Indiana Tribüne, Volume 27, Number 212, Indianapolis, Marion County, 28 April 1904 — Page 5

Jndiana Tribune, 28. April 1904.

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Der Herr Sekretär. Humoristische Skizze vcn Franz KurzElsheim. ßllinor Brüning saß am Klavier und spielte in beschleunigtem Tempo die einleitende Begleitung des Schubert'schen Liedes: Von der Straße her ein Posthorn klinLt," Aber sie fing, nicht an zu singen. Immer wieder tönten die unternehmenden Fanfaren unter ihren Fingern hervor, bis die Thür vom Nebenzimmer aufflog und Mieze, die Backfisch - Schwester, hereinrannte: Lore, hör' auf, um Gottes willen! Oder fang' an!' Zu singen nämlich! Was klebst Du denn fortwäh -rend an dem Vorspielgetute fest?" Getute!" wiederholte entrüstet Ellinor. Du hast eben keinen Begriff von der Poesie des Posthorns, jonst würdest Du diese reizenden Signale ebenfalls schön finden." ' ' Mieze satz einen Augenblick ungläubig, dann unglaublich markant die Schwester an; so markant, wie es nur ein Backfisch fertig bekommt. Ja, ja!" sagte sie dann. Dhiringen is 'n sähr scheenes Ländchen chacha!" . Dies kam so drollig sächsisch gesungen heraus, daß Ellinor lachen mußte. . Du bist ein unausstehlicher Kobold!" rief sie. Mach', daß Du rauskommst und störe mich nicht weiter." Mieze verschwand und Lore begann ihr Lied von Neuem. Diesmal setzte 'sie mit ihrer frischen, weichen Stimme zur rechten Zeit ein und sang: Von der Straße her ein Posthorn klingt was hat es, daß es so hoch aufspringt, mein Herz?" Aber ihre Gedanken waren nicht bei dem Liede, sondern wirklich in Thuringen, wo sie in diesem Sommer einige Wochen zugebracht hatte. Ach, die unvergeßliche Zeit in dem kleinen entlegenen Luftkurort, wo noch keine Eisenbahn hinführte, fondern wo man thatsächlich wie im vorigen Jahrhundert noch mit einer gelben Postkutsche hinfahren mußte! Lore sah in Gedanken ganz deutlich das kleine, weinumsponnen Haus vor sich, wo die Tante Quartier mit ihr genommen und von wo aus man so bequem die Posthalterei gegenüber beobachten konnte. Es war nicht immer interessant, hinüber zu sehen, denn meistens entstiegen gleichgiltige Touristen dem breiten Wagen, unmoderne Leute mit Stab und Rucksack, die abseits von den D.Zügen , und von der überfüllten Heerstraße wandern wollten. Aber einmal, in der letzten- Woche ihres Aufenthaltes, da war einer ge- , kommen. ' einer ach! . t Jung und schlank und elegant -falz er aus. -Unö?MMr?on. dem PostHalter mit tiefen Bücklingen und von den übrigen Beamten mit strammer Diensthaltung empfangen worden. .... Die Tante, die immer Alles wußte, meinte, das fei jedenfalls ein höherer, auf einer Jnspectionsreise begriffener Beamter. - Lore fand, er sähe noch so jung aus, er könne doch noch kein höherer Beamter" sein; aber nachdem ihr die Tante das Drum und Dran der postalischen Carriere auseinander gesetzt, gab sie sich zufrieden. Eleonore Brüning war gewiß keine Kokette der Papa Kanzleirath hätte das seinen Töchtern gründlich ausgetrieben aber ganz zufällig geschah es doch nicht, daß sie an diesem Nachmittag ganz allein auf die hohe Lehne" hinaufstieg, wo man" selbstverständlich gewesen sein mußte, wenn man auch nur auf einen Tag in T. war. Da saß sie nun, ein Buch in der Hand, unter der großen Eiche am Kreuzweg; und da kam auch schon, den Hut in der Hand und vergnügt vor sich hinsummend, der fremde Herr herauf. Wie reizend, daß hier die junge

Dame saß, die er mit Falkenblick schon. heut Vormittag gesehen hatte, drüben in em kleinen Vorgarten der grünen Villa". Der Herr Sekretär dachte an die Gepflogenheiten seines schönen Studentenjahres in Jena zurück und blieb mit einem bewundernden Lächeln vor Lore stehen. Verzeihen Sie, können Sie mir vielleicht sagen, wie ich hier zur hohen Lehne" komme?" ' Dunkel errathend und aus Aerger darüber kürzer antwortend, als sie beabsichtigte, sagte Lore: Dies hier ist die hohe Lehne." Wundervolle., blauschwarze Augen!" dachte der Fremd. Und ist hier kein Aussichtspunkt?" fragte er laut gleich darauf kühner hinzusetzend: Ich meine, noch ein anderer Aussichtspunkt!" Wobei dann seine lu.stigen Augen so sprechend auf Lores Gesichtchen ruhten, daß diese aus dem Erröthen gar nicht mehr herauskam. Ja dort drüben Sie sehen den kleinen Tempel von hier aus, dort sieht man das ganze Thal." Vielen Dank! Und auf Wiedersehen Wie dreist!" dachte Lore. Für wen hält er mich denn? Aber ich werde ihn enttäuschen! Jetzt bleibe ich gerade nicht sitzen!" - Wahrhaftig, sie stand auf und ging weg; aber sie ging sehr langsam und ganz zufällig hatte sie ihr feines Batisttüchlein auf der Bank liegen lasseit. Was war natürlicher, als daß, der Herr Sekretär sie nach einem Viertel-

si'indchen einholte und" ' ihr mit den Üblichen, passenden Worten ihr Eigenthum wieder übergab! Und was war ferner natürlicher, als daß er sich nun vorstellte Werner hieß er, Eberhard Werner und daß er Lore bis vor die qrüne Villa begleitete! Ach ja! Und dann blieb er drei Stunden bei ihnen! ; .'" Ein schwerer Seufzer kam von Lores Lippen, die iu Kanzleiraths guter Stube vor dem Klavier saß und schon wieder aufgehört hatte, zu singen. , Mieze steckte wieder den Kopf zur Thür herein und rief: Du, Lore, Eberhard ift eigentlich ein recht häßlicher Name, findest Du nicht?" Nein, ich finde ihn schön; aber wie kommst Du darauf?" Ja, das möchtest Du wohl wissen? Rathe mal!" Aber Lore mochte nicht rathen. Seitdem sie Mieze in einer schwachen Stunde anvertraut, daß und wie sie in Thüringen ihr Herz verloren, neckte der kleine Racker sie beständig. Auch jetzt sagte sie wieder mit einem ernsthaften Gesicht: Ich kenne nämlich einen Herrn

Eberhard, der imr sehr gut gefallt. So? Wo hast Du denn den kennen gelernt?" Auf der Post." Lore fuhr so heftig von ihrem Sitz empor, daß die Noten vom Klavier herunterflogen und der Sessel mit Donnergepolier umfiel. Auf der Post? Was heißt das? Wie kommst Du auf die Post?" Na, erlaube mal, theure Schwester, unsereiner' kann doch auch einmal Marken kaufen!" Marken kaufen? Das betrifft den Schalterdienst, damit hat doch ein Sekretär nichts zu. thun!" . Erstens stimmt das nicht so ohne Weiteres. Und dann habe ich meinen Herrn Eberhard auch gar nicht am Schalter kennen gelernt, sondern er stand, hinter mir und gab eine Depesche auf -v" : - Aber Mieze, wieso wußtest Du denn " - So laß mich doch ausreden! Ich kaufte' also Marken, für baare fünfzig Pfennig grüne, denn W. Ansichtspostkarten an meine Freundinnen ruiniren mich allmählich., Nun, habe .ich doch einen ganz anständigen, rothblonden Zopf genau Deine Haarfarbe. Da höreich hinter .mir Jemand sagen: Siehst Du, genau dieses selbe Haar hatte sie! Kennst. Du die Kleine?" Na, ich drehe mich natürlich um Herrje, verschling' mich nicht! Immer kann man sich doch nicht passend benehmen! Ich dreh' mich, also um und erblicke hinter mir den Dr. Weiße und neben hm ' einen entzückenden jungen Herrn ent-zü-ckend, sage ich Dir!" Und Mieze dreht die Augen schmachtend zur Decke empor. Weiter!" stieß Lore ganz tonlos heraus. Dr. Weiße also lacht mich ganz familiär an, grüßt und geht neben mir zur Straße hinaus; der fremde . Herr natürlich mit. Draußen sagt der Doctör: Gestatten Sie, Fräulein Brüning (sonst nennt mich der Mensch immer nur Mieze), daß ich Ihnen meinen Freund, den Herrn Oberpostrath ich wollte sagen Herrn Sekretär Werner vorstelle. Denken Sie nur, ein neuer ganzer für diesen Minier! Denn er hat sich hierher versetzen lassen." Ich gehe noch nicht nus!" sag' ich ganz spitz. . O, wirklich nicht? Wie schade! Aber Ihr Fräulein Schwester geht doch aus wissen Sie vielleicht, ob sie heute Gesangsstunde hat?" Mieze!" schrie Lore hellauf, Du hast doch nicht etwa Ja gesagt? Dieser Dr. Weiße steigt mir schon seit vier Wochen jeden Mittwoch nach, wenn ich in die Stunde gehe." Natürlich hab' ich Ja gesagt, ich werde doch nicht lügen!" sagte Mieze entrüstet. Damit Du's aber nur weißt, aus Dir macht sich der Doctor gar nichts." So? Nun, das ist mir lieb." Unsinn, lieb, ist Dir's nicht, höchstens wurscht!" rief der unbotmäßige Backsisch. Jetzt steh' Du mir aber mal Rede; erstens: wieso wunderst Du Dich gar nicht, daß Dein Herr Werner plötzlich hier in X. auftaucht?" O," machte Lore erhaben, weil er das schon an jenem Nachmittag sagte, daß er sich vielleicht hierher versetzen lassen würde; er hat einen einflußreichen Onkel " Das ist brav von ihm,"' versetzte Mieze trocken. Aber beantworte mir noch meine zweite Frage: Wen, glaubst Du wohl, liebt der Dr. Weiße?" Wie soll ich das wissen? Mir ist er jedenfalls immer nachgestiegen " Nee, da irrst Du Dich! Sondern nebenan bei Deiner Gesanglehrerin ist seine Stammkneipe!" triumphirte Mieze. Und mich spricht er immer an, wo er mich trifft, und mir hat er gesagt, daß er erst in vier Jahren heirathen wolle, wenn seine Praxis größer ist und wenn ichzwanzig Jahre alt bin! Denn unter?Zwanzig, meint er, dürfte ein Mädchen" nicht heirathen. Und dann hat er . mir heute beim Abschied zugeflüstert, daß ich süß sei." Wie furchtbar 'unpassend!" sagte Lore. ' ,-.. . Ach, sieh mal an!" machte Mieze. Im nächsten Augenblick öffnete sie die Thür zum Corridor - Du, es klingelt!" rief sie mit Sten-

torstimme. Patz mal auf ra tatet, ra tata, ratata, ratata " Und sie legte beide Hände vor den Mund und imitirte, so laut sie konnte, ein helles Postsignäl. Lore sank halb ohnmächtig in einen Stuhl zurück. Draußen hatte das Mädchen die Thür geöffnet, und der Besucher mußte das Geblase gehört haden. Der Herr Kanzleirath ist nicht zu Hause," sagte das Mädchen. Das schadet nichts wir sind da!" saatc die sckrecklickie Mieze, indem sie heraustrat. Ah, Sie sind's, Herr Werner! Da wird ja meine Schwester furchtbar überrascht sein! Bitte, treten Sie doch näher! Ich will bloß einmal nachsehen, ob nicht doch der Papa zu Hause ist " Lachend schlüpfte sie vorbei und überließ die beiden momentan ein wenig verlegenen Liebesleute sich selbst. Als sie zehn Minuten später wieder in die gute Stube trat, fand sie Eleonore in den Armen ihres Eberhard. Lore!" rief Mieze würdevoll wie furchtbar unpassend!" Aber das Brautpaar war anderer Meinung. Der Handel zwischen den Ver. Staaten und Japan wird von der statistischen Abtheilung des Handelsmi-

nistermms m Washington so zusammengestellt. Er hat in den letzten Jahren rascher zugenommen, als der Handelsverkehr des Jnselreiches mit anderen Ländern. Im Jahre 1881 bildete die Einfuhr aus den Ver.' Staaten in Japan nur 6 Prozent der Gesammteinfuhr, 1902 nahezu 18 Prozent; 1902 repräsentirte der, Gesammtezport Japans ben Werth von 258,303,065 Yen (ein Yen ist gleich 51 Cents), wovon etwas mehr als 80.000,000 Yen nach den Ver. Staaten gingen, etwa 26 Millionen nach Hongkong, 47 Millionen nach China, etwas mehr als 27 Millionen nach Frankreich, und 17,300,000 nach England. Von dem Export nach den Ver. Staaten waren fast 47 Millionen Yen Rohseide, neun Millionen Seidenfabrikate, 6.300,000 Yen . Matten, der Rest Reis, Chemikalien, Bambuswaaren. Die japanische Ausfuhr von Rohseide bildete im letzten Jahrzehnt oen hauptsächlichsten Handelsartikel; der Export derselben hat seit 1893 um das Vierfache zugenommen. Thatsächlich kaufen die Ver. Staaten nahezu das gesammte Rohseide - Produkt Japans. Die Ausfuhr aus den Ver. Staaten nach Japan betrug im Jahre 1892 etwas mehr als Z3.000.000, im Jahre 1902 war derWerth dieser Ausfuhr auf etwas mehr als 21 Millionen Dollar gestiegen. Die Hälfte dieser' Ausfuhr war 1 Rohbaumwolle, - die zweite Stelle nahm' Petroleum ein mit etwas mehr als fünf Millionen Dok lars. Diese zwei Artikel bilden etwa dreiviertel unserer Gesammtausfuhr nach Japan. Letzteres verkauft an die Ver. . Staaten doppelt so viel, wie wir an Japan; denn in Yen berechnet, betrug unsere Ausfuhr nach Japan für das Jahr 1902 nur 41,450,000, gegen 80.232,805 Einfuhr aus Japan. - Eine Spiel affäre, b ei der es sich um mehrere hunderttausend Kronen handelt, bildete dieser Tage in Budapest das ' allgemeine Gesprächsthema. Vor einiger Zeit traf in einem kleinen Club der ungarischen Hauptstadt der Abgeordnete Georg Sacellary mit Joka Dungyersky, dem Angehörigen einer sehr reichen Familie, zusammen. Die Herren machten ein Spiel, das den ganzen Tag in Anspruch nahm. Das Fazit war für Dungyersky nicht sehr günstig, ' der Volksvertreter gewann ihm 180,000 Kronen ab. Dungyersky bezahlte, bis auf den letzten Heller.' Natürlich bot Herr Sacellary seinem Partner am nächsten Tage Revanche. Wieder spielten sie den ganzen Tag; diesmal hatte Dungyersky mehr Glück". Er verlor nur" 120.000 Kronen. Aber er blieb sie schuldig, auf Ehrenwort. Das Wort wurde jedoch nicht eingelöst. Die Familie. Dungyersky, verweigerte die Zahlung mit der Motivirung, Joka Dungyersky sei nicht ganz zurechnungsfähig, er könne daher auch keine Schulden kontrahiren. Als Beweis für diese Behauptung wurde Herr Joka Dungyersky einer Heilanstalt übergeben. Mit dieser Lösung der Angelegenheit zeigte sich aber der Gewinner nicht zufrieden. Zwischen Herrn Sacellary und der Familie Dungyersky wurden Verhandlungen eingeleitet. Man kam überein, die Angnlegenheit einem von beiden Parteien ernannten Schiedsgerichte vorzulegen. Das Schiedsgericht trat zusammen, es kam aler zu keiner Entscheidung. Die Vertreter der Familie Dungyersky produzirten nämlich ' ein ärztliches Attest, daß Herr Joka sich thatsächlich in einer Nervenheilanstalt befinde. Auf Grund dieses Zeugnisses erklärten die Mit glieder, sich in keine Verhandlung über die Schuldverpflichtung einlassen zu können. Und so wird sich Herr Sacellary wahrscheinlich mit den gewönnenen 180,000 Kronen begnügen müssen. ' E r h a t recht. Junge, ich habe gehört, Du treibst Dich immer auf Maskenbällen herum?" Aber Onkel, Du sagst doch immer, ich solle mich mehr den Anderen anschließen." Na, deswegen brauchst Du aber doch nicht Redouten " Ja, Onkel, die Anderen sind eben immer doril" Die beste 5 Cent Cigarre ;in der Stadt, Mucho's Longfellow".

8523,000 für den MilitärPosten bewilligt. . Den gestern aus Washington eingelaufenen Nachrichten zufolge, hat der

Congreß in letzter Stunde für den Militärposten, welcher in nächster Nachbarschaft von Indianapolis errichtet werden wird $523,000 ausgesetzt. .Diese enorme Summe wird vom 1. Juli d. I. bis 1. Juli 1905 für Ni-vellirungs-und Drainirungsarbeiten, Herstellung von Wegen :c. ausgegeben werden. Im Ganzen wird die Etablirung des Postens, einschließlich der Gebäude, über 31,000,000 kosten. Neue Jncorporationeu. Farmers' Loan & Security Co.", Bloomington, Capital $10,000; Direc toten: Henry A. Lee. George D. Ghoniton, John H. Huntington. W. P. Stephens, John Huntington. Personal-Notiz:n. Frau W m. Vogel, die liebenswürdige Gattin des jovialen Verwal ters der Südseite Turnhalle, empfing gestern anläßlich ihres Geburtstages viele Gratulationen. Kleine Stadtnachrichten. I Lieutenant-Colonel JameZ. E. Macs lin, welcher mehrere Jahre dem hiesigen Bundes - Recrutirungs Bureau vorstand, ist nach Alaska versetzt worden. C a p t. Peter Zinn, welcher früher der Behörde der Regenten für das Kriegerdenkmal angehörte, und in den Kreisen der G. V. R. des Staates eine hervorragende Rolle spielte, wird heute in Begleitung seiner Gattin Jndianapolis verlassen und sich nach Seattle begeben, woselbst sein Sohn ansässig ist.. Sie werden sich dort dauernd niederlassen. 5 dj n i 6 e L

Hllcrlci Interessantes aus allerlei Ge- - v ; biet-Für Jeden rtwas. ; i " .: ; . ' ' D e r F r a n z o s e verzehrt im Fahre durchschnittlich 428 Pfund Brot. . Nach England kommen aus anderen Ländern jährlich Eier im Werthe von, etwa $30,000,000. Kriegsschiffe befinden sich zur Zeit in Deutschland 16 im Bau, mit einem Gehalt von 75,770 Tonnen. ' ' F a st jede j a p an i s ch e Schule veranstaltet alljährlich im Herbste für ihre Zöglinge eine Kaninchenjagd. F i s ch n e tz e im Werthe von $30, 000 wurden vor Kurzem in Japan für Fischer in Alaska angefertigt und dorthin versandt. ' Das Gesammt-Einkom-men der amerikanischen Farmer bezifferte sich im Vorjahre auf etwa tz5.500.000.000. . Elektrizität verdrängt die Inanspruchnahme hydraulischer Kräfte schnell im kontinentalen Europa und langsam in Großbritannien. Die. Wiedereinführung der Baumwollkultur bildet den Gegenstand ernstlicher Erwägungen in Georgetown, Britisch-Guiana. Auf d e n g r o ß e n S e e n Nordamerikas wurden im letzten Jahre 64 neue Frachtschiffe mit 4,750.000 Tonnengehalt in den Dienst gestellt. .Die Zahl der Frauen in Schottland überwiegt die der Manner um 124,593, in einer Gesammtbevölkerung von 4,472.103. Von. den schottischen Frauen sind mehr als 44 Prozent in Geschäften und anderen Arbeiten thätig. Ausgeräucherter Räub e r. Robert Fay, einer der gefährlichsten Diebe im Lande, wurde jüngst bei Morado, Pa., gefangen. Er hatte sich in einer Hütte versteckt und ergab sich erst, nachdem die Beamten dieselbe in Brand gesteckt hatten. Fay war der Anführer einer Bande, welche in der letzten Zeit viele Geldschränke in Pennsylvanien, West-Virginien und Ohio sprengte. Fünf Mitglieder der Bande waren bereits wenige Tage vorher .ein-, aefangen. worden. Schreckliche Aufklärung. Vor etwa fünf Jahren verschwand der Sohn einer in St. Goar, Rheinprovinz, wohnenden Familie, der als Heizerlehrling auf einem holländischen Schraubendampfer diente. Erst dieser Tage hat sich die Sache aufgeklärt. Der Heizer des Dampfers hat auf dem Sterbebette bekannt, den Jungen im Zorne mit dem Schüreisen geschlagen zu haben. Als der Lehrling kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben, habe er den Körper in die Feuerung des Dampfkessels geschoben, worin er verbrannt sei. ; . y

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