Indiana Tribüne, Volume 27, Number 203, Indianapolis, Marion County, 18 April 1904 — Page 1

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- t ; , ; . Erscheint feden Ntrrittag. Jahrgang 27 ! Indianapolis, Ind., Montag, 18 April l()4 . No. 20 Z. . . - j j : : . i . ' . . .

Verwegener Einbruch und Geld-

schrank-Sprengung In Wm. E. Lichtenberg's Grocery an berty und Ohio Straße. 2u Ein verwegener Einbruch mit Geld-schrank-Sprengung wurde heute Morgen gegen 4 Uhr in Wm., E. Lichtenberg's Grocery, Nordost-Ecke von Ohio und Liberty Str., begangen, und zwar offenbar von desperaten und pro fessionellen Spitzbuben. Wie die an der Ohio Str. gegenüber der Grocery wohnhafte Frau Diggie erklärt, gewahrte sie gegen 4 Uhr, durch den Lärm auf der Straße an's Fenster gelockt, wie 2 Männer das elcctr. Straßenlicht an der Straßenecke niederließen und dann zertrümmerten. Glau bend, eS feien Betrunkene, schenkte Frau Diggie den Beiden weiter keine Beachtung. Erft später wurde Frau Diggie wieder auf die Kerle aufmerksam, wie auch Lichter.berg, seine Familie und andere Nachbarn, als nämlich in der Grocery. über der sich L's Wohnung befindet, der Geldschrank gesprengt wurde. Die Gauner hatten, wie sich später ergab, nachdem sie das Straßenlicht gewaltsam gelöscht, die Thüre der Grocery erbrochen, und während der eine draußen Posten stand, sprengte der andere den Geldschrank, d. h. den sogen. Sicherheitsbehälter (Strong Box), den er mitschleppte. Denn der Geldschrank selbst stand offen, da Lkchtenberg sein Geld an anderer Stelle aufbewahrt. Der Stahlbehälter, den die Räuber mitnahmen, enthielt nur Papiere, die für die Spitzbuben werthlos find. L ichtenberg selbst feuerte, als er die Räuber gewahr wurde, resp, als dieselben nördlich 'über die Liberty Str. flohen und nachdem einer versucht hatte, ihm das Lebenslicht mit einer RevolverZügel auszublasen, vom , Fenster aus mehrere Schüsse hinter den Flüchtl'ngen her, doch entkamen dieselben, ehe die Polizei auf der Bildfläche erschien. Besuch ans Nebraska, Der nicht sehr willkommen ist. Polizei-Station und Dispensarium nebst Insassen wurden letzte Nacht von unten bis oben mit Formaldehyoe, dem lieblich-duftenden, desinficirt. Zu später Stunde war nämlich ein müder Wanderer zur Station gekommen, um dort ein freies Nachtquartier zu suchen. Das konnte .ihm aber nicht gewährt werden, weil es gegen die Regel ist. Der Wegmüde, der sich PZorris Lucid aus Columbus, Neb., nannte, erhielt deshalb den Rath, die Friendley Jnn" aufzusuchen, worauf er erwiderte, dort sei er schon gewesen, aber abgewiesen worden, weil etwas mit ihm los sei." Und da stellte es sich heraus, daß Lucid mit den Blattern behaftet ist. Er wurde so schnell als möglich in's Tetentionshospital geschafft, und in der Station etc. folgte die obenerwähnte Formaldehyde-Berieselung. Kleeblatt von Ladendieden erwischt. Anderson, 18. April. Der hiesigen Polizci ist es gelungen, ein Kleeblatt abzufassen, welches Ladendiebereien während der letzten Monate systematisch betrieben und hiesige Ge schäftsleute um Waaren im Werthe von vielen Hundert Dollars beftohlen hat. Die Verhafteten sind Geo. Alton und feine Frau sowie Thomas Frickes. In ihrer Wohnung und in einem benachbarten Hause wurden Waschkörbe voll Toiletten, und Luxus-Arti-keln, Büchern, Messern etc. gefunden. Aus A. L. Stone's Laden allein hatte das Kleeblatt Bücher etc. im Werthe von $100 gestohlen. Nur eiu Mifthaufen. Der Feuer Alarm vom Kasten 27 gestern Nachmittag rief die Feuerwehr zu Frank Maus-Fauvre'S Residenz an der West North Straße, wo der MistHaufen hinter dem Stalle aus bislang unbekannter Ursache in Brand gerathen war. : " "'

Verderblicher Frühbrand au der

Beville Ave. Ein Haus völlig zerstört, zwei andere arg mitgenommen. Ein gefährlich's Feuer wüthete heute Morgen gegen 4 Uhr etwa Stunde lang an der Beville Ave. nahe Washington Str. und 3 Wohnhäuser wurden von dem Feuer entweder völlig zerstört oder sehr schwer bejchädigt. Das Feuer entstand in der Küche des von Frau Louise Stottlebower in No. 20 Nord Beville Ave. betriebenen, KostHauses, wahrscheinlich infolge eines Schornsteinfehlers. Der , über ' der Küche schlafende Sohn des Haufeö Charles LePage wurde durch das Feuer geweckt, allein als er seiner Mutter Meldung machte, glaubte diese, er wolle sie anulken etc Und so kam es, daß die Feuermehr erst zu Hülfe gerufen wurde, als der Courthaus-Thurmmäch-ter den Brand sichtete. Frau Stottlebower, ihre 2 Töchter, 2 Söhne und 4 Kostgänger retteten das nackte Leben. Haus und Inhalt wur den von den Flammen vernichtet. Ferner beschädigte das Feuer das ne benanbelegene Doppelhaus, No. 16 und 13, bewohnt von I. H. Lickens und Chas. Leaphart, Angestellten der Pan Handle - Bahn,' in erheblichem Maße. Der Gesammtschaden dürfte sich auf $2000 belaufen. Aus Arbeiter-Kreisen. Die Plumber-Gehülfen haben die Meister um Abhaltung einer Conferenz behufs Beschlußfassung über die verlangte Lohnerhöhung von 50 Cents pro Tag ersucht. Die MeisterVereinigung will sich am Donnerstag Abend mit der Frage beschäftigen. Soweit haben 13. Contractoren die neue Lohnscala der G y p s e r-U n ion bewilligt, und wird erwartet, daß alle noch fehlenden Contractoren baldigst diesem Beispiele folgen werden. Verdiente Anerkennung für die Feuerwehr. Herr G. A. Schnull hat im Namen seines Vaters, des Herrn Hy. Schnull, des Eigenthümers des Occidental Hotel Gebäudes, dem Feuerwehr-Penfions fondö in Anerkennung der vorzüglichen Dienste des Departements am Sonntag Morgen , einen $100 (Scheck zugesandt. Gleichzeitig bat er Chef Coots gebeten, den Mannschaften seinen Dank für die Arbeiten auszudrücken, die, besser oder schneller von keinem anderen Departement hätten ausgeführt werden können. Schvarze Strakenränber m Norwood. Andere Spitzbuben-Streiche. Der in der Borstadt Norwoov südöstlich von hier wohnhafte Virgil Walton wurde auf dem Heim wege und als er sein Haus fast erreicht hatte, von 2 Niggern angefallen und mit vorgehaltenem Revolver gezwungen, sich ' widerstandslos von den schwarzen Banditen um sein ganzes Baargeld, etwa $35, plündern zu lassen. John F. H a n e m a n ' s Grocery in No. 1826 Hillside Ave. erhielt den Besuch von Einbrechern, die eine Kiste Cigarren, Tabak im Werthe von $5, eine Kiste Kaugummi, sowie $5 in Baar erbeuteten. Haneman' glaubt, daß jugendliche Diebe diesen. Streich auf dem Gewissen haben. Neues nled. Fachblatt. Die Facultät des Eclectic Medical College of Jndiana" hat ein neues medicinisches Magazin gegründet, dessen Erstlingsnummer soeben erschienen ist. Dasselbe führt den Titel jour. nal of Liberal Medicine" und ist besonders der Förderung der Jnteressen der eclectischen Schule gewidmet. Dr. Frank M. Wright ist Chef-Re-dacteur. r ' . "

Die gefirigen Feuer.

Im St. Vincent Hospital herrscht wied.r Ruhe. Tausende von Personen wallfahrteten gestern nach dem St. Vincent Hospital, welches in früher Morgenstunde ' in Folge eines Feuers der Schauplatz einer panikartigen Aufregung war. Dem Gebäude selbst ist äußerlich nichts anzumerken. Die Flammen hatten nur im Erdgeschoß gewüthet, während in den übrigen Räumen Rauch und Qualm Unheil angestiftet hatten. Für Besucher war das Hospital gestern geschlossen. Die Schwestern waren mit Arbeiten überhäuft, um die Krankenzimmer wieder in Ordnung zu bringen. Anfänglich war befürchtet worden, daß das Befinden der verschiedenen Patienten in Folge der durchlittenen Aufregung sich verschlimmern würde, allein wunderbarer Weise ist dieses nicht der Fall. Wenigstens wurde gestern Abend aus dem Hospital gemeldet, daß keine ernstlichen Besorgnisse für die Kranken vorliegen. , , Schwester-Superi?rin Stell, welche im Hosvital krank darniederliegt, wurde in Folge des Feuers in eine solche nervöse Aufregung versetzt, daß sich ihr Befinden verschlimmerte. Im Laufe des Tages aber besserte sich ihr Zustand, so daß am Nachmit tag nicht mehr das Schlimmste zu be fürchten dar. " Das Befinden des Wm. S. Schnel der von No. 1433 S. Meridian Str. welcher in der Samstag Nacht von Ed. Glover vermessert worden war und zur Zeit als das Feuer ausbrach, von den Aerzten im Hospital operirt wurde. wird ebenfalls als zufriedenstellend ge meldet. Kommt er mit dem Leben da von, so hat er diese einzig und allein den Aerzten zu verdanken, welche ihn. mährend die Panik im Hospitale wal tete, behandelten. Das Feuer im Occiden tal-Gebäude. Das Gerücht, daß bei dem Feuer im Occidental-Gebäude drei Farbige vm's Leben gekommen seien, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Wunderbarer Weise find bei demselben irgend welche nennenswerthen , Unfälle, mit Ausnähme desjenigen, von welchem der Polizist Albert betroffen wurde, nicht vorgekommen. Der Gesammtschaden, welchen das Feuer angerichtet hat, wird auf etwa $75,000 geschätzt. Davon entfallen 820,000 auf das Gebäude, welches Eigenthum des Herrn Henry Schnull ist. Dasselbe ist mit.S25.000 in den sechs Versicherungsgesellschaften der A. Metzger'schen Agentur versichert. P. H. McNellis, der Besitzer des Hotels. schätzt seinen Verlust aus $20,000, welchem ine Versicherung von $9000 gegenübersteht; L. S. Ayres & Co. er litten einen Schaden von $7000; der Hmhändler Ryan wurde um. etwa $5000 geschädigt; der Barbier R. Maurath trug einen Schaden von $500 da von und der Apotheker Ferber einen solchen von $5000. . Alter Schriftsetzer gestorben. .In Shelbyville ist im Alter von 86 Jahren Joseph Watson, der älteste Schriftsetzer im Staate, aus dem Leben geschieden. Er war ein Mitglied der Typographia No. 1. Die Leiche ist nach hier gebracht worden und die Beerdigung findet heute von der Woh nung des Enkels des Verstorbenen. Fred. Cone, 623 S. West Str. aus statt. Damen -Verein des Socialen Turnvereins. 6 Der Damen Verein des Socialen Turnvereins veranstaltete gestern Nachmittag eine muficalisch-declamatorische Unterhaltung, welche sich eines guten Besuches erfreute. Ein interessantes Programm kam vortrefflich zur Durchführung. Die 1.' Section Vorfitzende Frau Wm. Schulmeyer hätte die Arrangements in umsichtiger Weise getroffen. -

Wollte dem Henker ein Schnipp-

chen schlagen. T h i c a g o, Jll.. 18. April. Peter Neidermeier, einer der zum Tode verurtheilten Straßenbahn RemisenBanditen, versuchte heute Morgen zu früher Stunde dcmHenker ein Schnippchen zu schlagen, d. h. sich selbst auf gewaltfame Weise das Leben zu nehmen. Er Wurde gegen 2 Uhr schwer krank in seiner, Zelle aufgefunden, und die angestellte Untersuchung ergab, daß Neidermeier nicht nur einen Vergiftungsver. such begangen, sondern sich auch mittelst eines Bleistifts die Pulsaderam linken Handgelenk zerfetzt hatte, um zu Tode zu verbluten. Es zeigte sich, daß Neldermeier seit langer Zeit, wo immer er konnte, Streichhölzer, d.' h. solche mit Schwefel-, bezm.Phosphor-Köpfen, gesammelt hatte, um sich während der Sonntag Nacht daraus einen Gikttrunk herzustellen. Er wurde im GefängnißHospitale untergebracht, und heißt es, daß die Ausfichten für seine Erhaltung nur sehr geringe sind. Aus Stadt- und Conuty-Ber-waltung. Beherzigenswerthe Em p f e h l u n g. Die County-Behörde für Wohlthä tigkeits etc. Anstalten empfiehlt in ihrem letzten Berichte über das Heim für freundlose farbige Kinder" den County-Commissären den Verkauf der bisherigen Anstalt und den Ankauf eines Grundstückes, auf welchem ein Institut nach dem Cottage-Plan erbaut werden kann. In einem solchen Jnstitut könnten die farbigen Waisen und Verlassenen in Haus- und Garten Arbeiten herangebildet werden, fodaß siespäter, wenn- sie die Anstalt vev lassen, leichter Arbeit finden können. Gegenwärtig enthält das Heim 76 kleine Pfleglinge, darunter 20 ganz junge, resp. 6 Babies. Banner-Woche" für L i c e n s e n. Während der letzten Woche ging es bekanntlich in der Office des Stadt Controlleurs sehr geschäftig her, weil alle Saumseligen sich beeilten, die über fälligen Fuhrwerk- oder Fahrrad-Ll censen zu lösen, um nicht von der Polizei dazu gezwungen zu werden. Es hat sich nun ergeben, daß infolge die ses Andranges während der letzten Woche nicht weniger als $9835.00 für derartige Licensen in den Stadtsäckel geflossen sind, über $1000 mehr als in der Vorwoche oder irgend einer ander: Woche jemals. Somit war die letzte Woche die Banner-Woche" für HülfsControlleur Jacob Buennagel, dem das Licensen Departement untersteht, und seinem Gehülfen. ' Deutscher Park. Der Deutsche Park öffnete gestern den Mitgliedern des Deutschen ParkVereins seine Pforten und viele von ihnen fanden sich mit ihren Familien im Park ein, woselbst sie einige angenehme Stunden verlebten. Die formelle Eröffnungsfeier findet am 1. Mai statt. Ruhiger Sonntag. In der Polizei-Station ging es gestern tagsüber, wieder einmal sehr stille zu. Vom Morgen bis zum Abend wurden abgesehen von dem jungen Coy Spratt, über dessen Fall ander, weitig berichtet ist, nur 10 Gefangene eingebracht, nämlich 4 Trunkene, 1 Landstreicher, 3 beim Crapsspiel überraschte Neger, und Nachmittags der Wirth Vud Sullivan aon No. 225 Oft Washington Straße wegen Verletzung des Nicholson-Gesetzes und John M. Miller von 2537 Massachusetts Ave. Unter der schweren Anklage ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben, wurde Abends Al. Joseph Durham von No. 258 Süd Temple Avenue festgenommen. ,

Nachrichten aus Jndiana. Fr a ch t z u g-W r a ck bei C a ßville. Peru, 18. April. Heute Morgen um 7 Uhr entgleiste bei Caßville, süd lich von hier, ein Frachtzug der L. E. W.-Bahn, ein , verderbliches Wrack verursachend. Denn die Locomotive sprang vor einer 50 Fuß-Pfahlbrücke vom Geleise und riß ' 11 von den 18 Waggons des Zuges mit sich vom Bahndamme in den Graben hinab. Soweit bekannt gelang es dem Locomotivführer John Cummins und dem Heizer Charles Kenney abzuspringen, ehe das Eisenroß sich überschlug. Beide erlitten ungefährliche Verletzungen. Der Conducteur I. Oldham und die 3 Bremser entkamen unversehrt. Dar materielle Verlust ist ein bedeutender. Unter schwer erAnklage. New A l b a n y, 18. April. James Miller, ein Neger, wure

gestern in New Albany durch Patrolmann Seery unter der Anklage des Angriffs mit crimineller Abficht auf die sechzehnjährige Minnie B. Black,' ein weißes Mädchen, und des Angriffs, mit der Abficht zu tödten, verhaftet. Er wurde in die Jail geschickt und wird heute vor Richter Fogle sein Vor, verhör bestehen. Die That g schah am letzten Mittwoch Abend, das Mädchen scheute sich aber? aus Furcht vor der Osffentlichkeit, die Sache bekannt zu geben. Sie hatte in Jeffersonville einem Tanze beigewohnt und kehrte kurz vor Mitternacht per Bahn nach New Albany zurück. Der Neger befand sich auf derselben Car und folgte ihr fast bis zu ihrem einsam gelegenen Heim an West Water Straße. Dann packte der Schuft das Mädchen und schlug sie mehrfach. Ihr" Hülfegeschrei lockte einen Mann herbei, worauf der Neger schleunigst verduftete. Miller bestrei tet seine Schuld, Frl. Black erklärt aber, ihrer Sache sicher zu sein. Endete Leben und Leid M u n c i e, 18. April. Frances Saunders, die 26-jährige, kürzlich ge schiedene Frau von Edward Saunders, brachte sich letzte Nacht mit Morphium um. Ihr Eheleid trieb sie zur Ver zmeiflung. ' Günstige Aussichten für "Apple Jack" e t C. N e w A l b a n y, 18. April. Capt. F D. Connor, der Binnen-steuer-Collector für den 7. District, ist von einer Tour durch die betr. Coun ties zurückgekehrt und berichtet, daß die Frucht Branntweinbrenner in den Counties Harrison, Crawford und Washington eine sehr günstige Saison erwarten, da die Ernte groß zu werden verspricht. . Besonders stark soll der Ertrag von Aepfeln und Pfirsischen werden. In New Amsterdam, Harrison County, habe eine Brennerei im Jahre 1902 40,000 Gallonen producirt, dagegen im letzten Jahre, da die Ernte leicht war. nur etwa die Hälfte. Diesmal jedoch würde die Production übertroffen werden. Absonderliche Klage. Las ayette, 17. April. Eine der absonderlichsten Klagen in der juridi seyen Geschichte von Tippecanoe Eounty hat gestern der Ex-Sheriff Jos. Foresman gegen die County Commissäre angeftrengt. Er verlangt nämlich $166.68 für das Baden von Gefangenen in der County-Jail während der am 1. Januar abgelaufenen 10 Monate. Die County . Commissäre behaupten des Sheriffs Bezahlung für diese Gefange nen-Bäder sei in der allgemeinen Be willigung einbegriffen gewesen, allein Foresman entgegnet. er habe auf ei gene Kosten Seife, Handtücher etc. für die Gefangenen kaufen müssen. ' Abermals ei Opfer der Flammen. New Castle, 17. April. In Greensboro brannte vorletzte Nacht das Haus Leroy Murphy'S bis auf. den Grund nieder, und in den Flammen am die 12-jährige Tochter Frank Bundy's aus Kennaed,- die ihre Tante,

Frau Murphy. .besuchte.' elendiglich um. Die Familie erwachte erft, ' als die Flammen schon den Dachfiubl ergriffen hatten. Vater, Mutter, ein 6jähriges Mädchen, und das . vor einer Woche geborene Baby entgingen jedoch dem Feuertode. DieEvansville Boon ville Bahn. Evans ville, 17. April. Von Vertretern der projectirten Evansville & Boonville Linie, die sich in Chicago befinden, um dort die Gelder für den Bau aufzubringen, ist die Nachricht eingetroffen, daß man mit der Samm lung der Gelder vortreffliche Fortschritte macht, und daß jetzt kaum noch Zweifel daran bestehen können, daß , der Bau der Bahn schon in nächster Zeit in Angriff genommen werden wird. - Die Verwaltung der Bähn wird am 21. Mai, dem letzten Termin, die von der Stadt verlangte Bürgschaft von $3000 hinterlegen und, wie es heißt, noch vorher mit dem Bau beginnen. Vorläufig soll die Linie bekanntlich nur nach Boonville gebaut werden, doch will man dieselbe später höchstwahrscheinlich nach Chrisney. Spencer County, ausdehnen. . Die, Idee, die Bahn nach Rockport weiterzubauen, scheint man aufgegeben zu haben. E i n O p f e r s e i n e s B e r u f e S. T e r r e H a u t e, 17. April. Der 32-jährige Claude D. Rogers, ein Bremser der T. H. & Peoria-Bahn und Sohn von Simon R. Rog?rs dahier, wurde in Farmdale bei Peoria zwischen den Puffern zweier Frachtwaggons mit so fatalem Resultate eingequetscht, daß er drei Stunden später im Cottage Hospital zu Peoria feinen Verletzungen erlegen ist. Claude D. Rogers hatte Terre Haute erft letzten Juni verlassen, nachdem er sich kurz vorher mit Frl. Pearl Moody verheirathet hatte. .Entsetz lich e r T o d., L a w r e n c e b u r g. 17. April. In den Big Four-Bahnanlagen fand -gestern Abend ein Unbekannter, dessen Identification sehr schwierig sein wird, einen jähen Tod. Derselbe wurde nämlich, als einem Zuge ' ausgewichen war, von einem auf dem Nebengeleise heran sausenden Frachtzug getroffen und auf der Stelle getödtet.. Der. Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt und zuZeiner unförmlichen Masse zermalmt. Sen sation eller Prozeß gütlich beigelegt. .Vincennes, 17. April. Wäh rend der gestrigen Abendverhandlung in dem :$10.000-Schadenersatzprozeffe

von Dennis Leveron , gegen Charles Robbins kam es zu einem Vergleiche und dadurch zu einem plötzlichen Ende des Prozesses. Robbins verpflichtet sich, dem Leveron $5000 zu bezahlen und die ungefähr $200 betragenden Kosten zu ,ragen Der Prozeß war von sensatio nellem Character; Robbins war be schuldigt, Leveron die Affectionen seiner Gattin abspenstig gemacht zu haben. Ungefähr 40' Zeugen wurden vernom men, welche durchweg angefochten wurden. Leveron wohnt bei Oaktomn und ist einer der wohlhabendsten Farmer im County. und Robbins ist ein vermögen der Viehhändler aus demselben Orte. Beim Umzug verunglückt. Beim Umzüge von hier, No. 506 Douglaß Str., nach Sheridan. Ind., stürzte heute Vormittag W." D. Ford von einem Möbelwagen auf das Straßenpflaster und trug eine überaus schmerzliche Hüften-Verletzung davon, wurde in'ö' städtische Hospital gechafft. Bauer! nb n i tz schei n e. Maggie Browning, Scheune, . 2140 N. Meridian, $1775. S. P. Engle, hölz. Wohnhaus, nahe 25., $2500. : I. A. Reed, Cottage, Newland, nahe Beville, $1200. Jessie Aldred. Cot age, Holmes,' nahe New York,' $1000. W. E. Smith, zwei hölz. Wohn Häuser, Ecke Keystone und New York, $1500. Weiffenbach's Wirthschaft, No. Madison Avenue.

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