Indiana Tribüne, Volume 27, Number 208, Indianapolis, Marion County, 23 April 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne, SS. AprU 1904;
Jndiana Tribüne. ? HnauSgegeben von der Sutenberg E. Indianapolis, Ind.
Harry O. Thudium Präsident. Geschäfts local: 9lo, 31 Süd Delaware Straße. Telephone 269. ni tered at the Post Office of Indianapolii as second dass matter. . Aus der Bundeshauptstavt Der Washingtoner Correspondent der Misfisfippiblätter" schreibt: ' Dem Congreffe wird wieder einmal der Vorwurf filziger Schabigkeit gemacht, weil er es seit einer Reihe von Sessionen versäumt hat, einer armen Arbeiterin, die in einer Patronenfabrik der Regierung, also im Dienste für's Vaterland, beschäftigt war und bei einer Explosion in dieser Fabrik schwer verletzt und zum lebenslänglichen Krüppel wurde, die, wohlverdiente Pension oder wenigstens eine einmalige Entschädigung vorenthält. Der Unfall ereignete sich bereits vor sechs Jahren, und es ist in der That schäbig, wenn eine im Dienste der Regierung verunglückte Person, die hierdurch erwerbsunfähig geworden, nicht entschädigt wird. Wenn aber dem Congresse daraufhin vorgewarfen wird, daß er aus reiner Niedertrüchtigkeit oder herzloser Gleichgültigkeit der armen verkrüppelten Arbeiterin die , bescheidene Summe verweigere, während er sonst das Geld Millionenweise zum Fenster hinauswerfe, so wird dem Congreffe Unrecht zugefügt. Die Verweigerung, respective langjährige Verzögerung, rührt nicht davon her, daß er nicht gewillt ist, diese gerechte Forderung zu befriedigen, sondern weil er für derartige Sachen keine Zeit" hat. Keine Zeit! Das klingt recht ko. misch, und doch ist es die Wahrheit. Das Gesuch der armen Frau würde zweifellosom Kongreß bewilligt wer den, wenn es nur gelänge, die darauf bezügliche Bill zur Abstimmung zu bringen. Daß es dazu nicht kommt, wird begreiflich, wenn man sich die kurze Zeit der Thätigkeit des Congreffes durchschnittlich 5 Monate im Jahr bor Augen führt und diese Zeit mit der Menge der ihm obliegenden Geschäfte vergleicht. Bringt man die Samstage, die gewöhnlich Verbummelt werden, die Sonntage und Feiertage in Abrechnung, so verbleiben höchstens 100 Sitzungstage oder etwa 600 Sitzungsstunden, in benett die ganze gesetzgeberische Arbeit eines Jahres er ledigt werden muß. Dabei werden oft mehr wie 10,000 Bills eingereicht. Nun giebt es natürlich eine schwere Menge von Geschäften, die ihrer Wich tigkeit halber den Vorrang haben. Dazu gehören in erster Reihe die 13 Etats- oder Verwilligungs-Bills, ohne deren rechtzeitige Erledigung' die ganze Regierungs Maschine zum Stillstand käme. Dann kommen' die verschiedenen Ausschüsse, wie z. B. der für Mittel und Wege, für Wahlangelegenhei ten, für answärtige Beziehungen u. f. w., die ,aüch ihrer Wichtigkeit halber als bevorzugt gelten. ," . . ''", ES wird nicht mehr lange dauern, so haben wir ein , wohlregulirtes System von Stammbäumen abgestufter Grade, mit Gothaischen Kalendern, in welchen die Abkömmlinge registirt werden. Und zwar sind es in jedem einzelnen Falle die weiblichen Repräsentanten der alten Geschlechter", welche so sorgsam um die Regiftrirung der Qualität" bemüht find. Es gibt Holland-Damen", deren Register bis in die Zeit von NeuAmsterdam zurückreichen, dann KolonialDamen. Töchter derRevolution" in zwei Auflagen und jetzt ist auch das PermanenteLager derDamen 0.1846" hier in Washington konstituirt worden. Die Idee sptvß vor etwa zwei Jahren, wo man begann, ein provisorisches Register von weiblichen Familienmitgliedern der Offiziere, die im mexikanischen Kriege aktiv gewesen, anzulegen. Jetzt haben sich ihrer 25 zusammengefunden, und die Organisation ist perfekt gemacht. Um einem dringend gefühlten Bedürfniß abzuhelfen, sollte die Lücke ausgefüllt, und ein Verein der Damen von 1812" und der Seminolen Damen" gegründet werden. Dann find die Stufen bis zum Bürgerkriege fertig, und von da ab beginnt das gewöhnliche Volk", dexn wollte man auch etwa Damen des Bürgerkrieges" und Damen des Spanischen Krieges" gründen, dann würde ja jede Exklusivität fehlen. ''" ' In der Mittwoch Sitzung des Se
nats brachte der Republikaner Hale zu der Bill über die Verwaltung der Panamakanalzone ein Amendement ein, wonach Alles, was zum Kanalbau gehört, auf Schiffen transportirt werden muß, welche in den Ver. Staaten gebaut worden find, soweit angemessene Frachtsätze zu erlangen sind. Als die bezeichnete Bill in Berathung genommen , wurde, ging Senator Morgan wiederum auf eine allgemeine Diskusfion ein und äußerte die Meinung, irgend ein verborgener Einfluß sei am Werke, um eine Beschleunigung der Angelegenheit herbeizuführen. Er zog dann temporär sein Substitut für die ganze Bill zurück und beantragte, auf die zweite Lesung zur Amendirung einzugehen. Diesem Antrage wurde entsprochen und er beantragte sodann die Aufnahme der Sektion 11 seiner Bill, nach welcher an Panama $10, 000,000 gezahlt werden sollen, an Stelle der Sektion 1 der vom Kanalcomite einberichteten Bill. Der Redner rechtfer
tigte diesen Vorschlag mit dem Argument, daß der Erwerb des Grundbefitzes allen anderen Maßregeln vorausgehen, müsse, und daß die vorliegende Bill nichts über die Erwerbung der Panamabahn und der Schiffe der neuen Panamäkanal Gesellschaft enthalte. Er beklagte die Verzögerung, in der Auszahlung der zehn . Millionen an Panama und verlangte von den republikanischen Senatoren eine Erklärung dieses ihm unverständlichen Umftandss. ' '". Der Redner warf dem Präsidenten einen Verstoß gegen , das Gesetz durch die Zahlungen an die Republik Panama und die neue Panamakanal-Gesell-schaft vor, beklagte von Neuem, daß man keine Information erlangen könne und meinte, in 'dem Nest schwindelhafter Spekulanten, welches sich in Paris oder möglicher Weise in New York oder an einer noch näher belegenen Stelle befinde, sei die Erklärung des räthselhaften Zögerns zu finden. Irgend Jemand müsse Vortheil daraus erwachsen, aber es lasse sich nicht ermitteln. wer es sei. Herr Morgan verlas hierauf einen Artikel, worin davon die Rede war, daß die britische Regierung ein Kanonenboot zum Schutz der Mos-quito-Jndianer nach Nicaragua auf Grund des zwischen Großbritannien und dem Stamme abgeschlossenen Verträges schicke, und meinte, . die Mos-quito-Frage sei wieder aufgewärmt worden, um einen Plan Englands zur Herbeiführung des Baues eines Kanals auf der Costa Rica-Nicaragua-Route zu verbergen. Die britische Regierung, sagte er, könnte so gut die Mittel und Vorkehrungen für den Bau des Kanals beschaffen, wie es Sei dem Bau des Suezkanals geschehen sei. Das ist es, was hinter der Mosquito-Frage steckt", schloß der Redner und fetzte hinzu, er fei sich tvohl bewußt, daß Senatot Kittridge darauf brenne, ihm zu erwidern.' Die ganze Antwort des Se nators Kittridge bestand aber in dem Antrage, das Morgan'sche Amendement zu der ersten Bill auf den Tisch zu legen, und diesem Antrage gemäß wurde durch ein Parteivotum von 33 gegen 15 Stimmen entsprochen. Eigentlich sollten auch die Apotheker im . unteren Stadttheil dem Nicholson-Gesetz unterstehen. Manche Apotheke" an der Washington Straße verkauft in einem Tage mehr Schnaps und alkoholartige Liquöre, wie viele Wirthe in einer ganzen Woche. Die Gier amerikanischerZeitungen, die unappetitlichen Einzelnheiten der Hinrichtung der drei Chicagoer Mörder so realistisch wie möglich zu beschreiben, wäre wirklich einer besseren Sache würdig. Wenn man bedenkt, daß eS sich um das Ende von verthierten Geschöpfen handelt, die einfach die gesetzlich vorge schriebene Buße für ihre Missethaten erlitten, so kann es dem Publikum ganz gleich sein, ob die Kerle weiße Rosen an ihren schwarzen Röcken trugen und wie viele Zuckungen sie machten ehe sie todt waren, oder ob fie Religion heuchelten oder nicht. Traurige Heimfahrt. Auf der Rückreise von Denver, Col., wo sie vergebens Heilung von der Schwindsucht gesucht hatte, nach ihrem Heime Cleves, O., starb gestern Morgen, '. als der Big Four Zug in das Weichbild von. Indianapolis einfuhr, in den Armen ihres Mannes in einem Schlafwaggon die junge Frau Wm. F. Sage. Coröner? Tutewiler gestattete Nachmittags dieFortsetzung der unsäg lich traurigen Heimfahrt.' .
. Aus den Gerichtshöfen. 1 Criminalgericht. " Wm. Jones, welcher des Diebstahls angeklagt war, bekannte sich schuldig. Er wurde zur Zahlung von $1 und Kosten und einer Arbeitsftrafe von 60 Tagen verurtheilt. Glänzte durch. A b w e s e nh e i t. Vor Richter Carter sollte gestern über die Schadenersatzklage verhandelt werden, welche Henry Ellis gegen die Straßenbahn Gesellschaft eingereicht hatte. Allein da der Kläger durch .AbWesenheit glänzte, so wurde die Gesellschaft entlassen. Ellis hat jedoch die Kosten zu bezahlen. In den Händen der Ge s ch w o r e n e n. Der Fall der Elisabeth Schwartz, welche Wm. B. Lane Ir. auf Schadenersatz verklagt hatte, wurde gestern Nachmittag in Richter Carter's Tribu nal den Geschworenen zur Berathung
überwiesen. Lane, welcher Präsident uud Betriebsleiter der United States Desk File & Cabinet Co." ist, wird beschuldigt, die Klägerin, welche bei ihm als Stenographin angestellt war, eines Abends an den Handgelenken gefaßt und den Versuch gemacht zu haben, sie zu Boden zuwerfen. Es gelang ihr jedoch, aus dem Gebäudegzu entfliehen. Geschieden. Richter Leathers bewilligte Frau Lania Watkins die Scheidung von ihrem Gatten Walket . Kann nicht von dcr Luft leben. Anna Bears verklagt ihren Gatten Austin, welcher seine Familie vor einigen Wochen verließ und sich seitdem nicht mehr um sie bekümmerte, auf Unterstützung. Sie verlangt, daß er ihr jährlich S300 zahlen soll. Er ist bei der National Malleable Casting Co." mit einem guten Lohne als Jnfpector angestellt. Verletzte das 6. Gebot. Dormie Jackson wünscht von ihrem Gatten James geschieden zu werdet Sie beschuldigt ihn der brutalen BeHandlung und des Ehebruchs. Sie verlangt S6000 Alimente. E i n U r t h e i l u m g e st o ß e n. ; Vor geraumer Zeit verklagte Edward Zumbrum den Dr. Nathan B., Moores wegen falscher ärztlicher Behandlung auf Schadenersatz. Derselbe hatte eine Operation für Blinddarm-Entzündung an ihm vorgenommen. Es hatte sich jedoch herausgestellt, daß er an einer anderen Krankheit litt und daß demi Blinddarm nichts fehlte. Im Gericht wurden dem Zumbum $1800 zugesprochen. Der Doctor appellirte und gestern wurde das Urtheil im Appellationsgericht umgestoßen, weil der An walt des Klägers versäumt hatte, innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit auf die Appellation des Verklagten eine Antwort einzureichen. Das höhere Gericht nahm daher an, daß die Ein wände, welche von dem Doctor gegen das Urtheil erhoben worden waren, von der Gegenpartei als stichhaltig betrachtet wurden. Der Greenfield Naturgas'Fall. Richter Allen hörte gestern in dem Greenfield Naturgas-Fall, über welchen vor einigen Tagen vor ihm verhandelt wurde, die Argumente. Schwindler Babcock andie Grotzgeschworenen überwiesen. Albert C. Babcock, welcher unter der Anklage des Erlangens von Geld unter falschen Vorwänden verhaftet worden war, verzichtete gestern auf ein Vorverhör und wurde an die Großgeschworenen überwiesen. Babcock hatte, wie gestern ausführlich berichtet wurde, eine Anzahl Pythias Ritter Logen beschwindelt. Im Polizeigericht fand eine Jury den griechischen CandyVerkäufer Christ Alexis, welcher mit seinen Wagen zu lange auf einer Stelle gestanden hatte, schuldig, eine diesbe zügliche städtische Ordinanz verletzt zu haben. Die Strafe wurde auf Icent und Kosten normirt. RudolphMarchal, der Eigenthümer des nach ihm benannten Gebäudes, wurde wegen Haltens eines anrüchigen Hauses zur Zahlung von $25 und Kosten verurtheilt. Marchal appellirte. Der Wirth John I. Miller von der Massachusetts Ave. Brightwood, welcher am letzten Sonntag verhaftet worden war, hatte wegen Verletzung des Sonntags-Gefetzes $10 und Kosten und wegen Verkaufs von Spiritussen S20 und Kosten zu zahlen. . :
Schlußfeier des Medical College of Jndiaua". Gestern Abend fand im Englifh Opernhaus die 34. jährliche 'Schlußfeier des Medical College of Jndiana", Universität von Jndianavolis, statt. Die Haupt-Ansprache wurde von Prof. Dr. Winfred Ernst Garrison, Präsident des Butter College, gehalten. Weit über 80 Studenten, respective Studentinnen empfingen ihre Diplome.
Schlechter Camerad. ' Von den Detectivs Splan und Haley wurde heute der Neger Albert Clay, Aufwärter im Restaurant des Bla-cherne-Gebäudes, . unter der Anklage verhaftet, seiner dort als Wäscherin angestellten Rassegenossin Laura Brooking in der Freitag Nacht ihre Ersparnisse, $15, gestohlen zu haben. Er gestand. P Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow". Kleine Stadtnachrichten. Die von M ons i gn o re Bess o n i e s zum Besten der Anstalt zum Guten Hirten gestiftete goldene Uhr ist von Frl. Anna T. McJntire, No. 447, gewonnen worden. Bonden 639 Zöglingen der städtischen Schulen, welche im nächsten Herbste zum Besuche der Hochschulen berechtigt sein werden, haben sich 397 entschlossen, in die M. T. H. S. einzu treten, während die anderen 242 sich für die Shortridge Hochschule cntschieden haben. Wirthschafts - Eröffnung. , Meinen Freunden Und Gönnern zur Nachricht, daß am Samstag, den 23. April, meine neue Wirthschaft,901 Virginia Ave. auf würdige Weise durch einen famofen Lunch eröffnet wird. Zu einem Besuch lade ich ergebenft ein, einen guten Trunk, gewürzt mit bestem Humor versprechend. Achtungsvoll, A u g u ft B u ch e r, 901 Virginia Ave. Bürgermeister der Südseite. 'Schwindler als Pädag o g e. Als netter Jugendbildner hat sich der frühere Leiter der AugustaSchule in Bergedorf bei Hamburg, ein gewisser Sehrbund, entpuppt. Er lei,tete. eine -Zeitlang, diese, Mädchenschule, hatte aber keine rechten Erfolge aufzuweisen und beabsichtigte späterhin in Hamburg eine Knabenvorschule zu errichten. Bei den Verhandlungen, die er hierbei mit der Oberschulbehörde führte, fiel das eigenartige Deutsch dieses Jugendbildners auf und man forschte nach dem Gange seiner Vorbildung. Sehrbund wollte auf dem Seminar zu Tondern, Provinz Schles-wig-Holstein, die zweite Lehrerprüfung mit Auszeichnung bestanden haben; es stellte sich aber heraus, daß der Herr Schulvorsteher gar kein Seminar besucht und die Abgangszeugnisse des Tonderner Seminars gefälscht hatte. Er wurde daraufhin verhaftet. Dreist e r Schwindel. Der Kaufmann Samuel Levi in Mannheim, Baden, hatte unter Mißbrauch von Briefformularen einer angesehenen Firma, deren Inhaber auch Levi heißt, den Juwelier Franz Arnold bestimmt, ihm eine Auswahlsendung von acht Uhren im Werthe von 1230 Mark zuzusenden. Der Juwelier schöpfte bald Verdacht, aber als er Levi erwischte, hatte dieser bereits drei Uhren verkauft. Mit den übrigen suchte er zu flüchten, wurde aber festgenommen. Levi, der fchon im ' Zuchthaus war, wurde wieder auf 2j Jahre dorthin geschickt. Daneben - wurden ihm die Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt. Verunglückter Retter. Der Glasschleifer Rudolf Hollupp in der Kuschinger'schen Glasfabrik in Frauenau, Niederbayern, wurde jüngst vom Transmissionsriemen am Hinterköpfe erfaßt. Sein Kamerad Kaspar Giltner wollte helfend hinzuspringen, wurde aber, als er Hollupp aus dem Riemen gezogen hatte, selbst erfaßt und fürchterlich zugerichtet. Der gerettete Hollupp war nur leicht verletzt. Der opfermuthige Freund wird jedoch zeitlebens ein Krüppel sein. ' Rohe Re k r u t z n. In Weißenburg am Sand im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken wurde neulich der nahezu 90jährige Privatier Paul Wägemann, der trotz seines hohen Alters noch allein Spaziergänge unternimmt, in einem Straßengraben bewußtlos und mit einem komplizirten Armbruch aufgefunden. Heimkehrende Rekruten hatten ihn ohne jede Veranlassung in den Graben geworfen. Furchtbare Stürme haben vor Kurzem auf den Fidschi-Jn-seln grausige Verwüstungen angerichtet. Die Stadt Levuka ist ein großer Trümmerhaufen, Tausende von Kokos?almen sind geknickt. Auf den TongaInseln hat der Orkan die Hälfte der Kopra-Ernte vernichtet. Zahlreiche Menschenleben und. eine Reihe von Schiffen sind zu Grunde gegangen.,
Dünen bild un g. Neber die Entwicklung der Tüncn a der Westküste von Schleswig. Die Dünenbildungen an der schleswigschen Nordseeküste vertheilen sich auf vier, , durch das Meer , voneinander getrennte Stellen, nämlich die , Inseln Röm,-Sylt, Amrum und die Halbinsel Eiderstedt. In. jedem dieser Territorien nimmt das Dünengebiet die Westliche, dem Meere zugekehrte Seite ein, und alle vier Dünengebiete liegen auf einem Kreisbogen, dessen Sehne von der Nordspitze Roms zur Südspitze von Eiderstedt verläuft. Hierdurch kommt eine gewisse Einheitlichkeit in die geographische Kombination jener Dünengebiete, die erdgeschichtlich dadurch begründet erscheint, daß dieses ganze Küstenland in alter Zeit durch das Hereinbrechen der Meeresfluthen zertrümmert wurde und daß seine heutige Gestaltung nur die Reste einer früher zusammenhängenden Landschaft darstellt. Auf Sylt gibt es ausschließlich nur alte Dünen, die, vor langer Zeit entstanden, jetzt nur die verschiedenen Stufen späterer Umbildung aufweisen, während der Strand von Röm, Amrum und Eiderstedt neben alten Dünen verschiedene Entwicklungsstufen, auch die Neubildung von Dünen, den Aufbau derselben aus den jüngsten Anfängen vor Augen führt. Der Westküste von Sylt liegt nur ein schmaler Sandstrand vor, und die alten Dünen sind vermuthlich zu einer Zeit entstanden, als die Insel sich weit über ihre heutige Grenze westwärts in's Meer ausdehnte und sanft zum Wasserspiegel abdachte. So war damals die Bildung von Dünen möglich, die, dem Meere entsteigend, ostwärts den Landrücken hinaufwanderten, auf dem sie sich heute befinden. Anders bei Röm, Amrum und Eiderstedt. Dort hat das Meer an der Westseite breite Sandflächen angeschwemmt, die auch bei gewohnlicher Fluth trocken liegen, aber doch durchtränkt sind vom Salzwasser der Nordsee, sie bilden die Vorbedingung der daselbst auch heute noch stattfindenden Neubildung von Dünen. Nur auf feuchten Sandflächen wird heute die Neubildung von Dünen beobachtet, und es ist kein Grund vorHanden, anzunehmen, die alten hohen Dünen von Sylt und Amrum seien auf trockenen Sandfeldern entstanden, während an andern Stellen der Erde, z. B. in vegetationslosen Wüsten, die , Entstehung von Dünen allerdings auch auf trockenen Sandfeldern vor sich geht. An der Westküste von Schleswig ist aber nur die nasse Sandfläche der Schauplatz für die Neubildung von Dünen, und damit diese vor sich geht, muß ferner eine Pflanze auf dem Sandfelde auftreten. Diese Pflanze ist stets und überall dieselbe, nämlich ein perennirendes Gras, dessen botanischer Name Triticurn junceurn ist. Es findet sich überall an der deutschen Nord- und Ostseeküste, fehlt aber dem Binnenlande und gedeiht am üppigsten auf reinem Sandboden, auch an thonigen Stellen, wofern sie salzhaltig sind. Der vom Winde herangewehte und von den unterirdischen Stengeln des Triticums durchwucherte Sand bildet den Anfang für die erste Entwicklungsphase einer Düne, die sich im Laufe der Jahre bis zur Höhe von mehreren Fuß erheben kann. Es sind dies die sogenannten Triticum-Dllnen, denn sie sind nur von diesem Grase bewachsen und durchwachsen. Weiteres Wachsen über etwa zehn Fuß. Höhe hinaus sindet bei diesen Dünen nicht statt, weil der Sand nur an der Oberfläche trocknet und durch den Wind verstäubt wird. Dann aber wird der Boden geeignet für das bekannte eigentliche Dünengras, dessen botanischer Nume Psamma arenaria ist, das im salzlosen Flugsande gedeiht und die Dünenoberfläche in dichten Rasen bedeckt. Aus dieser Grasdüne geht dann zuletzt durch den Wind, der die Grashorste losreißt oder verschüttet,die kahle Düne, der vegetationslose schneeweiße Sandberg hervor. Sonderbarer Ehrgeiz. Eine Urkundenfälschung, wie sie in ihrer Art wohl noch nicht vorgekommen ist, führte kürzlich den Chausseewärter Paul Hellwitz aus Pristram, Kreis Nimptsch in Schlesien auf die Anklagedank. Der gute Mann kannte keinen sehnlicheren Wunsch, als Großvater zu werden, und diese unerklärliche eigenartige Sehnsucht trieb ihn, nachdem er bei Tag und Nacht nur an diesen feinen einzigen Herzenswunsch gedacht hatte, schließlich so weit, daß er auf das Standesamt nach Groß-Wilkau ging und dort, ohne daß dies irgendwie auf Wahrheit beruhte, dem B'amten meldete, seine Tochter habe einem Knaben außerehelich das Leben geschenkt. Der Beamte trug diese Anzeige in das Register ein, und erst als die erforderlichen gerichtlichen Schritte zur Bestallung eines Vormundes gethan wurden, stellte sich die Unwahrb'it jener Angabe heraus. Der sehnsüchvae Großvater wurde zur Kühlung seines unverständlichen Wunsches mit 25 Mark Geldstrafe eventuell fünf Tagen Gefängniß belegt. " D i e größten Männer fand der berühmte Afrikaforscher Henry M. Stanley in Höhen von 4950 und mehr Fuß über dem Meere; die kraft tigsten in der Höhenlage von 3300 bis 4950 Fuß, und die kleinsten, abgesehen von den eigentlichen Pygmäen, an der Seeküste und bis zur Höhe von 3300 ftufc.
I Oros.
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