Indiana Tribüne, Volume 27, Number 214, Indianapolis, Marion County, 30 April 1904 — Page 5

Andiana Tribuns, 30) Mptil 1904.

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Admiral Too.a.

Set Befehlshaber dc? japanische Flotte ei erprobter Scehcld. Vize-Admiral Tcgo, der Befehlshaber . der japanischen Flotte, welcher durch seine hartnäckigen Angriffe auf Port Arthur das allgemeine Interesse an den Kriegsvorgängen im fernen Osten vielfach auf seine Person konzentrirt hat. steht im 55. Lebensjahre. Er ist ein einfacher , Gentleman, ein 'Samurai des großen Satsurastammes. wie Admiral Zto, der Chef des Generalsiahser Marine in Tokio, der Namensvetteres berühmten Staatsmanns. Vor Zeiten gehörten sammtliche Offiziere und Mannschaften der japanischen Marine dem Satsrastamme an, gerade wie früher das japanische Heer dem Choshustamme entnommen war. Admiral Togo hat den größeren Theil seiner Ausbildung als See-Offi-zier in Greenwich erhalten, wo er vor etlichen 30 Jahren in der Seekadettenschule die regelmäßigen Kurse mitmachte. Er ist daher mit der Geschichte, der Ausbildung und der Ueberlieferung der britischen Marine genau vertraut und hat das in England Erlernte nach der Rückkehr in seine Heimath gut derwerthet. Als im Jahre 1894 der Krieg zwischen Japan und China ausbrach, wurde er zum Kapitän des Naniwa" ernannt, eines Kreuzers von 3650 Vize-Admiral Heihachiro Togo. Tonnen, der zum ersten fliegenden Geschwader der japanischen Flotte gehörte. Der tüchtige Offizier fand reichlich Gelegenheit, sich auszuzeichnen und bald war sein Name in aller Leute Mund. Wie im gegenwärtigen Kriege, so wurde auch damall, auf seinen Befehl der erste Schuß, welcher die Feindkeliakeiteru ein? leitete, abgefeuert, indem Togo ein chinesisches Truppenschiff angriff und zum Sinken brachte. Er machte die Seeschlachten bei Phungdo, und bei Haijaüg mit, war dabei, als Tangschow beschossen wurde, und half mit, als bei Weihaiwei die Ueberreste der chinesischen Flotte von den Japanern vernichtet wurden. Nach dem Krieg wurde Togo zum Vizeadmiral ernannt und erhielt die dritthöchste Stelle in der Leitung der japanischen Flotte. Bevor er seine jetzige Stellung übernahm, war er Oberbefehlshaber im Kriegshafen von Maizuru. Er genießt , das Vertrauen seiner Landsleute in vollstem .Maße und seine Popularität in der japamsähen Flotte ist nicht minder groß, als es die seines hedenmüthigen Gegners Makarow in Rußlands Marine war, ehe ein tragisches Schicksal den Kosqk des Meeres" dem Tod in den Wellen überlieferte. ' Der Ucis in Dstasicn. Sei Anbau in Japan no Korea und feine Bedeutung als Nahrnlittel. Im Krieg und im Frieden bildet der Reis einen Hauptfaktor in der Ernährung der Bevölkerung Japans, Chinas und Koreas. Bei jeder Mahlzeit wird er auf dem Tifche der Reichen wie der Armen angetroffen. Die japanische Regierung hat den Reis, da er die Hauptnahrung der japanischen Soldaten ausmacht, als Kriegskontrebande erklärt. Mit getrocknetem Fisch zusammen stellt er die Rationen der Krieger des Mikado dar. Auf dem Marsche Reisanbau in Japan und Korea. und im Felde führt der japanische Soldat zwei Tagesrationen aus gekochtem Reis und getrocknetem Msch in zwei Körbchen mit sich, die 'än einer leichten Leinwandschlinge hinten unter seinen

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Schultern hangen. !)teben Reis und Fisch bekommt der japanische Soldat unterweilen auch eingemachtes Gemüse, Fleisch, junges Huhn und Eier. Daß ihn diese Kost körperlich kräftig und kampffähig erhält, hat er bewiesen. Mit der Reiskultur beschäftigen sich in..5!kapan neun Zehntel der Ackerbau treibenden Bevölkerung, und mehr als die Hälfte des anbaufähigen Areals des Landes, oder über 8,000,000 Acker, sind in Reisfelder ausgelegt. Es sind dies schachbrettförmige Strecken oder Beete von 40 bis 50 Fuß im Geviert. Die Felder sind von einander durch Damme und kleine Erhöhungen geschieden, die als Fußpfade dienen und das Wasser in seinem Platze halten. Die Felder sind genügend schief angelegt, damit das Wasser langsam durch die Furchen fließen kann, bis das erste Feld von ihm bedeckt ist. Die anderen Beete sind terrassenartig arrangirt, so daß das eine immer etliche Zoll tiefer liegt, als das andere. Das Wasser fließt von einem Felde auf das andere, ein Vorgang, der sich wiederholt. Die Pflanze gedeiht nämlich nicht, wenn sie nicht bis zu sechs oder mehr Zoll Höhe von Wasser bespült wird. Keine andere Körnerfrucht erfordert bei ihrem Anbau mehr Sorgfalt als der Reis. Vom Beginn der Saison an sieht man Männer und ' Frauen auf den Reisbeeten bis halb zum Knie in Schlamm und Wasser stehen, das Erdreich vorrichtend, die jungen Schößlinge verpflanzend und das Unkraut ausrottend. Sie tragen bei der Arbeit große Strohhüte, die sie aus der Entfernung wie Pilze erscheinen lassen. In Korea wird die Reiskultur fast ausschließlich durch Frauen besorgt, während die Männer bei den Arbeiten in Ruhe im Schatten sitzen, ihre Pfeife rauchen und Anweisungen ertheilen. , , Umgewehtes A u s st e I -l u n g s g e b ä u d e. Ein starker Wind hat das Bazargebäude der Japaner auf dem Weltausstellungsplatz in St. Louis total zerstört. Das Gebäude war zwei Stockwerke hoch , und theilweise unter Dach. Mail schritt unverweilt zur,' Wiederaufführung des Gebäudes, Geistesgegenwart eines Zwerges. James Carr, ein in Marinette, Wis., wohnender Zwerg, stürzte vor einem daherkommenden Eisenbahnzuge auf das Geleise. Er raffte sich aber wieder empor, und es gelang ihm, sich auf den vorderen Theil der Lokomotive zu, schwingen, wo man ihn fand, als der Zug zum Stillstand gebracht worden war. Er war unverletzt geblieben. - " I m G e f ä n g n i ß v e r -b r a n n t. In Shevün, Minn., kam ein Fremder zum Gefängnißwächter und bar um Nachtquartier im Gefängniß. Dem Wunsche des Mannes wurde willfahrt. Als der Wachter später noch einmal nachsah, fand er seinen Gast gemüthlich eine Pfeife rauchend. Kurze Zeit nachher stand die Holzbude in Flammen, und man fand nur noch die vollständig unkenntlichen Ueberreste des Fremden. Den l ä n g st e n B a r t in Amerika sein eigen zu nennen, brüstet sich der Farmer Valentin Tapley in Pike County, Kas. Sein Kinnschmuck besitzt die stattliche Länge von elf Fuß. Wenn Tapley seinen Bart in voller Schönheit zeigen will, so holt er ihn aus der Weste, ' wo er ihn für gewöhnlich unterbringt, heraus und befestigt das äußerste Ende an einer Thürangel, um dann so , weit zurückzutreten, bis die Haare straff gezogen sind. Vier Monate eingeschneit. Nach einer Pause von vier Monaten ist dieser Tage in Lewiston, Mont., wieder der erste Güterzug eingetroffen. Es steht in der Geschichte des Eisenbahnwesens ohne Gleichen da, daß eine Stadt so lange vom Eisenbahnverkel)r abgeschnitten war. Ein Passagierzug passirte schon zwei Wochen zuvor, aber für Güterzüge konnten die Schneepflüge die Bahnaeleise

nicht genügend von Schneewehen rei-1 nigen. Edelsinnige S Schenkung. John D. Rockefeller hat dem John Hopkins-Hospital in Baltimore, Md., $500,000 geschenkt. Das Einkommen des Hospitals war durch den großen Brand, bei dem viele ihm gehörige Häuser, die nur niedrig versichert waren, eingeäschert wurden, stark beschnitten worden. Das Geld wurde von Rockefeller ausdrücklich für den Zweck geschenkt, daß das Einkommen wieder auf seine ursprüngliche Höhe gebracht werden soll, damit das Hospital nicht in die Lage kommt, Kranke wegen Mangels an genügenden Mitteln zurückweisen zu müssen. ' Q P f e r t o d e i n e s G r e i -s e s. Der 90 Jahre alte Samuel Mowery und der 80jährige William Drake wohnten unfern Washington, N. I., auf einer Farm zusammen. Letzthin waren sie auf dem Felde damit beschäftigt, das verdorbene Gras abzubrennen. Die Flammen wurden von einem heftigen Winde angefacht, und Drake, welcher das Gras angezündet hatte, bemerkte, daß seine Kleider brannten. Er strauchelte, fiel und rief um Hilfe. Mowery versuchte mit seiner Mütze und seinen bloßen Händen die Flammen zu ersticken, und als ihm dieses nicht gelang, rollte er , seinen Freund auf, dem Grase hin und her. In Folge der Anstrengung aber brach er besinnungslos zusammen. Man fand " später Mowery als Leiche und Drake schwer derbrannt auf. ' '

Vom Jnlande.

Das Fell des größten Grizzly - Bären' der je in Colorado erlegt worden ist, wird auf der St. Louiser Ausstellung zu sehen sein. Der Bär war eine lokale Berühmtheit in der Gegend von Delta, Col., wo er unter dem Namen Old Two Toes" bekannt war. Er hatte nämlich schon als Baby in einer Falle alle Krallen an einem seiner Füße bis auf zwei derloren. Er wog zur Zeit seines Todes 1200 Pfund und maß 14 Fuß von der Nasenspitze bis zum Ende des Schwanzstumpfes. Die Breite seines Kopfes war 22 Zoll. Beider Verhandlung einer Klage gegen einen Wirth in Sioux City, Ja.,- gab es eine nette Ueberraschung. Als Zeugen wurden zwei Studenten vom Morning Side College, eines Methodisten - Instituts, vorgeführt. Nach ihren Aussagen ist der , eine 25 und der andere 19 Jahre alt; sie hatten nie vorher geistige Getränke genossen, bis sie von der AntiSaloon - Liga am Wahltage in die Wirthschaften geschickt wurden, um Bier zu trinken und die Wirthe zu überführen. Für diesen Spitzeldienft erhielt jeder $2. Wieder ein Beispiel, zu welch' schändlichen Mitteln die Mucker greifen, um ihre lichtscheue Spionage in's Werk zu setzen. In den Landschulen diel e r Counties, so lautet ein Klagelied aus Iowa, herrscht Mangel an Lehrern, was sich noch nie vorher so fühlbar machte wie gegenwärtig. Selbst wo, in manchen Schuldistrikten anständige Saläre bezahlt werden, sind kaum Lehrer zu bekommen; zum größten Theil trägt aber der geringe Gehalt schuld, den 'man in den reichen Land distrikten dem Lehrerpersonal bezahlt, und so ist es kein Wunder, wenn sich die jungen Leute anderen Berufen zuwenden. .Im Erziehungswesen fällt den Lehrern der unteren Klassen die schwerste Arbeit zu; sie werden dafür schäbig belohnt, während den nichtsthuenden Professoren der höheren Klassen fürstliche Gehälter bezahlt werden. Eineeigen artigeDoppelrolle spielte unlängst Robert Malzahn, von Volkes Gnaden Friedensrichter in Good Thunder, Minn., der, wenn er nicht auf, der Richterbank sitzt, Spirituosen verzapft. Ein Nahrungsmittel - Inspektor nahm kürzlich aus Malzahn's Lokal eine Probe Blackberry Brandy mit, welche sich als derfälscht erwies. Darauf leitete er eine Klage ein, und Malzahn verhörte in seiner, amtlichen Eigentschaft als Richter den Fall gegen Malzahn, den Schnapswirth. Nachdem Malzahn, der Richter, kurzer Hand Malzahn, den Wirth,, schuldig befunden, erkannte er auf eine Strafe von Z25 und bezahlte dieselbe als Malzahn, der Wirth, aus seiner Tasche. Das Geld floß in bett Staatssäckel. Als ein tapferer Bursche hat sich John Gaffney, ein achtzehnjähriger Junge von Ebervale, Pa. bewiesen. Er sollte kürzlich von Jeddo aus der Office der Grubenbesitzer G. B. Markle & Co. $3000, den Lohn der Grubenarbeiter in Ebervale, bringen. Der Weg, den der Junge, der nur ein Bein hat, in Begleitung seiner Mutter zurücklegte, führt eine halbe Meile von der Trolley - Station über eine einsame Stelle und hier wurde er von fünf Männern überfallen. -Der junge Gaffney fürchtete sich jedoch nicht; er schoß zuerst den einen Räuber in's Bein, dann einen zweiten in den Arm, und als ihn mittlerweile die anderen Räuber überwältigt und ihm den Revolver entrissen hatten, kamen zufällig einige Grubenarbeiter des Weges, und die Räuber entflohen. I n e i n e r F a b r i k i n C a mden, N. I., war unlängst eines der dort angestellten Mädchen erkrankt und bald darauf wurde festgestellt, daß es von den Pocken befallen worden war. In Folge dessen wurde der SanitätsInspektor ljom Gesundheitsbureau abgeordert, sämmtliche in der Fabrik arbeitenden Mädchen 25 an der Zahl zu impfen. Als er nun in der Fabrik eintraf, wurden die Mädchen, die sich nicht impfen lassen wollten, von panischem Schrecken ergriffen und 20 derselben sprangen durch die Fenster und ergriffen die Flucht, während zwei andere sich in einem entlegenen Watercloset des Gebäudes versteckten. Der Inspektor erhäschte nur drei Mädchen,' die er trotz ihres schreienden Protestes impfte. Glücklicherweise ist keine der Fensterspringerinnen verletzt worden. Einen eigenartigen DiebsAlarm hatte sich Garrett C. Pierce in feinem Hause in East Orange, N. I., angelegt. Der Apparat war vollständig neu erdacht und der Erfinder hat bereits die Genugthuung, daß er sich gut bewährt. ' Pierce befestigte nämlich an - einer Ecke des Daches hinter der Traufe eine große Glocke und legte ein System von Drähten an, so daß diese Glocke ertönen mußte, wenn ein Unbefugter irgend eine Thüre oder ein Fenster des Hauses öffnete. Die Familie' war kürzlich ausgegangen als durch die Stille , der Abendluft die groß Glocke plötzlich ihre warnende Stimme erschallen ließ. Nachbarn, die um die Sache Bescheid wußten, eilten schleunigst herbei und sahen einen Mann in der Dunkelheit davonrennen, . den sie leider nicht mehr ergreifen konnten. Der Dieb hatte ein Küchenfenster aufgeriegelt, in die Höhe gehoben und dadurch selbst dasWarnungssignal ab gegeben. .

Mane Geistinger und der ver

liebte Statist. Eine Erinnerung aus der Jugendzeit von Peter Anzinger. Schon in meinen Knabeniahren haite i$ eine wahrhaft leidenschaftliche Begeisterung für die Bühne und ich hielt es für ein großes Glück, daß ich die Söhne des damals so beliebten Komikers am Schwaigerschen Volkstheater, Hermann Dor, zu meinen Freunden zählen konnte und durch deren Munifizenz dann "beim Schwaiger mitstatiren durfte. Wer war seliger als ich? Hier lernte ich auch Marie Geistinger kennen, die damals 13 Iahre alt war, wie ich, bei ihrer Schwester, der Frau des Komikers Preschl, lebte. Allein 's Deandl", wie sie allgemein genannt wurde, hatte keine große Aufmerksamkeit für uns Statisten", sie erhielt ja schon dramatischen Unterricht von ihrem Schwager und ihrer Frau Schwester. Eines Tages es war der 18. Juli 1850 (der 14. Geburtstag Mariens, wie sie mir später, als sie 1884 bei einem Gastspiel am Gärtnertheater hier in München weilte, selber bestätigte) erkrankte ihre Frau Schwester plötzlich und 's Deandl" das gegen ir ihre liergenoffen, schon eine grn entwickelte juge Dame" war, mußte die Rolle der Schwester übernehmen. Von da an blieb sie im Verband des SchwaigerschenVolkstheaters. . Nun begann eine allgemeine Schivärmerei für sie, besonders von uns Jungen war jeder beglückt, wenn er nur mit ihr auf der Scene stehen durfte. Einmal aber leuchtete mir ein ganz besonderer Stern. Es wurden die beiden Hafner von Marbach" gegeben. Den alten Hafner gab Karl Schneider, den jun gen der Volkssänger Braueis als Gast, Resl, die Geliebte des jungen Hafner, der in München gefangen saß, Fräulein Geistinger, den Schmied von Kochel der alte Fehr. Nach dem Akte, der die Bauernschlacht bei Sendling behandelte, wurde noch ein Tableau nach dem an der Sendlinger Kirche angebrachten Bilde gestellt. Im Zwischenakte kam auf einmal der alte Fehr (Schmied vonKochel) auf uns Buam" zu: Da kommt a mal her!" Dann stellte er sich neben mich und maß die Größe, drehte mich gegen das Licht und sah mir in's Gesicht. Wer is denn das? Da Peter? Du hast g'rad die. richtige Größ'. Komm mit mir! Er führte mich in die Garderobe. Zieh' amal die Joppen aus, was hast denn für a Hemd an? Nun das geht. Nun öffnete er 'den Schnallenriemen an der Lederhose, stopfte mich mit einem Kissen aus, schnallte mir seine Ledergurt'n um, zog mir seine weiße Perücke über den Kopf, schminkte mich und klebte mir seinen weißen Schnurrbart auf: dann betrachtete er mich: So, es geht; jetzt komm' mit! Auf der Bühne mußte ich mich hinlegen. Er richtete meine ganze Lage, gab mir in die Linke die weiß-blaue Fahne, in die Rechte den : Morgenstern" und sagte dann: So, Du bist jetzt , der todte Schmied von Kochel, mach' mir keine Schande; ich habe keine Zeit, ich muß fort". Die übrigen erschlagenen Bauern wurden , um mich herumgruppirt und der Vorhang ging auf; dann traten der alte Hafner" und 's Reserl" auf; beide knieten vor dem todten Schmied nieder, nahmen Abschied von den erschlagenen Bauern und beteten. Der alteHafner kniete links an meiner Seite, 's .Reserl mir zu Häupten. Dann neigte sich der alte Hafner und küßte den todten Schmied; drauf legte mir das Reserl die Hand auf den Kopf und auch sie neigte sich zum AbschiedLkuß. Als die Geistinger sich niederbeugte, fuhr ich ihr mit dem' Mund ntgegen und küßte sie. Da klopfte sie mich mit der flachen Hand sachte auf den Kopf und sagte leise: Wärt' Du Lump, Du fällst ja aus der Roll'n!" und betete dann andächtig weiter. Der Vorhang fiel. Aes wurde lebendig und auch ich entledigte mich der weißen Perücke und des Schnurrbartes. Da vernahm ich plötzlich die Stimme der Geistinger: Wo ist denn der. der den, todten Schmied gemacht hat?" Ich trat vor: I, Fräul'n Geistinger". Willst Du a Schauspieler wer'n?" Ja Fräulein Geistinger, i möcht schon a Schauspieler wer'n". Dann merk Dir vor allem, daß der Schauspieler net aus der Roll'n fall'n darf; wann er an Todt'n macht, dann muäß' er todt bleib'n". Ja, Fräulein Geistinger, wann oan' Sie a Bußl geb'n, na' rnuatz a Todter no' lebend! wer'n." So, Du werft amal da Recht! Maxl, hast'n g'hört? Der werd amal da Recht und sie erzählte Schwaiger diese frevelhafte" Rede. Dieser aber schmunzelte zu mir herürer und sagte: Ja, ja, er hat schor, recht!" Ich blieb meiner Geistiger, die dem Knaben, dem die ganzk Welt noch im Nebel lag, wie eine Lichtgestalt entgegentreten war, ein treuer Verehrer durch das ganze Leben und als sie im Oktober 1884 am Gärtnerplatztheater gastirte, brachte ich ihr die oben erzählte Episode in Erinnerung. Später habe ich ihr dann die Geschichte idealisirt und in Gedichtform als Gruß zum neuen Jahr 1885 zuaesandt. Sie nahm die Widmung mit hoher Freude, und herzlichem Dank entgegen und lud mich ein, sie einmal a ihrem Gute zu besuchen. Leider habe' ich d'er liebenswürdigen Einladüng -nicht Folge leisten können. -'

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