Indiana Tribüne, Volume 27, Number 222, Indianapolis, Marion County, 10 May 1904 — Page 5

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' flagge in Schau!" Mctrittme Studie von M. Tipp. Wüthender Sturm wirft die Fregatte wie einen Korkball umher. Die Signalpfeifen schrillen in die Luken, und der Ruf: Alle Mann auf!" ver sammelt die Braven auf Deck, um sich beim Kommando auf ihre Stationen zu tasten. Gei auf Großsegel und Besän! Ruder hart an Steuerbord!" hallt es von der Kommandobrücke. Marssegel und Klüver schlagen unter Getöse und fliegen zerrissen über Bord. Wie toll zerrt der Orkan an die Takelage. Da dort! kann sich manch einer nicht retten vor dem Ueberbordgehen. Schwere Massen von Tuch und Stangen sausen vom Topp nieder und begraben, einen aufschreienden Haufen hart arbeitender Matrosen. Verzweifelte Anstrengung, verdoppelte Kraft, erstaunliche Geistesgegenwart und stumme Ergebung, Hasten, Rennen, Rufen.... Der Mann am Loth ist rathlos: die Fregatte rennt am ängstlich vermiedenen Riff auf! Muth und Disziplin suchen Unmögliches möglich zu machen, kräftige Fäuste raffen widerspenstiges Tuch, holen spröde Taue an. Unerhört trägt der Sturm die Kommandorufe fort. . . Zuletzt klammert sich alles krampfhaft an Verschanzung und Tauwerk. Jetzt ein Krachen und Poltern dumpfe Laute, fernes Jammern und S. M. S. Coburg - Gotha" ist am Felsenriff zerschellt. . . . ' Nur ein verschwindend kleiner Theil der Besatzung konnte durch die,Königin", die zur rechten Zeit kreuzte und die Signale im Augenblicke hochster Noth bemerkt hatte, herausgefischt werden. Es war ein Rettungswerk, bei dem die Königin" selbst m große Gefahr gerieth. Alle Schiffbrüchigen kamen mit heilen Gliedern an Bord, außer einem: Matrose Gildemeister lag schwer verwundet und fiebernd unten in seiner Hängematte, die sich pendelnd mit der Bewegung des Schiffes schwang. Dumpf schlug die See an die Bordswände, und die Luke war augenblicklich Mit Schaumperlen übersät, weil die Königin" nachSteuerbord gedreht hatte. Neben dem Lager des Kranken saß ein anderer Schiffbrüchiger, Michael Hansen, der den Verwundeten hilfsbereit und geduldig bediente. Als Gildemeister stöhnte, war Hansen sogleich auf und neben ihm. Willst Du was, Wilm?" Nein, Kamerad, danke. Du sorgst ohnehin für mich wie eine Mutter und paßt auf, daß ich meineVerbände nicht abreiße .... Ich thäte es so gern." Das fehlte noch! Hat man Dich deshalb aus der See aeholt, damit Du an Bord verblutest?" Gildemeister starrte feuchten Auges nach der Decke, sagte leise: Unser schönes Schiff und die armen wackeren Kameraden!" Der andere nickte traurig vor sich hin und ihr Schweigen war wie eine stumme Andacht. Dann sagte Hansen: Heute sind es sechs Tage, daß die Coburg - Gotha" in ihr Wogengrab sank." Schon sechs Tage? Mir ist, als sei es gestern geschehen, so deutlich empfinde ich das Grausen Und in allen meinen Träumen sehe ich Knut Fröhse'Z blasses, feuchtes, entstelltes Gesicht Knut immer und immer Knut Fröhse . . . ." Wie kommst Du gerade auf den? Den einzigen, der auf unserer Fregatte nie seine Pflicht that, ohne Scham zu empfinden, wochenlang an Ball Null speiste und bei den Musterungen vorn im Bug von uns abgesondert stehen mußte?" Ja er taugte nicht viel; und wäre das Unglück nicht über uns hereingebrochen, so hätten wir ihn wohl mal eines schönen Tages über eine Kanone gezogen und ihm den Jungfernkränz" gewunden." Den hätte er redlich verdient, denn der faule Arrestant muthete uns bei der ohnehin nicht knapp bemessenen Arbeit auch noch die seine zu... Wie aber kommt Knut Fröhse in Deine Träume?" Der Kranke sah den Kameraden bewegte stumm die Lippen, bevor er sprach. Den Knut den habe ich auf dem Gewissen, Hansen Laß Dir was erzählen, aber unterbrich mich nicht, denn das Sprechen wird mir sauer." Erzähl's ein andermal, Wilm. Ich sollte überhaupt nicht mit Dir plaudern, der Schiffsarzt hat jede Aufregung streng verboten." . Der gute Doktor! Er Hot mich so schön zusammengeflickt! Aber ich kann ihm nicht helfen, ich muß mir was vom Herzen reden und kann nicht ruhig sterben, bis ich gebeichtet habe, daß ich ein Mörder bin." Um Gotteswillen, Wilm, Du redest im Fieber! Richtig! Du bist ganz heiß! Ich mache Dir den Eisbeute! zurecht, und nun verhalte Dich ganz still." ' Aber der Kranke winkte eigensinnig ab und griff nach Michael Hansens schwieliger, nerviger Hand, Laß mich sprechen wer weiß, wie lange ich es noch kann, : und es drückt mir fast das Herz ad." Soll ich den Geistlichen...." Nee, Du. Der Herr Pfarrer mag ein prächtiger Mann sein, aber von der Seefahrt versteht er wohl nicht viel, und er ist noch ein ganz junger

Mensch.... Der Seemann will dem Seemann beichten, der versteht ihn am besten." , - Hansen rückte dem Kranken die Kissen höher, deckte ihn zu und nahm dann wieder seinen Platz ein, der leisen Stimme , lauschend, die zitternd und abgebrochen wie zu sich selbst sprach. .... Ich war einer der letzten, die an Bord der Königin" geborgen wurden. Um mich herum sah ich Officiere und Mannschaft mit den weißkämmigen Wogen kämpfen, auf- und niedertauche und für immer verschwinden. Todesverzweiflung packte mich, und ich rang um mein Leben, als wollte ich den Teufel necken .... Ich wollte nicht sterben, sondern leben, meine Käthe wiedersehen und glücklich sein. Schon schien mir das stark überfüllte Rettungsboot in erreichbarer Nähe, da taucht vor mir Knut Fröhse's Gesicht aus Stengentrümmern und Segelfetzen auf, bleich, aber voll Zuversicht dem Kutter entgegenschauend, der auf uns zuhält.". - Das Erinnern und Erzählen griff Wilm Gildemeister stark an. Hansen bemerkte es und rieb dem Erschöpften die Stirn mit bereitstehendem Aether ein. Nun folge, und sprich nicht mehr, Wilm!" Der Kranke nahm jedoch den Faden wieder auf. Also Knut 'war vor mir, und eine rasende Furcht kam über mich. Wie, wenn für mich kein Platz mehr im Schiffe war und ich warten mußte, bis ein anderes Seitenboot der Königin" den Kurs auf mich zu nahm? Ich fühlte eine Abnahme meiner Leistungen, daß ich sicher war, die nächste Viertelstunde nicht mehr zu erleben. Wenn schon einer sterben mußte, dann sollte Knut Fröhse es sein, nicht ich . . Mit dem letzten Kräfteaufwand fange ich die Regenböe ab, schieße über die Wellen und pralle mit solcher Gewalt gegen Knut, daß er betäubt zurücksinkt und die Schwimmbewegung ve?gißt. Hinter mir verschwand er.... nun war ich erster. Als ich den Bug des Kutters ergreifen will, stößt ein Wrackstück aus der Fluth mit voller Gewalt gegen meine Brust., Von da ab weiß ich nichts mehr. Ich sah mich erst wieder, warm und trocken und sauber hier in der Hängematte und unbeschreiblich vonSchmerzen gequält. Aber schlimmer als die sind meine Gewissensqualen, daß ich Knut schwimmunfähig gemacht gemordet habe." Nun laß mich auch mal reden, Gildemeister!" Ich weiß schon, was Du sagen willst. Du möchtest mich damit entschuldigen, daß mich die Todesangst selbstsüchtig gemacht hat, und daß es um Knut Fröhse nicht schade ist. Ihm war sein Leben jedoch so lieb wie mir das meine." : So höre doch endlich, Wilm! Knut Fröhse ist ja gar nicht ertrunken!" Gerührt sah Gildemeister - seinen Freund Hansen an. Du guter Kerl! Willst mich trösten mit einem Märchen, damit ich gefunden soll Es ist umsonst, ich sah ja, wie die Wellen gierig über ihn herfielen." Glaube mir nur, Wilm, Knut lebt. Er wurde mit drei anderen: Leutnant Hahnewitz, Steuermann Brüll und Bootsmann Ahlke herausgefischt. Das waren die letzten, dann braßte die Königin" voll und nahm ihren Kurs wieder auf." Ganz still lag Wilm Gildemeister und fragte nach langer Pause: Kann ich Knut sehen?" O ja. Ich schicke ihn Dir, er soll Dir selbst seine wunderbare Rettung erzählen, die er uns oft zum besten geben mußte. Von Dir sagte er übngens kein Sterbenswörtchen. Vielleicht hast Du die ganze Sache nur geträumt. Du wirst Knut verändert finden, der Schiffbruch hat ihn gänzlich umgewandelt und aus dem faulen, unverschämten Schlingel einen brauchbaren Menschen gemacht, der sich auf Deck und in der Batterie nützlich erweist." Er lebt! Dem Himmel sei Dank! Nun kann ich ruhig sterben . . ." Sterben? Nee doch, Wilm! Gefund werden, mit Käthe Hochzeit machen und auf einem anderen kaiserlichen Schiffe die Coburg - Gotha" verschmerzen lernen!" Ein freudiges Aufleuchten huschte über des Kranken Züge. Glaubst Du, daß ich die Heimath wiedersehe?" Und ob! -Der Schiffsarzt ist sehr zufrieden mit der . Heilung Deiner Wunden. Aber heute hast Du zu viel gesprochen, das hindert Deine Genesung." Von jetzt ab werde ich ganz still liegen und auch wieder schlafen können. Wo sind wir denn?" Der Ausguck hat heute früh Land voraus" gemeldet, in fünf Tagen sind wir zu Hause." Sieht man den Leuchtthurm aus hohlen Augen unheimlich an und schon?" Ich weiß nicht. Ich werde mal auf Deck gehen und Dir dann Knut schicken." Damit verließ er den Kranken, dem sich ein ruhiger, wohlthätige; Schlaf auf die Augen senkte, und stieg empor. Mit freudigem Erstaunen sah er den Heimathswimpel von der Gaffelspitze wehen, und sein Blick schweifte Wohlgefällig über die kräftige Takelung der für große Seereisen so besonders ge eigneten Königin", die hauptsächlich

dem 'Frleenswerle gewidmet war und ihre leichte Artillerie mehr zum Schmuck als zum Gefecht trug. Und wenn er in Jahr und Tag auf einem kaiserlichen Schiffe die unheilvolleStätte kreuzte, würde eine Wracktonne als Erinnerungszeichen an den Untergang der Coburg - Gotha" dort schwimmen. Dann lautete das Kommando: Maschine langsam! Alle Mann auf das Achterdeck! Flagge halbsiocks! Mützen ab zum Gebet!

Gedöchtnitzkunst. In einem, Aufsatz über Mnemotechnik" gibt ein deutschländisches Blatt auch einen Ueberblick über die in neuerer Zeit aufgetretenen Methoden der Gedächtnißkunst, welchem wir nächstehende interessante Einzelheiten entnehmen, hoffend, daß unsere Leser den üblichen Knoten im Schnupftuche durch Bewunderung der einen oder anderen Methode sich künftig ersparen Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Gedächtnißkunst durch die Schriften des Freiherrn v. Aretin und des Pfarrers Kästner aus 3 Neue belebt. Aretin machte das Alphabet zur Grundlage seiner Mnemotechnik und griff damit eine Idee auf, die schon Konrad Celtes (gest. 1508), der berühmteste Verbreiter des Humanismus in Deutschland, ausgesprochen hatte. Eine neue Zeit in der Mnemotechnik brach mit dem Erscheinen des Lehrbu ches von Karl Otto Reventlow 1843 an. Er ist der Erfinder der sogenannten Substitutionsmethode, die darin besteht, daß die Zahlen durch ähnlich gestaltete Buchstaben ersetzt und aus diesen Merkwörter und Sätze gebildet werden, die mit den Vorstellungen, die wir an die einzuprägenden Zahlen knüpfen, natürlich einen möglichst engen Zusammenhang haben müssen. Die Vokale haben in den Merkwörtern keine Bedeutung, so daß sich für dieselbe Zahl eine Reihe von Wörtern bilden lassen, es zählen aber dann nur die drei ersten Konsonanten des gewählten Wortes oder Satzes, da eine Verwechslung zwischen den Tausenden in den meisten Fällen, namentlich bei Geschichtszahlen, so gut wie ausgeschlossen ist. Wollen wir uns zum Beispiel mit Hilfe der Mnemotechnik das Jahr 1525 merken, in dem die Bauernkriege begannen, so wählen wir als Merkwort Sensen", das in den drei ersten Konsonanten die Zahl 525 enthält (S gleich 5; n gleich II), und stellen zwischen diesem Worte und den Bauernkriegen eine Jdeenverbindung her: die Bauern zogen mit Sensen in den Krieg. Oder wollen wir uns in gleicher .Weise die Höhe der Thürme des Kölner Domes und die Länge des Schiffes einprägen so können wir dazu die Merkworte bilden: Dens fecit und Domschweizer, das erstere gibt uns die Zahl 157, das letztere die Zahl 135; beide Wörter sind uns ganz sicher gegenwärtig, wenn wir bewundernd die gen Himmel strebenden Thürme betrachten oder den das Schiff durchschreitenden Domschweizer sehen. Sind mehr als dreistellige Zahlen zu merken, so müssen auch mehrere MerkWörter gebildet werden. Alle heutigen Lehrbücher der Mnemotechnik beruhen im Wesentlichen auf diesem Reventlow'schen Zahlensystem, das zunächst auf das Einprägen von Zahlen berechnet ist. Aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als das Buch von Aretin eine neue Begeisterung für die Mnemotechnik hervorgerufen hatte, besitzen wir dergleichen Schulbücher, die heute zu den Kuriofa zählen. Eines der originellsten ist wohl das Geographiebüchlein des Pfarrers Hengstenberg, das 1819 in Essen erschienen ist. - Dieses durchaus ernst gemeinte Buch sucht in guten und schlechten Versen der Jugend die Geographie Deutschlands beizubringen; es hat thatsächlich auch für kurze Zeit Eingang in den Schulen gefunden, namentlich in Westfalen. Da? Fürstenthum Liechtenstein! hat dem Verfasser nur zu zwei Strophen Stoff geliefert; sie lauten: Ein kleines Land ist Liechtenstein Hoch oben an dem jungen Rhein Und an der Schweizergrenzen. Das Hochgebirge starrt empor. Der Fürst zog Wien als Wohnort vor Mit seinen früheren Lenzen. Er kommt nach Vaduz selten hin. Klein bring! es spärlichen Gewinn: Doch er kann sein entbehren. Das Völkchen weidet, spinnt und schnitzt. Der Fürst, der gut in Oestreich sitzt. Braucht es nie zu beschweren. Der Werth "bti im Jahre 1903 in der Jukon - Gegend gewonnenen Goldes ist 512.250.000. . Um verdächtigen Rothwein auf seine Echtheit zu prüfen, tropfe man einige Tropfen auf ein Stückchen gewöhnlicher Kreide. Wird der Fleck braun oder schiefergrau, so ist der Rothwein echt und unverfälscht; wird er blau, in's Violette' spielend, trinkt man Heidelbeersaft. Ist der Wein mit Malvenstoff gefärbt, färbt sich die Kreide blau oder grün; ist der Fleck unverändert roth, gieße man den Wein fort, dann nämlich verdankt er seine Farbe dem Fuchsin oder dem Kermesbeerensaft. ' .

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