Indiana Tribüne, Volume 27, Number 244, Indianapolis, Marion County, 4 June 1904 — Page 3

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Jndiana Tribune, Z!. Juni 1904U

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Aerzte.

DR. Ch. RITTER, Newton ClaypoollGebände, Zimmer s,-Lss. Neue? Telephon i lPenrfylvaia und Ohio Str.) 2. Stock. Offtke Stunden: 9 bis 10:30, 2 bis 8:0UH,

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Mörderische Rasse-Kämpfe.

Anscheinende Verschwörung Farbiger mit LynchJustiz geahndet.

Bahn.Unfa.

Cobdens Manen. rnm".

Neun Leben auf der Miffouri Pacific. I Amerikanische Freihändler taaen an rDn m $ a xh r 0 f 0 n $ f

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Dr. j. A. Sutcliffe, Wund -Arzt, Geschlechts., Urin, nnl&tctum Krankheiten. Office ; 155 Oft Market Str. Tel. 941 Offiee-Stunden : 9 bi 10 Ubr Bm. : 2 bik 4Uhr Nm

Jllinoiser Gonvcrncurs-Nommation. Zionistcn in Conferenz. VerhänattifihnnV sPrhTnftnit t:?,n:rkv :.. ... a

vrrviv wn.u-iitc ui )UKl0n, ' Schicds - Gerichts - Confercnz.

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Wrn.

Itoeffler

aioon.

202 Nord Noble Str. Neues Telephon 2001. " i im Ein Trostwort für Männer.

Es giebt keinen traurigeren Zustand, als den des geschwächten Mannes. Seine Allgemeine Gesundheit mag ganz gut sein und dennoch wird ihm durch diese geheime Schwäche das Leben zur Last. Ich weiß dies aus einiger Erfahrung und da ich nach langem, nutzlosem Experimentiren' endlich Wa. ir. ai - ri . - '

ic CToiiigc ,eyanoiung gefunven lzaoe, so habe ich mir vorgenommen, diesen sicheren Weg zur Heilung auch Anderen zu zeigen. Sie brauchen mir nur eine Briefmarke zu schicken und ich will ihnen gerne sagen, was Sie thun müssen, um Ihre volle Manneskraft wieder zu erlangen. . Mit Farmergruß . Fred. Müller, Fräser. Mich.

Mörderische' Rassen-Kämpfe.

Greenville, Miss., 3. Juni.

Bei einem Kampfe, der sich gestern Nacht auf einer 30 Meilen entfernten

Pflanzung in Trail Lake, Miss., abspielte, kamen John Sims und sein

Geschäftsführer Cato durch Neger um's

eben und ebenso 3 Farbige. Die Schlächterei begann, als gestern

Nacht Sims und Cato in ihrem Laden plötzlich von dem Neger Glatt angegriffen und Beide mit einer WinchesterBüchse geschossen wurden.' Der Erstere starb, sofort, Cato vermochte bis znr Thür zu gehen, wo ihm ein früherer Neger-Sträfling mit einem Gewehr auf deu Kopf schlug. Er erlag heute früh

seinen Verletzungen. Bevor der Scheriff mit einem Aufgebot ankam, waren die Neger Van Horn und Clark entflohen. Horn fand man im Walde, nachdem

unterwegs ein dritter Farbiger, der fick

in den Weg gestellt niedergeschossen

worden war. Van Horn wurde im

Gefängniß zu Leeland unter starker

Bewachung mternirt, heute früh jedoch von einem Mob geholt und gelyncht. . Inzwischen kehrte der Neger Clark nach dem Sims Laden zurück, um wei-

tere Mordthaten zu verüben, wurde aber selbst vom Buchhalter Crow und Anderen erschossen. Man ist der Ansicht, daß es sich um die Verschwörung einer geheimen Ne-ger-Gesellschaft handelt.

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ug. uiener,

Grangeville, Jdaho, 3. Juni. T. W. Myers, der vor 3 Wochen einen

Mord und Mordversuch begangen.

wurde heute den Beamten bei White

Bird entrissen und gelyncht. Er sollte

nach dem County-Gefäugniß gebrach

werden ; die Lyncher waren an Zah den Beamten dreimal überlegen. Gouverneurs Nomina-

t i o n v o l l z o g e n.

Sprin g field. Jll.. 3. Juni.

Charles S. Deneen von Chicago wurde

heute Nachmittag von der republikan. Staats-Convention als GouverneursCandidat aufgestellt. Es fand nur

eine Abstimmung statt.

Gouverneur Yates hatte eine Be-

wegung eingeleitet, damit alle übrigen

Kandidaten außer Lowden zurücktreten; dieser aber lehnte ab und übertrug seine

Stimmen auf Deneen. Zionisten-Convention. Cleveland, O.. 3. Juni. Die

Convention der amerikan. Zionisten

versammelte sich heute mit 100Delegaten

aus29 Staaten. Die wichtigste Frage, welche zur Berathung steht, ist die An-

! nähme des Angebots von England, in Ost-Africa Land zur Gründung eines

neuen Judäa herzugeben.

Vernünfti ge Entscheidung. Chicago, 3. Juni. Unter der

Begründung, daß Caroline Vatterson

juristisch zurechnungsfähig ist und daß

,yre moralischen Eigenschaften nicht

zum Gegenstande gerichtlicher Erwä

gung gemacht werden können, wies der

Appellationshof die Anträge des Ver

mögensverwalters des Millionär-Con

traktors Clark ab, wodurch das Mäd-

chen in ihrer Funktion als Testaments

Vollstreckerin gehindert werden sollte.

Frln. Vatterson, die Sekretärin Clarks.

ist im Testament mit mehreren 1000

Dollars bedacht und soll den Millionär seiner Familie entfremdet haben.

Nepotismus in. der Armee. Washington, 3. Juni. Sekr. Taft beschloß heute dem Präsidenten gegen die Wiederanstellung von I. M. Shook im Heere zu rathen, um welche die ganze Congreß - Delegation von

rm, . .. "

ansas nachgesucht hat.

Shook wurde." nachdem er zuerst als

Freiwilliger auf' den Philippinen gewesen, Unter-Leutnant in der regulären Armee und in Boston wegen eines

Scandals processirt, aber freigesprochen. Die Prüfungs-Bebörde erklärte

ihn moralisch und physisch zum ersten Leutnant nicht geeignet und es

erfolgte seine .Dienst-Entlassuna. Sekr.

Taft erfuhr auch, daß Shook und ein

Genosse aus den Philippinen besckul.

digt waren, S600 einer alten Frau mit Drohungen, erpreß zu haben. Schlimm eStreik-Excesse. Evelette, Minn.. 3. Juni. NaZ,

einem blutigen Kampfe mit über 20

Streikern,' in dem ein halb Dutzend Ruhestörer ernstlich verletzt wurden, gelaug dem Sheriff die Herbeiführung zweitweiligen Friedens in der Fayal Grube und er kehrte am heutigen Abend nach Duluth zurück. Zwischen den Beamten und den

Grubenarbeitern herrschten schon länger gespannte Beziehungen und heute brach

der streik mit voller Gewalt aus.

Kan sas City, 3. Juni. Neun Personen kamen bei einem Zusammenstoß von Passagier-Zügen bei Martin

City, 15 Meilen südlich, um's Leben; viele find verletzt. Die Bahnbeamten wurden aufgefordert, so viele Attzte als möglich mit dem Hilfszug zu senden, woraus man

schließt, daß viele Passagiere verwundet sind. Der Hilfszug fuhr etwa 11 Uhr Nachts ab. Knapp vermiedenes Un-glück.

C i n c ! n n a t i , )., 3. Juni. Gestern um Mitternacht veranlaßten

Revolverschüsse in Hanging Rock 2 Patrouillen zum Anmarsch gegen die Schußrichtung aus entgegengesetzten

Orten. Keine fand den Thäter, als sie

aber in der Dunkelheit auf einander stießen, wäre es um ein Haar zu einer Tragödie gekommen. Ein Offizier nannte auf den Zuruf seinen Namen und dies bewahrte die Leute davor, daß

sie gegenseitg auf sich Feuer abgeben.

B o st o.n , 3. Juni. Das JahresBankett der amerik. Freihandels-Liga, heute Abend im Hotel Vendome abgehalten, war besonders als 100. Iahrestag der Geburt Richard Cobden's, des Vaters der Freihandels-Bewegung, bemerkenswerth'. Die Gäste und Redner waren Ch. F. Adams und E. At-

kinson, Boston; L. R. Ehrich, New Fork. H. N. Shepard von hier, Prä-

stdirte und etwa 150 Mitglieder der Liga hatten sich eingefunden: Atkinson sagt, falls dies Land in Wahrheit eine Weltmacht werden wolle. Müsse es die Schutzzoll-Lasten von feiner Landwirthschaft, feinen, Fabriken und seinem Handel nehmen und durch

essnung der Thüren die europäischen Staaten zur Abrüstung zwingen, da-

mit sie concurrenzfähig bleiben könnten. Der letzte Redner. L. Ehrich, bezeich, nete den Schutzzoll als unehrenhaft und als die Politik des gesetzlichen Diebstahls".

Schieds-Gerichts-Confe-r e n z. Mob onk Lake, N.A..3..uni.

In der heutigen Sitzung der Conferen,

für internationales Schiedsgericht ge-

langte eme Prmcipien-ErklSrung zur Annahme, welche das unerschütterliche Vertrauen in die Sache des internationalen Schiedsgerichtes ausspricht. Ansprachen hielten Congreß - Abgeordnete? Bartholdt, Mo., und ' der

Caplan des Senats, Dr. Hale. Straß enbahn-Streir. Houston, Texas, 3. Juni. Die

Straßenbahn-Gesellschaft nahm heute mit Nichtgewerkschaftlern den Betrieb auf. .

Verschiedene Wagen wurden mit

Steinen beworfen und sonstige Unord-

nungen kamen vor; Niemand ist jedoch

verletzt. Nächts fahren keine Wagen.

Verschiedene Streik-Anhänaer wur-

den von Streikbrechern angegriffen und 2 Wagen ernstlich beschädigt. Ein

Schankkellner erhielt einen schweren

Schlag auf den Kopf, ein Streik-

ührer einen Armbruch.

In Folge der Ausschreitungen steb

heute Nacht Miliz im Dienst, um

Massen-Ansammlungen zu hindern.

. Explosion. .

Flammen und Parfüme. New York, 3. Juni. Sechs Feuerwehrleute wurden heute in einem

Haufe, wo sich eine Parfümerie-Fabrik befand, durch Rauch und Parfüme bewußtlos. Während des Brandes zerbrachen Parsümerie-Flaschen in großer Menge.

Die Flüssigkeit vermengte sich mit den Flammen und sechs der Feuerwehrleute wurden ohnmächtig davongetragen.

Verkomm ene Sippe. Milwaükee, 3. Jum. Im Processe gegen Frank Niezorawski, ein der Bestechung überführtes Mitglied

der öffentliche Werke, kam es zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall. Zwei Geschworene reichten nach dem Proceß ein Schriftstück ein wonach

sie zur Abgabe des Schuldig - Wahr-

spruchs gezwungen worden seien. Heute erklärten die gleichen Geschworenen, sie hätten den Inhalt des Dokuments nicht, gekannt, sondern mit dem Angeklagten und einem Anwalt eine Wirthschaft besucht -und seien in der Trunkenheit zur Unterzeichnung veranlaßt

worden.

Inland.

H u n t i n g t o n. W. Va. ' Zwei farbige Matrosen des Dampfer ..Grev-

hound" ertranken und Bootsmann Hollin. der einen davon angeblich über

Bord stieß, wird wegen Mordes fest-

gehalten. Ausland. Paris. In der Kammer unterbreitete der Radikale Hubbard einen

Antrag, die Einladung des amerikanischen Congresses zu der Sitzung des zwischen parlamentarischen Verbands in Amerika anzunehmen. Der Antrag kam an die Budget-Commission.

Base-Ball.

No. 449 Oft Washington Str.

Neues Telephon 2525. Bergleute suchen nach

einem Kinde.

IM ERIE & WESTERH R.R. Serre H aute, 3. Juni. Weit

uver um Bergleute stellten gestern die Arbeit ein, um nach dem 4 Jahre alten Sohn dcs Dr. Byers zu suchen, welcher seit letzten Sonntag vermißt wird. Alle Wassertümpel, Teiche und verlassenen Bergwerke in .der Gegend wurden genau durchsucht, von dem Kinde 'wurde jedoch keine Spur gefunden. Dr. Byers ist der festen Anficht, daß das Kind von Zigeunern fortgeschleppt wurde. Auf die Herbeischaffung des Jungen ist eine Belohnung von UOO ausgeseht.

Fahrzeit der Züge....

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Toledo, Ehieago und Vttchigan Expreß... 7.1s 10. Toledo. Detroit und Chicago Lim 12.eo t U Michigan Kity, Muncie u.LafayetteSpl..s ?.o flo.M tSglich t ausgenommen Sonntags.

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P i t t s b u r g. Pa.. 3. Juni.

Durch eine Explosion in der Fabrik der

Monongahela Steel Co. zu McKees Port wurden heute 2 Arbeiter tödtlich und verschiedene Andere schwer ver-

etzt.

Entlassung v o n C i g a rr e n-A r b e i t e r n. Chicago,. Juni. 800 Ci-garren-Arbeiter, die in 23 der größten Union-Fabriken der Stadt beschäftigt sind, werden morgen entlassen. Die Arbeitgeber erklären sich außer Stande, die neuen Union-Löhne. welche am 1.

Mai in Kraft traten, zu zahlen. Alle diese Fabrikanten beschäftigen seit Jab-

ren ?nur Mitglieder der Gewerkschaft.

ste versichern jedoch, daß sie mit anderen

Städten, wo die Forderungen der Union

nicht anerkannt sind, nicht zu concur-

riren vermögen. -

N o ch i m T o d e keine Ruhe.

S t. P au l, Minn., 3. Juni. Als

heute ein Leichenbestatter die Leiche des

gestern von einem Posten erschossenen

Soldaten Wisch auf einem Wagen von

Fort Snelling nach St. Paul überführte, wurde das Gefährt von einer

von hinten anfahrenden Car zertrüm.

mert. Die Leiche , fiel aus dem Sarg

und wurde durch die Luft geschleudert.

Der Leichenbeftatter und 2 Gehilfen er-

litten Verletzungen. Die Leiche wurde in dem Straßenbahnwagen nach .St.

Paul gebracht. '

H o ch w a s s e r und Sturmschaden,; K a n s a s C i t y. Mo., 3. Juni. Alle Nebenflüsse des Kaw in Kansas steigen deute rasch und es droht ernste

Hochfluth. Seit 2 Tagen regnet es stark in ganz

Kansas, wie überhaupt sehr häufig in den letzten 30 Tagen. Auch heute geht

der Regen weiter und die Folge ist, daß der Kaw Fluß bei der Mündung

in Kansas City über seine Ufer tritt.

Immerhin find die. Verhältnisse

nicht so schlimm wie die große Juni Fluth im letzten Jahr. Der Babn

Verkehr ist gestört und viele Züge nach

Oft und West können bereits nicht

weiter.

In Newton, Kan., wurden 600

Leute durch die Fluth im Sand Creek obdachlos; viele entkamen mit knapper Mühe und das Elend ist groß. Auch

aus zahlreichen anderen Orten liegen

ähnliche Berichte vor.

Kansas City, Mo.. 3. Juni.

Ein Tornado in .Dallas, Texas, riß

heute das Dach des Bureaus der We

stern Union Tel. Co. ab und verübte

anoern Schaden in der Stadt.

Der Sturm dauerte von Frühmor-

gens bis Spät-Nachmittag. Kleinere Häuser in den Außenbezirken wurden

zertrümmert, jedoch ist Niemand verletzt.

Arkansas City, Kas., 3.

Juni. Ein 'Tornado verheerte heute

Glencoe, ein Städtchen von 1000 Ein

wohnern in Oklahoma, 5 Häuser und

eine Kirche zerstörend. Verschiedene

Leute stnd leicht verletzt.

Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. Indianapolis, 3. Juni. Jndpls. .0 0004010000 2 7

Columbus 004100000016 Dem Spiel wohnten etwa 2000 Zuschauer bei.

Milwaükee, 3. Juni. Milwaükee.. ...00101000 2 Minneapolis ..00000100 0 1 Kansas City, 3. Juni. Kansas City. ..00001000 12 St. Paul. ... .2 0 0 1 0 0 2 0 610 Erstes Spiel.

Toledo, 3. Juni. ,

Toledo 0 1100102 5

Louisville 200011 0 0 04

Zweites Spiel. Toledo, 3. Juni.

Toledo 0 0000500117

Louisville... 01021020 06

National-Liga. Philadelphia, 3. Juni. '

Philadelphia ..00020010 03

Chicago 2 001001004

Boston, 3. Juni.

Boston 0 0 0 0 0 0 0 0 11

St. Louis 0 0 0 0 00 0 0 0 0

New York, 3. Juni.

New York. ....10000010 02 Cincinnati ....00000102 03

Brooklyn, 3. Juni.

Brooklyn.0 010020100 0 15

PittsburgO 0101020000 0 4

s

Kurze Depeschen. 3. Juni. Inland.

Washington. Drei von den Kindern des Präsidenten begaben sich

für den Sommer nach Oyster Bay.

Annapolis, Md. Admiral Dewey nahm an der Grundsteinlegung der neuen Capelle auf dem Platze der Marine-Akademie theil.' Sekr. Moody hielt eine Ansprache. Sattle Creek, Mich. W. H. Miller. Supreme Master Workman vom Ancient Order of United Workmen, starb hier in einer -Heilanstalt. Er stammte aus St. Louis.

- D i e Nariser Strarin.

räuber. bekannt unter dem Namen Apachen", betrackten fif sckon als

eine Art Zunft und zeigen in ihren Leistungen manche Proben von Humor und ..Ritterlickkeit" 5Zwei Leut.

nants" einer vom Hauptmann" Pou lain befehligten Bande warben um die Gunst eines Blumenmädckens. ds nnf

die niedliche Idee kam, ihre Liebe dem

klarieren zu versprechen. Die Folge

war eine erauslorderuna um Duell.

Als Waffe wurden natürlich Messer gewählt, aber da war einer aus

Neu - Kaledonien zurückaekommen

und hatte spanische Moden mitgebracht mit vergifteter Spitze. Abends gegen zehn Uhr versammelten sich Gegner und Äeuaen auf einer entleaenen

Baustelle, und das Duell ging los. Nach Zwei unblutiaen Gänaen wurde

die Gesellschaft von Sckukleuten über-

rascht man lief eiligst davon. Lind während der Flucht gelang eZ Um tapferen Leon, sein Messer dem Riva len in den Arm zu stoßen. Die ganze Gesellschaft wurde schließlich verhaftet, und nun wartet der Verwundete, des sen Verletzung an sich unbedeutend ist, auf die Wirkungen des neukaledoni schen Giftes.

Gdcgentlich der f leinen Zusammen stoße in Korea wie an der Jalumündung liest man in den meisten Meldungen der Telegraphen-Agenturen über russische Truppentheile die Ausdrücke Jager" oder auch Scharfschützen", letztere als auserlesene Truppe bezeich"l'rrJ3 gleich falsch. ' Das russische Heer hat weder Jäger im Sinne der deutschen Jägerbataillone noch Scharfschützen. Auch die besten Werke über die russische Armee begehen den gleichen Fehler, der darauf feH' fc die russische Bezeichnung

uuinu ivivoyl Jager wie Freiwilliger beriet. In den ein halbes Jahrhunrl wägenden Kämpfen zu? Unterwerfung des Kaukasus hatten die russischen Truppenführer vielfach Gelegenheit, zu ganz besonders gefährlichen Aufträgen Freiwillige OchotNiki aufzurufen; besonders kühne Offißiere und Mannschaften meldeten sich. Diese Gewohnheit ging auch auf die russisch-europäische Armee über und wurde schließlich auch zu einer Friedensausbildung. Es werden alljähr-

ncy sicy sreiwillla meldende Mannschaften zu: besonders schwierigen Aufträgen ausgebildet, und die Ochotniki sind eine Glanzseite des russischen Heeres. Im Frieden werden sie an schwierige Marschleistungen, Entbehrungen aller Art, Ueberwindung von Geländehindernissen, z. B. Flußübergängen, auf selbstgefertigten Gerathen, wie auch in der 5raad ans wilde Tbiere

geübt, im europäischen Rußland. Bär, Luchs und Wolf, im asiatischen der Tiger. Ich habe in meiner langen rufsischen Dienstzeit oft im Krieg und Frieden Ochotniki unter meinem Befehl gehabt und denke noch heute mit Bewunderurrg an deren hervorragende

seiiillngen. im oeulscyen Heere hat man vor etwa zehn Jahren diese Einrichtung nachgeahmt, doch, soweit ich in der Lage als Beurtheile? bin, nicht mit großem Erfplg. In irrthümlicher Uebersetzung gab man den Freiwilli- , gen-Abtheilungen" den wenig schönen und gerade für die deutschen Verhältnisse, in denen Tiger, Bären, Wölfe, Luchse nur in den Thiergärten dorkommen. ungeeigneten Namen Jagdkom- ' mandos". Was nun die oftgenannten und als Auswahltruppe bezeichneten Scharfschützen" betrifft, so in diese Venen-

nun eoenso irttyumlich. Äls nach dem deutsch-französischen Kriege in Rrchland die MöglWkeit eines Krieges gegen Westen in Betracht kam. beschloß die russische Heeresverwaltung, leichtbewegliche, aus allen Waffen zusammengesetzte Truppenabtheilungen zu bilden, welche, im Vormarsch gegen das feindliche Gebiet, den Aufmarsch der Massen sichern sollten. Da man hierzu um die Truppenordnung nicht zu stören, nicht Jnfanterie-Regimenter nehmen wollte, so schuf man Schützenbataillone, die später in Schützenregimenter umgewandelt wurden. Das-

selbe that man bei Vermehrung der ostsibirischen Armee. Man wollte nicht so und so viele neue Jnfanterie-Regi-menter bilden, weil dies in den allgemeinen Rahmen nicht gepaßt hätte, sondern nannte die neugebildetenTruppen einfach Schützenregimenter". Diese, in Europa sowohl wie in Ostasien, sind in keiner Weise eine auserlesene Truppe, sondern stehen in Bezug auf Ersatz und Ausbildung, auch der im Schießen, genau auf derselben Stufe wie die Linien- und Reserve-Reaimen-

ter. Man kann daher auf dem oftasiatischen Kriegsschauplatz von ihnen nur die Leistungen jedes anderen braven russischen Jnfanterie-Regiments verlangen. Von den Ochotniki dagegen Freiwillige", nicht Jäger" sind namentlich zu Beginn des eigentlichen Krieges, hervorragende Leistungen zn erwarten. Ein Ttvliathfreund ist der Bäckermeister Qucke zu Krfrr

Er hat nämlich folgendes Rundschreiben versandt: Meiner geehrten Kundschaft mache ich die ergebene Mittheilung, daß ich von jetzt ab jeden Freitag Abend bis Sonnabend Abend mein Geschäft geschlossen halten werde. , Der Grund ist folgender: Da jeder Mensch! weiß, daß der Sabbath(Sonnabend) der siebente Tag. der von Gott eingesekte Rubetaa ist. und ick die bolI

Ueberzeugung bekommen habe, daß nicht nur die Jsraeliten, sondern alle Menschen diesen Tag zu beobachten haben. Da der Sabbath nicht erst, wie viele glauben, auf dem Berge Sinai dem israelischen Volke gegeben wurde, sondern der von Gott im Paradiese für alle Menscben einaei'ente Rubetog

ist. und ich als wahrer Christ gesonnen bin. meinen Glauben in der That zu beweisen. Indem ich für das mir bisher geschenkte Wohlwollen meinen aufrichtigen Dank sage, werde ich mich bemühen, auch fernerhin guteBackwaaren pünktlich zu liefern. Hochachtungsvcll Paul Hucke. Bäckermeister."

Die neue r u m ä ni sche Kammer hat einstimmig 28 Millionen Franks für den Ankauf von Schnellfeuerkanonen bewilligt. Der als Kriegsminister fungirende MinisterPräsident Sturdza hatte der Kammer nahegelegt, diesen Kredit zu bewilligen, damit Rumänien mit der modernstenWaffe ausgestattet werde, die allen zeitgemäßen Anforderungen entspreche. Rumänien dürfe sich .nicht von den Ercignissen überraschen lassen und müsse für jeden Fall vorbereitet sein.

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