Indiana Tribüne, Volume 27, Number 218, Indianapolis, Marion County, 5 May 1904 — Page 4
Jndiana Tribune, 5. Mai 1903.
Jndiana Tribüne, Herausgegeben von der tenberg Indianapolis, Ind.
Hang O. Thndium ... Präsident. Geschäftslocal: Slo, 31 Süd Delaware Straße. Telephone ses. Entered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Kriegspläne. Gar merkwürdige Erklärungen geben die Russen für ihre Niederlagen auch zu Lande. Man laffe sich diese einem wohlerwogenen Plane gemäß ertheilen, um den schlitzäugigen Feind auf gefährlichen Boden in die Mandschurei zu locken, um ihn dann mit einem Schlage zu vernichten. Daß diese Erklärungen der reinste Unsinn find, geht schon daraus hervor, daß die Russen doch kaum dumm genug find) um die Welt von ihren geheimsten Kriegsplänen zu unterrichten. Dann aber würde die russische Heeresführung fich kaum so weit auf die Verlockungsplätte einlassen, daß. sie dem Feind die stärksten befestigten Orte am mandschurischen Ufer 'des Yalu überläßt. Ohne diese Stützpunkte selbst in Besitz zu ha. ben, würde der riesige Schlag, - den Rußland zu führen gedenkt, wenig Aussicht auMrfolg haben. Beim Ausbrach des Krieges soll Vicekönig Alexieff gesagt .haben, daß kein Japaner, der auf koreanischem Boden landen würde, denselben lebend verlassen würde.- Ohne fich an die schreckliche Drohung zu lehren, haben die Japaner nicht nur Besitz von Korea ergriffen, sondern auch die dort postirten Streitkräfte der Russen über den Yalu gejagt. Dann find,' sie weiter in die Falle gegangen, zu der die Russen nachlfünftägigem heldenmüthigem Kampf denZWeg freigaben, über schritten denzValu, ließen sich von den Russen 23lGeschützeZund eine Menge Kriegsmunition geben, nahmen Besitz von den befestigten Städten Wiju und Antung und legten soviel Schlauheit beim Hineintappen in die Falle zu Tage, daß die Welt staunend und bewunderndZzufieht. Die Fallen-Theorie ist zu plump und unglaublich naiv. Sie könnte! '.ihre Berichtigung gegen einen Feind habendem die Topographie der Mandschurei unbekannt ist. 'Die Japaner , aber wissen dort besser Bescheid wiej die Russen. Sie kennen ganz genau die Terrain-Schwierigkei-tcn die ihnen gefährlich werden könnten. Wie auf dem gelben Meer ist der Ja-, paner in derMandschurei und in Korea zu Hause. Er hat das durch die ersten Gefechte aufZ mandschurischem Boden bewiesen. Genl. Sassalitch zollt un willkürlich? in seinem Bericht über die Kämpfe amZBalu der japanischen Heerführung das! höchste Lob. Die japanischen Heerkörper, welche die russ. Flanken umgingen, waren wie durch ZaubereiZ zurzStelle als ihr Angriff von höchster Wichtigkeit war. Kaum 36 Stunden snachder russischen Niederlage zeigten siejapanische Truppen vor New Chwang und der gestern ausschließlich im -Telegraph" veröffentlichtenZDepesche zufolge, nahmen sie diesen wichtigen ZPunkt der in gerader Linie hinter Port Arthur an der oftchin. Bahn liegt, ein. Sollte die Depesche auf Wahrheit beruhen, dann sollte Petersburg die Fallengeschichte lieber aufstecken, denn mit NewChwang, AntungZundMiju in ihrem Besitz, tonnen die Japaner) den Besitz des Yalu wirksam decken. ' "Wie intelligent die Führung der japanischen Campagne ist, beweist die Ankündigung ihrer Diplomaten an England, dieBer. Staaten und an dere Mächte, sdaß alle Punkte in der Mandschurei, die im Besitz der Japaner sind oder noch kommen, dem Welthan del offen find. Es ist ein brillanter Schachzug ber Machthaber in Tokio, die Handelsinteressen der Weltmächte mit den japanischen Siegen fördernd zu verbinden. Plumpe Fallen, noch L ockungeu auf gefährlichesZ.Terrain verfangen bei ei nem so geriebenen Feind wie die Ja paner nicht. Bislang sind auch die Russen stets in ihren sogenannten Fallen selbst gefangen worden. Wenn Rnßland so weiter lockt, wird er den Feind noch schließlich nach Petersburg locken, was das Endziel der russischen Pläne zu seinZscheint. Die Meldung, daß die römische Curie eben ossiciellen Protest gegen Loubet's Rom-Besuch in Paris erhob, ist immerhin eine Ueberraschung. Es war nich! anzunehmen, daß die vatika
Nischen Staötsniänner die Dinge auf eine Spitze treiben würden, welche die kirchenfeindliche Richtung der französischen Politik nur stärken muß. Die Radikalen werden jetzt mit er neuerter Energie die Lösung des Con cordats, des Vertrags zwischen Frank reich und der Curie, fordern; falls es hierzu käme, so wäre ' der am meisten verlierende Theil doch wohl Rom. AI lerdings würde in diesem Falle auch die republikfeindliche Strömung mächtig anschwellen und deshalb wird Herr Eombes vor diesem äußersten Schritte doch wohl zurückschrecken.
Sam. Parks, der gestern im Zucht hause an der Schwindsucht verschied, hat für feine Schuld bitter gebüßt und der männliche Muth, mit dem er sein Schicksal ertrug, kann seines Eindrucks auch bei Anders-Denkenden nicht ver fehlen. Der Mann hat es verschmäht, den Gouverneur um Begnadigung an zuflehen, so tief ihn auch die Sehn sucht rütteln mochte, in einem andern Clima Heilung zu suchen oder doch wenigftensldie letzte Spanne seines Daseins außerhalb düsterer Kerker-Mauern zu verbringen. Für den Edelmuth des Gouverneurs des Staates New Jork zeugt es nicht,, daß er den Mann, dessen Zustand schon Monate zurück als aussichtslos, gemeldet wurde, nicht aus freien Stücken begnadigte. Wenn , man sich vergegenwärtigt, wie manche Finanz-Größe trotz offenkundiger Betrügereien niemals vom Arme des Gesetzes erreicht wird, muß dieser Mangel an Großmuth geradezu empören. Aber schließlich, woher soll ein Odell, der seine einzige LebenS' aufgäbe in, den korrupten und ränke vollen Pfaden der Partei-Poljtik sieht, vornehme Denkweise erlernen.'' DaS Vergehen tion Parks ist ' noch nicht völlig aufgeklärt; seine Gewerk schaft hat auch nach der Verurtheilung zu ihm gestanden, und ein großes socialistisches, also gegnerisches, Blatt nahm ihn in Schutz. Doch, wie dem auch sei, ein besseres Ende hätte der Mann, der eine bemerkenswerthe Er scheinung unter den Arbeiterführern des Landes war, sicher verdient. Die mageren Jahre scheinen in Deutschland wieder einmal zu Ende gehen zu wollen, nach , der Lage - des Ärbeitsmarktes zu schließen, die'günsti ger sein soll, als in England und Frankreich. Man mnß bis in das Jahr 1900 zurückgehen, um für den Monat Mürz ein ähnlich günstiges Verhältniß zw ischen Angebot und Nachfrage auf dem deutschen Arbeitsmarkt anzutreffen, wie im März laufenden Jahres. Ja, seit 1896 gab es überhaupt nur zwei Jahre, in denen der März 'noch ein günstigeres Gepräge des Arbeitsmarktes zur Schau trug als Heuer. An den öffentlichen Arbeitsnachweisen, 1ie an den Verband deutscher Arbeitsnachweise angeschlossen sind, kamen nämlich im März dieses JahreS auf je 100 offene Stellen 100.4 Arbeitsuchende: Angebot und Nachfrage deckte sich fast. Seit 1896 war die entsprechende Ziffer in den einzelnen Jahren folgende:- 1896 117.7, 1897 108.1, 1893 103.5, 1899 89.3, 1900 99.8, 1901 122.2, 1902 143.9, 1903 126.1, 1904 '100.4. Die erhebliche Besserung des Arbeitsmarktes im März des laufenden Jahres ist ebensowohl in einer Vermehrung der offenen Stellen als in einer Verminderung der Arbeitsuchenden gegenüber dem Vorjahre zu suchen.' Trotz der vorübergehenden Befürchtung.'n im Februar hat die Frühjahrssaison kräftig eingesetzt, , vor allem im Baugewerbe. . Fast in allen Theilen Deutschland's, mit Ausnahme des Südens, ist nicht nur befriedigende, sondern meist reichlichere Beschäftigungsgelegenheit vorhanden als im Vorjahre, dessen Bauthätigkeit vielfach auch schon lebhafter toaxl , . Fast alle verfügbaren Arbeitskräfte konnten im März auch in den Bekleidungsgewerben beschäftigt werden ; das frühfallende Osterfest drüngte eine Masse von Auftrügen auf verhältnißmäßig kurze Lieferzeit zu sammen. Vornehmlich herrschte nach Schneidern eine starke Nachfrage. Im Kohlenbergbau waren Förderung und Absatz im Ruhrkohlengebiet erheblich besser als im Vorjahre, während in Oberschlesien noch fortwährend darüber geklagt wird, daß der gegenwärtige Absatz noch lange nicht der normalen Förderleistung der Gruben entspreche. Noch immer nicht ganz geklärt ist trotz der Bildung ' des Stahlwerksverbandes die Geschäftslage im Eisengewerbe, e3 ftebt aber fest, daß der Verbrauch in Eisen ans dem inländischen Markte wieder in befriedigender Steigerung begriffen ist. Im Textilgewerbe war eine einschneidende Aenderung des Be schSftigungSgradeS im März nicht wahr zunehmen. '
chlußsiMlg
Des Vorstandes des Deutschen Theater - Vereins
In der Halle des Unabhängigen Turnvereins.
Die Versammlung wurde vom Präsidenten Harry O. Thudium eröffnet. Sekretär Aug. Wörner verlas das Protokoll, der letzten Versammlung. Dasselbe wurde wie verlesen angenommen. Der FZnanz-Ausweis über die letzte Vorstellung der Saison wurde von den Herren Louis Murr und Josef Keller geprüft und richtig befunden. Auf Antrag des Herrn Josef Keller wurde der Gutenberg Co. der Dank des Theatervereins für die erfolgreiche Reklame während der Theater Saison ausgesprochen. . . ,.,;,. Ein Dankes-Votum wurde auf Antrag von Schatzmeister Aug. M. Kühn der dramatischen Section und dem 1. Sprecher des Südseite Turnvereins für die Beihilfen während der letzten Vorstellung ausgesprochen. Ein Dankes schreiben des Theater-Direktors Schmid für coulante Behandlung seitens des Theater Vereins, gelangte zur Verlesung. Dem Verfasser des EröffnungsPrologs, Herrn A. Raifer, wurde stuf Antrag des Herrn Aug. Hook ein Honorar von $10 bewilligt. Präsident Thudium verlas darauf den folgenden Bericht: , An den Vorstand! Werthe Herren! Die erfolgreiche erste Saison, welche der TheaterVerein soeben geschlossen, liefert den ernstenBeweis, daß die Bestrebungen des Vereins eine Lücke im geistigen Unterhaltungswesen unserer Stadt zu füllen, von dem Deutschthüm gerechte Würdigung fand. , Wir haben die vorgeschriebenen sechs Vorstellungen, darunter einige von künstlerischem sowohl als finanziellem Erfolg gegeben. Obwohl jedes neue Unternehmen nur durch' Opfer die nöthige Erfahrung für fsrnere Erfolge - erzielen kann, hat der Theater-Verein es ermöglicht sich aus dem Anfangs-Stadium seiner Existenz mit einem erklecklichen Ueberschuß einporzuringen. 'i !Der 1 Verein hat die darstellend Behörde für öff. Werke. Die Eisenbahn-Gesellschaften als große - Kicker dargestellt. . . ; . ..;.' , Trotz des ; energischen Protestes 'iW Anwälte der Lake Erie & Western und der Pennsylvania Bahn-Gesellschaften nahm die Behörde gestern eine Resolu tion an, derzufolge die Noble Straße, von der Washington Straße bis zur Virginia Avenue mit Cement-Seiten wegen versehen werden sollen., Im Laufe der Controverse machte Präsi dent Dokdning u. A. die Bemerkung, daß e3 keine größeren Kicker" gebe, als die Eisenbahn-Gesellschaften und daß Corporationen feiten etwas aus führten, ohne daß sie dazu gezwungen würden. Die Bahn-Gesellschaften, welche be deutendes Grundeigenthum an der Straße besitzen, haben erklärt, eine Remonstranz einreichen zu wollen. Weite reRemon st ranten. Auch gegen die Verbesserung der Raymond Str., von Shelby- bis State. Straße, mitCement-Seitenwegen wurde heftig opponirt, und H. I. Budenz und Dr. Jsaac C. Walker unter Ande. ren erklärten, unverzüglich eine ReMonstranz einreichen zu wollen. - . Gesuch um eine neue ; Brücke. Stadtvater Frank Fishback reichte eine mit zahlreichen Unterschriften bedeckte Petition für Herstellung einer neuen Brücke über den Pogue's Run an der Delaware Str. ein; die alte Brücke wurde, als der Pogue's Run vorKurzem außer Randmnd Band war, schwer beschädigt. Das Gesuch wurde an den Stadt-Jngenieur verwiesen. Contractor Bossard zu vorkommend. Stadt Ingenieur Jeup berichtete, daß er im Namen der Stadt mit Wm. Bossart, welcher den Contract für den Bau des mächtigen Jrvingtoner Ab zugs-CalS hat, das Uebereinkommen getroffen hat, daß demselben während der Dauer des Baues des Canals er laubt wird, das Straßenpflaster an der Oft Washington Str. aufzureißen, da Bossart aus freien Stücken sich bereit erklärt hat, die Straße auf feine eige nen Kosten wieder pflastern zu lassen.
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Sanon
Künstler liberal behandelt, für gute Ausstattung der Vorstellungen gesorgt und trotzdem die Baarsumme von $167.17 in Verwaltung seines SchatzMeisters. Mein herzlicher Dank für die thatkräftige Unterstützung, die unserem Verein entgegengebracht wurde, gilt nicht nur den Mitgliedern des Vorstandes, sondern in erster Linie dem kunstliebenden deutschen Publikum und den Zeichnern des Garantiefonds, welche so hochherzig die finanzielle Durchführung derBestrebung ermöglichten. Unsere Erfahrung der letzten Saison hat uns gelehrte daß das Interesse unserer Bewegung innig mit der Cincinnatier Truppe verknüpft ist. Aus die fern Grunde gab der Theater-Verein den Cincinnatiern die Mehrzahl der Vorstellungen in der letzten Saison. Wir find dadurch in die Lage gesetzt worden,' an den Director der Cincinnatier Truppe das Verlangen zu stellen, daß er für die nächste Saison eine Mch tige.' Soubrette etc. engagiren muß, wenn er die Gunst des Theater-Vereins fich ferner erhalten will. Mein Bericht wäre nicht vollständig, wenn ich nicht den Dilettanten der deutschen Vereine, welche so wacker bei den Vorstellungen mitwirkten, meinen herz lichsten Dank im Namen des Theater Vereins ausdrücken würde. , Und nun werthe Mitglieder bleibt uns nur noch übrig den Boden für den Erfolg der zweiten Saison wacker zu pflügen., Schatzmeister Herr August M. Kühn verlas nun seinen ausführlichen Kassenbericht. Aus demselben ist ersichtlich, daß' die Gesammt-Einnahmen für die sechs Vorstellungen die Summe von S3.434.80 betrugen; die Ausgaben be liefen fich auf $3,267.63; verbleibt in den Händen des Schatzmeisters die Summe von $167.17.' Hierauf Vertagung bis Einberufung durch den Präsidenten. i Der Contractor W. C. Smith, welcher die Pflasterungs-Arbeiten ausgeführt hatte, hätte seinem Contract gemäß diese Aufpflasterung 'vornehmen müssen. Bossart's entgegenkommendes Anerbieten schien dem Stadt-Ingenieur jedoch im Interesse der Stadt das vor theilhafteste zu sein. , Die Behörde be stätigte das Uebereinkommen. Die Wasserwerk s-G e s e l l schuft weigert sich Brücken z u b ant n. Die Behörde empfing gestern ein Schreiben von F. A. W. Davis, Prä sident der Indianapolis WasserwerksGesellschaft, in welchem er erklärt, daß dieselbe sich positiv weigert für eine neue Brücke über den Canal an der W. Wafhington Str. die Kosten zu tragen. Davis sagt, daß seine Gesellschaft sich bereit erklärt, den Fahrweg über die Brücke mit Asphalt zu pflastern. Stadt-Jngenieur Jeup wird der Be hörde empfehlen, die Brücke bauen zu lassen und später die Gesellschaft auf Zahlung der Baukosten zu verklagen, damit endlich endgiltig festgestellt werde, ob die Wasserwerks-Gesellschaft für die Canal-Brücken und deren Unterhaltung verantwortlich ist. C o n t r a c t e v e r g e h e n. Die Behörde vergab gestern folgende Contracte: Backsteinpflaster an Pennsylvania Str., von South bis Merrill Str., an C. M. Kirkpatrick, $5.11 per laufenden Fuß. Cement Seitenwege und Rinnsteine an Cornell Ave., von 13.- IS. Str., an F. M. Lackey, $1.13 p. l. F. Cement-Seitenwege an Cornell Ave., von '16, bis 19. Str., an F. M. Lackey, $1.18 p. l. F. Cement-Seitenwege an Central Ave., von 15. 16. Str.. an F. M. Lackey, 73z Cents p. l. F. Cement Seitenwege an 24. Str., von Meridian Str. dis Talbott Abe., an F. M. Lackey. 42 Cents p. l. F. Cement Seitenwege an 24. Str., von Talbott Ave. bis Central Ave., an F. M. Lackey. 51 p. l. F. Gottlied L eukhardt, Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str
Aus den Gerichtshöfen.
John D. H u e g e l e' s T e st a . tncnt. Das Testamenl des vor einigen Tagen verstorbenen John D. Huegele wurde gestern im Probatgericht eingereicht. In demselben vermachte er sein gesammtes Vermögen, mit Ausnahme von $1000 an seinen Sohn John Hue gele, seiner Frau Bessie. Dieselbe ernannte der Testator auch als Tefta ments-Vollstreckerin. , Das Testament ist im Oktober 1893 aufgefetzt worden. DieKlage gegen dieHolt Jce & Cold Storage Co. In Sachen des Henry C. G. Bals gegen die Holt Jce & Cold Storage Co. wurde gestern vor Richter Allen miz dem Verhör der Zeugen fortgefahren James L. Keach, Schatzmeister, Director und einer der bedeutendsten Activ näre der Gesellschaft, sagte auf dem Zeugenstand, daß er für das Aufbe wahren seiner Waaren stets die regu läre Taxe bezahlt. In Händen, der Geschwo r e n e n. Die von Louise Bowersmith gegen die Straßenbahn - Gesellschaft einge reichte Schadenersatzklage wurde gestern Nachmittag in Richter Leathers Tribu nal den Geschworenen zur Berathung übergeben. Charles Razell erhält k e i n e n S ch a d e n e r s a tz bewilligt. : Im Bundesgericht' wurde die von Charles Razell von No. 1109 Tremont Avenue, Haughville, gegen die Natio nal Malliable. TastmgS Co." eingereichte auf $10,000 lautende Schaden ersatzklage zu Gunsten der Gesellschaft entschieden. ; : K e i n e E i n i g u n g d e r G e s ch .w o r e n e n e r z i e l t. Im Kreisgericht in Rock Counry, iu welchem über die von dem hiesigen Bürger Charles Fearnaught gegen die Indianapolis Straßenbahn-Gesellschaft eingereichte Schadenersatzklage verhan delt wurde, konnten sich nicht einigen und dieselben mußten entlassen werden. Der Kläger hatte mit seiner. Frau und zwei , Kindern eine Spazierfahrt unternommen, als an der Maryland und Illinois Straße eine elektrische Car gegen die Equipage rannte. Sämmtliche Insassen derselben wurden erheblich verletzt. Fearnaught hatte $25,000 Ersatz verlangt. DieKlagengegendieBraue r e i-G e s e l l s ch a f t e n u n d d i e A g e n t e n d e r s e l b e n. Bekanntlich wurden vor einigen Tagen die hiesigen Brauerei-Gesellschaften und die Vertreter der auswärtigen in hiesiger Stadt : Geschäfte machenden Brauereien wegen Nichtbefolgung der neuen Ordinanz, welche ihnen eine Steuer von$1000 per Jahr auferlegt, processirt. Sie sind im Polizeigericht zu einer Geldstrafe von je $5 und Ko sten verdonnert worden. Sämmtliche Verklagten appellirten und diese Apellationen wurden gestern in der Osfice des Couney-Clerks eingereicht. Die Fälle werden in dem Su Perior-Gerichte und im Kceisgericht zur Verhandlung gelangen. ' "Wie es heißt, wird der Fall von Gustav G. Schmidt, Vertreter der Pabst Brauerei-Gesellschaft zuerst und zwar vor Richter Carter verhandelt werden und derselbe soll als Testfall angesehen werden. Neue Scheidungsklage. Jeanette B. Cottom wünscht von iheem Gatten, welcher den classischen Namen Orestes führt, geschieden zu werden. Derselbe soll nicht für sie ge sorgt und sie vernachlässigt haben. ' $15,000 verlangt. Vather Edding hat die StraßenbahnGesellschaft auf $15,000 Schadenersatz für Verletzungen verklagt, welche er an geblich durch die Schuld der Angestell ten derselben erlitten hatte. Im P o l i z e i g e r i ch t wurde Frank Selmyer von der An klage, einer Wäscherei.Gesellschaft, bei welcher er angestellt war, $2.47 unter schlagen zu haben, freigesprochen. Es war nicht recht ersichtlich, aus welchem Grunde er sich wegen dieses geringfügigen Betrages in Unannehmlichkeiten stürzen sollte, da er bet der Gesellschaft $25 in Baar deponirt hatte. Zwölf Personen, welche im Marchal House an der Nord Alabama Str. von der Polizei beim Crap-Spiele über rumpelt worden warm, wurden zur Zahlung von je $5 und Kosten verurtheilt.
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