Indiana Tribüne, Volume 27, Number 197, Indianapolis, Marion County, 11 April 1904 — Page 3
Jndiana Tribüne, II. April 1901t
Befürchtungen gmndlos. Keinerlei Excesse am gestrigen Tage gegen die rufsischen Juden.
Räumung Korea's durch die Russen scheint sicher. Große Verstärkungen nach New Chwang . Ein japan. Held. Der deutsche Kaiser in Malta Vom cnglisch-franz. Abkommen. Hoch fluth in Canada.
Rußland. Keinerlei JudenE x cesse. St. Petersburg, 11. April. Die Associirte Presse erhielt SpecialBerichte aus allen jüdischen Distrikten über die Ereignisse am Oster-Sonntag. Bis heute früh 2 Uhr kam nicht der geringste Versuch zur Belästigung der Juden vor; die Provinzial-Gouver-eure handelten gemäß den Anweisungen von Petersburg. Die genaue Ausführung der Gouvsr. neurs-Befehle durch die Lokal-Behör-den und Polizei verhinderte die Ausschreitungen, welche man in Kisbineff, wo es letzte Ostern zu Greuel-Scenen kam, befürchtete. Es kam dort keine einzige Störung vor, bei der Juden und Christen betheiligt gewesen wären. Depeschen aus Odessa, Kishineff, Kieff, Balta u. a. Orten melden völlige Ruhe. In Vilna griffen 2 Juden gestern einen Wächter an und verletzten ihn mit Messern. Heute war es ruhig. Gomel. 10. April. Der OsterSonntag verflvß ruhig. Es kam zu keinen Demonstrationen gegen die Juden. Oster-Sonntag. St. Petersburg, 10. April. Die Stadt war heute von OsterfestFreude erfüllt. Die langen russischen Festmahlzeitm, die nach Mitternacht begannen und fast bis zum Tage dauerten, waren kaum zu Ende, als die Reihe der Oster-Be-suche begann. Es ist die Pflicht des Russen an Ostern, alle seineFreunde zu besuchen und mit ihnen zu essen und zu trinken. Ueberall wurde offenes Haus gehalten. In den kleineren Städten und Dörfern tritt sogar der Straßenbettler noch in die Speisezimmer der Vornehmen, um Durst und Hunger zu stillen. Die Oster-Besuche wurden eine solche Last, daß die rothe Kreuz-Gesellschaft in diesem Jahre auf eine praktische Ab Hilfe und zugleich Nutzen für ihre Kasse verfiel. Eine Subskripiion von $50 derschafft dem Geber Veröffentlichung seines Namens im Regierungs-Blatt und entbindet ihn damit von amtlichen Besuchen. Viele machten Gebrauch von diesem Plan. Die Menge verbrachte den Tag in fröhlicher Weise. Die Sonne schien hell und die Straßen waren von Menschen bedeckt. Dem Newa Quay entlang beobachteten Tausende das Eis, dessen Bewegung nach dem Golf von Finnland jetzt gerade beginnt. Ostasien. Räumumung Koreas bestätigt. L o n d o n . 11. April. Verschiedene Gerüchte von Landkämpfen, japanischer Landung auf der Liao TungHalbinsel :c. werden hier nicht beftätigt. Sicher scheint zu sein, daß die Russen Korea vollständig geräumt haben. Das Geschwader von Wirenius fuhr gestern aus Cherbourg nach der Ostsee. Anläßlich des Osterfestes verlieh der Zar viele Orden an namhafte Militärs. Marquis Jto äußerte sich am Samstag in Tokio über den Erfolg seiner Korea-Mission. Die japanische Presse glaubt nicht an einen Versuch des rufstschen Oftsee-Geschwaders, nach Oftasien zu fahren. Die Militär-Censoren. St. Petersburg, 10. April. Die Militär - Censoren blieben heute nicht länger als 10 Uhr Nachts in ihrem Bureau; bis zu dieser Stunde war keine Nachricht über ein Gefecht eingelaufen. Falls noch amtliche Depeschen eintreffen, werden sie vor Mit tag nicht veröffentlicht. Ein japan. Held. .Tokio, 10. April. Die Leiche des in Port Arthur gefundenen und bestatteten japan. Offiziers ist fraglos die des Capitäns Takaso Hirose, der am 27. März, beim zweiten Versuche Ad miral Togo'S den Hafen zu sperren. sein Leben verlor. Die Beschreibung der Uniform bestätigt dies.
Die Regierung weiß die Handlungs-
weise der Russen, indem sie dem Verstorbenen ein militärisches Begräbnitz gaben, zu schätzen und Offiziere des Marine Stabs ersuchten die Assoc. Presse, ihren Dank für das russische Entgegenkommen auszusprechen. Der Theil von Hirose's Leiche, der hierher kam. wird am 13. April öffent lich bestattet. Hirose ist der größte japan. Held des Krieges und nach Schluß der f?eindseliakeiten wird versucht, die in Port Arthur bestatteten Leichentheile nach Japan zu überführen. Die caukasische Cav a l l e r i e. St. Petersburg, 10. April. Das Armeeblatt verkündet die Er Nennung von Generalmajor Fürst Or beliani zum Commandeur der kürzlich gebildeten caukasischen Cavallerie-Bri gade. Russische Kriegs-Hoff-n u n g e n. St. Petersburg, 10. April. Der allgemein für gestern Nacht erwar tete Angriff auf Port Arthur blieb aus, obwohl eine Depesche des Groß fürsten Cyril meldet, die feindlichen Schiffe seien am Horizont gesichtet worden. Wahrscheinlich hatten die Japaner von den Extra-Vorkehrungen gegen eine Ueberraschung gehört. Fröhliche Ostern gab es für die Truppen auf dem Kriegsschauplatz nicht. Vice-Admiral Makaroff's TorpedoFlotille patrouillirte auf offener See, während die Kriegsschiffe unter vollem Dampfe außerhalb des Hafens lagen. Vom ganzen Schauplatze des Kriegstheaters her wird Ruhe gemeldet. Ein hoher Militär erklärt die That fache, warum Kuropatkin's Kriegsplan nicht einen . wirksamen Widerstand ge gen das japanische Vorrücken am Balu in Aussicht nimmt, folgendermaßen: Niederlage oder Sieg in einer Feld fchlacht wären uns nachtheilig. Falls wir verlieren, müssen wir uns durch chwieriges Gelände zurückziehen. Im Falle des Gewinnens und die ruf ische Strategie ist auf der Idee des Sieges und nicht der Niederlage aufge baut wäre der Erfolg vergeblich. Wir könnten ihn nicht ausnutzen, ohne die Armee zu großen Gefahren auszu setzen. Da die Japaner die See be herrschen, würde eine Verfolgung des Feindes nach Korea beide Flanken einem möglichen Angriffe von rückwärts öffnen. Die .Javaner mülen m einem Punkt im Innern kommen, der zu die sem Zwecke gewählt ist. Dann müssen Schlag auf Schlag vernichtende Nie derlagen folgen und das Schicksal des Feldzugs besiegeln. Unsere See-und Landvläne werden im Sommer in Uebereinstimmung gebracht, wenn Ma karoff's motte durch die Ankunft von Verstärkungen freie Bahn erhält Dann, wenn zu Lande siegreich, kön nen wir das Meer vom Feind säubern seine Verbindungen abschneiden und die Japaner in Korea und der Mand schurei sind dann wiederstandslos in unserer Gewalt. Die Welt muß nicht ungeduldig sein. Das Vorspiel zu diesem Kriege ist noch nicht zu Ende. In Folge von Kuropatkins 'Besuch in vttxo .ymang weroen von viao Yang Verstärkungen von 100.000 Mann entsandt. Frankreich. . D i e t o d t e K ö n i g i n. P a r i s. 10. April. Die Leiche der früheren Königin JsabeLa v. Spanien wurde heute einbalsamirt und auf einem Catafalk im Palais Castillo, ihrer Wohnung, ausgestellt. Nachmittags hatte das Publikum Zutritt. Der englisch-franz. Vertrag. P a r i s, 10. April. Der volle Text des englisch-franz. Vertrags wird heute Abend veröffentlicht. Die Haupt-Be-Kimmungen des Vertrags find bereits früher bekannt gegeben. Eine Claufel verpflichtet die franz. Regierung, jedes Abkommen, das Frankreich und Spanien bezüglich Ma rocco's abschießen, England nütz theilen.
Chines. Prinz.
Neffe des Kaisers von Cylna von den amer. Behörden begrüßt. Honolulu, 10. April. Prinz Pu Lun, Neffe des Kaisers von China und als Vertreter seiner Regierung nach St. Louis unterwegs, traf heute auf dem Dampfer Gaelic" ein. Er wurde von Bundes- und TerritorialTruppen und Polizei nach seinem Hotel geleitet, wo ihn Gouverneur Carter officiell begrüßte.' Abends fand im chines. Consulat ein empfang nan. Pu un myri morgen nach San Francisco. Grokbritannien. KaiserbeibefterGesundh e i t. Malte, 10. April. Der Kaiser hielt heute an Bord der Yacht Hohenzollern Gottesdienst u. empfing nachher die Capitäne der britischen Flotte. Später ging er an Land und besichtigte alle Punkte von Interesse. Das Diner nahm er auf der Hohenzollern ein. mit dem Gouverneur und den britischen Admirälen als Gäste. Der Kaiser ist bei vortrefflicher Gesundheit und findet viel Vergnügen an seiner Seefahrt. Canada. H o ch f l u t h. Montreal, 10. April. 3,000 Leute im Dorfe Verdun an der Stadt grenze sind heute Nacht in den oberen Stockmerken ihrer Häuser und mehrere andere tausend sind in dem als Point St. Charles bekannten Stadtthnl gefährdet. Vom See St. Louis kamen große Eismassen, die eine Ueberschwemmung herbeiführten und in kurzer Zeit konnte man in einem Theile von Verdun in Booten umherfahren. Der Deick wurde bedroht: gegen 9 Uhr sank indessen das Wasser. Mexico. Hinrichtung eines Jndia-ner-Häuptlings. Hermosillo, 10. April. Ma nuel Guavesi. feit 5 Jahren Führer der Zjaqui-Rebellen in Sonora und Anstifter zahlreicher Ausstände, ist todt. Er wurde unter Gefangenen entdeckt, die Capt. Barron m einem Kampfe mit Wilden gemacht hatte, sofort aus der Reihe geholt und erschosfen. Der Capitän konnte nicht warten, da die Gefangenen fast ebenso zahlreich waren wie seine eigenen Leute. G. starb muthig. Er wußte, daß er hingerichtet würde, als er sich entdeckt sah. G. befehligte die Yaqui-Truppe, die vor 2 Jahren eine ganze Compagnie bei Zamorata überfiel und beinahe gänzlich vernichtete. Unter den Indianern übte G. großen Einfluß aus ; viele arbeiteten gerade lange genug auf Ranchen, bis sie sich Waffen kaufen konnten und fchlossen sich dann dem Aufstand an. G. hatte geheime Verbindungsmittel, womit er die Vaquis im ganzen Staate erreichte. Sein Tod bedeutet zugleich das Ende ihrer Sache. Deutschland. Die Entsetzung. von O m a r u r u Berlin. 10. April. Der Correspondent der Köln. Ztg." in S. W. Africa, sendet seinem Blatte eine graphische Schilderung der Entsetzung von Omaruru am 4. Febr., woraus herI vorgeht, daß beide Seiten mit verzweifettem Muthe fochten. Als die Garnison das ArtillerieFeuer des Hilfst Corps hörte, machten 25 Belagerte einen Ausfall gegen die starke Stellung des ffemdes. aus emer Reihe scharf vorspringender Felsen be stehend. Die Hereros, vorne und ymten angegriffen, hielten sich mit wunderbarer Zähigkeit. Als die Deutschen unter sie drangen, schlüpften viele Hereros in Felsenspalten, wo sie mit dem Seiten gewehr niedergemacht wurden. Hier erhielt Leutnant v. Holle marth eine tödtliche Wunde und ein Reiter fiel. Die vereros nahmen dann eine andere Stellung. Zoll für Zoll dertheidigend und an jedem Gefechts punkte eine Anzahl Todte zurücklassend. Nachher schoß der Feind aus Büschen auf verwundete Deutsche und der Arzt verband die Wunden, während die Kugeln um ihn herumschwirrten. Die Hereros verloren von etwa 600 Mann ungefähr 100 Todte und Verwundete. Die Deutschen hatten 8 Todte und 10 Verwundete. Amer. Fleisch. Berlin. 10. April. Die Ein
fuhr amerikanischen Fleisches nach!
Deutschland hat fast vollständig aufgehört. Das neue Fleischbeschau-Geseß. welches schon seit einiger Zeit in allen seinen Theilen in Kraft getreten ist, wird von Seiten der deutschen Behörden auf das Strengste gehandhabt, und eine Umgehung der mannigfachen rigo rofen Bestimmungen dadurch so gut wie ausgeschlossen. Eine derartige Wirkung des Gesetzes wurde seinerzeit vorausgesagt, nur wurde nicht angenommen. dan der Einfuhr amerikani schen Fleisches so rasch der Weg gesperrt werden würde. Die Kaiserin. Berlin. 10. April. Von einer Krankheit der Kaiserin Auguste Victoria ist hier nichts bekannt. Ein dies-, bezügliches Gerücht wurde nach London gemeldet und in Amerika verbreitet. Die Kaiserin begibt sich diese Woche mit den jüngeren Prinzen, die daselbst! die Schule besuchen, auf mehrere Tage nach Ploen, Preußen. Spanien. N i ch t s e h r v i e l U m st ä n d e. Madrid, 10. April. Das Re-gierungs-Blatt, das heute mit TrauerRand erscheint, kündigt nur den Tod der früheren Königin Jsabella an, ohne über die Begräbniß Vorbereitungen etwas zu sagen. Der König will der Verstorbenen jede Ehre erwiesen sehen, jedoch werden die Cabinets-Mitglieder die Leiche nicht an der Grenze einholen. Zur Beervigung nach dem 26 Meilen nordwestl. von hier entfernten El Escorial begibt sich nur Justizmmister Toca. Der span. Hof legt einjährige Hoftrauer an. S t. L o u i s. Am letzten offenen Sonntag besuchten über 25.000 Personen den Ausstellungsplatz. Der Platz wird vom 15. April ab bis zur Eröffnung für alle Besucher geschlossen. JneinemNewIorker Polizeigencyt yane stch vieler Tage ein junger Grocery-Clerk Namens Hopfen wegen einer eigenartigen Thierquälerei zu verantworten. Der gegen ihn auftretende Kläger erzählte, Hopfen habe an 153. Str. und Morris Ave. eine lebende Ratte in einem mit Kerosin be offenen Käfig unter schrecklichen Qua len zu Tode verbrannt .Als der Kläger diese Tortur verhindern wollte, sei er bei der Volksmenge, die NW um das grausame Schauspiel zusammenge sammelt, übel angekommen und die Ratte trotz seiner Proteste verbrannt worden. Dann habe er Hopfen arretlren lassen. Der Angeklagte erklärte. erst vor einem Monat aus Rußland gekommen zu sein und nicht gewußt zu haben, daß es Thierquälerei Ware, eine Ratte auf solche Weise umzubringen. Der Richter verwies ihn unter $100 Bürgschaft zum Procen. aas engn m vcaiux i t r i i . wissenschaftliche Museum läßt durch seinen Director Professor E. Rav in der Times" einen Nothschrei erschal len. iL?eine gronarngen i?ammiungen, vielleicht die reichhaltigsten der Welt, bedürfen eines Hühnervaares von der als DorkingZ bekannten Gat tung und eines zweiten Paares von denen, die man als polnische Huhner bezeichnet, zum Ausstopfen. Das Museum hat sich an verschiedene Zuchter gewandt. Diese scheinen indessen wenig Interesse für die Anforderungen der Wissenschaft zu haben. Sie erklaren einfach, um diese Jahreszeit keine zu diesem Zweck geeigneten werthvollen Exemplare abgeben zu können. und ertheilen auch auf die weitere Frage, ob tm Herbst Huhner zu haben sen. so unbefriedigenden Bescheid, daß Professor Ray sich in die Oeffent lichkeit flüchtet und in der Times" an die Vaterlandsliebe seiner Landsleute avvellirt. in der Soffnuna. es werde sich doch wohl im Vereinigten König reich noch Jemand finden, der bereit r ... t y cn.r.-ctz. li, einem nationalen, äocuuiihijj uvu elfen. Ueber den Mordversuch eines irrsinnigen in Wien wird be ricktet? Neulich Abends svrana der Vicesekretär am ungarischen Ministe rium Graf Georg Napoleon Csaky am Rina aus einer Tramwav und gab aus einem Revolver alle Schüsse auf eine vorübergehende Frau ab. die, am Oberschenkel und Brust schwer verletzt, im Sterben liegt. Der Graf, der sofort festgenommen' wurde, behauptete, er habe nur jemand umbringen wollen,. Die Frau, die sein Opfer geworden. kenne er aar nicht. Alle anoeren ffra gen wollte er nicht beantworten. Die Verletzte ist die Gattin eines Wiener Geschäftsreifenden Namens Mrawenetz und gilt als eine sehr schöne Frau. Gegen die Behauptung des Grafen Csaky, er habe, ohne die Dame zu kennen, aus reiner Mordgier gehandelt, sind verschiedene Zweifel aufgetaucht, doch hält die Wiener Polizei an der Angabe fest, Graf Csaky habe im erstm 'Ausbruch seines Irrsinns, dessen Symptome sich seit einiger Zeit bemerkbar gemacht, das Revolverattentat gegen die ihm unbekannte Frau verübt. In seinem Gesicht ist fortwährend nervöses Zucken sichtbar.
ZU cn Prager dcutschseind ichen
TcmonstratlvtttN. Von einem hervorragenden tschechischen Schriftsteller, der seinen Landsleuten unter dem Pseudonym Maxim" vortheilhaft bekannt ist, erhalten wir die nachstehende Zuschrift, der wir dem Herrn Verfasser wie der Sache selbst zu Liebe, ganz besonders gerne in vollern Umfange Raum gewahren: Sehr geehrter Herr Redakteur! Als Ticheche. Slave, der m durch Ihre wahrlich generöse Haltung in dem russlsch-iapanischen Streite Ihnen und der ganzen deutschen Presse dankbar verpflichtet fühlt, bin ich tief betrübt, daß sich Ihnen Gelegenheit bot, über das Gebühren meiner Landsleute im alten Vaterlande mit dem Bericht über die Prager Studentenscene eine so beschamende Kritik zu üben. Fern vom Schauplatze der in Ihrem Prager Briefe behandelten Vorgänge, kann ich gegen selbe im Ganzen nichts Anderes einwenden, als das, daß die dort von der wahrscheinlich von nichtswürdigen Führern irregeleiteten studirenden Jugend an den Tag gelegten deutschfeindlichen Gefühle, uns allen Tsechen zugesprochen werden. Das wäre nicht gerecht! Nicht nur alle tschechischen amerikanischen Blätter verdammen iene unalückseliqe Demon firationen, die dem ichechischen Volke zu keiner Ehre gereichen, auch aneseyene tschechische Prager Tageblatter rügen jene Äusicyreiius.gen im Juri cv r v i r jV ff sten Tone. Prag hat noch nicht iene Wunden verschmerzt, die ihm der Aufruhr vom Jahre 1897 beibrachte, und wenn es gestattet, daß ihm zu den alten, noch nicht geheilten Wunden, neue zugefügt werden, wenn es mit aller Gewalt zum Selbstmord seiner bürgerlichen Ehre und seines Handels hinarbeiten will, wir können es leider mcht andern. Uns liegt aber daran, daß wir Tschechen hier die Achtung undFreundschaft unserer geehrten deutschen Mi!burqer nicht verlieren. Dies nöthigt mich. Ihnen die Versicherung zu geben, daß wir TschechoAmerikaner über die Prager Vorfälle mcht weniger empört sind, als Sie es sein können. Ich bin zu einer öffentlichen Erklarung von Niemand autorisirt. doch bin ich dessen gewiß, dsß alle meine hiesigen Landsleute dem zustimmen werden, wenn ich Sie unserer aufrichtigsien Hochachtung Ihrer Nation versichere und unsere hiesigen deutschen Mitbürger ersuche, daß sie die Prager Vorfalle der letzten Tage nicht zum Schlimmen anrechnen mochten. Mit aller Hochachtung Max im. Das Gcfananis; als Sanatorium Viele Landstreicher lassen sich all iäbrlich. wenn die ersten Fröste die Quartiere im Grünen unwohnlich ma chen. wegen irgend eines Delikts, das sie zu diesem Zwecke begehen, auf ein paar Monate ins Gesangmß stecken wo sie dann Wohnung. Heizung uno Verpflegung unentgeltlich genießen Der Pariser Kolporteur Morius Palet ta hat auch das Winterquartier im Ge sangniß bezogen, ader unter ganz e: genartigen Umständen. Marius Pa letta ist kein Vagabund und yat nie rarische Bildung. Er richtete an den Vorsteher der Pariser Advokatenkam mer einen Brief, der also anfing: Als Montesquieu sein Buch Der Geist der Gesetze" schrieb, dachte er wohl nicht da ran. daß es im zu. Jayryunoeri. im Jahrhundert des Lichts, UngluSUch und Unschuldige geben wurde, die es als Gunst und Linderung ihres Elends betrachten würden, mit Spitzbuben und Verbrechern im Gefängniß zu sitzen." Marius Paletta war es so ge aanaen. Er war bis Mzemver not vorteur gewesen und hatte 100 Fr. Er sparnisse. als ein rheumatisches Leiden das er sich im MUltarden t geyoil yat te. ihn zwang, in einem Hospital um Aufnahme zu bitten. Da er keine feste Wobnuna hatte, wurde er überall ab gewiesen als ob Krankenhäuser nur für reiche Leute da waren . Bet die ser Suche durch alle Hospitäler von Paris wurde sein Leiden immer arger und seine Baarschaft schmolz auf 50 Fr. Kurz entschlossen verbarg Paletta das Sparkassenbuch mit den noch ui rig gebliebenen öu r. xm uner ,ei nes Rockes, ließ sich.als Vagabund ver haften, zu vier Monaten Gefangrn verurtheilen und wurde im Gesang nißlazarett kuriert. Nach seiner Gene-1 sung schrieb er jenen Brief an den Vorsteher der Advokatenkammen und bat um einen Offizial-Vertheidiger. Bei der Verhandlung wies er nach, daß er kein Vagabund sei und wurde sofort freigelassen. So hat sich Herr Maruüs Paletta. der als ehrlicher Mann keine Aufnahme in einem PariserKrankenhause fand, als Landstreicher im Gefängniß heilen lassen. Ein begehrter Posten ist die Badekommissarstelle in Colberg. Unter den 131 Bewerbern befinden sich pommerschen Blättern zufolge unter Anderen 1 General. 2 Obersten. 4 Oberstleutnants. 7 Majore. 1 Korvettenkapitän, 16 Hauptleute, 4 Rittmeister, 10 Oberleutnants. 14 Leutnants. 7 Bürgermeister. 2 Amts- und Gemeindevorsteher. 2 Polizeileutnants. 4 Polizeikommissare, 2 Redakteure. 2 Schriftsteller. 5 Landwirthe. 17 Kaufleute. 2 Badeverwalter. 1 Photograph. 1 Revierförster, 1 Rentner, einer ohne Beruf.
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