Indiana Tribüne, Volume 27, Number 240, Indianapolis, Marion County, 31 May 1904 — Page 6

Judiana Tribüne, 31. Mai 1901.

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So ist cs. Die Leber außer Ord. nung ist die Ursache vieler Sommerleiden. Leöerleiden zeigen sich sofort in dem schlechten Zustande de Ma gen, verbunden mit fchlech ttn Appetit, Kopfschmerzen, etc. Der Gebrauch von , Dr. Ingvg SSmg', Oamöurger vomen ird die Leber in Ordnung bringen und alle Leiden heil n, die Gesundkeit wieder herstellen und einen ruhigen Schlaf geben. Warum nicht (jt rft Q (B V j? V , V sparen beim Einkaufe ihrer Möbel . .unv .. . eppiche . . . .sowie. . . . ' OoM-O-XlCl OöfeXl . -- und bei WILLIG'S 141 West Washington Str. t42 Nord Pennsylvania Straße. Hauptquartier für I IZriUen und Operngläser slAKÖj Ä v, wj&jr i" Ml Brillen werden ach den besten Methoden de Lugen angepaßt. Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. A Big 4 Route ...Excursionen. Sonntag, 5. Juni Lawrencedurg, Uuvoxa und Zwischenstationen. - oder weniger die Rundfahrt. Spezial Zug fährt von Indianapolis 7.30 Morgens ab und verläßt Aurora zur Rückfahrt um 7.20 Abends. H. M. Bronson, A. G. P. A. CEHTRAL COLLEGE OF MUSIG, 550 Nord Meridian Str. ....Schule jetzt eröffnet.... Tag-Schuler sowie auswärtige Schüler, welche hier im College völlige Aufnahme suchen, können zu jeder Zeit eintreten. Sin modernes gut ausgerüstetes Institut, voll, ständig in allen Abtheilungen des LernenS der Kunst der Musik und den verwandten Künsten. Katalog frei. Edward Taylor, Directory

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Europäische Nachrichten. ' - ,- rorinz ornrnern. Stettin. Die feierliche Bestattung des am 8. Januar in-Tsinanfu (China) ' gestorbenen deutschen Consuls Georg Lange erfolgte auf dem hiesigen Hauptfriedhofe. Die Leiche war von einem Dampfer nach Hambürg und von dort mit einem Dampfer hierhergebracht worden. An der Leichenfeier nahm der Wirkliche Gehetme egattonsraty Wr. lummnen als Vertreter des Auswärtigen Amtes in Berlin theil. Das hiesige Stadtgymnasium beging die 5(X)-Jahrfeier des Bestehens. Zu dem Festakte hatten sich außer den Schülern und deren Angehörigen eine große Anzahl geladener Gäste in der Aula des Gymnasiums eingefunden. Die Feier bestand aus Deklamationen, Gesangsvorträgen, Musikaufführungen usw. Gymnasialdirektor Professor Dr. Lemke hielt eine längere Ansprache. B ü t o w. In der Laucnburger Vorstadt brannte das Joseph Pasch ke'sche Wohnhaus mit dem Scheunenund Stallgebäude nieder. Die Be wohner retteten nur das nackte Leben, von den Sachen konnte fast nichts ge rettet werden. . Greifswald. Der Senior der theologischen Fakultät an der hiesigen Universität, Consistorialrath Professor Dr. theol. ei phil. Otto Zöckler, feierte sein SOjähriges Doktorjubiläum. Der Gelehrte steht im 71. Lebens jähre. Labes. Vor kurzer Zeit verließ der Schuhmacher Ewald aus Schönwalde seine Wohnung, um in Silligsdorf und Gr. Borckenhagen wohnende Verwandte zu besuchen. Da er nicht zurückgekehrt, auch nach angestellten Ermittelungen bei den Verwandten nicht angekommen ist, läßt sich vermuthen, daß ihm ein Unglück zugestoßen ist. Zuletzt ist er auf der Wangeriner Chaussee unweit der Stadt gesehen worden, seitdem fehlt jede Spur. Ewald hatte eine größere Summe Geldes mit sich genommen. P o d e j u ch. Brunnenbauer Hellert von hier wurde bei einem Brunnenbau verschüttet.. Trotzdem sofort versucht wurde, Hellert zu retten, konnte derselbe nur als Leiche an die Oberfläche befördert werden. Hellert hinterläßt eine Frau und drei kleine Kinder. R e i n b e r g (T r e p t o w a. T.) Erhängt hat sick hier der Eigenthümer Hartwig. Sw ine münde. Oberlotfe Schulz hier verunglückte bei Legung der Glockenboie. indem er fick zwiscben

der Bordwand und dem aufgenommenen Winterzeichen die linke Hand quetschte, dieselbe mußte amputirt werden. Provinz Schreswig.Kocstein. A l t o n a. Rechnungsrath Hübig, der Vorsteher der Königlichen Kreisklasse, ist von einem Schlaganfall betroffen worden und sofort gestorben. Der Verstorbene genoß in allen Kreifen der Stadt, großes Ansehen. Am 1. October d. I. hätte er sein SOjähriges Dienstjubiläum feiern können; der Verstorbene wollte dann in den Ruhestand treten. Der hier wohnende Arbeiter Cordes wurde mit lebensgefährlichen. Verletzungen an der Ecke de? Mühlen- und Elbstraße in bewußtlosem Zustande liegend gefunden und in's Hafenkrankenhaus gebracht. Angeln. Die goldene Hochzeit feierten unter großer Theilnahme der Einwohner die Eheleute Erich Jessen und Frau in Vogelsangholz Sei Stoltebüll. Friedrichstadt. Die hier angestellte Diakonissin Schwester Marie, welche zur Pflege des erkrankten und später verstorbenen Sohnes des Prinzen Heinrich vonPreußen nachKiel berufen war, ist jetzt wieder hierher zurückgekehrt. Bei der Abreise von Kiel schenkte die Prinzessin Heinrich von Preußen der Schwester 200 Mark zum besten hülfsbedürftiger. erkrankte? Kinder unserer Stadt, sowie sämmtliche bei dem erkrankten Prinzen derwendeten Krankengeräthe zur Verwendung bei Kranken in unserer Stadt. Grube. In dem mit Stroh gedeckten Hause des PostHalters Sager entstand Feuer, als ein Theil der Bewohner sich schon zur Ruhe begeben hatte. Das Gebäude brannte in kurzer Zeit vollständig nieder. Die Bewohner retteten kaum mehr als das nackte Leben. G l ü ck st a d t. Der in weiteren Schifferkreisen bekannte hiesige Rheder und Steinkohlenhändler C. Falck beging kürzlich sein 25jährigesGeschäftsjubiläum. Das Geschäft kann auf ein 230jähriges Bestehen zurückblicken. Hoyer. PostVerwalter Petersen beging sein'23jahriges Dienstjubiläum. Jtzehoe. Techniker Wilh. Carstens Hierselbst blickte auf eine 2Sjährige Thätigkeit in seinem Berufe zurück. Kiel. Bei einer Bootfahrt auf dem Hafen ertranken die Kaufmannslehrlinge Sieder und Salau, Söhne des Lohndieners Sieder bezw. des Schumachers Salau Hierselbst, indem das Boot kenterte. Ein dritter junger Mann konnte durch Rettungsbojen vom deutschen Postdampfer gerettet werden. Neumünster. Der vierjährige Sohn des Bahnarbeiters Harms hierselbst stürzte in einem' unbewachten Auaenblick aus dem Fenster deZ Lwei,

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Die kriegerischen Msros der Philippinen. Onkel Sam wird durch seine Expansions-Gelüfie noch manchen Strauß mit dieser Rasse zu bestehen haben. Die Moros wollen sich durchaus nicht amerikanisiren lassen, trotz der Soldaten ' unter dem berühmten" General Leonard Wood. Nur schade um die vielen tapferen Soldaten, die sich für einen solchen Zweck opfern müssen, denn das ist wahrhaftig kein Kämpf, um das Vaterland zu retten, sondern einer zum Raub durch Uebermacht. Die Moros find Mohamedaner und Polygamisten. Sie sind bestialische Kämpfer und üben keine Rücksicht. Das obere Bild zeigt eine Gruppe typischer Moro-Krieger, das untere Fischerleute.

t'en "Stocks und erlitt' so schwere Verletzungen, daß er starb. Oldesloe. Unter äußerst zahlreicher Betheiligung beging Hauptpastor Baetz Hierselbst sein Wjähriges Ortsjubiläum. . Vrovinz Kosen. Posen. Der kürzlich verstorbene Pianoforte - Fabrikant Droste hat der Stadt ein Legat von 20.000 Mark dermacht. A r g e n ä u. Auf dem Gehöft des Wirthes Strohschein in Jefuitenbruch brach Feuer aus, welches so schnell um sich griff, daß die Hausbewohner nur nothdürftig bekleidet ihr Leben retten konnten. Das Wohnhaus und ein Hofgebäude brannten bis auf den Grund nieder. B r o m-b erg. ,Sein 25jähriges Dienstjubiläum begina der Leiter der Kapelle des Jnf.-Regts. No. 14, Musikdirigent Nolte. Czarnikau. Eines plötzlichen Todes starb der Zimmergeselle Friedrich Kreuz auf dem Holzplatze des hiesigen Zimmermeisters , und Dampfschneidemühlenbesitzers Ernst Jeske, indem er bei dem Transport eines Balkens ausglitt und von dem Balken erschlagen wurde. Janowitz. Der Wirthschafter Schiede aus Weisthal stürzte auf der Heimfahrt vom ' Wagen. Die Räder gingen ihm über den Kopf, und der Bedauernswerthe starb auf der Stelle. L i s s a. Oberbürgermeister Hermann ist infolge linksseitiger Lungenentzündung gestorben.,- Er war 1833 in Berlin geboren. O st r o w o. Der langjährige Leiter der hiesigen evangelischen Stadtschule, Rektor Jmm, beging sein 25jähriges Amtsjubiläum. Der Jubilar, der Begründer des Lehrervereins und Leiter der Kaufmännischen Fortbildungsschule ist, wurde reich geehrt und beglückwünscht. . P l e s ch e n. Hier brannten das Wohnhaus, zwei Scheunen und ein Viehstall der Ackerbürger! Brandt ab. Mitverbrannt sind eine Zuchtsau mit zehn Ferkeln, zwei andere Schweine, fünf Kälber und viele Futtervorräthe. Die Brandstifter, zwei von Frau Brandt entlassene Knechte, wurden verhaftet. Schwarzen u. Landwirth Karl Maul in Strzyzewo feierte seinen 80. Geburtstag. Der hiesige Landwehrverein, dessen eifriges Mitglied Maul seit seiner Gründung ist, und der hiesige Landwirthschaftliche Verein hatten zur Feier Deputationen entsandt. Rittergutsbesitzer Albrecht. Chelusein, der Vorsitzende des LandWehrvereins, überreichte dem Jubilar das Lenbach'sche Kaiserbild. W r es ch t n. Im Hause des Tischlermeisters Borecki in der Posenerstr. entstand Feuer, das sehr schnell um sich griff, so daß daS groß Haus bald in vollen Flammen stand. In kurzer Zeit wurde auch das Haus des Buch druckereibesitzers Schenke vom Feuer ergriffen und größtentheilö eingeäschert. VrsVwz Sachsen. Magdeburg. Der in weiteren Kreisen bekannte angesehene, jetzt hoch-

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Ein japanischer Edelsitz. '

In plötzlicher, fast unvermittelte, Weise hat das japanische' Volk in den letzten Jahrzehnten den gewaltigen Sprung aus der Feudalherrschaft der Vorzeit ins moderne Staatsleben vollzogen. ' Noch leben manche unversöhnte Vertreter jener überwundenen Epoche der Adelsoligarchie, und gleich den alten deutschenRitterbukgen ragen ihre Schlösser als Denkmäler stolzer Vergangenheit empor, andere Edelsitze, Edelsitz eines japanischen Großen in Kumamoto. wie z. V. das Schloß in Kumamoto, das unsere Abbildung zeigt, sind modeinen Bedürfnissen dienstbar gemacht und in Kasernen , umgewandelt worden. Die Tempel von Luksor. Unter den' gewaltigen Baudenkmalern, die ?von der Macht und Kultur Altägyptens eine so beredte Sprache führen, sind die Ruinen der Tempelstadt Luksor mit .die bedeutendsten. Der hier dargestellte von Amengphis IH. begonnene, durch Ramses 1. vollendete Ammonstempel, zwischen DerTempel Ramses' H. in Luksor. dessen Säulenreihen sich mächtige Steinfiguren erheben, hat die Länge von 780 Fuß und stand einst durch eine lange Widderreihe in Verbindung mit den Tempeln von Karnak. Bereitwillig. Vormund (einer reichen Erbin): Die Jndustriepapiere sind in letzter Zeit stark im Kurse gesunken. Da mein Mündel eine ziemliche Anzahl besitzt, so bin in großer Sorge wegen ihres Verniögens." Leutnant: Wie gerne möchte ich Ihnen diese Sorge abnehmen." Ursache und Wirkung. Ja, aber, lieber Freund, was ist denn passirt? Gestern zu deinem Geburtstag so munter und wohl und heute. . Ja,, ich habe eben-gestern zu viel auf mein Wohl getrunken!" ! mi m rt AufUmwegen. Mama: Warum weint denn die Tonerl?" - Der kleine Karl: Weil der Ami meinen Kuchen gefressen hat." . Mama: Aber ich sehe doch, daß du ihn selbst ißt. . ." Der kleine Karl: Nein, Mama, das ist der Toner! ihrer." Bestrafte Renommage. 9 J .O. Herr RatL. ich babe schon viele Körbe vct meinem Leben ausge n theilt!" Das glaub' ich gerne!. . . Gnädiges Fräulein haben ja auch hinreichend Zeit dozu gehabtl

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Einen scheußlichen Kin desmord hat die Dienstmagd Babette Schwing von Truppach in Bayern beZangen. Unlängst gebar sie bei dem Landwirth Hofmann in Mistelgau ein Kind. Nach ihrem eigenen Geständniß hat sie nun, um das Neugeborene zu todten, zuerst ein schweres Kissen daraufgelegt, und hatnn weitergeschlafen. Als sie erwachte, lebte das Kind noch, worauf sie noch einigeKissen daraufthürmte. Aber auch dieser Last hielt die Lunge des Kindes stand und es war am Mittag des anderen Tages immer noch am Leben. Nun nahm die unnatürliche Mutter ein Stück Eisen und eine schwere Kiste und legte sie auf die Kissen und erreichte so ihren Zweck. Die Geschworenen versagten der Angeklagten mildernde Umstände. Das Urtheil lautete auf vier Jahre ZuchtHaus. Fern von seiner Heimat h, dem Königreich Siam, ist der 17 Jahre alte Cadett Nai Ngui in der Lichterfelder Anstalt bei Berlin verstarben. Der junge Mann hatte sich einer Operation an der linken Schulter unterziehen müssen und war wenige Tage darauf nach kurzem, schwerem Leiden verschieden. Nai Ngui, der Sohn eines Militärarztes in Bangkok, war vor zwei Jahren nach Deutschland gekommen; er hatte hier zunächst Privatunterricht und trat dann vor kurzer Zeit in die Hauptcadettenanstalt ein. Er wollte hier seine militärische Erziehung genießen, um sich später der militärischen Laufbahn in seiner Heimath zu widmen. Zur Zeit 'befinden sich noch drei siamesische Cadetten in Lichterfelde; zwei davon gehören der zweiten Compagnie an, einer der ersten, derselben, in der der Verstorbene stand. Drei Siamesen sind bereits nach Absolvirung der Anstalt in die preußische Armee eingetreten. EinunheimlicherFund wurde, wie aus Torgau geschrieben wird, auf dem Gartengrundstück des Gutsbesitzers Robert Blumberg im benachbarteN Züllichau gemacht. Mit Ausschachtungsarbeiten dortselbst beschäftigte Arbeiter stießen plötzlich auf einen harten Gegenstand, und alsbald wurden sie drei nebeneinander liegende Skelette gewahr, welche bloßgelegt wurden. Das eine batte eine sikende.

die andern beiden jedoch liegende Haltung. Diese letzten zwei hatten den Kopf vornübergebeugt und die rechte Hand unter den Kopf gelegt, als schickten sie sich an, zu ruhen oder zu schlafen. Daß sich die Skelette, die in einer Tiefe von kaum 3 Fuß gefunden wurden, so gut erhalten haben, ist vielleicht darauf zurückzuführen, daß sie in festem, feuchtem Lehmboden gefunden worden sind. Es handelt sich vermuthlich um Leichname von Soldaten aus dem siebenjährigen Kriege, von dem die Gegend nach der Schlacht bei Torgau passirenden österreichischen Heer. Durchdieallzunaturalistische Darstellung eines Feuers auf der Bühne ist in dem Theater zu Taganrog in Rußland eine Panik entstanden. Dort wurde jüngst ein Stück aufgeführt, das Feuerlärm auf der Scene verlangte. Um den Effekts zu erhöhen, hatte man die Dekoration mit dünnem Papier belegt und Vorhänge aus Seidenpapier angefertigt; an all' dieses wurde im kritischen Moment Feuer gelegt, und der Effekt war in der That durchschlagend; es brannte lichterloh, so lichterloh, daß das Publikum in seiner Angst zu den Thüren eilte und diese versperrte. Zum Glück war das Theater wenig besucht, so daß die Ausgänge die Drängenden fassen konnten, und daß es nichts mehr gab, als eine tüchtige Prügelei zwisehen den, Herren und den Damen der vornehmen Gesellschaft. Nachdem das Seidenpapier glücklich abgebrannt und das Orchester programmmäßig mit Musik eingefallen war, kehrten die Theatergäste wieder auf ihre Platze zurück. Die Beziehungen zwischen den Herren und den Damen stnd aber seit den Balgereien an den Theaterthüren so merklich abgekühlt, daß sie wahrscheinlich erst wieder durch einen zündenden Funken zu der ortsüblichen Wärme angefacht werden können. Als König Alfons von Spanien unlänast die Grotten zu Arta auf Mallorca besuchte, ereignete sich ein kleiner Zwischenfall, indem Don Alfonso auf dem glatten feuchten Boden des sogenannten Fahnensaales ausqlitt und mit dem Kopf gegen das Gestein schlug, so daß er eine leichte Verletzung an der Backe davontrug. Er nahm indeß die Sache von der heiteren Seite und meinte, der Saal müsse von jetzt ab eigentlich der Saal des Königsfalls genannt werden. Uebrigens erklärte er, daß diese von bengalischen Flammen erleuchteten Grotten, durch die die Klänge eines feierlichen Chors zogen, das schönste und großartigste gewesen sei. was er in seinem Leben geseben. Beim Besuch des Hospitals in Reus wollte ihm der eifrige Direktor trotz energischen Abwinkens des Hofmarschalls auch die Abtheilung der Geisteskranken zeigen. Um jenen nicht vor den Kopf zu stoßen, gin? der König mit. Verschiedene der Kranlen wurden angesprochen; unter Anderm fragte er einen, wer er sei. worauf dieser eine wichtige Miene annahm und mit würdevollem Ton erwiederte: Ich bin der König von Spanien." Don Alfonso war zuerst etwaö verblüfft, dann gab er ihm aber mit verbindlichem Lächeln die Hand und sagte: Dann sind wir ja schon zu zweien." -