Indiana Tribüne, Volume 27, Number 201, Indianapolis, Marion County, 15 April 1904 — Page 1

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. 1 ' , Erscheint Zeven Nachmittag. Jahrgang 27. Indianapolis, Ind., Freitag, 15 April 1904 No. 201. ' " y - . : - i : : : :

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Ein anderer herber Schlag

Großfürst Cyril soll seinen Verletzungen erlegen sein. St. Petersburg, 15. April. Rußland erhielt Freitag Morgen einen anderen Schreckensschlag durch eine Botschaft aus Port Arthur, welche meldete, daß Großfürst Cyril. der eventuelle russische Tronerbe, den am Mittwoch an Bord des Sch'lachtschisfes Petropavlovsk" erlittenen Verletzungen erlegen sei. Weitere Einzelheiten fehlen soweit. Korea's Kaiser aus seinem Paläste vertrieben. L o n d ö n, 15. April. Eine hier aus Paris eingetroffene Special-De-pesche meldet, daß der kaiserliche Palast in Söul, Korea, durch Feuer zerstört worden ist und daß der Kaiser , die Flucht ergriffen hat. Das Feuer brach gestern Abend aus und dauerte durch die Nacht. Nur die Ruinen des Palastes verblieben. Der Kaiser und sein Gefolge entkamen und fanden in der Nähe ein Versteck. Der Bericht meldet keine Verluste von Menschenleben und giebt auch keine Entstehungsursache für den Brand an; doch befürchtet man anläßlich der jüng sten politischen Unruhen in Korea's Hauptstadt, daß die Zerstörung des Palastes das Werk der Rebellen war. Wieder eine kalte Welle! Für heute Nacht bezw. Samstag Morgen kündigt uns der Wettermacher wieder einmal entschieden kält e r e Witterung an. Nach Schneegestöber heute Nacht soll das Quecksilber morgen Früh sogar bis unter den Gefrierpunkt fallen. Jndiana Beterinär-College. In der Jahres-Versammlung der Actionäre des Jndiana Veterinary College" wurden die folgenden Beamten fül das nächste Jahr erwählt: Präsident George p. Roberts, V. S. Vice-Präfident Jos. W. Klotz, V. S. Decan W. B. Caig, M.D.. V.S. , , Secretär.Schatzmeister Ferd. A. Mueller, PH. G., V. S. . Truftees Ferd. A. Mueller, PH. G., V. S.; Samuel E. Crose, A. M., M. D.; Alfred S. Jaeger, B. A., M. D.; John E. Pritchard, M. V. S.; W. R. Craig, M. D., V. S.; George H. Roberts, V. S.; Joseph W. Klotz, V. S.; E. H. Prichard, V. S.; Walter N. Sharp, M. D.; John D. McLeay, M. D.; E. R. Keith, L. C. B.; Edward H. Katterhenry, M. D. Verfichernngs-Agent in Schlamaffel. Fred. . C. Kaufman, ein Versicherungs - Agent von der Bellefontaine Str., befindet sich in Haft, unter der Anklage die Bobbs-Merrill Co. und den Photographen Fenner an der Massachusetts Ave. 'mit werthlosen Checks um $25 resp. $16 geleimt zu haben. Kaufman, der zuerst angab, er komme von Chicago, später aber New York sein Heim nannte, erklärt, er könne die Angelegenheit aufklären, ziehe es aber vor, zu schweigen und seinen Freunden keine Scheerereien zu bereiten. Die Checks waren auf, die Columbia Nat. Bank gezogen und C. B. Kinna" unterzeichnet. Sie wurden mit der Be merkung "119 funds'' returnirt. , Indischer Prinz verunglückt. L a f a y et t e , 14. April. Amar Rath, ein Prinz aus Lahore, Indien, welcher die Purdue Universität besucht, wurde heute von seinem 'Zweirad geschleudert und wahrscheinlich tödttich verletzt. Die Familie des Prinzen und die brit. Botschaft in Washington wurden benachrichtigt. , . . ..

Gefährliche Straßenecke in Weft Indianapolis

Abermals der Schauplatz eines Straßenbahn- - Unfalles. Während des Spielens auf , der Straße an Morris Str. und Blaine Ave. wurde der 5-jährige Ezra Gray, deffen Eltern in No. 1220 Blaine Ave. wohnen, von einer Straßenbahn-Car erfaßt, eine Strecke weit geschleppt und schwer verletzt. Ezra und etliche andere Kinder, hat ten auf einem Sandhaufen an jener Ecke gespielt, und seine Kleider wur den. da er zu nahe am Geleise saß, von dem Rädergestell der, Car erfaßt. Der Kleine, dem dabei die Kieider vom Leibe gerissen worden waren, verlor infolge des Unfalles sein Bewußtsein, wurde jedoch von einem benachbarten Arzte wieder zum Bewußtsein gebracht. Außer zahlreichen Quetschungen hat er auch innerliche Verletzungen erlitten, deren Tragweite soweit aber noch nicht festgestellt werden konnte. VorMonatsfrift war an derselben Straßenecke Geo. Cutshäw von No. 1601 West Morris Str. von einer Car überfahren und getödtet worden. Menschen und Thiere leiden bei dieser Witterung. Wie die Menschheit in diesem sögenannten Frühjahr an mancherlei Krankheiten, d. h. Erkältungen der unangenehmsten und zumeist auch der gefährlichsten Art zu leiden hat, so sind auch die Thiere in folge der unbeständigen Witterung vielen , Krankheiten ausgesetzt, namentlich die Pferde. Denn ungemein viele Pferde leiden gegenwärtig an einer Halskrankheit, von den Thierärzten "Epizootic Catarrhal Laryngitis" genannt, einer Art Keuchhusten etc. Vorzeitiges Scheeren der Thiere und Stehenlassen derselben ohne wärmende Decken im Freien werden für die Veranlasse dieser Krankheit gehalten. Local-Politisches. Zwei republ. County - Conventionen nothwendig, Die erste ans den 12. Mai an beraumt. - Das Executio Comite des republ. CountyltComites hat beschlossen, die County-Convention für die Nomination des republ. County - Tickets an demselben Tage abzuhalten, an dem die erste demokr. Staats-Convention in Indianapolis abgehalten werden soll, d. h. am 12. Mai. Die Primärwahlen werden am 11. Mai stattfinden. Die Nomination des legislativen Tickets hingegen soll in einer anderen Convention vorgenommen werden, deren Datum erst bestimmt wird, wenn das Ober-Gericht über die Legalität des Apportiomnent-Gesetzes von 1903 entschieden haben wird.' Ferner beschloß das Executiv-Comite, zur Förderung der Harmonie und zur Stärkung der Partei für jede Ward ein Executiv-Comite von 3 oder 4 Mitgliedern zu ernennen, anstatt wie bisher üblich die Campagne-Arbeit dem Ward-Vorsitzer zu überlassen. Wahrscheinlich wird das Datum für die erste rep. County-Convention aber verlegt werden; denn die Mitglieder des Comites erklären, sie hätten, als sie den 12. Mai auswählten,, nicht an die demokr. Staats-Convention gedacht. Freude an der Commission Rov. Die Ausbesserung des siebartigen AsphaltpflasterZ der Süd Delaware Straße, zwischen Washington und Maryland, darin es seit Jahr und Tag tausend und mehr tiefe und gemeingefährliche Löcher gab, ist heute' endlich in Angriff genommen worden. , Die Angehörigen der Commission Rom werden Samstag Abend deshalb eine Jubelfeier veranstalten. 10- Raucht die Tish I Mingo.

"Flower Mission".

Ihre segensreiche Arbeit im letzten Quartal. Die in der gestern abgehaltenen Versammlung der Indianapolis Flower Mission" verlesenen Berichte zeigen, daß diese Vereinigung während des letzten Quartales im Ganzen $1893 85 zur Unterstützung bedürftiger Kranker in Indianapolis verausgabt hat, davon $1028 08 für Nahrungsmittel etc., Arznei und Pflege", und $865 77 für das Eleanor Hospital. In demselben befinden' sich gegenwärtig 16 Kinder. , Außer ihrer regulären Misfions-Ar-beit haben die Damen der Vereinigung auch im letzten Quartale wieder im Stillen unter den-Armen der Stadt viel Gutes gethan. 916 Heimstätten, zuweilen nur elende Hütten, wurden in 3 Monaten besucht und überall haben die Damen Noth und Kummer gelindert und im Stillen wohlgethan. Spitzbuben-Streiche und andere Gaunereien. I. S. C rufe, der Grundeigenthums-etc.-Agent, klagte der Polizei, daß Unbekannte von seinen Lotten an der Hillside Ave. und Nachbarschaft die Rasenanlagen gestohlen, allerdings die Lotten zurückgelassen haben. A u s D r. C. I. F l e t ch e r Haus in No. 211215 West 14. Str. wurde von Dieben ein Theil der Plumbing-Einrichtung gestohlen. Ferner wurden noch etliche Hunde - Diebstähle und der Diebstahl eines Ucberziehers gemeldet. M a r t i n M u r p h y, ein Wirth von der W. Washington Str., ersuchte die Polizei, den Unbekannten zu finden. dem er vertrauensselig eine $10-Bill zum Wechselnlassen übergab, der aber bis jetzt noch nicht zurückgekehrt ist. Bemerkensverthe Bestimmungen. Wie gestern berichtet, haben die Ge brüder Mustard an Arthur V. Brown ein Areal von 40 Ackern verkauft. ; In dem Verkaufscontract ist u. A. folgende Bestimmung enthalten: . Sollte ein Theil dieses Landcom plexes für eine Wirthschaft benutzt oder an einen Farbigen verkauft oder vermiethet werden, so soll dieser Theil un verzüglich wieder an die Verkäufer zu ruckfallen." . - Kleine Stadtnachrichten. In dem Auditorium des neuen Sloan Schul - Gebäudes hält heute Abend Herr Dr. C. I. Fletcher einen Vortrag über Rußland und Japan, welcher durch zahlreiche ftereoptische Bilder veranschaulicht werden wird. Die Vereinigung der graduirten Kranken Pflegerinnen" hat folgende Beamte erwählt : Präs., Frl. Elizabeth Johnson; Vice-Präs., Frls. Corliß und Earneft; Secr., Frau Belk-Bromn; Schatzm.. Frl. M. L. Hale; Hülfs-Secr., Frl. Gerard; Directoren, Frau Peake, Frl. Prange und Frl. Everingham. Frau May Wright-Se-wall beherbergt gegenwärtig als Gast Madame Marie M u -s e u s - H i g g i n s aus Ceylon, welche zur Zeit Amerika bereist und illustrirte Vorlesungen über Ceylon hält. Unter englischem Protectorate hat Madame Museus in Ceylon eine Mädchenschule gegründet, welche sich der größten Blüthe erfreut und von der mehrfache Freischulen ausgegangen find. Madame Museus wird heute vor den Mitgliedern des Indianapolis Woman's Club., einen Vortrag halten. Jm Claypool HotelPalmensaale hielt gestern Abend der Achtbare John L. Griffiths einen sehr interessanten und zahlreich besuchten Vortrag .über Rußland und seine nachbarlichen Beziehungen", der mit verdientem Beifalle belohnt wurde. Der, Reinertrag ist für den Purdue-Memorial-Fond bestimmt und ein sehr erklecklicher., " - - -

Das Connty-Arbeitöhans

Und wie dasselbe verbessert werden sollte. Bericht der County-Be-ihörde für Straf - :c.Anstalten. In ihrem gestern den County-Com-missären unterbreiteten Bericht über den am 10. März dem Marion CountyArbeitshause abgestatteten Besuch wiederholt die County-Behörde für Wohl-thätigkeits-und Straf-Anstalten ihre vorherigen mehrfachen Warnungen betreffs Besserung der Feuer-Schutzmaß-regeln in der Anstalt wie überhaupt der ganzen Verwaltungs-Methode. Zu diesem Behufe empfiehlt die Behörde, unter Berufung auf ihren Bericht vom 22. Januar, die Anlage eines Thorweges und, Durchganges vom Männer-Abtheil zum Steinhau fen, wodurch nicht nur ein Ausweg im Falle eines Feuers geschaffen würde. fondern auch ein Mittel zur Unterdrückung eines etwaigen GefangenenAufftandes. Gegenwärtig ist nur ein Aus- und Eingang für das Männer-Abtheil vorHanden und im Falle eines Brandes würde der Raum im Nu mit Rauch bezw. Flammen gefüllt sein und Verluste von Menschenleben würden deshalb unzweifelhalt zu verzeichnen sein. Dreimal täglich müßten zur Zeit die männlichen Gefangenen, wegen des obigen Uebelstandes, über den Hof geführt werden, um entweder ihre Mahl zeiten einzunehmen, oder um den Stein Haufen zu erreichen. Un da sei es gar nicht ausgeschlossen, daß eines Tages die 100 und mehr Gefangenen über die 5 oder 6 Wächter Hersielen, seien diesel ben auch noch so gut bewaffnet. Ferner betont der Bericht nochmals die Rathsamkeit der Verlegung des Arbeitshauses nach einem weiter ab von der Stadt belegenen Platze, bezw. nach den Armenhaus - Gründen, die durch Ankauf von angrenzenden Grundstücken zweckentsprechend vergrößert werden könnten, wie schon am 12. Nov. 1903 empfohlen. Dadurch würde der Ar beitshaus-Verwaltung Gelegenheit ge geben die Anstalt zu einer größtentheils wenn nicht völlig selbsterhaltenden zu machen. Seitdem die Naturgas-Zufuhr auf gehört hat, sind zur Heizung der An statt Heißluft-Furnaces benutzt worden, die mit Kohlen geheizt, sich ganz und gar nicht bewährt haben. Für die Anstalt sollte unbedingt Dampf- oder HeißwasserHeizung beschafft werden. Die Behörde empfiehlt den Commissären, daß wenn in Zukunft Beamte von County-Anstalten Verbesserungen empfehlen oder Appropriationen verlangen, denselben Gehör vor dem County-Council selbst gewährt werde. Was die Zahl der Anstalts-Jnsassen bei dem Besuche anbetrifft, so betrug dieselbe 168, 133 männlichen und 30 weiblichen Geschlechts. Eingerichtet ist die Anstalt gegenwärtig für 208 Insassen; sie hat 160 Zellen für männliche und 48 für weibliche Gefangene. 40 Zellen find nicht vollendet. Unter den Gefangenen befanden sich 14 Landstreicher. Von den weiblichen Insassen waren 55, von den männlichen 49 Procent farbig. Im Uebrigen wurde die Anstalt in guter Ordnung befunden. I. O. O. F. Reunion der Logen-Mitglieder von Marion County.

Die jährliche Reunion der Odd FellowS von Marion County fand gestern Abend in der Groß-Logen-Halle unter dem Vorfitze von District Deputy Gioß meister Harry A. Winterwood statt. Derselben wohnten etwa 3000 Logenbrüder bei. Ansprachen wurden u. A. gehalten von : Joseph Hall, GroßPatriarch; Edward Fort von Rushville, Deputy . Großmeister; R. H. Holliwood. Groß Wardein, und W. H. Leedy, Groß-Secretär. Ein vorzügliches musikalisches Programm gelangte ebenfalls zur Durchführung. Die Mozart Loge verlieh in Deutsch die ersteN'iGrade. ,

Nachrichten m$ Jndiana

V e rkl a g t e die Ver. M inenarbeitet. 23 r agil, 15. April. Als Resul tat des Vorgehens der Grubenarbeiter, welche die Aufzug-Maschinisten (Hoisting Engineers) in den Kohlengruben zwangen, sich ihrer Union anzu schließen, hat Malcom T. Wilson, der mehrere Jahre als Aufzug - Maschinist für die Crawford Coal Co. gearbeitet hatte, sich jedoch nicht, bewegen ließ. der Grubenarbeiter-Union beizutreten unv deshalb seine Stelle aufgeben mußte, die Ver. Grubenarbeiter von Amerika, 8. District, aus $5000Schadenersatz verklagt. Verloren Haus undKind. Boonville, 15. April. Wäh rend der nahe Hillham, Dübois Coun ty. ansässige Farmer Edward Harris auf dem Felde thätig war und seine Frau die Kühe melkte, gerieth das Wohnhaus aus bislang unbekannter Ursache in Brand und das drin schlummernde 3-jährige Baby des Paares fand in den Flammen seinen Tod. Lebensmüder Greis. Marion, 15. April. Der in East Converse zusammen mit einem anderen alten Manne in einer elenden Hütte hausende Jacob Stottler, ein 75-jähriger Greis, der seit Monaten gekränkelt hatte, jagte sich gestern Nach' mittag aus Verzweiflung eine Revolvcrkugel in die Brust und ist letzte Nacht der Wunde erlegen. Vereitelter Jail-Ausbruch. Anderson, 15. April. E. C. VanAuken aus Franklin wegen Mordangriffes angeklagt ; Edward Hoffman ; Crawley Campbell, ein wegen Mordangriffs beklagter Neger ; und Ed. Lewis, ein wegen Einbruchsdiebstahls' eingesperrter Neger, versuchten aus der hiesigen Jail zu entspringen. indem sie die Eisenftäbe eines' Fensters zu durchsägen begannen. . Doch wurde ihr Fluchtplan von dem Schließer Oscar Houston entdeckt und vereitelt. R. W. M i e r s z u m 5. M a l e w i e d e r n 0 m i n i r t. Spencer, 15. April. In ihrer hier in der Christlichen Kirche" abgehaltenen Convention haben die Demo kraten des 2. Districts Robert W. Miers zum 5. Male für den Congreß wiedernominirt. Thomas Taggart erhielt die Empfehlung der Convention für Vorsitzer des demokr. NationalComites. Dies war das erste Mal, daß in Owen County ein kirchliches Gebäude als Conventions-Halle benutzt wurde. Jüngst zu viel, jetzt vielleicht zu wenig Wasser. E v q n s v i l l e, 15. April. Hangen und Bangen in schwebender Pein!" Das ist. was die Evansviller jetzt bezüglich der Kriegs-Flotille durchmachen müssen, deren Besuch bekanntlich für Evansville, in Aussicht gestellt ist, der aber immer noch nicht absolut feststeht. Was die Regierung anbetrifft, so hat die zwar ihr Theil gethan, und das Kanonenboot Nashville" mit den begleitenden Torpedobooten hierher beordert, aber nun ist es der Fluß, der den Comites, die den Evansvillern mit dem Besuch der Kriegsschiffe eine kleine Freude bereiten . möchten, rechte Sorge macht. , . Die Nashville" braucht, um mit Sicherheit hierher gelangen zu können, etwa 15 Fuß Wasser, ob aber zu der Zeit, bis zu welcher das Kriegsschiff hierher kommen könnte, noch so viel Wasser im Strome sein wird, ist noch sehr fraglich, da der Ohio fortgesetzt rapide fällt und jetzt kaum noch 30 Fuß im hiesigen Hafen ausweist. Die Brücke bei Henderson wird den letzten Ermittelungen nach keine Schwierigkeiten bereiten, ob aber der alte Ohio den Be such gestatten wird, das muß der Zu kunft überlassen bleiben. '. 2 Geldschrank Sprengn n gen. . Cambridge C i t y, 15. April. Gegen Mitternacht wurden der Geld

schrank in der Miltyn-Postoffice und dir in Wm. Bragg's Grocery öon Gaunern mittelst Dynamit gesprengt. Aus der Postoffice wurden $2 in Baar, aus der Grocery etwa HO gestohlen. Die Detonationen weckten viele Bürger aus dem Schlafe, doch schenkte Niemand denselben weitere Beachtung. Flüchtiges Geld. NewÄlb any. 15. April. Daß man auf der Straße Geld findet, geschieht nicht oft. Dem Pfarrer John B. Kelly von der Holy-Trinity-Kirche dahier ist eS widerfahren. Am Mittwoch wurden dem Farmer Dale WellS $495 von der Zweiten Nationolbank ausgezahlt- Er steckte das Papiergeld in zwei Rollen, die $300, resp. 195 enthielten, lose in die Tasche, und die

eine mit $195 fiel an der Mainstraße durch ein Loch in derselben. Vater Kelly fand $95 von dem Gelde, etliche Kinderden Rest. Vater Kelly meldete den Zeitungen den Fund, die übrigen Finder unterließen dies freilich. Wells kehrte, als er den Verlust merkte, in die Stadt zurück, und erhielt die $95, die Vater Kelly fand, sowie durch oie; Polizei weitere $60, sodaß ihm nur noch $40 fehlen. Der starke Wind hatte das Geld nach ollen Richtungen geblasen, und so kam es in verschiedene Hände. Man hofft, den Rest auch bald zu ermitteln. Pariser Hundechronik. Natur und Kunst, sie scheinen sich zu flieh'n Und haben sich., eh' , man es denkt, gefunden," dieser Goethe'sche Ausspruch wird durch das Preisverzeichniß bestätigt, das ein Masseur für Hunde in Paris begüterten Hundebesitzern zuschickt. Danach wird für Aenderung der Schnauzenform 40 Francs verlangt; für 50 Francs werden in dem Antlitz einer Bulldogge die ausdrucksvollen Falten eingegraben, die diesenHunden einen so finster zornmüthigen Charakter verleihen,' 20 Francs erfordert das kunstgerechte Frisiren eines schäbigen Schweifes und, wie das Verzeichniß sich zartfühlend ausdrückt, eine Aenderung der Länge des Schweifs; die Entfernung überflüssiger Haare kostet die Stunde 5 Francs, die Färbung der Haare 30, die Umformung hängender Ohren in aufstehende und umgekehrt 20, die stilgerechte Ausgestaltung der Vorderfüße einer Bulldogge zu Säbelbeinen gar 100 Francs. Aber man ist, wie der Koht. Ztg." geschrieben wird, in Paris nicht nur bestrebt, daß die 'Hunde' in Schönheit leben, man legt gleich Ibsens launischer Tochter . Hedda Gabler auch Werth auf das Sterben in Schönhert. Die Zeiten, wo derSchinder die eingefangenen Hundevagabunden , wie Verbrecher aufknüpfte, sind längst vorbei, vor 25 Jahren führte man die Tödiung durch Leuchtgas ein, dem Leuchtgas folgte die Kohlensäure, jetzt tritt das Chloroform hinzu. Eine vom Polizeipräfekten ernannte Commission hat jüngst einen von einem Amerikaner erfundenen .Hinrichtungsapparat geprüft, der wahrscheinlich eingeführt werden wird. Die Hunde werden in einen langen, dichtverschlossenen Kasten gefetzt, durch Oeffnungen, die mit Chloroformbehältern versehen sind, wird Luft eingepumpt. Nach kurzer Zeit taumeln die Hunde betäubt zu Boden und die Kohlensäure, die darauf eingeführt wird, kann ihr morderisches Werk vollenden, ohne die geringsten Schmerzen zu verursachen. An Material fehlt es nicht. Jeden Morgen wird in Paris eine Streife nach ' schweifenden Hunden veranstaltet. Im Jahre werden 12.000 bis 15.000 gefangen, etwa 20 Procent werden von ihren Besitzern abgeholt. Sie sind in der Fourriere gut untergebracht; der Thierschatzverein hat mit einem Aufwand von über 20,000 Francs für Einzelkäfige und saubere Strohlager gesorgt, auch die Kost soll gut und reichlich sein. . Drei Tage werden die Hunde aufbewahrt, 'sind sie bis dahin nicht abgeholt, so verfallen sie dem Chlaroform des Henkers. , H ö h e r e T 0 ch t e r. , Mutter: Aber Elfe, bist Du denn noch nicht mit dem Salatwaschen fertig? Elfe: Ach Mama, ich kann die Seife gar nicht finden. Aufklärung.. Ich hätte garnicht gedacht, daß der filzige Meier so wohlthätige Anwandlungen hat , neulich leitete er im Gasthaus sogar eme Sammlung sur eine Wittwe em, die die Miethe nicht erschwingen kann." Ja. das ist die Wittwe, die in seinem &aue woynn

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