Indiana Tribüne, Volume 27, Number 227, Indianapolis, Marion County, 16 May 1904 — Page 5
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Gewichtige Stimmen Aber eine gute Preffe. In New Z)ork gab an einem , der letzten Abende der Verein dort ansässiger Geschäftsleute von Illinois seinem neuen Vorsitzer Melville E. Stone ein Ehrenmahl. Der deutsche Botschafter v. S t e r n b u r g , der als Ehrengast eingeladen war, entschuldigte sich, da er durch Berufspflichten abgehalten war, in einem Schreiben, dessen bemerkenswerthe Hauptstellen so lauten: Herr Stone hat in seiner Eigenschaft als oberster Geschäftsführer der afsociirtcn Presse dieses Landes großartige Erfolge in dem Bestreben, die Völker 5er Erde mit ihren gegenseitigen Angelegenheiten näher bekannt zu machen, und seine erprobten Neuigkeitensammler in beiden ErdHälften sind infolge ihrer Pünktlichkeit, ihres Taktes und ihrer Zuverlässigkeit kverthvolle und unentbehrliche Vermittler Derjenigen, in deren Händen das Schjicksal der Völker' liegt. Auf dem Gebiete der Journalistik hat die associirte Presse Amerikas vorher noch nie erreichte Zugeständnisse und Vorrechte erlangt. Sie hat eine Höhe erreicht, die jeder moderne Journalist zu beHäupten bestrebt sein sollte. Von ganzem Herzen wünsche ich dem OberHaupte der Neuigkeitensammler auch in Zukunft Erfolg in dem Bestreben, die Völker der Welt einander näher zu bringen." Diese Zuschrift des Vertreters des deutschen Reichjes fand mit Recht rausehenden Beifall. Aus der Rede S t o n e ' s führen wir die schlagende Hauptstelle an; sie lautet: Wir sind in der associirten Presse, indem die Regierungen endlich dte Macht der Presse anerkennen, auf dem Standpunkte angelangt, daß wir es nicht mehr nöthig haben, unsere Ansichten in öffentlichen Fragen und in der Weltpolitik aus London zu beziehen. Wir haben jetzt in London unser eigenes Bureau, und wir betrachten Deutschland, Rußland, Frankreich, Italien und Oesterreich nicht mehr durch die Brillen der Engländer, sondern mit eigenen Augen." Auch diese Worte sind vortrefflich und keineswegs übertrieben. Noch vor Kurzem beherrschte ein spezifisch englisches Londoner Bureau alle europLischen Nachrichten der amerikanischen associirten Presse; und daher kam es, daß sie namentlich in B:zug auf Deutschland so häufig frech erdichtete, dieAufhetzungAmerikas gegen Deutschland bezweckende Berichte brachte, die nicht selten an Bosheit nur wenig hinter den SpezialberWen" des New Jork Herald" zurückstanden. Das hat sich nun aufs Erfreulichste geändert. Auch in ihren Berichten vom ostasiatischen Kriegsschauplatze unterscheidet sich die associirte Presse Amerikas sehr zu ihrem Ruhme von mancher anderen Neuigkeüs-Agentur. Alles das hat man vor Allen dem Herrn Stone zu danken. Seit er am 1. März vorigen Jahres die , wich? tige Stellung des General Manager" der associirten Presse Amerikas mit New Aork als Hauptquartier übernahm, war er unablässig in der oben gepriesenen Richtung thätig. Dabei kam und kommt es ihm sehr zustatten, daß er als langjähriger Journalist in Chicago mit amerikanischen Verhältnissen und durch einen dreijährigen Aufenthalt in Europa mit europäischen Verhältnissen genau bekannt ist.
Romantische Flucht eures Gefan gencn. Aus Krakau wird berichtet: Auf' sehen erregt hier die Flucht eines Haftlings Namens Ledwos aus der Untersuchungshaft des Strafgerichtes. In höchst origineller Weise am hellen ZaQt zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags, wurde die Flucht unternommen. Ledwos rief absichtlich Streitigkeiten mit Zellengenossen hervor, um in eine Einzelzelle gesperrt zu werden. Als dies gelungen war, kratzte er mit den Fingernägeln das Holz von den Thürangeln ab. sodaß er schließlich die Thür mit einem Stoß öffnen und auf den Korridor hinausgelangen konnte. Nach dieser Vorereitung wartete er bis Sonnabend, an welchem Tage steig sämmtliche Kamine des Strafgerichtsgebäudes gefegt werden. Nach Ankunft der Kaminfeger charakterisierte Ledwos sich als Kaminfeger, indem er mit Ofenruß das Gesicht und die Kleidung schwärzte, von den Stiefeln das Oberleder abschnitt, sie dadurch in Pantoffeln verwandelte und aus, dem gewonnenen Leder sich einen breiten Gurt anfertigte. Vom Hut riß er du Krempe ab und verwandelte sie in eine runde Kappe, wie die Kaminfeger sie tragen. So verkleidet hob er die Thür aus den Angeln und spazierte in aller Ruhe, von Niemandem gehindert, zwifchen den auf den Korridoren und am Hofe postierten Wärtern und Justizwachen zum Hauptthore hinaus, das ihm vom Portier geöffnet wurde, und wendete sich in die Richtung zur Vorstobt Podgorze, wo seine Spur verschwindet. Menn ste kcrdji. Junge Frau (verzweifelt): Ich weiß nicht, die Suppe kriegt heute keinen Gefchmack!" M a n n : Hast Du vielleicht das Salz vergessen?" Junge Frau: .Rein, ich habe an alles gedacht: Salz. Suppengrün. Klößchen (plötzlich) ach Gott, da fällt mir ein, ich habe za vergeben, oas Fleisch hinemzutbun!" , j3 '1S7aa
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Haus, Hof und Land $ H-I-I-I-I-I-I-I-M-I-H-H-I-M-X-H-H-Gehirn-Suppe. Ein frisches Kalbsgehirn , wird gewässert, blanchirt, gehäutet, in Mehl gewendet mit feingeschnittener Petersilie in Butter gebraten, dann mit einigen gerösteten Semmelscheiben im Mörser zerstoßen, in ein Kasserol gethan, mit der erforderlichen Menge Bouillon aufgegössen und einige Zeit verkocht. Dann gibt man sie durch ein Sieb, thut noch etwas frische Butter hinzu und richtet sie über geröstete Semmelcroutons an. Krautklöße. Man schneidet die zarten, inneren Blätter eines großen Krautkopfes von den Rippen, wirft sie einige Minuten in kochendes Wasser, kühlt sie dann 'ab und hackt sie fein, worauf man sie mit reichlicher Butter und Salz weich dämpft und erkalten läßt. Dann weicht man Quart süßen Rahm, zwei ganze Eier und zwei Eigelb, noch etwas Salz, Muskatblüthe und Weizenmehl oder geriebene Semmel dazu, daß sich feste Klöße daraus, formen lassen, kocht sie in Salzwasser, übergießt sie mit brauner, in Butter gerösteter Semmel und gibt sie zu Entenbraten, Rauchfleisch, Schinken etc. Die Zähne müssen, wenn sie schön bleiben sollen, mit großer Aufmerksamkeit behandelt werden. Am Morgen sei es das erste, den Mund mit lauem Wasser auszuspülen und die Zähne mit einer weichen Zahnbürste und vielleicht etwas Pasta zu putzen, denn Zahnseife, welche schäumt und die Zähne von allen Seiten trifft, empfiehlt sich mehr als Vulver, das immer nur die Vorderseite berührt und mehr oder weniger scharf wie eine Feile wirkt, also die Glasur der Zähne verletzt. Reinen Spiritus, Eau de Cologne u. f. w. kann man auch hier und da einmal benutzen, besonders wenn es sich darum handelt, üblen Geruch aus dem Munde zu entfernen (dabei thut auch ein Aufguß von Salbei oder Alaunwasser gute Dienste), Weinsteinanfatz weicht, wenn man reinen Weinoder Aepfelessig anwendet. Nach dem Mittagessen spült man den Mund und putzt die Zähne wieder, aber ohne Pasta und Pulver. Ist das Gärtnern gefund? In unserer Zeit, die sich durch einen besonders großen Reichthum von Krankheiten auszeichnet, ist das Gärtnern vom hygienischen Standpunkte aus besonders zu empfehlen. Es gibt nämlich, kaum eine andere Körperihätigkeit vielleicht das Schwimmen ausgenommen die alle Organe, Glieder und Gelenke in so gleichmäßiger Weise übt und stärkt, wie das Arbeiten im Garten. Sport, Turnen und Spiele all das beschäftigt nur gewisse Körpertheile und ist einseitig. .Das Handwerk vollends ist so einseitig, daß es sehr häufig Verkrüppelungen und Mißgestaltungen zur Folge hat. Dahingegen bildet das Gärtnern den Körper vollständig harmonisch aus. Arme, Beine, Rückgrat und Unterleib Alles wird abwechselnd geübt und gestärkt. Es kann daher auch nicht Wunder nehmen, wenn die Gärtner die gesündesten, harmonisch ausgebildetsten Menscben sind. Unsere Zeit wird gut thun, das Arbeiten im Garten unter die diätetischen Heilmittel aufzunehmen. Sa uerkraut alsHeilMittel. Ueber das Sauerkraut wird gemeldet, daß es ein großer Irrthum sei, sich auch vom Genusse des Stauerkrautes zu enthalten, wenn der Arzt sauere Speisen verbiete, da im Gegentheil gerade seine spezielle Wirkung auf den Magen zur Förderung einer guten Verdauung eine außerordentliche sei; es leite die krankhaften, faulen Säfte und Gase aus, wirke heilend auf vorkommende Magengeschwürchen, stärke die Nerven, unterstütze die Blutbildung u. s. w. Aber trotz solcher Lobeserhebungen, an denen vieles wahr sein mag, dürfte Sauerkraut für Kranke immerhin eine Speise sein, deren Genuß gar ernstlich zu erwägen ist. Bekannt ist ja auch die Mär, nach welcher ein kranker Grobschmied trotz ärztlichen Verbotes Sauerkraut und Bratwurst speiste und darauf zusehends gesund wurde, daß aber ein Schneiderlein, das an der nämlichen Krankheit litt, von der Sauerkrautkur dieses Schmiedes gehört hatte und sich nun ebenso mit Sauerkraut und Bratwurst kuriren wollte, nach deren Genuß starb. - Man prüfe sich deshalb genau, ob man eine Grobschmieds- oder Schneidernatur sein eiaen nennt. Wntscixuldigt. Als das Weib in's Wasser stürzte, sind Sie davongelaufen wie ein n tev, patt zu helfen, was für Sie doch eine Leichtigkeit gewesen wäre! Pfui über diese Feigheit!" Sie haben leicht reden auf die Art hab' ich meine Alte selig kennen gelernt!"
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AuS Canada kommt ott Nachricht, daß der Bald - Mountain in der Provinz Neu - Braunschweig verschwunden ist und daß diese Stelle jetzt von einem See mit schlammigem Wasser eingenommen wird. Das Versinken des Berges wird vermuthungsweise in Zusammenhang mit einem Erdbeben gebracht, das Ende März in Neu - Braunschweig und in den Neu England - Staaten verspürt wurde. Am Fuß des Berges befanden sich schon von jeher Quellen mit kochendem Wasser, deren Ursprung man .in einer vulkanischen Natur desGebietes suchte. Die Geographen werden sich allerdings kaum zu der Ansicht bekennen, daß jenes Naturereigniß durch vulkanische Bewegungen veranlaßt worden sein könne, da die Ostküste des amerikanischen Continents ebenso vollständig von Vulkanen frei ist, wie die Westküste vom äußersten Süden bis zum äußerstenNorden mit solchen besetzt ist. Eine amtliche eng lisch Heereszeitschrift ist die neueste Errungenschaft, die der Reformdrang, die Nachwirkung des südafrikanischen Krieges, in Heeres angelegenheiten gezeitigt hat. Es handelt sich um eine Monatsschrift, die den Titel: The Army Journal of the British Empire" fübren, General Sir Neville Lyttleton, den Ehef des neuen Generalstabes, zum Chefredakteur haben und monatlich einen Schilling kosten soll. Die neue Monatsschrift hat die Bestimmung, militärische und wissenschaftliche Fachangelegenheiten zu be'handeln, das Studium der Kriegswis senfchaft und -Geschichte zu fördern, die Kunde von militärischen Dingen zu verbreiten und soweit als möglich die Kenntniß der . Grundsätze der Reichsvertheidigung in allen Schichten und Waffengattungen der Streitkräfte der Krone zu heben. Offiziere und Soldaten werden aufgefordert, Artikel einzusenden, die die Raumgrenze von -6000 Worten nicht überschreiten dürfen. Besondere Beiträge von namhaften Civilschriftstellern werden in Aus steht gestellt. Honorar wird für die gelieferten Beiträge in der Regel nicht gezahlt, doch sollen von Zeit zu Zeit Preise ausgeschrieben werden. Eine verwegene FIu Hl aus dem Schnellzuge unternahm der 35jährige Mechaniker Ernst Schwarz aus Berlin, der durch einen Transpor teur nach Hannover gebracht werden sollte, um sich dort wegen schweren Diebstahls zu verantworten. In der Nähe der Station Groß - Möhringen, als der Zua in voller Fahrt war, entsprang er dem Transporteur und ent käm in den nahen Wald. Für die Bearbeitung der Pflanzungen im Süden sind italienische Arbeiter sehr gesucht und taugen für das dortige Klima besser als deutsche, irische und skandinavische Arbeiter. Einer der bedeutendsten Pflanzer im Süden. Le Roy Percy in Greenville im Staate Mississippi, macht folgendes bekannt: Die Baumwollfelder seiner Pflanzung werden jetzt mindestens zur Hälfte von italienischen Arbeitern bestellt und deren Arbeit ersetze die Neger, welche jetzt lieber in Fabriken arbeiten, ganz bedeutend. Sowohl im Feldbau wie bei der Ernte haben die Italiener ihre Ueberlegenheit gezeigt. Sie akklimatisiren sich dort leichter, als andere Einwanderer, und nehmen auch mit den dortigen Lebensbedingungen eher vorlieb, als andere. Zur Arbeit auf den Baumwollpflanzungen bedürfe es keiner Kenntnisse, wie sie die vom Congreß zum Glück zurückgewiesene Bildungsprobe des Senators Lodge verlange. Um ein weißes Wollkleid zu waschen, verfährt man in folgender Weise: Aus bester weißer Hausseife wird eine recht schaumige, mäßig warme Seifenlösung bereitet, und in dieser das Kleid ohne zu Reiben ausgewaschen. Dann wird mit lauwarmem Wasser solange nachgespült, bis alle Seife, aus dem Stoff entfernt ist, und das Kleid dann, ohne es auszuwringen, zum Trocknen aufgehängt. Ehe es ganz trocken geworden ist, wird das Kleid auf der linken Seite mit einem mäßig heißen Eisen gebügelt, unter Benutzung einer dünnen, baumwollenen Unterlage. Empfehlung. Heirathsvermitteler (zu einer Dame): Der bewußte Herr hat auch noch einen besonderen Vorzug: er ist nämlich Sonntagsreiter und daher daran gewöhnt, keinen eiaenen Willen zu haben!" Etwas für den HalS. Folgende lustige Anekdote erzählt eine englische Wochenschrift: Ein japanischer Ingenieur, der sich in einer Stadt im Norden Englands aufhielt und dort täglich in einem bestimmten Restaurant zu Mittag speiste, war sehr erstaunt, als ihm zur letzten Weih nachtszeü, wie es in England üblich ist. die Kellnerin unter dem Mistel zweig einen Kuß gab. Es wurde ihm bedeutet, daß sie zum Entgelt für diesen Kuß ein Geschenk erwartete. Er schlug Handschuhe vor; sie aber, im Hinblick auf das Gerücht von seinem Reichthum, sagte verschämt: O nein, schenken Sie mir etwas für meinen HalS." Am nächsten Tage, kam das Packet an, und Bisionen eineö PerlenHalsbandes stiegen vor dem begehrli chen Auge der Kellnerin auf. Mit zit ternden Fingern löste sie die Verschnürung und sah mit Entsetzen, was der Japaner unter etwas für ihren HalS verstand ein Stück Seikel
Ein sonderbaresPhäno wen dieses Frühlings im nördlichen Wrsconsin ist das massenhafte Absterben der Hemlock- (Schierling-) Tanne, von welchen sich große Wälder fast über das ganze Gebiet erstreckten. Die Rmde hat einen großen Werth als Gerberlohe, während der Stamm für viele Zwecke als Nutzholz verwendet wird. Das Absterben der Bäume wurde einen großen Verlust für die Industrie bedeuten. Eine große Heerde Rinder stürzte kürzlich in East St. Louis in der Nähe des Relay - Bahnhofes in den Cahokia, wurde jedoch später mit Hilfe von freiwilligen Rettern" aus dem nassen Elemente geholt. Einer der Stiere gerieth unter den Wasserthurm, und lange Zeit schien es unmöglich, das Thier zu befreien, bis man demselben einen Strick um die Hörner warf und es mittelst einer Rangiermaschine herauszog. EineAusstellung amerikanischer Industrie - Erzeugnisse soll im nächsten Jahre zu Wien in dem Rotundengebäude im Prater veranstaltet werden. Die Unternehmer Hoffen zuversichtlich, daß sie werthvolle amerikanische Ausstellungsgegenstände aus St. Louis erhalten werden. In kaufmännischen Kreisen Oesterreichs findet das Vorhaben günstige Beachtung. Man glaubt dort, ' daß eine wirkliche repräsentative Ausstellung amerikanischer Industrie - Erzeugnisse die Einführung amerikanischer Waaren in Oesterreich und Ungarn wesentlich fördern würde. EineRiesenstatuedes Vulkan, des antiken Gottes des Feuers, lassen die Eisenmagnaten der EisenStadt Birmingham in Alabama für die St. Louiser Ausstellung anfertigen. Es werden 100,000 Pfund Eisen von Alabama verwandt werden und die Statue wird eine Höhe von 150 Fuß haben. Das Modell wird von dem Bildhauer Monetti in New York und seinen sechzehn Assistenten angefertigt und dann nach Birmingham gesandt, wo der Guß vor sich gehen soll und zwar in zehn einzelnen Theilen, deren jeder ein Gewicht von 10,000 Pfund haben wird und so genau gearbeitet werden muß, daß man nach dem Aneinanderfügen glauben wird, das Gießen sei in einem einzigen Stück geschehen. Es wird die kostspieligste Statue aus Eisen sein, die jemals angefertigt wnxde, und nach Schluß der Ausfiellung wird sie in einem städtischen Park in Birmingham ihren Platz erhalten. Frisches und altes, Brod. Es gilt als eine ganz allgemeine Wahrheit, daß frisches Brot weniger bekömmlich ist, als altes Brod, weil es schwerer verdaulich, ist. Andererseits wird der Geschmack an frischem Brod nicht weniger allgemein gegenüber dem von altem Brod bevorzugt. Es Hat also den Anschein, als ob der Gaumen dem Menschen in diesem Fall . einen gesundheitsschädlichen Rath ertheilt. Und doch ist es nicht so, denn wir sind lediglich selbst schuld, wenn uns frisches Brod Beschwerden verursacht. Es ist nämlich genau bekömmlich wie altes, wenn es genügend gekaut wird, aber daran fehlt es eben meistens. Ein Stück alten Brodes zertheilt sich unter den Zähnen in mehr oder wemger harte Theile, die fast unmöglich zu verschlucken sein würden, da sie sonst die Kehle zu stark reizen. Genügendes Kauen führt nämlich zu einer theilweisen Zersetzung des Brodes und bringt es so in einen für die Verdau ung geeigneten Zustand. Frisches Brod ist weich, teigig und zähe, des halb fühlt man weniger die Nothwendigkeit, es im Munde gründlich aufzuweichen, und so entgeht es der vorbereitenden Zersetzung durch das im Speichel enthaltene Ptyalin, das die Eigenschaft besitzt, Stärkemehl aufzulösen und in Falzzucker zu verwandein. Es mag sich also jeder Einsichtige darüber l kehren lassen, daß er ganz wohl sein Brod in frischem Zustände genießen kann, wenn er dabei nur die nöthige Vorsicht gründlichen Kauens beobachtet. - Kessels atz. Jedes Wasser, ausgenommen Regenwasser, wird schnell alle Arten Theekessel mit einer unliebsamen Kruste bedecken. Man kann dies vermeiden, wenn man ein Stück reine Austernschale, Stein oder Marmor hineinlegt. Die Schale oder der Stein werden den Kessel dadurch immer in Ordnung halten, daß sie die Erd- oder Steintheilchen an sich ziehen. Staats-Convention der Socialiftischen Arbeiter-Partei.
Die Socialiftische Arbeiter - Partei hielt gestern im Hauptquartier der Section Indianapolis eine StaatsConvention ab. Zu derselben hatten sich von auswärts Delegaten von Ma rion, Logansport,Claypool und Evans ville eingefunden. Nominirt wurden: . Electoren at large O. P. Stoner, Claypool, Christian Schaad, EvanSville. Gouverneur E. J.Dillon, Marion. Leut.-Gouverneur Ernst Viewegh, Vridgeport. Die übrigen Nominationen werden von dem Staats Comite ausgefüllt werden.
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