Indiana Tribüne, Volume 27, Number 231, Indianapolis, Marion County, 20 May 1904 — Page 6

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Jndiana Tribüuc, 2. Ma?

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Europäische Nachrichten.

Freie Städte. Hamburg. Bei der Einfahrt zum Magdeburgerhafen querab von der Gasanstalt gerieth die Motorbarlasse Groot & Cons." vor den Bug eines Oberländerkahnes, der sich im Schlepptau des Hafenschleppers Kathi" befand. Die Barkasse fuhr gegen den außenbords hängenden Anker des Oberländerkahknes, dessen Schaufel in dem Fahrzeug festhakte, es herunterriß und zum Kentern brachte. Zwei Personcn, die sich in der Barkasse befanden, konnten sich noch rechtzeitig an Bord des Kahnes retten; eine dritte Person, der Arbeiter Carl Ticdemann, fiel aber ins Wasser und wurde durch die sinkende Barkasse in die Tiefe gezogen und ertrank. Hotel Schadendorf" in St. Georg wurde zum größeren Theil ein Raub der Flammen. Arbeiter Heinrich Bolz war auf einem Lagerplatz, Billwärder 17, mit dem Abladen von Balken beschäftigt. Dabei fiel ihm eine schwere Bohle mit einer derartigen Wucht auf den Körper, daß er infolge der erlittenen Quetschungen in wenigen Augenblicken starb. Bolz hinterläßt Frau und mehrere kleine Kinder. Die in der Fruchtallee wohnende Wittwe Klassen riß unvorsichtigerweise eine Petroleumlampe vom Tisch; die Lampe explodirte und das brennende Petroleum ergoß sich über die Kleider der Frau, welche sofort Feuer fingen. Da Hülfe nicht zur Stelle war, verbranate die Unglückliche thatsächlich bei lebendigem Leibe. Aufsehen erregte der Selbstmord des auf der Großen Bleiche wohnenden Kaufm-annes Siegfried Friedmann. Derselbe hat sich aus unbe kannte? Ursache durch einen Revolverschuß in den Kopf getödtet. Bremen. Dem Lloydcapitän Carl Schnur, der infolge erlittener Verletzungen während eines Taifuns im fernen Osten seinen Tod gefunden hat, wurde vom Norddeutschen Lloyd ein Denkmal gesetzt. Vor einiger Zeit erhielten die Angehörigen aus Hongkong eine Photograph desselben zugesandt. Mit dem Abschluß des Schuljahres kann Lehrer L. Kroll auf eine 60jährige Thätigkeit als Lehrer zurückblicken. Den größten Theil dieser Zeit wirkte derselbe an der hiesigen Domschule; vordem war er einige Jahre in Oberneuland thätig. Der Jubilar erfreut sich noch einer ungetrübten Gesundheit. Der höchste Beamte der bremischen Zollverwaltung, Oberzolldirektor Dr. Kindervater, trat in den Ruhestand. Lübeck. Der nach längeren schweren Leiden verstorbene Ritter Mens v. Höbe, Rittmeij'er im Husarengiment Fürst Blücher von Wahlstatt (Vommersches) No. 5, wurde mit militärischen Ehren hier bestattet. Eine aus dem Obersien, einem Rittmeister, einem Leutnant und einem Wachtmeister des Husarenregiments aus Stolp i. P. bestehende Deputation nahm an der Feier theil. Vom hiesigen Infanterieregiment war eine Ehrencompagnie mit der Rcgimentskapelle gestellt. Der 48er Veteran Privatier Heinrich Witt aus Havickhorst starb hier im 85. Lebensjahre. Schweiz. Am den. Niedergebrannt ist hier das Armenhaus. Es stehen nur noch die kahlen Umfassungsmauern. Das Haus wurde 1875 neu gebaut, währenv ca. eines Decenniums als Galthaus (zum Leistkamm") betrieben und diente seit nunmehr bald zwanzig Jahren der Gemeinde als Armen- und Waisenhaus. Cully. Ein Windstoß warf die mit Kies deladene Barke Fram", die von Latour de Peilz nach hier unterwegS war, um, wobei der Besitzer Curchand und ein Gehilfe, Martigoni, unter das umgestürzte Schiff geriethen und ertranken. Ein dritter Mann rettete sich, indem er sich am Kiel des Schiffes festhalten konnte, bis Hilfe kam. GiubiaZco (Tcssin). Schaden feuer vernichtete hier vollständig die Vorräthe der Mühle Farinelli. Der Schaden beträgt etwa 40.000 Francs. Die Gebäude waren versichert. G st e i g. Im Alter von circa 60 Jahren starb hier Pfarrer Ernst Trechsel, Mitglied des bernifchen Synodalrathes und seit 25 Jahren Seelsorger der hiesigen Gemeinde. M a g d e n. Nach einer, Aufführung der Schlacht bei St. Jakob" wurde hier der Dienstknecht Wilhelm Huber von Rippolingen (Baden) gestochen. Er war als Frauensperson maskirt gewesen. Da dem Huber keine Hilfe zu theil wurde, so verblutete er und wurde in seinem Blute todt aufgefunden. Der des Mordes verdächtige, später in Arisdorf verhaftete Fritz Schaub hat seine That eingestanden. Er will von Huber angegriffen worden sein. gesterreich''Angarn. Wien. Der zwanzigjährige Bäckergehilfe Joseph Jenewein und die neun zehnjährige Hilfsarbeiterin Marie Töpel sprangen bei der Kronprinz Rudolf - Brücke in den Donaustrom. Sie hatten sich vorher am Handgelenk durch ein Sacktuch aneinandergebunden. Dieses hatte sich gelöst. Die Töpel ertrank, Jenewein wurde gerettet. Der pensionirte Südbahnconduk teur Josef König, Vater von sechs Kindern, hat nach einem Streite seine Frau erstochen. König, der einnotorischer Trunkenbold ist. wurde der-

haftet und dem Landesgerichte eingeliefert. Advokat Dr. Emil Guttmann wurde vom Landgericht wegen Veruntreuung von Parteigeldern im Betrage von 77,258 Kronen für schulbig erkannt und zu acht Monaten schweren Kerkers verurtheilt. In einem Hotel auf der Mieden hat ein Liebesroman einen träaiscben Ab schluß genommen. Der 34jährige Kassier Theodor Fuchs erschoß seine 22jährige Geliebte, die Tochter eines Hutmachers Namens Amsterer, und dann sich selbst. Die 17jährige Magd Margarete Uhl ließ eine Fla sche mit Spiritus im Keller fallen. D Flüssigkeit entzündete sich an der offenen Flamme der Kerze, die die Magd in der Hand hielt, und fetzte ihre Kleider in Brand. Die Unglückliche der starb an den erlittenen Brandwunden. Kellner Anton Kraft, der am 9. December v. I. am hellichten Tag die Näherin Marie Steiner auf der Ringstraße überfiel und beraubte, wurde vom Gerichte zu lebenslänglichem schwerem Kerker verurtheilt. Auf eingelegte Berufung erkannte jetzt das Gericht auf 12 Jahre schweren Kerker. Feldzeugmarschall i. P. Theodor Braumüller v. Tannbruck, Inhaber des 5. Infanterieregiments und ehe maliger Commandant des 6. Corps, ist gestorben. Baden. In der Restauration und Milchwirthschaft in der Einöde, die dem Besitzer Stadelmann gehört, fand eine Gasexplosion statt, welche in der Restauration arge Verwüstungen anrichtete. Thür und Fensterstöcke und ein Theil des Dachstuhles wurden herausgerissen. Zum Glück war die Zahl der Gäste eine geringe. Dieselben ergriffen panikartig die Flucht, einzelne wurden verletzt. P r o ß n i tz. Aus dem Teiche wurde hier ein weiblicher Leichnam gezogen, in welchem die aus dem Elternhause abgängige 17jährige Marie Smejkal erkannt wurde. Es ist festgestellt worden, daß hier ein Selbstmord vorliege. T e s ch e n. Die 63jährige ledige Armenpfründnerin Jeanette Schalla wurde in ihrer Wohnung bei dem Ofen sitzend als Leiche aufgefunden. Sie hatte während der Nacht durch Einathmung von Kohlenoxydgas, daS aus einem schadhaften Ofenrohre entströmt war, den Erstickungstod gefunden. Luxemvurg. Luxemburg. Herr Julius Diegerich ist zum Hof - Thierarzt in Er setzung des verstorbenen Herrn Carl Siegen ernannt worden. H o l z e m. In der Scheune deZ Arbeiters Georg Brandenburger war Feuer ausgebrochen. Es gelang den zur Rettung herbeigeeilten Personen, nur einige Möbel zu retten. Wohn Haus, Scheune und Stallung brannten bis auf's Mauerwerk nieder. R e m i ch. Die Ernennung unseres Schöffens Herrn Lacroix zum Bürgermeister des Städtchens wurde von der gesummten Bevölkerung mit Gefühlen der Freude aufgenommen. S ch r a s s i g. Als der Knecht des Herrn Filleul zu Schrassig eine fünf Meter hohe Mauer untergraben hatte, stürzte diese plötzlich zusammen und begrub den Bedäuernswerthen unter ihren Trümmern. Der Verschüttete wurde sofort ausgegraben, doch stellte der herbeigerufene Arzt einen Bruch der Wirbelsäule, sowie schwere Quet schlingen fest.

Sein eigener Wunsch. Richter: Sie haben also den Zeu gen Huber, dem Sie einen Zahn zie hen sollten, mit einem Schemelbein auf den Kopf geschlagen, daß er ohnmächtig zusammenbrach. Warum thaten Sie das?" Dorfbarbier: Er wollte ja chloro formirt werden." DiegroßeSilberflotte in der Bai von Vigo, nach der schon oft vergeblich gesucht worden ist, soll wieder einmal aufgefischt werden. Aus Madrid wird darüber gemeldet: In Vigo lief aus Genua kommend der italienische Dampfer San Elements" behufs Untersuchung des Grundes der Bai ein, um den ungeheuren Schatz an Silberbarren zu suchen und zu heben, mit dem 1702 die bekannte französischspanische Flotte aus Westindien kommend, beladen war. Durch die Engländer und Holländer angegriffen, sah der spanisch Admiral, daß seine Niederlage unvermeidlich war und um die reiche Beute dem Feinde nicht auszu liefern, bohrte er seine Gallonen in den Grund. Der italienische Inhaber der Conzession wird, nachdem man mit den Marineöehörden verhandelt hat, die Forschungsarbeiten sogleich begin, nen.

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Wie wird man fett ? nüetUl Rathschläge übet die Kunst, totp lent zu tvcrde. Im Allgemeinen ist nichts weniger sympathisch als allzu große Magerkeit. Die Aerzte betrachten sie als ein theils der Erblichkeit zuzuschreibendes, theils zu gewissen Zeiten des Lebens physiologisches Phänomen; aber die große Menge steht der Erscheinung im Allgemeinen so ziemlich verständnißlos gegenüber und beschränkt sich in ihrem Urtheil auf den gewöhnlichen ästhetischen Maßstab, welcher die Ecken und Kanten "am menschlichen Körper wenig gefällig findet und die Rundung als vollkommenere Linie ansieht. Man muß jedoch auch erwägen, daß das Fett unseres Körpers als ein Reservefonds anzusehen ist, aus welchem der Mensch in Tagen der Noth nimmt. In gewissen Krankheitsstadien dienen die unter der Haut sich aufspannenden Fettschichten dazu, die nöthige Wärme in unserer Leibesmaschinerie zu erhalten und. sie brauchen sich auf, statt daß die andern ungleich werthvolleren Gewebe des Körpers aufgebraucht werden. Um nun einen kleinen Fettvorrath im eigenen Körper ansammeln zu können, ist Ruhe in allem, was man thut und treibt, das erste Gebot. Wer seiner Magerkeit Valet sagen will, lege Abends mit seinen Kleidern seine Sorgen ab und gönne sich reichlichen Schlaf. Er mache sich leichte Muskelarbeit, welche die aus der Nahrung gewonnenen Lebenssäfte nach allen Theilen seines Leibes treibt, und nach solchen leichten Leibesübungen huldige er ausgiebiger Ruhe. Was die Nahrungsfrage anbelangt, so bedenke man, daß Fleisch zwar Kraft gibt, daß seine Eiweißstoffe aber kein Fett erzeugen. Hingegen thun dies die mehlhaltigen Nahrungsmittel, die Pflanzen- und Thierfette. Daher hat sich eine fettmachende Diät aus dicken Suppen, Reis, Süßigkeiten, Mehlspeisen, süßen Früchten und derartigem zusammenzusetzen. Milchreis oder auch italienischer Risotto, Hafermus. Feigen- und Dattelnkompott, Milch- und Apfelstrudel der Oesterreicher, sowie deren Speck- und Schinkenknödel das sind Dinge, denen der Hagere zusprechen soll, wenn er sich bessere Formen wünscht. ' Hinsichtlich der Getränke vergesse man nie, daß der Alkohol nicht nur Fettansatz hervorbringt, sondern den Nerven und Eingeweiden schweren Schaden zufügt. Sehr zu empfehlen ist dagegen Milch, süßer Milchkaffee und Schokolade. Außerdem zehn Stunden Schlaf, mäßige Muskelarbeit, häufiges Ausruhen auf bequemem Sessel, Enthaltung von starker Gehirnarbeit und möglichste .Bewahrung vor Aerger und Aufregungen aller Art. Wirbcltrommel-Kraftwagen." Unter der Leitung des ArtillerieHauptmanns Eberhardt verließen unlängst auf einem Dampfer drei Trakteure" den Hamburger Hafen, um in Südwestafrika den deutschen Truppen Proviant, Wasser und Waffen nach den entlegensten Punkten zuzuführen. Oberleutnant Troost. a la Suite der kaiserlichen Schutztrupen, hatte auf Grund 12jähriger Erfahrungen in Afrika nach fast dreijähriger gemeinsamer Arbeit mit der Neuen Automo-bil-Gesellschaft in Berlin diese Trakteure in Auftrag gegeben. Ein Wenzinmotor von 40 Pferdestärken zieht durch jedes Gelände mit einer Geschwindigkeit bis zu 6.2 englische Meilen in der Stunde drei Wagen mit einer Nutzlast von insgesammt 40.000 Pfund. Die Breite der Räder kann von 1 Fuß 3 Zoll bis auf 3 Fuß 3 Zoll durch Aufschrauben von H-Eisen erhöht werden, (klingt es dann noch nicht, der Bodenschwierigkeit Herr zu werden, so wird der Motor auf eine Seiltrommel geschaltet. Mit Hilfe von Ankern und eines Drahtseiles von 23.000 Pfund Bruchfestigkeit wird erst der Zugwagen eine Strecke . weiter gezogen und dann der Lastwagen nachgeholt. Dabei verbraucht der Motor nur zwei bis drei Quarts Wasser für 62 Meilen Entfernung. Diese jetzt Trakteure" genannten Wagen wurden als Wirbcltrommel-Kraftwagen" vor zwei Jahren auf dem Tempelhofer Felde bei Berlin erprobt. Der Ursprung des Har1 e k i n s. Nicht Italien, sondern Frankreich, d. h. Paris, ist die Heimath Harlekins. Dieser Harlekin ist der in Paris zur Theaterfigur gewordene, Jahrhunderte alte, sprichwörtlichem Rüpel Harlekin, ein in Lumpen gekleideter Kerl teuflischen Namens und teuflischer Körperbeschaffenheit, der in französischen Volksmaskeraden auftrat. Von einem italienischen Schauspieler in Paris ist diese beliebte Volksfigur dann etwa um 1572 in die 'Commedia dell'Arte" eingeführt worden. Mythus, Kirche und Theater reichen sich also die Hand. Sie alle haben an der Entwicklung Harlekins theil, und von ihrem Wesen, von ihrem Inhalt ist Zug um Zug in ihm hinübergegangen. Russische Eisenbahnsekuritäten sind im Betrage von Z3.000.000 im Besitze einer, New Yorker LebensversicherungsgeseÜschaft. Die Lebensvers icherungsstationen entlang der britischen Küste retteten im vergangenen Jahre 680 Personen.

Japanischer Krankentransport in Korea.

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Wie die Russen, so haben auch die Japaner bei ihrem Aufmarsche ungeahnte Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Vielfach mußten erst Straßen neu geschaffen werden, auf denen sich der Truppentransport vollziehen konnte. Dazu der strenge Winter, die Unwirthlichkeit des Landes. All' diese mißlichen Verhältnisse hatten Krankheiten epidemieartigen Charakters im Die neue Manhattan-Brücke. Eine der schönsten und praktischsten Brücken, nicht nur Amerikas, sondern der ganzen Welt wird die neue Man hattan - Brücke über den East River werden, deren Piers und Fundamente zur Zeit vollendet sind. Die Brücke wird die Bowery an Canal Str. mit der Brooklyner Willoughby Str., zwischen Gold und Prince Str.. ver binden. Von allen Brücken zwischen dem sündigen Gotham und der from Die neue Manhattan - Vrü cke mit Gliederschließketten. men Kirchenstadt ist sie bei Weitem als die größte geplant, wird doch ihre Länge zwischen beiden Endpunkten nicht weniger als 10,000 Fuß betra gen. Nach dem ursprünglichen Plane hatte man eine Hängebrücke, von vier Stahlthllrmen getragen, nach ähnlichem Dessin, wie die Williamsburger Brücke im Auge. Der verflossene Commissär Lindenthal hatte die glückliche Idee anläßlich der Verzögerung der Grundarbeiten, das ganze Projekt umarbeiten zu lassen, um die Con struktion geräumiger und gefälliger zu machen. Mit der Revision der Pläne wurde ohne Säumen begonnen, und die Arbeiten schritten so rüstig vor, daß der Bau der neuen Struktur in Bälde angefangen werden kann. An allen Theilen wird die Breite 122 Fuß betragen, d. h. ein paar Fuß mehr, als die Williamsburger Brücke besitzt. Dagegen ist die mittlere Spannweite mit ihren 1470 Fuß von Brückenbogen der M a n h a tt a n -Brücke. Thurm zu Thurm fast 130 Fuß geringer, als die der genannten Brücke, während die beiden Spannungen von den Mittelthürmen bis zu den beider seitigen Pierverankerungen von je 725 Fuß Länge die entsprechenden Entfernungen der Williamsburger Brücke ein wenig übertreffen. Die zwei Stahlthürme werden sich in einer Höhe von je 400 Fuß über den Wasserspiegel erheben. Um die mühsamen Arbeiten zu be schleunigen, will man bei dem Bau die modernsten Methoden verwerthen: so sollen an Stelle der alkgewohnten Kabel die Gliederschließketten (Eyebars), welche ihre Brauchbarkeit freilich noch zu erweisen haben, in AnWendung kommen. Während ferne? früher die die Struktur versteifenden Stahldrahtgeflechte einen Theil der Bodenkonstruktion bildeten, werden sie sich bei dem Neubau den Suspensionsketten in der Weise angliedern, daß diese die Spitze jener bilden. Dadurch gewinnt die ganze Anlage an Leichtigkeit und graziösem Aussehen,

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Gefolge, die einen bedenklich hohen Prozentsatz von Kranken in der japa nischen Armee zeitigten. Ueberall sah man im Gefolge der Armee die korea nischen zweirädrigen Ochsenkarren, wie unser Bild sie zeigt, auf denen die Kranken und Maroden verladen waren. Manch' einer der kleinen gelben Kerle aus dem Reiche des Mikado hat so den Tod gefunden, ehe er auch nur den Feind gesehen.

wozu noch der praktische Vortheil kommt, daß die dem Zerreißen den größten Widerstand leistende Masse des Flechtwerks sich an der Stelle befindet, wo das Eisengewicht der Brücke sich am meisten concentrirt. Ehrenpforte in Wladiwostok. Eine besondere Sehenswürdigkeit der Hafenstadt Wladiwostok, welche in dem ostasiatischen Kriege eine so be deutende. Rolle spielt, ist die Ehrenpforte, welche vor einigen Jahren gele gentlich des Besuches deö j.Jigen Cza ren, der damals noch Thronfolger Ehrenpforte in Wladiwost o k. war, errichtet wurde. Sie steht an einer hochgelegenen Straße unweit des Hafens und ist im russischen Kapellenstil gehalten. Schnell geholfen. Gast: Sie. Herr Wirth, was ist denn das? Der Braten ist eiskalt und das Bier ganz warm!" Wirth: 5to. nachher stellen'S halt 's Bier auf den Brat'n a weil, no wird's Bier kalt und der Brat'n warm." Verlockendes A n e r b i e t e n. Barbier (zur Kellnerin): Kathi. wenn S' mir 'n Kuß geben, reiß' ich Ihnen auch gratis 'n Zahn aus! Beim j u r i st i s ch e n E x a m e n. Professor: Wollen Sie mir sagen. Herr Candidat. was innerhalb der Nothfrist geschehen muß? Erster Candidat: In der Nothfrist. in der Nothfrist Professor (sich an den zweiten Candidaten wendend): Vielleicht Sie. Herr Candidat? Zwei ter Candidat (der auf die Frage des Professors gar nicht aufgepaßt und nur die Worte seines Collegen ver nommea hatte): In der Noth frißt der Teufel Fliegen. OptischeTäuschung. Herrje, da komme ich ja gar nicht durch mit meinen beiden großen Bün deln!"

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