Indiana Tribüne, Volume 27, Number 243, Indianapolis, Marion County, 3 June 1904 — Page 5

Jndians Tribüne, 3. Juni WOH.

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: Anonyme Briefen ; ' Von Ferdinand Sruncr. Professor Friedrich Laufmann war !m. glücklichen Besitze einer erlesenen, .Papyrussammlung und eines jungen, schönen Weibes. Ohne Zweifel hätten die meisten Ehemänner auf den letzte xm Besitz mehr Werth gelegt; denn die Professorsgattin hatte außer, den genannten Eigens chaften auch noch die, angenehm plaudern zu können. Doch - Laufmann liebte zwar seine Papyrus nicht mehr als Maria, doch beschäftigte er sich mehr mit ihnen. Es währte natürlich nicht lange,- bis Maria dleses Verhältniß entdeckte; und es kränkte sie.-, Mancherlei Mittel wandte sie an, Friedrich mehr an sich zu fessein. Zunächst bekundete sie selbst eine ungewöhnliche Wißbegierde nach egyp tischer Geschichte. Da ging Laufmann das Herz auf. Wie ein quellender Strom kamen die Worte von seinen Lippen Er. wurde beredt wie ein politischer Agitator, der eine niedergehen de Partei vertritt. Sanft suchte Maria den Gatten auf die Gegenwart hinüberzuleiten, die vor ihm saß im Schmuck ihrer achtundzwanzig Jahre, blühend und lebensprühend. Doch Laufmann wanderte durch die Schätze tausendjähriger Pyramiden. . Ein wenig, enttäuscht, gab die junge Frau endlich diese Methode auf. Sie nahm eine andere vor, der im allgemei nen bedeutende Erfolgsicherheit nachgerühmt wird. Sie swdirte dieLieb lingsgerichte ihres Friedrich aus, und nun hörten die Leckerbissen für dessen Gaumen nicht auf, auch wenn ihr eigener Geschmack bisweilen dagegen sich auflehnte. Sie führte diese Methode lange standhaft durch. Denn im Anfang lächelte Friedrich ihr dankbar zu und blieb ein Viertelstündchen länger bei. Tische sitzen, ohne nach dem alten Egypten zurückzukehren, für das sie nun eine geradezu beleidigende Gleichgültigkeit an den Tag legte. Doch auch dieses Mittel versagte auf die Dauer. Da wollte eine große Traurigkeit Frau Maria überkommen und ein trüber Schatten legte sich um ihre Augen, in denen sonst ein so köstliches Leuchten lag, das Professor Laufmann leider nicht beachtete. Mit stiller Gelassenheit ging sie den Pflichten des Haushalts nach, zu, still für ihre achtundzwanzig Jahre. Ein Glück, daß sie . eine entschlossene Natur war, sonst hätten sie sich zu den unverstandenen Frauen gezählt. Sie war aber auch eine denkeTide Frau. Eines Tages lag wieder der helle Schein um ihre Augen .und bisweilen kräuselte ein Lächeln die rothen Lippen. : ' ' Professor Laufmann aber ,studirte einen neuen Papyrus. Da fand er unter seinen Briefen, die alle seiner wissenschaftlichen Thätigkeit galten, ein Schreiben von ungewöhnlichem Format. Er erbrach es ahnungslos. Es hatte einen seltsamen Jnyalt. Herr Professor l; Sie haben eine junge und auch schöne Frau. Das sinden andere Leute auch! Verstehen Sie?!! Ein wohlmeinender Freund." Das Wort, andere" war mehrmals dick unterstrichen. Der Professor lächelte, als er die 'Epistel gelesen und freute sich der Schönheit seiner Frau. Mehr kam ihm nicht in den Sinn, und bald war er wieder in sein Studium vertieft. Er dachte schon gar nicht mehr an diesen Brief,, da fand sich unter seiner Post ein grauer Umschlag vor, der einen Brief folgenden Inhalts barg: .Haben Sie keine Augen, Professor?! Bemerken Sie denn nicht, daß Ihre Frau öfters als sonst ausgeht?! Und immer allein!! " Es war, als ob eine zornige Hand die Zeilen auf das Papier geworfen.. Augenscheinlich eine verstellte Schrift, die sich bemühte, schleuderhafter zu scheinen, als sie sonst war. Laufmann suchte vergebens nach einer Unterschrift. Es fehlte diesmal sogar der wohlmeinende Fruend". r ,? Eine anonyme Verdächtigung, brummte er, zerriß ein wenig nervös das Papier und warf es mit verächtlicher Gebärde in den Korb der Nichtigkeiten. Dann flüchtete er in die reine Luft, der Papyrusse. Beim Mittagsmahls das auch nicht eine seiner Lieblingsspeisen enthielt, bemerkte er, daß Maria eine lächelnde Miene hatte, überhaupt frischer aus'sah. Er freute sich dessen, doch sagte er nichts von dieser Wahrnehmung. Am nächsten Nachmittag verließ er zu ungewöhnlicher Stunde das Studirzimmer. Er wollte. Maria etwas sagen, das er Mittags vergessen hatte. Das Stubenmädchen meldete ihm jedoch, daß Madame ausgegangen. Er war enttäuscht, schwieg einen Augenblick, dann ertappte er sich bei der Frage, ob sie öfters um diese Stunde ausgehe. Das Mädchen bejahte. Stumm kehrte Laufmann in sein Tuskulum zurück. ' Einmal holte ihn Maria aus dem Hörsaal ab. Fröhlich, lachenden Auges hing sie sich an seinen Arm. Ein heller Sommerstoff kleidete sie vorzüglich. Da bemerkte der Professor, daß in den Grüßen der Studenten neben der 'Hochachtung für ihn Bewunderung für Maria enthalten sei. Ja, ein paarmal sahen sich junge Herren auf der Straße nach dem Paare um. Er that, als ob er es nicht merkte, während doch ein feines Roth in seine Wangen gestiegen war. Die junge Frau plauderte harmlos 'lustig. Wie ein Vogelzwitschern war es. Laufmann athmete auf, als

man daheim war. : Er war in einer Stimmung, über die er sich selbst nicht ganz klar war. Selbst eine lange, gelehrte Abhandlung über die Mumien, fünde in der Ramses III. Pyramide, die ihm ein College mit freundlicher Widmung zuges andt hatte, vermochte ihn .nicht völlig zu beruhigen. ' Er be schloß deshalb, zwei Wochen gar nicht auszugehen. Mit einer gewissen Befriedigung stellte er , nach dieser. Zeit fest, daß er wieder der Alte geworden sei, da wurde ihm wieder ein Schreiben des wohlmeinenden . . Freundes" zutheil., ' , .'.v, , .i , Profess or Laufmann empfand ein unangenehmes Gefühl, als er die Schrift sah, er erkannte sie sofort wieder. Mit leicht verdüsterter Miene las er: . ' . ' , , ..' " ' Sehr geehrter Herr Professor! Ich mutz noch einmal schreiben, wiewohl ich mich nicht ' gern in anderer Leute Dinge mische. Aber Sie, sehen noch immer nichts! Ihre Frau geht täglich zwischen fünf und fechs Uhr. auf der Wilhelm Straße spazieren.' Doch nicht der frischen Luft" halber. Die ist im Stadtpark jedenfalls gesünder!" Gegen die letztere Behauptung ließ sich nichts einwenden.' Sie stimmte. Abends, als sich der Professor eine Cigarre angezündet hatte, fragte er so von ungefähr,' wie es denn im Stadtpark um diese Jahreszeit aussehe und wie er besucht sei. Frau Maria aber sang dem Park ein herrliches Loblied, daß es dort prächtige Plätzchen gebe, je nachdem man in der Stimmung sei, heitere und anderes die zu Träumerei einlüden., 'r . . Auf der Wilhelm Straße zwischen engen Häuserreihen müsse es nun schrecklich heiß und. staubig sein, meinte der Professor. ' Das wohl, war die Antwort, doch sei es zeitweilig ganz nett, dort zu gehen. Denn man , säb etwas, weil die Leute es sich nicht nehmen ließen, auch im heißen Sommer dort auf- und abzuwandern. Da werde all der Klatsch ousgetragen "über den man zwar die Achseln zuckt 1)er aber doch ganz angenehm zu hören ist. Denn er ist interessant.' -: . -' . : So sprach die junge Frau und lehnte sich in den Rohrsessel zurück und ließ gelegentlich einen Blick hinübergehen zu dem Gatten, der nichts darauf erwiderte als ein mehrmaliges: So, so. i - : . Dieser Abend verlief einsilbiger als gewöhnlich. Nicht lange danach fiel es dem Professor um vier Uhr ein, in die Bibliothek zu gehen. So traf es sich, daß er gegen fünf-Uhr in die Wilhelm Straße einbog. . Er ging auf der Seite, die von den Spaziergängern nicht benutzt zu werden pflegte. Ganz langsam schritt er dahin, den Kopf zurückgebogen, als ob. er jemand suche. Plötzlich trat er -in' einen Cigarrenladen ein , und bestellte dort eine ganze Reihe von Dingen: Cigarren, Spitzen, papierene und Gesundheitsspitzen, dann Briefmarken und schließlich sogar auf eine ermunternde Frage der Verkäuferin auch Stempelmarken. Dabei ließ er den gegenüberliegenden Bürgersteig nicht aus den Augen. Denn es war MariaK Gestalt aufge taucht. Im hellblauen Kleid, einen ent zückenden Hut auf dem braunen Haar, Plumen im Gürtel. Lächelnd dankte sie für die vielen Grüße. Jetzt trat ein eleganter" Herr auf sie zu, der mit Grandezza den Cylinder schwang und dem sie die Hand reichte. Es war ein College Laufmanns, ein Löwe des Salons, wo man die Wissenschaft liebte, wenn sie 'weltmännisch gewandter Interpreten sich bediente. Zwei oder drei Minuten plauderte Frau Maria mit ihm.' Und als er sich emPfahl, lachte sie. . . , ' j Professor Laufmann erfaßte die Pakete, die ihm das Ladenmädchen zurecht gemacht, bezahlte den nicht unbeträchtlichen Betrag und trachtete, auf Nebenstraßen in seine Wohnung zu gelangen. Mit ungewöhnlicher Spannung erwartete er die Rückkehr, seiner Frau. Wohl eine Stunde verstrich, ehe sie heimkam., Sie strahlte.' Sie sagte kein Wort des Erstaunens, als sie ihn zu so ungewöhnlicher Stunde im Wohnzimmer fand. Er selbst sprach von leichtem Kopfweh .und gehorchte ihrem Rathe, als sie ihm einen Gang im Stadtpark empfahl. .. . Laufmann begab sich spät zu Bette, denn er wollte durch angestrengte Arbeit seine Mißstimmung unterdrücken. Wieder . verstrichen etliche Wochen, während deren er mit einer gewissen Nervosität jedesmal die Briefe durchforschte. Endlich hielt er die erwartete und gefürchtete Epistel des unbekannten wohlmeinenden" Freundes in den Händen. Sie war . sehr flüchtig geschrieben und ein einziger kategorischer Imperativ: t.,. ..,'-' Ich warne zum letzten Mal! Halten Sie die Augen offen, sonst werden Sie nicht wissen, was vorgeht, auch wenn alle um Sie es wissen. Wenn Ihre Frau in absehbarer Zeit verreisen will, können Sie sich wohl, vergewissern, ob das in Gesellschaft geschieht! . ' Nichts mehr und nichts weniger. . Professor Laufmann wischte sich die Schweißtropfen von der Stirn, die er dort plötzlich verspürte.. ? Er wußt nicht, war es Schreck oder Aerger, was er empfand, oder Angstl oder alles mit und nebeneinander. Einen Augenblick wollte er hinübereilen zu Maria, ihr den Brief zeigen und Antwort heischen. Doch.verwarf er dieS,alS unzweckmäßig. Denn, entweder, war der .Brief eine empörende Schmähung und dann

mußte der Verdacht allein sie tief kränken. Oder es war fo, dann . . . ,Er ; trat ans Fenster und sah hinaus, dann riß er Bücher aus den Schränk ken und zwängte sie an unrichtigen Stellen wieder hinein. Endlich - beschloß er, zu warten . . . Es waren Ta ge voll unbefriedigender Thajenlosigseit. . .;. Da sagte eines Mittags Frau Ma rie so von ungefähr: du hast doch nichts dagegen, Fritz, wenn ich auf zwei Tage zu Mama fahre? Sie kann nicht gut zu uns herüberkommen, weil es mit dem Fuße nicht recht geht. Und sie sehnt sich nach mir. . Da fühlte Professor Laufmann, daß fein Herz mit einem Ruck aus setzte und dann heftiger weiterklopfte. Wenn du willst, fahre nur, bitte, entgegnete er möglichst ruhig. Dann werde ich morgen fahren, sag te sie fröhlich. Sie verbarg dies gat nicht. . Wenn du willst, daß ich mitfahre, hub er an. Doch Maria unterbrach ihn rasch: Danke, nein, Fritz! Das Opfer ver lange ich nicht. Du bist zu viel beschäf tigt und die vier Stunden Schnellzug sind erträglich. Aber allein! warf er beinahe drohend ein. Sie lächelte: Ich bin eine Frau. Sie nahm zärtlichen Abschied von ihm, als sie zum' Bahnhof fuhr. In der Wohnung natürlich. Denn sie muthete dem Gatten nicht zü, sie bis zum Zuge zu begleiten. Kaum aber war die Droschke fort gerollt, verließ der 'Professor das Haus, warf sich' in' der nächsten Stra ße in einen Wagen, dem er rasende Eile empfahl. Zum Bahnhof! befahl er. In prächtiger Stimmung sah er,' in die Nische eines duvklen Korridors gedrückt, Frau Maria das Bahnhofsgebäude betreten. An der Kasse herrschte ein großer Andrang, er konnte daher nicht so nahe herankommen, daß er hätte hören können, wohin seine Frau die Karte nahm. Es fieberte ihn, als er sie auf den Bahnsteig hinaustreten sah und bemerkte, daß sie sich Nach allen Seiten umsah, als ob sie jemanden erwarte. Dann stieg sie rasch in ein Abtheil ein. Es wurde auf ihren Wunsch offen gehalten. Der Professor wartete, wie auf glü henden Kohlen stehend, bis die Zeiger der Uhr den unmittelbaren Abgang des ZugeS kündeten. Dann- mußte es ja klar werden! Er, hatte die Zähne fest aufeinander gebissen, denn seine Aufregung war ungeheuer.' Da eilte der Stationschef an ihm vorüber. Erstaunt blieb er stehen, ats er den Professor wahrnahm: Bitte, beeilen Sie sich, Herr Professor, sagte er'. Der Zug geht sofort ab. Ihre Frau Gemahlin hält einen Platz für Sie frei.' ... . . Die Lokomotive pfiff, als Professor Laufmann in das Abtheil des Schnell zuges fprang, in dem Frau Maria zwei Sitze bezahlt hatte. Er war sehr bleich und stotterte. Sie erschrak, als sie ihn sah. Er nahm deutlich wahr, wie sie die Farbe wechselte. Sein Blick flog, während der Athem keuchend ging, durch den Raum. ., Wo ist er? fragte er, mit den Worten kämpfend, und griff hart nch ihrer Hand. Wer? "Für den du den. zweiten Platz nahmst! Denn du hast zwei Plätze be zahlt! Ich will es wissen, sprich! Da lächelte sie. Jä, wahrhaftig, sie lachelti. Sie wurde weder, todtenbleich, noch sank sie in die Kniee und flehte um Barmherzigkeit. Professor Laufmann war starr.. Er preßte fester ihre Hand. Für wen hast du die zweite Karte gelöst: Ich mutz es wissen, oder es giebt ein Unglück!? Da lachte die junge hübsche Frau laut auf, während ein roter Schimmer ihre Wangen färbte. Für dich, Fritz! Er glaubte zu träumen. Für mich! Höhne nicht! Für dich, wiederholte sie. Denn ich wußte, daß du kommen würdest. Laufmann kam aus dem Stottern nicht heraus. Wie konntest du das wissen. Ich wußte es! Und warum bist du, heimlich auf den Bahnhof gekommen und hast dich im Corridor versteckt, bis der Zug abging? Der Professor erschrak ob dieser Frage. Weil, weil Weil es in anonymen Briefen deines unbekannten, wohlmeinenden Freundes 'stand, gab Maria leise die Antwort, die ihr Gatte schuldig blieb. Er fuhr auf. Du weißt von diesen Briefen? Wie so? . . Da neigte die junge Frau ihren Mund ganz dicht an sein Ohr, daß er es fast als einen Kuß empfand und gestand leife: Weil ich sie geschrieben habe, Fritz! ;' ' ' -'

Du!? Er sagte eine Weile nichtsund betrachtete nur rmmer ihr Antlitz, das in leuchtender Jugend ganz dicht vor seinen Augen war. Und dann wieder: Du!? ."..- , ' ', , . Als er aber alles begriffen, da küßte er Maria herzhaft auf den Mund und vergaß wenigstens auf dieser Reise seine Papyrusse ganz. ' ; Aus; der Promenade. Sie: Der Herr Rath, den Du da eben grüßtest, muß aber' recht knauserig sein. Er: Du . weißt doch, man soll Niemanden nach seinen Kleidern beur theilen. Sie: Aber nach, den' Kleidern seiner Srniil

Allerlei för's Haus. Glas fachen, die durch Alter und Gebrauch blind geworden, reinigt man durch Waschen mit' Petroleum. Dem Knarrend erThüren kann man abhelfen, wenn man den knarrenden Theil des Kegels oder Scharniers daran mit der Spitze eines gewöhnlichen Bleistiftes etwas reibt. Graphit bildet bekanntlich ein gutes Schmiermittel. . Ein Haarkräuselwasser bereitet man durch Auflösen von 2 Unzen Borax und 14 Unze arabischen Gummis in 4 Pfund heißen Wassers. Nach erfolgter Lösung wird die Flüssigkeit filtrirt, beliebig parfümirt und dann 214 Unzen Kampferspiritus beigesetzt. Mit dieser Flüssigkeit werden die Haare des Abends befeuchtet und dann sofort aufgewickelt. Flaschen - Verpackung. Man nimmt eine Hand voll Stroh, Schilf oder Binsen, schneidet es etwas größer als die ' Flasche, bindet das schwache Ende oben mit Bast," Stroh oder Binsen zusammen, mat das Stroh etc. unten auseinander, schiebt die Flasche mit dem Hals voraus hinein und bindet die vorragenden Enden des Strohes zusammen. Um Citronensaft für längere Zeit haltbar zu machen, verfährt man folgendermaßen: Dem durch ein geeignetes leinenes Tuch gepreßten Saft der frischen Citronemtzwird das Weiße eines Eies zugequirlt, dann wird er in einem irdenen Gefäße zum Kochen erhitzt, nach dem Erkalten werden 10 v. H. bester, reiner, ., starker Spiritus zugesetzt. Dann bleibt der Saft in einer verschlossenen Flasche zwei Tage lang stehen, man gießt vom Bodensatz ab und filtrirt durch Papier. Der dann klare Saft wird ' tn kleinen, davon ganz gefüllten und gut verschlossenen Flaschen aufbewahrt. Anstrich für feuchte Kell e r r ä u m e. Gegen feuchte und modrig gewordene Mauern benutzt man in neuester Zeit folgenden Anstrich mit Erfolg: 93 Theile gepulverter Backstein und 7 Theile Bleiglätte werden mit einer genügenden Menge Leinöl verrührt. Beide Theile sind getrennt zu pulverisiren, dann zusammenzumifchen und mit dem Leinöl in eine Art Teig zu verarbeiten. Die auf die Wände gebrachte Masse erhärtet nach drei bis vier Tagen und läßt dann keine Feuchtigkeit mehr hindurchtreten. F e derbetten darf man' nicht direkt in die Sonne legen, die Kiele der Federn werden sonst ' brüchig und durchstoßen' das ' Inlett. f Ant besten legt man die Betten bei warmer, etwas windiger Witterung, aber bedecktem Himmel auf trockenen Rasen und klopft si? nachher anhaltend, aber Nicht zch stark aus. Wo kein reiner Rasenplatz vorhanden, breite man Tücher unter die Betten. . Holz unyerb renn bar zu machen und es vor dem verderblichen Einflüsse des Wassers zu schützen. Man reibe y Peck gelöschten Kalk mit Leinöl zu einem Teige und bestreiche damit. -das Dach oder andere Holzgegötistände zwei- bis dreimal, das erste Mal nur dünn, das zweite und dritte Ma! aber stark, wodurch das Holz unverbrennbar wird.' In Wasser wird dieser Anstrich hart wie Stein und ist daher auch zum Anstreichen von Wasserbehältern sehr anwendbar. 'Das Rohrgeflecht bei Stühlen wird wieder straff und fest, wenn man den Stuhl stürzt, das Rohrgeflecht, mit ganz, heißem Wasser mittels eines Schwammes recht gründlich anfeuchtet und abwäscht, so daß es sich tüchtig mit Wasser ansaugen kann. Hierauf stellt man den Stuhl in die freie Luft, noch besser in die fcharfe Zugluft, oder im Winter neben den geheizten Ofen, und laßt ihn trocknen. Der Erfolg wird ein vollkommen zufriedenstellender sein. Starke Gerüche von den Händen z entfernen. Wenn man mit starkriechenden Stoffen, wie z. B. Oelen, Leberthran u. f. w. zu thun hat, fo erreicht man obengenannten Zweck, wenn man die Hände mit gemahlenem Senf reinigt. Auch Geräthschaften aller Art,' Porzellanbüchsen, Hornmesser, Löffel u. s. w., welche, mit diesen starkriechenden Substanzen in Berührung kamen, lassen sich auf diese Weise leicht reinigen. Goldsachen zu putzen. 10 Gramm gefällter kohlensaurer Kalk, 5 Gramm Thonerde, 3 Gramm Bleiweiß und je 1 Gramm kohlensaure Magnesia und Polierrot werden gemischt. Man nimmt von dem Pulver etwas an einen Wolllappen, reibt mit diesem die Gegenstände ab und schließlich mit einem weichenLeder nach. Das Gold nimmt dadurch einen schönen, haltbaren Glanz an. Doublegold, bei dem nur die Oberschicht aus echtem Gold besteht, wird ebenso behandelt. Um Glanz einer fettigen G e s i ch t s h a u t z u e n t f e r n e n, bedient man sich einer Lösung von je 5' Gramm Borax und Alaun in 400 Gramm Rosenwasser, der Lösung setzt man unter Umrühren IFGramm Ben goetinktur tropfenweise zu. Mit duser Flüssigkeit durchfeuchtet : man einen Wattebausch und reibt daö vorher mit einer milden Seife oder Mandelkleie gewaschene Gesicht sorgfältig ab, die Flüssigkeit laßt man antrocknen. Diese Proceduren sind eine Zeitlang täglich ein bis zwelmal vorzunehmen. Bis zur Wirkung des Mittels läßt sich der Glanz durch Anwendung eines guten Toilettenpulvers unsichtbar machen. -

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