Indiana Tribüne, Volume 27, Number 229, Indianapolis, Marion County, 18 May 1904 — Page 5
Jndians Tribüne, lS. Mai 1904.
Die Linden.
Von Ernst Weber. Die grünen Linden tropfen Nach schwerem Regenfall. An kranker Pulse Klopfen Gemahnt der leise Schall. i In ihren Wipfeln wühlte Vor Stunden noch ein Sturm; Dann kam die Fluth und spülte ; Zur Erde (Siano und Wurm. Noch zi l-u dem Schrecken Die SBIäiuei allzumal; . Doch schon mit holdem Necken Küßt sie ein Sonnenstrahl. Und wenn mit leisem Beben Die letzte Thräne fällt. Dann siegt der Drang zum Leben, , Der alle Welt erhält. , Dann stehen sie gesünder Und frifcher denn zuvor Und lächeln wie die Kinder Zum blauen Zelt empor. Pfänderspiel: Won Erdmann Graeser. Lauter junge Mädchen, braune, blonde, schwarze, auch eine Rothhaarideren Gesicht blaß wie Elfenbein war. Auf der anderen Seite des großen Zimmers, den Mädchen gegenüber, standen die Herren. Abseits, auf Schaukelstühlen und Faulenzern, saß der .Chor der Alten und überwachte das Pfänderspiel, ermunterte die gezierten jungen Dinger, warnte und ermähnte die ungestümen Herren, spitzte aber jedesmal die .Lippen mitund schmatzte in die Luft hinein, wenn sich ein junges Paar zur Strafe küssen mußte. ' Denn es ging jetzt nur noch um Küsse beim Auslösen der Pfänder. Die anderen Strafen, drei Leberreime zu machen, ein Gedicht zu deklamiren, zu pfeifen, ohne zu lachen, oder auf einem Bein zu hüpfen, hatten ihren Reiz schon verloren. Ja, und es kam darauf an, das wußten alle, Tina Andresen, die Rothhaarige, mit Axel Ruff zusammenzubringen. Daß die Beiden sich nicht gleichgültig waren, lag auf der Hand; Tina hätte sich sonst nicht so feindselig gegen ihn benommen. Und Tina merkte, was man vorhatte; ihr blasses. Gesicht färbte allmählich ein feines Roth, ihre großen grauen Augen beobachteten unablässig, die Zähne bissen in die Unterlippe, daß sie fast weiß aussah. Axel Ruff fühlte, daß ihn Alle begünstigten, aber irgend etwas machte ihn zag. Die Anderen hatte er vorher gerußt, ohne q etwas, oave! zu senken, als wenn man sich nur die Hand gereicht, hier aber, bei Tina, war's anders. Hätte sie ihn beim ganzen Spiel nicht schon zu meiden gesucht, so wäre ihm dieser Gedanke vielleicht gar nicht gekommen. . Da verbarg sich etwas, das er jetzt wissen wollte, ob sie ihn auch noch so flehend ansah. Wen er sich's recht überlegte, hatte er überhaupt einen Widerwillen gegen ihr rothes Haar und diese geisterhafte Blässe des Gesichts. Offenbar that sie sich aber noch etwas zu Gute darauf, bildete sich wohl gar ein, schön zu sein. Nein, die Anderen hatten ganz recht, ihr eine Lektion zu ertheilen. Immer schwieriger wurde das Spiel, aber Tina war es bisher stets geglückt, fccc Strafe zu entgehen. Jetzt kam Der Schlüssel zum königlichen Garten"., Man setzte sich im Kreise, und Apotheker Lund lieh einen großen Hausschlüssel, der nun von Einem zum Anderen wanderte. Hauptsache war, sich bei dem Satz, den man dabei zu sagen hatte, und der jedesmal langcr wurde, nicht zu versprechen. Zuerst hatte man nur sagen müssen: Ich verkaufe Dir den Schlüssel zum töniglichtn Garten," nun aber hieß es, ohne wn.. c ..r,..r.. . (x .....c. iaiiiuj3 uujuuiitm ow uciiuuc Dir den Hund, der die Katze todtgebissen hat, von welcher die Ratte gefressen wurde, die die Schnur an dem Schlüssel zum königlichen Garten abgenagt hat . . Nun war es an Tina, das Sprüchlein aufzusagen. Starr blickte sie auf Apotheker Lund, der ihr ermunternd zunickte. . . . todtgebissen hat " Von welcher . . ." sagte er ihr vor, nur die Lippen bewegend, weil er ja nicht laut sprechen durfte. Da es aber aussah, als wenn ein großer Karpfen nach Luft schnappte, wurde sie nur ganz verwirrt. Pfand her, Pfand her!" riefen alle. Tina faßte in die Tasche was gab sie nur schnell, was war ihr am wenigsten werth? Denn sie wollte es im Stich lassen nicht wieder einlösen. , : ' Rasch, rasch, das Spiel geht weiter!" Her damit, was es auch ist!" Ein winziges Crystallfläschchen kam zum Vorschein. Seht einmal an, sie parfümirt sich! Tina, Tina, wir kommen hinter Deine Geheimnisse!" sagte Doktor r c . c? me". r ätiatn, otz wie 'anuei IN icinein Schlapphut sammelte find sich nun das Fläschchen mit seinen zwinkernden Aeuglein wie ein wohlwollender Menschenfresser ansah. Tina warf den Kopf zurück . und blickte ihn hochmüthig an aber nun galt es, aufzupassen, sonst , Die Bowle Platz für die Bowle!" v ' Doktor Klasen. der das Mädchen
mit dem großen, schweren Zinngefäß zuerst gesehen, nahm seiren SchlappHut mit den Pfändern wie einen Dudelsack unter den , Arm. Sonst werden sie mir wieder gestöhlen, und nur Fräulein Michelsens Sacktuch bleibt darin." . Das war ein gewaltiger Witz; denn Fräulein Michelsen, die weder jung noch hübsch war,, ließ sich gern küssen, selbst von dem Apotheker, ,der immer nach Ingwer roch und eine Perücke trug. Alle Gläser waren voll, jeder hatte ein Stückchen Ananas oben, schwimmen. Nun , austrinken!" commandirte Lund. .. Aber da rief. Fräulein Michelsen, daß sie erst einen Theelöffel feinen Zucker haben müssen, denn sie dürfe nichts Saures trinken. , Zucker, Zucker, Zucker!" riefen alle, es war ein Wirrwarr wie in der Arche Noah. So lustig sind wir lange nicht zusammen gewesen. Was ist das für ein Leben heute!" Arzt und Apotheker stießcn die Gläser zusammen. Prost! Bekomm' es!" Die beiden alten Knaben schüttelten sich die Hände und blinzelten sich schon ein wenig unsicher an. Wie man wieder jung wird unter den jungen Krotts!" Weiß Gott schade, daß man schon über die Jahre hinaus ist!" Ja, Klasen, da kommst Du wohl ein bischen zu spät." Na in drei, vier Jahren wollen sie keinen Gummizucker mehr und Lakritzen schon lange nicht. Da mußt Du Eisenpillen verschreiben, denn da haben sie alle die Bleichsucht." Und lange Kleider und hohe Frisuren." Und jede ein Geheimniß." Und sind so klug wie die Frau Mama." Prost!" . r ",Na Prost! Sollst leben!" -Klasen zog seinen Freund am Aermel. , v v . Hör' mal die , Tina Andresen hast. Du gemerkt?" .Lund lachte gutmüthig vor sich hin. ,!s,Die hat Rasse, ja.-Solche rothen Haare hab' ich noch nie gesehen, das wird 'ne Schönheit. . Klasen zog seinen Freund dicht heran und legte ihm fast den Mund auf das behaarte Ohr. Wir mogeln 'n bischen dabei was?" Und als der Andere noch nicht recht begriff, setzte er hinzu: Du bestimmst , ja doch die Strafen sie soll den Axel küssen, hähahä!" Lund schlug seinen Freund auf die Schultern. Daß Du's nicht lassen kannst immer Ränke und Intriguen!" . ; Pfänder auslösen, nachher wird Blindekuh gespielt. Doktor Klasen, wo sind Sie?" ' Jeder nahm sein Glas und suchte seinen Platz. : Also still, jetzt geht's los!" schrie Klasen so laut, daß man es in der Küche hörte. Was soll der thun, dem das gehört?" Er faßte in seinen Schlapphut und griff nach einem der Pfänder. . Mit der Stirn an der Thür schrumpeln." ' Klasen ließ heimlich das Federmesser fallen, nahm Fräulein Michelsens Taschentuch und zeigte es vor. ' Enttäuscht ging das alte Mädchen nach her Thür, zog die Stirn in Falten und rieb sie an der Thür ganz gehorsam, denn es , hatte ja noch ein Pfand im Hut und ' bekam vielleicht doch einen Kuß. Was soll der thun, dem das gehört?" Die Tonleiter 'rauf und 'runter singen." Das Federmesser kam zum Vorschein, und Veter Klöhm sang die Tonleiter und nnam sein Taschenmesser. Was soll der thun?" Kobolz schießen." Gott sei Dank es war ein Junge der kleine, dicke Thoms, der sich nun produziren mußte und, wenn auch etwas ungeschickt,- auf dem Teppich kugelte, trotzdem er sich das Sophakissen untergelegt hatte. 1 Und was soll der thun?" ' Lund merkte an der Stimme, daß Klasen jetzt das Parfümfläschchen in der Hand hatte. Als er flüchtig nach Tina hinüberblickte und ihr blasses, feines Gesicht sah, that sie ihm leid. Klasen griff noch einmal in den Hut und kam mit einem Ring zum Vorschein, v Hol ihn der und jener!" dachte Lund, als sich Fräulein Eggeberg meldete und mit Betonung und geziert: Kennst Du das Land .. . Wo die Citronen blüh'n" deklamirte. Und was soll der thun?" Lund sah Klasen an, der schon ganz wüthende Augen machte. rNcr zanken wollte er sich deswegen nicht mit ihm. Und schließlich . . . Ja, was soll der thun?" Lund blickte sich um, als wisse er keine Strafe mehr. Dann wie einer plötzlichen Eingebung folgend wies er auf Axel Ruff: Der soll den jungen Mann da küssen!" . Im nächsten Augenblick hielt Klasen das kleine Crystallfläschen hoch : Wem gehört das?" ; 'Tina Tina Andresen!" Und alle klatschten erregt in die Hände.'
.Nun vorwärts kein Federlesen
machen, beim Pfänderspiel ist das nicht anders!" rief Klasen gebieterisch. Von der einen Seite wurde Äxei von der anderen Tina in den Kreis gedrängt. Axel stand gerade und starr und lay sie herausfordernd an. Los. los Tma, z:er' &vX) nicht!" Und ihre Freundinnen drängten sie schadenfroh vorwärts. Da m$ sie plötzlich die Arme und Hände zur Seite und ging fein und leicht wie eine Elfe auf Axel zu. Als sie diät vor ibm stand, merkte sie. daß er doch großer war, als sie gedacht. Und schnell entschlossen legte sie ihm die Hände auf die Schultern, hob sich auf den Zehenspitzen, und Axel sah vlötzlich ihren seltsamen rothen Mund, wie er sich verlangend spitzte. Und ihre Augen diese wunderlichen grünlichen Augen blickten ihn so ernst, so Da hatten sie sich geküßt, wieder hafteten die Augen ineinander, die sich sekundenlang vorher geschlossen hatten. Dann traten sie unter Händeklatschen und Jubel zurück, scheu und verlegen, als wenn beide ein Verbrechen begangen hätten. Jetzt wird Blindekuh gespielt, die Pfänder sind alle." Während die Jungen nach der anderen Seite gingen, setzten sich die Al ten an die Tische, um noch ein kleines Spielchen zu machen. Was war das, haben Sie das beobachtet?" fragte die Frau des Apothekers die Frau des Lehrers. Wie die Tina den Axel küßte? Ja. ich habe auch so meine Gedanken gehabt." . Das war, kein Pfänderspiel mehr." Gott weiß, mir kam'S beinahe auch nicht so vor," sagte die Frau des Leh rers. Axel und Tina wollten beide nicht mehr Blindekuh spielen. Sie saßen in der Stube bei den Alten, und wenn sie sich unbeobachtet glaubten, starrten sie sich an. Nein sie hatten das Pfand nicht ausgelöst. Vorhin, als das Versteckspiel begann, und sie auf dem dunklen Corridor allein waren hatte ihm Tina plötzlich' das Crystallfläschchen in die Hand gedrückt: Ich mag es nicht mehr haben, Axel Rufs!" Und ich Deinen Kuß nicht, Tina Andresen, da hast Du ihn wieder!" Ehe sie sich's versah, hatte er sie nochmals geküßt. Jetzt saßen sie drinnen in der Stube und starrten sich an. Seine Hand roch nach Rosenöl, das aus dem Fläschen gesickert war, und Tinas Lippen brannten. Beide aber dachten: Ist das Liebe? Der Herr Professor für Straßen , . . . ', raub. . : . Der junge Jules Berdeaux in Paris, Sohn eines wohlhabenden Gewürzkrämers, hatte von Jugend auf große und abenteuerliche Pläne. Ich werde in Afrika neue Colonien gründen, oder in den brasilianischen Wäldern neue Jagdgebiete entdecken." Dlltendrehen, wie sein Vater es that, schien ihm' entsetzlich. Da Jules' Eltern für diese Pläne . des Sohnes keinerlei Interesse zeigten, beschloß der junge Mann, seine Lust nach Abenteuern einstweilen anderweitig zu . befriedigen, und lauerte bei Nacht in den verödeten Straßen des Nordens von Paris auf einsame Wanderer, die er auszuplündern gedachte. Damit hatte er aber kein Glück. Die einsamen Wanderer", die er begrüßte, waren stärker als er und prügelten ihn ganz ungeheuer durch. Da gibt's nichts. Jedes Ding will gelernt sein. Ich will einen Professor aufsuchen," sagte sich der junge Jules und ging eines schönen Abends in eine Kneipe am Faubourg du Temple, die ihm als Stammkneipe der Könige der Nacht" empfohlen worden war. Dort lernte er Herrn August Sinthe, genannt die Kirsche", nach der Farbe seiner Nase, kennen, eines der bedeutendsten Mitglieder der Gilde. Herr Sinthe war geneigt,, den Unterricht zu übernehmen, und schlug vor, sofort mit der ersten Lektion zu beginnen. Man verließ das Local und fand bald in der völlig menschenleeren Rue Bichat einen geeigneten Ort für weitere Experimente. -Also höre mal. Junge," erklärte die Kirsche", Du bummelst jetzt den Vürgersteig entlang als einsamer Wanderer, ich werde Dich dann aufzwingen, und Du passe nur gut auf, wie ich arbeite." Jules steckt die Hände in die Hosentaschen, pfeift ein Liedchen, markirt den Bummelschritt, und richtig, der Herr Professor" springt auf ihn los, streckt den Schüler mit einem meisterlichen Faustschlag in die Kinnlade zu! Boden, leert dem Bewußtlosen mit aller Sorgfalt die Tascheu, nimmt ihm die goldene Uhr und die Geldbörse ab und geht seiner Wege. Eine halbe Stunde später wird Jules von Schutzleuten gefunden; man brachte ihn zur Wache, und dort konnte er in etwas kleinlauter Stimmung dem Polizeicommissär die Geschichte seiner ersten Lektion in Straßenraub" erzählen. Berufs st ör,ung. . . .Sie sind doch , Privatier !. . . Wie können Sie da -sagen, daß Sie infolge des kleinen Unfalls so lange, arbeitsunfähig waren?" Was glauben S' denn, Herr Inspektor!. . . Geschlagene vier Wochen hab- i' nimmer recht priostü sir'n.könna!" ,
Gefrorenes Fleisch. Wohl kaum ein anderer Industriezweig hat so rapide Fortschritte geman über die Idee, einen gefrorenen Fleisch. Vor 25 Jahren noch würde man über die Idee, einen grfrorenen Hammel von Australien nach Europa zu bringen, gelacht haben, erst im Jahre 1880 wurde ein Versuch damit gemacht. Der Dampfer Streathleven" hatte 400 gefrorene Hammel an Bord. Wider Erwarten hatte der Versuch großen Erfolg. Im folgenden Jahre brachte der Dampfer Protos" 1900 Schafe und Lämmer von Melbourne nach London, jedes einzige traf in bestem Zustande . ein. Bald darauf transportirte der Segler Dunedin" von Neu Seeland 5000 gefrorene Lämmer und Schafe, die nach mancherlei Schwierigkeiten im Jahre 1882 in London gelandet wurden. Das Fleisch konnte zum Durchschnittspreise von 12y2 Cents pro Pfd. verkauft werden, womit die Importeure zufrieden waren. Heute exportirt Australien gegen 4 Millionen Stücke Rindfleisch, während alle Colonien über 2 Millionen Lämmer und Schafe und über V2 Million Stücke Rindfleisch zur Verfügung des Mutterlandes stellen. Ungefähr 150 Schiffe bringen diese kolossalen Mengen hinüber, die große ren von ihnen können 100,000 bis 150,000 Stück beherbergen - eine genügende Anzahl- um eine größere Stadt y2 Jahr zu ernähren. Die Thiere werden in die GefrierWerke geführt, wo sie zuerst sortirt und dann 2O00 pro Tag geschlachtet werden; dann kommen sie in , einer Art Schwebebahn in die Kühlräume; dort werden sie gewogen, in Gegenwart eines Regierungsbeamten sorgfältig untersucht und, wenn tadellos befunden, einen Tag gehängt; am nächsten Tage kommen sie in den Gefrierraum, und wenn ganz durchgefroren, werden sie in baumwollene Säcke genäht. 'Die Kosten für Schlachten,. Gefrieren und an , Bord Schaffen betragen ungefähr 1 Cent pro Pfund, dazu kommen 2Cents pro Pfd. fürFracht, Versicherung und Londoner Kosten. Jeder einzige Theil der Thiere wird benutzt, die Hörner, Hufen, Felle, Fett u. s. w. Die Fahrt dauert 4060 Tage per Dampfer, 90 105 Tage per Segler. Die Schiffe sind in ihrem Innern veritable Nordpole UnterWegs haben sich schon manche erheitzrnde Zwischenfälle abgespielt: ein Passagier erwähntein der Unterhaltung mit einem Maschinisten, daß bei einer Temperatur von 24 Grad Hitze ein Schneeballiren eigentlich sehr nett wäre, kurz darauf erschien der Mann mit 2 Eimern voll Schnee. Das eine derLondoner Depots, Nelson's Wharf, Lambeth, ist ein merkwürdiges Gebäude; 6 Stock hoch, hat es an seinen Außenseiten weder Fenster noch Thüren. Anstatt das Haus zu ebener Erde zu betreten, geht man vom Dach hinein; dadurch soll verhindert werden, daß die kalte Luft das Gebäude verläßt und warme eindringt. : 12,000 Bündel Fleisch pro Stunde werden vom Schiff auf das Dach gewunden und dann auf engen Treppen in die verschiedenen Etagen vertheilt. Im Innern des Depots hat alles einen glitzernden weißen Mantel, in den Ecken liegt dicker Schnee. Das Fleisch selbst ist fest wie Eisen. . Das Aufthauen des Fleisches geschieht in, folgender Weise? auf einem Podium, das 6 Fuß über dem Fußboden steht, wird es aufgehängt; an der einen Seite sind hinter einem Vorhang die Gefrierröhren; dort geht nun zwifchen 2 Mächten ein interessanter Kampf vor sich. Am - Montag z. B. fängt man mit dem Gefrierpunkt an, allmählich wird die Temperatur erhöht, bis sie am Mittwoch 60 Grad erreicht. Somit ist das Fleisch trocken und zart, für das Auge und die Berllhrung vollkommen gleich frischgeschlachtetem. : Sackverständige stimmen - in ihrem Urtheil überein, daß, während man bei Rindfleisch sagen kann, ob es gefroren gewesen oder nicht, bei Hammelfleisch ein. Unterschied nicht zu entdecken ist. Ein Land wie England ist auf diese Einfuhr heutzutage angewiesen, denn es verzehrt ungefähr 2y2 Millionen Tonnen Fleifch.
Der beleidigte Ochse. Wenn ich Sie einen Heuochsen nenne. so ist daS eine Beleidigung, aber nicht für Sie. sondern für den Ochsen!" V ,' Ueber flüssig. Frau: Wascht Du Dich denn heute nicht? Mann (der Mitglied eines Liebhabertheaters ist): Wozu? Ich spiele ja doch diesen Abend den Othello!
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