Indiana Tribüne, Volume 27, Number 201, Indianapolis, Marion County, 15 April 1904 — Page 5

Jndiana Tribüne, 15. April 19CK1.

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Sänge Abende. Skizze on E. Kuylenstjerna. Aus dem Schwedischen von E. Vilmar. Sie hatte diesen Gast lange erwartet und war daher nicht überrascht, als er an einem ihrer Empfangsabende der einzige war, der ihren Salon betrat. Sie reichte ihm die kleine, weiße Hand, an der Brillanten gleich Thautropfen funkelten, und sagte leise,, resignirt: Willkommen, Einsamkeit! Ich habe dich erwartet, seit die Freude mir ein Fremdling und auch ich ihrer stetig müde geworden bin." Dann sank sie in einen - der tiefen Sessel, ließ den graugesprenkelten Kopf an der Lehne desselben ruhen und unterhielt sich mit ihrem einzigen Gaste, der Einsamkeit.' Im Kamin glühte das Zerstörungswerk tausend kleiner .eifriger Flammenzungen. Ihr Auge ruhte darauf mit jenem gedankenvoller Blick, wie eine Frau, die den Schlußstrich unter ihr Lebensconto gesetzt hat, ihn oft den sinkenden Gluthen zu schenken pflegt, die so bald zu Asche verkohlen. Dann schaute, sie auf ihre Hand, diese so oft ehrerbietig geküßte. Zärtlich gestreichelte Hand, an deren kleinen und Zeigefinger kostbare Ringe blitztat; doch der Ringfinger war so leer und weiß, wie ein unbeschriebenes Blatt, so schlank und spröde, als wolle er keine Fessel dulden. Ich will dir eine Geschichte 'ttzäh-

len, Einsamkeit," begann sie. mit ihrer weichen Stimmt deren Kolorit die Jahre nichts anzuhaben vermocht hatten, eine Geschichte, wie du sie oftmals. horst, wenn auch .nie dieselbe, , denn jeder wird dir sagen: Du hast es schon früher gehört, aber da war es nicht meine Geschichte. Auf diesem Mein" basirt ihre Originalmarke. Also; es war einmal es war einmal ,eine lange,, lange Reihe von Abenden, wo diese Kronen und Kerzen, : die heute über leeren Räumen leuchten, ein Gewoge duftiger Toiletten, blitzende Augen und helle Lebensfreude umstrahlten. Da hättest du emmal sehen sollen, wie gefeiert ich war, wieviel Freu-' denblumen aus meinem Wege blühten und wie licht und frei meine Tage waren. .Damals hättest du nie den Weg hierher gefunden; da erschien nur die Freude auf rothen Hackenschuhen und die Musik spielte rauschende Walzermelodien. Das war des Lebens Maienlied mit Chor und . Orchester, und ich sang mit . . . O, wie ich sang! Dann starben meine Eltern, und ich blieb allein. Natürlich hatte ich eine Chaperonneuse, die man sich ja niemals erläßt; aber die Jugend derschwand allmählich von meinen Festen wie die Rosenfarben aus meiner Kleidung. Jugend rosa; graues Haar lila! Und dann eines Abends es ist noch nicht lange her kam meine danse macabre. Weißt du, was das für eine gefeierte Frau besagen will? Kannst du im vorstellen, wie die Skelette ihrer Illusionen und Träume, ihres Hoffens und Lebensglückes sie der Reihe nach in ihre Arme schließen und mit ihr dahmtan zen über raschelndes, todtes Laub? Als ich das nächste Mal in der Gesellschaft erschien, war es p. p. c. ich war eine alte Frau. Ich will dir etwas anvertrauen, Einsamkeit: Es gibt einen Mann, der mich einstmals sehr geliebt hat. Auch ich hatte ihn gern, doch nicht genug Ich war von allzu viel Sonnenstrahlen umgeben. Und so kam es, daß er mir entglitt ich merkte es nicht. Nun bin ich eine femme passte, die immer wieder in dem Buche ihrer Erinnerungen blättert. Eines Tages entdeckte ich darin seinen Namen und in meinem Herzen eine vibrirende Saite. Fast alle anderen Saiten sind gerostet oder gesprungen Kurz lich traf ich ihn zufällig, und er bak, mich besuchen zu dürfen. Gewiß durfte er o, so gern! Er ist arm und einsam. Ich bin reich und einsam. Würde eine Addition in diesem Falle nicht em gunstiges Resultat, einen glucklichen Ausgleich ergeben? Blaß , und müde wie em Reliefbild hob ihr schön geschnittenes Profil sich von der dunklen Sammetlehne ab. während ihre Gedanken fernab weilten. Draußen tönte die Glocke. Gleich darauf erschien eme Dienerm und überreichte ihrer Herrin auf silbernem Tablett eme Bisitenkarte. Maria Sternvall warf einen Blick darauf. Er kam also doch! Bitten Sie den Herren Baron, ein zutreten." Willkommen. Herr Baron. Sie finden mich allein." ..Seltsam aenua." , Ja, vielleicht. Nehmen Sie Platz. Dieser fetuiji hier ist oeauem. Danke. ' Gnädiges Fräulein nehmen nicht mehr am Gesellschaftsleben tbeil?" Nein, fast gar nicht mehr. Ich scheue den Ginungaschlund zwischen Muspelheim und tlfeiyeim. So." Sollte das eine geistvolle Antwor sein?" Nein; conversiren wir?" Natürlick." Ah, Pardon. Ich kam hierher, um ein Stündchen mit Ihnen zu verpiau hem als .... als alter freund." Die Abende beginnen also auch für Sie lang zu nieroen L .

Ja. Und einsam." Ja." lEs scheint, Sie seufzen. ' Wisse

Sie was, Baron, Sie sollten sich verheirathen. Ich?" ,. . i, Obwohl sein Gesicht ihr nicht völlig zugewandt war, bemerkte er doch, daß ein Lächeln, blaß wie ein Sonnenreflex im Norden, die weiche, junge .Partie ihres Mundes umschwebte wahrend ihr Blick auf der weißen, schmalen Hand ruhte, die lässig in ihrem Schooße lag." , Und warum das, fragte er unicher. Um ein Heim zu haben." Ich Im zu' arm," versetzte er herb. Sie können ja eine reiche Partie machen." Ich bin nicht mehr jung. Eines Mannes Alter richtet sich ganz nach seinem Aussehen und Empfinden, nur wir Frauen sollten unseres Taufscheines eingedenk sein, ehe man dieses. Attest indirekt begehrt. Also Sie verheirathen sich." Und mn wem! Er hatte sich vorgeneigt, semeAthemzuge wurden kurzer, erregter, ,nnr Lider zuckten nervös. Sekundenlang netz sie ichweigeno den Blick auf ihm ruhen und sagte dann in völlig verändertem Tone: Ach. bitte. Baron. wollen Sie den Kaminschirm gefälligst vn die Gluth schieben? E willfahrte ihrem ersuchen. Um nun auf. unser Thema, zurück zukommen," begann sie dann. Mit mir zum Beispiel." Mit Ihnen?" Er fuhr jäh empor, setzte sich dann wieder und setzte in 'leisem, gedämpsten Tone hinzu: , Sie scherzen. , Nein, es war :;mtm- voller Ern t; aber wenn Sie wollen können wir es auch als Scherz betrachten." Fraulein Sternvall, stieg er erregt hervor, Sie 'wissen, daß ich ... ." Er.verstumMte. Daß Sie 7..." Daß. wenn ich je einen Glücksträum" einen Lebenswunsch gehabt, je ein tiefes starkes Empfinden gehegt habe, dieses Ihnen gegolten Hai. Ich iah fete, aiö &t als A.H!zeyNiayrige in's Leben traten, strahlend von Jugendfrische, Schönheit und Lebensfreude, und hätte, um Sie zu erringen, jede erdenkliche Thorheit oder Großthat begangen. Ich war damls zum Helden, Dichter, Mörder und Fanati ker veranlagt und jedenfalls em ganzer Mann. Seither ist mir alle Schwungkraft abhanden gekommen in dem Ihnen unbekannten Kampfe, dem Kampfe zur Wahrung des Scheines, um.nicht emer jener verschämten 'Ar men zu werden, denen man mit einer Hand ein Almosen reicht, während man ihnen mit der anderen das Zeichen der Entlassung aus seinem Salon ertheilt. Dank für Ihre Barmherzig keit, Fräulein Sternvall, aber sie kommt zu spät. Das Winterdunkel paßt für meine erstarrten Gefühle; ich kann mich allein mit ihm abfinden; schlimmer wäre es, wenn das Blut vor Sehnsucht brennen wurde. - Sie haben mich also geliebt?" sagte sie, auf die von Künstlerhand gemalte Wmterlandschaft des Kammlchirmeö starrend. Ja, so wie ich eine andere Frau geliebt habe." Und doch schwiegen Sie." Ich bin stolz darauf. Denn was würden Sie mir . wohl geantwortet haben?" ' Sie antwortete nicht. Sie wußte selbst nicht, ob sie damals nicht darüber aelacht haben würde, daß noch einer" zu ihren Füßen lag, um . ihm dann den Rücken zu wenden. Nun aber empfand sie einen heißen, bitteren Groll gegen ihr früheres Ich, weiches alle Liebe und alles Licht ihres Lebens consumirt und die ausgesogene Schale dem Alter überlassen hatte. O, daß sie jene Äeit und seine Liebe zurückgewinnen könnte! Es wäre eine Mission. dachte sre. Und nun kann ich also nichts anderes für Sie thun, als Ihnen eme pa)sive Freundschaft schenken," sagte sie weick. Es hängt ganz von Ihnen ab, ob sie passiv bleiben soll," versetzte er in eigenthumlich gemrtem Aon. Wieso?" Gestatten Sie Mir, ehrlich zu reden?" . ..Bitte." Wie ich soeben bemerkt, gab es eine Zeit, wo ich Sie grenzenlos nebte . Diese 3eit ist nun vorbei, und die Wunde sicher vernarbt. Mein Leben hat sich wie das der meisten Menschen abgesponnen. Mit der Zeit habe ich mich zum Gesellschaftsparasiten entwickelt, den man aus alter Freundschaft einlädt, der luftigeAnekdoten erzählt, ein wenig hofirt und den Ehrentitel Rou6" erhält, wenn seine Haut vergilbt, sein Haar sich lichtet, und von dem die jungen Mädchen sich kleine galante Abenteuer erzählen. Ja, die Photographie ist nicht ansprechend, aber treu. Kommt dann mit den Iahren noch ein kleines Faible für den Spieltisch hinzu ... keine Passion, bewahre .... die Passionen sind schon längst ausgefroren . . . aber wie gesagt, ein kleines Faible . . ." Und dieses erzeugt Ehrenschulden," bemerkte Maria Sternvall trocken. r Der Baron neigte bejahend den Kovf. .;

Und zum Unterhalt desselben er-

weisen die zusammengescharrten Honnorare für literarische Arbeiten, Ueberletzungen u. i. w. ncy nicyr au?cei chend." Ich verstehe nun, daß Sie meiner Freundschaft gestatten, aktiv zu werden, bemerkte sie sarkastisch. Und Sie verdammen mich? Nein ... ich rathe Ihnen nur noch einmal: Heirathen Sie reich; aber die ser wohlmeinende Rath hat mit mir selbst nichts zu thun." Das war eme unbehagliche UnterHaltung," sagte er, sich erhebend, aber Sie selbst haben sie hervoraerufen; ich hätte es mir anders gewünscht Das Resultat gewinnen Sie, unterbrach sie ihn herb. Mit wieviel kann ich Ihnen dienen? Er senkte den Kops, tiefes Roth deckte seine markirten Züge. Plötzlich warf er den Kops mit einer Geste zurück, die sie von früher her an ihm kannte, und sagte mit vibrirender Stimme: Nein .... ich kann nicht, will nicht als Bettler vor Ihnen stehen. Ich glaube Sie nun als Freund betrachten zu können und wußte, daß einige hundert Kronen Ihnen nichts bedeuten Nun aber bereue ich es . . . bereue, daß ich jemals hierhergekommen .... zu der Frau, die, ich einst mehr als mem Leben geliebt habe. Adieu, Fräulein Sternvall, Dank für Ihr Mitleid .. glauben Sie mir, wenn ich es anzunehmen vermochte, wäre es besser für mich." Er verneigte sich tief und ging. Sie geleitete ihn zur Thür und kehrte dann zu ihrem Kaminsessel zurück. ' 4 Gleich darauf klopfte es. Du Die nerin erschien mit einem eleganten Portefeuille. Dies hier habe ich soeben auf der Treppe gefunden," sagte sie. Ich glaube, Herr Baron Alveskjöld muß es verloren haben, denn ich habe zufällig gesehen .... . Was denn?" Das das Futter seines Ueberrocks zerrisserk war," versetzte das Mädchen verlegen. Ein verächtlicher Zug umspielte Marias Lippen, während sie Miene machte, das Taschenbuch, welches die freiherrliche Krone über seiner Namenschiffre zeigte, uneröffnet aus der Hand zu legen. Er hatte sie also be trogen, den Mittellosen gespielt, während sem Portefeuille offenbar reich ge füllt war. Doch infolge des Hin- und Herwendens sprang die Metallspange, die den Lederdeckel zusammenhielt. plötzlich auf, und das Portefeuille lag aeoffnet m ihrem Schooß. Minutenlang starrte sie regungslos auf die hochrothe Seide, die vor ihr liegenden Briefe und einen Pfand icyem. Einen solch kleinen gelben Papier fetzen hatte sie einmal gesehen, als sie m emem Wohlthatiakeitsraptus em Haus der Armuth besucht , hatte, und sein Anblick vergegenwärtigte ihr Bil der von concertrirtem Elends Schmutz, erbärmlichem Essen, kurzum die ganze hohläugige Nakthelt welche die Almo sen des Reichthums nothdurfna ver hüllen. : Ein Pfandschein! Wie fremdartig und absonderlich er sich in ihrem luru riösen Salon ausnahm!' Ein Beben durchschauerte ihre Glieder, und hastig. als scheue sie die Berührung, legte sie das Papier aus der Hand. Das Futter seines Ueberrockes war zerrissen," hatte Anna gesagt. ' Wie, wenn sein klemes Faible für den nur ein Vorwand gewesen wirkliche Noth maskiren Spieltisch war, dersollte?... Immer sieghafter drängte sich ihr diese Ueberzeugung auf. Was sollte sie thun? Anna mit dem Portefeuille hinsenden und thun, als ob sie von dessen 5nkialt nichts wußte? Oder sollte sie konnte sie ehrlich sein? Rastlos wanderte sie auf dem welchen Smyrnateppich . hin und , her. Dann setzte sie sich an ihren im Neben zimmer stehenden Schreibtisch, nahm einen Bogen veilchendustendes Benn Papier und schrieb: Herr Baron! Hiemit stelle ich Ihnen Ihr Portefeuille wieder zu. Wollte ich Ihnen sagen, daß dessen Inhalt mir unbekannt ist. so würde ich Sie betrügen. Ich glaube jetzt einen klaren Einblick in Ihr Leben gewonnen zu laben. und bitte Sie, mir die Bemerkung zu verzeihen, die ich heute Abend -über Ehrenschulden" fallen ließ. Und als Beweis Ihrer Verzeihung gestatten Sie der Frau, die nun. wo es zu spät ist, einsieht, daß sie Sie hätte lieben und mit Ihnen glücklich werden können, gestatten Sie ihr. Ihnen etwaS von dem Ueberslusse abzugeben, der ihr so wenig Freude macht. Ich bitte herzlich darum, und Sie dürfen mir meine Bitte nicht abschlagen. Aber ich sage Ihnen zugleich Lebewohl, da ich kein ferneres persönliches Begegnen wünsche. Maria Sternvall. Sie couvertirte das Billet, ohne es nochmals durchzulesen und sandte es fort. - ' Dann stützte Sie den Kopf in die 'Hände und versank in Träume, Träume, die -sie während der langen Winterabende durch das Winterdunkel begleiten sollten. Kein Wunder. A.:. Der, Herr, der da eben spricht, hat ein sehr schönes Organ." B.: Nun freilich, es ist ja auch unser Organist!" "

4. Haus Hos und Mnd 5 j....... i"i"i"M"i"i"i"i" S e i d e n st o f f e darf man nicht bürsten. Man reibt sie entweder mit Flanell- oder weichen Lederlappen oder mit seidenen Tüchern ab. Eckte N e r l e n. Dieselben verlieren bedeutend an Schmelz, wenn sie immer abgesperrt sind. Man trage sie daher hauna. sie brauchen Luft und Licht. Reinigen kann man sie am besten mit Salzwasser. Dänische Handschuhe weicht man in Wasser ein, wäscht sie in Seifenwasser, übergießt sie in einem verschlossenen Gefäß mit Weingeist. laßt sie 24 Stunden stehen und trocknet ste dann im Schatten. P a n a d e - S u p p e. In eigroß zerlassener Butter röstet man zwei in Würfel geschnittene Weißbrötchen hübsch krustig, füllt siedendes Wasser darauf und läßt mit dem nöthigen Salz zehn Minuten kochen. Verröhrt zwei Eier mit einigen Eßlöffeln Milch, gießt dies an die Suppe und kräftigt sie mit etwas Maggi. Frisch Schnittlauch wird fein geschnitten darüber gegeben. i Kalbskoteletten, g ey a, ck t.- Man schneidet das Fleisch von den Rippen, hautet und hackt es sem mit reichlichem Speck, formt starke Koteletten daraus, in welche man die rein abgeschabten Rippenknochen - steckt, würzt sie mit Salz und Pfeffer, wendet sie in Ei und geriebener Semmel und bratet sie m Seiten schön gelb. Butter auf beiden Man gibt Kartoffelsalat dazu. B i e r e f s i g kann aus verdorbenem Bier hergestellt werden, indem man letzteres abkocht und . in ihm, nachdem die Flüssigkeit abgekühlt ist, ein glühendes Eisen löscht, so daß das Bier den Hopfengeschmack verliert. Dann wird eine gutgesäuerte Brotrinde in ein vorher mit Weinessig-ausgespültes Gefäß geworfen, das Bier darauf gegossen, in mäßige Wärme gestellt, täglich einige Male aufgeschüttelt, bis es sauer ist und der Bieressig auf Flaschen gefüllt. ' Eine, von Ohnmacht bef ä l l e n e Person lege man auf den Rücken, den Kopf niedrig, wenn das Gesicht blaß ist; ist aber das Gesicht geröthet, so muß der Kopf höher gelegt werden. Man sorge für frische reine Luft, entferne beengende Kleider, bespritze das Gesicht mit kaltem Wasser und halte Essig oder sonst scharf Riechendes unter die Nase, tritt Erbrechen ein, so muß man den Kopf auf die Seite drehen, damit das Erbrochene mcht in die Lungen eingezogen wird. i ni- v e r d ä ch t Tt$ e n R v t h - c'hn auf seine Echtheit zu prüfen, tropfe man einige Tropfen auf ein Stückchen gewöhnlicher Kreide. Wird der Fleck , braun oder schiefergrau, so ist der Rothwein echt und unverfälscht ; wird er blau, in's Violette spielend, .trinkt man Heidelbeersaft. Ist der Wein mit Malvenstoff gefärbt, färbt sich die Kreide blau oder grün; ist der Fleck unverändert roth, gieße man den Wein fort, dann nämlich verdankt er seine Farbe dem Fuchsin oder dem Ker mesbeerensaft. : Kartoffel-Schnee. Mehlige Kartoffeln werden geschält, gewaschen, mit Wasser und etwas Salz zugesetzt und langsam ziemlich weich gekocht; dann gießt man das Wasser ab und läßt die Kartoffeln noch so lange im Ofen stehen, bis sie m Stucke zerfal len. Man reibt lie nun durch em Drahtsieb in eine gewärmte Schüssel, so daß sie eine ganz leichte, flockige Masse bilden, berührt sie mcht weiter, sondern bringt sie sogleich zu Tisch; als Beigäbe zu Braten und allerlei Saucenge richten sind sie vortrefflich. Diarrhöe der Hübner Zuweilen sieht man einzelne Hühner auf dem .fio?e berumbocken. deren le dern um die Kloake herum beschmutzt und zu Ballen zulammengekieot stno. Die häufigen Entleerungen des weichen, kalkartig und spater weiVgrunuch aussehenden, übelriechenden Kotbes verurfachen eine Kloakenaefchwulst. deren Mündun wie aththt erscheint. Die Patienten , äußern steigenden Mang?! nrt Cy-Cf..ri w,s,0. tt?. TNltvfA uu yicjiui, iuciuc mit. iuiiiui äjuui gepaart ist. Die Folge dieser Krankheit ist allmälige Abzehrung und Tod. Die Diarrhöe entsteht in ??olae von zugigen Stallungen, vurcy zu tants Trinkwasser oder, durch den Genuß von verdorbenem Futter. ' Auch plötzlicher Futterwechsel kann Durchfall erzeugen. Um die Ursachen des latarryaiiicyen Zustandes zu beseitigen, gebe man den Patienten einen Theelöffel Salatöl und wärmendes Futter in Form von trockenem Reis. In das Trinkwasser tröpfele man etwas Eisenvitriol, wie es überhaupt den Hühnern sehr zuträglich ist. stets einige verrostete Mgel in das Trinkwasser zu thun. Wenn Kücken an Durchfall leiden, was man daran erkennt, daß sie mit eingezogenem Halse und geschlossenen Augen pipsend stundenlang auf einer Stelle sitzen, so ent-. fernt man zunächst die am After gebildete, denselben verschließende Kalkkruste behutsam durch Erweichen mit warmem Wasser. Niemals darf der Koth gewaltsam gelöst werden Man läßt dann den After trocknen und bestreicht die Kloake mit Oel. Als Futter gebe, man solchen Kücken Hafergrütze. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

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