Indiana Tribüne, Volume 27, Number 239, Indianapolis, Marion County, 30 May 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne, S Mai lOOSi
Jndiana Tribüne. , Herausgegeben von bet utmfcttg Es. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. GeschäftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE 269 Kntered at the Post Office of Indianapoli as second class matter. Die Berstärkung des russtfchen ostafiatischen Geschwaders. ' Unser Correspondent in St. Peters bürg schreibt: Die Ernennung eines zweiten Ge schwaderchefs für den Stillen Ocean beweist, daß die russische Regierung die Hinaussendung eines VerstärkungsgeschwaderZ nach Ostafien plant. Es wird daher von Interesse sein, zu prüfen, was Rußland noch an Kriegs schiffen nach dem fernen Osten schicken kann, in welcher Weise sich das Hinüberbringen ausführen läßt, und wie sich das maritime Krüfteverhältniß der beiden Gegner in Ostafien danach gestalten würde vorausgesetzt, daß inzwischen keine weitere Verminderung v i. i v l iiic.vc rrk, oer oerens ooxi fcueiiiiuuuicu .uiiycu Seeftreitkräfte eintritt. Die russische Schwarzemeer Flotte ist durch die Verträge über die Sperrung der Dardanellen für Kriegsschiffe eingeschloffen. Abgesehen von den übrigen betheiligten Vertragsmächten wird gerade in diesem Kriege England eine ausnahmsweise Durchfahrt kaum dulden. Die Verstärkung kann daher nur aus der Ostsee-Flotte geschehen. Aus der Ostsee könnte unbedenklich alles herausgenommen werden, was für die Ueberfahrt tauglich und für die Kriegsführung in Ostasten brauchbar ist. Rücksichten auf die Sicherung der Ostsee brauchen nicht genommen zu werden, denn vonlZden lOstseevölkern hat Rußland nichts zu fürchten und für einen Krieg mit England würde die gefammte jetzige Ostfee-ZZlotte doch viel zu schwach sein, um irgend welchen Nutzen zu dersprechen. . Unter diesem Gesichtspunkte würden für die Verstärkung in Betracht kommen : in erster Linie die noch in der Ostsee befindlichen modernen Schiffe und die Neubauten, soweit sie bis Mitte dieses Sommers fertig werden können. Dies wären die Linienschiffe Osljabia", welches sich bereits zu Anfang des Krieges auf der Ausreise nach Ostasien befand, aber zurückgerufen worden ist, Imperator Alexander Ort ? CW 5 v in.",- Vorooinv", jarjor , wnjas Suwaroffö (letztere drei zur Zeit noch im Ausbau, bezw. Ausrüstung begrif' fen). ferner der große ungeschützte Kreuzer Aurora" welcher mit Osljabia" zusammen von der bereits angetretenen Abreise zurückgerufen worden ist, und 15 &VtA- tiAlvror Ovals 90 Snö 4Tfit 11 U i'CIVtil 4.blllti ÜHtWJH WIUUU14 und Jsümrün". Dazu kämen noch etwa 10 neue Torpedozerstörer. Sollte man um ganz sicher zu gehen, diese Verstärkung noch nicht für ausreichend halten, so würden höchstens noch in Betracht, kommen können die älteren Linienschiffe Navarin" uud Ssissoi Welicki", sowie die alten Panzerkreuzer Admiral Nochimoff", Dimitri Tonskoi" und Wladimir Monomach". Diese Schiffe find aber bis zu drei Knoten langsamer -als die vorgenannten. Ihre Mitnahme würde also den Ver zicht auf volle Ausnutzung 'der Geschwindigkeit bedeuten, was für die Vereinigungs-Operationen in Ostasien ebenso , wie für einen Kampf mit der japanischen Flotte ein großer Nachtheil wäre, und erscheint daher aus diesem Grunde unwahrscheinlich. Alle sonst!gen Schiffe der! Ostseeflotte sind entweder nur Küstenvertheidiger oder so veraltet, daß sie für eine Kriegführung gegen die " moderne japanische Flotte . werthlos sind. ... Eine weitere Verftärkungsmöglichkeit wäre gegeben, w?nn eS den Ruffen gelänge, die drei argentinischen PanzerKreuzer der Garibaldiklasse zu erwerben, wovon in letzter Zeit vielfach ge sprachen wird. Da eine solche Erwerbung jedoch in den NeutralitätLbefti'mmungen ihre Schwierigkeiten finden ittt-hi wird man auch diese Möglichkeit vorläufig außer Betracht zu lassen haben. Mit, hinreichender Wahrschein, lichkeit kann nur auf die zuerst genannte Gruppe vonlSchiffen für das Verftärkungsgeschwader gerechnet werden.' . -Kür den Zeitpunkt der Abreise deS
VerftärkungSgeschwade'rS wird die Fer-
tigstellung der Neubauten, insbesondere also des KnjäS Suwaroff", maßgebend fein. Für Besatzung, Ausrüstung, erste Einübung der Mannschaft wird mindestens noch ein Monat zugegeben werden müssen, sodaß die Ausreise kaum vor Mitte Juli angetreten werden kann. Die . eigentliche Vertrautmachung der Besatzungen mit den neuen Schiffen würde dann noch während der Ausreise erfolgen müssen, eine harte Arbeit, die aber bei dem rusfischen Patriotismus und Dank der durch die lange Dienstzeit der Russen gegebenen Möglichkeit, ein Personal zu nehmen, welches schon jahrelang auf anderen Schiffen vorgebildet ist, wohl ge
leistet werden kann. Für bie Ausreife find nur die Wege durch den Suezkanal oder um das Kap der guten Hoffnung möglich. Durch das für praktische Schifffahrt viel zu wenig erforschte Eismeer kann man so werthvolle Schiffe nicht schicken. Da die von Aegypten herausgegebene Neutralitätserklärung über den Suezkanal der Durchfahrt keine Hin dernisse in den Weg legt, wird dieser Weg als der kürzere benutzt werden ' eS sei denn, daß gerade zur Zeit der Aus reise das das Mittelmeer beherrschende England eine zu drohende Haltung einnehmen sollte. Die Entfernung von Kronstadt bis Port Arthur beträgt bei Benutzung des Kanals auf dem kürzesten Wege 12.300 Seemeilen. Das Geschwader braucht hierzu im günstigsten Falle 6 Wochen, da es aber voraussichtlich wegen der Kohlenversorgung und aus operativer Rückficht noch zu Umwegen gezwungen werden kann, darf man auf 7 bis 8 Wochen rechnen. Bei Ausreife Mitte Juli würde es also frühestens in der ersten Hälfte des September auf dem Kriegsschauplatze eintreffen. Vor der im Dezember beginnenden Vereisung eines Theiles des Kriegsschauplatzes würde es rund zwei Monate zum Handeln haben. Bis in die Gegend des hinterindifchen Jnselarchipels wird die Kohlenversorgung die wichtigste zu lösende Aufgabe für die Verstärkung bilden. Mögen die Schiffe für den Nothfall auch mit Einrichtungen zum Kohlen auf ' See aus Kohlendampfern ausgerüstet werden, so werden sie doch soweit als mög lich dazu Häfen .anzulaufen suchen. Nach den von den betreffenden Staaten erlassenen Neutralitäts - Erklärungen bezw. bisher angewandten Gebräuchen würde das Geschwader berechtigt sein, während der Ausreise anzulaufen: je einen englischen, einen ägyptischen (abgesehen vom Suezkanal), einen ameri kanischen, einen chinesischen, beliebig viele französische und portugiesische Hä fen. Auf dem Wege von der Ostsee nach Oftasien stehen ihm daher bei planmäßiger Benutzung der verschiedenen Nationalitäten genügend AnlaufHäfen offen. In diesen Häfen würde es auch, ohne Verletzung der Neutralität, Kohlen für die Fahrt zum nächsten Bestimmungshafen kaufen dürfen. Nun, ist jedoch der Kohlenbedarf eines solchen Geschwaders im Ganzen so groß, daß er die thatsächliche Leiftungsfühigkeit mancher dieser Häfen übersteigen wird; das volle Kohlen Quantum des gedachten Geschwaders beträgt 11,000 Tonnen. Die erforderlichen Kohlenmengen müssen daher vorher durch Chartern und Bereithalten von Kohlendampfern sicher gestellt werden. Spätestens mit dem Eintritt in das' Chinesische Meer wird die Reise in die Operation übergehen. Diese wird darauf hinauszugehen haben, die Vereinigung mit den bereits in Ostasien befindlichen Streitkräften herzustellen, ohne daß der Feind einen der beiden Theile zur Schlacht zwingt. Gelingt diese Vereinigung und sind bis dahin die drei oder zwei der zur Zeit schwer beschädigten Linienschiffe wieder hergestellt, so würde die ver einigte russische Flotte mit 10 bis 11 Linienschiffen gegenüber den 6 japanischen eine so unzweifelhafte Ueberlegenheit. haben, daß ihr die Seeherrschaft sicher wäre. Die Folgen dieser Ver Hältnisse für de Landkrieg der Javaner liegen auf der Hand. Wenn jedoch keinS der beschädigten Schiffe' bis zum Eintreffen der Verftär kung wieder kampffähig würde, oder wenn bis dahin weitere Verluste einträten, würde auch die ' Verstärkung den Russen die Seeherrschaften in Ostafien nicht mehr sichern können, weil eine Ueberlegenheit von vielleicht nur einem oder zwei kampffähigen Linienschiffen auf russischer Seite durch die größere Zahl der japanischen Panzerkreuzer und die überlegene Kriegsausbildung der Japaner gegenüber den Schiffen des VerftärkuttgsgeschwaderS' aufgewo gen werden könnte. . ' " ,
Die EröWngsWer des Germania Parks"
Gestaltete sich zu einem heiteren deutschen Volksfeste.
sr7? I ' j ' ' 'X - '"' t Das Weiße Endlich fand gestern, nachdem aus triftigen Gründen eine zweimalige Verfchiebung des Datums eintreten mußte, die formelle Eröffnung des Germania Parks statt. Derselbe hatte sich in ein festliches Gewand geworfen. Wohin das Auge schaute, wohin die Besucher überall ihre Schritte lenkten, überall fanden sie aus, daß die Verwaltung de Parks und ihr tüchtiger Superintendent, Herr John Ambuehl, in den verflossenen Monaten wieder einmal alles aufgeboten haben, um den Park in wahrstem Sinne des Wortes zu einem idealen ErholungsPlatz zu gestalten. ''r Viele Verbesserungen sind borgenommen worden; eine der wesentlichsten ist jedenfalls die Benutzung von Gerberlohe zum Bedecken der Wege; entzückend find die Blumenbeeteund überall merkt man, daß fleißige Hände thätig waren,- um -den in deutschen Kreisen so cußerordentlich populären Park nur noch beliebter zu machen.' Trotzdem gestern nur Mitgliedern der Park-Vereinigung und ihren Familien der Zutritt gestattet war, zählte der Besuch doch nach mehreren Taufenden; an der Casse waren nicht weniger als 185 neue Mitglieder erworben wor' den, sodaß die Gesammtzahl derselben sich jetzt auf nahezu 1200 beläuft. Gegen 4 Uhr wurde die offizielle Feier eröffnet. Unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Carl Riegner, trug der Liederkranz" das reizende zur Feier des Tages passende Lied ,,Jm Maien" in ansprechender Weise vor. Hierauf hielt Herr F r i tz F r a n ck e der Präsident der Germania Park Vereinigung einen mit großem Beifall aufgenommene Ansprache, welcher wir folgendes entnehmen : Herzlich Willkommen zur Feier des heutigen Tages, Willkommen zum 4. Wiegenfeste eines Kindes, das den Kern unserer deutschen Bürgerschaft zu seinen Tauf-Pathen zählt und sich. Dank ihrer liebevollen Fürsorge und Pflege, so schnell entwickeln konnte, zu gesun dem Wachsthum und kräftigem, Gedeihen, zu einer weiteren Errungenschaft Deutschen Strebens, auf die wir mit berechtigtem Stolz hinweisen können, zu einer Heimstätte, wie sie das Deutschthum von Indianapolis schon lange brauchte, um die einzelnen Vereine und verschiedene Elemente unserer Deutschen Bevölkerung einander näher zu bringen und sie wenigstens einmal im Jahre ' zur gemeinsamen Feier eines Deutschen Tages zu vereinigen. Das war eine der Ideen, die den Gründern deö Germania Park Vereins vor Augen schwebte, in wie weit sie sich verwirklicht hat, das weiß jeder unter Euch zu beurtheilen, der die verschiedenen Feiern mit gemacht hat, und wenn heute das Deutschthum von Jndianapolis bei unseren Landsleuten in Louisville, Cincinnati, St. Louis und anderen Städten des Landes hoch angeschrieben steht, so dürfen wir getrost auch einen kleinen Theil auf Rechnung des Germania Parks setzen, der jedesmal ' bereitwillig und selbstlos, seine Pforten öffnete, wenn, es galt deutsche Feste zu feiern und sie mit Erfolg
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;ii??..r-..,'! - ' 5 2 ' , i 6t Röß'l." nach jeder Richtung hin durchzuführen! Und damit kommen wir zu einer weiteren Mission dieses Parkes ! . Wenn wir, meine Freunde, deutsche Feste feiern, und sie schön und noch recht lange feiern wollen, dann müssen wir vor allen Dingen darauf sehen, daß auch Menschen da sind, die sie in unserm Sinne weiter feiern können, die, wenn unsere Uhr abgelaufen ist, u. die Alten nicht mehr dabei sind, darauf bedacht sein müssen, auch in unsern Kindern und Nachkommen Verständniß und Interesse für derartige Feste zu erweitern und zu fördern, wenn anders eS in 25 Jahren von jetzt, an noch einen deutschen Gesang-Verein, Turn-Verein oder eine Deutsche-Tag-Feier geben sollDa öffnet nun wiederum der Germania Park seine Pforten für die deutschen Frauen und Kinder und ladet sie ein, so oft es ihnen bsliedt, die heißen Sommertage im Schatten seiner prächtigen Bäume zuzubringen und hier die Mission auszuüben, die schließlich doch meistens unsern Frauen anheimfällt, die Kinder zu erziehen im Sinne deutscher Eltern, einfach und wahr, gesund an Leib und Seele, und so dafür zu sorgen, daß wir. Menschen haben, die Deutsche Feste feiern können, daß die Deutsche Sprache in Euren Nachkammen weiter lebt, daß das Deutsche Lied weiter erklingen wird, auch wenn Sänger's Gruft sich über den Alten längst geschlossen hat. Es ist keine leickte Aufgabe, einen Platz wie diesen zu verwalten; absolut unmöglich aber ist es, es Allen recht zu machen. Eins jedoch kann ich Euch versichern, daß die Verwaltung des Germania-Parks ihr Bestes gethan hat und stets ihr Möglichstes thun wird, um allen gerechten Anforderungen . zu genügen, und wenn Ihr, meine Freunde, dieser Versicherung Glauben schenkt, wenn Ihr gewillt seid, uns in der Ausübung unserer Mission auch fernerhin treu zur Seite zu stehen, dann bekräftigt Eure Zusage durch ein dreifaches donnerndes Hoch auf ein weiteres kräftiges Gedeihen unseres gemein samen Pflegekindes, de3 Germania-Park-VereinS er lebe hoch!" Alle Zuhörer und , ZuHörerinnen stimmten kräftig in das Hoch ein. Nachdem es ausgeklungen war, wur den dieselben noch vom Liederkranz" mit dem Vortrag deS Liedes Grüßt mir das blonde Kind am Rhein" er freut. Das Orchester spielte hierauf noch eine Piece und die 4. officielle Eröffnung des ParkeS gehörte der Geschichte desselben an. Unter den in frischem Frühlingsgrün prangenden Wipfeln der mächtigen Baumriesen entwickelte sich hierauf ein solch fröhliches Leben und Treiben, als ob ein Volksfest gefeiert wurde. Der Liederkranz" sowohl als auch der Männerchor" hatten eigne Haupt quartiere und an denselben ging eS kreuzsidel zu; in beiden wurde dieGaftfreundfchaft in liberaler Weise ausgeführt. ' Ein außerordentliches reges Leben und Treiben entwickelte sich , aber auf der Kegelbahn, wo Männlein und Weiblein im Schweiße ihres Angesichts
Mc i . , " ' 3 -. . ,x- i;;;, 4- - X&$y : -",S'"F-- - oM11 'ff'i ' , 'r?9-a ii - - kJvlÄ , '.Ä''ttll" - .&vt&Pa
sich bemühten, die prachtvollen Preise zu gewinnen. - Aus diesem frifch-fröhlichen friedlichen Kampfe trugen folgende KegelMatadore resp, darinnen die Palme des Sieges davon: Damen: 1. Preis Frau Georg Killinger. 2. ' Carl Kramer. Herren: 1. Preis H. Wiese. 2. L. Kosfeld. 5 3. I. Obergfell. 4. Louis Fehrenbach. Oh dieser h i mm l i s ch e Wasserdirector! Geradejum die Stunde, in der das fröhliche Treiben im Parke, auf der Kegelbahn und dem Tanzboden seinen Höhepunkt erreichte, - zog der griesgrämige Wasserdirector dort oben seine Schleusen auf; er ließ unheimliches mächtige grau-schwarze Wolken vorrücken und im Nu platzten dieselben. Jetzt aber entwickelte sich unter der Masse ein Leben, wie es wohl noch selten so lebhaft im Park geherrscht
hatte. ,. . Alles rettete, flüchtete sich, entweder nach der Kegelbahn, oder dem Tanzplatz oder demWeißen Röß'l" woselbst einer der Pflichtgetreuesten Sangesbrüder von Indianapolis und Umgegend, wieder bekannte Knabe an der Quelle, an einer Maibowle Wache hielt. Waren aber die Besucher wenige Stunden zuvor in Schaaren in den Park hineingeströmt, so wurden sie durch den Regen leider auch wieder massenweise zum Verlassen dssselben veranlaßt. Nichtsdestoweniger hat aber der starke Besuch der Eröffnungsfeier bewiesen, daß der Germania Park in allen Schichten des hiesigenDeutschthums sich viele warme AnHänger und Freunde erworben hat.Socialer Turnverein. Der Ausflug nach Buchenhain" ein gesellschaftlicher Erfolg. Es muß ganz entschieden zugestanden werden, daß die, Leitung der Freisinn!gen Sonntcchsschnle.des'Socialen TurnVereins wohl kautn einen die Interessen des Instituts Hesser fördernden Beschluß zu fassen vermochte, als die Veranstaltung eines Ausfluges nach Buchen Hain" so ganz unter uns". Die , gestrige, Feier, welche zugleich Schlußact der Schule war, v gestaltete sich zu einem vollen und ganzen Erfolge in gesellschaftlicher Hinficht, und der Zweck, das Zusammengehörigkeits-Ge fühl in höherem Grade, als dies bisher ausgeprägt war, zu heben, ; wurde sicherlich vollauf erreicht. Das Wetter war dem Unternehmen günstig, wenngleich , sich am Abend ein Gewitterregen einstellte, der jedoch kaum störend wirkte, da die Zeit zur Heimkehr doch schon herangenaht war, als die ersten Regentropfen herabzufallen begannen. , Der Tag war ungetrübter Freude und unschuldigem Vergnügen der Kinder gewidmet, und wer sich nicht mit der lustigen Gesellschaft freuen und herzlich mitlachen konnte über die vielfachen Vorfälle humoristischen Charakters, der muß sicherlich ein eingefleischter Hypochonder gewesen sein, der selbst wenn der Frühling golden lacht und heller Sonnenschein auf unseren Lebenswegen uns beschiedenist, seine traurige öde Philifter-Physiognomie zu Tage trägt. In der That herrliche Stunden verlebten die Freunde rationeller Jugenderziehung gestern im idyllisch gelegenen Buchmhain, im Schatten grüner Bäume, die immer noch dasselbe Lied rauschen, und die Theilnehmer werden noch lange des mit idealer Färbung ausgestatteten 'Festes sich gerne erin nern, die Kinder der ungezwungenen Freude wegen, welche sie inmitten der Allmutter Natur genossen, die Erwachsenen aber der Herzenslust wegen, die sie mit den Kindern und über die Le benslust und den frohen Muth dersel ben empfanden. Zur Hebung des Ge sammteindruckes trugen bedeutend die herrlichen Lieder, welche die Sonntagsschule unter der gediegenen Leitung ihrer beliebten Gesangsdirigentin, Frl. Mamie Schulmeyer sang, bei. Als Propagandamittel für die Schule hat das Fest seinen Zweck vollauf erfüllt, und nach einigen Monaten wohlverdienter Ruhe wird das gemeinnützige Unternehmen mit frischem Muth Und neuer Kraft unter günstigen Auspicken ein neues Schuljahr beginnen. LL? Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".
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