Indiana Tribüne, Volume 27, Number 245, Indianapolis, Marion County, 6 June 1904 — Page 4

Judiäna Tribüne,,. Juni I.

Indiana Tribüne. Herausgegeben von der utbekg . . Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße ' . TELEPHONE sss. brtered at the Post Office of IndianapolU as second dass matter. Das DeutschtHum in Brasilien. . Vorte Alle a re. 10. Mai. Deutsche Gefahr und kein Ende möchte man ausrufen, wenn man in lusobra silischen Zeitungen immer wieder das Thema der möglicherweise vorhandenen oder auch nicht vorhandenen Gelüste des Deutschen Reichs auf Südbrafilien be handelt findet. Zwar haben die Zei ,tunaen vortuaiemcher Sprache von Porto Allegre seit einiger Zeit aufge hört, von diesem Thema zu sprechen, das nachgerade anfing, ihren zahlreichen Lesern deutscher Abstammung auf die Nerven zu fallen. Daß aber die Idee von einer vorhandenen Gefahr in den Köpfen der Nativisten weiterspukt. merkt man in den Berichten, die von ' w , Ort C rj ? . . V Ä . vier aus nam vtio oe Janeiro uno an Pamo an sie 'enungen gegen uns oas rv - - . . C W.a abgedroschene Thema von alten und neuen, meistens lächerlich haltlosen ßlpfiifitstmnfh ans beleuckten ' Und VtVMtlll -w-mw -mv- -wrw-w das Verhalten der Staatsregierung von Rio Grande, die ganz unter nati vistischen Einfluß gerathen zu sein scheint, ist dementsprechend. ' Da ist es denn kein Wunder, daß die leidige Re latoriums-Angelegenheit, von der wir früher berichteten, zu keinem befried! genden Abschlüsse gelangen kann. cm r,r: c etcm XU tu im uuu C9 vcumuuu iu ttov. vnavtv XrtS SaitlfA-TiVrtRTtrttttf efo VIII, tUtmi VU9 VlU4-V.UllUlllUfc Volksthum sich nicht recht wohl in seiner Haut fühlt, nachdem es amtlich als eine Plage für Rio Grade, als ein vom Heimathboden abgeschobenes Ele ment von bedenklicher Moral bezeichnet worden war. Selbst erklärte Anhän ger der herrschenden Partei mußten durch solches Verhalten kopfscheu ge macht werden und empfanden , die Sache wie eine moralische Mißhand lung. So hat kürzlich der bedeutendste Industrielle des Staates, Herr Carlos G. Rheingantz, ein erklärter Anhänger und Freund der Regierung, Veranlas sung genommen, in lusobrasilischen Zeitungen eine Erklärung gegen den Staatssekretär Dr. Parobe zu veröffentlichen, der als die treibende Kraft der naUvistischen Gehässigkeiten anzu m rrv l 11 ir rm . leyen Mi. Waren oie sruyeren tötnspräche, des Verbandes deutscher Vereine und der deutsch-brafilischen Zei tungen höflich und bescheiden gewesen, so faßt Herr Rheingantz jetzt den Stier energisch bei den Hörnern. Er geht unmittelbar dem Schuldigen zu Leibe und deutet an, daß Herr Parobe als Leiter d?s Kolonisationsdienstes eine Unwissenheit und Unfähigkeit sonder Gleichen bewiesen habe und dem Amte nicht gewachsen sei. In der That sind auf Rechnung Dr. Parobes Dinge zu setzen, die an'S Un glaubliche grenzen. Die Landbereini gungs-Angelegenheit war sein Werk. 'Er hat Hunderte von deutschen Kolonisien, welche von der Regierung beglaubigte und vom' Staatspräsidenten unterzeichnete Besitztitel aufweisen konnten der widerrechtlichen Besitzergreifung von öffentlichen Sändereien beschuldigt und sie zur nochmaligen. Bezahlung ihrer Grundstücke gezwungen, während die, welche den Betrug an den Koloniften vollführt hatten, unbehelligt ge blieben sind. Selbst die Beamten durch deren Vermittlung doch nur die Unterschriften der Staatspräsidenten erlangt sein können, sind alle straflos ausgegangen. Dr. Parobe hat ferner die das eingewanderte Element beleidigenden Ausdrücke in den bekannten Regierungsrelatorien mit seinem Namen gedeckt. Als Kolonisator ist er der Erfinder' der gemischtsprachigen Ansiedlungsmethode, die vollkommen scheiterte. Aufweinen Einfluß ist es zurückzuführen, wenn das Privatschul wesen, das größtentheils in .deutschen Händen liegt, als eine Industrie" gekennzeichnet ' und mit' einer Gewerbesteuer belegt wurde. Von ihm rührt die Anschaung her, daß der Staat Rio Grande do Sul schon mehr als genügende Einwänderung erhalten habe und daß ein langfamerer wirthschaftlicher Fortschritt ohne die Mitwirkung fremder Sprachstämme einem schnellen Fortschritt mit fremder Hülfe vorzuziehen sei. Und als im Amtsblatte die Erklärung er-

schien, daß ..diejenigen fremdsprachigen

Elemente, denen es im Staate ich mehr gefalle, ja davonziehen könnten. ohne daß man sie hindern würde, ge schuh dies in der Vertheidigung und Verherrlichung dieser seiner wirthschaft lichen Grundsätze. Hand in Hand mit der Herabsetzung des fremdsprachigen Elementes, geh die Hervorhebung des einheimischen. Das Amtsblatt spricht mit Vorliebe vom Staate der Gauchos, den sie gele gentlich sogar den ' Musterstaat der Gauchos, estado modelo dos gauchoö", nennt. Nun ist richtig, daß die Gau chos die charakteristischen Vertreter der Campanha, der ausgedehnten Kamp und Weideflächen find, die der Staat besitzt. Aber diese Gauchos in irgend einen Gegensatz zu den Koloniebewoh nern der Urwaldzone zu setzen, ist um so weniger gerechtfertigt, als überall da, wo beide Elemente sich berühren. die vollkommenste Eintracht herrscht. Das freie Gaucho-Leben übt besonder? auf den Deutschen eine Art ro mantischen Zauber aus, dem er sich nicht entziehen kann. Tausende von Deutschen sind mit der Zeit Viehzüchter geworden, schwärmen für die Cam panha und nennen sich auch Gauchos! Aber ganz Rio Grande do Sul mit der Bezeichnung Gaucho-Staat zu belegen, ist ungerechtfertigt.' Die Träger der Industrie, die Vermittler von Handel und Wandel, und vor allen Dingen die Erzeuger der Ackerbauproducte, die die Hauptausfuhr des Staates ausma chen, sind vornehmlich fremdsprachliche Elemente. Und ebenfalls diesen wird es ferner zu verdanken sein, wenn die Zeit der Revolutionen, die in anderen Gaucho-Staaten, wie Uruguay, kein Ende nehmen wollen, für Rio Grande do Sul hoffentlich dauernd überwun den ist. Rio Grande do Sul war ein Aus Wanderungsziel, das einst große Er Wartungen zu rechtfertigen schien. Will man dort keine Einwanderung mehr haben die Deutschen werden sich nicht aufdrängen. Den Schaden von dieser fremdenfcindlichen Politik werden jedenfalls nicht die Europa müden haben, die unter vielen anderen Ansiedelungsgebieten wählen können. wo man sie freudig wikommen heißt und ihre kulturelle Mitarbeit zu schätzen weiß. Ob Kuropatkin, nachdem Port Arthur gefallen ist, feine Strategie" weiter verfolgen und die Japaner verlocken wird, auch Mulden zu nehmen, ist eine recht zeitgemäße Frage. Wie sich die Dinge auf der demokratischen National Convention, von der uns nur noch ein Monat trennt, gestalten werden, ist schwer abzusehen. Für Richter Parker find 200 Delegatm instruirt und neben diesen wird er vielleicht noch auf weitere 170180 Stimmen von nicht instruirten Delegaten rechnen können, aber es erscheint kaum wahrscheinlich, daß er die Mehrheit, die zur Nomination nöthig ist, erlern gen wird, denn das radikale Element besteht aus mehr als einem Drittel ämmtlicher Delegaten. Der einzige Candidat, mit welchem die demokraische Partei Aussichten auf Sieg hat. ist Jos. W. Folk und seine Nomination würde uns nicht überraschen. Man setze den Fall, das: bei einem Volks-Aufruhre in Tanger oder, einer andern Stadt Marocco's deutsche oder ranzösische Staats-Angehörige erschlagen werden. Dle betreffenden Regierungen würden ohne Frage Amerika die Schuld aufbürden und das mit um o größerem Rechte, als das Pariser auswärtige Amt wiederholt auf die Geahren der Anwesenheit amerikanischer Kriegsschiffe aufmerksam gemacht .hat. Großbritannien, das .wahrlich die Ineressen semer Bürger im Auslande stets machtvoll zu schützen wciß, begnügt sich mit der Sendung eines Her nen Depeschenbootes, Herr Hay that es nicht unter mehreren riesigen Schlachtchiffen, obwohl diese Maßregel den Banditen höchstens zur Erhöhung seiner Forderungen treiben kann. Denn in je größerer Bedränaniß er den Sultan sieht, lum so kübner wird ihn das machen, hat er doch sein Leben durch die That an sich schon verwirkt. Der schwerste . Fehler aber, den unsere Regierung begeht, liegt darin, daß sie ohne jeden Grund in Frankreich eine eicht erbitterte Stimmung gegen uns erzeugt, und durch diese Einmengung in die Jntereffen-Sphäre Frankreich's die so sorgsam, gepflegte Monroe-Dok-rm mit eigener Hand erschüttert. Nach diesem Vorfall werden bei neuen Confluten auf unserem Contmente die europäischen Mächte noch weniger als früher geneigt sein, fich durch jene Lehren von der gewaltsamen Erzwingung ihrer Ansprüche abschrecken zu lassen, r

Das Fest der Waisenhmls Gestaltete sich zu einem der

Der Verlauf übertraf In Erwägung des Umstandes, daß das alljährlich stattfindende Sommerfest der Evangelisch-Lutherischen Waisenhaus Gesellschaft im Finanzleben dieser Anstalt von großer Bedeutung ist, war die Beklommenheit und Sorge über das drohende Mißlingen des Heurigen Festes bei dem unbestimmten und in gewissem Grade ungünstigen Wetter gewiß entschuldbar. Der .Tag war schwül, der Himmel meistens bewölkt; kurz, es war keiner jener lieblichen, reizenden Junitage, an denen es uns mit aller Macht in Gottes freie Natur zieht. Doch daS Unerwartete trat ein: das Wetter besserte sich, kurz nach Mittag merklich, dle drohenden Wolken der schwanden und die Sonne sandte von dem wolkenlosen Himmel segnend ihre Strahlen nieder. Kein Wunder daher, wenn sich auf den Gründen der Waisenanstalt an der Ost Washington Straße ein Besuch einstellte, wie man ihn stärker seit Jahren kaum mehr dort auf dem Sommerfeste gesehen hat. Das Waisenhaus prangte zur Feier des TageS in festlichem Schmuck. Der officielle Theil des Festes begann am Vormittag in Gegenwart von nach dielen Hunderten zählenden Gästen. Die Jestpredigt hielt Herr Pastor F. Markroorth von Julietta. Die Kirchenchöre , der DreifaltigkeitsSt. Paul's und Emmaus Gemeinden erhöhten die Feier durch Gesangsvor träge. ' , . , Die Waisenkinder, denen die'-helle Festfreude aus den frohen, gesundheitstrotzenden Gesichtern leuchtete, trugen zwei Lieder vor. Kindergesang, sagt man, übt stets einen eigenen Reiz auf das menschliche Gemüth aus und dieses that gestern erst recht der heitere frohe. Gesang "der Waisenkinder und gar Manchem stahl fich eine Thräne aus dem Auge, während die Töne des Gesanges in die Lüfte schallten, bei dem Gedanken, was wohl aus diesen Kindern, die , jetzt so fröhlichen, freudigen Herzens singen. geworden wäre, wenn sich nicht, ein Waisenhaus ihrer angenommen hätte! Am Nachmittag hielt Herr Vastor C. Schulz von Cincinnati die Festpredigt. Nach derselben dankte zunächst Herr Pastor P. Seuel, der Präsident des Ev.-Luth. Waisenhaus-Gesellschaft den Herren Geistlichen für ihre Festpredigten; den Comites der Männer und Flauen für ihre Bemühungen um den Erfolg des Festes, den Chören der drei genannten lutherischen Gemeinden, den Besuchern von Nah und Fern, Lafayette, Peru, Columbus, Seymour und Terre Haute für ihre Theilnahme an dem Fest. Ferner stattete er noch den Gebrüdern Bertermann für den reichen Tafelchmuck, welchen sie gesandt hatten, sowie für die große Anzahl Nelken, welche päter zum Besten der Anstalt willige Abnehmer fanden, seinen Dank ab. Hierauf verlas der Herr Pastor sei-nenJahres-Bericht, welchem wir folgendes entnehmen: . , ' Bericht des Präsidenten. Seit Eröffnung unseres WaisenHaufes fanden 103 Kinder Aufnahme. Alle, die an chriftl. Familien pr. Indentur abgegeben, andere, die an Kindeöftatt adoptirt wurden, haben eine gute Heimath und geht es ihnen wohl. Unter unserer besonderen Aufficht stehen zwischen 38 und 46 bereits confirmirte Kinder. Im Waisenhaus befinden sich 38 Kinder. Noch nicht überbracht, aber aufgenommen find 4 Kinder. Unsere Einnahme im Jahre 1903 belief fich im Gauzen auf S3.628.76, durch unsere . hiesige Gesellschaft und Frauen-Vereine und Ueberschuß vom letzten Jahresfeft zusammen $1,870.99; aus den Kreisen unserer Synode $1,237.76; Cassenbestand war $520,01. Ausgaben $3,936,61, also war ein Deficit am 1. Januar 1904 von $307.85, welches jedoch nach nur einigen Tagen durch eine Geldsendung unseres District-Casfirers gedeckt würde. Neue Heizapparate und Kochöfen hatten uns besondere Ausgaben verursacht. ' Durch üusern Waisenhaus-Cas-

Edang.-Luth. - Gesellschaft erfolgreichsten feit Jahren.

alle Erwartungen. firer erfahre ich nun, daß wir am 1. Juni ds. Jahres $283.66 zu kurz in unserer Haushalts-Casse gefallen sind, während wir doch im letzten Jahr zur Zeit des Festes 41 Cts. in der Casse hatten. Wir erkennen daraus, daß jede Gabe immer noch sehr willkommen ist; dies braucht ja nur den Wai senfreunden angezeigt zu werden, denn ihre Gaben und die Willigkeit sie darzureichen, hat Gott ihnen bereits gegeben. So haben wir denn auch in einem Rundschreiben allen unsern Schwestergemeinden unlängst ange zeigt, daß wir für eine Straßenverbes serung an der Lüngenseite unseres Eigenthums eine bedeutende Summe aufzubringen haben. Daß wir' ähnlicher Lasten für die nächste Zukunft einstweilen überhoben sein werden, kann uns etwas trösten. Allein, wie in jedem Haushalt, so auch in unserm, giebt es immerhin allerlei unvorhergesehene und nöthige Ausgäben. Und nun, theure Freunde, für wen bringen wir den eigentlich diese Opfer? Ist es denn nöthig, immer noch nöthig, dieses Werk aufzuhalten und unsere Glaubensgenossen zur Mithilfe aufzufordern? Ist es wirklich Gottes Wille, und hat es seine Verheißung und Segen? Um mit Freudigkeit weiter zu arbeiten, muß man das in der' That wissen, um so mehr, als wir Christen für Gottes Reich daheim und nach außen so vielerlei und oft große Opfer zu bringen haben. Wie soll man das aber gewiß wissen, daß uns auch dieses Waisenwerk befohlen ist? Für uns, die wir Gottes Wort wissen, die Noth kennen, ist die Frage leicht entschieden. Was das für Kinder bedeutet, wenn ihre Eltern sterben, oder der eine Theil ihnen entrissen ist, keine Blutsfreunde fich derselben annehmen, sonderlich. wenn dazu mittellos, davon reden un zählige Beispiele in einer oft ergreifen den Sprache. Für die Ganzwaisen öffnet sich leichter Herz und Haus, nicht so für die andern. Es fehlt nicht im mer an Liebe und Willigkeit in einer christlichen Gemeinde, hier zu helfen; es find oft Verhältnisse in Familien, der Vater oder die Mutter des halb weisen Kindes, oder Blutsfreunde, de ren Einmischung man fürchtet und nicht Unrecht und anderes mehr, woran schon der erste Versuch scheitert, und wie Erfahrung lehrt, , daß . der Ausgang meistens für alle Betheiligten peinlich unangenehm wird, wenn nicht noch mehr. Auf diesem Gebiet der Versor gung von Halbwaisen im Kreise einer Gemeinde lagen und liegen noch sehr tiefe Schatten. Es sollte ja nicht so sein, aber es ist, leider, so. Es ist wohl selbstverständlich, daß eine Wai-senhaus-Gesellschaft Gelegenheit hat, diese Schattenseiten näherennen zu lernen. Zeit und Gelegenheit verbieten. auf diesen dunklen Punkt näher einzugehen. Genug, eö sind hauptsächlich diese Halbwaisen, die unS angeboten werden, für welche eine christliche Waifenanstalt so nöthig ist, sollen sie nicht dem Staatsarmenhaus anheimfallen, oder an Leib und Seel verkümmern. Meinem Versprechen gemäß führe ich nun den Freunden einige Zahlen vor. Seit Eröffnung unseres Heim? find geschult, confirmirt und nun volljährig geworden 21; der Wohlthat vergessend entliefen vor etwa zwei Jahren zwei Brüder, resp. 16 und 18 Jahre alt. Adoptirt und an christliche Familien per Jndentur abgegeben wurden 20 Kinder; an wiederverehelichte Eltern auf Grund von Zeugnissen des betrefsenden Pastors und Gemeindevorftandes zurückgegeben 11 Kinder; in Dienst sonst befinden fich 18 confirmirte Waisen. Ueber diejenigen Kinder, welche an christliche Familien abgetreten find. höre ich nur Zufriedenstellendes, und dieses Zeugniß können wir auch denen ausstellen, die unter unserer besonderen Aufsicht noch stehen. Daß hie und da eine Erinnerung nöthig ist, das wissen alle Eltern aus eigener Erfahrung. Nur noch einen Punkt, und ich will nicht weiter belästigen. Unsere Waisenkinder haben eine Schule, wo sie GotteS Wort lernen, die große Hauptsache, sie werden jedoch auch in allen

Elementar-Gegenständen einer gemisch

ten Schule unterrichtet. Am Sonntag Vormittag gehen sie zur Kirche in der Stadt, und Sonntag-Nachmtitag haben sie Christenlehre im Waisenhaus; sie, haben alle Tage Morgen und Abendandacht, Tischgebet usw., wie aber, möchte jemand fragen, wie steht eS bezüglich Essen und Trinken und Kleidung ? Diese- Frage können am besten die munter und gesund drein schauenden Kinder beantworten.' Unsere liebe, fleißige und sparsame Wai senmutter versteht es, einfache, aber nahrhafte Kost den Kleinen zu verabreichen und alles so einzurichten, wie eS angemessen ist." Kurz nach Mittag kamen die Festgäste in hellen Schaaren von allen Seiten, zu Wagen, zu Fuß und per Straßenbahn herbeigeeilt und in kürzefter Zeit entfaltete sich auf allen Theilen des weiten Festplatzes das regste Leben und Treiben. Zahlreiche Buven waren aufgefchla gen, wo Jce Cream, Candy und sonstige Süßigkeiten, Soda- und Mineral wasser ausgeboten wurden. Für vortrefflich zubereitetes Mittagsmahl und Abendessen hatten die Da-men-Vereine der verschiedenen Gemein den in umsichtiger Weise Sorge getragen. Schöner finanzieller Erfolg.,! Dem socialen Erfolg des Festes steht der finanzielle ebenbürtig zur Seite, denn die Netto-Einnahmen werden fich auf nahezu $1000 belaufen. Sie sind höher, als im verflossenen Jahre. Welch' eine 'Riesenarbeit die Damen zu bewältigen hatten, geht wohl aus der Thatsache hervor, daß nahezu 2500 Personen Mahlzeiten servirt wurden. Ersolgreiches Waldfest des Badischeu Unterstütznngs-Bereins. Das gestrige Waldfest des Badischen Unterstützungs-Vereins im Germania Park war ein Erfolg, wie ihn sich die Mitglieder nicht besser hätten wünschen können. ' ' , Trotz der, während des Vormittags die Sonne zeitweise verdunkelnden Wol ken, welche zweifelsohne Hunderte von Besuchern abschreckten, waren dennoch die Badense? mit ihren Familien zahl reich ausgerückt, um sich in Gottes freier Natur unter schattigen Bäumen in fröhlichem und traulichem Beisammensein einen Festtag zu bereiten. Al und Jung amüsirten fich köstlich, die Jungen mit fröhlichen Spielen, die Erwachsenen in echt deutscher gemüth licher Weise, in geselliger Unterhal tung. Der Nachmittag war für eine Fefi lichkeit dieser Art wie geschaffen, nicht zu heiß, gerade recht um eine echte Festesstimmung fich völlig entsalten zu lassen. Die Herren Emanuel Schlegel, Fritz Schlegel, Carl Gackftetter, Joseph Herold und Louis Tisch, welche die Arrangements in Händen hatten, hat ten ihre Vorbereitungen mit Umsicht getroffen und gut durchgeführt, so daß allen Teilnehmern das gestrige Fest f ür lange Zeit eine angenehme Erinne rung verbleiben wird. Das Park-Orchester, unter Leitung von Prof. Carl Riegner, lieferte seine schönsten Weisen. Die Elks. Die Indianapolis Loge der Elks wird eine Delegation von 400 Mitglie dern zu der jährlichen Reunion, welche vom 18. bis 23. Juli in Cincinnati abgehalten wird, senden. Groß-Exal ted-Ruler Joseph T. Fanning, zur Zeit der höchste Beamte der Loge, wird die Jndianapolis-Loge als seine Kxsönliche Escorte haben. Aus diesem Grunde werden die hiesigen Elks alles Mögliche aufbieten, um auf der Reunion einen dommirenden Platz einzu nehmen. Die Vorbereitungen für die Excursion liegen in den Händen eines Comites, welches sich aus Otto G. Bales, Vorsitzender, Fred Dungan, S. W. Brandt, Robert Garrity, G. W. June, S. J.LayeS, I. I. Bauer und George Rubens zusammensetzt. I. T. Fanning hat sich gestern nach Cincinnati begeben, wo er mit den Groß-Truftees H. W. Mears von Bal timore, I. D. Shea von Lynn, Mass., und R. W. Brown von Louisville zu sammentrifft. Dieselben haben das Programm für die National-Reunion, welches, von dem Nationalen Comite aufgestellt ist, durchzusehen und zu ge nehmigen. John Weber's Wirthschaft No. 764 West North Str.

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