Indiana Tribüne, Volume 27, Number 214, Indianapolis, Marion County, 30 April 1904 — Page 6

Jiidiana Tribune, April .

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Europäische Nachrichten.

Provinz Wrcrndenöurg. Berlin. Dr. Ernst Wollet, Mitinhaber der Weidmann'schen BuchHandlung, ist an Stelle Theodor Mommsens zum Mitglied des Kuratoriums der königlichen Bibliothek ernannt worden. Es ist das erste Mal, daß einem Buchhändler die Stelle übertragen worden ist. Der flüchtige Prokurist Reinhardt, der der Firma Brcndel & Co. große Summen unterschlagen hatte und verschwunden war, hat stch der Polizei gestellt. Regierungsrath Brendel, Sohn der Jnhaberin der in Zahlungsschwierigkeiten gerathenen Bankfirma Brendel & Co., stürzte sich infolge der Aufregung aus dem in der Französischen Straße gelegenen Geschäftslocal der Firma in den Hof hinab. Er starb bald darauf an den Folgen des Sturzes. Der Präsident der Akademie der Künste, Geheimer Regierungsrath Professor Dr. Jng. Hermann Ende, vollendete das 75. Lebensjahr. In Rücksicht auf seinen schwankenden Gesundheitszustand und auf sein Alter gedenkt er von dem ihm Jahr für Jahr übertragenen hohen Ehrenamte zurückzutreten. Der kürzlich verstorbene Rentier F. H. Grützmacher hat fein Vermögen, bestehend in einemHause in der Langestraße und Werthpapieren (etwa 150.000 Mark) der bestehenden ElisabethStiftung für unbesoldete Gemeindebeamten, einschließlich der Stadtverordneten und Schiedsmänner, vermacht. Die Wittwe des kürzlich verstorbenen Geheimen Commercienrathes Louis Simon hat der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums zur Schaffung eines neuen Lehrstuhles 100,000 Mark gespendet. Unglückliehe Liebe hat das erst 18 Jahre alte Dienstmädchen Marie Berg aus der Paulstraße 24 zum Selbstmord getrieben. Es war seit einem halben Jahre bei einem Kaufmann in Stellung. Letztens hatte es einen gefüllten Mülleimer nach dem Hofe getragen, diesen dort stehen lassen und war geraden Wegs bis zur Victoriabrücke gelaufen, um sich in den Landwehrcanal zu stürzen. Potsdam. Einen schweren Unfall beim Reiten erlitt der Stabstrompeter vom 1. Garde - Ulanen - Regiment, Musikdirigent Löser. Er wurde von seinem Pferde abgeworfen, wobei er mit dem Kopfe auf eine Barriere fiel und besinnungslos davongetragen wurde. Im Garnisonlazareth constatirte man eine Gehirnerschütterung, hofft aber, daß Löser wieder genesen wird. D r i e s e n. Handelsmann Druck aus Frankfurt a. O. befand sich mit feinem Gefährt auf dem Wege von Kreuz, nach Filehne. Im Walde hinter Groß - Lubs wurde auf ihn aus dem Gebüsch ein Schuß abgegeben. Schrotkörner drangen ihm m's Gesicht, Hals und Brust und sogar in die Lunge. Das rechte Auge ist verloren, an dem Aufkommen des Druck wird gezweifelt. Groß-Lichterfelde. Selbstmord verübte hier der 31jährige Bankbeamte Otto Prlltz, der bis vor Kurzem bei der Berliner Subdirection der Bremer Lebensversicherungsbank angestellt war und dort Unterschlagungen im Betrage von 29.000 Mark begangen haben soll. Als der Amtsdiener erschien, um ihn zu verhaften, begab sich Prütz in ein Nebenzimmer und erschoß sich mit einem Revolver. Karls hör st. Bei einem Stubenbrand erstickt ist das zweijährige Söhnchen des Arbeiters Haverland. Ein in der Stube gleichfalls anwesendes Mädchen von drei Jahren konnte gerettet werden. R i x d o r f. Einer Gasvergiftung zum Opfer gefallen ist der 30jährige Drogist Max Fischer aus der BoddienStraße. Ein im Zimmer stehender Gasofen war nicht ordnungsgemäß verschlossen gewesen und die ihm entströmenden Gase hatten Fischer betäubt, und getödtet. S ch w i e b u s. Das seltene Fest der eisernen Hochzeit feierte das Ebpaar Rendler. Der Jubilar. Begründer der Firma Gottfried Rendler & Söhne, ist 89 Jahre alt und noch ziemlich rüstig. Die Jubilarin zählt 85 Jahre. Vrovinz Hstpreußen. Königsberg. In der Altroßgärter Predigerstraße wurde kürzlich der 60 Jahre alte ehemalige Gutsbesitzer Gottlieb Rahlke durch den Maler Ernst Reimann in räuberischer Absicht ermordet. Die Leiche des Rahlke war fürchterlich zugerichtet. . Allem Anschein nach hatte zwischen dem Mörder und seinem Opfer ein verzweifelter Kampf stattgefunden. Bei dem Todten fand sich noch die Brieftasche mit 2000 Mark in Banknoten. Der Mörder muß offensichtlich nicht mehr die Zeit oder auch nicht den Muth gehabt haben, sein Opfer zu berauben. Der Maler Ernst Reimann, der sofort als der That dringend verdächtig verhaftet wurde, leugnet dieselbe hartnäckig, obgleich er durch eine Fülle von Indizien geradezu erdrückend belastet ist. Angerburg. Auf dem Gute Gr.-Sunkeln des Generals SchmidtAlienstadt auf Gr. - Meduntschken brach Feuer aus. Bei dem starken Winde standen im Nu fünf Wirthschaftsgebäude in Flammen' und wurden eingeäschert. Eydtkuhnen. Auf der Polizei

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und Hebe allen Grund zu sei,

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Da der Wrne of Cardui in jeder Apotheke zu haben ist, so ist -es für irgend eine Frau unnöthig zu leiden, wie Fräulein Diedrich litt. Die oft wiederholten Zeugnisse von Hundert-Tausenden bon kurierten Frauen, stellen ohne jeden Zweifel die Thatsache fest, daß es wirklich unnöthig ist, daß eine Frau überhaupt leidet. Frl. Diedrich sagt, die durch Wine of Cardui erzielten Kuren erschienen ihr wie Märchen, ehe sie denselben selbst probirte. Aber jetzt erscheint ihr Alles, zu ihrer größten Freude, als wahr. Sie weiß, wie dieses milde und einfache Heilmittel ihrem Geschlechte auf dem natürlichen Wege hilft. Sie betrachtete ihn nicht mehr als geheimnißvoll. Es ist wirklich natürlich, daß sie ihn ohne Zaudern jeder Leidenden als die beste Medizin em pfiehlt. Der Wine of Cardui regulirt die Menstruation und ist ein wunderbares Star kungsmittel. Aus diesem Grunde stärkt er den ganzen weiblichen Organismus, der in so empfindlicher Weise mit dieser wichtigen Function verknüpft ist. Fräulein Diodrich's Haltung beweist , welch vortheilhafte Folgen der Wine of Cardui für eine leidende Frau hat. Ihr solltet einen Versuch damit machen. Alle

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othsker verkaufen in Kibarty vergiftete sich ein gewisser Czervinsky. der vor sechs Jahren einer ruziischen Bank mehrere hunderttausend Rubel gestohlen hatte und in's Ausland geflüchtet war. Er war jetzt zurückgekommen, wurde an der Grenze verhaftet und machte seinem Leben selbst ein Ende. &-?oß -Bürgersdorf. Lehrer Lüders kränkelte seit Neujahr. Letztens litt er an häufigen Fieberanfällen und in einem solchen erhängte er sich auf dem Schuppen. Klein - Wabbeln. Infolge eines unglücklichen Sturzes ist der 84 Jahre alte Altsitzer Gewetzki gestorben. Er stürzte beim Heuabwerfen vom Schuppen und fiel auf die scharfen Kanten eines Schlittens. T a p i a u. Seit kurzer Zeit wurde der Apothekerlehrling Zalewski von hier vermißt. Jetzt ist er in der Nähe des Dorfes Majotten als Leiche im Pregel gefunden worden. Zalewski war beim Schlittschuhlaufen in eine offene Stelle gerathen. Wormditt. Durch Unvorsichtigkeit ist der 10jährige Schulknabe Paul Rosenkranz von hier um's Leben gekommen. Er wollte, um früher nach Hause zu kommen, über den noch mit dünnem Eis bedeckten Drewenzfluß nach der Vorstadt gehen. In der. Mitte des Flusses aber brach das Eis und er versank. Der Arbeiter Homann sah dies und wollte dem Ertrinkenden zu Hilfe eilen. Er hatte ihn auch schon mittelst eines Hakens herausgezogen, als er abermals hineinfiel und später als Leiche herausgezogen wurde. Provinz Westpreußen. D a n z i g. In dem Weichselausfluß bei Neufähr wurden Geräthe und Theile eines Fischerkutters ausgefischt, welche nach den auf ihnen, befindlichen Bezeichnungen von einem den Fischern Johann Bartsch und Rudolf Foth in Neufähr gehörigen Kutter herrühren. Die beiden, Fischer waren mit diesem vom Vreitlingsfange bei Hela zurückgekehrt und sind wahrscheinlich in der Dunkelheit zwischen treibende Eisschollen gerathen und verunglückt. Ihre Leichen find noch nicht gefunden worden. In Langfuhr tödtete sich durch zwei Revolverschüsse die 21jährige Ehefrau des Kaufmanns Wieschollek. Der Grund der That soll in ehelichen Zwistigkeiten zu suchen sein. Das junge Paar war erst ein halbes Jahr derheirathet. El hing. Schlosser Mitzlaff ermordete seine 25jährige Ehefrau mit einem Hackmesser. Mitzlaff entfernte, sicy sodann ohne Kopfbedeckung mit dem Mordinstrument unter dem Arme von seiner Wohnung und wurde, als er zurückkehrte, verhaftet. Im Polizeigefängniß versuchte Mitzlaff, mit einem Tafchenmesser seine Kehle zu durchschneiden, doch sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich. Der Mörder wurde zur Beobachtung seines GeistesZustandes in die Jrrenzelle des Krankenstifts gebracht. Es ist wohl mit Sicherheit anzunehmen, daß es sich um die That eines Wahnsinnigen handelt. H a l b st a d t (Marienburg). Das frühere Hofbesitzer Meier'sche Grundstück. Wohnhaus. Scheune 'und Stall, brannten mit vollem Inventar vollständig nieder. . Marienburg. Schulrath Schröter, Direetor des hiesigen Lehrerseminars, ist gestorben. Schröter, der kürzlich auf einem Spaziergange von einem Schlaganfalle betroffen wurde, stand im 72. Lebensjahre und hat das hiesige Lehrerseminar nahezu 20 Jahre geleitet. N e u m a r k. Der ehemalige Provinzial des Franziskaner -Ordens, Binkowski, verschied im Alter von 71 Jahren. Binkowski war seit der Schließung des Klosters in Lonk. wo er früher seinen Amtssitz hatte, in der Seelsorge bei der hiesigen katholischen Kirche thätig. SoHnow. Der Oberinspector des Kammerherrn v. Müllern hatte ein Pferd angespannt, um es einzufahren. Bei dieser Gelegenheit schluz das

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1414 ClhSourne Strasze. M ! l w a u l e e. W i s.. den 30. April 1903. der Gebärmutter ist sicherlich eine der fürchterlichsten Krankheiten, die eine Frau

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Pferd aus und traf den Jnspector Zircke so schwer vor die Stirn, daß die Hirnschale gespalten wurde. Zircke wurde sogleich nach Zempelburg in ärztliche Behandlung gebracht und liegt schwer darnieder. T h o r n. Rittergutsbesitzer Hertell auf Zajonskowo, Major derLandwehr, feierte sein 50jähriges .Militärdienstebiläum. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom hiesigen Landwehr - Officiercorps ein prächtiges Diplom überreicht. 'Frovinz H'ommern. Stettin. Einen unheimlichen Fund zog ein Fischer aus dem Dammschen See mit seinem Netz hervor. Er förderte die Leiche eines etwa 15jährigen Menschen zu Tage. Sie ist als die des Sohnes des Viehhalters Neubauer, Poststraße 4 wohnhaft, erkannt worden. Der Knabe wurde bereits seit dem 12. Januar dieses Jahres vermißt. F r a u e n d o r f. Die hiesige Alte Schützen - Compagnie" beging im Schlltzenhause ihr 50jähriges Stiftungssest durch ein Festessen mit nachfolgendem Ball. Greifs wald. Bei dem Abbruch der Wallis'schen Windmühle stürzte der Mühlenbauer Johann Klein'-ldt mit einem Balken , vom Dache'' ab und war sofort todt. Der Verunglückte hinterläßt Frau und Kinder. N e u st e t t i n. Eine Selbstmordaffaire hat sich in einem hiesigen Hotel ereignet. Dortselbst waren ein Herr und eine Dame abgestiegen, die sich in das Fremdenbuch als Landwirth Klingebein und Frau aus WilhelmsHof eintrugen. Während erst die Dame sich kaum sehen ließ, angeblich, weil sie sich krank fühlte, blieben später beide ganz unsichtbar. Als man nachforschte, fand man das Paar todt in einem Bett auf dem Zimmer vor. Auf der Bettdecke lag ein Revolver, mit dem die That ausgeführt war. Es scheint, daß die in das Fremdenbuch eingetragenen Namen nicht die richtigen imd. Die Todten stehen im Alter von 30 bis 35 Jahren. Rummelsburg. In Abbau Krettmin entstand auf dem 'Grundstück des Eigenthümers Albert Mews ein Brand. Der Besitzer wollte noch etwas retten und fand in den Flammen seinen Tod. Schlawe. Selbstmord verübte der 30 Jahre alte Mehlhändler Hartköpf, welcher nach Heimkehr von einer Radfahrerfestlichkeit sich erhängte. Verschmähte Liebe soll den tüchtigen. geachtetenMann zu der unseligen That veranlaßt haben. Schivelbein. Eine Frau, welche dem Klempnermeister Wilhelm Groeler Wäsche bringen wollte, fand diesen mit durchschnittenem Halse auf de Fußboden seiner Wohnung liegend vor. Der Todte hatte im Säuferwahn Hand an sich gelegt. Die Angestelltenves Wetßen Haufes scheinem eurem Unfug gehuldigt zu haben, der den Zorn des Majordomo Loeb hervorgerufen hat. Sie schienen nämlich von eimr Lesewuth befallen zu. sein, infolgedessen sie ihre Pflichten arg vernachlässigten. Ein Ukas des Majordomo verbietet nun die Lektüre von Zeitungen während der Dienststunden. Die Sterblichkeit auf der Landenge von Panama war nach amtlichen Ermittelungen in einer der letzten Märzwochen so groß, daß sie nach diesem Verhältniß jährlich 90 auf 1000 Köpfe der Bevölkerung betragen würde. Die umfassendsten und schärfsten Maßregeln müssen getroffen werden, um das Leben der Beamten und Arbeiter, welche an der Herstellung der großen Wasserstraße .sich betheiligen, werden, zu schützen. Bedeutungsvolle Abk ü r z u n g. A.: Was antworteten Sie Ihrer Schwiegermutter, als sie bnen ickrieb. daft sie im Begriff stehe, zu Ihnen zu fahren? V.: W. S. g. ' c ,. cvy rj. u. (Menoen le gqauigii um.;

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V7.Vb "- -- . Ihr berühmtes Heilmittel und C J$AJ&e&-c& . Arbeiter UnterstKtzungSVerei. n u Nauchtvolkttl. Von H. von Lietzenburg. Blaue und' graue Rauchwolken stet gen aus meiner Pfeife. Abends. beim Lampenlicht und dem steten TickTack des Regulators. Es ist ein mildes Licht und ein mildes Geräusch das einzige, denn das Haus schläft. Und leis und mild ziehen auch die Wolken durch das Zimmer, ziehen meine Träume am Auge vorüber, in's Herz. Ich schreibe sie auf, und alles wird wieder lebendig. Nur einmal blüht im Jahr der Mai, Nur einmal im Leben die Liebe." Und ich drückte deine Hand fester und zog deinen Kopf an meine Brust und strich leise über dein Haar. Immer tönte es noch klagend: Nur einmal im Leben die Liebe" und leise klang es in meinem Innern nach, ganz leise, und allmählich erst verhallte es. Kein fremdes Auge erblickte uns, keines sah, wie dein Auge in meinem ruhte, deine Hand in der meinen lag. Es war eine sternklare Nacht. Schnell trug uns unser Wagen durch die hellerleuchteten Straßen, in denen die Menschenmassen wogten, hinaus in den ruhigen, stillen Stadttheil, wo die vereinzelten nächtlichen Wanderer, die uns begegneten, eilig ihrem Heim zustrebten. Bald trat Steinpflaster an die Stelle des Asphaltes, dann Chaussee. Rechts und links VillenVorgärten und dann der Wald. Endlich! Der Wald mit hohen, alten Stämmen. Unsere Laternen warfen zwei helle Lichtstreifen, sonst war alles dunkel. Mir fiel da der alte Vergleich ein: Das Leben ist eine Landstraße, eine dunkle Landstraße, die ganz kurz, nur auf Augenblicke erhellt wird, verklärt wird durch das Glück. Und dabei tastete ich unwillkürlich nach deiner Hand. Da hatte ich die Empfindung, auch du habest die meine gesucht. Ich glaube, du zittertest, als unsere Hände sich fanden. Wir waren in das Gasthaus eingetreten, das verschwiegen mitten im Walde lag. Auf einer Anhöhe, um rauscht von uralten Bäumen, stand es. Ich war noch einmal hinausgetreten unter die Bäume. Schwarze Nacht lag über der schweigenden Landschaft. Langsam ging ich umher, die Füße kaum hebend. Nur dann und wann bückte ich mich und pflückte das rothe, leuchtende Heidekraut eine Handvoll und steckte mein Gesicht in die Blüthen hinein und lauschte dann mit verhaltenem Athem, ob es nicht von irgendwo noch einmal ertönen würde, wie es vorhin erklungen war: Nur einmal im Leben die Liebe." Dann ging ich wieder in's Haus zu dir.. Du saßest schweigend da, aber dein Auge leuchtete aus, als du meiner gewahr wurdest, und ich glaube, du freu test dich, als du meine Schritte hörtest. Ich sprach nichts. Wir beide verstanden uns ja immer, auch ohne Worte. Stumm reichte ich dir die Blunren. Auch du stecktest deinen Kopf hinein, ganz wie ich. Da plötzlich durchbrauste mich ein Sturm. Ein ungeheures Glücksgefühl erfüllte mich. Wie Feuer rann es durch meine Adern, und alles jubelte und frohlockte in mir. Und immer stärker zog es mich zu dir, immer wilder, immer mächtiger verlangte es mich nach dir und ich athmete schwer auf. Da blicktest du aus, halb erschreckt, halb erstaunt, und dann schlugst du die Augen nieder. Einen kurzen Augenblick nur hattest du mich angesehen, aber du hattest mich verstanden, und wieder ging ein leises Beben durch deinen Körper, als ob ich dich berührt hätte. Und ich sprang auf, rasch, ungestüm, so daß du zusammenfuhrst, aber dein Blick blieb auf mir haften, und es war noch derselbe Blick wie vorher! Und ich zog dich empor und preßte dich an mich. - Eng umschlungen blieben wir stehen, und langsam sank dein Haupt auf meine Schulter. Deine Arme ließen mich los, du schienst jäh alle Kraft zu verlieren. Aber ich hielt dich aufreckt!

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Und ein Gefühl des Glückes und der Ruhe durchströmte dich, der Ruhe und der Sicherheit: du fühltest dich geborgen, weil du bei mir warst. Und dann fuhren wir wieder heimwärts durch die schweigende Nacht. Die Pfeife liegt ausgebrannt neben mir grauer, blaugrauer Dampf er füllt das Zimmer tick-tack, tick-tack. Und die Träume ziehen am Auge vorüber, in's Herz hinein, und leife, leise träume ich weiter von dir. Der Wert:, der französischen Zündhölzchen. Französische Zündhölzchen stehen m dem Rufe, daß sie noch weniger Zündkraft besitzen, als sie nach russischenBerichten den verschwenderische ausgestreuten japanischen Bomben innewohnt. Das ist indessen eine Verleumdung, denn nicht selten liest man in den Zeitungen, daß unbeaufsichtigte Kinder durch leichtsinniges Spiel mit Zündhölzchen die elterlichen Besitzthümer zum Raub der Flammen gemacht haben; ein praktischer Versuch ergibt sogar, daß auf drei Zündhölzchen minbestens eins Feuer fängt. Freilich erreichen nur die sogenannten schwedischen und die Wachszllndhölzer diesen Grad der Vollkommenheit; die billigen eigentlichen Schwefelhölzchen aber erfordern viel Erfahrung' und Geduld, ehe ihnen ein übelriechendes, kleines blaues Flämmchen entkeimt, das beim geringsten Luftzug erlischt. Der Staat, der das Monopol'der Zündholz - Verfertigung besitzt und die Einfuhr fremder Zündhölzer verbietet, fordert dabei Preise, die etwa zehnmal höher sind als in Deutschland, denn die Schachtel mit 60 wohlabgezählten Schweden kostet 10 Centimes. In Frankreich werden jährlich 23 24 Milliarden der schlechten Sorte der -Zündhölzer verbraucht, 1314 Milj liarden der besseren, vielmehr der weniger schlechten, 1 iy2 Milliarden Wachszllndhölzer, im ganzen also 37 38 Milliarden; das ergiebt auf den Kopf jedes Franzofen für ein Jahr 973, für einen Tag, um Statistikern eine Freude zu machen, 2 siebenZehntel Zündhölzer. Von den 37 Milliarden der verbrauchten Hölzer werden 28 im Auslande gekauft, von diefen auslänbischen Hölzern kostet die Million 32 46 Francs, während die Million einheimischerHölzer auf 53 Francs zu stehen kommt. 29,000 KilogrammBaumwolle und 93.000 Kilogramm Stearin und Wachs dienen zur Herstellung der Wachszündhölzer. Strebsame Elementarschüler können ausrechnen, wie oft eine aus den verbrauchten 5 Centimeter langen Zündhölzern gebildete weiße Linie die schwarze Linie bedecken würde, die sich nach dem Atlas um den Aequator zieht und deren Länge 40,-' 070 Kilometer beträgt.' Der hübsche Reingewinn des Staates a"s dieser indirekten Steuer beträgt nicht weniger als 25 Millionen im Jahre. Die Schwefelhölzer, die in andern Ländern oft verschleudert werden, zu besteuern, ist an sich kein übler Gedanke, nur trifft, wie viele andere indirekte Steuern des republikanischen Frankreichs, auch diese Steuer eigentlich nur die ärmern Klassen, während sie bei den begüterten gar nichts ausmacht. Ein gelehriger Kn a b e. Vater: Warum hast du die Torte allein gegessen, statt deinem Brüderchen die Hälfte davon zu geben?" Fritzchen: Du hast neulich selber gesagt, Papa: Man soll nie etwas halb thun!" , Alaun als' Heilmittel. Alaun ist bei Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen zum Gurgeln zu empfehlen. Man löst einige Gramm in Wasser auf. Durch etwas Honig kann der unangenehme Geschmack gemildert werden. Die Gurgelungen m:t Alaun sind allen anderen deshalb vorzuziehen, weil sie am wenigsten gefährlich sind.