Indiana Tribüne, Volume 27, Number 209, Indianapolis, Marion County, 25 April 1904 — Page 1
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. ' rza Erscheint Natzrittag. ' ' 1 Jahrgang 27. ' Indianapolis, Ind., Montag, 25. April 1904 . No. 209.
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Jndiana Trust Co.
Heute fand aus irgend einem mysteriösen Anlaß ein ungewöhnlicher Andrang von Depositoren auf die Jndiana Trust Company" statt. Der letzte officielle Bericht' 'der Co. zeigte, daß dieselbe am 1. April nahezu 2 Millionen, ein Drittel ihres Gesammteigenthums, in Basr an Hand hatte, außerdem aber noch u. A. nahezu 2 Millionen in Bonds. Niemand weiß, aus welcher Quelle . das Gerücht rührt, welches diesen Andrang veranlaßthat. Wir können unseren Lesern die Versicherung geben, daß die Finanzen der Jndiana Trust Co. sich in bester Ordnung befinden und daß durchaus kein Grund zur Besorgnitz vorhanden ist. Pflichtgetreu, wenn anch vielleicht tödtlich verbrüht. Heroisches Verhalten O. H. Brown'S bei einer Locomotiven-Explosion. Auf den L. E. fc W.-Geleisen nahe der 19. Straße-Kreuzung trug sich heute Morgen gegen 8 Uhr ein Un glücksfall zu, infolgedessen ein bis zum letzten Augenblicke pflichtgetreuer Mann vielleicht sein Leben einbüßen .? wird. Um 7 Uhr 15 hatte der Passagierzug No. 20 den Union-Bahnhof verlassen, gezogen von Locomotive No. 91, unter Locomotivführer O. H. Brown und Heizer-John Dancy, beide aus Peru. Als der Zug sich nun besagter Kreuzung näherte und der Heizer- die Feuerungsthür geöffnet hatte, um Kohlen aufzulegen, erfolgte plötzlich unter unHeimlichen Zischen und folgendem Getose eine Explosion. Wie sich später ergab, war eine Dampfkesselröhre geborsten. Dancy wurde auf den KohlenHaufen zurückgeschleudert und kletterte von dort über den Tender in Sicherheit, so glücklicher Weise allen schweren Verletzungen entgehend. Schlimmer erging es dem Locomo tivführer Brown, der auf seinem Sitze am Lenkapparate des Eisenrosses jäh lings mit dem siedendheißen Wasser und Dampf überschüttet und eingehüllt und in entsetzlicher Weise verbrüht wurde. Trotzdem stellte Brown den Dampf ab, d. h. er brachte die Locomotive zum Stillstande, und dann erst stürzte er, denn er war temporär geblendet, aus feinem Cab. Er fiel unter einen Güterwaggon auf dem Nebengeleise, wo er erst 20 Minuten später aufgefunden wurde. Dann trug man ihn in den Holzhof der Eaglesfield Lumber Co. an der 19. Str., wo der Bahnarzt Dr. McShane seine Wunden verband. Dieselben sind schreckliche, denn theilweise wurden dem Bedauernswerthe die Gliedmaßen sozusagen gekocht. Auch wird befürchtet, daß er die siedendheißen Dämpfe eingeathmet hat. Trotzdem verlangte er, daß er heimgebracht werde, und das geschah, nachdem eine andere Locomo tive vor den Zug gespannt worden war, der infolge des Unfalles eine Ver spätung von etwa H Stunde erlitt. Die Dampfmassen, welche den ganzen Zug einhüllten und den Passagieren zuerst nicht geringen Schrecken einjagten, waren so dicht, daß man wie erwähnt Brown erst nach 15 bis 20 Minuten auffand, trotzdem man sein Schmerzensgestöhne vernahm. Brown ist etwa 60 Jahre alt.
Schlafmützige Politiker. Peru, 24, , April. Wenn das, was hier die Spatzen von den Dächern pfeifen, wahr ist, dann sind die hiefi gen Politiker, ausgenommen die Mucker, mehr als große Schlafmützen. Im Mai findet nämlich hier die Stadtwahl statt, doch haben es sowohl ' die Candidaten der demokratischen wie die der republikanischen Partei unterlassen, ihre Candidatur in der, vorgeschriebenen Zeit anzumelden und zutz qualifi ciren. Die Candidaten der Prohibitionspartei jedoch haben dies nicht vergessen und sind infolge dessen Hahn im Korbe, da ihr Ticket bei der nächsten Wahl das einzige im Ielde ist. Man sollte eine, solche Bummelei kaum für möglich halten, aber es wird aus zu- ' verlässiger Quelle versichert, daß die . Sache sich so verhält.
Ncp. Staats-Couvention.
Das Programm, die Candidaten etc. Die Theilnehmer an dem großen politischen Staats - Turnier, das sich Dienstag und Mittwoch hier abspielen wird, d. h. die Candidaten für die versch. Nominationen auf dem republ. Staats-Ticket, und ihre Getreuen, d. d. j die Delegaten zur republ. Staats-Con-vention, die Dienstag und Mittwoch hier in der Tomlinson Halle tagen wird, sind nahezu voU?ählig an Hand, nach' dem schon am Samstag und Sonntag die Mehrheit hier eingetroffen war. In den Hotels, wo- die Candidaten ihre Hauptquartiere eröffnet haben, herrscht ein Bienenstock - Treiben und überall wird mit Macht geschafft". ; Das Conventions-Programm ist wie folgt: " . ; Dienstag, 2 Uhr Nachm. Er Öffnung der Convention durch Vors. Goodrich vom Staats-Comite. Key Note-Rede des Conv.-Vors. Watson. Ernennung der verschiedenen Comites. Ansprachen von Senatoren, Congreßmitgliedern u. A. Mittwoch, 9 Uhr Vorm. Eröffnung der Convention. Verlesung und Annahme der Platform.. Wahl von 4 Delegaten. 4 Stellvertretern und 2 Electoren at large zur National Convention. 10 Uhr Beginn der Nominationen und Abstimmung. Die Reihenfolge und die Namen der Candidaten folgen: Gouverneur William L. Taylor, I. Frank Hanly, Warren Sayre und William L. Pensield. Lieutenant-Gouverneur Hugh T. Miller, L..P. Newby und WalterBall' Staat's-Secretär Dan Storms. Staats-AudZtor David Sherrick. Staats-Schatzmeister Nat. U. Hill. General-Anwalt Chas. W. Miller. . Reporter des Supreme-Gerichts George Self von Corydon; Leroy Nash von Tipton, Frank Smith von Brook ville und B.F.Corwin von Greencaftle. Staats-Statistiker I. S. Stubbs von Indianapolis. I. W. Egnew von Lagro, B. F. Johnson von Fowlec. Richter des Supreme - Gerichts, 2. District Oscar Montgomery. Richter des Supreme - Gerichts, 3. District John V. Hadley. ' Verschüttet, Aber mit einem Beinbruch davongekommen. Ein- sich John ' Greer" nennender, jedenfalls aber anders benamterGrieche, der bei dem Baue der neuen Bahnlinie bei Bloomington beschäftigt gewesen, wurde gestern Vormittag vom BahnHofe aus per Dispensariums-Ambulanz in's städt. Hospital überführt. Denn der Grieche mit dem sonderlichen Namen war während der Arbeit von herabstürzenden Erd- und Stein-Massen verschüttet worden udd hatte dabei außer anderen Quetschungen einen Bruch des rechten Unterschenkels davongetragen. Dyr Fenneffey Ehescandal. In Sachen des James Fennessey ge gen sewe Gattin Grace, wurden der Letzteren vom Cincinnatier Richter Pfleger wöchentliche Alimente im Betrage von $18, sowie $150 für Anwaltsgebühren bewilligt. Ihre Anwälte hatten $35 und $500 resp, verlangt. Die Anwälte Fennessey's unterbreiteten einen Brief den Frau Fen nessey an Jesse Bloom geschrieben, aber nicht abgeschickt hatte. In demselben spricht sie von den verschiedenen Zusammenkünften und beklagte die That fache, daß sie entdeckt worden seien. Sie bittet Bloom, nichts darüber verlauten zu lassen und gegebenen Falles zu verneinen, daß er sie überhaupt gekannt habe. Auch verspricht sie, dasselbe zu thun und darauf zu sehen, daß ihm keine Unannehmlichkeiten aus der An gelegenheit erwachsen. Frau Fennessey ist eine, Jndianapo liserin; sie ist die Tochter des John E. Morand, Präsident' der Frank Bird Transfer Co." , ,
Die Maifeier der deutschen Ge
werkvereine. Das Programm nahezu vollständig. Die am Sonntag in der Columbia Halle abgehaltene Sitzung der Delega ten für Arrangirung der ArbeiterMaifeier war wiederum vollzählig besucht, und lauteten die Berichte aller Comites sehr zufriedenstellend und einen großen Erfolg versprechend. Das Comite für Zusammenstellung des Programms konnte berichten, daß außer dem Festredner Wm. E. Trautmann von Cincinnati, der die Bedeu tung des Internationalen Maifeier erläutern wird, Fräulein Anna Greuling eir.en der Feier angepaßten Prolog : Maiengruß" und Frau Emilie Hofmann ein von ihr selbst verfaßtes Gedicht : Frühlings - Auferstehung" zum Vortrag bringen wird, ebenso Herr Hugo Miller eine Declamation: Russischer Verbannten-Zug". An Solisten für die Feier sind soweit gesichert: Frl. Alma Schergens für Sopran-Solo; Herr Geo. Schmidt für Baß-Solo; Herr Herman Borchert für Zither-Solo mit Trompeten-Beglei-tung; Herr H. White für Cornet-Solo; Herr H. Kaiser für Picolo-Solo, und Master Willie Greuling für ViolinSolo. Hierzu kommen noch verschiedem Gesangs- und humoristische Vorträge, sowie musikalische Vorträge der City Band", etc. Das vollständige Programm wird m Laufe der Woche in der deutschen Presse zur Veröffentlichung gelangen. Beschlossen wurde noch, -die nächste Versammlung am Freitag Abend Präcise 1 Uhr in der Columbia Halle abzuhalten. Immortellen. Wieder eine allgemein bekannte und beliebte deutsche Pionierin vom Tode abberufen. Frau Regine Antonio Friedericke Wocher, eine der bestbekannten und beliebtesten deutschen Pionierinnen der Stadt, ist heute Vormittag um 9 Uhr 20 in der Familien Residenz, No. 1104 Nord Alabama Str., im Alter von 74 Jahren vom Tode dahingerafft worden. Sie erlag der Brightschen Nierenkrankheit. Die Beerdigung findet am Mittwoch Nach mittag, 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Frau Wocher war am 20. Jan. 1830 in Ulm, Württemberg, geboren und am 14. Oct. 1852 in Ulm mit John Baptist Wocher vermählt worden. Das Ehepaar kam im December 1853 nach Amerika und ließ sich zuerst in Cincinnati nieder, wo es bis 1865 verblieb, in welchem Jahre es nach Indianapolis übersiedelte und sich fein eignes, bleibendes Heim erwarb. Am 26. März-1884 wurde Herr Wocher den Seinen durch den Tod entrissen, und nun ist ihm die getreue Lebensgefährtin gefolgt. Der glück lichen Ehe des Paares entsprossen 11 Kinder, davon jedoch 3 in früher Jugend starben. Die Ueberlebenden zählen zu , den geachtetsten und besten Bürgern und Geschäftsleuten der Stadt und sind : Herren Julius, John. Charles A., Adolph G., Wm. Frederick und Frank F. Wocher, und 2 Töchter, Frl. Louise Wocher und Frau Emma Jngalls. Die Schweiz in St. Lonis. - Auf der' Durchreise von Bern, Schweiz, nach St. Louis, wo sie sicher lich zu den Haupt-Attractionen zählen werden, verweiUen hier am Sonntag kurze Frist Mdlle. Mary Leitner, die berühmte Jodlerin, und ihre Truppe von Schweizer- resp. Tyroler-Sängern und Sängerinnen, sowie eine andere Truppe, im Ganzen 16 Herren und 16 Damen, unter Führung der Herren Caspar Koehler und N. N. Kaufmann aus St. Louis und Aug. Luechow aus New York, SpecialWeltauSftellungs Commissären.
Gute Arbeit
Verrichtete gestern die Polizei zur Säuberung der Stadt. Die Polizei richtete auch gestern ihr Haupt-Augenmerk auf die Ausmerzung alles verdächtigen Gelichters von Nah und Fern, das auf der Durchreise nach St. Louis die Hoosier-Hauptstadt als Zwischen-Station zur Ausübung von allerlei Spitzbuben-und sonstigen Gau-ner-Streichen ausersehen haben mag. Wie schon vordem berichtet, wird Jeder eingesteckt, der kein Ausweis über sein Thun und Lassen geben kann, und das war gestern gar häufig der Fall. Denn von 4 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends allein wurden von der Hermandad nicht weniger als 17 Stromer oderGauner, theils weiße, theils schwarze, sowohl ganz junge wie schon gereifte,! Nummero Sicher" untergebracht. Dort herrschte dann hinter den Zellenthüren ein gewissermaßen cosmopolitanisches Treiben. Die Herrschaften, die heute vom Polizeirichter auf den Schub gebracht werden sollten, kamen nämlich angeblich von Springfield, Mo., St. Louis, Cincinnati, Springfield, O., Nashville' Tenn., etc. Mehrere von ihnen waren angeduselt und wollten sich ihrer Verhaftung widersetzen, 3 waren bewaffnet etc. Gute Botschaft. Die Jndpls. Water Co." wird vor Ablauf der Woche Indianapolis wieder den vollen Feuer-Wasserdruck (120 Pfd.) liefern. Bis Mitte der Woche wird, wie die Co. hofft, die SnowPumpe in der oberen Station wieder ihre volle Thätigkeit aufnehmen können. Dann wird auch die Feuerwehr mehr Ruhe haben resp, weniger Angst, wenn wieder ein gefährliches Feuer aufbrechen sollte. Damen-Verein des Nnabhängigen Turnvereins. Der Damen-Verein des Unabhängigen Turnvereins, veranstaltete gestern Nachmittag seine monatliche Euchre Partie. Aus dem Karten Turnier trugen folgende Damen die Palme des Sieges davon : 1. Preis Frl. Steffel, 96 Punkte. 2. Preis Frau Pink, 94 Punkte. 3. Preis Frl. Seifert, 94 Punkte. 4. Preis Frau Wachstetter. 93 Punkte. 5. Preis Frau Koeckert,92 Punkte. Personal-Notiz?n. Capt. Hugo Kling st ein von No. 3305 N. Capitol Ave. feierte Sonntag Abend , im Familien- und Freundes-Kreise sein 54. Wiegenfest. Das Befinden der Frau G. A. W u r g l e r, welche am Freitag Abend an der Meridian und McCarty Str. zufällig von einer RevolverKugel verwundet wurde, giebt zu ernsthaften Besorgnissen Veranlassung. Die Kugel ist localisirt worden, je doch ist eine Operation zur Zeit mit Gefahren verknüpft. Andererseits liegt die Befürchtung nahe, daß eine Blutvergiftung mit ihren schlimmen Folgen eintreten kann. Frau Wurgler befindet sich in ihrer Wohnung No. 823 Süd Meridian Str., woselbst ihr die denkbar beste Pflege zu Theil wird. Bauerlaubnißschein e. F. Cline Park, 2-ftöck. doppeltes WohnHaus. $4,000. F. Cline, Park, 2-stöck. doppeltes Wohnhaus, $3000. William H. Ghen, 323 Süd Noble, 2-stöck. doppeltes Wohnhaus, $2000. G. S. Cottman, 2-stück. Frame Wohnhaus. Whittler nahe Lowell, $1,800. R. L. Moorehead, Frame Cottage, Omer und Downey, $1,500. I. H. Woodruff, 2-stöck. FrameWohnhaus, Boswell nahe 28. Str., $2,000. , . Gottlieb L e u k h a r d t, Dik gemüthliche Ecke," ' Ecke Noble und Market Str
Nachrichten aus Jndaian.
Wie ein Schankwärt er zwei Räuber überlistete. Marion, 25. April. Bewund:rnswerthe Geistesgegenwart und Schläue bewies letzte Nacht Al Montrose, der Schankkellner in Patrick An trim's Wirthschaft in Landisville. Nacht? gegen 1 Uhr durch ein Geräusch aus dem Schlummer geweckt, eilte er in die Wirthschaft, um dort 2 Einbrecher zu treffen, die in sofort mit ihren Schießeisen bedeckten". Ganz gelassen lud er die beiden Räuber ein. Eins mit ihm zu trinken ; denn wie er sehe, hätten sie sich ja viel Mühe gegeben, die Thür einzubrecheu, die Kasse zu leeren etc. Und die Kerle gingen auf den Leim. Als die erste Flasche SchnavS geleert war, holte Al. eine zweite etc.. bis schließlich die beiden Räuber steif wie Besenstiele" auf dem Boden lagen. Dann spannte Al ein, lud Beide auf den Wagen und kutsckirte hierher, wo er sie in der Polizei-Station ablieferte. Sie hatten etwa $10 erbeutet und nennen sich Fred Ray und Charles Hickson. . Er hätte nimmer für den Wilden Westen" gepaßt. Dana, 25. April. Wm. Burkin, der Marschall von Dana, hat in temporärer Geisteszerrüttung, verursacht durch fortgefetzte Drohungen gegen sein Leben, sich erschossen. Vor 2 Wochen hatte er einen notorischen Burschen Namens Devine aus einem hiesigen Restaurant gewiesen, und seitdem hatten Devine und seine Sippschaft nicht nur an allen Enden gegen Burkin gehetzt, sondern auch fortwährend Drohungen gegen dessen Leben ausgestoßen. Man nimmt an, daß er hierdurch zur Verzweiflung getrieben wurde. . ; W e i t er es ü b er den 61 ay City-Bankraub. B r a z i l, 24. April. Wie schon berichtet, verhaftete am Samstag Sheriff Bray JameS Owens und Geo. Ellis unter dem Verdachte, an der Sprengung des Kassenschrankes der Clay City Bank und seiner Beraubung um etwa $6000 betheiligt gewesen zu sein. Dem ersten find folgende interessante Einzelheiten beizufügen: Die erste Spur von den vermuthlichen Kassensprengern erlangten die Beamten durch das Bekanntwerden des Miethens eines Gespannes aus einem Jasonviller Leihstall, ungefähr 12 Meilen von Clay City, das die ganze Nacht behalten worden war. Später ermittelten die Beamten, daß das gleiche Gefährt die Richtung nach Clay City eingeschlagen hatte, von Coal Mound aus, einem zwei Meilen nordwestlich von Jasonville gelegenen Dorfe. Man vermuthet, daß es Owens und Ellis waren, welche dem Gefährt in Coal Mound begegneten, und daß der Mann, welcher dasselbe in Jasonville gemiethet hatte und darin nach Coal Mound fuhr, der ist, den die Beamten in den nächsten Stunden dingfest machen zu können hoffen. Ellis und der unbekannte Mann und möglicherweise noch ein anderer kehrten mit dem Gefährt zurück, nachdem das Sprengen des Kassenschrankes in Clay City geschehen, während Owens in Clay City blieb. In seiner Betrunkenheit sagte Ellis den Bewohnern eines Farmhauses, nahe Jasonville, am Donnerstag Morgen, daß er um $5000 reicher sei als am Tage vorher. Die anderen zwei in den Raub Mitverwickelten sind: Pierre Walton, ein Ex-Sträfling, und Scott Pe'armann, die in den letzten 3 Jahren in Terre Haute und Seeley gewohnt hatten. Zwei W e it e r e V e r h a f t u n g e n. Terre H a u t e, 25. April. Letzte Nacht wurde im hiesigen Gefäng nisse der von Sheriff Bray in Coal mont Nachmittags abgefaßte Pierre Walton eingebracht, der wie berichtet im Verdachte steht, an dem Clay City Bankraube betheiligt gewesen zu sein. Auch Della Hawkins, ein junges Frauenzimmer, bei dem sich Walton in der Nacht des Raubes aufgehalten haben will, ist in Haft genommen wor-den.
St. Joseph's StaatsVerband. R i ch m o n d, 25. April. Die 11. Jahres - Convention des St. Joseph's Staatsverbandes von Ind. iana", der 1893 in Fort Wayne gegründet wurde, hat gestern unter , zahlreicher Betheiligung begonnen.' Vormittags um 10 Uhr fand die Begrüßung der Delegaten in der St. Joseph's Halle statt, um 10 Uhr war feierliches Hochamt und Predigt von Hochw. Francis Schoeppner von St. Meinrad. Nachmittags, vor den Vespern, wurde eine sehr imposante Straßenparade von den localen und und auswärtigen - Vereinen und den uniformirten Rittern veranstaltet und am Abend fand, nachdem Mayor W. W. Zimmermann die Delegaten im Namen der Bürgerschaft begrüßt hatte, eine gemüthliche Abendunterhaltung statt. Die Geschäftssitzung,, begann
heute Vormittag und' wird bis zum Abend dauern. Die gegenwärtigen Beamten des Verhandes find : August Gleitze, Logansport, Präsi dent ; I. F. Miller, Vincennes, VicePräsident ; Joseph Behringer, Jndia napylis, 2. Vice-Präfident ; I. B.' Wittengen, Evansville, Secretär; Joseph Rumely, Laporte, Schatzmeister; Geistliche Directoren Rev. M. Fleischmann, Vincennes, und Rev. A. Meßman, Laporte. T. P. ..-Convention in L a f a y e t t e. L a f a y e t t e. 25. April. Der hie sige Posten E" der Jndiana Division der Schutzvereinigung von Handelsreisenden (T. P. A.) und dieBürgerschaft haben umfassende Vorbereitungen, für die am Freitag und Samstag hier ab zuhaltende 14. Jahres'-Convention der Division getroffen. .Die Stadt wird prächtig decorirt sein, da die Geschäftsleute freigiebig beigesteuert haben, und die verschiedenen Bahnen werden Ex trazüge in Dienst stellen. Das officielle Programm ist wie folgt: Freitag. 1 Uhr Empfang der Delegaten; 3 Uhr Eröffnung der Convention im Grand Opera House mit Begrüßungsreden von Präs. Chas. S. Downing vom Posten E" und Mayor R. B. Sample; 8 Uyr Abends Un terhaltungen im Grand - Opera House mit Reden von Gonv. Durbin fund Nat.Präs. E. W. Donham; 10 Uhr Großer Ball in der Rothmänner Halle. S a m st a g. 9 Uhr Vorm. Große Straßenparade aller T. P. A.Mitglieder; 10 Uhr Beginn derConvention im G. O. H.; 10 Uhr Kar-ten-Partie für die Damen in der Elks Halle. Die Beamten des hiesigen Postens sind: Charles S. Downing, Präsident; Charles Frawley, Vice-Präfident; T. Schuyler Logan, Secretär und Schatzmeister; Directoren: H. A. Kamp, W. I. Kienly, George H. Schilling, F. M. Logan. Paul R... Thompson und Edward F. Halpin. Sein letzter Rausch. South B end. 24. April. Maurice Miller, ein Taubstummer, der hier an der Süd Lafayettr Str. logirt hatte, wurde gestern bei Brandywine, einer 3 Meilen von Niles entfernten Station, von einer South Bend & Southern Michigan Jnterurban Car niedergerannt und augenblicklich getödtet. Miller, der dem Trunke ergeben war, hatte am Donnerstag sein LogiZ nach Bezahlung der letzten . Rechnung verlassen, sich aber noch am Freitag hier in angetrunkenem Zustande umhergetrieben. ; Eine Schwester des Verunglückten soll nahe dem RiverviewFriedhofe und ein Bruder in Chicago ansässig sein. Brutaler Neger gesucht. Evansville, 25. April. Der Polizei, die mit Bluthunden die Spur verfolgt, ist es soweit noch nicht gelungen, den Farbigen einzufangen. der in der Samstag Nacht in die Wohnung 'der Frau Marie Bradis und ihrer Tochter einbrach und die Damen, welche sehr bekannt und wohlhabend find, durch Knüppelhiebe betäubte und danu das Haus ausraubte.
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