Indiana Tribüne, Volume 27, Number 241, Indianapolis, Marion County, 1 June 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne, 1. Juni I.
Indiana Tribüne. HnauSgigeben von ott utbg S Indianapolis, Ind. :
Harry O. Thudinm Präsident. Geschäftslocalt No. 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE 269 iintered at the Post Office of Indianapoli as second clasa matter. Die Asolirung Deutschland's Am Samstag hielt die deutsche Co. lonial-Gesellschaft in Berlin eine Ver. fammlung ab, in welcher die Sorge um die Zukunft des Reiches zu lebhaftem Ausdruck kam. Trotz mancher Chauvi nisten, welche dieser Verband enthält, verdienen seine Kundgebungen stets volle Beobachtung; denn in seinen Reihen finden sich die besten Namen der gegenwärtigen deutschen Politik ver. eint. Natürlich ist es das englisch, französische Abkommen, welches dieses Alpdrücken verursacht. Nicht bloß in jenen Kreisen, sondern auch in den völlig verschiedenen der Frankfurter Zeitung", welche erst vor einigen Ta. gen die Jsolirung des deutschen Reichs und die Zerbröcklung des Dreibundes in einem vielbemerkten Artikel besprach. An dieser Stelle wurde schon kürzlich das Einverständnis zwischen Frankreich und England als , schwere diplomatische Niederlage des gegenwär. tigen Reichskanzlers bezeichnet, als die verhängnißvollfte Etappe in dem sog. neuen Kurs, den die Regierung seit Jahren schon steuert. .. ' . Als völlig nebensächlich erscheint es, ob sich das Abkommen direkt gegen Deutschland richtet oder nicht; die Hauptsache ist die schwere Gefährdung aller überseeischen Pläne deS Reiches und die damit verbundene Schwächung seiner europäischen Machtstellung. Wenn man .sich vorstellt, daß England in dem Vertrage Frankreich seinen Colonial-Besitz garan. tirt, so läßt sich allein hieraus die Be deutung dieses Abkommens ermessen. Der Vertrag leitet in der That eine völlig neue Phase in der europäischen und damit auch in der Welt-Politik ein und muß als das wichtigste Ereig niß seit der Berliner Conferenz bezeich net werden. Denn bisher war Frank reich in seinen colonialen Besitzungen stets von dem flottengewaltlgen Eng land bedroht und es galt als der glän zendste Schachzug Bismarck's nach dem 70er Kriege, daß es ihm gelang, die Franzosen unter Ferry auf die Bahn ausgedehnter überseeischer Unterneh mungen zu treiben. : Nur dadurch wurde der Ausbruch eines Revanche-Kriegs vermieden, wäh rend sich jetzt die französische Regierung unbesorgt um die Colornen wieder völ lig ihren europäischen Aufgaben wid men kann. Und daß die Pariser Re gierung heute noch ebenso, wie vor 30 Jahren auf das Vogesenloch" starrt, davon legt der höhnische Triumph der französischen Blätter über das Ereignitz und die sich rasch vertiefende Span nung mit Deutschland genügsames Zeugniß ab. Falls die Versuche Großbritanniens, auch mit Rußland sich in Asien zu ein! gen, zu einem Erfolge führen, so wäre Deutschlands Bewegungsfreiheit nach Außen geradezu erstickt und das berühmte Kaiserwort Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser- klänge wie gnm trüget Hohn.' Selbst wenn es aber dem Grafen Bülow gelingt, ein Bünd niß mit Rußland abzuschließen, so ist eine kräftige Colonial-Politik in abseh barer Zeit ganz ausgeschlossen, da das Reich stets mit dem nicht einzuholenden Uebergewicht einer vereinten englisch französischen Flotte zu rechnen haben wird. Einsichtige Stimmen haben seit Iah ren davor gewarnt, daß die Aera der Reden, des leeren Schauprunkes und der ziellosen Schwankungen zu einem Zusammenbruch führen müsse. Es wäre Unrecht dem Kanzler Bülow die Hauptschuld aufzubürden: daß er nich .selbst erkannte, er sei als Steuermann in so schwierigen Zeitläuften nicht am Platze, ist eine .verzeihliche menschliche UUJUiyw ivtl im ttvpii vuwhi im sich dem jetzt so bitter Angegriffe WFia av rt&Av fönvVmivf nen nicht ersparen: daß er schön gekünstelte Reden als . wirkliche Erfolge bewerthete, daß er über billigen Trium phen des Augenblicks die wahren' In teressen des Reiches vergaß. Woh suchte unter Bülow die deutsche Politi! wiederum in die Bismarck'schen Bahnen zurückzulenken; aber es war eben nur üußere Nachahmung und das meister
hafte Spiel, mit dem der erste Kanzler
Frankreich und England fowie Ruß. and und England stets wieder an ihre Gegensätze erinnerte und von der Ver. einigung fernhielt, schlug, als die Nach. olger die Karten mischten, in's Gegen heil um. Man hatte sich fest in die Ansicht eingelebt, Deutschland , habe keine un. versöhnlichen Gegensätze zu irgend einer andern Macht, während die Interessen ener oben genannten Staaten sich nie. mals versöhnen lassen ohne zu bedenen, däß ein großer Theil dieser Gegen, ätze durch die Bismarck'sche Staats, unst im Interesse des Reichs erst ünstlich hervorgerufen war. Die fran. zösisch.rusfische Allianz hätte vielleicht elbst ein Bismarck auf die Dauer nicht hindrnt können, aber das Einvernehmen der beiden Westmächte ganz sicher ich. Im Hinblick darauf, daß 7 es noch vor einigen Monaten als ziemlich sicher galt, daß Frankreich und Eng. and zu Gunsten ihrer beiderseitigen Verbündeten in den östlichen Krieg eingreifen würden, erscheint das diplomatische Geschick besonders des Botchafters Cambon in London in doppelt glänzendem Licht. Eine wirkliche Gefahr für das Reich liegt bei der militärischen Stärke eines Volkes von fast 60 Millionen wie Deutschland noch nicht vor; aber es bedarf wenig mehr, um auch eine solche zu zeitigen. Was vor. allem noth thut, sprach Prof. Hasse in Lübeck aus: Bruch mit der persönlichen Politik des Kaisers und rückgratfeste Minister ! Neue Inkorporationen. Die Stamper's Creek und Orleans Telephone Company," OrangeCounty, Capital S200; Directoren: Harry McCot), Shelby Cornwell und Benjamin Williams. Die Sherman Oil Company," Connersville, Capital S100,000; Di rectoren: William McFarlan, Alvin Barrows und Frederc Barrow. Die Hummer Oil Company", Muncie, Capital 810,000; Directoren: Samuel Polier, .John R. Retherford, Alvin Bingham, George Wagner und Alexander Holliday. Die Favorite Oil Co.", Muncie; Capital $100,000; Directoren: Peter K. Morrison , - Quince Wavlting, James West, Benjadnin F. Harrold und Robert M. Ball. Die Jumbo Oil Co.", Albany; Cüpital $50,000; Directoren: William A. Spurgeon, James Bingham, I. I. Harvey, John Goebler, H. C. Burcham, Robert Brammer und Nathan R. Baker. Die H. Lohse Co.", Evansville; Capital $3000 ; Directoren : Hans Lohse, Otto Schnakenburg und Hannah Lohse. v Die Jndiana Harbor Lumber and Coal Co." von Jndiana Harbor; Cavital $50,000; Directoren: W. G. Paxton, .J. W. Paxton und I. G. Jboch. Die Lafayette Artesian Company" von Lafayette; Capital $10,000; Directoren; H. S. Felfenthal, Samuel Messing, Milton I. Rosenthal und Albert Gasler. Park auf der Oftseite gewünscht. Seit längerer Zeit schon haben die Bewohner der .Ostseite sich nach einem Park gesehnt und dieselben hatten ihr Augenmerk auf die nördlich von der Washington Str. belegenen Gründe der Taubstummenanstalt gerichtet. Seit, dem jetzt der Staat endgültig beschlossen hat. diesen Landcomplex zu verkaufen, ist eine Bewegung im Gange die Stadt zu veranlassen denselben für Parkzwecke an sich zu bringen. Die Parkbehörde sowie auch Mayor Holtzman sind für den Plan eingenommen und werden, sobald die nöthig? Anregung da ist, versuchen den Staat zu veranlassen der Städt das Land zu verkaufen, mit der Bezahlung aber zu warten, bis die durch Brückenbauten und Verbesserungen stark mitgenommene Stadtkasse in etwa? besserer Lage ist. Falls die Stadt die Pflege der Gründe übernimmt, sollte diesem Plane nichts im Wege stehen. , Dies ist der letzte größere zusammenhängende Land, komplex in der Stadt direkt und sollte aus diesem Grunde die Gelegenheit nicht vermißt werden. Stadtrath Shea von der 10. Ward beabsichtigt. in nächster Zeit eine Versammlung einzuberufen um die Sache in Anregung zu bringen. John Weber's Wirthschaft. No. 764 West North Str.
Aus den Gerichtshöfen.
Eine alte Klage der Stadt abgewiesen. Im Jahre 1899 reichte die Stadt eine Klage gegen die , Jndpls. Gas Co." ein, durch welche dieselbe gezwungen werden sollte, noch weitere 25 Na-turgas-Quellen auf einem Areal, welches von der Gesellschaft geeignet wurde, anzubohren, um auf diese Weise die Zufuhr von Naturgas für Jndianapolis zu vermehren. Die Gesellschaft weigerte sich, die Anordnungen der Stadt zu befolgen. Der Fall durchlief eine Anzahl Instanzen und gelangte schließlich an's Staats - Obergericht. Dieses gab gestern die Erklärung ab, daß es sich nicht weiter mit der Klage zu beschäftigen brauche, da ja die Na-turgas-Quellen im sogen. Gasgürtel nicht mehr im Stande seien, GaS in genügenden Quantitäten zu liefern, oder mit anderen Worten, die Naturgasfrage habe, soweit Indianapolis in Betracht kommt, ausgespielt. In Sachen der Consu mer's Gas Trust C o m p a n y. . Vor den Bundesrichtern Anderson und Baker wurde gestern über die Klage verhandelt, welche .t Byron Quimby, ein Actionär der Consumers Gas Trust Co. gegen die Directoren derselben eingereicht hatte, um diese daran zu hindern, Kunstgas zu fabriciren und den Kunden zu liefern. Die Anwälte der Letzteren machten zunächst geltend, daß das Bundesgericht in diesem Falle keine Jurisdiction habe, allein die beiden Richter erklärten, daß dieses doch der Fall wäre. Hierauf wurde über die Hauptfrage, betreffend die Lieferung von Kunstgas. argumentirt. Zahlreiche hervorragende Anwälte waren in dem Fall vertreten. Richter A. C. Ayres und Ferdinand Winter vertratenden Kläger, die Re präsentanten der Directoren und TrusteeS der Consumers Gas Trust Co. waren Addison C. Harris,' Louis Walker. Daniel Waite Howe 7: und Russell T. Byers; die Anwälte Wm. E. Ketcham und John ,B. Cochran nahmen das Interesse von George I. Marott, einem der bedeutendsten Ac tionäre der Gesellschaft, wahr. , Geschieden, t 1 Frau E. I. Prentice erhielt "gestern durch Richter Leathers die Scheidung von ihrem Gatten bewilligt. Derselbe soll sie in liebloser Weise behan delt haben. Wm P. Keller's Fall abermals v e r schoben. f Der Fall des Wm. P. Keller, hd cher angeklagt ist, der Ä. Burdsal Co. $2500 unterschlagen zu haben, wurde gestern im Polizeigericht abermals und zwar auf den 3. Juni verschoben. Der Angeklagte befindet sich noch immer in Haft, da eS ihm bis dahin nicht möglich gewesen ist, die von ihm verlangte Bürgschaft von $5000 zu stellen. An die Großgeschworenen überwiesen. Der 17-jährige Fred. Allright von No. 18 S. Keystone Ave., wurde unter der Anklage des Mordangriffs an die Grotzgeschworenen überwiesen. Er war kürzlich in Kingan's Etablissement mit einem Mitarbeiter, Namens Nicholaus Lang, in Streit gerathen, in dessen Verlauf er demselben eine große Pack nadel in den Rücken stieß. Einem Arzt ein Honorar zugesprochen. Vor Richter Leathers und Geschwo renen wurde über die Klage verhandelt, welche Dr. James H. Taylor gegen Charles F. Craig eingereicht hatte. Für ärztliche Pflege von dessen Sohne hatte er sein Honorar verlangt. Dasselbe wurde ihm jedoch nicht von Craig bezahlt, weil dieser behauptet, daß der Arzt das Kind nicht richtig behandelt hätte.7 Die Geschworenen sprachen dem Doctor $100 zu. Das Testament des PembrokeCornelius. Das Testament des vor einiger Zeit verstorbenen PembrokeCornelius wurde gestern im Probatgericht eingereicht. Seinem Sohne George M. und seiner Enkelin Mattie Shoemaker vermachte er je $100 in Baar, seine goldene Uhr und Kette erhielt sein Sohn Edward. Der Rest des Nachlasses soll zu gleichen Theilen unter seine Söhne Edward und George und Enkelin Mattie ver. theilt werden. Das Testament schließt mit der Bitte: Sucht nach der 'Perle von großem Werth; behaltet den Glauben an Gott, befolgt seine Gebote und die Lehren des Herrn Jesus
Christus".' Der Verblichene war Jahre lang Custos der SicherheitS-Gewölbe in der Jndiana Trust Co.
C r i m i n a l g e r i ch t Am nächsten Dienstag den 7. Juni wird mit dem Prozeß des Mitchell Meyberg, eines Agenten in Eisenbahn fahrkarten, begonnen werden. Der selbe ist der Fälschung beschuldigt. Sein Fall ähnelt dem der Ticket-Makler Glick und Messing, welche vor einigen Mona. ten freigesprochen wurden. Meyberg wird von Henry Spaan und Martin Hugg vertheidigt werden. Schadenersatz wegen, angeb licher böswilligerNer. Haftung verlangt. Elmira L. Burgert hat den Detectiv Conrad Hansen und den Ex-Detectiv Thomas Colbert auf $10,000 Schadenersatz wegen böswilliger und ungerechtfertigt Verhaftung verklagt. Sie war unter der Anklage des Kleindiebstahls und des Erlangens von Geld unter falschen Vorwänden verhaftet worden. Durch einen Anwalt, welcher ihr angeblich aufgedrungen wurde, wurde sie veranlaßt, sich des leichten Diebstahls schuldig zu bekennen, wo. rauf sie verurtheilt wurde. Es gelang ihr jedoch, den Richter zu bestimmen, daß er das Urtheil bei Seite setzte und sie an die Großgeschworencn überwies. Dieselben erhoben jedoch keine Anklage gegen sie und sie - wurde entlassen. Ein brutaler Ehemann. Frau Mary I. Glick wünscht von ihrem Gatten George H. Glick geschieden zu werden. Ihren Angaben gemäß, wurde sie von ihm mit beispilloser Roheit behandelt. Sie verlangt außer der Scheidung noch $4000. Im Polizeigericht erhielt der etwa 70jährige I. Rusking, gewöhnlich der wandernde Jude" genannt, 30 Tage Freiquartier im Ar beitshaus. Wegen brutaler Behandlung seiner Frau wurde Frank Owens von 2209 YandeS Str. zu 30 Tagen Arbeitshaus verdonnert. . . Der Wirth Joseph Lx von 11 Ost Market Str. hatte S10 und Kosten zu zahlen, weil er Würfelspiel in seinem L ocal geduldet hatte. Schnlrath. Die Schulen werden am 10. Juni ge schlössen. Dem Schulrath ging in seiner gestri' gen Sitzung eine mit zahlreichen Un terschriften versehene Petition zu, in der Schule No. 16, Ecke der Bloom tilgten und Market Str., den deutschen Unterricht als beständiges Lehr fach einzuführen. Die Petition wurde an den Superintendenten verwiesen. Der Contract für die letzten in die fern Jahre noch vorzunehmenden Verbesserungen in der Handfertigkeits Hochschule wurde, an die Wm. P. Jungclaus Co. zu deren Angebot von $10,350 vergeben. Zu Schulvögten für das Schuljohr 1904 1005 wurden wieder ernannt? Frau D. E. Hiser, Ella B. McCoy, I. A. Bristow, I. F. Wright und I. W. Farley. Die Schulen werden am 10. Juni geschlossen und am 14. September wie der eröffnet werdend Die Prüfungen der Lehrer sollen in Zukunft am letzten Samstag im April und am ersten Samstag im September vorgenommen werden. Es wurde beschlossen, zwei an der Blackford Straße belegene dem SchulHause No. 4 benachbarte Gebäude für $4,300 anzukaufen. Laufende Rechnungen im Betrage von $4.020.61 wurden zur Zahlung angewiesen. An die Großgeschworenen übermiesen. Die gestern früh unter der Anklage der Brandstiftung verhaftete Lulu Bul let 440 West Wabash Str., wurde vom Polizeirichter an die Großgeschworenen überwiesen. Convention der Getreidehandler und Müller. Heute nahmen die Sitzungen der Gc treidehändler und Müller ihren Anfang uad zwar werden die Morgens- und Nachmittagssitzungen im Gebäude der Handelskammer, die Abend-Versamm lung im. Claypool Hotel : abgehalten werden.
Sieger im nationalen Turnier.
Sieben hübsche Preise erringen Jndiana poliser. 35. Preis: August M. Kühn, Tournee gegen 6. 36. Preis: Henry Kothe, Kreuz-Solo gegen 6. 74. Preis: Wm. Rieß, 18 gewonnene Spiele. 123. Preis: Wm.Beaning. 548 Punkte. 130. Preis: Julius Keller, 17 gewon nene Spiele. 139. Preis: R. E. Miller, 112 Punkte hohes Spiel. 143. Preis: Herm. Lieber, Schippen gegen 5 Schneider. Erst nach 10 Uhr am Montag Abend waren die Preisrichter mit ihrer Berechnung fertig geworden und die Preisvertheilung konnte vom Vertreter der Tribüne" nicht .abgewartet werden. da der Zug zur Heimfahrt unhöfllicher Weise nicht warten wollte. Wie ersichtlich ist Indianapolis nicht leer ausgegangen. Es stellte den 50. Theil der gesammten Spieler und ge wann den 21. Theil der Preise. Die meisten Preise verblieben in St. Louis. Am Vormittag fand unter dem Vor fitz deS Präsidenten. Herrn Henry Kortjohn, die Gefchäfts-Verfammlung statt, in der nach der Erledigung einiger unwichtiger Routinegeschäfte die folgendenden Beamten für das nächste Jahr erwählt wurden: Präsident, George F. Gerlach; 1. Vice-Präsident, Henry Holle; 2. VicePrüfident, Paul Jänicke; Schatzmeister, Henry Strohmeyer; Secretär, Ernst E. Hottelet, alle von Milwaukee. Zu Direktoren wurden gewählt: A. Ganff von Chicago; I. Charles EichHorn von Detroit; Emil Martin von Indianapolis; Christian Schüpbach von Cleveland; Leonhard Priester von St. LouiS und Wm. Sievert von Pittsburg. - Es wurde einstimmig beschlössen, den Bund fest zu organifiren als eine Vereinigung von Clubs, sodaß fernerhin nur noch Klubmitglieder zur activen Theilnahme an den NationalCongressen und Turnieren zugelassen werden sollen. , Die anderen beinahe einstimmig angenommenen Beschlüsse lauten dahin, daß alle Clubs, die in den National-Verband aufgenommen zu werden wünschen, mindestens 3 Monate vor dem 'Congreß des Nordamerikanischen Skatverbandes bestehen müssen; daß für jcdes,Mitglied eine Kopfsteuer von 50 Cents bezahlt werden muß; daß beim Tournee der Spieler das Recht haben soll, nach Umdrehung der Karte Es paßt mir nicht', zu spielen. Grundeigenthums - Übertragungen. Samuel Shank an Charles Sutherland, Lots 12 und 13. Sq. 14 von Fletchers nordöstlicher Add.. südwestlich der Atlas Works. $3500. , 7 Mary Boote an denselben, ein Theil der Lot 1 in Belle's , Subd., und ein Theil von Johnsons Erben Add., nahe Paek Ave. und 21. Straße. $2500. Arthur V. Brown an Philip R. Athon, Lot 83, 2. Sec. Windhorft Place, westlich der Madison Avenue nahe der Gürtelbahn. $1,400. Addie G. Moorman an' Anna M. Whiteman, Lot 11, Mason's Subd. Theil Butler Grove Add. nahe dem Waisenhaus. $2,400. John H. Schott an Harry A. Rothert, Lot 98, Clarl's 3. Add. West Indianapolis. $1,400. , Charles D. Broeking an Michael I. Mannix, Lot 8, Butler Universtty 1. Add.; östlich vom Waisenhaus. $5000. Thomas I. Barker an Thomas B. McMath, Theil Lot 89, Bruce Place, Broadway. nahe 25. Str. $6500.' William A. Morton an James W. Wands, Lot 12, Block 4, Caven & Rockwoods O. Woodlawn, nahe Mad den Fabrik. $1000. Francis I. Benton u. A. an Mary M. Buehler u. ,A.. Lots 267272. Light'S Bellevue Subd. nördlich der Stadt. $1000. Flix T. McWhirter u. A. an Frede, rick W. Jungclaus., Theil von Lot 128, Woodruff Place, Eaft Drive.' $1500. Lena Wenger u. A. an die , Home Brewing Co., Theil der Lots 15 und 16, Bates & Fletchers Subd.. Outlot 60, Market und Noble. $18,300. Catherine Ruschaupt an John Wocher, Theil von Lt 64, Fletcher's Oak Hill Addition, östlich der AtlaS Works. $2000. Bauerlaubnißschein e. F. O'Hara, Cottage, 31. Straße und Capitol Avenue. "
l6NISlVM8.,
50. 1 W. Washington Str (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europa. Schisssscheine ""Ä!" An und verkauf ausländischen Geldes. Irgend einGeschöftsmann kann Ihnen sagen, daß die Ersten HundertDollars am schwersten zu sparen sind. Bei der Durchsehuna folgender Tabelle werden Sie finden, daß durch Ersparung von 30 Cents, oder $9.00 pro Monat, das erste Hundert in weniger als einem Jahr erreicht werden kann. 1 Jahr $ 109.75 2 Jahre 222.80 3 Jahre 339.27 4 Jahre 459.2 5 Jahre 582.90 6 Jahre 710 2 7 Jahre 841.48 8 Jahre 970.66 9 Jahre 1,115.91 10 Jahre 1,259.35 Lernen Sie zu sparen für die Zukunst; Wohlfahrt und Prosperität ist sicher. - THEIndiana Trust Co. bezahlt Ihnen 3 Wrozent an Depositen, halbjährlich verrechnet. Capital.. ......1,000,000 Ueberfchusz.. 225,000 Eine sanitäre Inspektion der öffentlichen Schulen von den Aerzten befürwortet. In der gestern Abend abgehaltenen Sitzung der Jndpls. Medical So ciety" hielt Herr Dr. Guido Bell einen Vortrag über das Thema Der Arzt und die öffentlichen Schulen." Der Doctor befürwortete mit warmen Worten eine sanitäre Inspektion der öffentlichen Schulen. Nach dem Vortrag fand eine Discussion statt; an derselben betheiligten sich vor Allem Dr. Brayton, Dr. H.O. Banker, Dr. ffoxworthy und Dr. I. N. Hurty. Alle waren dafür, daß mehrere Male in der Woche ärztliche Jnspectioncn der öffentlichen Schulen vorgenommen werden sollten. Die betreffenden Aerzte sollten aber für ihre Bemühungen honorirt werden. In diesem Sinne soll ein Bericht mit Empfehlungen dem Mayor übermittelt werden. Falls die L eiche von Rolla Johnson, der am Samstag im Stadt Hospitale starb, nicht bis heute Abend von Angehörigen in Obhut genommen ist. wird dieselbe einem medizinischen College übergeben werden. Atlantic City Ausflug. Medical AfZociation Spezielle Bedienung über Pennsylvania Linien. Durchlaufende Spezial-Waggcns fürDelegaten und Freunde, zu der jährlichen Ver sammluna der American Medical Association m Atlankc City werden in Jndiana von allen Pennsylvania Linien gestellt. Abfahrt von Indianapolis am Sonntag, 5. Juni 3.05 Uhr Nachmittags ; Ankunft in Atlantic City am folgenden Abend. Schlafstellen in durchlaufenden Schlafwaggons werden der Reihe folgend entgegengenommen und follten Personen die solche wünschen, sich prompt mit Dr. F. C. Heath, Sekretär, 427 Newton Claypool Gebäude, Jndianapolis,in Verbindung setzen. Excurstons Tickets nach Atlantic City werden ebenfalls für alle regulären Züge der Pennsylvar-ia Linien, vom 31. Mai bis incl. S. Juni verkauft, und zwar zu einem Dollar mehr als die Fahrt für emen Weg kostet ; dieses bringt die Rundfahrt von Jndianapolis auf S19.75 mit verhältnißmäßigen Reduktionen von anderen Stationen. Der Fahrpreis für Kinder über 5 Jahren und unter 12 Jahren ist die Hälfte. Auf Wunsch werden Fahrkarten für die gleiche Reduktion ausgestellt, lautend via Washington, mit Aufenthalts -Privilegien in der Bundes Hauptstadt ; ebenso Baltimore und Philadelphia, Aufenthalts-Bewilligung in Philadelphia an Fahrkarten über die direkte Linie nach Atlantic City. Für weitere Information wende man sich an die Ticket Agenten der Pennsylvania Linien oder schreibe an W. W. Richardson, Assistent General Passagier Agent, Indianapolis, Ind.
