm aufgestellt: Musik, Schul-Orchester, Dirigent Herr ' Peter Scherer. Ansprache, Die Elemente der Kraft," Prof. James M. Caulter von der Cincinnatier Universität. Musik, Orchester. Abschiedsrede, Harvey Bunham Stout, Jr. Musik. Orchester. Ueberreichung der Diplome durch Achtb. . Andrew M. Sweeney, Präsident ' des Schulraths. Musik, Orchester. Star" und Journal" George F. McCullough, der Eigenthümer der Indianapolis Star" ha gestern die gesammten Aktien der Jw dianapoliö Journal Newspaper Co." käuflich erworben. Das Journal" wird heute bekannt machen, daß von morgen ab die Zeitung mit dem Star" consolidirt ist und unter dem Namen Star and Journal" als Morgenzeitung erscheinen wird. Die einzige andere , Morgenzeitung außer 'Star and Journal" ist der Telegraph-,, Die Presse und Maschinen ' des Journal" werden sofort verkauft werden. Schießaffaire unter Farbigen. In dem Hause des Farbigen Brutus Owens, 653 Muskingam ,Str. kam es gestern Abend zwischen ihm und seiner Schwiegermutter zu einem heftigen Streit, weil sie ihm Vorwürfe machte. daß er seine Frau so miserabel behan delte. , Er versetzte der alten Frau einen Scblag . in's Besicht. Als ihr Sohn John Goodall ihr zur Hülfe kam, zog Owens , einen . Revolver hervor und feuerte zwei Schüsse auf denselben ab. Der eine Schuß verfehlte sein Ziel, die zweite Kugel aber traf den Goodall in die Hüfte. ' Der Schießbold entzog sich hierauf seiner Verhaftung durch die Flucht. Der Verwundete wurde nach dem Stadthospital, wo sein Zustand als nicht gefährlich bezeichnet wurde. gebracht. Vom Dach gestürzt. , Der Bauschreiner Joseph Hoch ver lor gestern Nachmittag, während er auf dem Dache eines Neubaues an der Ruf sel Ave. und Illinois Str. beschäftigt war, das Gleichgewicht und stürzte auf das Straßenpflaster hinab. Er kam wunderbarer Weise mit , leichten Ver letznngen davon. Dr. Heinrichs vom Dispensarium überführte ihn per Am bulanz nach seiner Wohnung 315 San ders Straße. Kleine Stadtnachrichten. In den öffentlichen Schulen für Farbige werden heute und am Don nerstag die Schlußfeierlichkeiten statt finden. Indem Central Jrrenasyl fand gestern unter den Auspicken der Marion County W. C. T. U. eine musikalische Abendunterhaltung statt. . GouverneurDurbi n,Staats Secretär Storms und Staats - Auditor Sherrick, sowie die übrigen Mitglieder der StaatS-Steuer-Commis-sion werden heute die verschiedenen Bahnstrecken und das übrige Eigenthum der Jndiana Union Traction Co. inspiciren. E i n e U n i o n von Köchen- und Aufwärtern hat sich unter dem Namen White Cooks & Waiters' Union, Lo cal No. 487" mit 36 Mitgliedern organisir. Die Beamten find: Will Roberts, Präsident; William Phillips, Vice.Präfident; Harvey Morris, Fin. Secretär; Frank Hanley, Prot. Secre tär; Harry Van, Jnspector. Niedriger Fahrpreis nach Chicago via Pennsylvania Linie. ,. Am 16., 17., 18.. 19. und 20. Juni, werden Excursions-Tickets nach Chicago verkauft, anläßlich der Repub likanischen National-Convention, durch alle Tlaet-Ttanonen der Pennsylvania Linien. Für völlige Information, hinsichtlich Raten, Zeit der Züge etc. wende man sich an die Ticket-Aaenten

dieser Linien.

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