Indiana Tribüne, Volume 27, Number 211, Indianapolis, Marion County, 27 April 1904 — Page 4

Jndiana Tribüne, S. April ISS

Indiana Tribüne. Herausgegeben von der Utttetfl SS. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium Präsident. . GeschäftSIoealt No, 31 Süd Delaware Straße. telbphone ses. fc.ntered at the Post Office of I idianapolis as second dass matter. Die republikanische StaatsConvention. Der Abgeordnete James E. Watson eröffnete in längerer Rede die repudli kanifche Convention in der Tomlinson Halle, Er begann, wie bei den republikanischen Conventionen herkömmlich, mit der Entfaltung des bltigen Hem des. Kam dann auf die Bryan Gefahr zu sprechen und begann das unver meidliche Hohe Lied" auf Roosevelt und seine Thaten. . Senator Fairbanks, der nächste Redner, aber gewann ehrlichen Applaus für die markigen Worte,' in welchen er der rep. Administration das Wort redete. Er sprach zur Sache und enthielt sich, obwohl er für die Nomination Roosevelt's eintrat, aller wider. wältigen Lobhudeleien. '.. . Das. Hauptinteresie . wurzelt selbstverständlich in der Nomination für das Gouverneursamt, die meisten Delegaten sind für Frank I. Hanly instruirt, doch ist es mehr als zweifelhaft daß er nominirt wird, W. L. Penfield, W. L. Taylor und Warren G. Sayre machen ihm schwere Opposition, dann find auch die Gewerkschaften eifrig beschäftigt gegen ihn zu wühlen, weil er vor den Klein-Groceristen erklärt hatte, daß er für ein neues Garnische Gesetz sei. Es bietet sich wie bei allen früheren auch bei dieser Convention dasselbe Bild, die Mittelklaffe ist nicht in ihren Interessen so nachdrücklich repräsentirt wie die Korporationen, insbesondere die Traction. Gesellschaften. Letztere sparen weder Geld noch Schweiß" um die Staatsregierung in ihre Hände zu bekommen, und merkwürdiger Weise ar beiten die Versechter" der ArbeiterInteressen ihnen frisch und frei dermaßen in die Hände, daß jedenfalls einem der Corporations-Anwälte die danach aus sind die Pflaunle des Gouverneurö Postens reif in den Schoß fallen wird. Das auch der Tauschhandel der Delegationen untereinander so lebhaft wie stets betrieben wird, - versteht sich von selbst. Jeder Delegat kennt nur seine eigenen Vortheile und so erhält das Volk Candidaten für hohe Aemter von denen es ganz offenkundig ist, daß sie Abhängige großer Corporationen find. Schließlich einigt man sich unter Zuruf und allerlei Hurrah auf einen Candidaten, das Volk stimmt in das Hurrahgeschrei mit ein und hat sich auf weitere 4 Jahre den Ausbeutern verschrieben. In Wahrheit sind diefe StaatsConventionen gewöhnlich interesselos. Es handelt sich auch nur darum, der Partei zum Siege zu , verhelfen. Das Land ist ja Gott sei Dank kräftig genug, um unter irgend einer . Administration zu gedeihen. Hanly oder Penfield werden nominirt und Roofevelt endosfirt werden. Rede-Raketen werden steigen, der Adler kreischen und die Banner wehen, sonst bleibt Alles beim Alten. ' Wenn nicht noch besonderer Schacher mi; den Prohibitioniften getrieben werden kann. Denn das Gelichter verkauft sich und seine Stimmen an irgeud einen Candidaten, der für ihre finsteren Pläne einzutreten Willens ist. Eine angenehnie Ueberraschung würde eS aber für jeden Hoofier sein, wenn die Convention ibre Kette, die sie zu Roosevelt zwingt, ' zerriß und einstimmig für Sen. Fairbanks als Präsident-schaftS-Candidat der rep. Partei eintreten würde. ,. In England ist die Hetze gegen Deutschland wieder im vollen Gang. Man bürdet der deutschen Regierung und Presse die Schuld an der wachsen den Verstimmung Rußlands auf und eines der Hauptorgane der öffentlichen Meinung betont entrüstet, England müffe von jetzt ab entgiltig seinen gefährlichsten Feind erkennen. Aus all dem spricht nur die Wuth darüber, daß der Plan, Rußland in seiner gegenwärtig schwierigen Lage durch ein sogen. Einvernehmen an der Nase herumführen zu können, gescheitert ist. Die russische Regierung zieht eS vor, anstatt auf das verdächtige

Liebeswerben Englands zu hören, die von Berlin aus? gebotene Hand zu ergreifen. Die wohlwollende Haltung, welche Deutschland bis heut' zur Grenze der Neutralität in dem Kriege, beobachtet, ist für Rußland schon jetzt von großem Werth und kann dies noch mehr bei den späteren Ereigniffen werden. Es ist daher kein Wunder, wenn selbst extreme Panslavisten plötzlich zu Lobrednern der deutschen Freundschaft umgewandelt find. Vom Kaiser und Reichskanzler wäre es aber ein nicht mehr gut zu machender Fehler, die günstige Gelegenheit zur Wiederannäherung an den mächtigen nördlichere Nachbarn unbenützt verstreichen zu lassen. Die unseligen Folgen der Caprivi'schen Aera, welche den Rückendeckungsvertrag mit Rußland ohne Noth zerriß, find noch lange nicht überwunden. Man spricht derzeit so gerne von den unversöhnlichen Gegensätzen der beiden Länder. Gewiß find viele Reibpunkte vorhanden, aberLeute, die an eine Aussöhnung der asiatischen Differenzen Rußlands und Englands zu glauben vorgeben, machen sich lächerlich, wenn sie die doch ungleich geringeren zwischen Rußland und Deutschland für unüberbrückbar erklären. Das Zarenreich ist ja sicher kein liebenswertheS L and, allein in Rücksicht auf die Weltlage hat Deutschland allen Anlaß, die gelockerten Bande von Neuem zu knüpfen. In der nächsten Woche erscheint in Berlin ein z weibändiges Werk des bekannten Professors an der HarvardUniversität, Hugo Muenfterberg, Die Amerikaner". Besonderes Interesse erregt das Capitel iüUx , die ' Monroe-Doktrin und deutsche Blätter haben sofort Auszüge daraus veröffentlicht. ' Etwas Neues läßt sich Über die Frage, die trotz ihrer EinfachhAt 'sck kzäufig gänzlich verdreht wird.lfchwer .mehr sagen und das Ver dienst Muensterberg's liegt demnach vor allem in dem großen FreZmuth, mit dem der die Ueberflüsfigkeit, Gefährlichkeit und Absurdität" der Doktrin er örtert. Aber wenn der Verfasser den baldigen Fall der Lehre voraussagt, so scheinen doch hierfür noch sehr wenig Anzeichen vorzuliegen. Für die Jingos ist die Monroe-Doktrin, je unklarer sie im Laufe der Zeiten gestaltet wird, eine um so bequemere Waffe und einer großen Menge Leute, welche ihren Inhalt kaum kennen, erscheint jeder Angriff auf die Lehre als die Entweihung eines Art Heiligthums. Da hat es mit der Verwerfung noch lange Wege. Der Louisvills Anzeiger" glossirt über das Thema folgendermaßen : , O, ja. Der Professor Münsterberg hat Recht. ES ist eine große Wandlung in den Ansichten Amerikas über das Ausland, sowohl - die angebliche Skla verei in den Monarchien wie über die Freiheit unter der republikanischen Re gierungsform vor sich gegangen. Schöne Worte thun es nicht. Auch nicht in Platformen wollen wir beiläufig bemerken. Nicht wie man ein Ding nennt, nicht der Name entscheidet, sondern das Wesen und der Geist. Wasser allein thut's freilich nicht"; sagt der Katechismus, und so thut es auch der Name allein nicht. Er ist allzuhüufig ein leerer Schall, und je schöner er klingt, je idealeres er vermuthen läßt, desto lieber wird er als AusHängeschild gebraucht, um Unschönes zu verdecken. So ist es mit der Mehr zahl der Republiken", Süd-Amerika's. Aber eS ist noch nicht lange her, daß sich diese Erkenntniß hier vollzieht. Für die Kürze der Zeit find die Fortschritte riesengroß. Noch vor 4 Jahren konnte Herr Bryan glauben, mit der Lehre von der natürlichen Feindschaft zwischen Monarchie und Repudlik" Eindruck zu machen. )b er es heute noch glauben würoe ? Wir zwei feln. Am 9. dieses Monats hielt der Kriegssekretär Taft in Chicago eine Rede im Hamilton-Club, in der er sagte: Die Unabhängigkeits-Erklärung auf die Philippinen anwenden zu wol len, bedeute so viel, wie sich den offenkündigen Thatsachen verschließen und die Wahrheit einem unmöglichen Dogma und rhetorischen Phrasen" opfern zu wollen. Die Ansicht, daß auf Grund der Unabhängig!eits-Er-klärung jede unabhängige Regierung, wie schlecht sie auch sei, jeder noch so er folgreichen Beherrschung durch ein an deres Volk vorzuziehen sei, sei falsch. Die Weltgeschichte beweise das Gegentheil auf jeder ihrer Seiten." Das ist zunächst einmal die Absage an die Grundsätze, mit denen seinerzeit die MonroeDoctrin motivirt wurde.

Aber kein Schrei der Entrüstung ist durch das Land gegangen. Und das ist gut so. Wenigstens in diesem Falle. Wie gesagt, wenn Prof. Münster berg's Buch in allen Theilen so ist, wie es in dem über die MonroeDoctrin zu sein scheint, so wird es das beste Buch sein, das über Ameeika geschrieben worden ist. Wir werden's uns anschaffen und wenn es den Rest eines einst fürstlichen Vermögens kosten sollte. Ans den Gerichtshöfen.

Klagen gegen die BrauereiGesellschaften und Agen ten derselben. Bekanntlich wurde vor einiger Zeit im Stadtrath eine Ordinanz angenommen, welche später auch vom Mayor unterzeichnet wurde. Derselben zu Folge haben nicht nur die hiesigen Brauerei Gesellschaften, sondern auch die Vertreter sämmtlicher hier Geschäfts treibenden auswärtigen Brauereien . eine jährliche Licens von $1000 zu zahlen. Keine einzige von den Gesellschaften hat bis jetzt bezahlt und gestern hat der Stadtanwalt Ver Haftsbefehle gegen sämmtliche Repräsentanten dieser Gesellschaft erwirkt und heute wird über die Angelegenheit im Polizeigericht verhandelt werden. Die betreffende Ordinanz war am 8. April in Kraft getreten. Wie es heißt, wird ein Fall als Testfall erwählt werden. Die betreffende Partei wird dann schuldig befunden und der Fall wird sodann an das Staats - Obergericht appellirt werden, damit dasselbe entscheide, ob die Ordinanz rechtsgültig ist, oder nicht. Die Verhaftsbefehle find gerichtet gegen Schlitz Brauerei von Milwaukee, American Brauerei, Jung Brauerei von Cincinnati, Cincinnati Brauerei von Hamilton, O., Terre Haute Brauerei, Anheuser Busch Brauerei von St.' Louis, Wiedemann's Brauerei von Newsort, Ky., Pabst Brauerei von Milwaukee, die Home Brauerei und die Indianapolis Brauerei-Gesell-schuft. . . ; : D e r V e r f ü h r u n g s ch u l d i g befunde n. John Achert, ein junger in einem Retail ' Store beschäftigter Many wurde gestern im Kriminalgericht vor Richter Alford und Geschworenen unter der Anklage, die 16-jährige Jessie Holding verführt zu haben, prozesfirt. Nach kurzerBerathung wurde er von der Jury schuldig befunden. Er wird am Freitag sein Urtheil, welches auf 15 Jahre Zuchthaus lauten wird, erhalten. Ein herzloser Sohn. Das Staats-Obergericht hat gestern das zu Gunsten der betagten Frau Elisabeth E. Tomlinson abgegebene Urtheil aus technischen Gründen abgewiesen und die alte Frau hängt jetzt vollständig von der Mildthätigkeit ihres Sohnes , ab. Sie hatte vor einigen Jahren ihre in Wells County belegene Farm an ihren Sohn Wm. H. Tomlinson unter der Bedingung übertra gen, baß er bis an ihr Lebensende für sie sorge. Nachdem derselbe jedoch von. der Farm Besitz ergriffen hatte, soll er seine Mutter durch lieblose Behandlung vom Hause getrieben haben. Die Frau reichte hierauf im Wells County Gericht eine Klage gegen ihren Sohn ein, in welcher sie verlangt, daß die Farm wieder in ihren Besitz gelange, da ihr Sohn feinen Verpflichtungen nicht nachgekommen war. Das Gericht entschied zu ihren Gunsten, worauf der Sohn an das höhere Gericht appellirte. Dasselbe hat gestern, wie erwähnt, die Entscheidung des unteren Gerichts umgestoßen. Angeblich gelsteöum nachtet. Frau Julia F. Behlmeier , reichte im Nachlaßgerichte das Gesuch ein, ihre Verwandte Mary I. Williams, wohnhaft No. 124 Geisendorf Str., auf ihren Geisteszustand untersuchen zu lassen. Sie behauptet, daß dieselbe geistig nicht befähigt ist, ihr Vermögen zu verwalten. John W. Elmer's Testament. Das Testament des vor einigen Ta gen verstorbenen John W. Elmer, des langjährigen Angestellten der Pennsyl-vania-Bahn-Gesellschaft, wurde gestern im Nachlaßgericht eingereicht. In demselben setzte er seine Frau zur Erbin seines gesammten Nachlasses und zur Tesiamentsvollftreckerin ein. '

Das Testament ist vom 13. März 1883 datirt und von Richter Ralph Hill, sowie -von W. H. Martz unterschrieben. Der Erstere ist gestorben und der Letztere wohnt in Chicago. Bevor das Testament bestätigt wird, müssen die beiden Unterschristen als echt erst beglaubigt werden. Ein Urtheil bestätigt. DaS Appellationsgericht hat gestern ein zu Gunsten der Harriet Davis gegen John S. Crump, Eigenthümer einer Straßenbahn in Columbus, Ind., abgegebenes Urtheil im Betrage von $1000 bestätigt. . Die Frau hatte durch Schuld von Angestellten der Bahn erhebliche Ver letzungen erlitten. A n d i e G r o ß g e sch w o r enen ü b e r w i e s e n. Der Versicherungs Agent Fred C. Kaufman, welcher verschiedene hiesige Geschäftsleute mit werthlosen Checks beschwindelte, wurde vom Polizeirichter an die Großaeschworenen überwiesen. Sollte er hier nicht schudig befunden werden, so wird er an die Behörden in Danville, Ind., ausgeliefert werden. Er hat daselbst einen Farmer ebenfalls beschwindelt. Neue Scheidungsklagen. ? Floren Brady wünscht von ihrem Gatten Peter, welcher sie vor vier Iah ren verlassen hat, geschieden zu sein. Im Polizeigericht wurde Georg Carson, welcher der Bei Hilfe zum Mord des Otis Hubbard angeklagt war, entlassen. . Cyrus Hubbard, . der Bruder . deS Letzteren, welcher angeblich den Tod desselben herbeigeführt haben sollte, ist bekanntlich von den Großgeschmorenen nicht in Anklagezustand versetzt worden. Charles Dill, der 16-jährige Sohn des Rev. E. Dill, welcher denselben um K70 bestohlen hatte, ' wurde nach der Reformschule in Plainfield gesandt. ..Verschoben wurden ferner folgende Fälle: Charles Rugenstein. Unterschla-

gung, den 4. Mai; Moritz Spero, Unterschlagung, den 7. Mai. f. Wegen Diebkähls wurden bestraft: John Patterson, 30 Tage. Kl. und Kosten; Jley Clark. 30 Tage. $25 und Kosten; John Summers und Robert Day, 60 Tage. $1 und Kosten. Neue Inkorporationen. . Ihre Jncorporations - Papiere erwirkten gestern folgende Gesellschaften: ...Northern Jndiana Land Co.", Capital $100,000; das Hauptquartier wird in Fort Wahne sein. Die JncoripWtornr, sind : Simon I. Straus, Jsaäc Straus, Abraham Goldsmith und Odell Oldfather. von Ligonier; Abraham Ackerman, von Ft. Wayne; Albert Goslee und Charles VanVoort, von ChalmerS, und William S. Porter, von Lafayette. Feub Williams & Sons, von Warsaw; Capital, $50,000; Directoren Reub Williams, M. R. Williams und L. H. Williams. Die Baton Rouge Telephone Cof von Noblesville; Capital $2000, Di rectoren C. D. Zimmer, I. W. Aldred und S. Morrison. Schnlrath. Angebote für das neue Gebäude der Short ! ridge Hochschule entgegengenommen. Der Schulrath nahm in seiner gestrigen Sitzung folgende Angebote für das neue Gebäude der Shortridge Hochschule, entgegen, welches nördlich vom Hauptgebäude errichtet werden soll : I. C. Pierson fc Son ........... . $128,000 J.A. Schumacher Co... $123,720 Warren 5 Wise $136,500 Brandt ros.... .... .....$132,460 F. C. Snock... :i .$139,945 W. P. Jungclaus & So ........ . .$130,000 Die Angebote wurden an das Comite für Gebäude überwiesen. ; Ein Gesuch, die Schule No. 13 Horace Mann Schule zu nennen wurde entgegengenommen; es wurde jedoch noch keine Entscheidung getroffen. ? Laufende Rechnungen, im Betrage von $70,211.03 wurden zur Zahlung angewiesen. Albert Hirschmann wurde zum Assistenten im Maschinen-Departement der Handfertigkeits-Hochschule ernannt. Die Resignationen der Lehrer Bert King, M. T. H. S., und Rhea Featherfton, Longfellow Schule, wurden angenommen. ? ! Folgenden Lehrerinnen wurden bis zum Schluß des .Schuljahres Urlaub bewilligt: Nina Price, !Frank!in Schule, L illian Brown, . Douglaß Schule und Margarethe Stine, Longfellow Schule.

Polizeiliches Allerlei.

Verwegener Einbruch. Der Wohnung des Fred. Pfister. No. 1138 Ost 24. Straße, statteten gestern in früher Morgenstunde Ein brecher einen Besuch ab. Pflster ist in dem Monon - Locomotivschuppen angestellt; er arbeitet des Nachts und seine Frau befand sich zur Zeit allein im Hause, dieselbe erwachte und als sie in dem Nebenzimmer sich etwas bewegen hörte, glaubte sie anfänglich, daß es ihr Gatte war, welcher nach Hause gekommen war. Da aber hörte sie ein Flüstern und sie vermuthete sogleich, daß sich Einbrecher im Hause befanden. Sie war so erschrocken, daß sie anfänglich keinen Laut von sich gab, endlich jedoch legte sich ihre Furcht, worauf sie sodann laut um Hülfe schrie. Die Diebe entflohen und zwar unter Mitnahme von Silberwaaren, einem neuen Anzug das Psister und Pelzwaaren, welche seiner Frau gehörten. Die Burschen hatten in sämmtlichen Räumen mit Ausnahme des Schlafzimmers die Teppiche vom Fußboden losgerissen. Jedenfalls wußten sie, daß Pfister eine beträchtliche Geldsumme im Hause hatte, und sie vermutheten daß er sie unter dem Teppich versteckt hatte, aber dieses war nicht der Fall. Gestern Morgen : deponirte er sein Geld in einer Bank. Zogen ohne Beute davon. Ritter vom Stemmeisen hielten in der Nacht Umschau in der Office des Fruchthändlers Salvatore Castro an der O. Maryland Str., erbrachen ein Pult und durchsuchten dasselbe nach Geld, fanden jedoch nichts; hierauf traten sie den Rückzug an. , Die Werkstatt des Schmiedes L. S. Crow an der Kentucky Ave. empfing ebenfalls den Besuch von Dieben. Mit den vorgefundenen Werkzeugen erbrachen sie Crow's Geldschrank. Ihre Mühe wurde jedoch nicht belohnt, denn sie erbeuteten nichts. Durstiger Dieb. Aus John McCarty'S Wirthschaft, No. 239 Virginia Ave., erbeutete ein Einbrecher mehrere Flaschen Whiskey. Ver k.a u f t e n min d e r w er, thige Milch. Milch-Jnspector Helm erwirkte VerHaftsbefehle gegen die Milchhändler F. G. Hoover, C. A. Wilhite von BridgePort, I. F. Smith von Bridgeport und Jessup Antrim von hier unter der Anklage, Milch verkauft zu haben, deren Buttergehalt nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprach. Geistesgestört. Robert Hays, welcher wegen Mißachtung seiner Frau' verhaftet 'worden war, und James Bradley, welcher unter' der Anklage des Großdiebstahls stand, wurden der Jrren-Anstalt über wiesen, da sie geistesgestört sind. E r f o l g r e i ch e A u c t i o n. Die am Montag abgehaltene Auction' von nicht reklamirten Gegenftän den hat die hübsche Summe von $260 ergeben; dieselbe wird dem Penfions fond zufließen. D e s D i e b st a h l s beschuld i g t. John Morgan wurde unter der Anklage des Diebftahls eingelocht. Er war dabei abgefaßt worden, als er aus einem Pfandladen an der Oft Wafh ington Str. nahe der Alabama Str. einen Gummischlauch von 55 Fuß Länge davonschleppen wollte. Verletzten dasNicholsonGesetz. Wegen Verletzung des NicholsonGesetzes wurden gestern die Wirthe Joe Selig von 730 Blake Str. und Alex, ander Toner von 710 Douglas ver haftet. - Sie hatten Minderjährigen den Aufenthalt in ihren resp. Localen erlaubt. Der Unterschlagung angeklagt. Der 22jährige Frank Selmire von No. 1424 Lexington Ave. wurde unter der Anklage festgenommen, der Diamond Laundry" $3.70 unterschlagen zuhaben. ' WS" Die ßvdftte und PassendsteAuswahl von Schnitt blumen und Blumenstülken für alle freudigen und traurigen Ereignisse. Wir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl behülflich zu sein. Vertermann Wros. Co. 241 Mass. Ave. Tel. 840.

renzel

ms.,

9lo. 1 W. Washington Str (Mei-chant National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe unv Postanweisungen auf all Städte EureiaS. Schiffsscheine "S und von uropa. An und verkauf ausländischen Geldes. Es ift Ihre eigene Schuld, wenn Sie nicht die Gelegenheit, die Ihnen -von derIndiana Trust Co. geboten wird etwas Nothwendiges zu ,' ' ersparen, ergreifen werden. Beachten Sie die folgende- Tabelle imdsehen Sie was 6$ Cents pro Tag oder $2.00 im Monate bewirken. 1 Jahr 824.40 . 2 Jahre............S49.49 3 Jahre...:....... $75.35 4 Jahre...... $102.05 5, Jahre.... .$129.50 . 6 Jahre.... ....... $157 76 ; 7 Jahre...... ..... $186. 93 ; 8 Jahre. ..........$216.95 ; 9 Sahre..:. ....... $247. 86 . . 10 Jahre...;. .... . .$279.70 Ein Konto mit diefer Kompagnie ift die beste und sicherste Art und Weise für Leute aller Stände ihr Geld zu sparen. . Capital. .. . .$1,000,000 Ofsicen : Ecke Washington Straße und Virginia. Ave. Grundeigenthums Uebertragungen. ' J T: l " C l j Henry L. Dithmer ansMpPhichH. Gallatin, Lot 14; Block N,"'Limöltl Park, Talbott Ave., zwischen 23. und 24. Straße, $5000. : . . - n' ' r". rv i" ,yaes tj. Regung k. an Perer Pfisterer, Theil von Lot 6, Höfgen'S 2. Subdivifion, nahe .Meridian Str. und Gürtelbahn, $3000. Theodor Schory an Georg F. Meyer,' Lot .10, Kappes k Frank's Tubdivifion, nahe Süd Meridian Str. und Gürtelbahn, $950.. i John I. Anderfon an Willard D. Peck Lot 4, Levi's Subdivifion, Hannaman's Subdivifion, nördlich von der Stadt, $2750. Anna F. Meyer zz. an Henry Brandt, Theil von Lot 19, Square 2, Hubbard's :c. südöstliche Addition, südlich von Prospekt Str., östlich von Shelby Str., $1500. ' Furman Stout an Jeremiah I. Miller zc, Lots 93 bis 100, Ella Stout's Addition, Haughville, nördlich von 10. Staße, $1500. ; Die Standard Land Co. an Albert W. Moore. Lot 9. Bridaes' Subdivifion von Post's zc. erster Addition, nahe Senate Ave. und 21. Str., $2450. Albert W. Moore an Daniel C. Hendrickson, Verwalter, dasselbe Grund eigenthum, $2450. Daniel C. Hendrickson, Verwalter, an Mary A. und Ella Moore, dasselbe, $2450. Gertruds Medd an Fred E. Winship, Lot 45, 1. Section der West Park Addition, östlich vom Jrrenasyl, $2000. Christian Reinhardt an William Röder zc, Lot 65, Sharpe's Woodside Addition, südlich der PennsylvaniaBahn, $1100. Susan W.'Juday an George Miller zc., Lot 57, Reagan Park, östlich von College Ave., nördlich von 23. Straße, $1200. '' Peter Pfisterer an Edward H. Reseuer, Theil von Lot 6, Häfgen's zweite Subdivifion, nahe Meridian Str. und Gürtelbahn' $3000. Für das Technische Institut.. H. I. Milligan hat für, den Equipirungsfond des National-Technischen Instituts, welches hier auf den Arsenal Gründen errichtet werden soll, $1000 gezeichnet. Für diesen Fond sind bereits gezeichnet worden: John I. Cooper $5000, James Whitcomb Riley $1000, Addison C. Harris $1000,' A. Burdsal $1000, George I. Marott $1000, H. I. Milligsn $1000.

iWfc 1

3s-eäiSsfääfcS-5 myHWA'M SfSrKSM Wm :r!!iÄÄ3sjsfff?' K'iflWfflW KW' WM MMWchMUM