Indiana Tribüne, Volume 27, Number 230, Indianapolis, Marion County, 19 May 1904 — Page 3
Jndiana Tribüne, IS. SSflai 1901
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NclvChlvang wieder besetzt. Russische Truppen bemächtigen sich plötzlich abermals .. des Orts.
Angeblich 2 japanische Kriegsschiffe vernichtet. Japanische Trnppcn-Be-wegungcn. Knropatkin's Rückzug soll bedroht sein. Tittoni in der Kammer. Herero-Anfstand.
Die Russen wieder in New Chwang. London, 19 Mai. Der Correspondent des Daily Telegraph" meldet unter dem 18. aus New Chwang: Die Japaner schifften sich, nachdem sie 1500 Russen vertrieben und die Bahn zerstört hatten, von Kai Chau wieder ein; die vereinigte Flotte steuerte südlich. Die Russen besetzten New Chwang wiederum mit 10,000 Mann Jnfante rie und zwei Batterien Artillerie; aber es find alle Vorkehrungen für eine andere hastige Räumung getroffen. Angeblich 2 japanische Kriegsschiffe der nicht et. C h e F o o, 19. Mai. Russische Flüchtlinge von Port Dalny melden, die Japaner hätten Port Arthur am Montag beschossen und - nach russischen Offizieren seien während des Kampfes ein japanisches Schlacht schiff und ein Kreuzer durch Minenzerstörtworden. C h e F o o, 19. Mai. Die gesunkenen Schiffe sollen das Schlachtschiff Shikishima und Panzerkreuzer Asama sein. Die Geschichte wird hier nicht geglaubt, die Russen, welche sie erzählten, bestehen aber darauf, sie sei wahr. Die Japaner bei Feng W a n g C h e n g. St. Petersburg, 18. Mai. Der Generalstab empfing eine Depesche von General Sakaroff, wonach am 17. sich Abtheilungen der japanischen Armee auf der Hauptstraße zwischen Liao Tung und Tyhoumentsa nach dem Tschanzalin(Chansialin?)-Passe zurückzogen und dann Seliutchen räumten, gegen Feng Wang Cheng vorrückend. In der Nähe letzteren Ortes führen die Japaner Befestigungen auf. Takushan ist vom Feinde geräumt. In der Gegend von Suzan zeigen sich von Zeit zu Zeit kleine japanische Patrouillen. Japaner benutzten Unters e e b o o te. S t. P e t e r s b u r g, 18. Mai. Die Admiralität ist jetzt durch PostBerichte aus Port Arthur überzeugt, daß Viceadmiral Togo Unterseeboote bei seinen Operationen benutzte. General Stoessel schreibt, er sei beim Untergang des Schlachtschiffs Petropavlovsk" auf Golden Hill gestanden und habe gesehen, wie ein Unterseebot das Schlachtschiff angriff. Offiziere des Pobieda" behaupten, daß ein Unterseeboot einen Torpedo gegen ihr Schiff abschoß und daß sie das Unterseeboot vergeblich durch Schüsse zum sinken zu bringen suchten. , Amtlich wird in Abrede gestellt, Vicekönig Alexieff sei nach Liao Yang gegangen, um dort das Commando von 20,000 Mann zu übernehmen und daß General Kuropatkin aus Liao Vang nach Harbin gereist sei. Kuropatkin befindet sich weder in Liao Vang noch dessen Umgebung. An fünf Punkten durchschnitten.. Tokio, 18. Mai. Ein amtlicher Bericht von der zweiten japanischen Armee zeigt, daß die Bahn nördlich von Port Arthur an fünf Plätzen durchschnitten ist. Zwischen 5. und 17. Mai verloren die Japaner 146 Mann. Oeffnung chinesischer Häfen.. Peking, 18. Mai. Ein , kaiserliliches Edikt, das heute freiwillig erlas sen wurde, öffnet die Häfen Fu, Wel-Shi-En auf der Chinan-Shan-Tung Halbinsel dem Welthandel. R ü ck z u g b e st ä t i g t. S t. P e t e r s b u r g, 18Mai. In Bestätigung der Meldungen, General Kuropatkin beabsichtige derzeit einen entscheidenden Kampf zu vermeiden, erließ heute der Generalftab eine Erklärung, wonach der Ober-Commandi-rende Vorbereitungen trifft, um sich nach Mulden und dann nach Harbin zurückzuziehen.
Keine Angriff feit 13. L o n d o n , 18. Mai. Nach einer heutigen Depesche an die Central News aus Liao Fang fanden auf das belagerte Port Arthur seit dem 13. Mai keine Angriffe mehr statt. Die in Pitsewo gelandeten Japaner scheinen sich zu einem Landangriff vorzubereiten, der zugleich wieder von einer Beschießung durch die Flotte begleitet sein dürfte. Bei den japanischen Operationen, welche die Säuberung der Kerr Bay von russischen Minen zum Zwecke hatten, erlitten die Russen keine Verlüfte. B e r i ch t a n d e n K a i s e r. Söul, 18. Mai. Yi-Chi-Yong, übergab heute in einer Audienz dem Kaiser die Botschaften des Mikado und meldete den Erfolg seiner kürzlichen Mission nach Japan. Erschießung zweier Spione. St. Petersburg, 18. Mai. Aus Harbin gingen Einzelheiten ein über die am 21. April erfolgte Hinrichtung der javanischen Offiziere Yukoha und Oki, welche versucht hatten Brücken mit Dynamit zu sprengen und die telegraphische Verbindung auf der OstChinesischen Bahn zu zerstören. Die Gefangenen gaben zu, einer Abtheilung von 100 Mann anzugehören, welche die Aufgabe hatte, die Bahn an verschiedenen Punkten zu zerstören. Als man ihnen sagte, sie müssen ungewöhnlich tapfere Männer sein, erwiderten sie, sie hätten nur ihre Pflicht gethan und den Befehl des Mikado ausgeführt. Beide wurden zwischen der alten und neuen Stadt Harbin in Gegenwart einer großen Menge hingerichtet. Auf Befehl General Kuropatkin's erfolgte die Execution durch Erschießen anstatt durch den Strang. Das Publikum wurde in einer Entfernung von 400 Fuß gehalten und keine photographischen Aufnahmen gestattet. Der jüngere Gefangene lehnte es ab, sich die Augen verbinden zu lassen: der ältere Japaner, ein StabsOffizier, weinte, ließ sich schließlich aber die Augen verbinden. Einer der Beiden war römisch-katholisch und beichtete in Ermangelug eines Vertre ters der römisch-katholischen Kirche einem russischen Priester. Der Marsch gegen New Chwang.. T i e n t s i n , 18. Mai. Lloyd's Agent depeschirt unter Dienstag: Die japanische Division, welche am 16. Mai unter schwerem Feuer der japanischen Kriegsschiffe in Kai Chin landete, mar-
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Koreanischer Lakträger und Japanische Soldaten. , Diese Moment-Aufnahme zeigt, wie die japanischen Soldaten sich die Lastträger Koreas zu Nutzen machen. Nach dem Gefichtsausdruck der Japaner zu urtheilen, treiben dieselben auf Unkosten des Lastträgers noch ihren Scherz mit ihm.'- ' ' ' ' -: . , '
schirt gegen New Chwang. Die Japaner werden daselbst bald erwartet.' Alles ist ruhig in New Chwang und die Schiffabrt zeigt günstige Fortschritte. C h e F o o . 18. Mai. In Folge eines Gefechtes, das die Javaner am Montag mit der russischen Garnison in Kai Chou hatten, an der Westküste der Liao Tung Halbinsel, wurden die Russen von Kai Chou vertrieben. Es ist dies der nächste Punkt von New Chwang mit Ausnahme des Liao Flusses, der genügend Wasser zur Truppenlandung besitzt. In New Cwang und Umgebung angeschlagene Circulare, die der Stabschef der japanischen Armee erließ, ermahnen die Chinesen zur Wahrung der Ordnung. . ,' Reise des Zaren. Kharhoff, 18. Mai. Kaiser Nikolaus wurde bei seiner heutigen Ankunft von einer zahlreichen Menge begeistert empfangen. In Begleitung von General Soukpomlinoff, dem Commandeur deö Kieffer Militär-Distrikts. besichtigt er die nach der Front bestimmten Truppen. Um 11 Uhr erfolgte die Weiterreise nach Pollawa. B e l g o r o d, 18. Mai. Eine Deputation vom Regierungsbezirk Kours! schenkte dem Kaiser $5,000 zum KriegsFond. Beim Abschied von der 31. ArtillerieBrigade, die in wenigen Tagen nach der Mandschurei abgeht, überreichte der Kaiser der Brigade im Namen von der Kaiserin und sich ein Bild des Hg. Nicolaus. Rußland. Ende der K ! s h i n e f f Processe. Kishineff, 18. Mai. Der letzte Proceß anläßlich der Ausschreitungen gegen die Juden kam heute zu Ende. Georgitz und Redenkoff wurden der Bürgerrechte für verlustig erklärt und wegen Landfriedensbruchs zu acht Monaten Gefängniß verurtheilt. Koalehuba und Gohoff erhielten je ein Jahr Einzelhaft wegen TodtschlagsVersuches. Sibileff und Roolkoff je vier Jahre Zuchthaus wegen Mordes. Grokbritannien. Dampfer-Unglück. Q u e e n s t o w n, 18. Mai. Der Dampfer Aurania" meldet, er sei heute früh an der Küste von Waterford, Irland, dem Dampfer Friesland" von der Belgisch-Amerikanischen Linie begegnet. Die Friesland" signalifirte, ihr Schaft sei gebrochen. Schlepper sind abaesandt, die das Schiff in den Hafen bugfiren. Die Friesland" fuhr am 7. Mai aus Philadelphia nach Liverpool. Deutschland. Von den Hereros. Berlin, 18. Mai. Dem Lokal. Anzeiger" zufolge besitzen die Hereros in S. W. Africa für 2 Jahre Muni-tions-Vorrath. Die deutsche Regierung charterte mehrere Dampfer der Hamburger Linie und des Lloyd, um Verstärkungen und Pferde nach Swakopmund zu führen. Generalleutnant Trotha, der das Commando über die deutschen Truppen in S. W. Africa übernimmt, fährt am Freitag nach Swakopmund.
Mißglücktes Attentat
Ein Mädchen vornehmen Standes wollte den Zaren tödten. B r e s l a u, 18. Mai.. Nach der Breslauer Zeitung" wurde am 10. Mai ein Bombenattentat aus den Kaiser bei der Petersburger Frühjahrs-' Parade entdeckt. Die Thäterin soll die Tochter des Geheimraths Professor Merezhevsky und bereits gehängt sein. Ihr Benehmen erregte Verdacht und sie wurde auf der Tribüne des Parade-Platzes verhaftet und eine Bombe gefunden. Das Mädchen gestand die Absicht, den Kaiser zu tödten. 1 Italien. Tittoni überdies age. Rom, 18. Mai. In der Deputirtenkammer schilderte heute Minister des Aeußern Tittoni die auswärtige Politik des Landes in rosigen Farben. Alle Beziehungen zu den fremden Mächten seien gesund und auch die BalkanLage befriedigend. England habe der Krieg in SomaliLand 140,000.000 gekostet. Italien könne nicht solche Summen aufwenden, aber um seine Freundschaft für England zu zeigen, habe es diesem gestattet, den Mullah auf italienischem Gelliet zu bekämpfen. Der Minister zählte sodann die einzelnen Ereignisse auf, die für den Erfolg der italienischen Politik zeugen. Die Auffrischung der traditionellen Freundschaft mit dem mächtigen Großbritannien, die Begegnung zwischen dem König und dem deutschen Kaiser in Neapel, den Besuch des letzteren in Sicilien, wo er als treuer Verbündeter begrüßt wurde, das Balkan-Abkommen mit Oesterreich und endlich den RomBesuch des Präsidenten Loubet. Es habe dies den Anlaß zu unvergeßlichen Kundgebungen gegeben, die das brüderliche Gefühl Italien's für seinen lateinischen Nachbarn und seine Werthschätzung der Freundschaft Frankreich's bekundeten. Jrrthümlich sei es zu glauben, daß das eine dieser Ereignisse den Werth des anderen verkleinere. Das Programm des Cabinets umschließe die Aufrechterhaltung des Dreibundes und die Befestigung der Freundschaft mit England und Frankreich. Frankreich. Das Verhältniß zum Vatikan. Paris, 18. Mai. Regierungskreise erwägen ernstlich, ob dem Proteste des Papstes gegen Präsident Loubet's Besuch in Rom nicht sofort die Rückberufung des französischen Botschafters beim Vatikan folgen solle. Die Entscheidung über diese Frage wird davon abhängen, inwieweit es dem Minister des Aeußern Delcasse gelingt, den Unwillen der Radikalen in der Deputirtenkammer gegen den Protest zu besänftigen. Die parlamentarischen Führer besprechen verschiedene Pläne, daruntsr Abschaffung der Bot schaft beim Vatikan und Kündigung des Concordats. Die Commission für Abschaffung des Concordats berieth heute lange über die Frage, ohne jedoch einen Beschluß zu fassen. Australien. Das Arbeiter-Cabinet. Melbourne, Victoria. 13. Mai. Im Abgeordneten-Hause legte heute Herr Watson, der Präsident des neuen Arbeiter Ministeriums, seine allgemeine Politik dar. Er erklärte, die Kürze der Zeit seit seinem AmtsAntritt habe ein ausgedehntes Pro. gramm verboten und er müsse sich deshalb auf ein bescheidenes praktisches Programm beschränken. Die Regierung schlägt vor, die Schiedsgerichts Vorlage unter BeideHaltung der allgemeinen Principien wieder einzubringen, jedoch auf staatliche Angestellte auszudehnen. Es ist dies der Punkt, an welchem das verflossene Ministerium scheiterte. Ferner soll u. A. eine Alters-Penfions-Vor-läge und eine Tabak-Monopol-Vorlage eingebracht werden. Türkei. Die Rache de rA r m e n i e r. Constantinopel, 18. Mai. Einer Depesche des Mali von Bitlis, Asiatische Türkei, zufolge, wurden durch armenische Insurgenten im Districte von Sassun ' 17 Dörfer zerstört. Ueber 600 armenische Familien haben sich nach Mush. einer Stadt im Wilajet Bitlis, geflüchtet. Abgefahren: New York: Cedric" nach Liverpool. Queenstown: Aurania" nach New - York. ,
Feldherr und Organisator. Baron KooamaS wechselvolle Laufbahn, seine Verdienste uns sein Ruf. Baron Eentaro Kodama, der Vizechef des japanischen Generalstabs, der nach den ursprünglichen Dispositionen als Stabschef des Höchstkommandirenden, Marschall Nodzu, fungiren sollte, in den neuesten Nachrichten vom Kriegsschauplatz jedoch als aktiver Armeeführer. genannt wird, gilt als der
Baron G. Kodama. Hellsie Kopf iss tzeere des Mikado. Er ist 52 Jahre alt und bewies seine außergewöhnliche Begabung schon durch sein Hervortreten im Knabenalter, als er mit seinem älteren Bruder an einer weitverzweigten Verschwörung gegen die Schogunatsherrschaft theilnahm. Später ist er im Kriegsministerium, Generalstabsdienst und als DirektionsMitglied der Kriegsakademie emporgekommen. Im japanisch - chinesischen Kriege war er im Hauptquartier des Kaisers in Hiroschima. Als Gouverneur von Formosa und Kriegsminister hat er sich seitdem einen guten Namen erworben. Kodama gehört zu den durch ovale Kopfbildung und intelligenten Ausdruck hervorragenden Japanern, durch die man etwas an den französischen Typus erinnert wird. . Von seinen Landsleuten wird ihm eine große Arbeitskraft, merkwürdige Vielseitigkeit, leichte Auffassung und ein großes Geschick, auch personelle Schwierigkeiten sicher und rasch zu überwinden, besonders nachgerühmt. Er war es, der mit großer , Energie und Umsicht Japan eine gute, sich glatt vollziehende Mobilmachung gesichert hat. Japans Kricgsgoit. AuS der Mythologie des Chrysanthemum landes MarS im ferne Osten. Der japanische Kriegsgott Fatsman hat mit der gleichen Gottheit der alten Römer, Mars, auffallende Aehnlichseit. Das Herabsteigen desselben auf dem heiligen Eber, dem Symbol der Kraft, stellt unsere Abbildung dar, Der japanische Kriegsgott. welche nebst den anderen darauf befindlichen Gottheiten, der alten japanesischen Mythologie einem großen Gemälde über der Eintrittshalle eines öffentlichen Gebäudes im Innern des Landes entnommen ist. Die geflügelte Figur zur Linken ist Fo, und die rechts befindliche Tenyu. Der ersten begegnet man häufig auf japanesischen Skulp-tur-und Architekturwerken, ohne ihre nähere Bedeutung zu kennen. , Tenyu ist der japanesische Merkur. Das Land unter ihnen ist das Land Nipon (d. i. Sonnenland) mit seinen Bergen, seinen fruchtbaren Thälern und zahlreichen Flüssen; die Personen im Vordergrunde sind Ten-tsie-ten-mor, der 39. Mikado oder Kaiser, der in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung über Japan regierte. Er war der Gründer der öffentlichen Schulen auf Staatskosten für alle Volksklassen und der Erbauer eines prachtvollen Tempels ' zu Ehren des Con-fu-tse. Die auf dem Boden sitzende Figur stellt Josimits. den Beschützer der Kaiser, vor;, und die zur Linken, welche mit erhobenem Arme geröstete Bohnen ausstreut und einen. Drachen hinwegtreibt, soll in Gestalt eines Familienvaters das Volk andeuten', nach der Landessitte, in Folge deren am Neujahrsabende jedes Familienhaupt in allen Theilen des Hauses geröstete Bohnen ausstreut mit dem Wunsche, daß während der nächsten zwölf Monate alles Gute zur Thür ein-. und alles Ueble ausgehen möge.
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