Indiana Tribüne, Volume 27, Number 238, Indianapolis, Marion County, 28 May 1904 — Page 4
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Indiana Tribüne. HnauLgeAedtN von de, utbttg V. ; Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium , Präsident. Geschäftslocalt No 31 Süd Delaware Straße Telephone ses. Kntered at the Post Office of Indianapolii as second dass matter. '. Die Times" über die Deutschen in Nord-Slmerika. Von Dr. Hans Paalzom, Berlin. (Schluß.) II. , Die Folgen des Aufgehens im amerikanischen Wesen zeigen sich auf sprachlichem Gebiet: , In der Spracheinheit find die Ver. , Staaten Deutschland sogar überlegen. Im Jahre 1900 gab es auf beinahe 77 (mW: v;r 'xnHn 5?? JVIUIUUIU lUllUf IfcUtilUb ViliUVKlllU kaum Ü Million Weiße im Alter von 'mehr als zehn Jahren, die uicht englisch sprechen konnten. In Deutschland kön nen dagegen 4 Millionen unter seinen 66 Millionen Einwohnern kein Deutsch sprechen; bei ihnen ist die Abneigung gegen die deutsche Sprache so groß, daß weder das Gesetz noch sonst etwas sie dazu bestimmen kann, diese Sprache zu erlernen." " nv Z . r ? rr r. xjtx viuiiag oes Ä,imes',orrelpon ten schließt: ' Die Träumer in Deutschland über sehen, daß daS Verlangen ihres Volkes nach vermehrter politischer Geltung schon infolge der geographischen Nothwendigkeiten seine Befriedigung finden müßte jenseits großer Meere in . neuen Gemeinschaften, wo die alte' Sprache a WitvX itirt tttAw Yti& öttr5fha w i f w iiui viv yiwifciuyi Staatsverfassung aus den Augen verliert und wo die Namen der deutschen politischen und militärischen Helden nicht länger ihren Zauber üben. Theils geflissentlich, theils unbewußt, vergißt S Cn4f A 1Ya tu 4 X S SYssA . VW. . Ms MU(VVUUUV4 VMV 44b tt der Freude am Neuen. Nach den Erfahrungen der drei letzten Jahrhunderte kann es keinen densenden Menschen überraschen, wenn er r- 1 1 . ifYnv: x.L-xit WlC VUUiUllUlli llUC JCUUIICIUUU, wenn sie erst einmal aus den dichtbevölkerten Ländern der alten Welt in einen andernBoden verpflanzt ist, die t rr rw sruqeren ummernlsse verglr. lustmi ihr Bedürfniß nach Nahrung, Kleidüng und Wohnung befriedigt ist, wenn G& it4-A 51YitSCt44öv tiia itX st u,w -vwMyv v vt Miiv w neue Hoffnung fassen kann, so wird sie bald nicht mehr auf die eigene Bergangenheit zurückblicken und höchstens noch ein sehr schwaches Interesse nehmen an dem Volke, -,derSprache und den staatlichen Verhältnissen der alten Heimath." Wir brauchen unseren Lesern nicht zu sagen, daß die Urtheile des Timesllarsnnndenten in manckien Nunkten schief und unrichtig sind; zum Theil be ruhe ije wohlZ auch auf Bömilligkeit. Daß viele Deutsche in Nord-Amerika einen bemerkenswerthen Mangel, an nationaler Widerstandskraft gezeigt haden, ist leider eine Thatsache. Sie vertauschen nur zu schnell die deutschen Sitten gegen die amerikanischen, und daZ Deutsch, welches sie sprechen, ist meist inlhäßlicher Weise mit englischen Wörtern untermischt. cm ve u: jci ... man um yiciuci uuti miyi uci gössen, daß dieZ Deutschen, die nach Amerila auswandern, diesen entscheid denden Schritt meist nicht aus Wage muth undiUnternehmungslust thun, sondern weil aus dem einen oder andern Grunde, nicht selten durch ihre eigene Schuld, die Verhältnisse in der HeimathZfürsie unerträglich geworden waren.' Sehr richtig weift der Cor respondent der . Times" darauf hin, daß zn. den .Mitteln, ' durch welche die Deutsch-Amerikaner dem Lande ihrer Geburt entfremdet werden, auch die Nackte der amerikaniscken Conwln gehören. '.Diese Berichte zeichnen sich nicht immer durch ruhige Objektivität aus Namentlich einer von . den amerikanischen cConsuln, - der in einer . großen Stadt Westdeutschlands seinen Sitz hatte, war berühmt wegen der Gehässigkeit, mit : der er die deutschen politischen; Verhältnisse in seinen Berichten darstellte. Wsnn die Deutschen in Nordamerika trotzdem mehr und mehr es mit Stolz empfinden, , daß fie aus dem Deutschen Reiche stammen, so gereicht uns dies zu aufrichtiger Befriedigung. Zugleich müssen wir aber energisch dagegen proteftiren, daß die Anhänger des alldeutschen Gedankens die Ab ficht, hättet, in Amerika den Samen nationalen Chr-
geizes auszustreuen". Wir wissen nur zu gut, daß Nordamerika niemals deutsch werden wird, aber auch ein deutscher Staat im Staate läßt sich dort nicht herstellen. Was wir in Deutschland wünschen u?ld hoffen, ist lediglich, daß zwischen den DeutschAmerikanern ;trnd . dem L ande ihrer Väter der ideale Zusammenhang nationaler Cultur mehr und mehr befestigt werde; dieser Zusammenhang wird in erster Linie durch eine sorgsame Pflege deutscher Sprache-und Literatur aufrecht erhalten. Das kürzlich erschienene Handbuch des Deutschthums im Auslande" zeigt deutlich, wieviel in die ser Richtung in Amerika geschieht, und daß das Deutschthum dort nicht nur nicht im Ausfterben ist, sondern neue Fortschritte macht. . Die Anhänglichkeit an die alte Heimath hindert die Deutschen, die jenseits des Oceans eine neue Heimath gefunden haben, aber nicht im geringsten der Republik der Vereinigten Staaten gute und treue Bürger zu sein. In diesem Sinne hat auch Prinz Heinrich von Preußen auf seiner Reise durch Amerika sich wiederholt geäußert. Freilich wäre es im Interesse des Deutschen Reiches zu wünschen, wenn die. Deut' schen Nordamerikas untereinander mehr
zusammenhielten und sich politisch mehr zur Geltung brächten. Dies wäre für uns eine gewisse Bürgschaft dafür, daß die Politik der Vereinigten Staaten in einem Deutschland freundlichen Sinne betrieben wird. Den Deutschen ,' in Amerika möchten wir aber ans Herz legen, daß - sie dem Lande, das sich zwischen der Ostsee und dem Bodensee ausbreitet, treue Anhänglichkeit bewahren, daß fie nicht nachlassen in, liebevoller, Pflege ihrer Muttersprache und in hingebendem Studium deutscher Literatur und deut schen Geisteslebens. GründeigenthumS Uebertragungen. William I. Dobyns an Amanda A. Patterson. Theil Lot 31, Ritter's Add., Jrvington. $3,500. Fmory T. Sloan an Anna G. Moore, Lot 238, Ogle u. A. Oft Park Add., nahe Temple Ave. und New York Straße. $2,500. . Emma A. Christian u. A. an Thos. Nock, Theil Lots. 11 und 12, Lowman's Subd., Außenlot 174, Westseite Alabama Str., nahe Ft. Wahne Ave. $8,000. ; Thomas Nock an John C. Christian, Lot 56 und Theil 57, Sorin's Subd. Außenlots 174 und 175, Pratt Str. östlich der Delaware Straße. 815,000. Rosa Johaentges an Jacob Johamtges, Lot 7, Hubbard's Süd Meridian Str. Add., südlich der Gürtelbahn. $1,800. Jacob I. Johaentges an Rosa Johaentges, dasselbe Eigenthum. $1.800. Jnd S. und Jnveft. Company an Edmund T. Shubrick, Theil Lot 9, Square 47, Capiton Ave. nördlich der Market 'Straße. $15,000. Louisa C. Glazier an Peter F. Glazier u. 21;, Theil Lot 10, Block 3, Drake's Add., Ostseite Senate Ave., zwischen 10. und 11. Straße. $3,600. Clark H. Schooley u. A. an Elizabeth H. C. Kreber, Lot 203, Morton Place. $2,000. Alpha Medsker u. A. an Henry M. Fleming, Lots 3 bis 7, De Wolf's Subd., von Vajen's South Brookfide Add., nordöstlich von Woodruff Place. $1,200. . William E. Dickey an Jsaac .N. Heims, Lot 65, Morton Place, Ostfeite von Delaware Str. nördlich der 20. Straße. $3,100. . Martha I. Davis an Herman E. Mariens, Theil Lot 2, Fletcher'S 1. Brookfide Add. nahe Spades Park. $1,500. . Annuity und SavingS Fund Company an Julia T. George, Theil Lot 87, Bruce Place Add.', Broadway zwischen 2?. und 23. Straße. $1,300. Roberi G. Spillman an Mary K. Schneider, Lot 65, Dougherty's Subd. Außenlot 99, östlich von East Straße, sydlich von Virginia Ave. $1,800. Willard W. Hubbard an Alexander M. Robertson Theil Sec. 15 und 22, Township 14, Range 5, Franklin Township, 165 Ackerr. $15,000. William W. Welling an George W. Seibert. Theil von Lot. 137, Allen ck Root'S nördliche Add. nordwestliche Ecke der 16. und New Jersey Straße. $6,500. ' ' Gottlied Leukhardt, Dii gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str
Lehrer und Lehrerinneu für die Philippinen gewünscht. Der Umstand, daß es an Lehrkräften sür die Schulen aus den Philippinen mangelt, hat die Regierung offenbar zu einem Zugeständnis veranlaßt, welches dazu beitragen dürfte, Lehrer williger zu machen, sich dem Dienst auf den Philippinen zu widmen. Dieses Geständniß besteht darin, daß auch Frauen, sofern fie Gattinnen oder Bräute oder sonst nahe Verwandte von Lehrern sind, sich denCivildienstprüfungen für den Lehrerstand auf den Philippinen unterziehen dürfen, während man bisher nur männliche Bewerber für Schulstellungen in Uncle Sam's jüngster Colonie berücksichtigte. Solche Lehrerinnen werden jedoch auch nur dann in der Anstellung berücksichtigt werden, wenn der betreffende männliche Bewerber, durch den sie zur Applikation veranlaßt wurden, wie sie selbst die Prüfung besteht und Anstellung in dem Philippinen-Dienst erhält. Eine Prüfung ' für Lehrer und Lehrinnen im Philippinen-Dienst wird hier in Indianapolis am 22. und 23. Juni abgehalten werden. Candidaten sollten sich unverzüglich an W. L. Dynes, Postoffice. wenden. Nach dem 16. Juni wird keine Application mehr berücksichtigt werden. Scrrn Peter Lieber's Ehrentag. Gestern feierte er feinen 70. Geburtstag.
Im alten Vaterlande, im fernen Düsseldorf feiertet gestern Herr Peter Lieber seinen 70. Geburtstag. Unter den vielen Gratulationen und Geschenken, wird . dem immer noch so rüstigen Geburtstagskinde jedenfalls eine Aufmerksamkeit eine große Freude bereitet haben. Stammt sie doch von seiner alten zweitenHeimath, von Indianapolis her, wo sein Andenken noch immer in allen Schichten der Gesellschaft und vor Allem auch unter seinen ehemaligen Ardeitern hoch in Ehren gehalten wird. Es ist das Geschenk des hiesigen Bierbrauer Unter st ü tz ungs-Vereins, dessen EhrenMitglied das Geburtstagskind ist. . Vor etwa drei Wochen versammelten sich die Mitglieder des Vereins inL ieber's Brauerei, woselbst ein Gruppenbild von ihnen genommen wurde Dasselbe, mit einer Widmung, versehen, ist ihm sodann gestern überreicht worden. Wir zweifeln nicht daran, daß diese finnige Gabe, welche nicht nur den Empfänger, sondern auch den "Verein ehrt, dem Jubilar große Freude bereitet haben wird. Herr A l b e r t L i e b e r, der Sohn des Geburtstagskindes, veranstaltete gestern zu Ehren seines Vaters in seiner Residenz an der Nord Pennsylvania Straße eine Feier, an welcher sämmtliche Mitglieder der hiesigen Familien Lieber theilnahmen. Ein Festtag in Fred Raseman's Cafe. Herr F r e d R a s e m a n, der popu läre Erfrischungsrath und zuvorkommende Besitzer des an der Virginia Avenue, den Pembrok-Arcade gegen überliegenden Cafe's feiert heute 'ein Doppelfeft. . ' Zunächst langt er seelenvergnügt und munter auf der Wanderung durch'Z Leben am 58. Meilenstein an. Dann feiert er auch sein 1-jähriges Jubliläum als wohlbestallter Besitzer des nach ihm benannten Erholungslocals. Anläßlich dieser Doppelfeier hat Herr Raseman seinem ' Locale ein festliches Gewand verliehen. Decorateure. Maler und Tapezierer sind feit Wochen thätig gewefen, um das freundliche Local in ein wahres Schmuckkästchen zu verwandeln. Und in diesen freundlichen Räumen wird heute Vormittag sowohl, als auch am Nachmittag ein Festtags-Lunch servirt werden. Noch gut abgelaufen. Eine Kollision, welche leicht schlimme Folzen hätte nach sich ziehen können, ereignete sich an der Ecke der Vermont und West Str., indem einer der großen Lastwagen der Firma Kingan & Co. mit einem Buggy, in welchem sich wehrere Kinder befanden, zusammenstieß. Die- Deichsel des schweren Wagens durchbohrte das leichte Fuhrwerk und eS ist als ein wahres Wunder zu betrachten, daß nicht eines oder mehrere der Kinder getödtet wurden.
Den Angestellten in der Comptroller's Office stehen gefchäftsreiche Tage bevor. Drogisten, Groceriften, Marktleute und Hundeliebhaber werden sich bis zum ersten Juni in der Office des ComptrollerS einzusinken haben, um den an fie gestellten Anforderungen zu genügen. Bis zu diesem Datum müssen nämlich erstens die Spirituosen-Licen-fen gelöst sein, widrigenfalls , eine Strafe von $50 per Tag zu gewärtigen ist ; zweitens werden die Marktstände, mehrere Hundert an der Zahl, verpachtet werden und zuletzt werden auch die Hundesteuern bis zu diesem Datum bezahlt sein müssen, wenn man nicht Gefahr laufen will den treuen Wächter des Hauses als vogelfrei betrachtet zu sehen. Da ja in sehr vielen Fällen die oben angeführten .Pflichten dem Gemeinwefen gegenüber erst dann erfüllt werden, wenn die Zeit auf die Neige geht, ist es leicht erklärlich, daß die Angestellten in dieser Osfice einer geschäftigen Zeit entgegensehen. . Großartige Bäckerei. Die Grocers' Baking Co.", welche kürzlich mit Wm. Kothe von Kothe. Wells & Bauer als Präsident und Wm. Elwanner ' als , Secretär incorporirt wurde, wird an der West New York Straße nahe Agnes Straße eine Bäcke rei in großartigem Style errichten lassen. Das Gebäude, welches mit allen modernen Einrichtungen versehen sein wird, wird eine Front von 90 Fuß und eine Tiefe von 170 Fuß haben. Die Capacität wird sich anfänglich auf 15,000 Laibe per Tag belaufen; die' felbe wird jedoch später bis zu 70,000 betragen. Gebäude und Maschinerien werden $32.000 kosten.
Personal-Notizen. Herr und Frau Phil. G o e tz feierten gestern das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Daß das Lyra Casino seinen Präsidenten nicht vergaß ist selbstverständlich. i Das Befinden des Herrn Gustav T h e i s i n g, welcher in seiner Wohnung No. 1210 O. St.. Clair Str. seit einer Woche am Nervenfieber darniederliegt, hat sich gebessert. , : " i I f ' ( Beerensamen z u re inig e n. Man nimmt die ganz reifen Früchte von Stachel- oder Johannisbeeren u. s. w., drückt sie in ein Gefäß und läßt sie in diesem einen Tag stehen. Darauf bringt man sie in ein Sieb, welches eng genug ist, um den, Samen nicht durchfallen zu lassen, taucht dieses in Wasser und wäscht die gedrückten Beeren so lange, bis der Samen von den schleimigen Theilen befreit ist. Alsdann breitet man den Samen mitsammt den noch unter ihm befindlichen Veerenschalen auf einem Boden auf Papier aus. Ist alles trocken geworden,. so bringt man es in ein Sieb, welches den Samen durchfallen läßt. Der ausgesiebte Samen wird dann in einer Mulde, Schüssel oder Teller so lange geschwenkt, bis er ganz rein ist. Die Aufbewahrung' des Samens findet in einem leinenen Säckchen oder Papierbeutel statt. Wunderbares Entkommen vonPferden. In New Jork war ein großes Waarenhaus niedergebrannt. Die Feuerwehr bewachte die Ruinen, und am dritten Tage glaubte der Feuerwehrmann Knapp, Wiehern in den Ruinen zu hören. Bei genauerem Nachforschen entdeckte man in ihnen zwei werthvolle Pferde, die drei Tage lang bis zum Bauche im Wasser gestanden hatten. Die Thiere waren trotzdem- vollkommen unverletzt und 'gaben ihrer Freude über ihre Befreiung durch ausgiebiges Fressen Ausdruck. Nache eines verlassenenEhemannes. In Paris, Tex., hat der junge Farmer Wallenbürg seine Frau, seinen Schwiegervater, dessen Frau und noch eine fünfjährige Tochter desselben erschossen und dann Selbstmord durch Vergiftung began, gen, als er sah, daß er nicht über den hochangeschwollenen Red River setzen konnte und die Verfolger' ihm dicht auf den Fersen waren. Wallenburgs Frau hatte ihn verlassen und, war in das Haus ihrer Eltern zurückgekehrt, welcker Umstand zu der Katastrophe führte. Atx sine Ausrede. Wenn Sie schon meine Cigarren rauchen, Johann, könnten Sie sich doch wenigstens an dje billigen halten!" Dann würden Herr Baron mir ja nachsagen können, ,der Kerl ist so dumm, daß er keine Pfälzer von einer Havanna unterscheiden kann!' " ' Das'Reichsgericht hat das Urtheil des Schwurgerichts in Naumbürg, durch welches der Bankier Fritz' Prange aus Weißenfeld wegen DepotUnterschlagungen in sechs Fällen zu. vier Jahren Zuchthaus und fünf Iahren Ehrverlust verurtheilt wurde, auf-gehoben.
Ein Brief des gefallenen Overleut nantö Rein. Herr Geheimer ' Kommerzienratb Reiß in Karlsruhe, der Vater, des b Okatumba am 13. April gefallenen Ober - Leutnants Reiß. ... stellt der Südd. Reichskorr den folgenden Brief zur Verfügung. Es ist das letzte Schreiben, das den Eltern von ihrem Sohne zugegangen ist: Windhuk. 12. März. Ihr werdet Euch wundern, von Windhuk einen Brief von mir zu erhalten. Die Sache kam aber folgendermaßen: Als wir nach Okahandja kamen,' wurde der ganze Stab Dürr aufgelöst und ich zur Ostabtheilung, die von Gobabis ausging, versetzt. Ich kam nach Windhuk und mußte sofort am nächsten Tage nach den Otjosoniaj-Vergen mit einer Patrouille von 10 Mann reiten, um zu sehen, ob dort noch Herero seien. Es war uns nämlich zu Ohren gekommen, daß Samuel mit allen seinen Leuten bei Okatumba säße, daß die Ostherero unter Titjo auch langsam dorthin zurückgingen, und daß die Omäruruleute und die Banjoleute, mit denen Estorff so schweren Kampf hatte, auch nach Samuel zögen. Die Leute von Barmen und Otjimbingwe sitzen zwischen diesen zwei Orten in den Bergen, etwa 1000 bis 1200 Gewehre. Wenn der Hauptschlag gegen Samuel gefallen ist. was noch sehr viel kosten 'wird, soll dann mit diesen abgerechnet werden. Auf meiner Patrouille traf ich mit gut berittenen Spionen der Herero zusammen, während wir nur müde, abgetriebene Gäule hatten. Gestern kamen wir zurück, nachdem wir ' festgestellt, daß bis Otjosongati alles von Herero frei, dieselben sich mit dem gesammten Vieh in der Richtung von Otjosasu Okatumbu zurückgezogen hatten. Weiter vordringen durften wir nicht. Ich hatte nur den bestimmten Auftrag, mit meiner Patrouille eine vorausgegangene, unter Führung des Reserdeleutnants Gelshorn, aufzunehmen und zurückzukommen. . Ein weiteres Vordringen war in dem dicht vom Feinde besetzten Gebirgslande mit unseren schwachen Kräften und müden Pferden unmöglich. Wir haben eine Regenzeit in diesem Fahre, wie sie wohl selten war. Alles ist im üppigsten Grün, kolossal viel Wasser und Weide im ganzen Lande. Es sind schon unglaubliche Regenmassen gefallen, und es regnet immer noch. Wie die Herero gehaust haben, ist gar nicht zu schildern. Die ganze Sache ist von den Okahandjaleuten ausgegangen. Am 10. Januar auf, den 11. haben Leute noch friedlich auf den HereroWerften geschlafen, und am 11. wurden überall die Farmer und Händler, theilweise unter den fürchterlichsten Qualen, erschlagen. Es sind auch ganz wunderbare, .Rettungen vorgekommen; so ist ein Farmer, dem sie durch die Lunge geschossen und den Schädel mit Kirris halb eingeschlagen und dann für todt liegen gelassen hatten, nackt mit diesen Wunden in 2 Tagen nach Windhuk, gelaufen, und ist jetzt wieder hergestellt. Im Uebrigen ist eigentlich Alles zerstört, Farmhäuser zerschlagen, theilweise verbrannt. Die Gärten siehen noch überall verlassen in voller Blüthe. Tausende Zentner Mais und Korn fallen dem Verderben anheim. Ich hatte eine derartige Zerstörung des Landes nicht für möglich gehalten. Die Früchte zehn- und . mehrjähriger Kulturarbeit sind vollkommen vernichtet. Bei P. Z.. der jetzt-Etappenkom-Mandant von Okahandja ist, ist nichts übrig geblieben wie die kahlen. Wände der Gebäude. . , . Wie frech die Kerle sind, geht daraus hervor, daß gestern Nachmittag, als wir Garnison - Appell hatten, eine Bande von fünf berittenen und fünf unberittenen Herero eine halbe Stunde von Windhuk entfernt eine Herde Schafe und Ziegen gestohlen hat. In Okahandja, das große Garnison hat, wurde der Oberleutnant Ritter beim Scheibenbauen dicht beim Orte aus den Bergen heftig beschossen. Der Gouverneur hat ja jetzt noch 800 Mann Schutztruppen und zwei reitende Batterien nachbestellt. Die vollständige Niederwerfung dieses Aufstandes wird noch lang dauern, und dann kommt die noch weit schmierigere Aufgabe, das Land wieder Hoch zu bringen..
Junge Kleid ermach erinnen. Die Jndustrie-Schule für Mädchen hält heute Nachmittag um. 2 Uhr ihre Schluß - Feier ab. Gelegentlich derselben werden die graduirenden jungen Damen, 7 an der Zahl, in selbst verfertigten Kleidern sich zeigen. Auch verschiedene musikalische Genüsse, eine Ansprache und die Vertheilung von passenden Geschenken oder Andenken stehen auf dem Programm. Collifion. Gestern Nachmittag um sechs Uhr collidirten an der Ecke der Maryland und Delaware Str. ein Automobile, ein Heuwagen und ein Fahrrad. Der Insasse des einer Zelt unv JalousienFabrik" gehörigen Auto's soll ziemlich schwere Schrammen davon getragen haben. . Hl ' jg7- Die beste 5 Cent , Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".
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