Indiana Tribüne, Volume 27, Number 213, Indianapolis, Marion County, 29 April 1904 — Page 4
Judiana Tribüne, S April IS.
Indiana Tribüne. HerauSgtgeden von der utevg Jndwnapolis, Ind.
garry O. Thudium t t Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE S9. h-ntered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. "PUBLIC POLICY". Unsere Gesetze sind für das öffentliche Wohl (public policy) gemacht. Füc das Land vom Congreß, in den Staaten von den Legislaturen. Manche der Gesetze dürften uns widerfinnig crfcheinen und auch wirklich überflüssig sein, aber selbst diese Gesetze sollten jedenfalls (kor reasons of public policy) dem öffentlichen Wohl dienen. Vom Volke besoldete und vereidigte Beamte haben die Pflicht für Durchfübrung dieser Gesetze zu wirken. Dies geschieht auch recht nachdrücklich so lange die Uebertreter der Gesetze nicht zu hoch im Parteirath oder auf derCampagnefondListe stehen. Werden die Beamten daran gemahnt, auch gegen, diese Leute ihre Pflicht zu thun dann heißt es, R Mi-rtit2 tiTit rnonr rtitsrrtcTi chen können es ist against public policy" . Ein Beispiel des Gesagten ist der als ungesetzlich erklärte Northern Secürrty" Merger. Trotzdem das BundesObergericht den Merger als eine Uebertretung des Sherman-Gesetzes erklärt hatte, machte Bundesanwalt Knox doch keine Anstalten, um die Gesetzesübertreter zur borgeschriebenen Strafe zu ziehen. Alle Mahnungen der Presse des Landes doch seine Pflicht zu thun, ließen Herrn Knox unerschüttert und blieben unbeantwortet. Als aoer oas yaus lyn ourcy efchlußantrag interpellirte, konnte Herr Knox nicht mehr ausweichen. Er antwortete, er gedenke deshalb Hill und Morgan, die Häupter des Merger, nicht zur Strafe zu ziehen, weil dies gegen "Public Policy" sein würde. Eine merkwürdige Antwort unseres höchsten Rechtsverwahrers. DasShermanGesetz. wurde ,ur Bekämvhina der Trusts mit Posaünengetöse auf ' Empfehlung des Präsidenten durch die Strafbestimmung verschärft. "For reasons of public policy." Dem Merger wurde unter dem Gesetz der Proceß gemacht "for public policy." Das Bundes-Obergericht fand daß der Merger das "kor public policy" geschaffene Gesetz verletzt habe. Criminelle Verfolgung der Schuldigen wäre nun Pflicht des Beamten Knox gewesen "kor public policy''. Wir erlauben uns Herrn Knox zu corrigiren, wenn er dem Abgeordneten hause auf die Interpellation antwortet er habe "kor reasons ok public poli. ff 4 Kam rtf S f ... A Xfl. rQdfdbrtft. HMy vvll uct -uciJiyuiiy ii iaiiipisa Übertreter abgesehen es war "private policy" Privat Politik der schlimmsten Art und ein Schlag gegen das öffentliche Wohl. uj... fr...u t.:n mt,sZF. icuici viuuuu wie ympuu keit der public policy".Phrase natürlich sofort und verweigerte auf Grund derselben Burke Cockran's Beschlußantrag, daß ein Häus-Comite ernannt werden möge, um die gegen ihn von Dalzell erhobenen Anklagen zu untersuchen, zur Abstimmung dringen zu lassen. Cockran ging von dem richtigen Standpunkte, daß Falls Dalzell beweisen könne er sei politisch käuflich, er ungeeignet sei im Rathe der Nation zu sitzen und dasselbe gelte von Dalzell, wenn er ein Mitglied des Abgeordnetenhausses maliciös verläumdet.hätte. Canon kratzte sich hinter die Ohren. Es war ein kitzlicher Fall. Eine Möglichkeit war vorhanden, daß Dalzell seine Be schuldigung beweisen könnte und dann wäre man den unbequemen Eoaran los. Wer leider würd? dann auch bewiesen sein, daß McKinley seine Wahl ge kauft hätte. Lieber keine Untersuchung it is against publics policy. Wenn in Monarchien ein hoher Staatsbeamter über fragwürdigeAmts Handtungen interpellirt wird, so ist ge wöhnlich die Phrase, daß die Staats interessen derartige Handlungen gebie ten. die herkömmliche Ausrede. Irtnn'miA in Reriubliken cteUtn. NftV .V......" " O" " wenn es sich um wichtige äußere An . .f. -Cli.. V..HaY4 rtStfv . 5TT? Fi peieHcllytucu 4UUU"' "rn -ump nahmen für Landesvertheidigung. Aber die Phrase für das öffentliche Wohl? darf keine Ausflucht dem Beam r.: V..- hm Wfcrt anvSvoflVtfi ftttS fta ICU IClll, VZl WUI lyi.vvu.4myu vi fragt wird, warum er die für das
öffentlicheWohl geschaffenen Gesetze nicht
durchführt Das Haus darf sich mit dieser Antwort des General - Anwalts nicht zufrieden geben, sonst giebt e3 dem General-Anwalt die Machtvollkommenheit, seine besten Gesetze nach Willkür wirkungslos zu machen. Der Präsident betonte in seiner letztjährigen Bötschaft ausdrücklich, daß das Sherman Anti-Trust-Gesetz zu lückenhaft sei und verlangte Verschärfung desselben. Man fügte dem Gesetz die Strafclausel bei. Der Senat passirte das Gesetz trstz der berüchtigten Rockefeller Depeschen, welche dringend eine Ablehnung der für die Trustmagnaten gefährlichen Bestimmnng forderte. Die öffentliche Meinung und Public Policy" bestimmten die Gesetzgeber das Gesetz, anzunehmen. Nun da etliche Trustmagnaten in den Maschen desselben gefangen wurden, hält der würdige Generalanwalt die Durchführung desselben unvereinbar mit Public Policy." Ist Knox, eine Crcatur des Präsidenten, so mächtig, daß er sich weigern darf, die von unsern Volksvertretern gemachten Gesetze mit einer hohlen Phrase bei Seite zu setzen? Kann er gänzlich nach Belieben Strafparagraphen hinfällig machen? , , Dann würde er als einfacher Verwaltungsbeamter despotische Macht besitzen und diese giebt ihm seine Stellung nicht. Der Congreß muß eine Erklärung fordern, warum die Durchführung eines für das öffentliche Wohl von ihm geschaffenen Gesetzes gegen das öffentliche Wohl verstoßen soll. Unter ankerordentlich zahlreicher Betheiligung von Künstlern, Schriftstellern,' Lehrern, ; sowie von Professoten fast aller deutschen Universitäten traf in Dresden der erste deutsche Congreß für Heimathschutz zusammen. Die Tagung bezweckte die Erhaltung der Naturdenkmäler, des deutschen Waldes, der deutschen Landwirthschaft u. s. w. gegenüber den nivellirenden Be ftrebungen der dem Nützlichkeitsprinzip oft in übertriebener Weise huldigenden Gegenwart. In dem zum Congreß ergangenen Aufruf hieß es u. A.: Seit der Begründung des neuen Deutschen Reiches find vaterländische Bestrebungen" . und ähnliche Schlag worte so sehr in Aller Munde, wie bis zu jenem Zeitabschnitt kaum jemals zuvor; aber die Heimath selbst, unser deutsches Land, darf ungescheut ent stellt werden. Dabei handelt es sich nicht mehr allein um Menschenwerk, sondern ebenso sehr um die brutalsten Eingriffe in das Leben und die Ge bilde der Natur. Heide und Anger, Moor und Wiese, Busch und Hecke verschwinden, wo irgend ihr Vorhan densein mit einem sogenannten ratio nellen Nutzungsprinzip in Widerstreit geräth. - - ' Man sollte nun meinen, die unge heure Verbreitung eines modischen Naturcultüs müsse im entschiedenen Ge gensatz zu der Nichtachtung idealer Ge fühlswerthe stehen. Leider aber ist dies doch nur in beschränktem Maße der Fall. Im Gegentheil, durch die so genannten Erschließungen" und sonstigen Zurüstungen, welche sich Thal, Wald und Berg, Fels und Wasserfall, Dörfer, Städte und Burgtrümmer ge fallen lassen müssen, durch Drahtseilbahnen, Hotelkasten, '.Walpurgishallen, Rübezahlburgen und zahllose andere schön sein sollende Geschmacklosigkeiten werden alle Ursprünglichkeit und wahre Schönheit zerpört. Manches zwar g schieht schon zur Besserung. Als Ansänge ftaatlitzer Fürsorge sind zu be grüßen: das vor Kurzem veröffenltichte Gesetz für Denkmalschutz in Hessen, in demlauch die landschaftliche Natur Be rücksichtigung findet; das preußische Gesetz gegen den Unfug des Reclame Wesens; ider Jsarthal-Verein in München usw., lauter Erscheinungen, die von erwachendem Verständniß für die Bedeutung dessen zeugen, was auf dem Spiele steht. Ader es fehlt an einem Zusammenschluß. Diesem soll die ge genwärtige Tagung dienen. Schlukfeier des Jndiana Dental College". Heute Abend findet im English Op ern Hause die jährliche Schlußfeier des Jndiana Dental College" statt. Für dieselbe ist ein interessantes Prygramm aufgestellt worden. Die Hauptan spräche wird E. L. Kelly von Richmond, Präsident des Earlham College, halten. John Wever's Wirthschaft. No. 764 West North Str.
Ans den Gerichtshöfen.'
Das Superio r-G e r i ch t wird sich mit den BrauereiFällen beschäftigen. Im Polizeigericht hatten gestern die Vertreter der hiesigen Brauereien und der auswärtigen Brauerei-Gesellschaf-en zu erscheinen, um sich gegen die Anklage, die neue Brauerei-Ordinanz derletzt zu haben, zu verantworten. Einem Uebereinkommen gemäß, bekannten sie sich nicht schuldig; das Gericht fand sie schuldig, worauf ein Jeder von ihnen zur Zahlung von $5 und Kosten verdonnert wurde. Sie appcllirten hierauf sammt und sonders an das Supe riorgericht. Dasselbe soll entscheiden, ob die neue städtische Ordinanz, kraft welcher die Brauerei-Gefellschaften eine jährliche Steuer von $1000 zu bezah len haben, rechtsgültig ist oder nicht. Der W e st p h a l - F a l l. , Im Kreisgericht wurde gestern mit den Verhandlungen in dem Falle der Harriet Westphal , gegen Joseph A. Wait u. A. fortgefahren. Dieselben waren unterbrochen worden, weil einer der Geschworenen erkrankt war. Die Klägerin verlangt bekanntlich, daß das Testament ihres vor Jahren verstorbenen Vaters für ungültig erklärt werde. Sie behauptet, daß derselbe geistesgestört war und u. A. an der fixen Idee litt, daß auf seiner Farm ein Schatz vergraben war. Ein Liebespaar verurtheilt. Harry Barnett bekannte sich gestern im Criminalgericht des Diedstahls schuldig. Er hatte aus dem Boudoir. der Lucinda Wilkinson, No. 303 West Market Str., eine Bettdecke, ein Paar Gardinen und mehrere Flaschen Parfum gestohlen zu haben. Die Sachen hatte er sodann 'seiner Herzallerliebsten Emma Floyd geschenkt. Sie war ebenfalls in Anklagezustand wegen Hehlerei versetzt und bekannte sich gleichfalls sckuldia. Beide baben ie 6 Monate im Arbeitshause abzusitzen. Es lag .noch . eine zweite Anklage gegen das Liebes paar vor. Harry hatte nämlich sechs Forsetts gestohlen und sie ebenfalls seiner Braut geschenkt. Dieser Fall wurde vomRichter unter Berathung ce nommen . , , i . .: .' Die Behörde für öffent. II i ch e Werke siegreich. Vor einigen Tagen erschienen vor der Behörde für öffentliche Werke, mit Richter L. M. Harvey als Wortführer an der Spitze, zahlreiche .Grundbesitzer längs des geplanten WafhingidflBoulevurds von 32. bis 51. Straße, um gegen die von der Behörde vollzo gene Gutheißung des Grundplanes der der A. V. Brown'schen East Meridian Hightö' Addition zu protestiren. Dieselbe ist zwischen Pennsylvania Straße und Central Avenue, nördlich von der 46. Straße, belegen, umfaßt 40 Acker, doch correspondirt ihr Straßenplan ganz und gar nicht mit dem städtischen Straßensystem, und würde der Boulevard deshalb nicht, wie geplant, durchgeführt werden können. . , Die Behörde machte hierauf die Gutheißung des Grundplans rückgängig. Später aber bemächtigte sich' ihrer Zweifel, ob sie zu einem solchen Schritt berechtigt war und sie brachte die Angelegenheit vor das Gericht. Gestern wurde dieselbe vor Richter C arter in einer gütlichen Weise erledigt, indem Brown sich bereit erklärte, den GrundPlan seines LandcomplexeS derart zu ändern, so daß derselbe mit dem städtischen Stratzensystem correspondirt und der Boulevard durchgeführt werden kann. Der Moses Fowler Chase Fall. In dem Fall des Moses Fowler Chase, des irrsinnigen Millionärs, welcher zur Zeit im Staats-Obergericht in Schwebe ist, reichte Fred. S. Chase, der Vater und Vormund des Unglücklichen jungen Mannes einen Einwand ein, in welchem er den Anwälten Kumler, Gaylor und Wm. A. Ketcham das Recht abstreitet, für seinen Sohn zu erscheinen, da derselbe in seiner geistigen Unzurechnungsfähigkeit , nicht im Stande war, sie zu engagiren. Kreisrichter Rapp von Benton County hatte bereits erklärt, daß er die Anwälte nicht anerkennen würde. John Achert v e r u r t h e i l t. John Achert, welcher vor einigen Tagen von den Großgeschworenen im Criminalgericht der Verführung der 16-jährigen Jessie Holding schuldig befunden wurde, wurde gestern zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt.
Zum Administrator er!
nannt. Die Union Trust Co. ist gestern zum Verwalter des Nachlasses von George Brooksmith, welcher am Mittwoch einer Operation erlag, ernannt worden. Der Verblichene, welcher seit vielen Jahren im New York Store angestellt war. soll ein beträchtliches Vermögen hinterlassen haben. Vor zwei Jahren hatte er bei einer Wahl durch Wetten $20,000 gewonnen. Keine E i n i g u n g e r z i e l t. Richter Carter's Geschworene, vor welchen über die von Alonzo Haugh gegen die Straßenbahn - Gesellschaft eingereiche Schadenersatzklage verhandelt wurde, erklärten nach 24-ftündiger Berathung, daß sie sich nicht einigen konnten. , Sie mußte hierauf entlassen werden. Ein Vergleich in Aus ficht. Vor Richter Carter sollte gestern über das Gesuch der Knight & Jllison Co., einen Massenverwalter für die Home Heating & Lighting Co. zu ernennen, verhandelt werden; der Fall wurde jedoch auf morgen verschoben. da Aussichten vorhanden sind, daß eine Einigung zwischen den beiden Parteien erzielt werden wird. Neuer Prozeß bewilligt. Dem George Avcny, welcher die Nordyke & Marmon Co. auf Scha denersatz verklagt hatte wegen Verletzungen, welche er in deren Fabrik erlitten. , wurde gestern vom Appellationsgericht ein neuer Prozeß bewilligt. Die Geschworenen , im Superiorgericht hatten zu Gunsten der Firma entschie den, worauf Aveny appellirte. Das Appellationsgericht stieß den Wahrspruch um, indem es erklärte, daß die Arbeiter über die Gefahren, welche sie eventuell in der Fabrik ausgesetzt sind, instruirt sein müssen. Unterstützung verlangt. Anna Foxlom verklagte ihren Gatten Benjamin, welcher vor 2 Jahren seine Familie verlassen hatte, üuf Unterftützung. Ein roher Conducteur. Harry Busking, Superintendent der Sinker-Davis Co., hat die Straßen bahngesellschaft auf $5,000 Schaden ersatz verklagt. - Wie er sagt, wurde er am 19. März d. I. von einem Conducteur in brutaler Weise behandelt und schließlich sogar von der Car gestoßen. Kein bedeutender Nachlaß. Wm. W. Borcherding. Verwalter des Nachlasses vott Fred. W. Borcherding, reichte gestern dem Probatrichter seinen Bericht ein. Wie er erklärt, hat die Pennsylvania Bahngesellschaft, welche angeblich für den Tod des Verstorbenen verantwortlich fein sollte, ihm $10 bezahlt; $3 davon erhielt der Anwalt. I m P o l i z e i g e r i ch t wurden John Wilhelm, Harry Stamborn und Walter Jefferson an die Grokaesckworenen überwiesen. Der Letztere soll H. S. Harlan von 612 N. New Jersey Straße um $20 bestohlen haben. Wilhelm ist schon unzählige Male mit der Polizei in Conflict gera then ; er hatte von dem Wagen eines Gemüsehändlers Radieschen gestohlen ; Stamborn hatte im Blancherne Apartement Hause einen Diebstahl begangen. Seine Verhaftung war am Mittwoch in dem Augenblick erfolgt, als er die Schwelle des Arbeitshaufes, in welchem er einen Termin von 10 Tagen abgedient hatte, überschritt. Der Fall des wegen Verkaufs min derwerthiger Milch verhafteten Milch. Händler Ernest G. Hoover von 30. Str. und Broadway wurde auf den 4. Mai verschoben. Lena Webber von 1113 McClure Str., welche vor mehreren Tagen im Star Store abgefaßt wurde, als sie ein Stück Calico und andere Sachen escamotirt hatte, wurde zu 30 Tagen Gefängniß und einer Geldstrafe von $1 und Kosten verurtheilt. Die Frau behauptet zwar, durch Noth zum Diebstahl getrieben zu sein, um ihre Kinder zu unterstützen, da ihr Mann seine Familie im Stich gelassen- hat. Die Polizei hält jedoch nicht viel von ihr, da sie schon früher wegen Ladendiebstahls verhaftet wurde. . Hl Bauerlaubnißschein e. H. L. Weaver, 2-stöck. Geschäfts-Haus, Capitol Ave., nahe 34. Str., $6,000. Fred Topp, Wohnhaus, 3150 Kenwood Ave., $2.000. Mary Morse, Holzgebäude, 25. Str., nahe Broadway, $1.600. C. F. Butler, Cottage, 2925 Oft 10. Str., $1.000.
Parsifal."
Bon Dmnrofch und seinen Künstlern Unter Mitwirkung des Musik' Vereins Mufikattsch unv inhaltlich erläutert. Viele Musikfreunde wohnten gestern dem unter Leitung von Herrn Walter Damrosch gegebenen Parcifal Abend in der Tomlinson Halle bei. Die Elite unserer amerikanischen Mitbürger hatte die Logen gefüllt. Unfer Deutschthum war zahlreich vertreten, aber das allgemeine amerikanische Publikum fehlte. . Es war ein interessanter und genußreicher Abend für jeden Musikfreund. Herr Damrosch verstand es, durch lebendige Erläuterung der Handlung vor Wiedergabe der überwältigenden Musik da? Publikum für das Innerliche des Meisterwerkes zu interefstren und zu erwärmen. Das Vorspiel wurde von dem New Yorker Symphonie - Orchester trefflich wiedergegeben trotzdem kargte das Publikum mit seinem Applaus. Erst als die Musik die mächtigen Accorde die das Herrannahen der Graalsritter verkündeten, intonirte und der Männerchor des Mufik-Vereins mit dem in seiner Feierlichkeit ergreifenden Chor einfiel, erkannte das Publikum, daß ihm etwas außergewöhnliches geboten wurde. Der Eindruck erreichke seinen HöhePunkt als anknüpfend an die ehernen Glockentöne die süßen Stimmen der Solistinnen Damen Harmon Force, Cutter-Savage, Wheeler, Crawford, Bloomfield und Kennedy den Knabenchor vertretend einfielen, , , Die Klage Amfortas von Herrn Archibault vorzüglich gesungen und die göttliche Offenbarung schlössen die Tonbilder aus dem ersten Akt und jetzt bezeugte auch der rauschende Beifall die Anerkennung des Publikums. Selbst mit den trefflichen Erläuterungen des Herrn Damrosch als Hilfe gehört die Musik eines Wagner und eine rege Phantasie dazu, inmitten der dlaurothweißen Fahnen. Dekorationen, die noch von der Staats-Convention den Saal schmückten, in echte PasifalStimmung zu kommen ohne eindrucksvolle Dekorationen, ohne Beleuchtungseffekte. Meister Damrosch erreichte, was wohl nur wenigen gelingen würde durch die Kunst seines Vortrages die besonders bei der Wiedergabe der Szene in Klingdorr Zaubergarten auf die Phantaste einwirkte. Der Chor der Blumenmädchen wurde von den vorerwähnten Sängerinnen vortrefflich gesungen; auch das kosende, verführerische Liebeslied der Kundry, welches Frl. Norman'Force sang, war gut. Daniel Beddoc, der den Theil des Parsifal sang, brachte denselben vortrefflich zu Gehör. Im dritten Act gab die CharfreitagMelodie bon Wilhelmy für . Violine arrangirt. einen ungetrübten Genuß durch das virtuose Geigenspiel des Herrn David Mannes. Herr Mannes erhielt als er geendet eine förmliche Ovation. Er wurde viermal herausgerufen. Mit den mächtigen Schlußtönen Parsifal's Triumph verkündend kam der genußreiche Abend zum Schluß. Auf dem Wege der Besserung, T. L. Harmon von Elwood, ein Delegat zur republikanischen Convention, weicherm seinem Zimmer im Princeton Hotel das Gas ausgeblasen" hatte und nahezu erstickt war, befindet sich im Stadt - Hospital auf dem Wege der Besserung. Polizeiüches. Ein Ritter vom Stemmeisen erbeutete aus dem Laden des Juweliers H. A. Wynne. Nö. 3706 Ost 25. Str., eine werthvolle goldene Uhr. Aus dem Etablissement des R. A. Miller im Occidental-Gebäude erbeuteten Diebe eine Anzahl Strümpfe und Taschentücher. ' Der Wir t h William Shelby von No. 16 N Delaware Str. wurde letzte Nacht unter der Anklage der Trunkenheit und des Bedrohens mit Waffen verhaftet. Er hatte mit seinem Revolver in verdächtiger Weise umhergefuStelt. '
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