Indiana Tribüne, Volume 27, Number 239, Indianapolis, Marion County, 30 May 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne, S. Mai 1904U

Aerzte.

Dr. Carl Q.Winter Deutscher Arzt. Behandelt alle akute und chronische Kran! heiten. Geburtshülfe Spezialität. Office: 14 West Ohio Str. OfstStunden: 1011 Borm. 4 Nachm. Sonntags : 9.3010.30 Bm. elephon, Neu 43. Wohnung: 125 Madifon Ave Sprechstunden : 7 s Abend Sonntags : 56 Nachm. Wohnung Telephone : lt. 025 ! Neu, 9283. DR. C. L. RITTER, Newton ClaypoollGebände, Staunet 234233. NtueS Telephon 4661 lPenrshlvania und Ohio Str.) 2. Stock. Olsice.etunden: g bi 10:30, 2 6i8 :60 vhr 7 bi 8 Uhr Abend? am Montag. Dienstag, Donnerstag. Samstag. ,hnug: 1448 Prsdet traft, Stunden : 8 Uhr Vormittags und 1 Uhr Nachmittag. Neues Telephon 930. Dr. J. A. Sutcliffe, Wund -Arzt, Geschlechts, Urin undRectum Arankheiten. Office : 155 Oft Market Stt. Tel. 941 Offtee-Stunden : 9 bis 10 Uhr Bm. : 61 4Uhr Nm EDWARD A. HARMENIN6, Eigenthümer 10 Nord Delaware Str. Neues Telephon 2258. Doc. O'Conner und Allen McCauley, Schankkellner. !ü?m. Stoeffler aloon. 202 Nord Noble Str. ReueS Telephon 2001. Ich gebe Gesang-, Piano...und.... Orgel-Unterricht in allen Phasen dieser Künste und garantire meinen Schülern volle Zufriedenheit. Fidela A. Lefter. The Lester Studio, No. 7 Ost North Straße. Neue Phone 8999. CENTRAL COLLEGE OF MUSIG, 550 Nord Meridian Str. ....Schule jetzt eröffnet.... Taa-Schüler sowie auswärtige Schüler. welche hier im College völlige Aufnahme suchen, können zu jeder Zeit eintreten. Ein modernes gut ausgerüstetes Institut, vollständig in allen Abtheilungen deö LernenS der Kunst der Musik und den verwandten kkünften. Katalog frei. Edward Taylor, Direktor. G?of;c Auswahl von No. 4.49 vft Washington Str. Neues Telephon 2525. y Ein Trostwort für Männer. ; Es giebt keinen traurigeren Zustand, als den des geschwächten Mannes. Seine Allgemeine Gesundheit mag ganz gut fern und dennoch wird ihm durch diese gehenne Schmche das Leben zur Last. Kch wntz dies aus einiger Erfahrung und da ich nach langem, netzlose Cxperimentlren endlich die richtige Behandlung gefunden habe, so habe ich mir vorgenommen, diesen sicheren Weg zur Heilung auch Anderen, zu zeigen. Sie brauchen mir nur eine Briefmarke zu schicken und ich will ihnen gerne sagen. roa Sie thun müssen, um Ihre volle Mannes, kraft wieder zu erlangen. , Mit Farmergruß , Fred. Müller, Fräser, Mich.

Busses Saloon

. 5 JfJP fi 1 s . JÜ jj Us fcrs X, r v-.- . Mzsl JT L MßIIM ifF A n ip . ö .Zj'Tt?' i fr mit?? jj.fcwS.LLIS' Aug. Diener,

Japaner sind Amtliche Erklärung an

Fall von Port Arthnr.

Nach russichcr Ansicht hält sich die Beste tion. Episoden beim Untergang Operationen in Korea. Ost-Asien. Port Arthur's künftiges Schicksal. London, 30. Mai. Nach dem Standard hat der japanische Gesandte in Peking angefragt, ob China bereit ei, von den Japanern erbeutetes Gebiet zu verwalten; andernfalls werde Japan andere Mächte auf Kosten China's darum ersuchen. Nach dem Telegraph bemerkte der Gesandte, daß Port Ar thur bald fallen werde und fragte, ob China von dem Distrikt Besitz zu ergreifen bereit sei oder ob ihn Japan behal tenfolle. Sensationelle Vorschläge. London. 30. Mai. Nach dem Daily Expreß" theilte der russische Ge sandte dem Prinzen Ching mit, Rußland wolle New Chwang endgiltig rftu men, falls China eine Eisenbahn-Con cession durch Chinesisch-Mongolien bis Kiakhta, 80 Meilen vom Baikal See, gewähre, oder Rußland wolle die Mandschurei sofort räumen, falls China ihm das Jligebiet verpachte. Jli liegt in Chinesisch-Turkestan, 23,000 Qua drat.Meilen. Port A r t h u r 's Lage. St. Petersburg. 29. Mai. Die japanischen Berichte über die Kin Chou Schlacht erregen leidenschaftliches Interesse. Den Zeitungsjungen wer den die Extrablätter fast aus der Hand gerissen. Eine amtliche Version von russischer Seite ist nicht erschienen., Die amtliche Welt und das Publikum find bei Nachrichten völlig auf die Japaner ange wiesen. Admiralität und Kriegsministerium erwarten von der belagerten Garnison in Port Arthur keine direkte Nachricht, bevor die Festung entsetzt, gefallen oder der Krieg beendet ist. Es wird erwartet, daß die Japaner ihre Operationen mit größter Energie betreiben; man glaubt aber auch, daß es einen Monat oder mehr dauert, um Belagerungs-Geschütze heranzubringen. Im chines.-japanischen Krieg, in dem Kin Chou ohne Widerstand fiel, nahmen dieVorbereitungen zumSturme auf Port Arthur 11 Tage in Anspruch. Einer der russischen Correspondenten der Assoc. Presse ist soeben aus Port Arthur zurückgekehrt. Seiner Meinung nach kann die Festung nur durch eine systematische Belagerung von die len Monaten genommen werden. Falls aber die Japaner die Festung nicht in weniger als 3 Monaten sturmen, so wird eS zu spät, da bis dahin General Kuropatkin genug Leute zur Verfügung hat, um der Garnison eine Entsag-Armee zu senden. Stoessel habe 40,000 Mann, einschließlich die Bemannung der Kriegsschiffe. Die Garnison sei auf ein Jahr verproviantirt. Vicekönig Alexieff hat den Bauern in der Mandschurei untersagt, Malz oder anderes Getreide zu führen, dessen lange Halme den Chunchusen Deckung gewähren könnten. Ein Abgesandter des landwirthschaftlichen Ministeriums befindet sich jetzt in Liao Fang, um die Anpflanzung von Gemüsen der Bahn, entlang für die Bedürfnisse der Armee zu überwachen. Proklamation des Gener a l s Oku. Tokio, 29. Mai. General Oku, der Befehlshaber der japanischen Cer-nirungs-Armee vor Port Arthur, er ließ an die Bevölkerung der Liao Tung Halbinsel eine Proklamation, die er klärt, Japan sei zum Kriege wegen der ungerechtfertigten Angriffe von Rußland in China unb Korea genöthigt worden. Die japanische Armee fechte für die Sache des Rechts; Schutz von Personen und Eigenthum ist zugesagt, ebenso Vergütung für Requisitionen. Unter schwerer Strafandrohung wird die Bevölkerung gewarnt, den Russen zu helfen. Der Untergang des Kreuze r s Y o s h i n o." Tokio, 29. Mai. , Gewisse russische Correspondenz, welche die Japa

znbcrsichtlich. China über den baldigen

ein Jahr. General Oku's Proklamades Yoshino". Russisch e Tibet Expedition. i ner bei der Blockade von Port Arthur abfingen, giebt Aufschluß über die Versenkung einiger russischer Torpedo-boot-Jäger außerhalb des Hafens von Port Arthur sowie über die Legung der Minen, welche die Zerstörung des japanischen Schlachtschiffs Hatsuse" herbeiführten. Das japanische Geschwader, welches Port Arthur blockirte, fand in einer Dschunke eine Anzahl Briefe russischer Offiziere. Aus einem dieser Briefe geht hervor, daß in der Nacht vor der Zerstörung der Hatsuse" beim Minenlegen wenigstens 2 russische Torpedo-boot-Jäger verloren gingen. Der schwere Verlust an Menschenle ben, welcher den Untergang des japanischen Kreuzers Yoshino" bei seiner Collision mit dsm Kreuzer Kasuga" begleitete, rührt davon her, daß 5 seiner Boote durch stürzende Masten zertrüm mert wurden. Als das Schiff nach dem Zusammen stoße zu sinken begann, sandte Capitän Sayaki die Mannschaft auf das Ober deck, wo die Boote bemannt wurden. Fünf Boote wurden in's Wasser gelas sen, aber von den Masten zertrümmert. Der Capitän blieb auf der Brücke und rief den Matrosen, als sie die Boote betraten, Banzai" zu. Man sah ihn zuletzt, wie er dem Commander Hiro wotari die Hand schüttelte und ihm Lebewohl sagte. In diesem Augenblicke sprang ein Leutnant über Bord und schwamm zu dem einzigen Kutter, der unversehrt geblieben war. Er ruderte dann zu dem Kreuzer Kasuga" und kehrte mit drei Bootm zurück, allein vom Joshino" und seiner Mannschaft war außer sechs schon vorher Geretteten keinerlei Spur mehr zu entdecken. Das Bild des Kaisers an Bord des Schiffes wurde gerettet und auf die Kasuga" gebracht. Capitän Honda, der Befehlshaber des Branders Totomi" bei der erfolg reichen Versiegelung von Port Arthur, traf heute hier ein. Er und seine ganze Mannschaft gingen durch die Explosionen und die furchtbare Kano nade des Gehöres verlustig. Honda wird zum mindesten auf einem Ohre stets taub bleiben. Sie entdeckten ihren unglücklichen Zustand erst, als sie das Schiff verließen. Der Commandeur rief seinen Leuten Befehle zu, konnte aber seine eigene Stimme nicht hören und mußte sich durch Zeichen verständlich machen. Leichenfeier in Tokio. Tokio, 29. Mai. Zu Ehren von 15 hiesigen Offizieren, die bei den Un fällen des Schlachtschiffs Hatsure" und des Krenzers Yoshina um's Leben kamen, fand heute eine Trauerfeier statt. Der Leicheuzug bewegte sich durch die Stadt nach dem UoyateFriedhof. Vier kleine Särge mit den Ueberresten der Todten wurden auf Geschütz-Wagen geführt, die von Ma rine-Bataillonen escortirt waren, wäh rend auf der Spitze der Särge die den Offizieren nach ihrem Tode verliehenen Ordenszeichen auf Kissen lagen. Die Feier leiteten ein Dutzend weiß gekleideter Shinto-Priester; die Witt wen und andere weibliche Angehörige folgten gleichfalls in Weiß.Außer dem ganzen Marinestabe zc. waren auch die auswärtigen Marine Attaches vertreten. Die Russen in Korea. Söul, Korea, 29. Mai. Ueber die Bewegungen der Russen gehen aus koreanischen Quellen widersprechende Nachrichten ein, mit wilden Schätzun gen der Anzahl der gesehenen Truppen, während die Lage der erwähnten Ort schaften wegen der verschiedenen japa Nischen und koreanischen Aussprache schwer zu entscheiden ist. In zuverlässigen Kreisen schätzt man die Stärke der Russen in der Provinz Ham Heung auf etwa 1000 Mann mit 12 Geschützen, die bald verstärkt werden dürften. Das Gros der vordringen den Truppen rückt auf zwei Wegen, von, Patrouillen flankirt, vor. Ob Ping Vangloder Gensan das Ziel bil

det, ist nicht bekannt; das letztere wäre seiner geographischen Lage nach eine leichte Beute. . Nach neuester Meldung haben die Cossaken Puk Chong besetzt und die Japaner rüsten sich zum Widerstand gegen ihren Vormarsch. Eine Jnfanterie-Abtheilung ist von hier heute zur Verstärkung von Gensan abgegangen. Dalnygeräumt. C h e F o o, 29. Mai. Dalny ist jetzt thatsächlich geräumt, wie heute angelangte Sikh und russische Flüchtlinge melden. Alle Werthsachen, Munition und die meisten Truppen find nach Port Arthur gebracht. Die einzigen noch anwesenden Civilisten sind die Ingenieure, denen die Aufsicht über bie im Hafen gelegten Minen obliegt und jene, welche die Docks und Werften zu zerstören haben. Ein großes russisches Kriegsschiff, wahrscheinlich Panzerkreuzer Bayan", und drei Torpedoboote kamen am 24. in der Talienwan-Bucht aus Port Arthur an, und es war zweifellos jenes Schiff,' das den linken japanischen Flügel am 26. während der Schlacht von Kin Chou angriff. Hier angekommene Dschunken begegneten neun Meilen von Port Dalny 14 japanischen Kriegsschiffen. so daß der Bayan" wahrscheinlich in die Hände der Japaner fällt. Das jetzt hier befindliche amerikanische Kanonenboot Frolic" fährt nach New Chwang, falls die Russen diesen Ort räumen sollten. V l a d i v o st o ck , 23. Mai (ver spätet). Die militärische und Flotten Lage ist hier unverändert. Grenz Scharmützel. Kai Ping, 23. Mai (verspätet). Die Grenzwachen von Liao Tung hatten verschiedentliche Zusammenstöße mit japanischer Cavallerie. Die Taktik der Japaner geht dahin, die Wachen gegen die japanische Infanterie, welche im Hinterhalt liegt, zu drängen. In New Chwang seien keine japanischen Truppen, wie gemeldet wurde, gelandet.

Fremde Handelsschiffe kommen noch immer im dortigen Hafen an. Das Kanonenboot Sivoutch" bewacht noch immer die Mündung des Liao Flusses. Die Verzögerung des japan. Vormarsches. Mulden, 27. Mai (verspätet). Die Russen belästigen die japanischen Verbindungen, . wodurch sich großentheils die Verzögerung des japanischen Vormarsches erklärt. Die Nachhut wird von Cossaken bedroht und bis die Japaner die Straßen sicher bewachen können, müssen sie beim Vorrücken Vorsicht üben. Angebliche Schlacht bei Dalny. C h e e F o o. 29. Mai. Ein von Dalny heute angelangter Chinese sagt, japanische Patrouillen hätten sich in der Nähe von Dalny gezeigt und am Frei tag habe bei Vang Chong Tse, einem Cisenbahn-Punkte etwa 10 Meilen nordwestlich von Dalny, eine Schlacht stattgefunden. Rückgang in den ZollEinnahmen. Shanghai, 29. Mai. Die Zolleinnahmen des Hafens für das erste Vierteljahr stellen sich auf 843,000 Pfund, gegen 794.000 im letzten. Tibet. Verbindung wiederher gestellt. G y a n g Tse, 23. Mai (bei der Beförderung verspätet). Die Tibets ner gaben die Einschließung der driti schen Nachhut auf und die Verbindung mit der Misston ist wiederhergestellt. Eine Depesche aus Simla, Britisch Indien, vom 26. .hatte gemeldet, die Expedition unter Oberst Younghusband sei isolirt und seit 3 Tagen fehle jede Verbindung. London, 30. Mai. Nach der Daily Mail" vertrieb die britische Ex pedition am 23. die Tibetaner nach elf stündigem Kampfe aus dem Dorfe Palla, dicht beim britischen Lager in Gyang Tse. Ein Engländer und 3 Sepoys fielen, 3 Ofsiziereund 9 Mann wurden verwundet. Die Tibe taner erlitten schwere Verluste und 37 wurden gefangen. Polla ist von den Tibetanern befestigt. Jamaica. Dampfer gestrandet. Kingston, 29. Mai. Der btl tische Dampfer Rosetti", mit 48 Ar beitern der United Fruit Co., lie gestern Nacht vor Port Royal auf und alle Versuche, das Schiff flott zu , machen, waren vergeblich.

Preis-Marschiren.

D er Soldat eines Linien-Negiments Sieger in dem äbettkampfe. Paris, 29. Mai. Zehntausende von Zuschauern machten sich heute nach dem Place de la Concorde auf, um den Abmarsch der 2000 Soldaten für den großen Militärmarsch nach St. Germain zu sehen. Das Ereigniß erregte unter den Militär-liebenden Parisern ungeheure Begeisterung. Der Gewinner, ein Ge meiner im 149. Linien-Regiment, legte die Entfernung von ungefähr 23 Meien in 6 Stunden, 14 Minuten und 2 Sekunden zurück. Unter den ersten 25 Gewinnern befinden sich nur 2 Cavalleristsn. Durch die Wirkung der Hitze amen Viele erschöpft an und bean pruchten ärztlichen Beistand. Deutschland. Colonial-Gesellschaft und Auswanderung. Berlin, 29. Mai. ' Der Aerger über das englisch-französische Einver nehmen kam bei der Jahres-Versamm-ung der Eolönial-Gesellschaft zu Stetin zum Ausdruck. Graf Pfeil und Andere stellten Anträge, worin der Kanzler Bülow aufgefordert ' wird. Schritte zu ergreifen, damit der FreiHandel in den Häfen Maroccos wäh rend des Einvernehmens in vollem Um ange garantirt werde. Die Beschlüsse heben mit Entschie denheit die Nothwendigkeit hervor, die politischen und Geschäfts-Jnteressen der dortigen deutschen Ansiedler zu schützen; alls der Status quo zu Frankreich'S Vortheil verändert sei, müsse Deutschland in Marocco volle Entschädigung verlangen. Graf Pfeil bezeichnete es als nationales Unglück, daß 32.000 deutsche Auswanderer noch immer die Gestade der Ver. Staaten aufsuchen, obwohl vor Deutschland's Thoren ein großes Gebiet liege, dessen Erwerbung keine nennenswerthen Schwierigkeiten ma chen könne. Der Antrag ging mit großer Mehr heit durch. Ein weiterer Beschluß verlangt rascheren Bau, der Kriegsschiffe, als ihn das Flotten-Gesetz vorsieht. Angebliche Bismarck Aeußerung. Berlin, 29. Mai. Die KreuzZeitung" veröffentlicht einen vielbe merkten Artikel eines früheren Regie-rungs-Präfidenten über eine Unter dung, welche er vor vielen Jahren mit dem nunmehr verewigten Alt-Reichs kanzler Fürsten Bismarck hatte. Bis marck habe damals erklärt, daß er das allgemeine Wahlrecht nur aus Utilitäts Gründen einführte und beabsichtigte, es wieder aufzuheben, sobald eS seine Dienste gethan habe. Vermuthlich wird diese Veröffentlichung ihr Echo im Reichstag finden, wo seit der Stellung nähme des Abgeordneten für Altona, Herrn Menck, gegen das allgemeine Wahlrecht die Frage wiederholt auf's Tapet gebracht worden ist. Fe'lixMottlnicht zurück Berlin, 29. Mai. Felix Mottl, welcher bekanntlich zum bayerischen General-Musikdirektor er nannt worden ist, , hat jetzt auf das Bündigste erklärt, er werde nie wieder nach Amerika gehen. Alle dahingehen den Meldungen seien unfinnig, drückt er sich derb aus, und einfach aus der Luft gegriffen. Großbritannien. Englische Freiwillige. L o n d o n, 29. Mai. Der Bericht der königlich? Commission über die Schaffung von Freiwilligen und Mi lizen empfiehlt Aushebung als das ein zige Mittel, um eine einheimische Ver theidigungs-Armee für die Beschützung des Landes in Abwesenheit oder theil weiser Abwesenheit des regulären Mi litärs zu beschaffen. England soll in dieser Beziehung den anderen europäi schen Großftaaten folgen, in denen jeder körperlich tüchtige Mann für die Landesvertheidigung ausgebilde würde. Eine einjährige Ausbildung und jedes Jahr eine mehrwöchige Theil nähme an den üblichen Manövern wird für diese Freiwilligen für genügend gehalten. Das' Land würde nach dem vorgeschlagenen Plane jährlich 350,000 geschulte Soldaten erhalten zu billi geren Kosten, als denen des jetzigen Milizsyftems. W a s h,i n g t o n , Pa. Die Jury in dem Processe gegen den Kroaten Pat trovick, wegen Ermordung von F. S Ferguson , erkannte auf schuldig des Mordes im ersten Grade.

Nützlicher Vogel. W a s h i n g t o n , 29. Juni. Die

orntthologischen Beamten des landwirtbschaftlichen Departements .stellen eine Untersuchung an über den ökonomi chen Werth des Bob.White und als Resultat wird mitgetheilt, daß diese Vogel-Art voraussichtlich die nützlichste auf den Farmen sind. Der Vogel vernichtet viele der schlimmsten Insekten, ohne am Getreide oder Früchte zu schädigen. Zu den Insekten, welche der Vogel frißt, gehört auch der mexikani che Boll Weeorl, der an der Baum wollernte jährlich über $15,000 Schaden anrichte!; ferner der Kartoffelkäfer der die Kartoffelernte um 810,000,000 chädigt, die Baumwoll-Würmer und die Rocky Mountain Heuschrecken. welche, wo sie hinkommt, Vernichtung hinterläßt und in manchen Jahren Verluste von $100,000,000 verursacht hat. Es werden Maßnahmen zum Schutz.: der nützlichen Vögel verlangt. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirt? wie olgt: American Association. Louisville. 29. Mai. Louisville.... 2 14 0 13 Indianapolis ...1 0000 1 Milwaukee, 29. Mai. Milwaukee 00100000 0 1 Kansas City. ..0 0001000 12 Columbus, O., 29. Mai. Columbus 20322 003 12 Toledo 00 1 002 0 003 Minneapolis, 29. Mai. MinneapoliS. ..5003000 1 9 St. Paul.....0 0 00 1 0 0 0 0 1 National. Liga. Brooklyn, 29. Mai. Brooklyn 0 1 000002 0 3 New York 2 0101102 0 7 Cincinnati, 29. Mai. Cincinnati . . .0 1 0 0 0 0 1 0 2 St. Loui3....00 01 0 0 00 0 1 Chicago, 29. Mai. Chicago 0 0210000 3 Pittsburg 0 000000101 64 gleich 65. Man verschaffe sich ein in 64 gleiche Felder getheiltes Quadrat, also ein MiniaturschackBrett, aus Papier und zerschneide es in drei Stücke. Setzt man dieselben nun zu einem Rechckeck zusanunen, so zeigt sich über rascheirder Weise, daß dasselbe 13 Fel der breit und 5 Felder hoch ist, also 5X1365 Felder enthält. Natürlich kann dasselbe Blatt das zweite Mal nur scheinbar mehr Raum bedecken als zuerst, vielmehr muß sich in der zwei ten Figur eine Lücke ergeben, die den Mcheninhalt gerade eines Feldes ausmacht. Deutlich zeigt sich dies bei einer zweiten Lösung derselben Auf gäbe, die sich in manchen Büchern sin der. Zerlegt man nämlich das Qua drat und zwar jetzt in vier Stücke, so zeigt sich nach der Zusammensetzung derselben zu einem Rechteck von 65 Feldern die Art derselben möge der freundliche Leser selbst finden daß in der Mitte ein langgezogenes Viereck (Parallelogramm) leer bleibt, und es läßt sich leicht berechnen, daß der Flächeninhalt desselben gleich dein der kleinen Felder ist. Mcrkspruch. Die ganze Weisheit laßt sich fassen In Hoffen und Genügenlassen. Wie an dieser Stelle schon mitgetheilt wurde, finden sich in der zweiten Hälfte des Mai in St. Louis unter dem Namen General Federation of Women Clubs" viele amerikanische Frauen-Vereine zu einem Congreß ein. Allein aus Chicago reisten mehr als 200 Damen ab, um zeitig vor der ErÖffnung der Redeschlachten einzutreffen und möglichst gutes Quartier zu bekommen. Der Congreß wird zehn Tage in Anspruch nehmen, von denen natürlich ein großer Theil der Geselligkeit gewidmet ist. Die hervorragendsten Vertreterinnen der Clubs sind: Frau Chas. Henrotin. die einstige Präsidentin der General Föderation os Women Clubs und jetzige Präsidentin des Fortnightly"; außerdem Frau Otto Matz , Frau George B. Carpenter, die jetzige Präsidentin d:r G. F. o. W. C. u. f. w. " Wie die Reporter berichten, wurde schon auf dein Zuge ein Caucuö abgehalten. Da verschiedene Deleaatinnen schon für die nächste Wahl von Beamtinnen Vorbereitungen treffen. Der Mayor von S:. Louiö wird den Congreß bewillkommnen und werden die Damen voraussichtlich auch sonst noch viele Ehren genießen und viel Vergnügen. DasBerlinerTageblatt" meldet aus Trier: Das Raechling'sche Eisenstahlwerk in Völklingen stiftete für seine Arbeiter dauernde laufende Prämien mit einer Jahresausgabe von 200.000 Mark. '