Indiana Tribüne, Volume 27, Number 224, Indianapolis, Marion County, 12 May 1904 — Page 5
Jndiana Tribüne, 12. Wlal 1904.
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Die große Prise.
, Humoreeske von E. A. Hennig ' Sie 'faßen in dem traulichen Eckchen zwischen dem großen Eßtisch und dem Delfter Kamin, in dem ein lustiges kleines Feuerchen prasselte, um die ungemüthlichen Herbstnebel, die zudringlich an den Ritzen der Fenster herumlugten, zu verscheuchen. . Sie, über eine winzige Filigranstickerei gebeugt, er, in andachtsvollem Anschauen seines jungen Glückes versunken. Plötz- . lich aber gab er stch einen kleinen Ruck, langte in die Taschen seines Hausrockes, holte eine goldene Dose hervor und schnupfte. Es gibt nichts auf der Welt, was hätte prosaischer sein können, als eine Prise inmitten dieser jungen Ehe-Jdylle. Ein langer, fragender, halb vorwurfsvoller Blick glitt unter den Wimpern der jungen Frau hervor und folgte jeder Bewegung ihres Mannes. Otto", kam es dann zaghaft von den Lippen der Frau willst Du mir. nicht böse sehn, wenn ich Dich jetzt et-' was frage?" - Gar nicht, mein Herzemäuschen", gab lachend der Gefragte zurück, fra-, ge nur immer zu." Siehst Du, nahm nun die Frau wieder das Wort, ich will Dir ja nichts, , in Deine liebgewordenen Gewohnheiten reden; Papa hat geschnupft und Onkel auch und viele große. Männer jedweden Standes haben es ebenfalls gethan; aber ich mutz mir dann immer ein Gesicht vorstellen mit einer rothen, dicken Nase, einem mächtigen Schnauzbart und einem rothen, baümwollenen Taschentuch. Und so oft ich Dich nun schnupfen fehe, spielt mir meine Phantasie den Possen, Dein Geficht in solch eine Schnupfermaske umgewandelt zu sehen, und das quält mich. ' Otto, nicht wahr, Du wirst ja nie ein solches Gesicht bekommen? Otto lachte hellauf. , ..Nein, mein liebes Annerl", sagte er, ein solches Gesicht werde ich nicht bekommen. Hab also keine Angst. Ich schnupfe lediglich ein ganz, ganz kleines Prischen und das muß ich thun, so oft nun so oft ich Dich ansehe." Aber, Otto, so etwas habe ich doch noch nie gehört!" Es ist aber doch so, denn Du mußt wissen, daß ich Dich, mein liebes süßes Weibchen, lediglich dem Schnupftabak verdanke!" Otto!" Zwei dicke Thränen quollen aus Frau Annas Augen und sielen wie zwei Tautropfen auf die kunstvolle Stickerei, lind der ungezogene Gatte gab sich nicht einmal Mühe, sie zu trocknen, oder, wie es sich von Rechts wegen gehört hätte, sie hinwegzuküssen, sondern erwiderte ganz ge- - tanen uuo nocy irnmei-laajano; 5 wollte Dir die Geschichte schon immer erzählen, doch fand ich nie Gelegenheit dazu. Denn selber davon anfangen, das ist so 'ne Sache. Sie ist nämlich ein ganz klein wenig pikant." Frau Annerl richtete sich bei den letzten Worten hoch auf, die beginnende salzige Fluth war wie auf Zauber 1 je.-. vv ,(v I wort versregt, und mn neugieriger erwiderte sie: Ja, bitte, bitte, erzähl' mir das!" Nun wohl, so höre. Ich war damals noch ein gut Theil jünger als heut, und mein Herz war entzündlich wie trockenes Stroh. Was Wunder, daß ich mich eines schönen Tages in die reizende Wittwe eines benachbarten Gutsbesitzers verliebte. Zogen doch sämmtliche jungen Männer auf zehn Meilen in der Runde an ihrem Triumphwagen und schmachteten in ihren rosigen Fesseln! Ich aber hatte es mir in den Kopf gesetzt, alle meine Rivalen auszustechen und die Hand der jungen Wittwe zu erringen. Aber alle Liebesmühe schien vergeblich. Sie begünstigte alle und bevorzugte keinen. Umsonst plünderte ich tagtäglich meine Treibhäuser, und überhäufte sie mit' Aufmerksamkeiten aller Art, kein Zeichen verrieth mir, daß sie mir vor allen anderen Bewerbern geneigt sei. Da zog ich kurz entschlossen eines Tages meinen Frack an und hielt um ihre Hand an. Doch ich fuhr gründlich ab. Der Wittwenstand sei ihr viel zu behaglich, sagte sie, um ihn 10 rasch wieder aufzugeben u. s. w. Geknickt und gebrochen schlich ich nach Hause, schaute die ganze Welt als ein elendes Jammerthal an und mich als ihren Generalpächter. Ich aß und trank nichts mehr, verschanzte mich hinter verschlossenen Thüren und hing tiefsinnigen Grübeleien nach. Und, eines Tages ward es in mir zum un- . abänderlichen Entschlüsse, meinem Leben ein Ende zu machen. Ich machte mein Testament, suchte aus meiner Waffensammlung eine kostbare Pistole ' heraus und legte sie mir auf meinem Nachttischchen parat. Ehe ich aber an das unheilvolle Werk ging, lud ich mir meinen einzigen, besten Freund zu Gaste, weihte ihn mit der ganzen Seelenruhe des fest ' Entschlossenen in meinen Plan ein, und bat ihn, nach vollbrachter That das Nöthige zu peranlassen. Er versprach es mir und gegen Morgengrauen schieden wir. Als seine Tritte draußen verhallt waren, setzte ich mich auf das Sofa, nahm die Pistole zur Hand, hielt sie gegen die Stirn und drückte los. Es gab einen furchtbaren Knall, und ich hatte das Gefühl, als ob mir der ganze Kopf in Stücke gerissen würde. Merkwürdigerweise aber fiel ich nicht
UM, mit lU) ,yn;u iunt, uvun spürte dafür ein entsetzliches Prickeln in Nase und Augen, gerade so, als wenn der Lauf mit lauter Nadeln geladen gewesen wäre. Und dann mußte ich niesen, niesen 'und niesen, wohl dreiviertel Stunden lang, und mit Zorn und Aerger ward es mir klar, daß der hinterlistige Freund die Patrone entfernt und den Lauf dafür mit Schnupftabak geladen hatte. Ich schwur fürchterliche Rache. Als ich aber endlich ausgeniest hatte, da wurde es mir plötzlich so hell vor den Augen und so leicht um den Kopf; es war mir, als sei ein schwerer Druck daraus verschwunden und, um mit Faust zu reden, die Erde hatte mich wieder. ' Ich erkannte, daß ich mein Herz an eiüe unwürdige Kokette gehängt hatte und ging, ein wiedergeborener, frohgemuther Mensch, auf Reisen, um mich in der so schnöde mißachteten Welt so recht nach Herzenslust zu sonnen und zu freuen. Und . auf dieser Reise lernte ich Dich, mein herziges Annerl, kennen und fand, in Dir mein großes, einziges, wahres Lebensglück. Und wenn ich Dich nun fo anfehe, so muß ich an jene Affäre denken, und ich kann es dann nicht verwinden, den Geschmack von damals wieder in die Nase zu kriegen. Und wegen dieser Zierde meines Gesichtes brauchst Du also wirklich nicht in Angst zu sein; hat ihr damals eine ganze Ladung nichts geschadet, so wird sie auch ab und zu ein kleines Prischen nicht aus der Fasson bringen.
Hansfrauensorgen in China. Unter dieser Ueberschrift erzählt eine in Ostasien lebende deutscheHausfrau in launiger Art ihre Erfahrungen mit chinesischen Aufwärterinnen und Kinderfrauen. Aus einem Auszug sei folgendes wieoergegeben: Zuerst muß ich ermähnen, daß ich eine große Freude bei der Entdeckung empfand, daß jedenfalls die chinesische Amah keineswegs ein so unterdrücktes Wesen ist,. wie man es sonst von den Chinesinnen glaubt. - Ganz wie daheim die gute Kinderfrau in zahlreis chen Familien, beherrscht sie manchmal das ganze Haus und veranlaßte einen Kenner chinesischer Sitte und Gebräuche. zu dem Ausruf:' Erst als ich die chinesischeAmah kennen lernte, habe ich China wirklich gekannt." Meine erste Amah -war ebenso wie mein erster Koch aus Schanghai. Sie war eine sogenannte Lady-Amah", sehr stolz auf ihre big feet", gewandt und anstellig. ' Sie besuchte täglich Nachmittags mit wahrhaft rührender Anhänglichkeit eine alte Tante. ,' Sie beschämte mich , tief durch die Frage, ob alle Damen in Deutschland so wenig Kleider hätten, wie ich; und ich, sancta simplicitas, hatte geglaubt, ihr durch die Reichhaltigkeit meiner Garderobe zu imponiren. Sie gebrauchte meine Vaseline für ihre aufgesprungenen Hände und war auch sonst ziemlich erfahren in der Verwendung ' europäischer Gebrauchsgegenstände. Leider hatte sie ein putze puichau", ein böses Gemüth, wie der Chinese sagt, und zankte sich unaufhörlich mit dem Boy oder Kuli, dabei recht ergiebigen Gebrauch von ihren Stimmbändern machend. Eines Tages wurde sie frech, und als ich sie deshalb hinauswarf, fchrie sie mir zu: I öont understand your pidgin; you dont understand my pidgin" (ich verstehe Ihre Art nicht und Sie nicht meine). Ehe sie ging, wollte sie aber noch den letzten Squeeze" vom Waschmann haben, dem sie meine Wäsche gebracht hatte. Da der Boy diesen längst eingesteckt hatte und nicht auslieferte, gab es ein furchtbares. Geschrei, und sie rief dem Boy empört im Schanghaier Dialekt zu: , Du kannst überhaupt kein Chinesisch!" weil er ein Tientsiner Boy war. , Ueber diesen Wäschesqueeze möchte ich zur Erläuterung für harmlose Naturen folgende Erklärung geben: Ich muß demWaschmann für jedes Stück fünf Cents zahlen. Davon erhält der , Boy einen Cent Squeeze". Ich habe, als ich dies erfuhr, nur vier Cents zahlen wollen, aber da hieß es: Älei! (Ist nicht.) Nun erschien Amah Nummer zwei. Sie war ebenfalls klein und dick, hatte aber sruall feet". Sie hatte eine Tante, doch jeden. Nachmittag besuchte sie ihre Eltern, und die übrige Zeit kochte sie ihr Tschau", , so ungefähr viermal am Tage eine Stunde. Sie war entschieden ein Leckermaul und hatte in ihrem Zimmer einen Sack mit Reis, ein Körbchen mit getrockneten Fischen und andere Delikatessen stehen, die ihren Ursprung aus der Chinesenstadt nicht verleugneien. Es roch weniger nach Gebrüder Lohse bei ihr im Zimmer, als wie in einer chinesischen Garküche. Um zu verhindern, daß sich in ihrem Stübchen, angezogen durch diese lieblichen Düfte, noch ein glückliches Rattenfamilienleben entwickelte, schickte ich Amah Nummer zwei fort. Sie bestieg heulend mit ihrem Reissack eine Rikschah, aber ich weinte ihr keine Thräne nach. , . , Amah Nummer drei gab nur eine sehr kurze Gastrolle bei mir. - Bei ihr machte es inside walkie walkie" (es kroch bei ihr in den Kleidern), und das ist nicht angenehm. Mit ihrem Bündel, in dem all ihr Hab und Gut geschnürt war, in der , Hand, erschien nun Amah Nummer vier auf der Bildfläche. Sie war un-
definirbaren Alters und humpelte ziemlich ungeschickt auf ihren winzigen, verkrüppelten Füßen. Als ich sie in meinem besten Englisch anredete, antwortete sie: I no sabe Gennan, say it Chinese" (Ich verstehe kein Deutsch, sagen Sie es Chinesisch). Na, so weit habe ich es noch nicht gebracht. Aber so viel lernte ich in ein paar Tagen von ihr, um die Farbe meiner Kleider wie lueti (grün) und chühgde (roth) immer von neuem zu verwechseln, Äas Amah zu der Bemerkung veranlaßte, ich würde wohl nie Chinesisch lernen. Darin mag. sie recht haben. Aber wir verstehen uns jetzt ganz gut. Sie klettert immer zufrieden, immer vergnügt in meinem Kleiderschrank herum und findet schließlich immer, was sie sucht. Selbst auf einem Stuhl balancirt sie mit ihren Krllppelfüßen, was mir allerdings beim Ansehen stets körperliche Schmerzen verursacht. Q Ihr Elisen, Maries und Annas, die Ihr in Deutschland, Abend für Abend, selbst in bitterer Winterkälte nach dem strammen Grenadier oder dem schmucken blauen Jungen, dem Matrosen, ausschaut, nehmt Euch ein Beispiel an meiner Amah. Niemals stürzt sie die Treppe hinunter, wenn im Hausflur die Stimme der Qrdonnanz oder der schwere Reitertritt des Burschen erschallt. Noch keinem Kha-ki-Fünfundachtziger hat sie den Kopf verdreht. Niemals schaut sie sehnsüchtig nach ihm über den Takuplatz. Sie geht gar nicht aus. Nach chinesischem ungedrucktemGesinderecht steht ihr kein Squeeze" zu, und daher überläßt sie alle Besorgungen, die ich ihr etwa auftrage, stets dem Boy. Alle halbe Monat erhält sie ihren Lohn. Als ich ihr das erstemal sieben und einen halben Dollar gab, reichte sie mir die fünfzig Cents zurück mit der Bitte, ihr Vuhtr am Ende des Monats acht Dollars zu geben. Schlau! Aeußerst schlau! Sie wollte den Schnitt von zehn Cents nicht verlieren. Für einen Dollar bekommt der Chinese von seinen Landsleuten hundertundzehn Cents. Ein Europäer bekommt meist nur hundert Cents, und er würde gewiß für eine filzige Seele gelten, wollte er bloß den Versuch machen, mehr zu verlangen. Von einer Leidenschaft, der einzigen, die sie, glaube ich, hat, will ich Ihnen noch erzählen. Eines Tages hörte ich ein merkwürdiges Geräusch an meiner Amah. Es klang wie eine sehr schnell gehende Taschenuhr. Ich wußte aber: sie besitzt keine. - Das Ticken setzte zeitweise aus, um nach kurzer Pause wieder zu beginnen. Amah, was ist das für ein Geräusch?" Da grinste sie und zog aus ihrem Gürtel einen kleinen Bambuskäfig hervor, in dem saß eine Grille und zirpte jämmerlich. Den ganzen Nachmittag, vom Dunkelwerden ab, thut sie nichts mehr. Sie sitzt still in ihrem Zimmer, ihren Theetopf vor sich, betrachtet ihre rothgefärbten Fingernägel und lauscht vergnügt lächelnd dem Gesänge ihres Heimchens. Seit einigen Tagen ist das arme Thierchen verstummt. Wahrscheinlich ist es sanft am Herzen seiner Herrin entschlafen. -
Der Fußballwalzer. Ein völlig neuer Tanz, eine Art Combination von Walzer und Fußballspiel, erregt in Paris großes Interesse. Er ist zuerst im Nouveau Cirque" vorgeführt worden; aber er ist auch bereits in Gesellschaft beliebt geworden und spielte bei mehreren Privatbällen eine Rolle; Auf dem Boden wird für biesen Tanz ein Rechteck markirt; innerhalb der Linien befinden sich sechs Halbkreise, zwei an jedem Ende und einer an jeder Seite in der Mitte. Die Goals sind durch große Reifen bezeichnet. Nur sechs Paare, drei an jeder Seite,' können gleichzeitig an dem Tanz 'theilnehmen, und der Zweck des Spieles ist natürlich, so viele Goals wie möglich zu erreichen, wobei , der Ball nur während des Tanzens mit den Füßen geschleudert werden darf. Die Paare müssen jedoch in ihrem eigenen Halbkreis bleiben und sich nicht aus demselben rühren, es sei denn, daß sie einen Ball im Spiel haben, dann können sie sich überall hin bewegen, bis 'der Ball ihnen von einem anderen Paar genommen wird oder ein Goal gewonnen ist. Das Walzertanzen geht !die ganze Zeit hindurch fort; wenn ein Paar müde wird, kann ein anderes Paar seinen Platz einnehmen und das Spiel fortsetzen, bis Schluß!" gerufen wird. Zeitweilig wird dieser Tanz ganz aufregend, und die Zuschauer rtchmcn lebhaftes Interesse an dem Stand des Spieles. Entwicklung. Gatte: Meine Frau hatte als Mädchen so eine schöne Sopranstimme und in der Ehe wurde eine Brummstimme daraus." Nicht ganz so schlimm. Herr: Denken Sie sich mir hat vergangene Nacht geträumt, ich hätte mich Ihretwegen umgebracht!" Fräulein: Ach, sprechen Sie doch lieber mit Mama!" Herr: Das hat mir aber nicht geträumt!" , Praktisch. A.: Du hast also Deinem Freunde, dem Dichter Federl, zu seinem Geburtstage ein Automobil geschenkt?" B.: Ja, weißt, jetzt fährt er den ganzen Tag aus und liest mir nicht mehr seine schlechten Gedichte vor!" , '
Allerlei für's HzuS. ' " Kindersau gflafchen mit Gummischläuchen zu reinigen. Man legtdie Schläuche nebst einem Stückchen Soda in einen Kochtopf, gießt Wasser darauf und läßt dies auf gelindem Feuer fast kochend werden.. Dann legt man die Schläuche in kaltes Wasser. Ebenso nimmt man zur ReiNigung der Flasche Sodawasser. EinMittel gegen Brots ch i m m e l. In Landhaushaltungen, wo man gewöhnlich größere Mengen Brot auf einmal bäckt, pflegt letzteres bei Aufbewahrung im Keller leicht schimmelig zu werden. Als erprobtes Mittel gegen diesen Uebelstand empfiehlt es sich, das frisch gebackene Brot in einen Mehlsack zu stecken, in welchem noch etwas Mehl zurückgeblieben ist, und zwar so, daß die Oberrinden des Brotes .aufeinander zu liegen kommen. Hiernach bindet man den Sack zu und hängt ihn an einen luftigen Ort freischwebend auf. Auf diese Weise läßt sich das Brot vier bis sechs Wochen aufbewahren, ohne trocken zu werden oder auch nur eine Spur von Schimmel anzusetzen. Vor dem Gebrauch legt man es eine Nacht in den Keller, damit es wieder geschmeidig wird. Goldstickereien bepinselt man mittelst eines dicken Pinsels mit sehr fein pulverisirtem Alaun und reibt sie dann mit einem feinen Flanellläppchen gut ab. Das alte Klavier. Gelbge- i wordene Klaviertasten reibe man be- j hutsam mit einem Wattebäuschchen ! ab, das man in Spiritus getaucht hat. Nachdem man sie . mit einem zweiten trockenen Wattebäuschchen nachgerieben hat,werden sie wieder tadellos weiß sein. ' Entfernen von Obst flecken. Obstflecke entfernt man aus zartfarbigen Waschstoffen leicht und schnell vor der Wäsche, indem man den Stoff über einen Milchtopf legt, so daß der Fleck in der Mitte ist. letzteren mit dem Finger etwas tiefer hineindrückt und dann einen Strahl kochendes Wasser darauf gießt, bis der Fleck verschwunden ist. Sommersprossen können , niemals auf die Dauer beseitigt werden, da der bräunliche Farbstoff unter der Oberhaut liegt. Man kann also die Sommerflecken nur bleichen, so daß sie im Winter namentlich, wo sich die Oberhaut etwas verdichtet, fast ganz unsichtbar werden. Zum Zwecke des Bleichens benutzt man Schwefelblüthe, welche mitCitronensaft vermischt wird; auf einen ' Theelöffel Schwefelblüthe tropft man den Saft einer großen Citrone, und betupft damit Abends vor demSchlafengehen die betreffenden mit Sommersprossen besäeten Stellen und wäscht dieselben am anderen. Morgen wieder ab.. Veraltete Tintenflecke entfernt man aus einer Wachstuchdeckc auf folgende Weise: 2 Theile Kremor Tartari und ein Theil Oxalsäure werden fein pulverisirt und gut gemischt. Dieses Pulver wird mit einem trockenen Zeugflecken auf den angefeuchteten Fleck gerieben und, wenn derselbe verschwunden ist, die Stelle gut ausgewaschen. Aepfelesser haben selten ün Verdauungsbeschwerden zu leiden. Es wird als ganz besonders gesundheitsfördernd empfohlen, Abends vor dem Schlafengehen einen Apfel zu essen. Für Leute aufgeregten Gemüthes wird er als das beste Diätikum bezeichnet; seines relativ großen Phosphorgehaltes wegen nährt er das Gehirn und regt außerdem auch die Leber an, was gerade solchen Personen besonders . angenehm ist. Ueber Eiweiß - Schnee. Wenn beim Eiweißschlagen der Schnee nicht steif werden will, kann man sich leicht helfen, indem man ein wenig Salz in das Eiweiß streut. Befleckter Marmor. Flecke in Marmorplatten verschwinden durch tüchtiges Waschen mit dicker Seifenlauge, der etwas Salmiakgeist und Terpentinspiritus zugesetzt ist. Ernährung der Hunde. Junge Hunde ernährt man am zweckmäßigsten mit rohem oder gekochtem Fleisch, weichen Knorpeln, gekochtem Gemüse, wie Rüben, oder gekochten Hülsenfrüchten, wie Linsen u. s. w. Als Getränk ist abgekochte Milch, Fleischbrühe, Haferschleimsuppe, daneben friscks Wasser in genügender Menge zu verabreichen. Eine dreimalige tägliche Fütterung in den ersten Monaten ist sehr zu empfehlen, während bei zunehmendem Alter zweimalige und bei ganz ausgewachsenen Hunden eine einmalige Fütterung (Morgens oder Abends) genügt. T rockenge st ell. Bor allem im Herbst und Winter ist die Hausfrau oft in großer Verlegenheit, wie sie die viele Wäsche der Kleinen und Kleinsten, die sich jeden Tag, ja oft stundlich nothwendig macht, 'schnell und bequem trocknen kann. Man hilft sich in recht einfacher Weise dadurch, daß man sich vom Tischler aus alten Rouleauxstäben einen Ständer herstellen läßt. Dieses einfache und ohne nennenswerthe Kosten angefertigte Gestell bewährt sich immer vortrefflich. Im Sommer stelle man es an ein offenes Fenster, wo die Wäsche dem Luftzug ausgesetzt ist, während es im Winter am Ofen des Kinderzimmers oder am KLchen.ofen seinen Platz hat, wo die strahlende Wärme sehr schnell die Wäsche der Kleinen zum Trocknen bringt.
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