Indiana Tribüne, Volume 27, Number 230, Indianapolis, Marion County, 19 May 1904 — Page 5

Jndiana Tribüne,

10. SSfiai 190H

Ans den Gerichtshöfen.

Das Gerichtshau sver ödet. DaS Gerichtshaus war gestern so gut wie verödet, denn die meisten Clerks in den verschiedenen Tribunalen und Of fices waren Delegaten zu der republi konischen County-Convention. Scheidungverweigert. Richter Allen hat sowohl der Frau Mary Stewart die Scheidung von ihrem Gatten John als auch diesem ebenfalls dieselbe von seiner theuren Ehe Hälfte verweigert. Er hat jedoch die Kosten desProzeffeszu bezahlen, wodurch seine Stimmung gegen seineFrau jedenfalls nicht freundlicher werden wird. DerMidlandPortlandCement Co." Fall. Die Anwälte für A. W. Thompson, einen der Kläger gegen die Directoren der Midland Portland Cement Co., welche einen Maffenverwalter für die selbe verlangen, haben dem Richter Seathers, vor welchem der Fall zur Verhandlung gelangen sollte, ein Ge such eingereicht, in welchem sie um Verlegung des Prozesses nach einem anderen Gericht nachsuchen. Der Richter wird darüber heute seine Entscheidung abgeben. Appellation eingereicht. Die Muncie Pulp Co.", welche kürzlich im Delaware County Kreis gericht verdonnert wurde, dem Farmer Henry C. Keesling $4000 Schadenersatz zu zahlen, hat gegen das Urtheil im Obergericht Appellation eingereicht. Durch Abfälle von der Fabrik, welche am Buck Creek belegen ist, war derselbe in abscheulicher Weise verunreinigt worden. Der Bach fließt an Keesling's Haus vorbei. Verlegung nach einem an - deren G e richt derC . langt. Die Anwälte von fünf Klagen, welche gegen die Old Wayne Life Ins. Ca." gerichtet sind, reichten gestern vor Richter Cürter das Gesuch ein. die Fälle nach dem Gericht eines anderen County zu verlegen. Sie sind der Ansicht, daß h diesem County ein Vorurtheil gegen die Gesellschaft herrscht. DercGroll einet lieclos behandelten Mutter. '- DaS Testament der vor einiger Zeit verstorbenen Frau Margarethe Krenzer wurde gestern im Probatgericht ringe reicht. In derselben bestimmt sie, daß ihr Nachlaß zu gleichen Theilen ihrem Gatten Joseph und ihren beiden Söh nen Adam und John zufallen soll. Sie bestimmt ausdrücklich, daß ihre Söhne Joseph und Andrew Krenzer und ihre Tochter Lina Thomas nichts aus ihrem Nachlaß erhalten sollen weil sie auf verschiedene Weise schon genug empfangen und ihrer Mutter nicht die ihr gebührende Liebe und Zuneigung bewiesen haben." . Polizeiliches Allerlei. Die Detectivs Nray und Holtz ver hafteten gestern den Farbigen Wm. Morgan unter der Anklage des Einbruchs und des Großdiebstahls. Der selbe war dabei abgefaßt worden, als er die Anzüge, welche aus dem Hause des Thomas A. Alford, 1628 N. Delawäre Str. in der Donnerstag Nacht gestohlen wurden, versetzen wollte. Es ist ferner des Einbruchs in Louis I. Brown's Wohnung No. 1715 Cen tral Ave. angeklagt. Die Polizei fahndete gestern aus einen alten Mann, Namens Spencer; derselbe hatte mit seiner Frau Streit gehabi und dann seine Wohnung mit der Drohung verlassen, sich das Leben nehmen zu wollen. Bis gestern Abend war er noch nicht nach Haufe zurückgekehrt. Ein Mann, Namens Ben Jacobs meldet, daß er sein Portemonnaie mit $85 Inhalt verloren hatte. Das DiSpensarium wurde gestern Nachmittag benachrichtigt, daß cn der Ecke der Washington Straße und Senate Avenue ein Mann auf dem Straßenpflaster IöqC welcher aus mehreren Kopfwunden blutet. Derselbe wurde per Ambulanz nach dem Dispensarium gebracht, wo Dr. Wright die Wunden flickte. Hierauf ' wurde der Mann wegen Trunkenheit eingelocht. Er wurde als John Wahl, 35 Jahre alt, Farmarbeiter von Plainfield gebucht. Bauerlaubnißschein e. Sophia Schesler, Cottage, Timmerman und Iowa Str., $1.000. Jo seph Schoffer, Cottage, Station und 21., $1,150. A. M. Ogle, Reparaturen, 1423 N. Pennsylvania, $5,000. David Brown, Cottage, 4005 Ost 28., $700. - ... ;

Snpreme Stamm des Ben Hnr Ordens.

In der gestern in Crawfordsville abgehaltenen Sitzung des Supreme Stammes des Ben Hur Ordens wur den folgende Beamten für die nächsten vier Jahre erwählt:. . , - Supreme-Chief, D. W.'' Gerrard; Scribe, Frank L. Snyder; Keeper of Tribute, Sam. E. Boris; Magic Council, I. F. Davidson; 'Judge W". H. Omen, von Ohio; Executive Comite, G. H. Hazen, I. R Bonnell.und E. R. Bryson von Covington. Dem Bericht des Supreme-Chef zufolge, wurden während der letzten 4 Jahre 54,213 neue Mitglieder gewonnen. Die Einnahmen vom 31. Dezember 1901 bis 31. Dezember 1903 beliefen sich auf $2,775,718.09, die Ausgaben auf $2,192,212.58, in der Casse verblieben $583,505.51. Gurken. Die Samen legen wir. wenn es uns der Raum gestattet, in ein schon benutzt gewesenes Frühbeet oder, wenn dies nicht angeht, in Sameniistchen, welche mit einer Glasscheibe bedeckt an einer warmen Stelle des Gar. tens gleichmäßig feucht erhalten werden. .In kalten Nächten bringt man letztere in einen frostfreien Raum. In dieser Weise werden die, jungen Pflanzen rasch und kräftig wachsen, um später auf die für sie zubereiteten Beete gepflanzt zu werden. Dieses Auspflanzen hat doppelten ' Werth und sollte überall da angewendet werden, wo der Gurkenbau nicht in sehr großem Maßstabe betrieben wird, denn einestheils ist bei noch fortdauernd rauher Witterung mit dem Auspflanzen noch zu warten, ohne die Setzlinge gefährdet zu sehen, und bei jeder Auspflanzung noch eine Reserve für den Nothfall zurückzubehalten, and'erntheils aber haben die bepflanzten Beete ein viel gleichmäßige res Ansehen, als die besäeten. Um junge Spargelanlagen schon zeitig benutzen zu köunen, soll man die jungen, grünen Triebe, sobald sie eine solche Festigkeit erlangt haben, daß sie nicht mehr brechen, schon im ersten Jahre nach der Pflanzung niederbiegen und mit Haken auf dem Boden befestigen. Die dadurch hervorgerufene Stauung des Saftes zwingt den Wurzelstock, stets neue und kräftige Schößlinge auszusenden. Durch diese Behandlung wird der Stock sozusagen frühzeitig alt und soll schon im zweiten Jahre fähig werden. Triebe zum Stechen hervorzubringen, während dies bekanntlich nach der gewöhnlichen Kulturmeihode erst im vierten Jahre der Fall ist. Dieses Berfahren bedingt aber alle Jahre eine möglichst starke Düngung, welche überHaupt immer nothwendig ist, wenn man schönen Spargel ziehen will. BerstellenderBienen. Bienen, die sich einmal auf einer bestimmten Stelle eingeflogen haben, können während der Flugzeit im alten Flugkreise nicht ohne Weiteres auf einen neuen Platz gebracht werden. Sie würden schon beim nächsten Ausfluge zum größten Theile auf die frühere Stelle zurückkehren und dort umkommen oder doch für den Stock verloren gehen. Gilt es daher, in der Zeit vom Frühling bis zum Winte einem Bienenvolk im gewohnten Flugkreise einen von dem seither innegehabten wesentlich verschiedenen Stand zu geben, so schaffe man dasselbe auf vier Wochen ganz aus dem Flugkreise und bringe es an einen mindestens Stunden entfernten Ort. Dort vergißt es in dieser Zeit seinen alten Flugkreis und kann dann, in denselben zurückgebracht, nach Belieben Aufstellung finden. " Den Ertrag der Erdbeeren zu vermehren, wird von einem erfahrenen Gartenbesitzer gerathen, die Pflanzen im Frühjahre mit Gips zu bestreuen. Das Mittel soll sehr günstig wirken, besonders, wenn man zugleich eine Düngung der Pflanzen anwendet, indem man zwischen den Reihen kurzen Mist auf die Beete bringt. Der Durchfall bei jungen Gänsen soll durch folgendes Mittel beseitigt werden. Man siedet Rothwein mit einigen Eicheln zusammen und gibt den erkrankten Thieren täglich zwei- bis dreimal einen Eßlöffel voll ein. Wo Eicheln nicht vorhanden sind, , verrichtet Eichenrinde (kleines Quantum) auch diesen Zweck. Die Z w i e b e l ist ein Vorzugliches Mittel gegen den Stich aller Insekten, der Bienen, Wespen, Mücken u. f. w. Aeußerst schnell beseitigt sie die Röthe und den Schmerz, sobald man die Wunde und Ihre Umgebung stark mit der Zwiebel eingerieben hat. eryangnitzvolle Maulwurfsjagd. Während in Grand Forks, N. D., der zehnMrige Geo. Howard mit einer kleinen Büchse auf Maulwürfe schoß, traf eine Kugel sein sechsjähriges Schwesterchen, welche herbeigelaufen war. und das Kind erlag in kurzer Zeit der Wunde. Fernwirkung d e s ?K r i e -g e s. Der Nordexpreßzug WirballenOstende verkehrt seit Kurzem wieder dreimal wöchentlich. Dieser Tage traf er mit nur einem Fahrgast, einer Dame aus Petersburg, in Eydtkuhnen ein, während das Jahr- .und Zugbegleitungspersona! aus zehn Mann bestand.

LebenSfayrt. . Von Arthur Pfungst. ' ' Nicht ziemt's dem Sterblichen vorauszusagen Die Wirkung feiner Thaten in der Welt; Er gleicht dem Schiffer, der die Jährt muß wagen Ins Meer hinaus wo manches Schiff zerschellt; Er gleicht dem Landmann, der in Lenzestagen Den Samen ausstreut und das Land bestellt. Und der nicht weiß, ob edle Früchte traSen, .... Ob in der Gluth verdorren w:rd sem Feld. Doch wie der Sämann stets in alter Treue Die Körner in den Boden legt aufs neue. Den Blick erhellt von froher Hoffnung Schimmer, So soll der Mensch auch säen seine Thaten. Vielleicht wird reicher Herbst aus seinen Saaten, Und für den Guten ist es Lenz ja immer!

Aenne Geschöchte von Napolejohn. Lon Hugo Greiner Fran!enhausen). Wie Anne Achtzahnhonnertachte das grüße Napolejohnsfast in Arfort sollte gefeiert wäre, off das su ziemlich alle deitschen Fälschten komme mußten, wenn se nech ha wollten, daß d'r Kaiser Wille morde. da ös Napolejohn met sein' Stabe off d'r Räse salthönn aach dorch ä Dorf gekomm. Die Leite salt hatten alles offgebuten, dassense sech als getreie Ongerthan honn wollt weise: De Straße war schiene met Sand bestreit, aus allen Fanstern on Budenlächern hatte se Fahn' rausgestockt, de Heiser warn met Gärlanden ausgepotzt. allerwend hatten se Tannichen hönngemacht, on sugar änne Mustkkapalle hatten se offgetröben, die stand in Anschlage, daß se wollte lusblase, sobald wie d'r Kaiser angerötten käm. On su ös aach geworn: kaum war Napolejohn in Söcht, da wönkte d'r Diregente, on seine Leite blusen lus. wafsense konnten.' D'r Kaiser war ju ämende sonst ka grußer Musikfreind. hatte ju aach gar kane Zeit fer solche Sachen, weil 'r angsch witt bluß ömmer off ans spintestrte: wie 'r Widder L neies Land könnte ongerwarfe on knachte on de Menschen abschlachte aber die Musik, die se salt machten, gefiel ihn doch, 'S war ä mordschienes Stöckchen, was die Karl blusen. Napolejohn hielt sein Fard an on horchte siehre wuhlgefällig. ' Wie 'r aber schonne in de Ficke gröff, daß 'r wollte ä paar Goldstücke rausholle, die 'r d'r Kapalle schenke wollte da mußt 'r sieh, w'ie äner von, sein Generalen ('s war ä Deitscher) sech hönger sein' Vordermanne verstackte, weil 'r hämlich ibersch ganze, Gesöchte lachte. D'r Kaiser aber hatte 's doch gesiehn, rief'n ran on frahte siehre arnsthaft, was ar ze lachen hätte. Dar hat's erscht wolln ableigne. aber das ös 'n schlacht bekomm. Napolejohn hat'n angefahrn: Liegen Se nich. Sie honn gelacht, ech ha's doch met mein Lgen Aagen &t siehn." Majestät," hat dar droff gesaht, nahm Se's ju nech iebel. ech konnte Gottstrambach nech annersch, ech ha iber die Musikanten mißt lache." Waromm ä'nn lachen? Die Karle honn doch rächt schiene geblasen, mir hat's rächt gut gefallen ,on was fer mech gut ös. das muß 's fer Ihn wühl allemal aach sei." Ach, Majestät, da? thu ech Zu gar nech mäne.' Aber das Stöckchen " ' Was ös änn met dar Piäße? Ech fönge, 's ös ä rächt hübsches Lied ge wasen." Freilich. Majestät, aber der Tezt!" Sie kenn dan also? Da sahn Se 'n mir ämal har." Majestät, omm Tauftndgotteswillen, thun Se ir.'r dan Lnzgen Gefalln on verlang' Se das nech!" Ich wöll 'n aber wösse!" Ech kann ihn Sie nech sah!" Da ös Napolejohn kerschbraune in' Gesöchte geworn vör Wuth on hat sein General angebröllt: Ech befahl Sie 's aber. Sie Karnallje. Sie Himmelhond. Sie wider spenst'ger!" No." hat da d'r General gemänt. wenn Se dassense 'S dorchaus ha wolln. da will ech 'n Sie sah, aber Se derfen sech ju nech ärgere. Guckense, Majestät, was die Karle da aben zu Ihren Allerhöchsten Einzüge geblasen honn. on wasSie su siehre gefallen hat. das ös ägentlich de räne Majestätsbe leidgong. 's ös ä altes dommeS Schlomperliedchen. on d'r Text droff haßt: On du büst d'r beste Bruder aach nech!" Da ös Napolejohn ganz blaß geworn. hat nech ja on nech nä gesaht, hat sei Geld Widder in de Ficke gestockt, 'n Hut off's rächte Uhre gedrockt. öS siehre nachdenklich fortgerött'en, deannern fönn hönqerdrein gemacht, on de Kavalle salt wart' off ihr Trönkgeld böß off'n heitgen Tag. l; Vorgebeugt. Schnorrer: Verzeihung. Herr Doktor, ich komme nich als Patient, sondern nur als Mensch zum Menschen, mir zu etlsuben ä vertrauliche Frage!" Arzt: Nun?" Schnorrer: Haben Se pich e Mittelche gegen Gliederreißen?"

I ffi-H-l M I M M l H"I-M"H ! H-H-fr tHauHlZfundMndk T ' 5 .T....;,.? ',.f,..,,..,'.,,s, ,,,,, ,,,..,5. . i i i . V ffloä Waschen wollener Jacken, Kleidungsstücke etc., welche direkt auf der Haut getragen werden. : bewerkstelligt man am besten Und sichersten, wenn man die getragenen Kleidungsstücke in mäßig starke kohlensaure Kalilösung einlegt, hierauf unter Zusatz von heißem Wasser und etwas Ammoniak auswäscht und endlich mit lauwarmem Wasser abspült. Sodalösung dagegen würde wollene, weiße Waaren gelb und hart machen. , Einge st ochene Dornen oder Splitter zu entfernen. , Zieht man einen Splitter oder einen Dorn sogleich heraus, so hat die Verwundung weiter keine Folgen. Kann er aber nicht sogleich herausgezogen werden oder bleibt ein Theil davon in der Wunde, so entzündet sich dieselbe und wird zu einem Geschwür. Um dem zu entgehen, muß , man sogleich einen kleinen Schnitt wagen; geht dies nicht an, so sind Leinumschläge zu machen. Eitert die Wunde dennoch, so muß man sie, sobald es angeht, öffnen. Es gibt Beispiele, wo der Verlust einer Hand oder gar der Tod die Folge davon waren, daß eine unbedeutende Dor-nen-oder Splitterverwundung nicht beachtet wurde. ' ' Kirschen einzumachen in Flaschen ohne Zucker. Große Sauerkirfchen werden von den Stielen befreit, nach Belieben auch ausgekernt ' und sammt dem auslaufenden Saft in Flafchen gefüllt, mif" neuen Pfropfen verkorkt der mit Blase überbunden und in einem Kessel oder einer sehr großen j eisernen Kasserolle mit Heu umgeben, mit kaltem Wasser zugesetzt, eine reichliche Viertelstunde gekocht, vom Feuer genommen und über Nacht zum Auskühlen hingestellt. Am folgenden Tage trocknet man die Flaschen sauber, ab, verpicht sie, falls sie zugekorkt sind, bewahrt sie an einem kühlen trockenen Ort auf und sieht in den ersten Wochen öfters nach, ob die Früchte gehörig vom Saft bedeckt sind. Sehr gute BiskuitTorte. Für eine mittelgroße Torte schwingt man das Weiße von zehn Eiern mit zehn Eßlöffeln feingesiebtem Zucker zu einer sehr steifen Masse, dann gibt man das geklopfte Gelbe hinzu und zuletzt zehn Eßlöffel Mehl, dieses letztere rührt man aber nur sachte hinein; man darf die Masse mit dem Mehl ja nicht mehr schlagen und die Form, die halb gefüllt sein darf, muß sofort in den Ofen kommen; man muß auch sehr acht geben, die Form mit der Masse nicht zu rütteln. Nach Belieben kann man etwas feingehackte Citronenrinde dazu geben, auch eine Messerspitze doppeltkohlensaures Natron. Sollte der Ofen zu heiß fein, wenigstens von oben, so, legt man von Anfang an ein Blatt Papier darüber; Backzeit 40 bis 50 Minuten. feinster Erdbeersaft.. Man nimmt Erdbeeren, am besten Walderdbeeren, spannt eine reine Serviette über die Beine eines umgekehrten Stuöles wo man sie gut festbinden muß und legt nun die Erdveeren schichtweise mit ganz fein gestoßenem rohem Zucker in die Serviette, stellt eine Schüssel darunter und läßt ohne irgend wie zu rühren oder, zu drücken, den Saft durchlaufen. Dieser Saft ist ganz klar und wird in womöglich ganz ausgeschwefelte Arzneifläschchen,(eine Portion enthaltend) gefüllt, mit einem Pfropfen verstöpselt, gut verlackt und in einem trockenen Keller aufbewahrt. Der an Güte ganz einzigartige Saft hält sich mehrere Monate unverändert. Der Rückstand wird mit Zucker und einigen frischen Erdbeeren zu.Marmelade gekocht, wobei man gut umrühren muß.. Die Erdbeeren dürfen nicht gewaschen werden, bevor sie in die Serviette kommen. Nosenwasser. Ein sehr gutes und reines Rosenwasser läßt sich im Kleinen auf folgende Weise in jeder Wirthschaft leicht bereiten. Man wählt eine etwas tiefe Schüssel mit hervorstehendem Rand und einen auf deren Oeffnung passenden irdenen oder porzellanenen, etwas tiefen Teller, spannt über die Oeffnung der Schüssel ein Stück recht feine Leinwand und bindet sie fest. Nun legt man auf die Leinwand eine starke Schicht Rosenblätter und setzt auf dieselben den mit glühenden Kohlen oder mit siedend heißem Wasser angefüllten Teller. Kohlen und Wasser müssen von Zeit zu Zeit erneuert, auch wenn der von den Rosenblättern entstehende Kuchen trocken wird, das Auflegen der Blätter wiederholt werden. Nach und nach wird sich in der Schüssel durch Ausschwitzen des Saftes der Rosenblätter ein sehr reines und starkes Rosenwasser fammeln, welches, nachdem es ebenfalls einige Tage in leicht bedeckten Flaschen gestanden bat. zu jedem Gebrauch anwendbar ist. Leim. Wenn es sich darum handelt, z. B. in der Haushaltung, ein Glas- oder Porzellanstück, ein Spielzeug oder dergleichen, wenn es zerbrochen, schnell zu verleimen, so löst man in einem erwärmten Löffel etwas weiße Gelatine mit ein wenig Essig auf und bestreicht die zu verleimenden Gegenstände mit der erhaltenen klaren Lösung. Hat man dem Essig einige Körnchen chromsaures Kali zugesetzt und das verleimte Stück einige Zeit dem Lichte ausgesetzt, so kann man es nachher sogar in Wasser legen, ohne daß es an der geleimten Stelle auseinander -

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