Indiana Tribüne, Volume 27, Number 237, Indianapolis, Marion County, 27 May 1904 — Page 5
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Aus vesilicher Wacht. rr ' v . rV? -u . (m:r:i!i.r:..l im
- anaoa s noroiveiincye . aitiiiiurvuuaei uic . merkwürdigste der Welt. Eine buntgewürfelte Gesellschaft. Hat ein Gebiet, größer als Weft-Europa, zu decken. Canadische Kosaken. - : '' : - Was ich von den texanischen Rangers" und von den mezicanischen Rurales , gesehen habe, wird allezeit eine bevorzugte Stelle in meinen Erinnerungen einnehmen. In mancher BeZiehung aber habe ich doch auch an der Militärvolizei des canadischen NordWestens.' amtlich Northwest Mounted Police" genannt, wiederum Neues gefunden; ja ich kann nicht umhin, dieselbe für die merkwürdigste ihrer Art in der Welt zu erklären, befonders was den großartigen Umfang ihres Dienstgebietes anbelangt. Bonner Grenze der Wer. Staaten aus 'nordwärts bis nach der Einöde der Polar-Mcere, und von Manitoba aus westwärts nach dem hohen, Felsgebirge, erstreckt sich ein Land rollender Prairien, unwirthsamer Steppen, verstreuter Waldungen, vor Allem aber riesiger Entfernungen. In die Millionen von Quadratmeilen geht sein Flächenumfang, und ein großer Theil dieses ungeheuren Geländes ist r- ' ..i rrxi Ilvcy immer o gut wie mrciui.ui der zur Besiedelung ungeeignet, wenn man auch viel von einer glänzend noch in weiter Ferne liegenden Zukünft desselben spricht. Das sind die nordwestlichen Territorien von Cana da. Auf . Distanzen darf es Einem hier noch weniger ankommen, als in Südafrika. Ansiedler aus Rußland und es giebt ja folche, besonders , in . der Person : der vielbesprochenen Duchoborzen hätten hier wohl Lust, zu sagen: Der Himmel ist hoch, und der Zar weit," wenn nicht die schneidige und bewegliche nordwestliche Militärdolizei wäre. , Ueber dieser ganzen weiten Landschaft, welche größer ist, .als das'ganze westliche Europa, ruht heute - ein Gefühl von Sicherheit, wie es nicht in allen Theilen der Jnteressen-Sphäre der.. Wer. Staaten herrscht. , Der. Ansiedler empfindet es auf feiner WeideFarm, und nicht minder der Indianer auf feiner Reservation. Zum Theil enthalten diese Regionen vorzügliche Viehzucht - Districte, uttd einige Hunderttaufend Menschenseelen führen hier ein ähnliches Dasein, wie ihre Zeitgenossen in den betreffenden Gefienben von Montana oder Teras: aber sie haben noch kaum einen merkliehen Eindruck auf die allgemeine Landschafts - Physiognomie und auf den Geist der Oede und Leere gemacht, die Militärpolizei jedoch, klein, wie sie ist, hat dem Gebiet ihren Stempel 'aufgedrückt, wenigstens im Gefühl ; der Bewohner. Denn allenthalben in diesen einsamen Strichen, wo Manner und .Frauen hausen und ringen, da breitet der wettergebräunte und unermüdliche Reiter der Ebenen die Fittiche seiner Wachsamkeit aus. "Ob er. aleich einem glänzenden Stern der Prairie, in seinem weißen Helm, seinem Scharlachrock und seinen blauen Beinkleidern dahinsprengt oder nur in seiner schlichten KhakiUniform, in welcher er noch auf zwei Meilen unsichtbar ist: der nordwestliche Polizeisoldat ist sozusagen die stets . gegenwärtige und maßgebende Macht dieses ganzen westlichen Zukunftsreiches. Nicht mehr, als fünf- bis fechshundert Mann -ist diese Polizei-Force stark, und jeder einzelne Constabler hat in jeden Jahre eine Distanz von durchschnittlich 5000 Meilen zu decken - welche Aufgabe wäre , dies für irgend einen unserer St.adtpolizisten! aber er macht sich überall in seinem Bezirk fühlbar und nöthigenfalls gefürchtet. Keine Polizeimannschaft kann eine schwierige Pflicht besser erfüllen, als diese. - , Man kann sie canadische Kosaken nennen, diese nordwestlichen Constabler; jedenfalls ist ihre Leistungsfähigkeit als Reiter keine geringere. Aber im Gegensatz zu den Kosaken stellen sie nicht von Hause aus ein einheitliches Element mit besonderem örtlichen Rassengepräge dar, sondern es ist vielmehr eine ziemlich buntgewllrfelte Gesellschaft, wenn auch nicht ganz in solehern Maße, wie die algerische Fremdenlegion. - Sie recrutircn sich vorwiegend aus den Reihen der Abenteurer verschiedener Art, 5 jener Verschollenen Legion", von welcher , Kipling in einem seiner Gedichte spricht. Manche ihrer Mitglieder waren Ar-mxe-Officiere auf halbem Sold' und Sprößlinge, englischer , Adelsfamilien. Unter sonstigen Persönlichkeiten hervorragenden Ursprunges war auch ein Sohn des berühmten Roman-chrift-stellers Charles Dickens. Natürlich waren und sind nicht Wenige dArunter. welche in civilisirteren Wirkungssphären financiellen Schiffbruch - erlitten hatten. Aber gar manche dieser Prairie - Reiter hätten auch in ihrer alten Heimath sich ihre eigenen PoloPonies halten und ganz herrschaftlich leben können und wurden lediglich durch Abenteuerlust in die Fremde nd Wildniß getrieben. An .Abenteuern fanden sie hier keinen Mangel, und wenn sie jung genug und von ' ri! - CC AXi 4-4 4 Vv V ira llger vivjiinuiivju uuaii, um sem rauhen Dasein gewachsen zu sein, konnten ; sie es zu Glanzleistungen bringen, wenn auch nicht zu bedeuten V. fiMKrf arti'ifor-rt 1TrrH ff Ttrr . ' Vil ,ViVWy.VV. , v vv.ft eine dauernde Grundlage einer neuen,
wenn auch nicht mit Siebenmeilensiieseln fortschreitenden Civilisation im Nordwesten.',. Auch heute sind oft unter zehn solcher ' Polizeisoldaten neun Adelssprößlinge, und der zehnte ist vielleicht der Sohn irgend eines Landgeistlichen, welches Element gleichfalls hier beträchtlich vertreten ist. Ungefähr dreißig Jahre ist jetzt diese Militär - Polizeiforce alt. Sie wurde, wie die Rangers" von Texas, durch, die Noth in's Leben gerufen, aber nicht aus den Kreisen der unmit telbareu Nachbarschaft. Im Jahre 1873. als der Modoc - Krieg bis nach der Grenze der Ver. Staaten und noch südwärts in diese hinein seinen brenz ligen Schrecken verbreitete, und auf den Prairien sich Niemand mehr vor den rothen Teufeln" sicher fühlten, da wurde im östlichen Theil der Dominion eine kleine Streitmacht von nur 150 Mann nach Manitoba gesandt, um die Unruhen niederzuwerfen; um diese Kerngarde schaarten sich aber noch Andere, und im folgenden Jahre war die Organisation schon 300 Mann stark und bewegte sich westwärts nach dem Felsgebirge zu. Schon die Erfahrungen des langen Rittes machten zum Theil andere Menschen aus ihnen, gußeiserne Körpergestelle und kupferne Gesichtsfarben", wie sich einer von ihnen ausdrückte. Sie hatten vortreffliche Führer und eine eiserne Disciplin, und bald schwangen sie sich zu Herren des Nordwestens auf und brachten allenthalben Gesetz und Ordnung zur Geltung, bei Indianern und Weißen. ' : . , Die Thätigkeit und die Erlebnisse dieser Militärpolizei bis auf unsere Tage könnten Stoff zu ganzen Bü ehern romantischer Ges chichten bieten, welche in keinen amtlichen Protokol len verzeichnet stehen. Ihre officielle Geschichte jedoch läßt 'sich in wenigen Worten zusammenfassen. Beinahe ununterbrochen' ist nur über Erfolge dieser Organisation zu berichten. Bis zum Jahre 1885 war die Art, wie sie, mit der unruhigen IndianerBevölkerung und ' anderen Störenfrieden fertig wurde fast über alles Lob erhaben. Dann kam eine stürmische, aber nur kurze Zwischenzeit, nämlich die Tage des Riel'schen Aufstandes! Diesem berühmten Mestizenführer und feinen Anhängern gelang es, die Hälfte der Jndianerstämme zur Rebellion zu bringen und eine politisch sehr bedrohlich aussehende Situation zu schaffen. Damals, nur damals, verlor die nordwestliche Militärpolizei momentan die Controlle über die weiten Ebenen. Indeß hatte sie die Gründlagen ihrer Autorität schon so tief gelegt, daß, als 'dieser brodelnde Hexenkessel ausgelaufen war, ihr Ansehen nur neu gestärkt aus diesen Wirren hervorging. Und späterhin, als die Goldfelder am Iukon eröffnet wurden, und diesen Polizeireitern eine weitere und durchaus nicht leichte Verantwortlichkeit erwuchs, da bewährten sie sich wiederum vorzüglich und hielten in den Bergbauer - Lagern auf , der canadischen Seite des Klon-
dike - Geländes einen verhältnißmäßig hohen Grad von Ordnung aufrecht, welcher diejenige auf der amerikanischen Seite nicht immer gleichkam. Alles in Allem, ist es gewiß ein Wunder, . was dieses kleine Häuflein auf einem so ungeheuren Gebiet ausrichtet ! . . Nun noch einige Streiflichter auf das Leben und auch Leiden dieser nordwestlichen Ritterschaft der ,Neuzeit. - '. , " . . i ' Das Häuptquartier der MilitärPolizei befindet sich zu Regina, als der Hauptstadt der nordwestlichen Territorien. Andere Stationen' sind an den wichtigsten Punkten errichtet, und Vorposten sind in jedem Winkel des Landes, wo solche von Werth sein können. Aber durch, ein gründliches und rasches Patrouille - System, bei welchem die besten erhältlichen Pferde gerade gut genug sind, werden alle diese in enger Fühlung mit einander erhalten. Nach sireng militärischen Regeln ist das Leben in den Baracken der Militärpolizei geordnet. Ungefähr alle halbe Stunde ruft das Signal des Hornisten oder Windpfropfers" zu den verschiedenartigen Pflichten, und es wird erwartet, daß Alles wie in einem Uhrenwerk geht. Im Patrouillen - Dienst selbst ist natürlich die perfönliche Freiheit, aber auch die Verantwcrtlichkeit des Einzelnen größer; das Meiste geschieht aber' auch hier nach streng gemessenen Instruktionen, die mit Einsetzung des, Lebens zur Ausführung gebracht werden. ' , -- Jeder der Constabler ist mit einem Winchester - Carabiner und einem 44calibrigen Enfield - Revolver bewaffnet, von welchen Waffen jedoch ein fo maßvoller Gebrauch gemacht wird, daß sich mancher amerikanische Vertreter der heiligen Hermandad ein Vorbild daran nehmen könnte! Je nachdem der Anlaß es erfordert, ist die Mannschaft Cavallerie, Feld '- Artillerie, oder auch Infanterie. Derzeit hat sie eine artilleristische Ausrüstung von Siebenpfündern. Neunpfündern.Mörfern und Maxim'schen Mäj'chinengeschützen, für alle etwa eintretende Fälle, und sie könnte ohne Weiteres in wirklichen Kriegsdienst übergehen und Däre ohne Zweifel auch darin eine Macht, mit welcher gerechnet werden müßte. Die Ueberlieferungen dieser Militärpolizei verlangen außerordentlich
viel von persönlichen Muth und der Disciplin des Einzelnen, und eZ kann ja manchmal vorkommen, daß der Muth mehr im Nicht - Gebrauch der Waffen erprobt wird, als in ihrem Gebrauch! Eines Tages stieß z. B. ein Sergeant dieser Force, der auf Patrouille ritt, plötzlich auf einen Indianer, .welcher von den Behörden gewünscht" wurde: ' Der Indianer erwartete . mit gezückter Flinte sein Herannahen. Nun war strenge Instruktion gegeben, den Indianer festzu nehmen, aber keinen Schuß dabei abzufeuern. Der Sergeant durfte also unter keinenUmständen aus den Desperado schießen, und unbeachtet konnte er ihn auch nicht lassen. So ging er geradewegS in den Tod! Er rief dem Desperado zu, sich zu ergeben, und als keine Antwort erfolgte, ritt er unmittelbar auf ihn los: fein Verhängniß traf ihn in Gestalt einer wohlgezielten Kugel, die ihm der Verfolgte in das Hirn sandte, und wieder schloß sich die majestätische Stille der großen Ebenen über einer Tragödie, von der Niemand Vermerk nahm, außer nachträglich in der Namensliste derMannschaft. nachdem die Leiche gefunden war! Man glaube indeß nicht, daß solcher ruhiger Muth, solches unentwegte Festhalten an der dienstlichen Pflicht, solches entschlossene Drauflos geh?n, welches mehr als alles Andere dazu beigetragen hat, das Ansehen dieser Organisation in den mehr als dreißig Jahren ihrer Existenz zu begründen und zu erhalten, in den meisten Fällen einen derartigen Erfolg habe: im Gegentheil trägt, es in der Regel den Sieg über den weißen und den.rothen Desperado davon! l' Zahlreich sind die Fälle, inoenen ein einziger, fest entschlossen 'Ksihrock ruhig und gebietend mitten .jn einen drohenden. Haufen hineinHritt, feinen" Mann am Kragen pack, und ihn aus den Reihen seiner fäusteballenden oder schießeisenfuchtelnden Freunde wegführte, und das am Ende gar unter dem trunkenen Abschäum, eines Bergbauer - L.a'gcrs. Das ganze Auftreten des Cönstablers, sein Blick und das Bewußtsein' Men, was hinter ihm steht, verfehlen lten ihre Wirkung. Am bcmerkenswerthesten ist aber im Allgemeinen der Einfluß, welchen die Constabler über die Jndianerstämme des canadischen Nordwestens erlangt haben. Die Uniform des Polizeisoldaten setzte sich im Geist dieser Naturkinder so tief als das Symbol der Macht fest, daß noch vor einigen Iahren bei ihnen der Glaube herrschte, sämmtliche Vertreter der Autorität im großen englischen Reich, einschließlich der alten Victoria selber, liefen in Scharlach herum! Es gibt in der weiten canadischen Dominion noch nahezu 100,000 "rothhäutige Eingeborene; aber die Geschichte ihrer Unruhen ist im Vergleich zu derjenigen der Jndianerwirren in den Ver. Staaten nur eine kurze. Und das haben hauptsächlich die fünf bis sechshundert Rothröcke zuwege gebracht. Der Fall des
obenerwähnten Indianers war that-. sachlich eine sehr seltene Ausnahme. ' Eine bezeichnende Episode, die sich zur Zeit der Erbauung der Canadischen Pacificbahn abspielte, möchte ich in dieser Verbindung nicht unerwähnt lassen. Damals rückte ein besonders bösartiger Häuptling Namens Piapot mit einer Horde, junger Stammesgenossen, welche Krakehl suchten, an die ausgelegte Bahnlinie heran, schlug ein Lager auf und erließ ein stolzes Ultimatum, daß die Bau -Arbeit sofort und für immer 'aufzuhören habe. Man sandte Nachricht , an ' die nächste Station der berittenen Polizei. Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang kamen, zur enttäufchungsvollen Ueberrafchung der Eisenbahnleute und zum Gelächter' der Indianer selbst, zwei ganze Mann auf den Schauplatz herangeritten: ?in Sergeant und ein Gemeiner. Doch sie erwiesen sich so gut. wie eme Armee, und Allrs ging ohne Blutvergießen ab! ' Der Sergeant befahl dem Häuptling kurzweg, das Lager abzubrechen und nordwärts zu - ziehen. Hohnlachen. Johlen und Drohungen waren die Antwort auf diese Aufforderung, welche vom . Häuptling bedingungslos zurückgewiesen wurde. . Wie die Dinge augenblicklich standen, schien nichts unmöglicher, als den Befehl des Officiers zur Geltung zu bringen. Mitten unter , einem sie , umzingelnden Schwärm kreischender, fluchender und ihre Flinten entladender Wilden saßen die beiden Uniformirten ruhig auf ihren Pferden. Der Sergeant ließ sich keinen Augenblick aus der Fassung bringen. Er sah auf seine Taschenuhr und sagte zu Piapot ganz geschäftsmäßig, er gebe ihm fünfzehn Minuten Zeit, zur Vernunft zu kommen. In diesem Augenblick wurde der Tumult ringsum so groß, als ob alle Teufel der Hölle losgelassen wären. Jeder der Indianer aoer blickte beständig auf den Häuptling und wartete nur auf das Signal, welches dieser Narrensposse ein Ende machen und zwei Sättel leeren würde! - Die Lage der beiden Constabler, konnte Ernem wie die eines Kindes vorkommen, das als Hirte für ein - Rudel heulender Wölfe gesandt worden wäre. Genau nach Ablauf der fünfzehn Minuten klappte der Sergeant seine Taschenuhr zusammen, schob 'sie vx den Rock zurück, stieg vom Pferde und ging direkt auf das Zelt Piapot's zu.
ißfc einem wuchtigen Faustschlag stieß er die Zeltstützen zur Seite, daß der
ganze Plunder zusammenfiel. Das war der kritischste Augenblick, Leben und Tod schwankten wie in .iner Waagschale auf und nieder! Aber der Sergeant ließ sich nicht irre machen: Er schritt von einem Zelt zum andern und führte überall dasselbe Zersiörungswerk aus, ohne mit der Wimper zu zucken und unaufhaltsam wie das Schicksal selbst. Und siehe da! Dem Häuptling wich der Muth. Es dämmerte ihm auf. daß er es mu ewer Macht zu thun , hatte, die sich. nicht Minachten neß, und daß, wenn er auch die zwei rothröckigen Vertreter derselben m's Jenseits beförderte. er früher oder später vor dieser Macht weichen müsse, und er entfchieoen am besten- thue, ihr sogleich das Wegerecht zu geben! So fuote sich der schlaue Piapot mit so vieler Grazie, wie er ausbringen konnte, in das Unvermeioliche, und die bitter enttäuschten jungen Krieger wendeten ihre ungestüme Energie ausschließlich darauf, dasAbbrechen des Lagers zu vollenden, daS der Sergeant so, wirksam begonnen hatte. Wohl kamen noch leise Flüche von den Lippen; aber die Meute war wie mit eiserner Hand gefesselt. Soviel vermag ein energifcher Wille. Besonders stolz ist diese MilitärPolizei darauf, daß in -dem , weiten Gebiet ihrer Machtbefugniß noch niemals Jemand gelyncht worden ist, daß aber auch niemals ein bekannter Mörder .hier Sicherheit gefunden hat Unser Land darf sie wahrlich darum beneiden. Viele hervorragende Indianer dieser Regionen haben nicht nur tüchtigen Respekt vor der Gerechtigkeitspslege dieser Constabler, - Mannschaft bekommen fondern auch wegen ihrer oft erprobten Unparteilichkeit Sympathie für sie gefaßt. So. z. B. schon m den ersten Jahren dieser Organisation der berühmte alte Schwarzfüße-Häupt-ling Crowfoot. Derselbe wohnte, anfänglich mit einem gewissen feindseligen Geist und bereit, jede Beleidigung seines Stammes mit schneidiger Würde zurückzuweisen, der ProzeßverHandlung gegen zwei Unterhäuptlinge vor einem Officier der Berittenen Polizei - bei. Mit gespanntester Aufmerksamkeit folgte er dem Gang der Verhandlung, dann aber sagte er: Das , ist fürwahr ein Platz, wo die Natterzunge gerade gestreckt wird. Wenn mein Volk Unrecht thut, soll es nur hierher kommen." i " Nicht ganz so aufregend mehr, wie früher, ist heute das Leben des nordwestlichen Polizeisoldaten, da der Whisky - Schmuggler und andere schlimme 'Elemente so ziemlich verschwunden sind, und , dieRothhäute wenn ihnen nicht etwa, der Magen zu sehr knurrt, im Allgemeinen ruhig auf ihren Reserven leben. Es ist nicht mehr so häufig nothwendig, eine Abtheilung plötzlich zu alarmiren, und im selben Verhältniß hat dieses Leben einen mehr routinemäßigen Charakter angenommen, zu welchem übrigen? stramme Exercier -Uebungen und Manöver gehören. Aber noch keine fünf Jahre sind es her, daß gar nicht weit von Regina vier Mitglieder der wackeren Mannschaft die Verhaftung des Desperados ' Allmächtige Stimme", für das Stehlen eines Schafes, mit ihrem Leben bezahlen mußten! Und noch fort und fort gibt es Nothfälle genug, welche an den Heldenmuth, die Kaltblütigkeit und die sonstigen Vorzüge dieses kleinen Heeres so stark appelliren, wie , nur jemals! Es wird wohl noch nicht so bald : dahin kommen, daß diese nordwestliche Wacht überflüssig werden wird. Spectator. ' I h r T r o st. A.: Die Russen werden ja bald keine Schiffe mehr haben. alle fingerlang sinkt ja eins." B.: Dafür haben sie dann eine Untersceflotte." Ein tapferer kleiner Leb e n s r e t t e r ist der dreizehnjährige Alphons Kannegießer in Brooklyn. In der elterlichen Wohnung brachen Morgens um sechs Uhr aus noch unaufgeklärter Ursache Flammen aus, bald nachdem der , Vater in's Geschäft gegangen war. Alphons nahm den Rauchgeruch wahr und öffnete die Thür zum Parlor, welcher in hellen Flammen stand. Er weckte seine Mutter, die halb angezogen auf die Straße eilte, um den Feueralarm abzugeben. Der Junge zog währenddessen seine kleinen Schwestern schnell an. Die siebenjährige Madlina, welche lahm ist, nahm er auf den Rücken, die um ein Jahr jüngere Josephine führte er an der Hand. Um hinaus zu gela:igen, mußte er durch ' den brennenden Parlor; doch es gelang ihm, unver sehrt mit seinen beiden Schwesterchen auf die Straße zu kommen, abgesehen von einigen leichten Brandwunden. Unten fiel er erschöpft seinem Vater in die Hände, der eben aus dem in der Nähe befindlichen Geschäft kam, weil er von dem Feuer gehört hatte. Eine im obersten Stockwerks wohnende Familie mußte mit Hülfe eines Polizisten durch em hinteres Zimmer auf das Dach des Nachbarhauses klettern, da ihnen vorn der Weg die Treppen herunter durch die Flammen abgeschnitten war. Die Verletzungen des jugendli-' chen Retters rcurden von einem in der Nachbarschaft wohnenden Arzte verbunden. ' ' '
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