Indiana Tribüne, Volume 27, Number 205, Indianapolis, Marion County, 20 April 1904 — Page 4

Jttvtana Tribüne, 2l April 1904

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Jndiana Tribüne. HerauSgegebrn von dn ebrg E ' Indianapolis, Ind.

Harry C. Thudinm Präsident. Geschöftsloealt 0lo 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. kr.tered at the.Post Office of Indianappli . as y: second class matter. Die deutsche Social-Demokratie. Als im Juni 1903 die deutschen ReichstaaswaHlen stattgefunden und derSocial-Demokratie drei Millionen Stimmen gebracht Hatten, phantasirte ein französisches Blatte von der ungeHeuren RötHe", die am politischen Ho rizonte Deukschland's aufgestiegen sei und die eine nahe Katastrophe" für das Reich bedeute. ,Jch habe damals, schreibt unserBerliner Korrespondent, sofort die Auffas. snng als stark übertrieben gekennzeichnet', und die Ereignisse der Zwischen zeit haben mir Recht , gegeben. Die nahe" Katastrophe ist nicht nur nicht eingetreten, sondern ihre Möglichkeit hat .sich' verringert, weil die deutsche Social-Demokratie inzwischen fortge setzte moralische und faktische Schlappen erlitten bat. Zu den Niederlagen der ersteren Art rechne ich vor allem den Parteitag in Dresden mit dem Preßgezänke, das ihm voranging und folgte. Eine schwere thatsächliche Niederlage erlitt die Social-Demokratie bei den preußischen Laydtagswahlen und bei zahlreichen Ersatzwahlen zum Reichstage bei denen durchweg ein Rückgang der social-demokratischen Stimmen Zu berzeicknen war. Die schlimmste aller Schlappen aber war der Verlust des Wahlkreises Zschopau, den die socialdemokratische Partei 1898 erobert hatte, und , in dem sie in den allgemeinen Wahlen von 1903 mit einer imponirenden Mehrheit im erstmaligen Wahlgange siegte. Zum Verständnisse unserer Würdigung des 'sozialist'schen Mißerfolges bei der Reichstagsersatzwahl ist eine kurze Erwähnung der Vorgeschichte der Wahlbewegung nothwendig. Das so zialdemokratische Wahlcomite des Wahlkreise? hatte den früheren evangelischen Geistlichen Göhre aufgestellt, der zu den gemäßigten" Sozialdemokraten gebört und als solcher Herrn Bebel. der noch immer die erste Stelle in der fozialdemokratischen Partei einnimmt, äußerst verhaßt ist. Bebel's Einfluß vermochte es auch durchzusetzen, daß Göbre von der Candidatur in Zschopau zurücktrat, und daß der Wahlkreis einen Herrn Bebel genehmen Candidaten aufstellte. Die Folge war ein Rückgang der sozaldemokratischen Stimmen um mehr als ein Viertel gegenüber den Wahlen vom 16. Juni 1903. Das Fernbleiben von mehr als 3000 sozialdemokratischen Wählern von der Wahlurne bedeutet - eine offene Auflebnung ' eines Theiles der sozialistischen Wühlerschaft gegen die Bebel'sche Diktatur. Die Massen brauchen zu ihren Helden .Charaktere,' in denen sie keine Widerfptüche entdecken. Wenn aber Bebel gegen angebliche autokratische Neigung des-deutschen Kaiftrs,im Reichstage loszieht und sich dann selbst als Autokrat geberdet, wenn er den militärischen Drill angreift .und verhöhnt und dann selbst verlangt, däß die fozialdemokratische Wählerschaft einen Parademarsch vor ihm ausführt, dann werden die Massen stutzig. Die Sozialdemokratie vergleicht gelegentlich sich selbst mit den ersten Chrifien und viele Bebelschwärmer erblicken wohl in diesem Manne einen zweiten Messias. Die Größe und der Erfolg desselben aber beruhten darauf, daß sein Leben in strengem Einklänge mit seiner Lehre stand, während Herr Bebel die Gegnerschaft gegen Tyrannei und Auto kratie lehrt, aber selbst Tyrann und Autokrat ist. Man glaube nur nicht, daß, wenn einmal die Persönlichkeit Bebels derschwindet, das. Bild ein anderes werden wird., Das Wort Homers eine VielHerrschaft thut nicht gut. Einer muß König sein", kennzeichnet eine historische Nothwendigkeit der sich auch die SozialdemdkratieZnicht entziehen kann. Einer muß die Zügel in der Hand hal ten, mag es sich um eine große Partei handeln, oder um ein ganzes Volk. . Der Unterschied kist nur, daß in der Monarchie oder in der konstitutionellen Republik die Führung durch eine Per sönlichkeit im Einklänge mit der Dok trin steht, während sie bei der Sozial

demokratie im Gegensatze zu der Parteidoktrin steht. y 1 , 4 An diesem Widerspruche muß schließlich die deutsche Sozialdemokratie scheiUr. . Das von den sozialdemokratischön Führern großgezogene Gefühl der Abneigung gegen jede Autorität muß sich zuletzt ..ich gegen die Autorität der Führer geltend machen. . Was also die sozialdemokratischen Agitatoren auf der einen Seite durch die Hetze gegen die bürgerlichen Autoritäten an Anhängerschast gewinnen, das müssen sie auf der anderen durch die Auflehnung der Massen gegen ihre eigene Diktatur verlieren. Wenn also die bürgerlichen Gewalten in Deutschland Äicht gar zu schwere Fehler begehen, so darf man sagen, daß die Sozialdemokratie den Höhepunkt ihrer Macht überschritten hat.", -yJyy

Der österr.-ungarische Botschafter Herr von Hengelmüller erschien gestern beim Staatssekretär, um, wie er sagte, einen irrigen Eindruck zu berichtigen", den man sich in Amerika über den Contrakt der ungarischen Regierung mit der englischen Cunard-Linie mache. Die Sache war bereits vorher klar und die Thatsache, daß nach dem Botfchafter seine Regierung die AusWanderung verhindern will, macht die Schändlichkeit des Contrakt - Abfchlusses nicht besser. Eine Regierung hat kein Recht, dieses Mittel dadurch zu erreichen, daß sie die Reise der armen Auswanderer durch mehrtägig längere Fahrt, erhöhte Kosten und, wie sich herausstellt , empörende Behandlung seitens der Schifffahrts-Gesellschaft den übrigen Landes - Müden gegenüber zu einer Art Abschreckungs'Theorie macht. : Noch dazu eine Regierung, die sich stets dem reaktionären Wien gegenüber mit ihrem Liberalismus" zu brüsten liebt. Es bestätigt sich eben wieder, daß in Ungarn trotz aller fortschrittlichen Gesetze noch ein gut Stück orientalischer Willkür steckt. Hoffentlich führt das , ungarische Parlament eine Rückgängigmachung dieses traurigen Handels herbei. Es ist ein seltsames Verhängnitz, daß hervorragende Radikale trotz ; ihrer oft tiefen socialistischen Einsicht jede Klarheit des Blickes verlieren, sowie es sich um, auswärtige Fragen oder überHaupt um Machtverhättnisse handelt. Bebel hat das erst vor ein paar Tagen wieder durch seine geradezu kindliche Rede über Neutralitätsverletzung gezeigt. Falls Deutschland ein parlamentarisches System nach englischem Muster besäße und ein socialdemokratisches Minifteriam am Ruder wäre, müßten die Folgen dieser Kurzsichtigkeit das Reich unfehlbar in einen Krieg mit Rußläud hineintreiben. Auch bei den andern radikalen Parteischattirungen steht es in dieser Hinsicht besser. Nach der Vertreibung des Battenbergers aus Bulgarien im Jahre 1887 bezeichnete Eugen Richters Freisinnige Zeitung es als. eine' Schmach, daß das Reich sich des vom Moskomiterthum verrathenen deutschen Fürsten nicht annehme. Bismarck sagte damals den Fortschrittlern auf den Kopf . zu, sie wollten Deutschland ohne jeden Anlaß zu einem Kriege mit Rußland verhetzen. Um weiter zurückzugehen , braucht man nur an die franzosenfreundliche Haltung der süddeutschen Demokratie noch wenige Tage vor dem Kriegsausbruch zu erinnern oder an ihre von vornherein aussichtslose republikanische Propaganda in den Revolutionsjahren. Hierdurch in allererster Linie geschah es, daß der gemäßigte Liberalismus mit dem , Versuche der Reichseinigung in jenen Tagen scheiterte. Bei dem Niedergang des bürgerlichen Parteiwesens in allen Ländern ruht die Widerstandskraft gegen Volksausbeutung und Willkür zunächst wenigstens ausschließlich in den socialistischen Organisationen.' Um so nothwendiger ist es aber, daß 'sie sich auch Führer heranziehen, , die einen klareren Einblick in die Weltgeschichte und die internationalen Machtverhältnisse besitzen. ' In Frankreich ist hierzu bereits ein großer Anfang gemacht. Trauerbotschaft ans Hamilton, Ohio. Der Polizei-Chef von Hamilton, O., ersuchte gestern telegraphisch die hiesige Polizei, Carey Kinney von 601 Buchanan Str. zu benachrichtigen, daß seine Mutter gestorben sei.' Die Traukrbo.tschaft konnte aber nicht ausgerichtet werden, da Kinney in der besagten Wohnung und auch sonst nicht zu finden war. '

Ans den Gerichtshöfen.

Der Erwin T e st a m e n t fält unter Berathung g e "-' - n o mmen. Richter Carter hat das Gesuch der Central Trust Co., Trustes des Nachlasies des Millionärs Damel PErwin um Auslegung gewisser Bestimmungen in dessen Testament unter Berathung genommen. "Die Erben haben geltend gemacht, daß die Bestimmung in dem Testament, welcher zufolge die Trust Co. den Nachlaß auf 30 Jahre verwalten soll, unter den bestehenden Verhältnissen nicht gesetzlich fei. Ferner soll der Richter bestimmen, ob Charles Erwin, ein Bruder des Verstorbenen absoluter Erbe eines Viertels des Nachlasses oder nur zu denEinkünften aus demselben bis zu seinem Lebensende berechtigt ist. . , Anwalt Martin Hugg hatte das Testament im Interesse seines Mündels, des Sohnes des Verstorben, welcher erst nach dessen Tod geboren wurde, angegriffen. Hugg ward gestern auch noch vom Richter zum Vormund des Kindes der Frau W. H. Coburn und ses Kinöes der Frau Henry P. Coburn, welche zu den Erben gehören, ernannt, um deren Rechte' zu wahren. D e r A p Po r t i o n m e n t-F a II. Vor dem Staats-Obergericht wurde gestern über die Apportionments-Fälle argumentirt. Bekannlich hatte die letzte Legislatur ein Gesetz angenommen, demzufolge eine Neu Eintheilung des Staates in Districte für die Wahl von Staats-Senatoren und Repräsentantanten vorgenommen wurde. Dieses Gesetz ist von drei Kreislichtern des Staates für unconstitutionell erklärt worden. Gegen diese Entscheidüngen wurde hierauf appellirt. Ge-neral-Anwalt Charles W. Miller und der Anwalt Addison C. Harris plaidirten für die Gültigkeit dieses Gesetzes, während die Anwälte G. V. Menzies von Evansville und M. A. Ryan von Indianapolis gegen .dasselbe arg:;mmtirten. '. Massenklagen gegen die S t a d t in A u s s i ch t. Die Anwälte Pettijohn , Spencer Ferris und Spencer, sowie ClarkL & Clarke werden in den nächsten Tag? 38 Schadenersatzklagen gegen die Stadt und die Straßenbahn-Gesellschaftein-reichen. Die Kläger sind Bewohner der sog. W. New York Str. Addition, welche während der kürzlichen Hochfluth des White River überschwemmt war. ' ' ; ljDie Kläger behaupten, daß in Folge der vielen Pfeiler, welche zur Verstärkung der temporären Brücke über den Fluß bei der W. Washington Str. angebracht waren, sich durch die angeschwemmten Holzmassen etc. eine Art Damm gebildet hatte, welche sodann wieder die Ursache der Ueberschwemmüng des genannnten Straßentheils war. ' Diese erwähnten Stützpfeiler" hätten entfernt werden sollen, da die temporäre Brücke nicht mehr von derStraßen-bahn-Gesellschaft benutzt wird. Die Schadenersatzansprüche, welche die verschiedenen Kläger beanspruchen werden, sollen zwischen $50 und $1500 variiren; die Gesamtsumme, welche verlangt wird, soll' etwa $30,000 betragen. Massenverwalter er nannt. Richter McMaster hat auf Ersuchen der Jndiana Rolling Mill.Co. von New Castle die Central Trust Co. zum Massenverwalter der Indianapolis Staple & Tack Co. ernannt. Dieselbe soll insolvent sein. C r i m i n a l g e r i ch t. Wm. Watts bekannte sich des thätlichen Angriffs auf Oscar Viewegh schuldig und wurde in Anbetracht, daß er schon mehrere Wochen im Gefängniß gesessen hat, nur zur Zahlung von 5 und Kosten verurtheilt. G l ä n z t e d u r ch A b w e s e nh e it. Vor Richter McMaster sollte gestern über die Scheidungsklage verhandelt werden, welche Stell Fulmer gegen ihren Gatten Jacob eingereicht hattet Da die Klägerin jedoch durch Abwesenheit glänzte so wurde die Klage vom Gerichts-Calcnder gestrichen und die Frau wurde zur Zahlung der Kosten verurtheilt. ' ' V a l e n t i n K o e rn e r 's r' f f st n m f n f " , i " , '. ; . j i Das Testament des vor Kurzem ver storbenen Valentin Koerner wurde !ge

ftern im Probatgericht bestätigt. In demselben vermachte er sein ganzes Vermögen seifler Frau und er setzte dieselbe auch als Universalerbin ein. Der Wahn ist kurz, die Reu i st , l a n g. Folgende mißvergnügte Eheleute, welche aus dem Ocean der Ehe Schiffbruch erlitten baden, reichten gestern aus nachstehenden ' Gründen Scheidungsklagen ein: Mary E. Smith gegen Wilbur Smith, grober Pflichtvernachläsfigung, Floren Hannon gegen - Carl Hannon, böswilliges Verlassen, brutale Behandlung. Einmal wurde er deßwegen vom Polizeirichter bestraft, sie wünscht ihren Mädchennamen Tanzy wieder führen zu dürfen.' John P. Koehler gegen Ottilie Koehler; lieblose Behandlung, Pflichtvernachlässigung und Untrene. Wie er sagt, soll sie selbst ihm gestanden haben, daß. sie ihn nicht mehr liebe. Einem Einlogirer James Lamar soll sie ihre Gunst zugewandt haben. Anna Moulton gegen Gilbert Moulton, rohe Behandlung. Harry H. Pauly gegen Gertruds Pauly, böswilliges Verlassen. Anna Myers gegen Wm. Myers, brutale Behandlung und .Pflichtvernachlässigung. Charles Ramseyein freier Mann. Charles Ramsey. ein .Sohn eines Crawfordsviller Bankiers, welcher hier kürzlich den Präsidenten der Schank-kellner-Union, welchem gegenüber er sich für einen Beamten der NationalLiga der Bartenders Union ausgegeben hatte, um einen namhaften Betrag beschwindelt hatte, und welcher ferner den Spielerlönig I. Augustus Rahke mit einem werthlosen Check hineingelegt hatte, wurde gestern im Polizeigericht mit einer Verwarnung entlassen. Der Vater hat die Schulden seines leichtfinnigen Sohnes bezahlt und die Anklagen gegen ihn sind zurückgezogen worden. ' : Ramsey's Verhaftung führte zu einer Untersuchung der Geschäftsführung der hiesigen lokalen Union und das Resultat war, daß der Secretär Charles Rugenstein wegen Unterschlagung verhaftet wurde. Der Fall wurde gestern auf den 26. April verschoben. ' ' ' !'. I m Polizeigericht wurden an die Großgeschworenen überwiesen : Garfield Davis. ein Farbiger, Mordangriff ; er hatte seiner Schwiegermutter ein paar Schrotkörner in's Gesicht gejagt. Albert Moß. ebenfalls farbig, mörderischer Angriff ; er wollte mit einem Rasiermesser seinen Rassegenossen James Smith scalpiren. ThoS. Miller, Schießen mit der Abficht zu tödten. ' Margarethe Robinson, Großdiebstahl, erhielt ihrenFall auf den 22. dss verschoben. Sie ist beschuldigt, einen alten Mann, Namens Charles Mar. tens in seinem Zimmer an der Ohio Str. um S100 bestohlen zu haben. Thomas Carney, ein ehemaliger Cowboy" und zuletzt Hülfs-Wärter im Stadt-Hospitale, der schon vordem in der Jail gesessen und auch schon als Patient im Hospitale geweilt hatte, war unter der Anklage 2 Hospital - Patienten David Wadell und Charles Stevenson um $14 bezw. 82.50 bestohlen zu haben, verhaftet worden. Sein Fall wurde auf nächsten Freitag ver-schoben.

Andere bittere Nachklänge Vom Occidental Hotel -Brande. Vor Coroner Tutewiler machte gestern der Neger James Rutherford. NachtPortier des Occidental Hotel, die überrafchende. kaum glaubliche Angabe,daß er bereits am Sonntag Morgen um acht Uhr . einem Captän der Feuerwehr mitgetheilt habe, daß die beiden Neger Steven . Waltes und Richard Metz vermißt wurden, daß dieselben wahrscheinlich in den Flammen umgekommen seien, sowie auch, daß er dem Captain angegeben habe, wo die Leichen wahrscheinlich zu finden sind. Der Captän hätte ihm versprochen, sofort nach den Leichen Umschau halten zu wollen, doch sei dies nicht geschehen. Erst am Montag, nachdem er nochmals mit dem Captän und dieser mit Ho telbesitzer McNelis gesprochen hatte, sei AbendS um 7 Uhr die Suche mit dem bekannten Resultate aufgenommen worden. ;

Polizeiliches Allerlei. Ein vielbegehrter Schwindler.'

Vor einigen Tagen wurde hier Fred. Kauffmann, ein elegant gekleideter junger Mann, welcher mehrere Firmen mit werthlosen Checks beschwindelte, verhaftet. Gestern Abend machte der Sheriff Whitlock von Daaville, Jlls., hier sein Erscheinen: er war mit einem VerHaftsbesehl ggen Kauffmann bewaffntt, da derselbe sich in Danville hatte Fälschung gen zu Schulden kommen lassen. Seinem Wunsche, den Jüngling mitzunehmen, konnte jedoch nicht willfahrt werden, da derselbe erst wegen seiner hier verübten Schwindeleien prozesfirt werden soll. Wegen brutaler Behandlung seiner Frau wurde gestern Abend der Anstreicher Adam A. Lynn von No. 365 West Washington Straße verhaftet. sJn Michael B o y l a n 's Wirthschaft, No. 540 S Capital Ave., wollte gestern Abend der farbige Hausknecht Ed. Campbell seinen Rassegenossen Flake Tinsley, welcher Radau gemacht hatte, etwas unsanft an die frische Atmosphäre expediren' Es kam zu einer Balgerei, in dessen Verlauf Tinsley dem Boyland eine tiefe Schnittwunde im Gesicht beibrachte. Der Vermesserte wurde im Dispensarium verbunden und dann wegen thätlichen Angriff festgenommen; er wurde jedoch prompt gegen Bürgschaft entlassen. Tinsley hatte sich seiner VerHaftung durch die Flucht entzogen. In früher Morgenstunde wurden heute von der Polizei mehrere anrüchige Häuser au der Chesapeake Str. ausgehoben, eine Anzahl. Frauenzimmer und Männer wurden -eingesteckt, y Charles Garris, ein 21 - jähriger Jüngling von Connersville wurde heute Morgen gegen 2 Uhr wegen Trunkenheit eingesperrt. Er behauptete, in der Nähe ds Union-Bahnhofes von zwei Männern überfallen und um mehrere hundert Dollars beraubt worden zu sein. Die Polizei mißt seinen Angaben keinen Glauben bei. In seinem Besitz wurden noch $12 gefunden. Base-Ball. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: .'":y ?y'y-y' :- : N a t i o n a l L i g a. Cincinnati, 19. April. Cincinnati ... .2 0 1 9 0 2 2 2 18 Pittsburg 0002 1 00 1 0 4 St. Louis, 19. April. St. Louis... .2 1 20 1 20 1 9 Chicago .....0 00 0 00 1 2 03 Philadelphia, 19. April. Phlladelvh.000 001 000 000 000 1 New York .000 000 001 000 000 1 New York, 19. April. Boston .... ...0002200 0 0 4 Brooklyn. . . ... :0 0 0 0 0 1 0 3 1 5 t ;.'. Qzutt Eröffnung der Saison der American Association. Heute Nachmittag wird die American Ass'n." ihre Saison eröffnen. Die ersten drei Spiele finden hier und zwar zwischen den Clubs von Indianapolis und Kansas City statt. Der Vereinigung gebören die Clubs aus folgenden Städten an : Indianapolis. Minneapolis, Columbus. Toledo, LouiSville, St. Paul, Kansas City und Milwaukee. Dem heutigen Eröffnungsspiel wird eine Straßenparade voraufgehen. Versammlung verschoben. Gestern Nachmittag sollte in der Office der Jndpls. Water Co. eine Conferenz der Vertreter der Mono Bahn, der Jndiana Union Traction Co., der Jndpls. Water Co. und der County-Commissäre stattfinden, um ge nügende Schutzmaßregeln zu erörtern, durch welche in Zukunft Ueberschwem-mungs-Verwüftungen in Broad Ripple verhütet werden können. Die Versammlung mußte jedoch verschoben werden, da die Vertreter der Monon Bahn nicht in der Stadt find. Die größte und pafsendsteAuswahl von Schnittblumen und Glumenfiüeken für alle freudigen und traurigen Ereignisse. Wir find jederzeit gern bereit bei der Auswahl vehülflich zu fein. Sertermann Vros. Co. 241 Mass Ave. Tel. 840.

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