Indiana Tribüne, Volume 27, Number 225, Indianapolis, Marion County, 13 May 1904 — Page 4

Jndtana Tribüne, IS. Mai RSVÄ.

Indiana Tribüne. Herausgegeben von der Gutbeg Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium ... Präsident. Geschäftslocalt No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE LSS.

Entered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Der Krieg und die deutsche Schiffahrt. Den Ausbruch des Krieges in Ostasten hat auch der stattliche deutsche Handelsverkehr mit Ostafien als eine Störung empfinden müffen, wenngleich sich die Beeinträchtigung dieses Verkehrs bisher in engen Grenzen hält. Abgeschnitten ist nur der Verkehr mit den russischen Häfen im fernen Osten, den vornehmlich die vor Jahresfrist eröffnete Küftenlinie der Hamburg-Ame-rika Linie und der Zirma Kunst & Albers . von Hongkong und Shanghai nach Port Arthur, Niutschwang und Chemulpo sowie eine etwas ältere Linie Hongkong - Nagasaki - Vladivostock der Hamburg-Amerika Linie repräsentierten. Diesen Berkeyr sollte gerade um die rr.iL v . et to s. ...i. ,jeii oe riegsuusvruur eine unci.it: Linie von Hamburg uach Port Arthur, Dalni und Wladiwostok, die von der Hamburg-Amerika - Linie - in Verbindung mit zwei anderen Hamburger Firmen umfassend organifirt wurde, bedeutungsvoll ausgestalten. Schon bisher hatten sowohl diese Firmen wie die Hamburg-Amerika - Linie directe Fahrten nach diesen Häfen ausgeführt, die nunmehr gemeinsam L nach festen Vertrügen betrieben werden sollten. Gleich der erste Dampfer der neuen Verbindung, die Nicomedia", mußte indeß nach dem plötzlichen Ausbruche des Krieges ihre für russische Häfen bestimmte L adung in Hongkong löschen, wie der ihr vorausgehende Dampfer Königsberg" der Hamburg-Amerika-Linie in Tsingtau. Auch die nächsten Dampfer konnten ihr Ziel nicht erreichen, und so wurde die neue Linie nach den für den deutschen Verkehr sich gerade jetzt so aussichtsvoll gestaltenden russischen Gebieten vor der Hand wieder eingestellt. Die Fahrten der großen hamburgischen Frachtdampferlinie nach China und Japan gehen weiter, als ob gar toitt Ortort Tiostftnfce TSto rtmfiilrit lltit övnvy viM4w v j limvmyAmerika Linie beschäftigt nicht weniger als 28 eigene oder gecharterte Dampfer zur Zeit in dieser Fahrt. Die Mitführung aller Waaren, die zu einer Beanstandung als Konterbande irgendwie Anlaß geben könnten, wird von den deutschen Dampfern sorgfältig dermieden, und so haben sie sich auch über ernste Störungen nicht zu beklagen. Es ist wohl einmal im Rothen Meere von den Russen, bei Japan von den Japanern ein Dampfer der Hamburg-Ame-rika , L wie angehalten worden, doch konnten die Schiffe nach Vorlegung der Schiffspapiere alsbald unbehelligt weiterdampfen. Von den großen fremdländischen Linien, die zwischen Europa und OftAsien verkehren, hat die russische Freiwillige Flotte ihre Fahrten eingestellt; die japanische Nippon Yusen Kaisha hält Expeditionen in verminderter Zahl mit gecharterten Dampfern fremder Flagge und unter Ausschluß von Waaren, die zu Beanstandungen führen könnten, aufrecht. In Korea hat die Schiffahrt in der ersten Zeit der Okkupation gestockt. Charterdampfer nach koreanischen Häfen waren schwer zu bekommen. Nachdem es sich jedoch nach den übereinstimmenden Beobachtungen der Europäer herausgestellt hat, daß die Japaner dort vortreffliche Mannszucht halten und die irf-p pi r. cy . y v ti - rr . r . u wlrlyiazasiilozen neryannine ncy oronungsmäßig abwickeln, hat die Ham-iurg-Amerika-L inie die Fahrten ihm regelmäßigen Linie zwischen Hongkong, Shangai und Chemulpo mit eigenen Schiffen wieder aufgenommen. ' Die ostasiatische Küstenfahrt ist während des Krieges ruhig weitergegangen. Eine Zeitlang war sogar der Verkehr recht lebhaft. Der Antheil der japaNischen Flagge an der Fahrt nach und in China hat sich durch Vercharterungen japanischer Handelsdampfer an die Regierung stark vermindert. Die japanische Reeder haben in Charterung europäischer Schiffe für diese Fahrten Ersatz gesucht. Auf diese Weise find fremde Flaggen jetzt auch an der- den Japanern vorbehaltenen Küstenfahrt zwischen japanischen Häfen und an dem

Verkehr der noch nicht allgemein geöffneten kleineren Häfen des Landes betheiligt. Ueber die Ausfichten nach dem Kriege ist schwer ein Urtheil zu äußern, da der weitere Gang der kriegerischen Ereignisse ganz im ungewissen liegt. Man sieht wohl die Momente, die später von Einfluß sein können, kann aber den Grad ihres Einflusses noch nicht abschätzen. Zu großer Pessimismus hinfichtlich der künftigen Aussichten rechtfertigt sich jedoch nicht. Wennfchon man in den Kreisen der europäischen Kaufleute der Meinung ist, daß ein lange währender Krieg besonders in Japan die Kaufkraft des ganzen L andes schwächen muß, daß die Einberufung zahlreicher Arbeiter zur Fahne gerade die Produttion für den Export ungünstig b 'influßt, so ist es demge genüber doch auch wahrscheinlich, daß die verminderte Produktionskraft Japans während des Krieges das , Land zunächst wieder für manche Einfuhren zugängig macht, von denen es sich durch eigene Produktion bereits emanzipiert hatte. Für später konnten die Kriegserfahrungen und schon die bis jetzt errungenen Erfolge den von Japan beschrittenen Weg, an die europäische Kultur engen Anschluß zu suchen, rechtfertigen und eine allgemeine Neigung zua Fortführung dieser Politik, zur Ausbreitung der überseeischen Beziehungen mit den europäischen Staaten erwecken. In Rußland aber hat das bisherige Mißgeschick schon jetzt manche Stimmen zn Gehör gebracht, daß Rußland sich um seine wichtigen Besitzungen im fernsten Osten zu wenig gekümmert, für ihre militärische und wirthfchaftliche EntWicklung zu wenig Anstrengungen ge macht habe. Die Erkenntniß von der Wichtigkeit dieser Positionen wird vielleicht den Wunsch entstehen lassen, diese Länder rascher zu entwickeln, als es mit den eigenen Hülfskräften des Landes möglich ist, und so wird die durch den Krieg abgebrochene Chance für den deutschen Verkehr wieder aufleben können. Diese Thatsachen und Erwägungungen können wohl in diesem Falle dem verstärkten nationalistischen Drange, der allen Kriegen zu folgen pflegt, die Wage halten. Auf die rasche Verwirklichung solcher Hoffnungen allzugroße Zuversicht zu setzen, davor warnt freilich in Deutschland die frische Erfahrung in Südafrika eindringlich. Auf mancherlei Opfer durch uud nach dem Kriege wird das deutsche Wirthschaftsleben immerhin gefaßt sein müssen. Aber man darf wohl hoffen, daß die starken , Firmen und Organisationen, welche bisher hauptsächlich die Träger des deutschen Schifffahrts- und Handels-Verkehrs in Ostasien waren, auch in Zukunft sich und die von ihnen vertretenen deutschen Interessen zur Geltung bringen können.

Unsere demokratische Staats-Con vention nahm wie es nicht anders zu erwarten war, ihren programmmäßigen Verlauf. Der Dirigent hatte dafür Sorge getragen, daß die Jnstrumention, wenn auch zumeist Blech, keine Diskorde aufkommen ließ. StaatsVorsitzer O'Brien brauchte diesmal nicht, wie bei der schwerwiegenden Baseballfrage im Senat weiblichen Rath zu erholen, denn sein Programm war streng vorgeschrieben und blauberockte Wächter waren in Menge vorHanden, ihm Nachdruck zu verleihen. Die Parkeriade, die aufgeführt wurde, war denn auch wie aus einem Guß, wie man es von einem gut gedrillten Ensemble erwarten und dem selbst die Querpfeifen der Minorität nichts von der symphonischen Vollkommenheit des Ensemble rauben konnten. Für das vacante FriedensrichterAmt in Warren Township. Für da?, durch den Tod von Elmer B. Pentecost vacant gewordene Friedensrichteramt in Warren Township ist A. C. Sbortridge in Jrvington aufzetreten. Derselbe war früher Principal der Shortridge-Hochschule, war aber gezwungen, seine Stellung eines Augenleides wegen aufzugeben. Die County. Commissäre haben das Amt zu vergeben. Vorsicht ist immer angebracht. Auf Anordnung des Dr. Paul Mar tin, des umsichtigen Superintendenten des Stadt-Hospitals ist die Ward für Wöchnerinnen, welche sich bis dahin im 4. Stockwert befand, nach dem 2. Stock verlegt worden. Beim Ausbruche eines Feuers würden die Patienten leichter gerettet werden können.

Base-Vall.

American Association. Die gestrigen Spiele resultirt?n wie folgt: Milwaukee, 12. Mai. Mllwaukee ) Spiel verschoben, Columbus j Regen. St. Paul, 12.' Mai. St. Paul. ..2 31100000 29 Toledo. . ....310001110 07 Kansas City, 12. Mai. Kansas City ...20004000 6 Louisville 000 1 00 1 0 0 2 Minneapolis, 12. Mai. Minneapolis. ..0 1000010 02 Indianapolis. .0 0300100 0 4 Nation al-L i ga. Chicago, 12. Mai. Chicago 2 000020-0 4 Philadelphia... 0 0000000 00 Cincinnati, 12. Mai. Cincinnati ...4 0022311 13 New York 00402 01 00 7 St. Louis, 12. Mai. St. LouiL 0 0002000 2 Boston 1 00 000000 1 Grundeigenthums - Übertragungen. ' Sarah I. Van Slyke an Frank A. Morrison u. A., Lot 8, Sullivan's Subd. Fletchers 1. Add., nordöstlich vom Massachusetts Ave. Bahnhof. Frank R. Stewart an die Wabash Realty and Loan Company. Theil von Lot 2 in Stevens Subd. von Outlot 101, nahe Stevens und East Straße. $3,200." ' Ellen M. Lemonu. A. an dieselbe, Lot 10 in Low u. A's. Subd. in Outlot 174, an Alabama und Fort Wayne Ave. $6,000. Alice Walters u. A. an dieselbe, Lots 102 und 103 in der 2. Sec. von Rosemont, südlich vom Jrren-Asyl. $1,800. Edwin Allen an Jacob Leider, Lot 30 in Kenwood Park Addition, östlich von Crown Hill, zw. 33. und 34. Str. $2700. Henry Dollman an William Fette, ein Theil der Lot 7 in Bandes und Wilkin'S Subd. von Square 100 nahe Alabama und Süd Str. $13,500. Ambrose Stanton an John, W. Numann, ein Theil der 10, daselbst. $3000. '! v Frederick W. Bauer an Frank Seiden sticker, Lot 11, Block 8, Moore's Subd. Barths Erben Add., südlich von Prospect und westlich von Shelby. $1300.. Frank Seidensticker an Frederick W. Bauer, dieselbe. $1300. Wm. W. Winslow an Levi S. Pierfon, Theil von Lot 14, Sq. 81, Ecke New Jersey und L ouisiana. $6000. Harriett E. Allen an John W. Newmann zc, Theil von Lot 10, Jandes & Wilkinö' Subdiviston, Square 100. nahe South- und Alabama-Straße, $3000. Oscar F. Mann an Nannie H. Kemp, L otS 14 und 15, Block 30, Nord-Jn-dianapolis, südlich von 30. Straße, westlich von Northwestern Ave., $3000. Joshua G.' Frazer an William A. Willett, Lot 47 in Sharpe'S Woodside Add., südlich von den Pennsylvania Eisenbahn-Werkstätten. $1,100. Arthur V. Brown an Fritz Krakemeier u. A., Lot 38 in Miller's Subd. Theil von der Carson Farm, nahe Meridian Straße und Gürtelbahn. $1.800. Omen L. Miller an Grace N. Miller, LotS 20, 21. 22, 61, 98, 115 und 116 in Crane's North Add., östlich von Encaustic Tile Tile Works. $4,500. William A. Moore an Owen L.' Miller, Theil Lots 112 bis 116. dieselbe Add. $1,100. Rillia M. Ralston an Mary Everts, Lot 124, Clark's 3. Add., West Indianapolis. $1,375. George W. Seibert an Elias I. Scott, Theil Lot 102, Woodruff Place. $3.500. George Hedrich an Daniel Rudy, Lat 222 in Allen & RootS Nord-Add., nördlich von 16. und östlich von Peunsylvania Str. $1900. John Larison an E. Leonard, Lot 23 in MeyerS 1. Addition, östlich von Meridian Str. und südlich von der Belt Railroad. $2000. Harriet McKitrick an denselben, Lot 180 in Clarks 3. Add. zu West Jndianapolisr $2000. George Pöpp an Henry Kothe, Lot 7 in McCarty's Erben ubdivifion der Außenlots 113 und 114, nahe der Merrill Straße und Madison Avenue. $3500. i ßX7' Die beste 5 Cent Cigarre in wdt.Mucho's Longfellow".

Die demokratische Staats - Con- ' vention.

Die Delegaten iustruirt, für Parker zu stimmen. Unserem gestrigen Bericht über die demccratische Staats-Convention fügen wir noch folgendes hinzu : Stürmische und hitzige Debatten rief der Bericht des Comites für Resolutionen hervor. In demselben wuröe verlangt, daß die Delegaten, welche auf der Convention zur Nationalen Convention in St. Louis erwählt werden würden, instruirt werden sollten, die Stimmen des Staates als ein einmüthiges Ganzes für Alton B. Parker abzugeben; ferner fällten die Delegaten instruirt werden, ', Thomas Taggart zum Mitgliede des Democratischen Na-tional-Comites zu erwählen und für Taggart als dessen Vorsitzenden zu stimmen. Diese Beschlüsse wurden schließlich mit 954 gegen 582 Stimmen angenommen. Sodann wurde zur Wahl der Delegaten und Electoren geschritten. Das Resultat derselben war folgendes Delegaten at large zur NationalCon vention: W. H. O'Brien, John W. K e r n , Benjamin F. S h i v e l y und Major G. V. M e n z i e s. Stellvertreter: O r a F. C r e i g n i l l e , Wil l i s H i ck m a n , A. E. M e l ch i n g und B. F. Diehl. Elecoren a t large: H u g h D a u g h c r t y , Wells County; Warder W. Stevens, Washington County. Stellverzreter : W. H. Kelly, Pulaski County; Thomas Duncan, Gibson County. Hierauf Vertagung. Raucht die Tish I Mingo. Feuerwehrmann Mountain wieder im Dienste. John Mountain, Mitglied der Schlauch-Compagnie No. 14. welcher vor etwa einem Jahre in Folge einer Colliston zwischen seinem Wagen und einer elektrischen Car schwer verletzt wurde, ist jetzt wieder vollständig genesen, so daß er heute wieder in Dienst treten kann. Er ist zur Compagnie 9 versetzt worden. Präsident John Mitchell vou den Vereinigten Gruben-Arbeitern ist von Washington und New Z)ork wieder zurückgekehrt. Pennsylvania Bahn. $1.25 Madison und zurück $1.25 Sonntag, den 15. Mai. Verläßt Indianapolis 7.30 Morgens. Rückfahrt von Madison um 6 Uhr Abends. Geflügel - Ungeziefer. Um den Hühnerstall von Ungeziefer zu befreien, nimmt man eine Kiste, ca. zwei Fuß lang und breit und einen Fuß hoch, welche ziemlich dicht sein muß, füllt solche bis zur Hälfte mit ..Wasserkalk" (Staub) an, stellt selbige in den Hühnerstall, so daß kein Regen und keine Feuchtigkeit hineinkommt. Die Hühner werden sich darin baden und es verschwindet .dadurch mcyt au lein das, Ungeziefer an den Hühnern und im Stall, sondern eventuell auch der weine Grind an Kämmen und im Gesicht, solcher auch, wenn er sich auf den ganzen Korper ausgedehnt yat und die Federn ausgefallen sind. Das Einpinseln in diesem Falle mit Creolin, Styrax oder Amsol ist überflüssig und die Federn wachsen in kurzer Zeit wieder. Giftigkeit der SchimmelPilze. Mit der Frage, ob Substanzen, welche von Schimmelpilzen befallen sind, für den Menschen noch genußfähig bleiben, nachdem die Pilzdecke entfernt ist, hat man sich ms letzt wenig beschäftigt. -Im Allgemeinen glauben die Hausfrauen, daß es genügt, die Schimmellage zu entfernen und dann das eingemachte Obst auszukochen, um es wieder im Haushalt verwenden ?u können. Untersuchungen haben indeß ergeben, daß die Sporen der Schimmelpilze giftig sind und daß durch Kochen, selbst durch langes Kochen und durch Ve-rweilen in Alkohol das Gift nicht vernichtet werden kann. Dagegen löst es sich im Wasser. Durch häufiges Wässern vermag man also das Gift zu entferne, nicht aber durch Aufkochen. Vor Mn Dingen genügt aber nie. nur die oberflächliche Pilzschicht abzuheben, sondern man mutz eine tiefe, breite Schicht der vom Schimmel befallenen Substanzen entfernen, da die Schimmelpilze mit ihren Fäden noch weit in die Tiefe hineinreichen, ohne daß man sie mit dem bloßen Auge erkennen kann

Regeln für AusstcUnngsbefucher. Das Komite für Gebäude und Anlagen der St. Louiser Weltausstellung hat eine Reihe strenger Regeln für die Aufrechterhaltung der Ordnung auf dem Ausstellungsgelände aufgestellt. Laut diesen gutgeheißenen Regeln werden unter Anderem die AusstellungPaläste mit Sonnenuntergang geschlosfen. Nur die Hauptgänge bleiben offen, um den Besuchern eine allgemeine oberflächliche Besichtigung des Innern zu gestatten. Rauchen innerhalb des Ausstellungsplatzes ist strengstens verboten. Ebenfalls dürfen Photographen ihre Kamera nicht benutzen. Um halb 11 Uhr ertönt das erste Glockensignal, das die Besucher zum Aufbruch mahnen soll. Um 11 Uhr werden die Glocken nochmals geläutet, und diesmal bedeutet das Signal plötzliche Räumung des Ausstellungsplatzes. Selbst, die auf dem westlichen Terrain einquartirten Soldaten haben sich nach ihren Zelten zurückzuziehen, wollen sie nicht hinter schwedische Gardinen wandern. Wer nach Mitternacht in den Gebäuden oder in der Nähe derselben angetroffen wird und keinen zufriedenstellenden Grund für seine Anwesenheit angeben kann, wird prompt nach Numero Sicher gebracht. Neues Goldbergwerk in Ungarn. In der Gemeinde Majdan (Siebenbürgen) wurde, jüngst auf einem dortigen Freischurfgebiete ein reiches Goldvorkommen entdeckt. Die fortgesetzten Schürfungen ergaben ein überraschendes Resultat. Die bisher aufgedeckten drei Goldlagerstätten kommen an den Kontaktflächen zwischen Melaphir, Dacit und Andesit in Form von mächtigen, mehrere hundert Fuß anhaltenden Zonen vor. Das goldführende Erz (Phyrit. Blende, Kupferkies und Gold) ist ziemlich regelmäßig vertheilt und hat nach den vorgenommenen Analysen einen durchschnittlichen Gehalt von 24 Gramm Reingold per Tonne. . Mißlungener Eisenbabnraub. In der Gegend von Wladikawka, Rufsisch-Kaukasien, hatten Räuber den Versuch gemacht, den Post- und den! Gepäckwagen, die den Schluß eines Eisenbahnzuges bildeten, dadurch loszukoppeln, daß sie die lockere, gewöhnliche Berkoppelung dieser Waggons mit dem übrigen Zuge zu lösen suchten. Ferner banden sie diese letzten Waggons mit Stricken stramm an den letzten Passagierwaggon, paralysirten so die Spannung der Verkuppelung, lösten diese leicht und schnitten dann ihre Stricke durch, gleichzeitig die Bremse des Postwaggons benutzend. Trotz des schlauen Vorgehens mißlang der Plan, da die Bremse des PostWaggons mit der Lokomotive verbunden war und ihr Anziehen den ganzen Zug zum Stehen brachte. ; Hierdurch wurde das Zugpersonal, auf das Treiben aufmerksam. Der hinzueilende Gep'äckkondukteur

wurde durch emen Schuß verwundet, der Versuch aber, die zwei Wagen abzulösen, vereitelt. Die Räuber entkamen. VerbotenesKartenspiel. Die Beamten der Duluth- und JronBahn in Duluth, Minn., haben eine Bekanntmachung erlassen, welche das Kartenspielen auf allen ihren Zügen verbietet. Das Verbot wurde erlassen, weil sich viele Leute bei der Bahn beschwerten, oaß Holzfäller von professtonellen Spielern, die auf der Suche nach Opfern fortwährend auf der Bahn hin und her fahren, ausgeplündert werden. Eigen arti geSchadene r s a tz k l a g e. In Iowa Falls. Ja., ließ ein Fuhrmann, der wegen Nichtbezahlens der Beiträge seiner Zeit von der Mitgliederliste der Fuhr-manns-Union gestrichen worden war, neulich sich wieder aufnehmen. Bei der Wiedereinführung wurden ihm die Augen verbunden und er auf einen eisernen Bock geschnallt; er hörte den Präsidenten sagen: Das ist der Mann, der seine Beiträge nicht bezahlte; gebt es ihm, wie er's verdient hat." Er wurde dann auf dem Bock herumgewirbelt, bis er mehr todt als lebendig war. Der Gemaßregelte reichte darauf beim Gericht eine Klage ein, in der er für die ausgestandenen Leiden ein Schmerzenspflaster von $10,000 verlangt. Verhängnißvoller roherScherz. " Bei einem Gelage in Hamburg, Ja., beschuldigte man einen alten Neger Namens Goodlow zum Spaße eines angeblichen Vergehens. Er wurde mit Stricken gebunden, man hielt ihm einen mit Kerosin getränkten Lappen unter hie Nase, damit er das über ihn gegossene Wasser für das Oel halten sollte, und steckte dann eine Lunte an. Der Schwarze schrie laut auf, aber als man ihn befreite, war er todt. Die von ihm ausgestandene Angst hatte einen Herzfchlag verursacht. Gefährliche Begrsonisse. Zwei Beerdigungen, die an einem Tage in Minneapolis, Minn., vorgenommen wurden, werden als die Ursache von 17 Pockenfällen bezeichnet. Sämmtliche Erkrankte, von denen mehrere bereits gestorben sind, hatten den Begräbnissen beigewohnt. TheuererSar g. In St. Louis, Mo., wurde der notorische Geizhals Henry Eggert, der sich in Folge eingebildeter Noth das Leben nahm, in 'einem mit Gold beschlagenen Sarge, welcher $1000 kostete, bestattet. Eggert hinterließ etwa $100.000, und sein Neffe ordnete die kostspielige Bestattung an.

1 Bros.,

renz6 No. 1 W. Washington Stk (Meirchant8 National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsfchetne nach und vo.-, Europa. An und verkauf ausländischen Geldes. 1 1 Was hatte sein können" braucht Ihnen in späteren Jahren nicht zu sorgen. Die traurigsten Gedanken durch SLort oder Feder" bleiben fern von Ihnen, wenn Sie den Vortheil ihrer gegenwärtigen Gelegenheit ergreifen. Als eine Illustration Sehen Sie was mit der kleinen Summe von 25 Cents per Tag oder S7 30 per Monat zu 3 Prozent erreicht werden kann, halbjährlich, Mai und 1. November verrechnet: 1 Jahr 8 91.42 2 Jahre.... .$ 185.58 3 Jahre 282 62 4 Jahre $ 382.43 5 Jahre ..tz 485.40 Jahre $ 591.38 7 Jahre... $ 700.68 8 Jahre 813.28 , 9 Jahre... $ 929.29 10 Jahre ..$1,048.81 -THE Indiana Trust Co. Capital..... $1,000,000 Ueberschuß $ 225,000 Office im Gebäude der Compagnie, Ecke Washington Straße nnd Virginia Avenue. Indiana Demokratischer Club. Gestern Abend Empfang im Clubhause. Der , Indiana Demokratische Club veranstaltete gestern Abend für die Delegaten zu der Staats-Convention in seinem Clubhause einen Empfang zu wel chem sich viele Delegaten eingefunden hatten. Für Unterhaltungen hatte das aus Herrn Robert E. Springsteen, Joseph Collier und Charles Remster bestehende Haus-Comite in bester Weise gesorgt. Das Arrangements Comite bestand aus folgenden Herrn: Elliött Hooten, Thomas Taggart, Orville Hack,J. Oscar Henderson, John Hollet, Henry Friedmann, Ex Richter Davis, I. Kingsbury, W. A. Ryan und L. P. Harlan. Gut Glatt! Schluß - Skat f Turnier im Unabhängigen Turnverein. Der Unabhängige Turnverein veranstaltet am nächsten Sonntag sein letztes Skat-Turnier in dieser Saison. Zu demselben sind nicht nur die WenzelRitter des Vereins, sondern euch die Skatspieler eingeladen, welche während der Saison an den verschiedenen Tournieren Theil genommen haben. Es wird dieses Mal kein Einsatz erhoben, da die Skat'Saison ein sehr erfolgreicher gewesen ist. Sehr hübsche Preise winken den siegreichen Wenzelrittern. Gesundheits - Beamter Dr. M. I. Spencer hat von der Ge-sundheits-Behörde einen vierwöchentlichen Urlaub erhalten. Er wird einen Theil seines Urlaubs im Osten zubringen, und beabsichtigt, verschiedene Hospitäler eingehend zu inspiciren. DerCommercialClub bemüht sich augenblicklich darum von den Bahngesellschaften die Rundreise-Bil-lets zur Welt-Ausstellung verkaufen, für Indianapolis Aufenthalts-Privi-legien zu erlangen. Die Bahngefellschaften . scheinen auch Willens sein, solche Privilegien zu gewähren, verlangen jedoch, daß von der Stadt Vorkehrungen getroffen werden, um sie gegenZMißbrauch dieser Aufenthaltserlaubniß durch dieSkalpers" zu schützen. Criminalgericht. James Bannon bekannte sich .des Diebstahls schuldig und murde zu 6 Monaten Arbeitshaus verurtheilt.