Indiana Tribüne, Volume 27, Number 202, Indianapolis, Marion County, 16 April 1904 — Page 6

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Was er thun kann. Dr. August Koenig's Kamöurger WruWee wird erleichtern und schnell heilen fiiiften, Erkältung c: r 1 ö ö Pronchitis, Influenz, ma. Der echte Thee ist ebenfalls bekannt, als das beste Heil Mittel zur Heilung von Grippe. Er wärmt tat Blut, vermln dert den Reiz, stärkt, stell wieder her und heilt. Oxxxioo Ja, wir verkaufen" öojrlaracl Oefep und' .Ranges... ' Möbeln und Teppiche zu den niedrigsten Preisen. Baar oder Credit. WILLIG'S Möbel-Laden, 141 W. Washington Str. 142 Nord Pennsylvania Straße. Hauptquartier für ZriUen nd Operngläser ' Brillen werden tia& den besten Metbnd? k Äugen angepaßt. Künstliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Srofte uswayt von Aug. Diener, Ks. 449 Oft Washington Stt U!tVKo 2. Ks In 43 Stund werde GonarrlM nd Ausfluß aus d?n Nrin Organen durch Santal-Miy aufgehoben 7 ohn Unbequemlichkeiten. Preis I KIsll l $1.00, bei allen Druggisten der V''ii P. . Wo? 2081, Ne Bork.

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Europaische Nachrichten Scywetz.

Bern. Hier starb im Alter von 49 Jahren nach mehreren Operationen der Chef der Werthschriftenverwaltunz des eidgenössischen Finanzdepartements Huber. Von Vonstetten (Kanton Zürich) stammend, trat Huber 1886 in den Bundesdienst, 1895 wur- , de er zum Chef der Werthschriften-: sammlung gewählt.Andermatt. 5?estunaswäckter Aieanver infuner oerungiuaic flu Qttu (jnUUjiup 14I ClUCi ,u.vutC, ).utf ÜeiUC lUUlvC yejUilveil. J0 r u n n e u. itt,ll - Lanoamann )uru Ausvermaucr, mener zum Äo:er yier, oj iju an, ein um oeN anron cyioyz uuu zoegieu aucy um das lsemeittve.ocjell uuo euie muhende 0xeituuUme tqx Duuieuier iivumii, ii verwiesen, viupetmauer war aucy in weheren atreieu cus a) vus eines uricywenerncyen cagi'.iraften bekannt. Basel. Auf dem Rhein, wo er Schwemmholz fischte, erlrank der 62, Jahre alte fräru tfritj Aogewacher. Sein Waidling furne stet) mu Wasser. Vogelbacher j prang, dä er sich mcht weit vom Ufer befand, in den Strom, konnte aber das Ufer nicht erreichen; er wurde von den Wellen erfaßt und mitgerissen. Obwohl ihm mehrere Schiffer zu Hilfe eilien, war eine Rettung nicht mehr möglich. Der erunglückte hinterläßt eine Wittwe mit vier Kindern. Fr ei bürg. Ein Student der hiesigen Universität, der 21jährige Hucheler, trieb sich während der Fa,rnacht vermummt umher. Dabei stach ihn ein böser Bube unvermerkt mit eincr Nadel. Es entstand Blutvergiftung, die den Tod des Aermsten zur Folge hatte. Sankt -Gallen. Da die bisherige Hilfe für das abgebrannteBergdorf Vasön im Taminathal unzurei chend ist, hat die Regierung 10,000 Francs bewilligt unter der Bedingung der Verbesserung der Feuerwehr. j SezrerreiH'Zt.nttarn. Wien. Im Edelschen Hote! stieg ein Herr in Begleitung einer Dame ab, die sich als Kaufmann Henning und Frau aus Wien eintrugen. Bald darauf fielen im Zimmer mehrere Revolverschüsse. Als das Personal eintrat, schoß sich der Mann eine Kugel in die Schläfe, was seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Die Dame wies eine Schußwunde am Halse auf. Sie wurde in das Krankenhaus gebracht. Der Todte wurde später als Kaufmann Heinrich Halle agnoscirt. Die sechsjährige Marie Schwarz, Tochter einer in H.e- -tzing, Weiglgasse No. 14, wohnhaften Wäscherin, steckte, während sie allein zu Hause war, mit einer brennenden Kerze ihr Kleidchen in Brand und erlitt Brandwunden am ganzen Körper. Das Kind erlag im Kaiserin Elisa bethspital d?n ürlittenen Verletzungen. Die 23jährige Schlossersgattin Rosine Klimesch, Gudrunstraße Ro. 25 wohnhaft, fand ihr fünf Monate altes Kind, das neben ihr im Bert geschlafen hatte, todt auf. Das Kind dürfte von seiner zwei Jahre alten, gleichfalls neben ihm schlafenden Schwester erdrückt worden sein. G m u n d e n. Graf Leon SegurCabanac und Gemahlin, geborene . Gräfin Schmidegg, feierten das Fest der silbernen Hochzeit. Die ungefähr 60jährige Louise Smatosch, Gattin des angesehenen hiesigen Baumeisiers und Villenbesitzers, welche seit einer Reihe von Jahren schwe.'eidend war, stürzte sich in einem schwermuthsanfalle vom Schiffersteg dzr Esplanade in den See und ertrank. B u d a p e st. In Dees hat sich der vierzehnjährige Schüler der vierten Klasse des dortigen Gymnasiums Peter Deak vor dem Fenster des Hauses, in dem sein Ideal" wohnte, durch einen Schutz in das Herz entleibt. Der Knabe hofirte schon seit längerer Zeit diesem, seinem Ideal, ein dreizehnjähriges Mädchen, glaubte aber in letzter Zeit zu bemerken, daß ihm das Mädchen nicht mehr so gewogen sei wie früher. W i so Witz. In einem Anfalle von Geistesstörung ermordete der hiesige Schmiedgehilfe Karl Oplesch seine eigene 80jährige Mutter und deren 84jährige Mitinwohnerin Marie Andiel. Als Nachbarsleute ein auffallendes Geschrei hörten, drangen sie in das Haus der alten Oplesch ein und es bot sich ihnen da ein entsetzliches Bild. Sie fanden in d?.r Nebenstube in einer riesigen Blutlache die Inwohnerin Andiel als' Leiche, während im Vorderzimmer die Mutter des Mörders lag, die von Axthieben derart zugerichtet war, daß sie kurz darauf den Geist aufgab. Der Mörder befand sich eben falls im Zimmer, besah ganz verwun- j dert die ankommenden Leute und gestand ganz offen seine That. Er wurde in der hiesigen Frohnseste internirt. jLuxembvtvQ. Luxemburg. Das in der Monterey - Avenue gelegene Wohn-! und Geschäftshaus des Hrn. Rent- j ners' Schoup erreichte in öffentlicher Versteigerung einen Preis von 64,500 Fr. Verbürg. Der Arbeiter M. Sartor von Bernburg wurde auf der Straße von Verbürg, nach Manternach todt aufgefunden. Den Umständen nach zu urtheilen, scheint ein

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Greenfield. 111 .f i r - fti llsT-fc' - .5, oa;.aganfcill ihn getroffen zu haben. it o a 1 1 f ch c u c r. Dem in der hiesigen Pulverfabrik arbeitenden M. Kerfchen wurde beim Nachhaufegehen auf der Straße nach Bivingen unwchl, er kam zu Falle und wurde von einem vorbeifahrenden Fuhrwerk über fahren, wodurch er schwere Wunden erlitt. . Um den Bart des Erfinders. Eine Denkmalsgeschichte, die eines gewissen komischen Anstrichs nicht entbehrt, spielt sich augenblicklich in Frankfurt a. M. ab. Es war im Jahre 1861', als der Gelnhausener Lehrer Philipp Reis seinen großen Vortrag über den elektrischen Fernspreche? vor dem Physikalischen Verein in Frankfurt a. M. hielt. Die NachWelt feiert Reis mit Recht als den Erfinder nicht nur des Telephons, sondern auch des Mikrophons, denn zweifellos zeigten seine Apparate damals bereits den ausgesprochenen Typus beider Instrumente, wenn sie natürlich auch in technischer Hinsicht noch recht unvollkommen waren. Für Philipp Reis ging die Sache damals aber recht unbefriedigend aus. Man hatte selbst in fachgenössischen Kreisen nur wenig Verständniß für die neue Erfindung. Nun will man ihm in Frankfurt a. M. ein Denkmal errichten. Wer allerdings den Verhandlungen darüber gefolgt ist, wird Zweifel hegen, ob es wirklich zustande kommt. Denn es handelt sich noch um ein besonderes Streitobjekt, und das ist merkwürdigerweise der Bart des genialen Erfinders. Auf dem Gelnhauser Denkmal in der Geburtsstadt des verkannten Mannes sieht man den Erfinder im Schmuck eines stattlichen Vollbartes. Die noch lebenden Verwandten Philipp Reis' sowie seine Enkelkinder haben ihren Vater und Großvater gar nicht anders gekannt. Sie haben daher den begreiflichen Wunsch, ihn auch in Frankfurt a. M. mit einem Vvllbart verewigt zu sehen. Damit aber kommen sie bei den strengen Geschichtsforschern schlecht an; denn als Reis seinen Vortrag in Frankfurt a.M. hielt, hatte er nur einen Schnurrbart. Wirklich eine höchst fatale Geschichte! Wie soll man sich da nun aus der Klemme ziehen? Selbstverständlich fehlt es nicht an mehr oder minder ernst, gemeinten Vorschlägen zur Lösung der überaus wichtigen Frage. So meint z. B. das Deutsche Steinbildhauer - Journal", man solle doch die Hauptfigur des Erfinders zwar ohne Bart, auf dem Sockel aber ein Medaillon mit Bart darstellen. Dann sei sowohl der Pietät der Nachkommen wie den Geboten der strengen Geschichtswahrheit Genüge geleistet. Man darf wirklich gespannt sein, was noch bei der Geschigte herauskommt. Höchste Protzerei. Haben Herr Commerzienrath für Fräulein Dora schon einen Schwiegersohn in petto?" Brillante Partie werde sogar Ahnenschulden bezahlen müssen!" EineSonder-Ausstel-l u n g zur Bekämpfung des Alkoholismus ist in Charlottenburg im Hause der ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt eröffnet worden. Die Anti - Alkoholiker führen hier ihren literarischen Feldzug gegen den Dämon Alkohol mit dem treffsicheren Geschütz der Statistik, lassen es aber auch an gutem Zureden nicht fehlen, um die Trinker zu einer rechtzeitigen freiwilligen Capitulation zu bewegen. Zwei Richtungen, diejenige der völligen Enthaltsamkeit von geistigen Getränken und die der Mäßigkeit, sind bei der Bekriegung des Alkohols in Erscheinung getreten. Die Ausstellung dermeidet es, Stellung zu einer der beiden Fragen zu nehmen, will vielmehr lediglich dem Studium über den eminenten wichtigen Gegenstand neue Gesichtspunkte öffnen. Eine bedeutende Anzahl Vereine hat 'sehr reichhaltige, populärwiss enschaftlicheLiteratur ausgestellt.

Greenfield, Jll., den 10. Juli, 1903. Es g-ereicht mir zu großem Vergnügen, den Wine of Cardui zu empfehlen, da ich ihn mehrere Monate lang für ein sehr ernsthaftes Eierstock-Leiden ge braucht habe. Ich war gezwungen, ungefähr zwei Wochen in jedem Monat im Bett zuzubrinFen und die übrige Zeit litt ich beinahe beständig an schwindelerregenden Kopfschmerzen, heftigem Rückenweh und Unerleibschmerzen.

In meinem Elend las ich, wie eine in derselben Weise Erkrankte durch den Gebrauch von Wine of Cardui kurirt worden ist, und darauf entschloß ich mich, seine Wirkung in meinem Fall zu erproben. Ich fand in zwei kurzen Wochen, daß V ff 5. r V. vn rrrt . -c . v c -

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ijeu lumiaj zu, vis ia am vruoe von orei Monaten eine gesunde Frau war. Ich bin s sehr erfreut über meine Genefuna und be fft& m

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eile mich. Ihnen au TT KrieslUg Manche Zeitungsleser wundern sich heute, über die Widersprüche in den Nachrichten vom Kriegsschauplatz im fernen Osten, ohne zu bedenken, wie es vor nicht viel mehr als dreißig Iahren nach dieser Richtung in nächster Nähe aussah. Die Köl. Ztg." erinnert an, einige Fälle. Als der Pariser Gaulois" während des Krieges 1870 71 erfuhr, daß Bazaine in Metz ein--geschlossen sei, knüpfte er an die Nachrichit folgende Bemerkung: Die Times" fragt, wie es komme, daß, obgleich die Franzofen bei Rezonville (Vionville) 'gesiegt hätten, Bazaine nicht aus Metz herauskönne. Wir unsererseits fragen die Tims", ob der König von Preußen oder der Marschall Bazaine in der günstigeren Lage ist. Der Marschall kann jeden Abend nach den Kämpfen in den festen Platz zurückkehren, um seine Truppen ausruhen zu lassen, frische Kräfte zu sammeln und folgenden Morgens wieder anzufangen, während König Wilhelm sich unter 40,000 Verwundeten und ebensoviel Todten ohne Proviant herumschleppt, keinen ernsten Angriff machen kann und mörderischen Ausfallen ausgefetzt ist. Offenbar ist die Lage des Marschalls Bazaine auf eine glückliche Taktik, die des Königs von Preußen nur auf ungeschickte Manöder zurückzuführen." Ein franzosischer Zeitungsschreiber entwarf vom deutschen Landsturm 1870 folgende Schilderung: Leicht gebeugt und gesenkten Hauptes ziehen sie ihren Weg. Aber glaubet nicht, " daß dies aus Feigheit. oder Unterwürfigkeit geschieht: es geschieht, weil sie vom Alter gekrümmt sind. Der Nachtrab besteht insbesondere aus Gichtlahmen: auch eine Nachhut! Die Verschleimten, die Katarrh- und Brustkranken marschtiren an der Spitze und, ersetzen dovtheilhaft die Militärmusik. So geht's voran! Von Zeit zu Zeit' wird Halt gemacht zur Handhabung ' der diesen Ehrwürdigen unentbehr-l lichen Tabaksdose. Auf Kommando öffnet man die Dosen mit dem Deckel-' riemen, nimmt die Prise, zerreibt sie zieht sie in die Nase, schließt die Dose und mest. Dann mmmt das Bataülon wieder seinen Marsch auf, wobei der Landsturm seine Flinte statt auf dem Rücken, als Stütze in, der Hand trägt. Bald wird von neuem gehalten. Auf Kommando nehmen die! Leute ihre Armen von der Nase uni ihre Schnupftücher au? der Tasche. Mit diesem Tuche, das sie häufig zum Abwischen ihrer feuchjtenNase benützen, reiben sie hierauf ihre Augengläser ao. Dann stecken sie insgesammt ihr Taschentuch wieder in die Tasche und ihre Brille wieder auf die Nase." Bei solchen Leistungen auf dem Gebiete der Kriegsberichterstattung in Europa nimmt es nicht Wunder, wenn auch bei, den Nachrichten aus Ostasien die Phantasie ihre Rolle spielt. Schmuckfedern zu kraus e l n. Man hält die Federn von dunkler Farbe über Rauch, welchen man erzeugt, indem man gestoßenen Zucker auf glühende Kohlen streut. Weiße Federn krümmt man, indem man die Fahne zwischen Daumen und einer stumpfen Messerklinge durchzieht. Um die Tragbarkeit der Erbsen zu erhöhen, entspitzen die englischen Gemüsegärtner die Erbsenpflanzen, sobald sie vier Zoll hoch sind. Dies geschieht aber nicht allein bei den Treibsorten, sondern auch bei den späten und hohen Sorten des freien Landest Die hohen Sorten werden geköpft, wenn die Pflanzen 20 Zoll hoch sind. Haben sie nach dem Entspitzen wieder drei neue Glieder getrieben, so werden die Spitzen wieder entfernt. So wird es noch mehrmals gemacht, bis man wünscht, daß sie blühen und Schoten ansetzen sollen. Nach der Blüthe begießt, man sie mit flüssigem Dünger. Auf diese Weise läßt sich der Ertrag auf das Vierfache steigern, und man hat die Reihenfolge des Ertrages bei mehreren Beeten ganz in der Hand, wie es auf andere Weise nicht möglich ist. ,

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11 "T"-"" """in Allerlei fürs HauS UmKirschfleckeausTischwasche zu entfernen, wasche man die befleckte Stelle sogleich in lauem Wasser mit Seife; alsdann tauche man die Wäsche in Milch, so daß letztere ganz darüber steht, lasse solche eine Nacht darin stehen, worauf jede Spur von Flecken verschwunden sein wird. Stahlmesser und Gabeln rein und fleckenlos zu erhalten. In den meisten Häuslichkeiten herrscht die Sitte, Messer und Gabel nach beendeter Mahlzeit mit dem anderen Geschirr in das Aufwaschwasser zu thun und abzuscheuern. Abgesehen davon, daß sich sehr leicht derjenige, dem die Reinigung obliegt, verletzen kann, leiden auch Messer und Gabeln beträchtlich dadurch. Erstens lockert sich durch den Einfluß des heißen Wassers der Kitt, der Griff und Stahl verbindet, zweitens werden die Holzgriffe unansehnlich und grau und drittens die Schneiden der Messer stumpf. Dies alles läßt sich bei folgendem Verfahren vermeiden. Man nehme einen irdenen Topf in der Höhe einer Messerscheide, fülle denselben mit feinem Sand und feuchte letzteren etwas an. Da hinein steckt man nach jedesmaligem Gebrauch Messer und Gabeln, zieht sie ein paar Mal hinauf und hinunter, wischt sie mit ZeitungsPapier ab und putzt sie sodann. Der Sand nimmt alle blecken und jeden unangenehmen Geschmack vom Etayl und erhält die Schneiden scharf. Der Topf muß in der Küche so seinen Platz haben, dak er beauem zur Sand ist. damit man, falls Zwiebeln, Citronen oder dergleichen geschnitten werden, ' gleich die Messer hinein stecken und rei- , nigen kann. Nach acht bis vierzebn Tagen muß der Sand erneuert werden. AuffrischenvonKleidern. Um alte Tuckkleider. die vom vielen Tragen schon ein wenig verschlossen : und blaß aussehen, aufzufrischen, ist es sehr empfehlenswerth, dieselben mit , verdünntem Essig mittels Kleiderbür-' sie sorgfältig abzubürsten und nach dem Trocknen auf der Rückseite zu überbllgeln. Den Kragen, der vom , Haar fett und glänzend ist, reibe man ! mit verdünntem Salmiakgeist, ebenso alle sonstigen Fettflecke. Die Kleider ! sehen nach dieser Prozedur förmlich verjüngt aus. Flecke, welche durch harzige Flüssigkeiten entstanden sind, reibt man mit Citronenöl oder gereinigtem Terpentinspiritus ein, um sie alsdann mit Flanell oder grauem Löschpapier auszureiben. Mit reinem Wasser, in welchem etwas Rindsgalle aufgelöst . ist, wäscht man die Flecke gänzlich aus. j Marmorplatten, die stumpf geworden sind, erhalten den früheren Glanz wieder durch Poliren mit Seifenwasser, in welchem etwas Kalk auf- l gelöst ist; dann nachspülen mit Sei- ! fenwasser. zulent unter einem 5iusak von gepulvertem und geschlemmtern Federweiß oder Talkum. Zur Bereitung von Ob ste s s i g ist das folgende Verfahren zu empfehlen: In einen großen steinernen Topf wirft man Schalen und Kerngehäuse des in der Küche verwendeten Obstes und übergießt diese mit kochendem Wasser. Anstatt Abfälle kann man auch selbstverständlich ganzes Obst nehmen, welches man in dünne Scheiben zerschneidet. Ceint die Sonne, so stellt man den mit einem reinen Tuch zugebundenen Topf vor das Fenster. Sonst in die Nähe des Ofens. Nach etwa sechs bis acht Wochen ist das Wasser und der durch dasselbe aus dem Obst gezogene Saft zu einem bernsteingelben Essig geworden, ohne daß man irgend etwas anderes beigesetzt hätte. Um den Essig zu klären. gibt man 2 Eßlöffel voll Knochenkohle auf das Quart, rührt etwa fünf Minuten tüchtig um, und läßt dann den Essig einige Stunden ruhig stehen, bis sich die Kohle auf den Grund des Gefäßes niedergeschlagen hat, dann filtrirt man den Essig vermittelst Filtrirpapier. DieLnochenkohle wird

. j-?a cm &ärfp imh (Spfnnh. - " - - j -- t 3&0?v& O Rohal Templars of Tempera. gMheke gekommen. nachher getrocknet und kann noch öfters dieselben Dienste leisten Hollunderwein. Aus reifen Hollunderbeeren kann man einen Wein bereiten, wenn man gleiche Maßmengen von Beeren und Wasser einmal aufkocht, dann das Ganze in ein Haarsieb gießt, indem man mit der Hand die markigen Theile der Beeren sanft durchpreßt und die Rückstände entfernt. Der durchgeseihte Saft wird mit Zucker vermischt, wobei man Pfund Zucker auf jedes Quart Saft rechnet. Alles wird nun 20 Minuten lang gekocht. Sobald die Flüssigkeit kühl geworden, wird sie in ein Faß gefällt, um zu vergären. Nach beendigter Gärung wird das Faß fest zu- , gespundet und nach 8 Wochen der Wein auf Flaschen gefüllt. Das gelbliche Anlaufen von Silbermllnzen schadet diesen keineswegs. Will man es beseitigen, so kann solches durch einfaches Abspülen in Seifenwasser, eventuell unter Zusatz einiger Tropfen Ammoniak (Salmiakgeist) geschehen. Natürlich darf nur. mit einem ganz weichen Lappen abgetrocknet werden. Ueberziehen der Münzen mit Zaponlack verhindert das Anlaufen. Einen kaltflüssigen Leim bereitet man auf folgende Weise: Drei Theile Leim quellt man in acht Theilen Wasser auf, setzt einen halben Theil Salzsäure und dreiviertel Theil ZinkVitriol zu und läßt es mehrere Stunden kochen. Als den Haarwuchs fördernde Kopfwaschmittel werden neben einer ganz milden Seife, Kleienwasser und der Absud von Spinat oder Brennnesseln angewandt. Niemals aber darf das Wasser wärmer als 8090 Grad sein, die Waschungen sollen des Abends vorgenommen werden und der Kopf (Haar und Haut) muß tüchtig trocken gerieben, nicht aber zugebunden werden; im Gegentheil ist das Haar offen zu lassen. Ein sehr gutes Fleckenw a s s e r zur Entfernung auch der ältesten Fett- und Harzflecke in der Wäsche kann man auf folgende Weise herstellen. Man mische zwei Theile starken Spiritus mit einem Theil reinem, hellen Terpentinöl. Die fleckig: Stellen werden in diese Flüssigkeit gelegt, längere Zeit darin gelassen, gerieben und dann mit lauwarmem Wasser nachgewaschen. Man nimmt dies am besten vor der Wäsche vor. Jede Gefahr für das Gewebe ist ausgeschlosfen. Diese Mischung ist, (2 Eßlöffel voll auf je 10 Gallonen) dem BlauWasser zugesetzt, ein vorzügliches Mittel, eine größere Weiße der Wäsche zu erzielen. Letztere bleicht nämlich während des Trocknens. L o m mer 1 p r o 1 1 e n uno Mitesser zugleich werden entfernt durch tägliche (abendliche) Waschungen mit procentiger Natronsuperozydseife. Die Waschungen geschehen mittels eines nassen Wattebausches, aber vorsichtigerweise immer nur ganz kurz und nur so lange, bis leichtes Brennen eintritt, worauf sofort mit kaltem , Wasser abgespült wird. Die Nützlichkeit des Hon i g s ist noch lange nicht genua bekannt; er ist nicht nur ein ausgezeichnetes Nahrungsmittel, sondern auch wegen seiner Leichtverdaulichkeit ein hervorragendes Stärkungsmittel für schwächliche, bleichsüchtige, schnellwachsende Kinder sowohl wie auch für alte Leute. Er besitzt auch antiseptische Eigenschaften und ist deshalb beiHalsentzündungen sehr zu empfehlen; man wendet ihn mit Essig verdünnt zum Gurgeln an. Eine mit Honig bereitete Salbe ist ein vorzügliches Heilmittel für alle offenen Wunden, für Geschwüre u. s. w. Er schützt die Wunden nicht nur vor dem Eindringen der Luft, sondern äußert direkt eine die Heilung beschleunigende Kraft. Um Ledermöbeln wieder ein neues Aussehen zu geben, reibt man sie mit gut geschlagenem Eiweiß ab. Sollte dies nicht den gewünschten Erfolg haben, so bleibt nichts übrig, als die Möbel mit Lederlack iu überziehen.

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