Indiana Tribüne, Volume 27, Number 206, Indianapolis, Marion County, 21 April 1904 — Page 4

Juviana Tribüne, 21. April l.

Indiana Tribüne. HnauSgegebrn von der tebg tt. Indianapolis, Ind. Harry C. Thudium ,"' Präsident. Geschäftslocal: 5fa, 31 Süd Delaware Straße. TELBPHO!E 269,

kntered at the Post Office of Indianapolis as second class matter. Gouverneur als Rebell. Wie schon in unseren Depeschen gemeldet, hat sich Gouverneur , PeaboÄy geweigert, auch dem ' Befehle des Staats-ObergerichtS. den Präsidenten der Westlichen Föderation der Grubenarbeiter, ChaS. H. Moyer. diesem höchften Tribunale des Staates verführen zu laffen, zu gehorchen. Letzten Freitag erließ das Obergericht den Habeas Sorpus" . Befehl auf Vorführung des Gefangenen für Donnerstag, also heute. Freilich wagte es der Gouverneur nicht, ohne Welteres den Befehl des Obergerichts zu ignoriren, , wie er es mit einem gleichen Befehle des DistriktsGerichts gethan hatte.. Die Staatsregierung, also der Gouverneur, nimmt den Standpunkt ein, daß in Füllen, die das Wohl des Staates angehen, sie das Recht habe, irgend eine Person nach Belieben zu verhaften und einzukerkern der Gouverneur also unbedingte Gewalt habe. Doch hielt es der Gouverneur für nothwendig, zur Entschuldigung für die unerhörte Mißachtung des obergerichtlichen Befebles anzuführen, daß er um die Sicherheit des Gefangenen auf dem Transporte besorgt sei. Diese faule Ausrede dürfte aber kaum bei einem höheren Gerichtshofe, welcher weiß, daß der Gouverneur genügende Mannschaf ten zu seiner Verfügung hat, um den Gefangenen sicher an die Gerichtsbeamten auszuliefern, genügen. Will das Obergericht von Colorado seine Würde wahren, so wird; es den Gesuchfteller in dem vorliegenden Habeas Corpus-Falle in seiner Berufung an die Bundesgerichte wirksam unterstützen. Gouverneur Peabody weiß selbstverstündlich, daß, wenn die Sache - an die Bundesgerichte gelangt, seine Verhöhnung. des ' Gerichtswesens seines Staates vergeblich war. Einem EinHaltsbefehl des. Bundesgerichts würde eventuell durch Bundestruppen ' der ge hörige Nachdruck gegeben werden. Der 9. Paragraph des 1. Artikels der Bundesverfassung sagt ausdrücklich: Die Privilegien des Habeas Corpus-Bekehls dürfen nie suspendirt werden, es sei denn im Falle eines feindlichen Einfalles odr einer Rebellion." Selbst Gouverneur Peabody wird kaum die Stirne haben zu behaupten, daß Colorado im Zustande einer Rebellion sei. Wenn dort ein SchreckensRegiment exiftirt, so ist es nur durch die ; Uebergriffe des Adjutanten des Gouverneurs Peabody hervorgerufen. Und wie jetzt in Colorado gegen die organisirten Grubenarbeiter gewüthet wird, ergiebt sich aus einer Uebersicht der jüngsten Prozesse. Auf Veranlassung der vereinten Grubenbesitzer war eine Anzahl ausständiger Arbeiter unter Dynamit" und ähnlichen Anklagen verhaftet worden; sis sollten Gruben zerstört haben, um Scabs daraus zu vertreiben und sollten den Versuch gemacht haben, Eisenbahnzüge zu entgleisen. In jedem einzelnen dieser Fälle ist nun auf Antrag des Staatsanwalts das gerichtliche Verfahren eingestellt worden mit Ausnahme Chas. H. McKinney's eines gedungenen Agent Provokateur". -Charles H. McKinney war ein Helfershelfer der Geheimpolizisten Scott, Sterling und Beckmann. Er gestand im Verhöre, daß er zusammen mit dem letztgenannten Detektive einen dichtbesetzten Eisen--bahnzug zu entgleisen versuchte und hierfür fünfhundert Dollars von seinen kapitalistischen Auftraggebern erhalten habe. Es war ein schrecklicher Plan" sagte der Arbeiter Advokat in jenem Verhöre ;,und vielleicht niemals in der Geschichte der Vereinigten Staaten war ein Schurkenstreich' so wohl angelegt wie dieser, aber er mißlang." Ob die Anklagebehörde versuchen wird, nicht blos das Werkzeug McKinny der verdienten Strafe zu überliefern, fön dern auch seine Auftraggeber zu packen, welche für fünfhundert Dollars diesen Bravo kauften, damit er Hunderte von Menschenleben vernichten sollte, einzig zu dem Zwecke, das Odium dieses Mas.

senmordes auf die streikenden Arbeiter zu werfen bleibt aozuwarten. Wie auch Gouverneure , der BundesVerfassung offen Hohn sprechen erhellt übrigens zur Genüge aus der Äeigerung des Gouv. Durbin, den Ex-Gou-verneur Taylor an Kentucky auszuliefern, auch hier ist der betreffende Paragraph Art. 4 völlig klar, denn er desagt. Eine Person, die in einem andrren Staate eines Verbrechens angeklagt und flüchtig wurde, soll von dem Staate, in dem sie gefunden wird, an den Staat, von welchem fle flüchtig wurde, ausgekiefert werben." Wenn die Spitzen der staatlichen Behörden ihre Nichtachtung dar Verfassung selbst gerichtlichen Befehlen gegenüber offen zur Schau tragen, so kann man von den Massen keine Achtung vor dem Gesetze heranbilden.

Unser Correspondent in London schreibt: Seit dreiviertel Jahren taucht von Zeit zu Zeit die Meldung auf, daß England und Frankreich sich über ein franz. Protektorat in Marokko geeinigt hätten. Auch jetzt wieder wird berichtet, daß England die französische OberHerrschaft über Marokko unter der Be dingung gutheißen will, daß das Gebiet von Tanger neutral bleibt. Uns will diese Nachricht wenig glaub würdig erscheinen. Die vertragsmäßige Neutralität von Tanger hat, wofern Frankreich , im Besitze des übrigen MarokkoZ ist, gar keinen praktischen Werth für England. Auch- der Suez-Kanal ist neutral, aber Niemand zweifelt daran, daß England ihn in dem Augenblicke sperren würde, wo die englischen Interessen dies erheischen. Und da England im Besitze des Hinterlandes des Kanals ist, so würde es jeden Au genblick in der Lage sein, die Sperrung praktisch, durchzuführen. Ebenso könnte Frankreich, wenn es Ceuta oder Tetuan befitzt, binnen weniger Tage Tanger durch Handstreich nebmen und dann das Passieren englischer Kriegs- und Handelsschiffe durch die Straße von Gibraltar unmöglich machen oder zum mindesten auf das äußerste gefährden. Die freie Durchfahrt durch diese Straße aber ist für England um seiner asiatischen Besitzungen willen von der größten Wichtigkeit. Eine Neutralitätserklärung vonTanger auf dem Papier würde also für England keinen Nutzen haben, fondern es müßte ausgemacht werden, daß Frankreich das Protektorat über Marokko ausübe, ohne irgendwelche Truppen in dem ganzen Gebiete des Landes zu unterhalten. Dann aber würde das Protektorat nur auf dem Papier stehen und davon hätte wiederum Frankreich nichts, denn der Ehrgeiz der französischen Kolonialpolitiker ist darauf gerichtet, von der kleinen Syrte bis zum Kap Nun in ununterbrochener Linie zu herrschen. Auch abgesehen von der Gibraltarfrage aber wäre eine derartige französische Alleinherrschaft im ganzen westlichen Theile des südlichen Mittelmeergeftades für England außerordentlich unerwünscht, schon darum, weil je mehr sich die französische Herrschaft in diesem Gebiete ausdehnt und befestigt, desto mehr auch Italien und Spanien in die Gefahr eines gewissen Vasallenthums gegenüber Frankreich gerathen. Die marokkanische. ..Frage, .wird ja schließlich einmal eine Lösung finden müssen. Denn wenn das Sultanat zusammenbricht, können die europäischen Mächte schon aus handelspolitischen Interessen die Anarchie nicht dulden. So lange es aber irgend möglich ist, wird England die Lösung hinausschieben, besonders eine solche Lösung, die Gibraltar gefährdet. Socialer Turnverein. Der Sociale Turnverein erwählte in seiner gestrigen Versammlung folgende Delegaten für die am 1. Mai in der Halle des Central Turnvereins, Chicago, stattfindende 23. Bezirkstagsatzung: Louis Sielken, Armin Bohn und Hugo Fischer; Ersatzmänner: Max Emmerichund Charles Mode. Betreffs der Jnftructionen für .die Delegaten fanden längere Erörterungen statt. Im Uebrigen wurden nur RoutineGeschäfte erledigt. Es wurden mehrere neue Mitglieder aufgenommen; die Verlesung der Berichte der Beamten wurden auf die nächste Verfammlung verschoben. Garantirte Kur für Hämorrhoiden. Juckende, , blinde, blutende oder .hervor quellende Hämorrhoiden. Ihr Avotheker giebt das Geld zurück wenn PAZO OINTMENT zu kuriren verfehlt in 6 bis 14 Tagen. 50c.

Ans den Gerichtshöfen. '

Benjamin Harrison's u n e i n i g e T r b e n. Der Bericht der Union Trust Co., als Trustes unter den Bestimmungen des Testaments des Generals Benjamin Harrison für dessen Wittwe und , unmündige Tochter Elisabeth, ist von Russell B. Harrison und seiner Schwester Frau McKee angegriffen worden und sie haben im Probatgericht das Gesuch eingereicht, denselben nicht zu bestätigen. In dem Testamente war die Bestimmung getroffen worden, daß die TrustGesellschaft aus den zum Nachlasse gehörenden Werthpapieren einen Fond von $125,000 gründen sollte, dessen Zinsen der Wittme und deren Kinde zu Gute kommen sollte. Die Trust So. ist der Bestimmung nachgekommen, hat aber die sür diesen Fond zurückgehaltenen Actien zu dem Preise berechnet, welchen der Verblichene dafür bezahlt bat. Dieselben sind aber nach der Ansicht der Conteftanten etwa 810,000 mehr werth, so daß in Wirklichkeit der Fond für Frau Harrison $135, 000 beträgt. Sie verlangen, daß diese $10,000 den Conti der übrigen Erben zu Gute kommen soll. Ueber diese Streitfrage wird Nachlaß-Commissär Walker am ' nächsten Montag entscheiden. Ferner opponirte Russell B. Harrifon gegen eine Rechnung von $150 für das Tapezieren der Harrison Residenz No. 1211 N. Delaware Str., indem er behauptet,, daß dieselbe exorbitant sei. U. A. war eine Qualität Tapete benutzt worden, von welcher die Rolle $2.50 kostete. Ex-Generalanwal Miller, der Vertreter der Frau Harrison, wies nach, daß der Verstorbene bestimmt hatte, daß alle Ausgaben, welche zur Unterhaltung der Residenz, Verbesserungen, Steuern etc. nöthig waren, aus dem Nachlaß bezahlt werden sollten und daß das Haus in gutem Zustand erhalten bleiben sollte. Der ProbatCommissär wies den Protest von Col. Russell ab und bestätigte die Rechnung!. Ein ungetreuer Vor mund. Die Wainwright Trust Co., Vormund von Flossie C. und Oscar W. Hartley hat deren ehemaligen ''Vormund. Thomas E' Boyd, auf Zahlung von $1500 verklagt. Diese Summe gehörte seinen Mündeln, er hatte sie aber angeblich für sich selbst verbraucht. Die American Surety Co., welche für Boyd Bürgschaft geleistet hat. ist verklagt. ' ':. , E i n H e i r a t h s c o n t r a c t i st m e h r a l s ein ei n f a ch e r Geschäf'tscontract. Vor geraumer Zeit wurde im Kreisgericht von Wells County der Josephine Eikenbury die Scheidung von ihrem Gatten Charles verweigert. Derselbe hatte sich nach den Philippinen begeben, aber sich nicht weiter um sie bekümmert. Während der Verhandlngen aber hatte es sich herausgestellt, daß die Frau einige Jahre nach der Abwesenheit ihres Gatten Mutterfreuden genaß. mithin also Ehebruch begangen hatte. ,hr Anwalt appellirte gegen die Entscheidung, indem er geltend machte, daß ein Heirathscontract gleich einem Civilcontract sei, welcher sür Niemand anders, als für die Parteien,- zwischen welchen er abgeschlossen war, Interesse hatte. Die Appellation wurde gestern im Obergericht abgewiesen, indem das Gericht die Entscheidung des unteren Gerichts bestätigte. In derselben heißt es u. A., daß ein Heirathscontract doch noch etwas mehr sei als ein Civilcontract, denn an demselben habe der Staat noch ein Interesse und zwar ein hervorragendes. Der R i ch t e r will beide Seiten hören. Vor Richter Leathers wurde gestern über die Scheidungsklage verhandelt, welche George W Rowe gegen seine Gattin Dora eingereicht hatte. Er beschuldigte sie, einen zänkischen Character zu haben und daß er sowohl, als auch seine Kinder aus erster Ehe in liebloser Weile von ihr behandelt wurden. Der Richter verweigerte die Scheidung, sondern erklärte, erst noch zu hören, was die Frau zu sagen hat. Ihr Anwalt erklärte, eine Gegenklage einreichen zu wollen. Spieler Armitage kam vom Regen in die Traufe. Vor einigen Tagen wurde James Armitage wegen Haltens eines Spielhauses verhaftet und im Polizeigericht zuc Zahlung von $100 nebst Kosten

verurtheilt; 15' Personen, welche mit ihm verhaftet worden waren, hatten sich ohne Weiteres schuldig bekannt und ihre Strafe bezahlt. Armitage aber appellirte an das Criminalgericht. Da ihm bekannt war, welche scharfen Instructionen Richter Alford in solchen Fällen den Geschworenen zu ertheilen pflegt, so ersuchte er, daß der Fall vor einem andern Richter verhandelt wer den sollte. Das Gesuch wurde bewilligt und vor dem Specialrichter Wilbur Wilson und einer Jury kam gestern der Fall zur Verhandlung. Am Nachmittag zog sich die Jury zur Berathung zurück und einige Stunden später hatte sie sich bereits auf einen Wahrspruch geeinigt. Sie fand den Angeklagten schuldig und setzte die Strafe auf $250 und Kosten fest. Kamen noch gnädig davon. Ed. Sahm. Wm. Volpp, Wm. Cro. nin, John Keating, Harry Meyerö, Elmer Hauser und Ralph Powers, sechs noch in jugendlichem Alter stehende Spitzbuben, welche des Diebstahls und des Einbruchs angeklagt waren, bekannten sich schuldig. In Anbetracht ihrer Jugend kamen sie mit einer Strafpredigt und suspendirtem Urtheile davon. Sollte irgend einer von ibnen sich wieder etwas zu Schulden kommen lassen, so wandert er ohne Gnade und Barmherzigkeit in's Reformatorium. Der Schul-Trustee siegreich. Das Staats-Obergericht hat gestern entschieden, daß der Tomnship-Trustee diejenige Persönlichkeit ist, welche zu bestimmen bat, ob eine Schule in seinem District wegen Mangels an Schülerzahl geschlossen werden soll oder nicht. Es handelt sich in diesem Fall um eine Controverse, welche zwischen dem Trustes von Newville Tp.. Dekald Corntjy, und den Patronen einer Schule ausgebrochen war. Keine Einigung der I u r y. " In der von Rachel Schröder gegen die Straßenbahn - Gesellschaft eingereichtenSchadenersatzklage konnten Richter Allen's Geschworene sich nicht einigen und dieselben mußte daher entlassen werden. , . , . . . - . Ehen, welche nicht im Him m e l g e s ch los s e n wurden.

Folgende Eheleute, welche in der Ehestands-Lotterie Nieten gezogen ha ben. reichten aus nachstehenden Grünk en Scheidungsklagen ein; Bertha Hiles gegen Charles Hiles; brutale Behandlung und Pflichtvernachlässigung ; wegen Mißhandlung seiner Frau war , er verhaftet und vom Polizeirichter bestraft worden; die Klägerin verlangt $1000 Alimente. Cecilie Davis gegen Garfield DaviZ; derselbe wurde erst vor wenigen Tagen wegen mörderischen Angriffs auf seine Frau, Schwiegermutter und Kind an die Großgeschworenen überwiesen. Sarah Solomon gegen Henry Solomon; rohe Behandlung. W. H. Byers gegen Sarah Byers; böswilliges Verlassen. Im Polizeigericht wurde der Fall von Joseph R. Flack von der Jndpls. Creamery Co.. welcher auf's Neue wegen Verletzung der MilchOrdinanz verhaftet morden war, auf den 26. Mai verschoben. Charles Garris, der Jüngling von Connersville, welcher gestern in früher Morgenstunde angeblich in der Nähe des Union - Bahnhofs um $300 beraubt sein wollte, wurde wegen Trunkenheit um $1 und Kosten bestraft. Das Urtheil wurde jedoch suspendirt. Schadenersatz verlangt. Harry Dover hat die Firma I. R. Ryan & Co. auf $5000 Schadenersatz verklagt für Verletzungen, welche er erlitt, während er für dieselbe beschäftigt war. Unangenehmer Verlust. Einen schweren, unangenehmen Vttlust erlitt gestern Nachmittag der dekannte Leichenbestatter Herr George Herrmann von der Süd Delaware Straße. Denn gerade als sein, Leichen-wagen-Gespann von einer Beerdigung in Crown Hill zurückgekehrt den Stall an der Oft Pearl Straße betreten hatte, fiel das Handpferd, wie sein Genosse ein prächtiger Rappe, plötzlich todt zu sammen. Ein Herzschlag endete tms Dasein des werthvollen Thieres. vome Laundry. Familien-Wäsche. Prompte Ablieferung. Phone 9623.

Indianapolis Liedcrkranz.

Programm für das am 24. April stattfindende Concert. Der Indianapolis Liederkranz" feiert am nächsten Sonntag ftin 33. Stiftungsfest mit einem Concert. Folgendes Programm wird unter Leitung des Herrn Carl Riegner zur Durchführung gelangen : Erster Theil. 1. Stiftungsfest"-Marsch . . . . . Hartmann 2. Ouvertüre Dichter u. Bauer", Suppee Orchester (City Band".) 3. Prolog ....... .von Alfred Raiser Gesprochen von Franz Schaefer. , . 4 . Waidmannsleben" . Carl Sahm Liederkranz. 5. The Wren" . Dämon Solo für Piceolo -Flöte, Herr H. Kaiser. 6. Das war eine köstliche Zeit". .Lortzing Lied kür Bariton, Herr I. Schulmeyer. 7. a) Heute Morgen" ... ... A. Maier b) Auf der Bank im Dämmerschein" ... Carl Fiquee Liederkranz. Zweiter Theil. 1. Wiamr Madeln", Walzer. . . . .Ziehrer Orchester. 2. Friedrich Rothbart"... Th. Podbertsky Liederkranz mit Orchester. 3. Der Tag des Herrn" . ...... Kreutzer Horn-Quartett. 4. Ein Ballabend", Walzer-Potpourri ....... Ad. Schreiner Liederkranz. Soll etwa 60 Opfer geleimt haben. W. E. Mosier's Sefchaftsnachfolger ebenfalls wegen Schwindelei verhaftet. Thomas R. Aten, ein junger Mann angeblich aus Toledo. O., der in No. 160 Ost Market Str. ein Stellen-Ver-mittlungsbureau betriebe wurde gestern auf Veranlassung John Stowser's, eines seiner angeblichen Opfer, wegen Schwindelei,' d. h. Erlangens von Geld unter falschen Vorwänden vom Polizisten Hillmann verhaftet. Aten suchte durch Anzeigen Heizer und Locomotivführer sür die Philadelphia & Reading Bahn, für deren Agenten er sich aus gab und verlangte von Stowser wie von 16 bis 20 anderen Applicanten ein Deposit von je $3.5. wofür dieselben freie Fahrt etc. nach Pennsylvania erhalten sollten. Am Dienstag Nachmittag um 1 Uhr sollte, wie Aten den Leuten gesagt hatte, im Union-Bahn Hose' eine Special-Car für 'sie bereitstehen, allein um die Zeit war von dem Extra-Zuge ebenso wenig zu entdecken, wie später. Die Polizei wurde benach richtigt, und Polizist Hillmann v'erhaftete den angeblichen Agenten. Swwser und seine Schicksalsgenossen behaupten, daß Aten auf die Weise im Ganzen hier 60 Männer geleimt habe. Men dagegen sagt, er sei selbst von einem Schwindler, der ihn hierherschickte, auf den Leim gelockt worden. Dieses Arbetts-Burean wurde früher von W. E. Mofier betrieben der ebenfalls wegen Schwindeleien verhaftet und dessen Fall jetzt im Bundesgerichte schwebt. . Weissenbach's Wirthschaft No. 1401 Madison Avenue. Frau Grace E. Fenneffey's Eheleid. Frau Grace E. Fennessey, welche vor einigen Tagen in Cincinnati von ihrem Gatten James Fennessey auf Scheidung verklagt worden ist, hat einen Antrag auf Bewilligung temporörer Alimente, den sie durch ein Affidavit begründet, das ebenfalls, wie die Klage ihres Gatten, sensationelle Beschuldigungen enthält, unterbreitet. Sie führt an, daß er oft betrunken gewesen sei und sie während dieser Perioden auf das Brutalste mißhandelt, später aber immer kniefällig um Verzeihung gebeten habe. Ebenso be schuldigt sie ihn der Untreue in ver schiedenen Fällen und nennt die Namen einer Anzahl Schauspielerinen . in dieser Verbindung. Zum Schlüsse behauptet sie auch, daß er sie in dürftigen Umständen verlassen habe, während er mindestens K150.000.besitze. und zwar K20,000 in Antheilen der Heuck Theater Co., S10.000 in solchen der Spring Rock Water Co.. S10.000 in städtischen BondS, S25.000 in einer Farm in Kentucky, und K5,000 in der Einrichtung derselben, S5,000 in Grundeigenthum, $5,000 in der Empire Theater Circuit Co., $1,000 in verschiedenen Aktien, $20.000 in Lebensverfiche. rungs Policen usw. - Frau Fennessey ist die Tochter deZ Herrn J.E. Morand, Präsident der hiesigen Frank Wird Transfer Co.

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