Indiana Tribüne, Volume 27, Number 210, Indianapolis, Marion County, 26 April 1904 — Page 5

Jndiana Tribune, 2. April kS.

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Vraso ! Jndiana Trust Co. Die glänzende und besonnene Ge ' kchäftsführung, mit welcher die Jndiana Trust Co. dem gestrigen Ansturm köpf los gewordener Depositoren begegnete, sollte diesem vorzüglichen Finanz-Jnsti-tut ein noch höheres Vertrauen seitens der, Depositoren einbringen wie je zuvor. Ohne jedes Zögern erhielten die Depositoren, welche vom frühen Morgen bis lange nach regulärem Bankschluß, ohne die bedingte 60tägige Kündigung seitens der Depositoren zu beanspruchen, ihr Geld so schnell die zahlreichen Angestellten die Auszahlungen machen konnten. ES war eine grundlose Panik, welche den Ansturm verursachte, zugleich aber auch eine g l ä n zende Reklame für die Solidität der Jndiana Trust Co. Die Panik hatte die. Schädigung dieler kleinerer Depositoren, die ihre Spargroschen gefährdet glaubten zur Folge, die ihre halbjährlichen Zinsen, welche am 1. Mai, also in wenigen Tagen fällig gewesen wären, einbüßten. Sie hatte zur Folge, daß viele Spekulauten sich die Panik zu Nutzen machten und den kopflos gewordenen In habern von Sparcontos die Sparbücher abkauften und damit für ihr Jnvestment 3 Prozent für 6 Tage, diel den Depositoren am 1. Mai gutgeschrieben worden wären, einsackten. Die Herren Spekulanten machten also einen Profit, der auf 1 Jahr berechnet, über 90 Prozent ausmacht, welche sie aus der köpflosen und grundlosen Angst der Depositoren zogen. , Viele gaben sogar ihre Sparbücher gegen Checks von denen sie nicht einmal wußten, ob sie gut waren, her. ' ; Gegen 8 Uhr erklärte Herr John 33. Frenzel den Anwesenden, daß die Clerks zu erschöpft wären um noch länger zu arbeiten, daß aber Alle die ihr- Geld ziehen oder deponiren wollten, heute früh 9 Uhr wieder kommen sollten. Die Anwesenden, welche inzwischen über die Sicherheit ihres Geldes beruhigt waren, gingen befriedigt nach Hause. Vielseitig wurde die Frage laut, wie das falsche Gerücht eine solche Ausdehnung gewinnen konnte. Am glaubwürdigsten scheint die Erklärung zu sein, daß ein einfältiger AprilScherz die grundlosen Befürchtungen verur sachte. Der Scherz war: Have you heard that the Indiana Trust Company must close up to morrow?", und wenn Jemand naiver Weise frug: Wie ist das möglich?", so wurde ihm die Antwort zu Theil: Nun, die TrustGesellschaft schließt ja alle Tage". Der faule Witz gelangte feit dem 1. April in den Mund solcher Leute, welche die einfache Pointe nicht verstanden, und denselben verstümmelt wieder in Verkehr brachten, bis er schließlich an einen Kunden der Truft-Co. außerhalb der Stadt gelangte, der den dummen Witz ernst nahm und eiligst seine Freunde in Indianapolis telephonisch benachrichtigte und wie ein Lauf feuer verbreitete sich die Nachricht dann von Mund zu Munde. Daß der Witz" wirklich am 1. April kurstrte, können Angestellte in der Ge-, schäfts Office des Telegraph" be zeugen. N

Behörde für öff. Werke.

Aus der gestrigenSitzung.

Covers' Lane' gerettet. Als Vertreter der Crown Hill Ce metery Assn." erschienen in der gestrigen Sitzung der Behörde für öff. Werke die Herren C. W. Smith, George YandeS und I. I. Chislett. um gegen die beantragte Oeffnung", d., h. Vernichtung des als Love' Lane" bekannten, zumFriedhofe führendenWäldweges zu Protest!. Schließlich gaben sich die Herren A. L. Weaver und 3; H. Lane, welche diese Vernichtung beantragt hatten, zufrieden, als die Cemetery Assn. sich bereit erklärte, das Land zur Herstellung einer Alley zwi fchen Kenwood und Capital Ave. zu schenken und die Alley anlegen zu lassen. D i e S u t h e r l a n d A v e. s e i t I a h r e n g e ö f f n e t. George Wolf, John R. Welch und Wm. P. Manion, die Abschätze? betreffs Schadenersatz oder Nutzen bezüg lich der ; geplanten Oeffnung der Sutherla'nd Ave., nördlich der 23. Str., berichteten, daß gemäß Gutach ten des Stadtanwaltes weder Ent Schädigungen zu zahlen noch bonus. Gelder zu collectiren fein würden, weil die Straße schon seit Jahren für das

Publikum geöffnet gewesen wenn auch

noch nicht officiell geöffnet worden ist; es sich hier also nur um eine Formal! tät handelt. Hochfluth -Reparaturen.

Beschlossen wurde auf Antrag des Jngenieurs'-Angebote für Reparaturen der fluthbeschädigten Brücken etc. bis zum 6. Mai entgegen zu nehmen. Es handelt sich um: Bau einer neuen

Brücke über den Pleasant Run an der

Churchman Pike; Bau von Brücken-

Stützmauern an Cottage Ave. und Madison Ave., sowie Anlage von 6 Fuß'CementCanalgräben am Elen Drive, Rural, Oxford, Wheeler, Dearborn, La Solle, Adams und Shelby nahe Raymond Str. C o n d e m n i r t wurden, in Uebereinstimmung mit den Empfehlungen des Bau-Jnfpectors, die Gebäude No. 531. 533 und 535 Ost Washington Str., Eigenthum von Wm. , Haueisen, Marion Trust Co. und Laura F. Briggs resp. An den Ingenieur verwiesen wurden die Petitionen um: Nivellirung der Alley zwischen Lesley und Layman Ave., von Lowell bis Chambers, und der zwischen Lowell und : Chambers . von . Lesley bis Audubon Road; Cementirung der Sw. an der New York Str. von Wallace bis Emerson Ave. und an der DeQuincey Str., von. New York bis Michigan. Ferner eine Anzahl neuer Contract Angebote. Die folgenden , C o n t r a et e . - , ! . , , wurden vergeben : Bau von Abzugscanälen in : 1. Alley östlich der New Jersey Str., von 24. bis 23. in 10. Str., von Bellefontaine bis 140 Fuß westlich, und in der nördl. Rafenan läge an der 10. Str., von Park Ave. bis 5 Fuß nördlich der 10., an T. I. Markley & Co. zu 95, 93 und 85c, resp, per L. A

Ein temporärer Vergleich Bezüglich des Occidental Hotel - Gebäudes zwischen den Eigenthümern und der Be hörde für öffentliche Werke geschlossen.

Vor .der Behörde, für öffentliche Werke erschienen gestern als Vertreter des, durch Krankheit verhinderten Eigenthümers des neulich durch Feuer heimgesuchten Occidental Hotel - GebäudeS. des Herrn Harry Schnull, die Herren Gustav A. Schnull, Clemens Vonnegut Jr. und Albert Metzger, um gegen die vom Bau-Jn-spector beantragte völlige Condemnirung des nördlichen, ältesten Theiles des Gebäudes zu remonftriren. Sie machten geltend, daß Herr Hy. Schnull beabsichtigt habe, im Jahre 1905 oder 1906 an Stelle des alten Gebäudes ein in jeder Hinsicht modernes Hotel zu er bauen.. In Anbetracht seines sehr ge schwächten'. Gesundheits'ZustandeS , fei er noch nicht einmal von der Zerstö rung des alten Gebäudes in Kenntniß gesetzt worden, noch viel weniger könne man deshalb auf einen sofortigen Neu bau dringen. - Darum hätten die Kinder und Verwandten sich dahin geeinigt, die? 2 oberen, gegen die Bau-Ordinanz derstoßenden Stockwerke fortzunehmen, wofern man ihnen erlaube, die beiden unteren wieder für temporären Gebrauch gründlich in Stand zu setzen. Verschiedene zu Rathe gezogene Architecten hätten begutachtet, daß Dies ohne Gefahr geschehen könne. Späterhin könne' dann an den Neubau gedacht werden. Nach einer Berathung zwischen den Vertretern und Jnfpector Stanley gewährte dann die Behörde auf des Letz-

teren Empfehlung das Gesuch, jedoch

mit dem Borbehalt, daß das zweite Stockwerk, wenn reparirt, unter keiner Bedingung fllr Hotelzwecke benutzt werden darf. Die Reparaturen müssen unter des Jnspectors persönlicher Diaec tion ausgeführt werden. Herr G. A. Schnull versicherte, daß der Hotel-Neubau binnen 2 Jahren in Angriff genommen werden würde.

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Die Amateurausnahme. Humoreske von E. 21 Hennig. Es gibt oder es gab früher so kleine photographische Apparate, die unter der Weste verborgen wurden und womit man die Leute heimtückischerweise Photographiren konnte, ohne dah sie etwas ahnten. Das Objektiv guckte ganz ein winziges bischen zu einem Westenknopfloch heraus und der schwarze Deckel, der es verschloß sah aus wie ein harmloser Westenknopf. Unglücklicherweise erzählte ich das eines Tages einem meiner Freunde, der durch sein zerfahrenes Wesen und seine nervöse Hast in allem, was er anfing, sich und anderen schon manche Verlegenheit bereitet hatte. Denn kaum hatte ich das letzte Wort heraus, so nahm er seinen Hut und stürmte fort mit den Worten: , Du hast mich auf eine köstliche Idee gebracht!" Nach sieben Tagen kam er wieder, ganz erschöpft und niedergeschlagen, ja beinahe verzweifelt. - Was ist denn mit Dir vorgegangen?" fragte ich ganz besorgt. Ach Du mit Deinem Westentaschenknopfloch - Apparat !" sagte er vorwurfsvoll. Drei Tage lang bin ich in der ganzen Stadt herumgelaufen und habe alle, einschlägigen Geschäfte abgeklappert bis herab zu den Handlungen mit prähistorischen Ausgrabungen in Knochen und Scherben; dann habe ich nach- London, Brüssel, Paris und Wien geschrieben, aber nirgends habe ich diesen Apparat auftreiden können!" Aber lieber Freund," erwiderte ich genau so vorwurfsvoll wie er, warum hast Du mich damals nicht ausreden lassen? Du hättest dann erfahren, daß ich so ein.Ding besitze, noch fast wie neu, und daß Du es haben kannst,' da ich die edle Schwarzkunst nicht mehr betreibe." Seine Augen leuchteten und ungeduldig rief er aus: Wenn Du mir nicht, einige schlaflose Nächte bereiten willst, so suche ihn sofort. Heraus. Du bist ja solch ein Ordnungsmensch, daß es Dir gar nicht schwer fallen kann, so etwas im Nu zu finden." Ich that ihm den Willen und kramte verschiedene Schubfächer durch, während mein Freund fortfuhr: "Der Witz ist. nämlich der. Ich bin ungemein in eine Dame verliebt, die ich einmal im zoologischen Garten gesehen habe. Nun weiß ich ganz gewiß ' daß ich niemals daran denken kann, sie zu erringen; denn sie ist sehr schön und sehr stolz und gewiß ,, auch ungeheuer reich, aber wer kann mich hindern, sie als mein Ideal anzubeten, sie' in meinem Herzen zu tragen und sie wenigstens in meinen Träumen zu besitzen? Wer kann 'mich daran-hmdern wenigstens ein ganz kleines Bildchen von ihr zu besitzen? Und dazu soll mir Dein Apparat helfen. Denn mit ihrem. Wissen könnte ich sie natürlich niemals

photographiren. Hast Du ihn noch nickt bald?" . , ,

Nun wurde aber ich ein wenig ner-

vös. Pressirt es denn gar so," sagte ich, oder wartet die Dame bereits an der Straßenecke?" Ach Gott, das ist's ja eben!" seufzte er. Ich weiß ja gar nicht, wo und wann ich sie treffen kann aber das macht nichts. . Ich kaufe mir ein Abonnement für den zoologischen Garten und warte bis sie kommt." Der Sommer war fast vorüber und ich hatte meinen Freund nicht wieder bei mir gesehen. Nur ab und zu traf ich ihn unterwegs, aber seine traurige Miene berieth mir, daß er noch keine Gelegenheit gehabt hatte, den Apparat zu benützen, so daß er allmählich zu der Ansicht kam, die Dame sei nur vorübergehend hier gewesen und das Geld für das Abonnement hinausgeworfen. Eines Tages hörte ich. plötzlich ein Rollen und Poltern .auf der Treppe, ein Hut flog durch die. Thür in's Zimmer und ein menschlicherKörper folgte, sich mehrmals überstürzend, nach. Es war mein Freund aus dem zoologischen Garten. Ich hab' sie, ich hab' sie," rief er strahlend vor freudiger Erregung. Soeben habe ich sie aufgenommen und es war keine Kleinigkeit bei dem Gedränge und der Schwierigseit, mich an sie heranzumachen. Aber endlich war mir das Glück hold. Doch jetzt lasse uns nur die Platte gleich entwickeln." , t' Da ich das Ungestüm meines Freundes kannte, richtete ich die Dunkelkammer her. Etwa eine Stunde lang etwickelte mein Freund flott darauf los, dann kam er mit hochrothem Kopfe aus seiner dunklen Zelle heraus. Schau doch einmal, ob Du etwas siehst!" sagte er ärgerlich und kleinlaut zugleich. ;. ' Ich nahm die Platte, hielt sie gegen das Licht und sah nichts.

Es ist gar nichts drauf," sagte ich. Aber ich habe doch' hinreichend exponirt und auch richtig eingestellt," jammerte er. Indem er das .sagte, fiel mein Blick von ungefähr auf die Weste meines erbarmungswürdigen Freundes und eine ganze Menge von Lichtern ging in;: auf. r Mein lieber Freund." sagte ich so schonungsvoll und sanft wie möglich, Du, hast weder eingestellt noch exponirt, sondern Dir lediglich in der Meinung, das Objektiv zu öffnen, einen -Westenknopf abgerissen." - : Annonce. Bitte, meiner Frau nichts mehr zu borgen, sonderri' mir, da ich für nichts aufkomme.-

Durch eigenartige lim stände wurde dieser Tage in Eger ein Selbstmord verhindert. Ein lediger 23jähriger Schlossergehilfe stürzte sich vom eisernen Geländer der nach GeHaag führenden Straßenbrücke hinunter, unterhalb welcher sich in einer Tiefe von 25 Metern das Geleise der bayerischen Fichtelbergbahn befindet. In dem Augenblicke, in welchem sich der Selbstmörder herabstürzte, passirte gerade der Mittagsschnellzug diese Stelle. Der Lebensüberdrllssige ' fiel auf einen mit Sackleinwand überdeckten Frachtwagen des Eisenbahnzuges und wurde auf die rechtsseitige Bahnboschung geschleudert. Er ist schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Ursache des Selbstmordversuches soll darin liegen, daß der Lebensmüde, der kurz vorher in einer Straffache als Zeuge vernommen worden war, von der fixen Idee befallen wurde, die Gerichtsverhandlung werde für ihn böse Folgen haben. Von der seit Jähr und Tag im Betriebe befindlichen Funkspruchstation Helgoland aus, einer Station, welche durch die ersten Versuche Prof. Brauns eine gewisse Bedeutung in der Geschichte der drahtlosen Telegraphie erlangt hat, wurden unlängst gleichzeitig sowohl nach dem mitten im Hamburger Hafen liegenden neuen Schnelldampfer Cap Blanco" der. ; Hamburg - Südamerikanischen Dampfschiffahrtsgesellschaft, wie auch nach einer in Amsterdam innerhalb der dortigen Werft errichteten holländischen Station Zeichen und Telegramme durch drahtlose Telegraphie mit absoluter Klarheit und fehlerfrei übertragen. Dieser von der Gesellschaft für drahtlose Telegraphie System Telefunken gelieferte Beweis ihres Heutigen technischen Könnens ist. : um : so bemerkenswerther, als es sich hier um eine Entfernung von 300 Kilometer handelt, die unter erschwerenden VerHältnissen mit den Hilfsmitteln einer normalen Marine - Funkspruchstation bewältigt wurde. Von der MarconiGesellschaft sind zwar bereits größere Entfernungen mittel Wellentelegraphie überbrückt worden, doch mußten stets Stationsanlagen von geradezu ungeheuerlichen Dimensionen zu diesem Zwecke errichtet und zur Hilfe genommen werden.

Vor zweiundvierzig

Jahren gerieth in dem - calabresischen

Worfchen- Sant Onofrw der Bauer

Giuseppi Sani mit seinem Nachbarn

Gwvann: Punzzo m Streu und todtete ihn am folgenden Tage durch einen wohlgezielten Flintenschuß. Sani wurde zu 30 Jahren Zuchthaus ver

urtheilt.. Da er aber, während er diese

Wrafe .abbüßte, emen Mitgefangenen ermordete erhielt er noch .eine Zusatzstrafe vöVl2 Jahren So verlebte er zweiundbierzig Jahre seines Lebens im Kerker, den er nun im Alter von 66 Jahren verlassen hat. Er kehrte kn sein Heimathsdorf zurück, um als Feldarbeiter ein kärgliches Dasein zu fristen. Voi einigen Tagen traf er üy.. Antonio Pulizzo, dem Sohne des Ermordeten, - zusammen. Antonio zahlte beim Tode seines Vaters erst drei Jahre. Als er aber zum Manne herangereift war, that er den feierlichen Schwur, den Tod seines Vaters durch das Blut des Mörders zu sühnen. Als er nun des aus so langer Haft entlassenen Sani ansichtig wurde, stürzte er sich, ohne auch nur einen Augenblick zu zögern, auf ihn und stieß ihm einen Dolch in's Herz. Sani sank todt zus gmmen, und Antonio Pulizzo, der eine Frau und einige Kinder sein Eigen nennt, begab sich selber zum nächsten Posten, der Karabinieri, um sich der strafenden Gerechtigkcit ausliefern zu lassen. Ein angeblich dem Hungertode naher Burenkämpfer erläßt in einer Hamburger Zeitung .folgende Anzeige: Ich Alfred Freiherr von Dallwig, Rittmeister der Garde-Land-wehr - Cavallerie a. D., früher im 2. Garde - Ulanen - Regiment, während des Krieges Capitän der Buren - Artillerie, bin am Verhungern. Der Krieg hat mich zum Krüppel gemacht. Mein rechter Arm ist amputirt, meine linke Hand im Handgelenk zerschossen, die linke Brust und die rechte Seite durchschossen. Es ist mir unmöglich, trotz aller meiner ' Bemühungen, meinen Lebensunterhalt zu verdienen, und ist meine Lage verzweifelt. Johannes-burg,-6. März 1904." Freiherr von Dallwig, nachdem er seine KrankenWärterin geheirathet hatte, durch die Vermittelung des ehemaligen Berliner Buren -.Hilfscomites .eine. Portierstellung in Johannesburg erhalten und neben' seinem '. Gehalt recht erhebliche Geldspenden von demselben Comite bezogen, solange es bestand. Auch später ließ das Wiesbadener Burencomite und der Alldeutsche Verband dem Unglücklichen Hilfsmittel zufließen. Freiherr v. Dallwig scheint infolge ; der schweren Verwundungen auch geistig, gelitten zu haben. Er hatte nach seinem Ausscheiden aus btx deutschen Armee eine leitende, hochdotirte Stellung in dem Hause seines Vetters Alfred Krupp, der seine sehr bedeutenden Schulden beglichen hat. Die Frau Krupp unterstützt zur Zeit noch die erste Frau und die Kinder

Mfred von Dallwig's, obgleich dieser

offenbar m Anfallen geistiger Umnachtung seine Cousine schwer lu leidig: hatte. Ohne irgend welche Wunde verließ Alfred von Dallwig seine Stellung bei Krupp und zog als Kämpfer in dcn Burenkrieg.' '

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