Indiana Tribüne, Volume 27, Number 220, Indianapolis, Marion County, 7 May 1904 — Page 6
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Wtit jedem Witterungswechsel kommen Husten nd Erkältungen 00 sicher wie sie kommen Ird Dr. IogB Königs Kamöurger Orusttücc sie helle, ' Warum nicht m (n rn m P ff P fi fl sparen beim Einkaufe ihrer Wöbcl . . . . ttttt) .... Teppiche sowie. . . . Oojrlcrncl Oefen und ...Ranges. WILLIG'S 141 West Washington Str. 142 Nord Pennsylvania Straße, Hauptquartier für HriUen d Operngläser m 0CI 5 ä öto JFIIJ OAl V Brillen werden ach den besten Methoden d Äugen angepaßt. Künstliche Augen werden schmerzlo? eingesetzt. Big z Route ...Excttrsionen... Sonntag, den 8. Mai 5150 Loujisville und zurück. $1.50 Abfahri des Szi?zialzuges von Jndianapolis um 7.00 Uhr Morgens ; Retourfahrt von Louisville um 7.00 Uhr Abends. Lawrenceburg, Aurora und Fwischenstationen. Sl lder weniger die Rundfahrt. Spezial Zug fährt von Indianapolis 7.30 Morgens ab und verläßt Aurora zur Rückfahrt um 7.20 Abends. H. M. Bronion, A.G. P. A. mm m I 43 Swnden werden Eonarrhöa und Ausfluß aus den Urin Organe durch Santal-Midy aufgehoben A ohne unvequnuatttien. IMI 1YI ti.00. bei all Druaaisten ode P. O. Bor 2081, Ne Bork.
Die Hamidie-Elsenbahn im Hedschas. Die Landschaftsbilder aus dem südöstlichen Syrien und dem nördlichsten Theil des Hedschas, die wir hier deröffentlichen, dürfen auf reges Interesse rechnen bei allen denen, die an der wirthschaftlichen Entwicklung des Os manischen Reiches Antheil nehmen. Dazu kommt, daß die Gebiete, auf die wir bei diefer Gelegenheit die AufWirksamkeit lenken, in der Urgeschichte der semitischen Völker Vorderasiens und der drei monotheistischen Religionen eine Rolle gespielt haben. Sprechen wir hier doch von Syrien, Palästina, dem Gelobten Lande der Chrisien, der Mohammedaner und des jüdischen Volkes, und von dem Hedschas, jener wichtigen, unter der Herrschas t des Großherrn in Stambul sie-
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B a h n st a t i o n D e r-a a. Aus-gangspunktderAbkreu-zung nach Haifa. henden Küstenprovinz des westlichen Arabiens, welche die ehrwürdigsten heiligen Stätten des Islams umfaßt. Diese Länder, die Zeugen einer um Jahrtausende zurückreichenden Geschichte gewesen sind und zahlreiche Spuren einer uralten Civilisation aufweisen, sollen in einigen Jahren von Norden nach Süden durch eine Eisenbahn durchquert werden, um das wirthschaftliche Leben dieser einst blühenden Territorien zu entwickeln, neue Einnahmequellen zu erschließen und Land und Leute mit dem modernen Weltverkehr in Verbindung zu setzen. Die .Ehre, dieses große Werk ins Leben gerufen und schon zu einem beträchtlichen Theil durchgeführt zu haden, gebührt dem mit großen Scharfblick begabten Beherrscher des Osmanischen Reichs, dem hervorragenden Kalifen der Mohammedaner, Sultan Abdul - Hamid II., der bei der AusSteinerne Eisenbahnbrück e, 140 Meilen südlich von Damaskus. führung dieses großartigen Unternehmens unterstützt wird durch seinen ebenso energischen wie unermüdlichen Diener, seinen zweiten Sekretär und Kammerherrn Jzzet Pascha, welcher unter dem hohen Protektorat seines Herrn die Leitung und Vermaltung sämmtlicher Geschäfte und Arbeiten führt. Die Hamidie - Eisenbahn im Hedschas besteht aus der Hauptlinie Damaskus - Mekka und aus einer Seitenlinie, welche die Hauptlinie mit dem Mittelländischen Meer bei Haifa derbindet. Die Hauptstrecke . DamaskaMekka hat eine Länge von ungefähr 1100 Meilen und folgt im Allgemeinen der Straße der Pilgerkarawanen, die von Damaska über Deraa (Der'at), Elhassa, Maan, Tubuk, Said Pascha, Hedija und Medina gehen, um dann nach Mekka zu gelangen. Die Seitenlinie ist eine Zweigbahn, die von DerSteinerne Eisenbahnbrücke von 260 Fuß Länge und60FußHöhe, 12 M e i l e n v o n M uz e r i b (M z e r i b.) aa an der Hauptlinie bis nach Haifa geht; ihre Länge beträgt 92 Meilen. Vor drei Jahren hat der Bau der Linie von Damaskus auL begonnen, und heute verkehren die Züge schon zwischen dieser Stadt und .El-hassa, das 163 Meilen von Damaskus entfernt liegt. Die Arbeiten sind bis 230 Meilen fortgeschritten, und im August dieses Iahres wird Maan erreicht und alsdann diese Strecke ebenfalls dem Betrieb übergeben werden. Maan, das an der Grenze der Wüste' liegt, ist ungefähr 72 Meilen vom Golf von Akba (Akaba) des Rothen Meeres entfernt. Von Maan verfolgt die Bahn die Richtung der Karawanenstraße, an deren Seite sich eine neue Telegraphenleitung hinzieht, die Damaskus mit Medina derbindet. Diese Leitung wurde vor kaum drei Jahren durch Truppen un-
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Mrs Arnelia Rausch ler dem Commando des Generals Sadik Pascha angelegt. Dem Unternehmungsgeist und der Unerschrockenheit dieses hervorragenden Officiers ist es zu danken, daß die Türkei jene Telegrchenlinie anlegen konnte, die für die ottomanische Verwaltung von höchster Wichtigkeit ist. aber viele lokale und territoriale Schwierigkeiten bot, die nicht leicht zu besiegen waren. Die Hamidie - EisenValjn wird mit Hilfe einer nationalen Subskription durch Eisenbahr?bltaillone und mehrere Gruppen türkischer Ingenieure erbaut. Der Oberingenieur, Hr. Meißner, ist ein Deutscher, der bereits seit langer Zeit im Lande wohnt. Ein großer Theil des rollenden Materials ist in Deutschland bestellt; unter anderm sind die Lokomotiven von Krautz in München geliefert. Der Bau der Strecke von Haifa nach Der-aa hat im Jahre 1902 begönnen, und die Arbeiten sind hier sehr' fleißig gefördert worden; auch auf dieser Linie sind mehrere deutsche Ingenieure thätig, deren Chef Hr. Weiler ist. Nach Vollendung der Strecke bis Mekka wird nach einem schon jetzt gefaßten Entschluß die" Hamidiebahn bis nach' Sana, der Hauptstadt der Provinz Jemen, verlängert werden. In höchstens einem Jahrzehnt wird die Asiatische Türkei ein Bagdad-Bahnnetz besitzen, das Konstantinopel mit dem Persischen Meerbusen über Haleb (Aleppo) in Verbindung setzt: das Vagdadsystem wird südwärts über Eisenbahntunnelnördlich von El-hassa. Hama und Homs unmittelbaren Anschluß an das syrisch-arabische Bahnnetz gewonnen haben; dessen Rückgrat die Hamidiebahn bildet. Die Verbindung von Damaskus mit Nordsyrien ist zum Theil bereits bis Homs fertiggestellt. Die wirthschaftliche und militärische Wichtigkeit dieser beiden Eisenbahnnetze, die das Ottomanische Reich in Asien von einem bis zum anderen Ende durchkreuzen, verdient ganz besondere Aufmerksamkeit; ihr Zustandekommen und ihre völlige Ausnutzung werden die Hauptgrundlage für die Hebung und die Wiederbelebung dieser großen und fruchtbaren Länder bilden. Und schließlich darf nicht unberücksichtigt bleiben, daß der Ausbau der Hamidiebahn mit ihren Abzweigungen nach dem Mittelländischen und dem Rothen Meer ein weiterer Schritt ist zu der Verwirklichung der grandiosen Idee, den dunkeln Erdtheil vom Kap her über Aegypten , durch Vorderasien mit Europa durch einen ununterbrochenen Schienenweg in Verbindung zu setzen. Stimmung. Dichter (nach einer häuslichem Scene): So, jetzt will ich das Gewitter besingen!" Zerstreut. Professor (zu einem Patienten, den er einige Jahre nicht gesehen): Hatten Sie früher nicht bloß einen Arm?" Anspielung. Base: Willst Du mir nicht meinen Bleistift spitzen?" Vetter: , ja, wenn Du nachher dafür Dein Mündchen spitzest !" Immer imAmt. Richter (welcher sieht, wie der bisher stumme Anbeter sein Tochter umarmt): Endlich ein umfassendes Geständniß. Aufruf. Liebe Rosa! Falls Du nicht binnen acht Tagen zurückkehrst, werde ich Deinen Freundinnen Dein wirtliches. Alter mittheilen!
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kurirte, wenn alles Andere fehlschlug.
Dritte Straße. Menafha. 23 i., den 1. Sept., 1903. Mit Veranüaen emvfehle ich den VI of Cardui, da er mir don großem Nutzen gewesen ist. als ich meine Ge sundheit verloren hatte. Ich b?n Mutter von vier Kindern, und feit den letzten zwei Jahren habe ich keinen ge funden Tag mehr- erlebt Ich litt an Migräne, Rüclenweh und niederdrückenden Schmerzen, welche mich elend mach ten, und es gab Tage, daß ich kaum meine Füße über den Boden schleppen konnte. ,Ter Doktor sagte, es sei ein organisches Leide, und ich gebrauchte feine Medizin beinahe ein Jahr lang, ich konnte aber nicht wahrneh men. dak er mir im Geringsten hals, und so begann ich denWlne of Cardui zu gebrauchen. Meine Besserung war
liuenwene. aber jeder Monat zeigte eine enerung. uno ain scgiune don sechs Monaten freut es mich, Ihnen mittheilen zu können, daß meine Gesundheit wieder hergestellt ist. Ich bin in der That dankbar und werde Ihre Medizin allen meinen Freundinnen empfehlen.
Der Wiiie of Cardu Hat Hunderttausenden von Frauen die Gesundheit wiedergegeben, die alle Hoffnung auf Wiedererlmigung derselben aufgegeben hatten. Sie brauchen nicht zu verzweifeln. Versuchen Sie den Wine of Cardui. Der Wine of Cardui hat Frau Rausch und 1,500,000 andere Leidende kuriert. Sie sollten sich dieses berühmten Frauen-Heilmittels bedienen, welches so viele Leidende, wie Sie selbst sind, kuriert hat. Entschließen Sie sich, den Wiiie of Cardui heute noch zu gebrauchen
rd Ci Keine Untersuchung. Keine Operation. Eine Flasche Wine of tVkv OTt-inTieffl toa-rfmtti- CTmt h.prr WItio rvf Carrln Itrtfl kik ?nntrt fiHfi
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Durchschaut. . in Bauernstückchen von Karl Sönle. Kohrs in Steimke, genannt der große" Kohrs, zum Unterschiede vom Eck-, Buten-, Schaper-, Appel-, Bargund Humpel-Kohrs (es kohrst sich da alles), Christopher Kohrs also, der Große, der Vollmaier und Schulvorsieher, zwei Tonnen' Gold schwer im Vermögen, wie die Leute schwögen: zum Finanzminister hätte er gut gepaßt. Auf alles Fragen antwortete er immer pfiffig-verbindlich: Jau!" Wenn's aber irgend auf den Beutel abzielt, grunzt er ungemüthlich, mit Entschiedenheit: Nee!" Damit Punktum. Dennoch hat er sein sterblich Fleckchen. Seinen berühmten Dünger loben, um den ihn alle Welt beneidet, kann ihn gnädig stimmen. Nämlich auf seine Kunst rationellen Mistmachens thut Christopher Kohrs sich etwas zu Gute, und sein Haupt-Kraft-spruch, den er immer im Munde hat, lautet: Wo der Mistwagen nicht hinkommt, da Gottes Segen auch nich, Herr P'stohr!" Christopher Kohrs hat durchaus nur Sinn für's Praktische, und fürnehmlich alles, was mit Wort und Schrift zusammenhängt, bemißt er äußerst niedrig; die ganzen Steimker leider mehr oder weniger mit ihm, und deshalb haben sie ihren großen Christopher Kohrs auch zum Tchulvorstcher gewählt. Man gut, Steimke hat seinen alten Schullehrer Hermann Stühmke noch immer, eine brave Seele aus der alten Welt, genügsam, ein Märtyrer der Kultur. . Am besten lernen seine Lämmer singen bei ihm, doch auch im Katissen" sind sie auf der Confirmandenprüfung immer leidlich beschlagen. Für's wichtigste im praktischen Leben, die Rechenkunst, braucht ein echtbürtiger Steimker keinen Schulmeister; das kann er aus sich selber, denn die Steimker haben Grips" von Natur. Was will man also mehr? Die 250 Thaler Gehalt für Schulmeisters Vater" yält jeder im Dorfe für ein wahres Sündengeld. Nun aber soll man gar noch zulegen. Befehl don oben, Regierungsbeschluß; 300 Thäler voll nunmehro endlich, als geringsten Satz für eine Schulstelle in preußischen Landen. Jawohl', endlich! Die Steimker aber schimpfen entrüstet: Keinen Pfennig! Die Kinder lernten so genug für's Geld, Überleidig" wozu jetzt noch durchaus für 50 Thaler mehr, wozu? Narrenspossen! Und gar noch extra Schulvorftandssitzung deswegen, mit dem Herrn Landrath selber? Ha, lat'n man kamen, hei kann sick up'n Proppen setten!" Christopher Kohrs will's auf sich nehmen und ihnen oben schon weisen, wat 'ne Harke is". Doch der Herr Landrath von Pufendorf in Jsenhagen ist ein guter Siratege und kennt seine Steimker. Zeitig macht er sich am festgesetzten Tage auf den Weg, und eine volle Stunde hält die landräthliche Kutsche vor'm Kohrsschen Anwesen. Der alte Sappermenter, bleibt's bei seinem Nee", so ist alle Mühe vergeblich für diesmal," seufzte der Herr Landrath, indem er aussteigt. Hm, also der Düngerhaufen ..." Freundlich begrüßt er darauf den Bauer und schüttelt ihm die Hand: Sieh da. lieber Kohrs, wollt' schon lange mal besuchen und mir Ihren schönen Hof ansehen. Doch kommen Sie erst aber 'n paar Schritte in die Feldmark: die Füße 'n bischen dertreten, war frisch heut Morgen!" Wetter ja, der reine Weizenbodcn! Steht ausgezeichnet alles in Steimke. der Roggen, Hafer, die Kartoffeln wohin man blickt, und bei Ihnen am besten. Kohrs." Jau nich so stimm," schmunzelt der Bauer. Und den Hof sodann betretend, schwögt der Herr Landrath: Famos, alles im Stande, Kohrs,
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jaium flu ytuLuumtu. iuteuie x,'t iciuuu iuut CUiuuJOMA.C
VW.. ' v ' ' . . . . 1 Warum gebrauchen Sie nicht den Wine famos, prachtvoll, großartig, jawohl! Die schöne neue Scheune, sagen Sie, haben Sie wohl neugebaut?" Jau heww ich!" Und die vielenGänseküken auf dem Grashofe, die Obstbäume zum Brechen voll köstlich, wie einem die Aepfel anlachen! das wirft im Herbst was ab; will ich meinen!" Und weiter bei der Schweinebucht: Nein, solche Prachtferken! Der beste ungar'sche Schlag dickenKopf, kurzbeinig, feinknochig, und wie sie fressen! Die setzen an, da machen Sie 'n Geschüft mit, Michaelismarkt, Kohrs!" Jau sei gelt man nix vandag." Ein Blick darauf in den Kuhstall: Was tausend, wie viele Köpfe 12, 14, 15 und der stattliche Bulle, die beiden Mastochsen, 's ja 'ne Pracht, 'n wahrer Staat! Das gibt Prämien, Thlerschau, Kohrs, ich wette. Der Bauer schweigt und macht ein Gesicht wie eine Kruke Essig. Mutter Kohrsen aber, die auch mit herumgeht und aufschließt, ärgert sich über thren unhöflichen Mann und pufft ihm heimlich ui den Wanst: Büs doch 'n ganzen ollen isdrani gen Hund. Mann! Dhau't Mul up un segg doch ok mal wat, lat'n Herr Landrath mch ummer egal weg alleene snacken'" Ich sehe. Kohrs." meint voller Freundlichkeit der Herr Landrath dar auf im Weitergehen: Die Steimker können's in der That, reiche Gemeinde! Sind ja noch so Stücker 1, 8 Vollhöfe da. Doch gut, daß ich mich m Steimke endlich 'mal genauer umsehe. Und auf die Dllngerstätte inmitten des Hofes steuert daraus der Herr andratb in langen Schritten, betrachtet sie eine Weile stumm, setzt eine großartige Kennermiene auf und will ausholen zum letzten Streich da aber tritt Christopher Kohrs ihm in den Weg, verzieht Pfiffig das Maul und spricht: Herr Landrath, is all gaud. Sei sünd so wiet 'n ganzen gemeinen (umaänalich) Minschen, äwerst deswegen s kriegt unse Schaulmester doch nich mehr! Nee!" Bühnen-Reklame Der große Dramatiker der Zukunft lebt, bisher unerkannt, ini Berlin. Aber er scheint seines Jncognito jetzt müde zu sein, wenigstens läßt folgende Anzeige in einemBerliner Bühnenblatt darauf schließen. Sie lautet wörtlich: Bei feuriger Darstellung unfehlbarer Erfolg! Bllhnenleitungen größerer Bühnen mit entsprechendem Fundus und Apparat, welche eine herz- und markerschütternde Liebestragödie höheren Stils, den Abend füllend, welche in normannisch - sarazenischer Zeit auf Sizilien spielt und neben lauter dankbarsten und wirksamsten Rollen eine Fülle der aufregendsten Vorgänge und die stärksten dramatischen Wirkungen bietet, welche jedes gesund-im-pulsiv und nicht dekadent-blasirt empfindende Publikum unfehlbar hinreißen müssen, zu erwerben wünschen, werden um Einsendung ihrer Adresse usw. ersucht, worauf Zusendung des Buches erfolgt. Das Stück setzt gleich im erstenAkt stark ein und dennoch steigert sich die Wirkung von Akt zu Akt. Der Autor trägt ein glühendes Herz in der Brust, die Kraft seiner dichterischen Phantasie hält den athemlosen Zuschauer fortwährend im Bann, da lodern die Scenen bis zur Peripetie in intensiver Gluth- des Temperaments, und schließlich erhebt sich in der Katastrophe das Stück zur Größe der antiken Tragödie. Die Stimmungen, welche der Autor mit dem Pathos seiner Reden loslöst, sind stark genug, der scenischen Unterstützung entbehren zu können, und dennoch bietet das Stück für stimmungsvolle Jnscenirung und Entfaltung scenischer Pracht die denkbar glänzendste Gelegenheit!" Man hört ordentlich das Bim bim bim" der Jahrmarktsbude.
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Cardui kostet nur $1.00. ait CSrntf WfirmSpTrr O. H; " I of Cardui? Der Krieg und die Mode. Laut dem alten Griechendichter ist der Krieg der Vater aller Dinge. Auch die Mode hängt von ihm ab. In dem für die Frauentracht so wichtigen London sollen die Herzoginnen bereits die Haartracht h. la Geisha bevorzugen, und ahmen das sogar unsere amerikanischen Milliardärstöchter nach, dann wird die Fluth wohl unwiderstehlich sein und die gelbe Rasse einen neuen Sieg erfochten haben. Bisher trugen sich die vornehmeren Japanerinnen europäisch: aber außer der Frisur beginnt schon jetzt die Robe dem japanischen Schnitt nachzueifern, und vollends der Fächer ist schon jetzt durchaus japanisch geformt. Der Zusammenhang zwischen Krieg und Moden ist übrigens häufiger beobachtet worden. Bekannt ist an der Männertracht das seidene Spitzenhalstuch k la Steenkerque; 1692 überfiel bei dem genannten niederländischen Dorfe König Wilhelm III.. von England den französischen Marschall Herzog von Luxemburg; aus tiefem Schlaf geweckt, eilte die französische Adelsjugcnd in die Schlacht. Da der Angriff siegreich abgeschlagen wurde, erhoben Versailles und Paris das in der Morgenfrühe eilig und nachlässig umgebundene Halstuch jener Adelsreiterei zur Mode. Die Patrioten der französischen Revolution trugen je nach der Jahreszeit Pelzmützen mit Fuchsschweif oder die ursprünglich von den Galeerensklaven in Toulon herrührende. rothe Zipfelmütze, hier und da mit goldener Quaste. Die Damen aber trugen goldene, kleine Guillotinen als Ohrenschmuck und Fingerringe mit der Guillotine als Zierath. Während des Krimkrieges gewann die türkische Damenweste Anklang und wurde der Astrachanpelz modern. Eine Zeitlang trug man auch eine perlgraue Farbennuante de Sebastopol". Ebenso brachte der ostindische Aufstand von 1857 den nach dem berühmten General Sir Henry Havelock genannten Mantel und dazu den Kaschmir - Shawl in Mode und bahnte der chinesische Krieg von 1860 dortigen Zeugmustern den Weg. Der Sommerfeldzug von 1859 schuf in Paris zwei rotheModefarben Rouge de Magenta" und de Solferino"; desgleichen wurden damals Garibaldis rothe Bluse und großer Filzhut populär. Den algerischen Feldzügen der sechziger Jahre verdankte man die Beduine und den Burnus; das Jahr 1866 schuf in Paris die Farbe Bismarckbraun. Endlich können sich die chinesische Expedition von 1900 und der südafrikanische Krieg, um die Urheberschaft der Khaki - Uniform streiten. Somit besitzt jetzt die Japanerin durchaus gültigen Anspruch auf siegreichen Einzug in die Modewelt.' An der Newa wird sie allerdings nicht Eingang finden, und ob in Paris die Rücksicht auf den russischen Bundesgenossen oder auf den Modegeschmack das Uebergewlcht bekommt, erscheint wohl vorläufig frag lick. m m t T im A rn t. Nickte? (welcher sieht, wie der bisher stumme Anbeter seine Tochter umarmt): Endncy em umsajjendes Gestandmtz. Ei n Sckwerenötber. Fräulein l'eine Vbotoaravbie zeiaendl: Auf diesem Bilde bin ich fünfund-, zwanzig Jahre alt! Leutnant: Wohl Zukunftsbild? Steter Wechsel. Baron: Johann, soll ich den Schirm mitnehv r. , XX. men wiener: a, jyc umu, iuy weiß selbst nicht. Das ist heut' so ein komisches Wetter: fünf Minuten beständig und dann wieder fünf Minuten unbeständig. Eigne Diplomatie. Sie schicken Mrem Sohn, dem Studenten. seinen Wechsel in FünfmarkPostanweisungen das ist doch ebenso umständlich wie lostjpttitgr Ich thu's nur, damit der Langschläfer alle Morgen quittirm muß!"
