Indiana Tribüne, Volume 27, Number 226, Indianapolis, Marion County, 14 May 1904 — Page 6
Jndiuna Tribüne, R. Mai I903U Europäische Nachrichten. oooooooooooooooo
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Was er thun kann. Dr. August Koenig's Kamburger Wrujkißee wird erleichtern und schnell heilen SujZcn, Erkaltung, Dronchitis, InflnenM, IjZhma. Der echte Tbe ist ebenfalls bekannt, als das beste Heil nittel zur Heilung von Grippe. Er wärmt da Blut, vermin dert den Reiz, stärkt, slcNt wieder her und heilt. 000-0000000X00Ö Warum nicht ist (jr ' Ö? ' ( P nP , .P V sparen beim Einkaufe ihrer Möbel ... . .und . . Teppiche .... sowie. ... GajrltirxcX Oefen und Ranges.. WILLIG'S V 141 West Washington Str. MM IV'x 42 Nord Pennsylvania Straße. Hauptquartier für 13 rillen und Operngläser "Wl 0CI Ä Qte im! ' Brillen werden ack den besten Metbode hwt ugen angepaßt. - Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. BigFourBahn ...Excurfion... - Sonntag, den 13. Mai 1904 $1.50 Cincinnatt und zurück. Spezialzug, (nach beiden Richtungen nir, gends für Passagiere anhaltend) verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens. Rückfahrt von Cincinnati 7 Uhr Abends. Terre Haute $1.00 i RundGreencastle 75e s fahrt. 1 Spezialzug verlavt Jnomnapons um 7 Uhr Morgens. Retourfahrt von Terre Haute 7 Uhr Mends. H. M. B ro n so n, A. G. P. . Im. Sfoeffler 202 Nord Noble Str. keneS Telephon 2001.
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F'rovinz Wrnden0urg. Berlin. Einen Mcrd an seinem zweijährigen Kinde beging der Hausreiniger Seufrt im Hause Pappelallee 89. In Abwesenheit seiner Frau nahm Seufert sein jüngstes zweijähriges Kind aus dem Bett und schnitt ihm mit einem großen Küchenmesser in Gegenwart des sechsjährigen Brüderchens den Hals durch. Der Mörder, der die That anscheinend im Delirium vollbracht hat, wurde festgenommen und nach dem Polizei - Revier gebracht. Prokurist Danieowski der hiesigen Waarengroßhandlung Wachenhusen & Prutz Nachf. wurde nach Unterschlagung von 40,000 MteI flüchtig und verübte Selbstmord. Die Schwester Danielowski's machte deshalb einen Selbstmordversuch und starb bald dars auf in der Frauenklinik. Gleichzeitig erschossen haben sich zwei leichtsinnige junge Leute, der 18jährige Lehrling Bruno Müller, Sohn eines Magistratsbeamten aus der Petersburgerstraße, der in einem Cigarrengeschäft der Friedrichstraße lernte, und der 16jährige Volontär Hugo Neumann aus der Raumerstraße. Der Aeltere hatte den Jüngeren zu allerlei Thorheiten angestiftet. Die Schlosserfrau Grytzka aus der Ruppinerstraße 23 ließ, als sie zum Mittagessen einholte, ihre dreiKinder von 3M, 2 und 1 Jahren allein in der Wohnung zurück. Diese kurze Zeit genügte aber, um schweres Unheil anzurichten. Die älteste Tochter Margarethe stieg auf den Kindertisch, holte ein Packet Streich-, Hölzer vom Kleiderspind herunter und spielte damit so lange, bis die Fenstervorhänge in Brand geriethcn. Von diesen übertrug sich das Feuer auf die Kleider der Kleinen, deren Verletzungen den Tod zur Folge hatten. Der Schutzmann Fritz Laue, Grünauerstr. 86, feierte sein Löjähriges Dienstjubiläum bei der Schutzmannschaft. Die Frau desSchaffners Otto aus der Culmstraße 77 ließ, wenn sie sich nach ihrer Aufwartestelle begab, ihre beiden Söhne Paul und Erich im Alter von 2y2 und 1 Jahren ohne Aufsicht in der Wohnung zurück. Als sie letztens jiach Hause kam, fand sie den ältesten Knaben am ganzen Körper brennend in der Wohnstube auf dem Fußboden liegen, während der jüngste in der Küche saß. i Der Kleine hatte ein. Packet Streichhölzer gefunden und damit gespielt. Das Kind ist den Verletzungen erlegen. Charlottenburg. -Die Rettungsmedaille am Bande erhielt der hiesige Student Johann Kluck. Freienwalde a. O. Zwei bei einer hiesigen Herrschaft in der Brunnenstraße bedienstete Mädchen waren mit dem Aufräumen der Zimmer beschäftigt, als die eine von- ihnen, die 14jährige Marie Radicke, Tochter eines Aufsehers in der hiesigen Chamottefabrik, einem Schube einen Revolver entnahm. Ohne zu wissen, daß er geladen war, legte sie mit den Worten an das andere Mädchen: Marie, jetzt wollen wir uns todtschießen", aus Scherz auf sich an, wovon sie letztere, nichts Gutes ahnend, noch abzuhalten suchte. Doch schon krachte der Schuß. Die tödtlich Getroffene besaß noch so viel Kraft, den Revolver wieder an Ort undStelle zu legen und sich dann im anderen Zimmer auf das Bett zu werfen. Nach kurzer Zeit schon war sie todt. K ö p e n i ck. Die Spindler's chen Erben und Prokurist Albert Mentzel haben der Stadt 10,000 Mark überwiesen zur Herstellung zweier künstlerisch ausgeführter Monumentalfenster im neuen Rathhause, von denen eines das Medaillonbildniß des verstorbenen Ehrenbürgers Carl Spindler, das andere den scheidenden Bürgermeister Vorgmann aufweisen wirdLandsberg a. W. Vom hiesigen Schwurgericht wurde der Knecht Karl Pose aus Göritz a. O. wegen Mordes zum Tode verurtheilt. Pose hatte die Dienstmagd Ottilie Scherbarth vergewaltigt, und da er fürchtete, für das zu erwartende Kind Alimente zahlen zu müssen, wie schon für ein nnderes von ihm stammendes uneheliches Kind, beschloß er, sie zu ermorden. Er überfiel sie, erwürgte sie mit den Händen und verscharrte sie in einer Kiesgrübe. Während er früher die That geleugnet hatte, legte er zuletzt im Gefängniß, als er einmal in die Dunkelzelle gesperrt wurde, ein . Geständniß ab. Arsvinz Ostpreußen. Königsberg.. Der verstorbene Stadtrath Michelly hat der Stadt zwei Legate letztwillig hinterlassen, 3000 Mark für die Armensuppenanstalt und zur Versorgung armer Schulkinder mit warmem Frühstück und 2000 Mk. für das zu erbauende Stadtmuseum. Allen st ein. Hauptlehrer Matern, der Leiter der katholischen Schule in Wartenburg, war kürzlich hierher gekommen, um mit dem Kreisschulinspector dienstliche Angelegenheiten zu erledigen. Nachdem dies geschehen war, hatte Matern noch einige Gänge zu besorgen, und kehrte dann ziemlich erhitzt in einem Hotel ein. Hier trank er gleich nach einander zwei Flaschen kalten Selterwassers. Bald fühlte er sich unwohl, mußte auf ein Zimmer gehen und sich zu Bett begeben; kurz" darauf ist er gestorben. . ' Bischofs bürg. Der kürzlich in Königsbetg gestorbene Rentier Pallasch, früher Kaufmann - in unserer
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Greenfield. III, mm:w . ti Afm-ä.. Stadt, hat der hiesigen evangelischen Gemeinde 20.000 Mark, dem GustavAdolf - Verein 6000 Mark, der Stadt 5000 Mark und den Schuhmachermeistern, die seinerzeit voni ihm Leder i kauft haben, je 100 Mark vermacht. Drengfurt. Auf dem Gute Taberlack entstand Feuer, wobei ein Scharstall mit 450 Schafen vollständig verbrannte. Ferner gingen inFlammen auf zwei große Scheunen mit Stroh ett., die Schirrkammer und ein Schweinestall nebst Fohlengelaß. H e i l i g e n b e i l. Ein Unglück ereignete sich in der ' Thomsdorfer Windmühle. Der dort beschäftigte 21jährige Müller Engel trat aus der Mühle in's Freie und muß wohl nicht darauf geachtet haben, daß die Thür an derselben Seite war, wo die Flügel sich befanden. Der junge Mann erhielt von einem Mllhlenflügel einen so heftigen Schlag gegen den Kopf, daß er auf. der Stelle todt war. Kärlsrode. Das Wohnhaus des Pächters Jotscheit brannte nieder. Die Bewohner konnten kaum das nackte Leben retten... ' L Y ck. Von einem Güterzuge ent gleisten die Maschine und 11 Wagen bei der Einfahrt in den hiesigen BahnHof infolge Bruches des Zungendrehstuhles der Einfahrtsweiche. Zugführer Rohde aus Königsberg und der Bremser Grunow aus Königsberg wurden schwer verletzt. Neldenburg. Ueber das Vermögen derLederfabrik Jsidor I. Ascher Söhne wurde der Eoncurs eröffnet. Die Passiva wurden auf 50,000 Mark geschätzt. H'rovinz Westpreußen. D a n z i g. Der frühere Förster von Narezymski feierte das Fest der diamantenen Hochzeit. Der Mann ist 85, die Frau 78 Jahre alt. Der Jubilar war 70 Jahre lang im Privatforstdienst thätig, und zwar allein 65 Jahre lang bei v. Kries auf Waczmiers und die fünf Jahre vorher bei den Herren Lenz bei Graudenz und! bei v. Liskowski in Bruch bei Christburg. F l a t o w. Von hier begab sich kürzlich eine Gerichtscommission nach Neu - Batrow zur Section der Leiche des Colonisten Ludwig Schmidt. Dieser lebte mit seiner Frau in Unfrieden und hatte mehrere unglückliche Processe geführt. Von seinem Gegner wurde ihm mit einer Denunciation gedroht, daß er Zeugen zum Meineide habe verleiten wollen Dieses Alles nahm sich Schmidt so zu Herzen, daß er, nachdem er seine Frau mißhandelt und ihr mit Erschießen gedroht hatte, in den Stall lief und sich eine Kugel in den Leib jagte. Die Kugel durchbohrte die Handfläche und verletzte die Leber. Da der Mann sehr stark und gesund war, so hatte er trotz der Verwundung noch so viel Kraft, in ein Nebengebäude zu gehen und sich mit einer Kuhkette aufzuhängen. . Graudenz. Sein 60jähriges Dienstjubiläum feierte der Botenmeister' am hiesigen Landgericht Bontoux. Landgerichts - Präsident - Renckhoff überreichte mit einer feierlichen Anspräche oem Jubilar, dem schon vor 10 Jahren das Kreuz ' des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen worden ist, als Geschenk des Ministers 200 Mark und als Geschenk der, Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte und der anderen Gerichtsbeamten ebenfalls 200 Mark. M a r i e n b u r g. In großer Gefahr schwebten wieder einmal die Laubenhäuser. In dem Wwe. Klein'schen Hause, Hohe Lauben 31, ' in nächster Nähe der Stätte,, wo am 6. December 1902 fünf Laubenhäufer eingeäschert wurden, war Feuer ausgebrochen. Es gelang' der Wehr, jede Gefahr für die angrenzenden Gebäude, die zum größten Theil von den Bewohnern geräumt worden waren, zu beseitigen. Das Feuer, griff auch auf das benachbarte frühere Erhardt'sche Haus, jetzigerner - Zoppot gehörig, über. Rinkowken. Parzellenbesitzer Johann Kilichowski von hier fuhr aus der Königlichen Forst nach Neuenburg mit Langholz. Au dem Rückwege fiel
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Greenfield, Jll., den 10. Juli, 1903. Cs g-sreicht mir zu großem Vergnügen, den Wine of Cardui zu empfehlen, da ich ihn mehrere Monate lang für ein sehr ernsthaftes Eierstock-Leiden ge braucht habe. Ich war gezwungen, ungefähr zwei Wochen in jedem Monat im Bett zuzubringen und die übrige Zeit litt ich beinahe beständig an schwindelerregenden Kopfschmerzen, heftigem Rückenweh und Unterleibschmerzen.
In meinem Elend las ich, wie sine in derselben Weise Erkrankte durch den Gebrauch von Wine of Cardui kurirt worden ist, und daraus entschloß ich mich, seine Wirkung in meinem Fall zu erproben. Ich fand in zwei kurzen Wochen, daß ich auf dem schnellsten Wege zur Besserung war; ich nahm rn Stärke und Gesund
hert täglich zu, bis ich am Ende von drei Monaten eine gesunde Frau war. Ich bin ) ja
sehr erfreut über meine Genesung und be nw oO eile mich, Ihnen zu danken.
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Ihr könn! 5U00.laschen Wiiie ok Cardin in Eurer
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Finanz-Sekretärin, ..-.'-! Heloenmüthige Chinesinnen. Eine der neueren Nummern des in Tientsin erscheinenden Wochenblattes für die Angehörigen der ostasiatischen Besatzungs - Brigade enthält in deut scher Uebersetzung eine der Pekingzeitung entnommene Bekanntmachung, die folgendermaßen lautet: Thronbericht Yuanschi - kais. Der Präfekt von Tientsin hat mir den nachfolgenden Bericht eingesandt: Unter den Beamtenfrauen, die während der Boxerwirren 1900 ihren Tod fanden, befand sich auch die Gemahlin des jetzigen Zolltutais von Tientsin, Tang shao yi, eine geborene Chang, aus dem Kreise Hsiang - schan, aus der Provinz Kuangtung stammend. 37 Jahre alt, war sie ihrem Manne nach Tientsin gefolgt. Als die Alarmnachrichten sich häuften und man ihr zuredete, sich in Sicherheit zu bringen, lehnte sie dies freundlich ab; Frauen und Mädchen, die damals in Noth waren, fanden bei ihr Unterstützung, sei es, daß sie diese mit Nahrung und Kleidung versah, sei es, daß sie ihnen Unterkunft verschaffte; auf diese Weise hat sie mehrere hundert Menschen dem Leben erhalten. Am 23. Tage des fünften Monats wurde sie, als sie mit ihrer vierten Tochter den Haushaltungsgefchäften oblag, mit dieser zusammen von einer Granate getödtet. Auch die aus Szuchou in Anhui stammende, 14jährige, . an einen Beamten Cheng verheirathete zweite Tochter des gegenwärtigen Provinzialschatzmeisters Bang shueh kiang, die gleichfalls bei ihrem Manne in Tientsin wohnte, verschwor sich trotz der beunruhigenden Nachrichten hoch und theuer, ihren Posten nicht zu verlassen, und wenn es ihr das Leben kosten sollte; sie wurde am gleichenTage von einer Kugel getödtet." Auan-schi-kai bemerkt dazu, daß das Benehmen der drei Frauen ein wahrhaft Heldenmüthiges gewesen sei, wie man es selbst unter Männern schwer finde, und beantragt daher, zu genehmigen, daß ihnen jetzt Ehrenbogen errichtet werden. Dieser Antrag wird vom Kaiser genehmigt." enetal Kuropatkins Sarg. Wie ein englisches Blatt sich aus Petersburg berichten läßt, kursirt' in Sibirien gegenwärtig ein Gerücht, das große Niedergeschlagenheit unter den neu berufenen Reservetruppen hervorruft. Das Gerücht besagt, daß General Kuropatkin einen Sarg mit sich in den fernen Osten genommen habe, da er überzeugt sei, daß er nie nach Rußland zurückkehren werde. Während der Zug des Generals in Petropawlowsk hielt, bemerkteein Soldat in dem Gepäckwagen eine längliche Kiste mit einer Messingplatte darauf, und wie er sicher behauptete, nachdem der Zug abgelassen worden war, trug sie den Namen: Alexei Nikolejewitsch Kuropatkin." Dieses thörichte Gerücht hat beim russischen Volk umsomehr Glauben gefunden, als man sicher zu wissen glaubt, daß. als General Kuropatkin. ehe er Rußland verließ, noch sein Gut in Cholm besuchte, seiner Mutter erklärt hat, sie werde ihn nie wieder sehen. Ein Gerücht, daß ferne? im Umlauf ist, besagt, daß Kuropatkin an einer unheilbaren Krankheit leidet, während' es in einem anderen heißt, daß er einen Traum gehabt habe, in dem er sich von den Japanern so verstümmelt gesehen hat, daß seine eigenen Leute ihn nicht wiedererkannten und ihn mit einer Anzahl gemeiner Soldaten in eine Grube warfen. Stoßseufzer. A.: Malt Professor Spachtel noch immer an deiner Frau?" B.: O mein! Der wird halt ebenso wenig -mit ihr fertig ' ' ick!" " ' JmmerBackfisch. -Mama, gibt es in der Hölle auch Leutnants?" Sicherlich!" Aber dann wär's ja dort gar nicht so übel!" .
)r?S Roizal Templars of TemperaUtt. ctpotfjcCic gekommen. J Wie Chicrc baocn. Waffer- und Staubbäder und ihre muthmatz lichen Ursachen. Man braucht nur eine Katze zu beobachten, wenn sie mit der mit Speichel angefeuchteten Pfote Toilette macht, oder einen Elephanten, der sich selbst ein Sturzbad applizirt, um die Ueberzeugung zu gewinnen, daß das Verlangen nach Reinlichkeit auch unter den Thieren sehr verbreitet ist. Allgemein' herrscht dieses Verlangen freilich nicht. Manche Thiere zeichnen sich geradezu durch Unsauberkeit aus und lieben es offenbar, ihre Haut mit Schmutz bedeckt zu wissen. Bei einzelnen muß man jedoch "zugeben, daß sie gewisse Gründe haben, die einfachsten Gesetze der Reinhaltung zu verletzen. So bedeckt sich der Seeteufel mit Schlamm und Tang, um unerkannt am See-, gründe hlnfchwimmen zu können. Dank den rippenähnlichen Ansätzen, womit seine Nase versehen ist, zieht oder führt er die kleinen Fische um sich heran, die, da sie sein verstecktes Maul nicht sehen, furchtlos auf ihn zuschwimmen und dann gleich im Ganzen verschlungen werden. Viele Wiederkäuer und Dickhäuter haben die Gewohnheit, sich im Schmutz zu wälzen und scheinen die Schicht Erde, die dann ihre Haut bedeckt, sehr gern zu haben. Dieser Schutzmantel ist auch thatsächlich sehr wirksam, die Angriffe von Parasiten abzuhalten. Solche Schlammbäder nehmen unter Anderen das Elenthier, der Büffel, der Bisonochs und das Nashorn. Eine große Menge Vögel wühlen sich in Staub ein, bedecken sich damit offenbar mit größtem Wohlgefallen und verschiedene Säugethiere -thun dasselbe. Dr. Ballion erklärt den Instinkt der sich pudernden" Thiere in folgender Weise: Zunächst ist zu beachten, daß die Thierarten, die einen Widerwillen gegen Wasser haben, sich gern auf der Erde wälzen. Daraus schließt er, daß die beiden, einander so entgegengesetzt erscheinenden Stoffe, Wasser und Staub, vom hygienischen Gesichtspunkte aus betrachtet, doch ähnliche Wirkungen haben müßten. Die Urfachen, auf welche hin die Thiere eins der 'beiden Dinge wählen, sind aber in verschiedenen Fällen verschieden. Zu diesen Ursachen oder Gründen gehört das Verlangen, sich zu reiben (zu scheuern), das viele Thiere empfinden. Damit erklärt es sich, warum Pferde, Hunde, Esel und Kameele sich so gern auf der Erde wälzen. So weit ,der Nacken und die Seiten des Körpers in Betracht kommen, haben sie den Ausweg, sich an einem Baum oder an einer Wand zu reiben, für die Rückenmitte -bleibt ihnen aber nichts anderes übrig, als sich auf der Erde oder fonstwo hin und her zu rollen. Eine andere Wirkung solcher Bewegungen besteht darin, daß sie dle Oberhaut von der lästig , werdenden Schweißabsonderung befreit, durch die die Haare leicht verklebt werden. ' Das gilt vorzüglich für fls4ft?a ta 5U Va v3r4rrwvv, iviv 3 sj viv ri.ii4vt, viv die eifrigsten Staubbadnehmer sind und wenigstens einmal täglich eine solche Reinigung" vornehmen. Auch von Vögeln ist es bekannt, daß sie gern Staubbäder nehmen. Viele von ihnen haben eine entschiedene Scheu vor dem Wasser und gebrauchen den Staub als Kosmetikum. Die Hühner wühlen in der lockeren Erde des Gutshofs eine Vertiefung auf, setzen sich dann hinein, wobei sie das Gefieder möglichst sträuben und werfen mit den Füßen und dem Schnabel Staubwolken auf, die zwischen den Federn bis zur Haut eindringen. Zuletzt laufen sie mit ausgebreiteten Flügeln umher und schütteln den Staub wieder aus. Der verschämte Metzgerssohn. Ihr Vater ' ist wohl Metzger?" Nein, er, schlachtet nur dann und wann zu seinem Vergnügen!" ' , , Naiv. Mama: Sieh mal Aennchen, mir scheint, der kleine Willi drin im Kinderzimmer hat sich verschluckt." Aennchen (zurückkehrend):. Nei, Mama, er ist noch da!" ' ' .
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