Indiana Tribüne, Volume 27, Number 231, Indianapolis, Marion County, 20 May 1904 — Page 4
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Judtana Tribüne, 2p. fSftai 1904
Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der utnbrg . Indianapolis, Ind.
Sarry O. Thndinm Präsident. Geschäfts local: No. 31 Süd Delaware Straße TELEPHONE 2SS. Kntered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Es beginnt zu tagen. Etwas Neues ganz Unerwartetes ist vorgekommen. Das so üstethische Da men Journal, das Ladies Home Journal wirft sich in einem längeren Artikel zum Champion des Bieres auf, erklärt denPatent-Medicinen den Krieg, hält den Temperenzweibem der W. C. T. U. ihr Sünden und Heucheleien vor und kanzelt die Schriften der Tem perenz-Apostel in nicht mißzuverstehen" der Weise ab. Nicht weil das nach deutscher Art gebraute Bier von dem ästethischen amerikanischen Journal als gesundheitszuträglich anerkannt wird, ist uns als Deutschen die Angelegenheit so wichtig, sondern weil den amerikanischen Tem perenzweibern von amerikanischer Seite entgegengerufen wird: Ihr seid Heuchler und Jrrlehrer, Ihr verdammt das Heilsame und preist das Ueble an hier sind die Beweise." Der erwähnte von Edward Bok derfaßte, in der Mai-Nummer des Ladies Home Journal" erschienene Artikel hat als Ueberschrist die Worte: Fluch der Patent-Medizinen". Unsere Aufmerksamkeit wurde durch eine Flaschenbier-Anzeige erregt, in' welcher Stellen aus dem Artikel citirt waren. Der Deutsche bedürfte dieser Aufklärungen nicht, für die Amerikaner aber find sie höchst wertvoll. Wir können unseren amerikanischen College, welche über den nichtswürdigen und verderblichen Einfluß der Brauer" Krämpfe bekommen und spal tenlange Leitartikel darüber zusammen phantasiren, nur eine aufmerksame Lektüre dieses sachlich gehaltenen Artikels im LadieS Home Journal empfehlen. Wenn sie irgendwie ehrlich und nicht bezahlte Diener des Muckerthums sind, werden sie ihre Götzen zerbrechen und Gambrinus huldigen. Sie werden zu der Anschauung gelangen, daß das Bier zu den herrlichen Gaben gehört, für welche sie den deutschen Mitbürgern verpflichtet find, fie werden einsehen, daß die Teufel des Alkohols gerade in den von ihnen angepriesenen Allheil Mitteln schlummern und, daß der Biergenuß die besteZ Waffe gegen AlkoholVergiftung durch Patent-Stimulanten ist. Ober werden sie selbst Angesichts einer Analyse, wie die von Dr. Pierce Favorite PreScription", deren Bestandtheile von Dr. Samuel W. Abbott von der Gesundheitsbehörde des nativistischften Staates Massachusetts, wie folgt angegeben ifi: ' DigitalisTinct., Drachme (flüssig). Opium Tinct., Drachme (flüssig). Anisöl, 8 Tropfen. Alcohol, N Unce. ihre Augen der Thatsache verschließen, daß neben dem Giftdes Fingerhuts dieses besonders von Temperenzfanatikern gebrauchte Heilmittel das verderbliche Opium u. 17 Proz. Alohol in der entsetzlichen Mischung vertreten find, während Bier, das angefeindete deutsche Getränk des Bürgers höchstens 5 Prozent Alkohol enthält. Sie brauchen nur weiter in der von der Staatsbehöcde von Massachusetts verzeichneten Liste zu gehen, um zu erfahren, daß das so gern in Temperenzfamilien gebrauchte Magenstärkungs - Mittel" Whiskol", welches besonders als non-intoxicating stimulant" angeführt ist, 28.2 Prozent Alkohol enthält. Daß Richardson's Concentrated Sherry Wine Bitters" eigentlich tXl concenträted Alkohol" bezeichnet werden müßte, denn die patentirte Mischung enthält 47.5 Prozent reinen Alkohol. Hood's Sarsaparilla, welcheS bei den Temperenzlern die Stelle des deutschen Maiweinö vertritt, enthält 18.3 Prozent Alkohol, also mehr als guter Sherry, Portwein, Moseloder Rheinwein. "' Der Heuchler hat bei den Nativiften und Temperenzlern in der That freies Feld. Dasselbe Gesinde!, welches vor dem 5 Proc. Alkohol im Bier die Hände ringt, säuft zur Herzerquickung und Magenftärkung - 50 procentige Alkoholmischungen, weil sie unter der Maöke von Medicin gekauft werden
können. Ein ehrlicher, kräftiger NordHäuser ist ihnen nur deshalb ein Greuel,
weil er aus der Kneipe und nicht aus der Apotheke kommt, Sie eifern gegen 5 Prozent Alkohol, das der Schankkellner vom Faffe zapft und genießen mit andächtigem Augenaufschlag und religiösem Behagen eine Mischung aus Cocaine, dem teuflischen Opium und reichlichen Alkohol schnalzen mit der Zunge und bereiten einen neuen Kreuz zug gegeu das nicht den 10. Theil M kohol enthaltende Bier vor. Viel ähnliches werthvolles Material bietet der Artikel im Ladies Home Journal, welches wir in einem folgenden Artikel besprechen werden. Vom 23. bis 28. Mai wird in Zürich ein internationaler Kongreß der Baumwollspinner stattfinden. Amerikanische, belgische, deutsche, englische, französische, italienische österreichische, rnsfische und spanische Spinnereien werden dort vertreten sein. Das Programm der Berathungen wird erstens eine Orientirung über die neuen ErWerbungen des Baumwollbaues in Westafrika, Aegypten, Ostafrika und Russisch-Turkestan umfassen. Sodann werden Resolutionen über die geeigneten Schritte gegen zukünftige Baumwoll Corners gefaßt werden ; endlich wird eine zuverlässigere Gestaltung des Nachrichtendienstes über den Stand der Baumwollpflanzungen in den Vereinigten Staaten vorgeschlagen werden. Eine Organisation der Vereine von Baumwollinteressenten in den verschiedenen Ländern wird ebenfalls Gegenstand der Berathung sein. . Wenn auch der Gedanke einer Pan mongolischen Partei oder gar einer gemeinschaftlichen Action aller zur sögenannten gelben Rasse gehörenden Völker als doktrinär zu bezeichnen ist, so darf man nicht vergessen, daß selbst bei den niedrigststehendcn dieser Gemeinschaften das Bewußtsein einer Gefahr durch das Vordringen der westlichen Nationen zu dämmern anfängt. Auch China ist durch die Ereignisse der letzten Jahre darüber aufgeklärt worden, daß für feine ausgedehnten Territorien eine ernste Gefahr die weiße Ge fahr immer näher rückt. Wenn man auch chinesischerseits Japan nicht hold ist man betrachtet es als einen von Asien abgefallenen Renegatenstaat, der seinen asiatischen Traditionen un treu geworden ist; als Feind, dessen Soldaten Seite an Seite mit den Westlichen Truppen Peking erstürmt haben , so richten sich doch alle Blicke auf das Sonnenaufgangsland. (D. f. W.) Freifinnige Sonntagsschule des Socialen Turnvereins. Der Ausflug, den die Freifinnige Sonntagsschule des Socialen TurnVereins zum Abschluß des laufenden Schuljahres am Sonntag, den 29. Mai, nach dem idyllisch gelegenen Buchenhain unternimmt, wird sich zweifelsohne zu einer gemüthlichen UnterHaltung der Schüler und den Angehörigen gestalten. Alle Schüler und Schülerinnen, welche sich an dem Feste zu betheiligen gedenken, find ersucht, sich am kommenden Sonntag, den 22. d. Mts., pünktlich um 10 Uhr im Deutschen Hause einzusinken, um nähere Jnstructionen bezüglich deö aufgestellten Vroaramms zu erhalten. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American Association. Milwaukee, 19. Mai. Milwaulee 0 0000000 00 Indianapolis. .0030000003 Minneapolis, 19. Mai. Mwneapolis. . .0 0000000 00 ColumbuS. ....00001 20205 St. Paul, 19. Mai. St. Paul. . . . .0 0001000 01 Louisville.....0 1400 1 0 1 07 Kansas City, 13. Mai. KansaS City. .... .4 0 1 1 0 1 0 7 Toledo. ...0 0100 00 1 Nation al-L iga. St. Louis, 19. Mai. St. LouiS....1001 1 02 4 9 Philadelphia ..0000001 012 - Chicago, 19. Mai. Chicago.. . ....0 0 0.2 00 0 2 4 Brooklyn.. . ;..0 000000011 Pittsburg, 19. Mai. Pittsburg. . . . .0 0100001 2 New York ....0 0 000000 11 Cincinnati, 19. Mai. ' Cincknnati Spiel verschoben; nasse Boston ( Gründe.
Des Mordangriffs angeklagt.
Nicholas Long von Harry Albright schwer verwundent. In Kingan's Etablissement geriethen gestern die beiden Arbeiter Harry Albright und Nicholas Long in Streit, in dessen Verlauf der Erstere eine große Packnadel ergriff und dieselbe dem Long in Brust bohrte. Derselbe wurde nach dem Stadt-Hospitale gebracht, woselbst sein Zustand als bedenklich geschildert wurde. Es wird befürchtet, daß die Nadel die Lunge durchbohrt hat. Albright wurde unter der Anklage des Mordangriffs eingesperrt. , onrt zum Besten des Zuduftriellen Blindenheims. Dasselbe findet heute Abend statt. Für das heute Abend in der Tomlinson-Halle zum Besten des Industriellen Blindenheims veranstaltete Concert ist folgendes Programm auf gestellt worden: Theilst Chord" Sullivan Roberts Park Choral Society. Grand Waltz, concerto D Matteli Pros. George M. Hebble. Song, The Farewell" Schumann Paul William jeffrics. (a) May Morning" Penza (b) Spring Morning" Well Mrs. Caroline Winter Goetz, Miss Catherine Bauer, violin obligato. Lass solo Selected Oliver Isensee. Tntermission. (a) Third suite. .... .... . Ries (b) Hungarian Dance No. 5. Brahms Joachim Miss Catherine Bauer, violin; David Levy, piano. The Passage Bird's Farewell" Hilbach Miss Ross Scott, soprano; Mrs. Edward Neb, contralto. Vi-nr 1X71,:. 0fc ........ .... ... ... J. H. Roberts. The Gleaner's Slumber Song .... Wolthow Miss Verle Davidson. Serenade, cornet solo M issued Earl Holt. Romney Willson Accompanist 3. O. O. F. Die Waisen-Anstalt wird um einen weiteren Anbau vergrößert. In der gestrigen Schlußsitzung -der Staats - Großloge der Odd Fellows wurde der Bau eines umfangreichen Anbaus zum Waisen-Asyl in Greensbürg beschlossen; die Mitglieder haben zur Deckung der Kosten, welche sich auf etwa $40,000 belaufen, werden ; ein Afseßment von je 50 Cents und die Rebekka Schwestern von je 20 Cents zu zahlen. j Für die im November stattfindende Beamtenwahl wurden folgende NomiNationen gemacht: Edward Farrer, Rushville, GroßMeister; R. H. Hollywood, Jndiänapolis, Deputy Groß-Meister; W. H. Leedy, Indianapolis, Groß Secretär; W. A. Morris. Groß Schatzmeister; Alexander Johnson, Repräsentant zu der Sovereign Groß Loge in San Francisco; Benjamin Franklin, Groß Trust; E. G. Hogate. Commissionar für das GreenLburg Heim. Jndiana Leichenbestatter - Wereinigung. Die Jndiana Leichenbestatter-Verei-nigung hat in ihrer gestrigen Schlußsitzung folgende Beamten erwählt: Präsident, M. H. Stults, Huntington; 1. Viee-Präfident, C. W. Redmun, Dana; 2. Vice-Präfident, E. M. Shafer, Evansville; Secretär, George Wyatt, Rufhville; Schatzmeister, H. C. Behling, Indianapolis; Delegaten zur National-Convention. W. H. Hiß, Plainfield; E. S. Ferguson, Bedford; H. M. Purviance, Huntington; H. F. Small, Walton und John Finn, Indianapolis. Im Zuchthanse gestorben. Henry Rose, ein 62jähr!ger Mann, welcher vor zwei Monaten vom Crimi nalrichter Alford zu 25 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, ist vor einigen Abenden in der Strafanstalt gestorben. Bauerlaubnißschein e. Jacob Flick, hölzernes Ladengebäude, 2007 West Washington Str., $800. Wabash Realty Co., Geschäftsgebäude, Ohio und West Str., $6000. Wm. Lasche, Cottage, Raymond Str., nahe Madison Avenue, $1150. Harry Htlgemeier, Cottage, Raymond Str., nahe Süd Oft Str., $1350.
Polizeiliches Allerlei.
Die Polizei hält zur Zeit Umschau uach einem geriebenen Gau ner, welcher in raffinirter Weise in den Besitz von zwei Anzügen gelangte. Derselbe war in die Wohnung des Benjamin D. Walcott, 1511 N. Fairmount Str. gekommen, hatte sich für einen Agenten eines KleiderreinigungSEtablissements ausgegeben. Er sagt, daß er von Walcot gesandt worden sei, um 2 Anzüge abzuholen, welche gereinigt werden sollten. Dieselben wur den dem Mann denn auch anstandslos ausgeliefert. Erst am Nachmittag, als Herr Wolcott nach Hause zurückkehrte, stellte es sich heraus, daß der Agent ein Schwindler war. Samuel Wilson von 410 West 18. Str., gerieth gestern Nachmittag auf dem Hof seiner Wohnung mit seiner Frau in Streit, in dessen Verlauf er einen Stein nach ihr warf. Derselbe traf jedoch nicht die Frau sondern den kleinen 6jährigen Sohn des Hauses. Der Junge trug eine klaffende Wunde an der Stirn davon. Die Polizei wurde benachrichtigt; als dieselben an Ort und Stelle anlangten, war Wilson entflohen. 3n Folge der ungünstigen Witterung wird die Erössnung des GermaniaParks auf Sonntag, den 29. Mai, verschoben. Der Vorstand. . Beinahe scalpirt. Arthur Cupp von 442 Centennial Str. gerieth gestern Nachmittag im Star Store mit seinem Kopf so unglücklich zwischen den Fahrstuhl und die Wand des Schachtes, daß ihm ein Theil der Kopfhaut abgerissen wurde. Er wurde nach dem Stadt-Hospital überführt. Schwäbischer Damen-Verein. Der Schwäbische Damen-Verein feierte gestern Abend in John Emhardt's freundlicher Halle an der Süd Ost Straße fein Stiftungsfest und zwar ganz unter sich. Es wurden musikalische und decla matorische Vorträge, ernste und launige Reden gehalten und da auch für den in neren Menschen in vortrefflicher Weise gesorgt worden war, so verlebten die Damen einige recht gemüthliche Gtunden. VnlkanauSbrüchc und Aschenregen. Auf dem im südwestlichen Norwegen belegenen 3281 Fuß hohen Haukelisäter ist ein Aschenregen gefallen, der 1 Zoll hoch den Schnee bedeckte und von Island herübergetrieben wurde, wo ein vulkanischer Ausbruch stattgefunden hatte. Der Vorgang steht in Norwegen keineswegs vereinzelt da. Beim Ausbruche des Katlas im südlichen Island im Jahre 1625 flog die Asche bis nach Bergen, und die Bimssteinasche des Vulkans Askja. der sich tief im Innern befindet, wurde bei dem Ausbruch im März 1875 in 11 Stunden 40 Minuten quer über den Atlantischen Ozean bis zur Westküste Norwegens und von. dort in 10 Stunden bis Stockholm getrieben. Selbst Schlackenstücke sind bei isländischen Vulkanausbrüchen in beträchtliche Ferne geschleudert worden, z. B. wurde beim Ausbruch des Hellas im Jahre 1510 ein Mann, der sich 28 englische Meilen vom Hella befand, von einer vulkanischen Bombe erschlagen. Beim Ausbruch im April 1766 flogen Lavastücke von 3 bis 4 Pfund Gewicht 13 Meilen weit, und ein faustgroßes Stück kam 102 Meilen vom Hella entfernt, an der Nordküste Islands nieder. Ebenso wurden im Juni 1783 glii hende Schlacken des Hellas bis Thorsmörk, 60 Meilen vom Vulkan, ges chleudert. ' Lieber todt, als im Gef a n g n i ß. In Leipzig sprang neulich die Kellnerin Eisenhauer aus dem Fenster des im dritten Stock liegenden Aborts im Amtsgericht auf den gepflasterten Hof hinab, wo sie todt liegen blieb. Das Mädchen sollte eine g.gen sie wegen Beleidigung erkannte Gefängniszstrafe von zehn Tagen verbüßen. Krnreryattung. M i e t h e r i n (im dritten Stock zur Köchin 6om zweiten): Was ist denn das für ein schrecklicher Spektakel bei Euch?" K ö ch i n : Ach, nichts Besonderes! Der Herr unterhält sich nur mit der Frau über 's Haushaltungsgeld!" Nicht anders! ..Du korrespondirst mit einem Leutnant unter einer Chiffre, liebe Rosa? Unter welcher denn?" Selbstverftändlich unter ,Aeh!' " Sonnenstich. Sonnenstich behandelt man,, ehe ein Arzt zu erlangen ist, mit Umschlägen von kaltem Wasser auf den Kopf, warmen Fußbädern und fleißigem Frottiren des ganzen Körpers, besonders der unteren Extrems-täten.
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Ein Hamlet.JuvUäum. Shakespeares Hamlet" in heute vorliegender Gestalt feiert in diesem Jahre sein 300. Buch-Jubiläum. In Dänemark, dessen Geschichte das Stoffliche zu Hamlet" entnommen ist, wird zu diesem in der Geistesgeschichte der Menschheit bedeutsamen Erinnerungszeitpunkte eineArt Ham-let"-Feier stattfinden In der Nähe von Helsingör, dem dänischen Königs schlösse wo jetzt schon ein Grab Hamlets und Opheliens Ruhesitz durch Denksteine bezeichnet, sind soll Shakespeare ein Denkmal gesetzt wer den, das von dem dänischen Bildhauer Louis Hasselriis in Rom ausgeführt wurde. In einem englischen Magazin spricht gerade jetzt Sarah Tooley eine Hypothese zur Entstehungsgeschichte des Hamlet aus, die den Werth zahl loser anderer, nicht zu beweisender und schwer zu widerlegender Hypothesen hat, aber im einzelnen interessante Züge bietet. Damals, wie heute, saß eine dänische Königstochter auf dem englischen Thron,' Anna, die Tochter Friedrichs II. von Dänemark, die Ge mahlia Ja,!obs I. von England. Von ihrem Vater hat sie die Vorliebe für die s chönen Künste geerbt. Namentlich das Drama liebte Friedrich 'IL, und zweimal im Jahre 1585 und 1586 spielten englische Schauspieler vor dem dänischen Hofe in Helsingör. Unter diesen Schauspielern haben sich erwiesenermaßen Freunde und Collegen Shakespeares (Kemp, Pope usw.) befunden; Shakespeares Name kommt in den Aufzeichnungen nicht vor, aber dennoch hält es Tooley für sehr wahr scheinlich, daß auch Shakespeare mit dabei war und seine Phantasie mit den großartigen Bildern von Schloß Hel singör erfüllte. 1589 fand die Hechzeit zwischen Jakob, damals noch Jakob IV. von Schottland, und Anna statt, die nicht weniger als dreimal gefeiert wurde. Erst per procurätio nein in Helsingör, dann in dem elenden Upslo, der Gegend , des heutigen Christian, wo König Jakob seine schiffbrüchige Braut endlich persönlich abholte, und dann wieder im Schlosse von Helsingör, wo die beiden die Feierlichkeiten nachholten. Als Mitgift kamen damals die Qrkney- und Shet-lands-Jnseln an Schottland. Anna blieb zeitlebens dänische Patriotin, auch später, als sie Königin von Eng land wurde. Eine große Anzahl Dä nen kamen an den englischen Hof, ein starker Verkehr wurde zwischen England und Dänemark erhalten. Dänisch wurde Mode in England. Dieser dänischen Mode sollen wir nun auch den Hamlet" verdanken, da die Königin, wie erwähnt, das Drama liebte, gerne selbst mitspielte, und es z. B. nicht verschmähte, ihr königliches Antlitz zu schwärzen, um in Ben Jonsons Maskenspiel Blackneß" eine Negernymphe spielen zu können. Gegen Ende der Regierung der Königin Elisabeth war schlechtes Wetter für Schauspieler gewesen, jetzt trat plötzlich wieder ein Umschwung ein. Die Gesellschaft, der Shakespeare damals angehörte, erhielt unmittelbar nach der Ankunft des neuen Königspaares in London die . Erlaubniß, im Globetheater zu spielen und den Titel königlicher Schauspieler". Was ist be greiflicher, als daß Shakespeare der Königin mit einem Stücke dankte, desseit Schauplatz das Schloß war, in dem sie ihre Jugend verbrachte! i E i g e n n ü tz i g e A u f m e r k s a m k e i t. Köchin (zur Madame): Mein Bräutigam ist zu aufmerksam; der kommt , keinen Abend, ohne daß er mir ein... Kochrecept mitbringt! Ein Künstler. Direktor: Nun, der neue Beamte scheint ja sehr fleißig zu sein? Bureau Vorstand: Ja, das $ seine Kunst. Direktor: Fleiß ist doch keine Kunst. BureauVorstand': Nein, seine Kunst, daß er sehr fleißig zu sein scheint und dabei gar nichts thut.
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