Indiana Tribüne, Volume 27, Number 198, Indianapolis, Marion County, 12 April 1904 — Page 7

Jndiana Tribüne, 12. April imm.

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Roman von Eusemia v. Adlcrsseld-Vallestrem. Fortsetznng. Oh, erj well," crwwerte Frau v. Graßmann mit kurzem Lachen. Sie sind ja natürlich die Herrin hier. Ich werde diese Stunde so bald nicht vergessen, denn der Truchseßsche Stolz ist doch noch nicht ganz niedergetreten in mir. Nicht ganz. Vielleicht kommt in diesem Leben noch einmal unsere Neihe aller Tage Abend ist's ja gottldb noch nicht." Und damit ging sie, zu Trixens größter Erleichterung. Das war die böseste Stunde für Beatrix v. Dornberg gewesen, . seit sie in der Abtei war. und sie war sicher, datz Ire oie schwere Werk auch gar nicht zuwege gebracht hätte, wenn Hans Truchseß nicht dabei die Mauer war. an der sie Deckung fand. Denn sich mit Frau v. Graßmann zanken, war eine gar nicht üble frisch-fromm-frei-fröhliche Waffenübung, aber derselben Frau v. Graßmann sagen, daß man ihr einziges Kind in seinem Hause nicht haben wollte, das war eine harte Sache, eine Sache, die einem an Herz und Nnren ging. Einer Mutter ihr Kind verweigern schändlich war's und mußte doch sein, denn was jener ihre Nachtigall, war der Gesellschaft nichts als eine Eule, der man mit Recht den Eingang in ihre Kreise verschlossen hatte. Herrgott, wie schrecklich, wenn's im Leben immer so unegal für die Menschen zugeht,". dachte Trix hilflos und setzte mit dem ihr eigenen Scharfsinn im selben Athem hinzu: ..Ich möchte wissen, ob sie ihren drei Schutzbefohlenen vor mir auch so mit der Pistole in der Hand für ihren Sohn gekommen ist?" Leider verfolgte Trix diesen Gedankenblitz nicht in logischer Folge, sonst wäre sie. vielleicht von selbst zu der verneinenden Antwort gekommen, die diese Frage verdiente. Denn dort war Max Graßmann auch nicht mit List einzuschmuggeln gewesen. Aber das wußte Trix natürlich nicht, wie sie ja überhaupt nichts von dem Zufall" wußte, der ihn nach Frauensee gebracht. Und da nachhaltiges Grübeln über Probleme des Lebens und Ereignisse des Tages nicht ihre Sache war, so suchte sie den unbehaglichen Eindruck dieser Scene durch kräftiges Rudern auf dem See zu verwinden und zu verwischen, und der Wahrheit die Ehre: es gelang ihr glänzend. Der seltsamen Abschiedsworte der Frau v. Graßmann erinnerte sie sich nicht mit einem Gedanken sie hatte sie überhaupt kaum gehört. Bei der Geschichte freut mich nur eins, und das ist allein meine Sache." dachte Trix. in ihr Boot springend, nämlich, daß ich den gräßlichen Kerl mit den dreisten Glotzaugen nun hosfentlich nicht mehr wiederzusehen brauche. Ich könnt' mich nicht überwinden, hölflich gegen den Menschen zu sein." Wahrscheinlich wäre dies Verdikt verletzender für Max Graßmann gewesen, weil es feine Eitelkeit und fein Renommee als Ladykiller" verletzte, als es in der That die Botschaft war, die seine Mutter ihm überbrachte, als sie in ihre Zimmer zurückkehrte, und zwar mit einem solch elementaren Ausbruch des Temperaments überbrachte, daß sich das seinige, das durchaus nicht sanftmüthig oder beherrscht war, daran abkühlte und er nur eilte, die Fenster zu schließen, damit etwaige Passanten draußen im Park nicht das Toben dieser Frau hörten. Jetzt lag sie erschöpft in einem tiefen Sessel und was sie ihrem Ausbruch hinzuzusetzen hatte, geschah nun in flüsterndem, vor Erregung rauhem und heiserem Ton. Nun ist's aber aut," fuhr Max Graßmann dazwischen, alles, was rechts und links ist, Mama, aber ich denke, wenn eins von uns Grund hat, wüthend zu werden, so bin ich's. Und ich bin's auch, aber wenn ich auch so loslegen wollte wie du, dann seh' ich schon den Hausknecht aus Nubierland, der mich und dich vielleicht dazu hinauswirft. Und was hätten wir davon? Gar nichts! Im Gegentheil, weniger wie nichts und die letzten Chancen dazu zum Teufel. Um's Himmels willen, fange nicht noch einmal mit den Tnaden an das hat doch wahrhaftig keinen Werth und ist bloßes Gerede, denn heutzutage bringt man die Leute nicht zum puren Vergnügen um. Rache? Davon hast du auch nichts als freie Station bei verschlossenen Thüren, wenn's heraus kommt. Und es kommt doch von hundertmal achtzigmal heraus. Aber na turnet), wenn's mx Espatz macht nur, weißt du, eine schöne Lerche kann mix nichts mehr nutzen, denn daß das Ma del vorher ihr Testament zu meinen Gunsten machen sollte, ist nicht wahrschemuch, weil sie mir gersng geflor icht vorgekommen ist. Im Gegensheil, höchst aufgeweckt sieht sie aus aefällt mir überhaupt, das Mädel Hat Schneid und ich liebe Schneid b den Weibern !" Max Graßmann machte nach dieser Erklärung ein paar Gänge durch das große, mit Möbeln überfüllte. Chypreduftende Zimmer und fuhr dann fort: ..Es ist überbauvt sebr freundlich

von mir, daß ich dich nicht frage: Warum hast du dich über diesen Punkt nicdt vorder versichert, ehe Mi micd her kommen lietzelt? Schwamm' oruoer. Hans Truchseß saß nicht allein dahinter da? das muß noch von anderer Seite kommen. Und wegen der übrigen Chancen weißt du, ma dame mei-e, ba dein Plan eigentlich eine verfluchte Niederträchtigkeit ist ich meine das das. was du mir da eben suggerirt hast " Sag' mir etwas Besseres," zischte sie, als er einhielt. So'n orthodoxer Weg, , wenn's möglich wäre, ist mir sympathischer," sagte er, vor einem Spiegel Halt ma chend und seinen Schnurrbart zwirbelnd. Ich habe nämlich puncto Ehre nicht mehr allzuviel aufs Spiel zu setzen? Eben darum? Nu nee, eben

deswegen mcht. Wenn ilq wieder an die Spitze kommen will, darf ich von der orthodoxen Linie auch nicht einen Seitenpas machen , na, und das, was du vorschlägst, wäre eigentlich eine ganze Landpartie. Wir haben ja noch Zeit vielleicht gelingt's doch auf dem Wege Ladyktller" .... Augenlappern hat bis dato noch nicht veraqt. Hoffentlich hat das Mädel noch keinen anderen im Kopf freilich dann . ..." Dann ist die verfluchte Niederrächtigkeit" der letzte Nothanker." vollendete Frau v. Graßmann bitter. Na. na! machte er, und hinter iyren Sessel tretend, beugte er sich zu ihr herab. Wirklich nichts mehr im Sparstrumps, Mama?" fragte er bimzelnd. Ich habe dir mein Sparkassenbuch gezeigt: der letzte Restbetrag ist abgehoben und dir. laut Postquittung, zugegangen!" erwiderte sie hart. Na und sonst irgendwo liegt doch noch was auf der hohen Kante ich bin ja groß, ich reiche schon hinauf!" Ich besitze nichts, nichts in derWelt mehr außer den paar elenden Diamantringen und die brauch' ich zum Ausputz meines lieben Ich. Freilich SiMili thut s auch, aber es kommt beim Verkauf nicht viel heraus. Das hab' ich erfahren, als ich voriges Jahr in meine Diamantbrosche Simili fassen ließ." Na, und ich habe noch fünfziqMark fürstliches Vermögen. Langte kaum dritter Gute bis Hamburg Ue berfahrt über die große Pfütze muß dann natürlich auf fö einem Wasserfuhrwerk abgearbeitet werden " Wenn du klug bist, kannst du dir das ersparen!" Klug! Dazu braucht man nicht klug zu sein. Mamachen, nur eine ausgewachsene, gewissenlose Canaille. Am Ende sitzt die aber in einem " Trixens Diner war, was die leibli chen Genüsse und die äußere Ausstattung anbetraf, ein Erfolg für sie selbst aber enthielten die erlesenen Treibhausfrüchte des Desserts eine Frucht vom Baume der Erkenntniß, deren Genuß ihrem Seelenleben jene Erschütterung geben sollte, von der sie in ihrer Harmlosigkeit bisher keine Ah nung gehabt. . Als erster der erwarteten Gäste tx schien Hans Truchseß, und zwar kam er eine gute Viertelstunde vor der festgesetzten Zeit an und erfuhr auf seine Frage nach Frau v. Graßmann, daß dieselbe eben in den großen Empfangssaal getreten sei, einen für gewohnlich unbenutzten Raum mit weißlackirten, in Gold und Grun abgesetzten Paneelen. den Graf Zell mit den berühmten geschnitzten und vergoldeten Louis XV. - Möbeln gefüllt hatte, die er mit kühlster Kühnheit an eines Rothschild Nase vorbei auf der Auktion des Inventars eines fürstlichen Schlosses in Tirol angekauft Möbel mit weiß seidenem Damast bezogen, die jedes Museums würdig gewesen wären, die aber jetzt erst durch Frau von Graß mann ein Arrangement und eine Auf stellung erfahren hatten, welche den Raum mcht nur künstlerisch schon. sondern auch wohnlich machte. Sie stand, stattlich und vornehm ausse hend, wie eine Marquise des Ancien Regime" in ihrem schwarzen, schleppenden Sammtkleide und ihrem weißen, wie gepudert wirkenden, lose frisirten Haar, an einem der ovalen Tische mit polirter Platte von Giallo antico und ordnete mit ihren weißen, schlanken, diamantfunkelnden Händen die blaßlila Chrysanthemen in einer kostbaren Jardiniere von .Vieux Saxe und drehte nur halb den Kopf bei dem Eintritt ihres Neffen um. Du bist ja von einer großartigen Pünktlichkeit," begann sie, aber er un terbrach sie sofort. Ich wollte dich sprechen, Tante So phie, ehe die andern kommen. , Ist's wahr, daß Max seit vorgestern hier in Frauen ee ist?" Hier? Nein. O nein! Er hatte ja natürlich keine Ahnung, daß das nur Anlaß zu Redereien gegeben hätte und ich habe ihn daher sofort beim Oberförster untergebracht, der im Sommer Zimmer vermiethet!" Er hatte natürlich keine Ahnung! Tante Sophie, mach' mir doch das mcht weiß! Als ob Max nicht aewuß haben sollte, daß du nicht Ehrendame J i sXi r r. .vri i Mi einer anen fungier ipteiit Ich muß wohl vergessen haben, ihm zu schreiben, daß Fraulem von Dornöera em junges Madchen ist!" Hans Truchseß hatte Mühe, das, was ein m ihm aufstieg, mederzu

ttmpfen. Es hatte keinen Zweck, fies

na " werden, damit w"r Arau von Graßmann, die wte ein Bild reinster Unschuld vor ihm stand, nicht beizukommen. ..Donnerwetter, das ist starker Taback," begnügte er sich durch die Zähne zu murmeln, aber doch laut genug, um von ihr gehört zu werden. Sie zuckte aber, mu kemer Wimper. Es ist wirklich sehr angenehm, daß der Oberförster Gäste aufnimmt." sagte sie im harmlosesten Conversationstone. Damit ist ja allen Redereien gleich vorweg die Spitze abgebrochen. Ich warnur froh, daß mir das gleich einfiel. Max ist so impulsiv, weißt du - den Gedanken fassen und herkommen, war eins: kein Brief, keine Depesche, die mich vorbereitet hätte." So so Max ist also jetzt so impulsiv geworden!" erwiderte Hans Truchseß trocken. Er wird dir denn wohl auch gesagt haben, warum er gekommen ist." Natürlich! Um mich vor seiner Abreise nach Neuguinea noch einmal zu sehen. Das ist vielleicht ein Abschied für's Leben " Und wie lange will er hier blelben?" Was du dich auf einmal für deinen Vetter interessirst! Nun, vielleicht bis morgen oder übermorgen vielleicht auf ein paar Tage länger " Tante Sophie, laß mich dir etwas sagen," rief Truchseß mit gedämpfter Summe, aber doch scharf und schneidend. Ich mache es dir zur heiligen Pflicht, mit allen Mitteln zu verhindern, daß Max sich deiner Schutzbefohlenen, daß er sich Beatrix Dornberg nähert!" Du machst es mir ja um alles in der Welt, mein lieber Hans, mit welchem Rechte?" Frau v. Graßmann war einen Schritt zurückgetreten und maß ihren Neffen von oben bis unten mit dem Blick. Mit dem Rechte der Freundschaft, die Trix mir geschenkt hat," erwiderte Truchseß fest. Mit dem Rechter ferner, daß gewisse Dienste mir über Max gegeben haben und endlich mit dem Rechte, das jeder Ehrenmann sich nehmen muß, wenn er Grund hat zu vermuthen, daß ein junges, unerfahrenes und schutzloses Mädchen in die Schlinge emes Vogelstellers gelockt werden soll, der nicht mehr das Recht hat, als Bewerber um die Hand der Tochter eines unbescholtenen Hauses aufzutreten. Und dieses dreifache Recht werde ich schonungslos zur Geltung bringen, wenn Max mit dieser unerwarteten Reise hierher tiefere Pläne verbunden haben sollte. " Frau v. Graßmann war um eine Schattirung blässer geworden als gewöhnlich. Du siehst Gespenster, lieber Hans," erwiderte sie mit leichtem Kopfschütteln. Was sagt denn deine Braut zu diesen ritterlichen Anwandlungen für andere junge Mädchen?" Meine Braut würde es bitter empfinden, wenn ich solche Anwandlungen", wie du es zu nennen beliebst, nicht hätte," war seine heftigeAntwort. Aber lassen wir gefälligst meineBraui aus der Diskussion mich mit ihr in dieser Angelegenheit zu verständigen, ist meine Sache." O natürlich! Ich dachte nur doch lassen wir das. Jedenfalls ist Fräulein von Dornberg durchaus nicht das schutzbedürftige Täubchen, für das du sie hältst: sie hat einen sehr unabhängigen Willen und eine sehr scharfe .Zunge " Trix?" Nun, man kann es ja auch ein ein gutes Mundwerk nennen, wenn scharfe Zunge" dir zu hart klingt. Ferner hat sie einen Vormund ". Das ist's ja, daß sie keinen hat! Hätte sie einen Vormund, dann wäre die Sache enorm einfach. Es war eine hirnverbrannte Idee von Onkel Zell, dies junge Wesen majorenn erklären und unabhängig von jeder Autorität als Erbin über ein solches Vermögen pZnzikseken! Keinen Vormund?" wiederholte Frau v. Graßmann. Ich dächte Justizrath Klaus " Ist nur Vertrauensperson," erwiderte HansTruchseß und setzte zwischen den Zähnen hinzu: Sonst hätte er sich besser nach den Familienoerhältnissen von Trix' Ehrendame erkundigt." ' So, so!" machte Frau v. Graßmann zerstreut auf den ersten Theil dieser Antwort. Justizrath Klaus hat also hier nichts zu sagen so wenig wie .du zum Beispiel, mein lieber Hans. Und doch solltest du es nicht gewesen sein, dex sich bemüßigt gefühlt hat, Fräulein von Dornberg gewisse Rathschläge zu ertheilen bezüglich einer Einladung von Max zum heutigen Diner in der Abtei?" Gewiß, Tante Sophie," gab Hans Truchseß ohne Zögern zu. Wozu ist man eines Menschen Freund, wenn man nicht mindestens gut dazu wäre, ihn vor fatalen Schritten zu bewahren? Was weiß denn Trix von solchen Sachen? Aber ich meine, du müßtest mir herzlich dankbar dafür sein, daß ich deinem Sohne die unangenehme Situation erspart habe, von den männlichen Gästen des Hauses geschnitten zu werden, wie es Max zweifellos heut' passirt wäre. Ich weiß, wie mein Schwiegervater darüber denkt." Frau v. Graßmann öffnete die Lippen zu einer Antwort, aber der Eintritt von Trix schnitt ihr das Wort ab. Die junge Herrin der Abtei sah

reizend aus tn ihrem weißen, von Spttzeneinsätzen durchbrochenen Kleide von duftiger Pongeeseide einem Kunst-

wert aus den Handen ihrer Perle von einer Kammerjuncifer" und' als einzigen Schmuck trug sie nur eme herrliche La-France - Rose im weißseidenen löurtel und deren Inkarnat aus den weichen Pfirsickwangen. ,,'n Abend, Hans!" begrüßte sie strahlend ihren ersten Gast und fügte auf lernen bewundernden Blick hinzu: Fein seh' ich aus, was? Meine Kammergans behauvtete soaar: wie ein Traum, womit sie natürlich meinKleid gemeint yat. Wenn's nur nicht so mordsdünne wäre zum Bäumeklet tern und Gräbenspringen ist es jedenfalls nicht. Aber der Unterrock von dicker weißer Seide gibt der Chose einen gewissen Halt, hat sie gesagt paß mal aus, wie's Froufrou macht, wenn ich gebe! Aber dir müssen wir eine Blume fürs Knopfloch suchen. Hans dort, die roja Nelke aus der zsajt. (?o nun bist du piksern! So'n Sckmievel ist dock, eiaentlick, ein zu dummes Kleidungsstück, aber dir ptzl er wie angegojfen. Papas Schniepel waren ihm immer in der Taille zu kurz. Finden Sie nicht auch, Frau v. Graßmann, daß Hans famos im Frack aussetzt? Als ob er sur ihn erfunden wäre." ' Ich werde mich in acht nehmen und meinen Neffen zu seinen sonstigen hervorragenden Eigenschaften auck nocb eitel machen," erwiderte Frau v.Gaßmann nicht ohne Hohn. Außerdem ist das Lob seiner Person doch mehr die Sache seiner Braut." Schwupps da ' Hütten wir den Wischer ja weg." lachte Trix seelenvergnügt. Ich sehe nicht ein, warum ich aus meinem Herzen eine Mördergrube machen soll und erkenne an, wo es was anzuerkennen gibt. Sie zum Beispiel. Frau v. Graßmann, sehen zwar immer mordsfein aus, heute aber ganz extra. Na, bin ich nicht großmüthig?" Sehr!" sagte Frau v. Graßmann trocken. Besonders da der Aloment der Erwartung von Gästen meist nicht der Moment ist, um sich gegenseitig Complimente zu machen. Elise hat Ihr Kleid aber wirklich ganz perfekt gemacht!" Wie ein Traum," persiflirte Trix den verzückten Augenaufschlag ihrer Zofe. Halt ein Wagen! Das Kaluder aus Freienwald!" Kalu aber Fräulein von Dornberg!" ' Solch' hartfedrige Breaks mit Ledertuchplane nennt man Kaluder wahrscheinlich ist der Ausdruck Kalesche" zu fein für solchen Affenkasten." erklärte Trix unbewegt. Nun stellen Sie sich in Positur, Frau von Graßmann, zum Empfange von Ihren lieben Richters mit den drei Lulatschen! Bitte, das war Ihr Ausdruck " (Fortsetzung folgt.) irr Ein Condukteur aus ver Straßenbahn von Jamaica, L. I.. nach Rockaway Beach. Henry Hußner mit Namen, hatte neulich Nachts ein Abenteuer, welches er so bald nicht vergessen wird. Um Mitternacht war sein Dienst zu Ende gegangen, und um nach Hause zu kommen, schlug er einen Richteweg durch tn Gehölz ein. Er verlor aber den Weg und gerieth in einen Sumpf, und je mehr er sich bemühte, wieder herauszukommen, desto tiefer sank er ein. Glücklicherweise befand sich harter Boden unter dem Sumpf, so daß er nicht weiter sinken konnte, als bis an die Knie, aber losmachen konnte er sich auch nicht. Ueber eine Stunde schrie er unaufhörlich um Hilfe, aber Niemand hörte ihn außer den Hunden eines Mannes, welcher eine halbe Meile entfernt wohnte. Das Gebell derselben weckte schließlich den Mann auf. er forschte nach und fand Hußner. Mit Hilfe von Seilen und Brettern wurde Hußner wieder herausaebolt. AmerikanischeAntilopen sind nicht als wilde Thiere anzusehen so wurde jüngst von einem New Dorker Gericht entschieden. John McCabe, ein früherer städtischer Arbeiter, hatte die Stadt und die Zoologische Gesellschaft auf $2000 Schadenersatz verklagt, weil er am 29. April 1901 bei der Arbeit im Bronx Park von einer amerikanischen Antilope angefallen und an der Hand verletzt wurde. Richter Giegrich wies nun in der Supreme Court die Klage gegen die Stadt ab, da diese überhaupt nicht haftbar sei, und auch der Prozeß gegen die Zoologische Gesellschaft könnte nicht aufrecht erhalten werden, da die amerikanische Antilope im Sinne des Gesetzes nicht als ein gefährliches oder wildes Thier zu betrachten und dieGesellschaft unter dem Charter außerdem berechtigt sei, die Thiere zu halten. Der Sachverhalt ist kurz folgender: McCabe war mit Felsfprengungen im Bronx Park beschäftigt und hatte Veranlassung, die Einzäunung zu betreten, hinter welcher die amerikanischen Antilopen hausen, um einen schweren Hammer zu holen. Auf der Rückkehr nun wurde er von einer Antilope angegriffen, welche ihm eins ihrer Hörner in die linke Hand trieb, eine etwa einen Zoll tiefe Wunde verursachend. Der Arbeiter behauptete, Blutvergiftung sei'eingetreten, doch wurde dargethan, daß es sich um eine örtliche Jrritirung handelte und diese dadurch hervorgerufen wurde, daß ein besonders gescheuter. Mitarbeiter ihm Tabakjauche in die Wunde träufelte, ehe er einen Verband anleate.

Wom Auslauve.

Ein Millionenerbschafts - Schwindler wurde in der Person des angeblichen Eisenbahningenieurs Emil Wachsmuth durch die Polizei in Oliva in Westpreußen, wie uns geschrieben! wir'd, festgenommen und auf Anordnung der StaatsanWaltschaft in Danzig dem dortigen Untersuchungsgefängniß zugeführt. Der Verhaftete, welcher im 44. Lebensjahre steht un'd aus einem hessischen Orte gebürtig ist, wird zahlreicherHochstapeleien beschuldigt, die er in den verschiedensten Städten Deutschlands verübt hat unter dem Vorgeben, daß ihm eine Millionenerbschaft in Aussicht stehe. W. ist verheirathet und Vater von fünf Kittdern, welche sich bei ihm in Oliva befanden. Dre Frau des Beschuldigten will die Tochter eines Generals und Grafen sein. I n ernemTheater der dänischen Hauptstadt hat das besonnene und ruhige Vorgehen der Anqestellten bei einer ausbrechenden Panik des Publikums em größeres Unglück verhütet. Während der Aufführung der Operette Tochter- des Tambourmaior" im Casino entstand eine Panik. Beim zweiten Akt bemerkte das Publikum ernen Brandgeruch und wurde unruhig. Einige Personen liefen zum Ausgang. Plötzlich rief Jemand: Feuer! Fast alle Anwesenden erhoben sich, und es entstand ein starkes Gedränge. Auf die Bühne kamen erst Feuerwehrleute, dann der Regisseur und Direktor Nielsen, um das PubliZum zu beruhrgen. Der Brandgeruch kam von erner unbedeutenden Beschadigung der elektrischen Leitungen. Nach einigen Minuten Pauje wurde die Vorstellung fortgesetzt. Eine Dame wurde während der Panik an einem Beine verletzt. Ueber verhangnißvolle Gasvergiftung in der Kirche von Finkenwarder an der Unterelbe werden folgende Einzelheiten berichtet: Während des Gottesdienstes m der im yannoverschen Theil der Insel liegenden Kirche machten sich zunehmende Ausdünstungen des Ofens unangenehm bemerkbar, doch legte man dem keine ernstere Bedeutung bei, bis gleichzeitig mehrere Personen ohnmächtig' wurden. Eine große Zahl der Kirchgänger konnten die Kirche nicht allein verlassen, doch erholten sich die meisten Erkrankten bald in frischer Luft. Sechs Kinder mußten in das Pastorat getragen werden, wo es dem schleunigst herbeigerufenen Distriktsarzte gelang, durch geeignete Gegenmaßnahmen die schlimmsten Gefahren abzuwenden. Außer diesen Kindern sind noch zwei Frauen unter heftigen Vergiftungserscheinungen erkrankt, doch besteht begründete Hoffnung, daß alle Betroffenen in einigen Tagen wiederhergestllt sern werden. D i e vom Sultan dem deutschen Kaiser geschenkten Skulpturen sind unlängst, in 422 Kisten verpackt, auf einem Elbkahn in Berlin eingetroffen und zunächst 7n den unteren Räumen des Kaiser - FriedrichMuseums untergebracht worden. Es handelt sich um die Skulpturen von den Fassaden des Schlosses M'schatta, dessen Ruinen an der Pilgerstraße von Damaskus nach Mm, drei Tagerei sen östlich von Jerusalem, liegen. Das Interesse des Kaisers an dem Bauwerk war zuerst durch Photographien erregt worden, und als der Sultan von die fern Interesse hörte, machte er die Skulpturen dem Kaiser zum Geschenk, der sie wiederum dem genannten Museum überwiesen hat. Die Abtragung ;ind denTransport leiteteDr. Schuma cher in Haifa. In Beirut wurden die Kisten nach Hamburg verlchiNt. uever den künstlerischen Werth der Sachen hat sich Dr. Friedrich Sarre, der jetzt mit einer großen Publikation über die Baudenkmaler aus der Zeit der Sarseniden beschäftigt ist, in einem Gutachten ausgesprochen, wonach das M'schatta - Schloß wahrscheinlich von König Chosro H. einem Zeitgenossen des Propheten Mohamed, erbaut worden ist. Ein eigenartiger Pferde Handel ist gelegentlich eines Viehmark tes in Peine, Prov. Hannover, geschlos sen worden. Feilscht da ein Kauf liebbaber mit einem Pferdehändler um ein stattliches Roß, als ein Landwirth aus Kl.-Jlsede hinzutritt, einige Worte zu dem Handel sagt und schließlich ahnungslos die Aeußerung macht, daß er für die ganze Koppel des Händlers in Anbetracht des vorzüglichen Materials 10,000 Mark gäbe. Nach kurzer Unterhaltung, in der von dem LandWirth das gleiche Gebot wiederholt wurde, schlug der Handler ein und ver kaufte dem verblüfft dreinschauenden Bieter seine sämmtlichen Pferde, 11 an der Zahl, i Bausch . und Bogen für 10.000 Mark. Dieser hatte jedenfalls nicht im entferntesten daran geglaubt, daß ihm auf dies scherzhafte Angebot der Zuschlag so plötzlich ertheilt wer den würde. Es nutzte ihm aber alles Zaudern nichts, der Handel war vollzogen, daran war nichts zu andern Er bot dem Händler ein angemessenes Reugeld, um von dem Geschäft zurücktreten zu können; dieser aber forderte eine so hohe Abfindungssumme, daß keine Einigung erzielt werden konnte. Dem unfreiwilligen Käufer wurden die Gäule in seinen Wohnort vor sein Haus geschafft. Inzwischen hat ein dem Landmann befreundeter PferdeHändler es übernommen, ' die vielen Pferde möglichst gut anderweitig zu verkaufen.

Feuer Signale.

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Mchiaa , 14 JllinoiS und 2. 215 Senate Ave und 21. 216 Pennsvlvania und 22. 17 Meridian und 16. 213 Capital Ave und 26, 219 Broadivay und 10. 231 Illinois nd McLea 234 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und 80. 35 Illinois und 33. 236 Annetta und 30 237 No. 9. Spritzend, iu Udell und Raoer 238 Udett Ladder Wor 239 Jsabel und 27. 241 Meridian und 24. 242 Illinois u St. CI 243 Eldridge und 23. 812 West uud Wainut 13 West und 12. 814 Howard und 1. 315 Torbet und Pae 316 Capital Ave und 1, 817 Northwestern Ave N 813 Gent und 13. 81 Canal und 10. 821 Cerealint Wor 824 Vermont und Ltzn 825 Bismarcku Grandviek 26 No. 2S Spritzenhaus Haughville. 2? Michigan u. HoimeS 323 Michigan u. Eoncord 41 West und McJntyre 12 Missouri u. Maryland 413 Mssouri und Oh 415 Capital Ave Georgia 416 Missouri entuckyS. 417 Senate Ave . Wash. 421 P und E kmdbaul W. Washington. 423 Jrren-Hospital. 424 Miley Ave u.JDu 425 Wash und Harr 42 No. 18 Spritzenhaus W. Washington 427 Oliver und Birch 423 Oliver und OSgood 429 Nordhke und Fork 431 Hadley Ave u. MorrU 432 River Ave u. Morri 4. 34 River Av und Ratz 435 Harding u. Big 4 R ? 436 Harding und Oliva 487 No. 19 Spritzenh! Morris und Hardina. 433 Hstoard md OWLÄk 43 StoSyar 51 ReiSner nd WSsü 452 Howard und See 453 Morri und cchps 56 Lambert und Seli&Ml 67 Nordete Ave , fs mon WorkZ 618 West und RY 513 enwcky Ave u. KerrA 514 Meridian nd MorrZI Ll JllinoiS nd ansa 17 Morris und Dakot 18 MorriS und Shurch 19 Capital A. u McCar 21 Meridian und Palm 23 Pine und Lord 24 Madisor.AveuLweo! 526 Meridian und Belt RA 27 Carlo und Ratz 28 Meridian und Sriz 29 Meridian u. Raymond 31 Meridian u. M:Ear.i 3 No. 17 EpritzenhQ, MorriS nahe West 1 McKeraan und Dvuah 13 East u. Lincoln &mt 614 East und Beecher IS Wright und Sandert m ir ..uw flft.j. i t. 917 HUAiUlUf uns Jvuy 818 New Jersey u Lie A 712 Spru und Prospekt n& English Ave. u. Lau! 714 State Av u. Belt R I 71 Shelby und Beech 71 State Ave und OranF 718 Orange und Laurel 71 Shelby u. Ä,crage 8ljf 721 Lexington A. AmH 723 Fletcher Ave. Spru 724 State Ave u. Pleasa? 725 Prospekt und ?leasant 726 Orange und Hrta 728 Liberty und We ?29 Noöle und South ei No. i Spritzenhaus Ost Washington VU Si Market und Noble S14 Ohio u. Highland 815 Mchigan u. Htghla 16 Market u Arsenals' ' 817 Ost t. Clair und Union Bahn Geleise. , 621 Pan Handle Shop 82 Bernwnt und Wakotk 824 Wash. und State fc 826 Madden'sLoungetzad 82 Tucker m ck Dorfe 827 Wash. und eville 829 No. 12 Spritzenhau Beville nahe Michigmi 31 Southeafter Ave und Woodside. , 83 Wash. nd Dearbo 4 Sotheaftern no ' Arsenal Ave. 855 New Dork und Tempd 12 Illinois und Marbl. 18 JllinoiS nd Skarket, 14 Pen. md SH - 15 Delaware vx'9m Spezial Signale. krsten l Schläge, zweiter Alarm, . Zweiten Schläge, dritter Alarm, Dritten Schläge, vierter Alarm. l-2-i, Feuer aus und Schlauch aufgeroSt. Schlage, Wasserdruck ab. 1 Schlage, 12 Uhr Mittag. Die so bezeichnete Signale werde nur do Thun VScht angegeben da an den betreffenden -Strefj kreuzung keine Alarmkösten naebracht find. Chicago und der große Nordweften tu laka Hawaii PHUiPPtne Insel. Bier tägliche Schnellzüge nach Chicago. kW- Bon der Monon 47. Str. Station, Thicags, Ind 8 nur 6 Minuten mittelst elektrischer ar nach den Union iehböfen I'rsnod Lilck Springs, in dem Orange County Hochland. Famillen-Hotel anter neuer Geschäftsleitung. Pluto, Proferpine md BowleS Quellen. Bestes Mineralwasser der Welt. Zwei Züge täglich via Greracaftle. Ticket-Offtcen : Union Station, Massachusetts Ave and LS West Washington Straße. R. P.Alge o, Distrikt Pass. Aaent. Indianapolis. Ind. .H.MeDoel, E.H.Rockwell, ras. und Gen. Mgr. Betrieb!? . Frank I. Reed. Gen.P!fs. Agent. Chicago, Jll.

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