Indiana Tribüne, Volume 27, Number 196, Indianapolis, Marion County, 9 April 1904 — Page 3
Indianer Tribüne. S. April RS.
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Namhafte Industrielle Aus dem ganzen Lande bei der Session der Akademie für politisches und sociales Wissen. Annahme der Philipp. Schifffahrts-Vorlage. Chincscn-Frage vor dem Cabinet. Tornados fordern Menschenopfer. Mordthaten in Kcntucky. Mandschurci-Consuln versorgt. Luther. Confcrcnz.
Regierung und Industrie. Philadelphia, 8. April. Hier begann )eute eine Convention von nationaler Bedeutung, besonders für jeder Art Industrien, anläßlich der 8. Jahres - Versammlung der amerik. Akademie für politisches und sociales Wissen. Delegaten aus allen Städten sind anwesend und fast alle großen induftriellen Interessen vertreten. Als Vorsitzender fungirte Frank A. Vanderlip, der frühere Hilfs-Schatz-Sekretär und jetzige Vicepräsident der National City Bank in New York. Als Berathungsthema dient die Regierung in ihrer Beziehung zur Jndustrie", in verschiedenen Details behandelt Der erste Vortrags-Gegenstand befaßte sich mit Regelung des Bankund Trust . Gesellschaft - Wesens durch die Regierung", worüber Wm. Barret Ridgely. Comptroller of the Currency, F. D. Wilburn. N. Y. Staats-Super-intendent der Banken, und Prof. F. A. Cleveland von der N. Y. Universität Ansprachen hielten. Die Jahres'Ansprache hielt Abends Handelssekretär Cortleyou, nachdem vorher der Präsident der Akademie, Prof. L'. S. Rowe. ihre Thätigkeit im letzten Jahre beleuchtet hatte. Die Chinesen-Frage. Washington, 8. April. Das Cabinet beschäftigte sich heute vornehmlich mit der Chinesen-Ausschließungs-Frage. China hat den Vertrag, der im Dez. erlischt, gekündigt. Falls kein neuer Vertrag zu Stande kommt, würde das Geary Ausschließungs-Ge. setz gegen die Chinesen-Zinwanderung zur Anwendung kommen. Es ist bedeutend schärfer als der jetzige Vertrag. Der Generalanwalt theilte in der Sitzung mit, daß der Präsident an Stelle des abgesetzten HonolulU'Richters Kalua Herrn Kapoikai ernennt. Er ist derzeit Schatzmeister in Hawai. Tornado 's fordern Opfer. Houston. Tex., 8. April. Ein Tornado, welcher heute das Städtchen Mexia verheerte, führte den Tod eines Ehepaares mit seinem kleinen Kinde herbei. Neun andere Leute, drei vielleicht lebensgefährlich, sind verletzt. Viele Häuser sind zerstört. K a n s a s City. 8. April. In Nord-Missouri, Ost- und Mittel'Kansas wüthete gestern Nacht und heute ein Wirbelfturm. Leichter Schnee fiel und die Schnelligkeit des Windes betrug 30 Meilen die Stunde. Großer Schaden für die Obftbäume wird befürchtet. M u s c a t i n e, Ja., 8. April. Ein schwerer Schneesturm wüthete heute in dieser Gegend. Lincoln. Neb.. 8. April. Der schwerste April-Sturm seit Jahren wüthete heute hier und der Wind erreichte zeitweilig orkanartige Schnelligkeit. Aus einer Reihe von Ortschaften wird geringerer Schaden gemeldet. G u t h r i e. O. T., 8' April. In Guthrie und Oklahoma im Allgemeinen herrschten heute heftige Windund Sendstürme, in Begleitung heftiger Kälte. Auch das Jndianer-Terri-torium warzvon Stürmen heimgesucht. In Featherstone wurde ein BahnBeamter vom Blitze erschlagen. "Zmei Morde in einemDorf. H a z a r d, Ky., 8. April. I. McJntofh wurde heute von Joe Minierd am Big Creek erschossen, der ihm in den Wäldern aufgelauert hatte. John McCombes erschoß heute den John Greasy Combes. 1876 wurde John von Greasy in einem Kampfe verkrüppelt, mit nachfolgender theilmeiser Lähmung. Jap. Bazar zerstört. St. L?uis, 8. April. Der heftige Wind, welcher beute wehte. zer störte das theilweise vollendete BazarGebäude in der jap. Reservation auf dem Ausftellungsplatze vollständig. Es war ein zweistöckiger Holzbau, theilweise bedacht. Kein Arbeiter wurde verletzt, auch sonst keine Baulichkeiten beschädigt.
Congreß. Haus. W a s h i n g t o n, 8. April. Das Haus erledigte heute eine große Anzahl von Vorlagen, darunter die Philipp!-nen-Schifffahrts-Vorlage und die Vorläge auf Bewilligung von $475,000 für die Lewis & Clark Ausstellung in Portland, Ore. Das einzige Amende ment bei der Philippinen-Vorlage dehnt die Zeit des Inkrafttretens bis 1. Juli 1906 aus. Die Vorlage bestimmt, daß zwischen amer. Häfen und dem Philippinen Archipel, direkt oder auf dem Wege durch fremde Häfen, weder Waaren noch Passagiere, ausgenommen Vorräthe für Armee oder Marine, in andern als amer. Schiffen bei Strafe der Einziehung transportirt werden dürfen. Die Fahrt auswärtiger Schiffe zwischen den Ver. Staaten und den Pbilippinen oder zwischen Häfen und Ortschaften auf den Philippinen ist jedoch nicht verboten. Rechte, welche der Pariser Friedens-Vertrag spanischen Schiffen und spanischem Handel gewährt, bleiben von dem Gesetze unberührt. Die Bewässerungs-Commission des Hauses lehnte heute mit 8 gegen 3 Stimmen die Vorlage auf Widerruf der Gesetze über Oed 'Ländereien ab. Die Abstimmung erfolgte nach lange dauernden Verhandlungen. Senat. Senator Patterson hielt heute eine Rede über die Kündigung des Chine-sen-Ausschließungs-Vertrags von 1894 durch die chinef. Regierung. Er erklärte, daß ohne weitere Gesetzgebung durch den Kongreß vor der Vertagung alle Grenzen gegen den Zustrom der chinesischen Horden vom nächsten 7. Dez. an fallen würden. Der Vertrag von 1894 sei der einzige Vertrag, welcher das Einströmen der Chinesen absolut verhindert habe, wäh rend nach dem 1880 er Vertrage die Ver. Staaten jene Einwanderung nur
reguliren und beschränken konnten. Nachher wurde über das PostamtsBudget weiter berathen, wobn über die Contrakte für die im Postamt benutzten Druck-Maschinen des Längeren debattirt wurde. Senator Bulbertson behaup tete, die Contrakte seien noch ebenso hier wie die von S. W. Beavers als Chef der Gebalts- und Bewilligungs Abtheilung abgeschlossenen. Senator Lodge bezeichnete diese Beschuldigung als nicht erwiesen. Die Mandschurei-Con-s u l n. Washington, 8. April. Das Staatsdepartement wird die Mandschu-rei-Consuln, welche wegen des Krieges ihre Posten nicht antreten können, zeit weilig verwenden. Cheshire, nach Mulden bestimmt, wird der Pekinger Gesandtschaft aitachirt; Davidson, der nach Antung sollte, kommt als Assistent des Consuls nach New Chwang und E. Morgan, für Dalny auöersehen. wird Hülfs-Consul in Shangai. Der Präsident ernannte I. R. Par son, Jr., zum General - Consul in Mexico an Stelle des zurückgetretenen Barnow. P. gilt als hervorragender Erzieher und die Wahl ist eine vom Präsidenten persönlich getroffene. Ankunft der B o e' r e n. St. Louis, Mo., 8. April. Gen. Cronje und Commandant Van Dam, durch den Boerenkrieg berübmt. langten heute mit 450 Boeren-Krieqern zur Ausstellung an. Später lassen sie sich in Mexico nieder. Die Soldaten, aus einer Infanterie und Artillerie Compagnie sowie einer Schwaaron be stehend, werden die Methoden der Boerenkriegsführung veranschaulichen Noch keine Einigung in Sicht. Detroit. 8. April. Die evan-gelisch-lutherische Conferenz vertagte sich heute, ohne daß die 500 Delegaten einem Abkommen bezüglich, der Glau bens Streitpunkte der verschiedenen Synoden nähe.r gekommen wären. In Fort Wayne. Ind., soll August oder September eine Fortsetzung der Dis cusfion stattfinden.
Zum erstenmal. Amer. Gelehrter entdeckt ein neues
chemisches Element. New York, 8. April. Dr. Chas. Baskerville, Professor der Chemie an der Universität von Nord Carolina, ündigte heute Abend in dem hiesigen Chemiker-Club seine Entdeckung an, wonach Thorium (ein metallischer Körper), bisher als eines der einheitlichen Elemente bekannt, zusammengesetzt in seiner Natur ist. B. hat Thorium in 2 neue Elemente aufgelöst, die er Carolinum (nach dem Staate) und Berzelium (zu Ehren des großen schwedischen Chemikers, der vor nahezu 100 Jahren Thorium entdeckt?) genannt hat. Es ist das erstemal, daß ein amer. Chemiker ein chem. Element entdeckt hat. B. Entdeckung ist das Resultat zehnjähriger beständiger Arbeit. Hepburn-Vorlage. Washington, 8. April. Abg. Clayton, Ala., reichte heute im - Hause einen Bericht zu Gunsten der Annahme der Hepburn und Dolliver Vorlage em. Wte Vorlage gewüyrt den Einzel Staaten Polizei-Gewalt über OriginalPaquete mit Spiritussen, weche im Reiche des zwischenstaatlichen Handels in ihre Grenzen gesandt werden. Senator Dillingham berichtete heute günstig über eine der EinmanderungsCommission vorliegende Vorlage, welche die Errichtung eines Jnforma-tions-Bureaus auf Ellis Island vorsieht. Den Einwanderern soll hierdurch bei Wahl ihres Wohnorts beigestanden werden. Rüde Studenten. L e x i n g t o n, Ky., 8. April. Im Baseball Park des Staats-College wurde heute der 19-jährige C. Hayden von dem Studenten L. Anderson durch einen Schuß ernstlich verletzt. Als ein Polizei-Capitän zu seiner Verhaftung schreiten wollte, zog er einen Revolver, und erklärte sich nicht fügen zu wollen. 200 Studenten standen ihm bei seiner Weigerung bei. Äevor er losdrücken konnte, hatte ihn aber Capitän Brown entwaffnet und die Studenten machten keinen weiteren Versuch ihn der Polizei zu entreißen. Der Student wurde später gegen Bürgschaft freigelassen. Die Veranlassung zu der Schießerei war unbedeutend. Beschwindelte 7,000 Z e it u n g e n. Chicago, 8. April. John H. Dalton, geständig, Zeitungen im ganzen Lande um eine bedeutende Summe beschwindelt zu haben, wurde heute im Bundesgericht zu $1500 verurtheilt. Angeklagt war er wegen betrügerischer Benutzung der Post und den Schwindel betrieb er vermittelst einer Anzeige-Agentur. durch welche seiner Angabe nach 7,000 Zeitungen geschädigt wurden. Teuflisches Weib. S t. P a u l. Minn.. 8. April. Nach einer Depesche aus Sioux City, ist daselbst das Ehepaar Charles Rookzr aus Boone, Ja., unter Mordanklage ist Haft. Frau Rooker g stand, daß ihr jetziger Gatte ihren früheren Mann August Schroeder am 30. Juni ermordete. Rooker, damals bei S. angestellt, machte diesen in der Stadt betrunken und chloroformirte ihn auf dem Heimweg. Die Frau half dann mit, ihren bereits halbtodten Mann in der Scheune aufhängen, um einen Selbstmord vorzuspiegeln. Sie zog dann die Lebensversicherung von . S. ein. gab sie Rooker und heirathete diesen in Süd-Dakota. Bahn-Unfall. K a n s a s C i t y. 8. April. Schnellzug No. 5 der Missouri. Kansas & Texas Bahn, der gestern Nacht von St. Louis nach dem Süden fuhr, entgleiste heute in der Nähe von Ft. Scott. Es wurden im Ganzen 16 Personen verletzt. Niemand indessen tödtlich. Feine Familie. Madame: Wie, den lumpigen Betrag für das Fleisch können Sie nicht mal auslegen; Sie haben doch erst gestern Ihren Lohn gekriegt!" Dienstmädchen: Ja. den hat mir der gnädige Herr heute aber schon wieder abgepumpt!" gattttnev ciev A,nb?s ? Bei einer Rauferei schlägt ein Bauer am andern acht Maaßkrüge und drei Stühle koput. Sakra." brummt der Wirth, jetzt weiß i' net: verklag' i' den, der so zugeschlagen, oder den. der den harten Schädel bat!"
H akodate. Lage, Einwohnerzahl, Bauten und Verkehr der Hafenstadt.
Brächtig, Aussichtspunkt und blühend Wildnitz Tschunkeu und Kirche MonatlicheS Tempelfest Illuminationen und Schaustellungen Nächtliche Bootfahrten. Der pensionirte deutsche Marinepfarrer Heims, der seiner Zeit mit einem deutschen Kriegsschiffe in dem japanischen Hafen Hakodate weilte und mit etlichen Gefährten die Stadt Hakodate und ihre Umgebung durchstreifte, entwirft von diesem Ort.e die folgende anZiehende Schilderung: Hakodate liegt am Fuß eines stattlichen. 1200 Fuß hohen Berges, der sich auf steilen, aber gangbaren, vielgewundenen Fußpfaden in einer Stunde erklimmen ließ. Es war trotz der Hitze eine Freude, durch diese lustig in allen Farben blühende Wildniß - bergauf zu steigen. Oben angelangt, erblickten wir vor uns die Tsugarstraße, jenseits die hohe Küste von Nippon, drüben den weiten Ozean, zu unsern Füßen die Stadt , Hakodate, groß, grau und weiß zu schauen, reaelmäßiq und breitstraßig, mit reichlich' 100,000 Einwohnern. Im Hafen lagen Dschunken in großer Zahl. Aus der einförmigen Häusermasse der Stadt hob sich bemerkbar nur die große, am Abhang erbaute katholische Kirche, außer der es noch eine englische, amerikanische und russische Kapelle gibt, letztere mit der unvermeidlichen grünen, zwiebelförmigen Kuppel. In der Stadt ging es wegen des monatlichen Tempelfestes gerade bunt und lebhaft genug her. . Die Straße, die zu dem diesmal feiernden GötzenHause hinaufführte, das in den waldigen Abhang tief hineingebaut war, bildete. Nachts von unten gesehen, eine Allee t von Lampions in allen Farben und 'Gestalten. Der Tempel machte gute Geschäfte. Beständig drängten aus der wogenden Menge sich Leute heran, die ihre Andacht verrichten wolltenp der Glockenstrang, de die großen Schellen in Bewegung setzte, wurde beständig gezogen. Dann standen die Betenden eine kurze Weile mit gesenktem Haupt, die Handflächen mit gegen das Gesicht gerichteten Fingerspitzen aneinander reibend, und ehe sie sich entfernten. warf jeder seinen Opferschilling in den hellerleuchteten Tempelraum, in dem zwei kleine Buben ihre Arbeit hatten, die gespendeten Kupfermünzen zu sammeln und in den großen Holzkasten zu thun. Zuweilen zeigte sich im Hintergrunde die Gestalt eines ' Priesters im weißen Gewände. Im kühlen Schatten des anstoßenden Waldes zischte hin und wieder eine Rakete auf, oder eine Leuchtkugel stieg, um im bläulichen Schein im Sinken die dunklen Gipfel auf Augenblicke zu erhellen. Noch bunter sah es auf dem großen Marktplatz der Stadt aus. Hier war eine luftige Trinkhalle, in der Eis, zu Schnee gehobelt, dem Volk am schwulen Sommerabend den begehrten Trank kühlen mußte. Bier, Saki (ein Reisschnaps), Zuckerwasser, Thee, alles war zu haben. Jener fliegende Buchladen bot in hübscher Anordnung Lesestoff aller Art. Nicht weit davon war ein Puppentheater aufgebaut, zu dessen Handlung der Vorzeigende in meckerndem, singendem Geplärr die Erklärung gab. Von drüben her schallen lockend die Klänge des Tamtam herüber. Wir treten gegen billiges Entgelt in das kleine Theater ein und werden Zeuge der gut ausgeführten Enthauptung eines lebenden Mädchens, dessen abgeschlagees Haupt, leichenfarbig, auf unverhängtem Tisch stehend, einen Todtengesang anstimmt, schauerlich für den, der das Geheimniß des zwischen den Tischbeinen künstlich angebrachten und geschickt verbergenden oder offenbarenden Spiegels nicht kennt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Marktes' werfen mächtige rothe Papierlaternen hellen Schein auf eine mit bunten Bildern bemalte große Bude, in der ein Panorama vorgezeigt wird. Ruhig, und bei aller Munterkeit anständig, drängt sich das Volk zwischen den Vuden; man sieht keine Rohheit, keine Ausschreitung, und die Fremden können sicher sein, ganz unbehelligt zu bleiben. Es war Ende Juli, und die Temperatur stieg jetzt bedeutend; 86 Grad Fahrenhen war me ' gewohnuche Mittagswärme. Dafür waren die Abende und die Nachte wunderschon und lockten die Europäer, die in Hakodate wohnen, oft hinaus auf das weite, kühle, unbewegte Becken des großen Hafens, dessen leise zitternde Fluth im weiß-goldigen Vollmondschein wie blinkender Metallfluß flimmernd leuchtete. Böse Folgeneiner Gardinenpredigt." Als letzthin Nachts in Leipzig der Zimmermann Hillig nach seiner Wohnung heimkehrte, entspann sich mtt jemer Frau ein Streit, der so lebhafte Formen annahm, daß die Frau aus der Wohnung flüchtete. Als Nachbarn ihr wieder Entlaß verschaffen wollten und auf Hillig gütig redeten, feuerte dieser aus einem Revolver zwei Schüsse ab, von denen einer oberhalb des linken Ohres in den Kopf der Frau Hillig drang. Schwerverletzt kam diese nach dem Krankenhaus, Hillig wurde verhaftet. Das Ehepaar ist seit 25 Iahren verhekathet, 7 von 15 Kindern desselben leben noch.
General Henry T. Allen. Onkel SamS militärischer Beobachter bei der japan?i,en Uruiee. ' Brigadegeneral Henry T. Allen, der amerikanische militärische Beobachter bei der japanischen Armee in Korea, dem kürzlich die Erlaubniß, bis zu den Außenposten der Truppen des Mikado vorzudringen, versagt ward, ist einer der bestbekannten jungen Offiziere des Heeres Onkel Sams. Er kennt infolge von Reisen durch Japan, China und die Mandschurei die dortigen Verhältnisse und spricht fließend russisch. Allen hat infolge seiner Tüchtigkeit verhältuiß:7:äßig rasch Karriere gemacht. Er ist erst 44 Jahre alt, stammt aus Sharpsöurg, Ky., und graduirte 1882 an der Militärakademie zu West Point. Im Jahre 1885 wurde er auf eine Forschungstcur nach Alaska entsandt, von wo er 1833 werthvolle Informatierten mrtbracht;. Von 1830 bis 1895 war er Militärattache der amerikanischen Gesandtschaft in Petersburg und 1897 in der gleichen Eigenschaft der amerikanchen Botschaft in Berlin
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Brigadegeneral Henry T. Allen. beigegeben. Von dort eilte er beim Ausbruche des spanischen Krieges 1898 nach den Ver. Staaten und nahm als Major und Generaladjutant an den Kämpfen vor Santiago Theil. Nachdem nach den Philippinen abkommandirt, organisirte Allen dorten das Konstablerkorps, dessen Chef mit dem Range eines Brigadegenerals er 1903 durch eine Kongreßakte wurde. ' Vom Hcrcro-Anfftand. Der Führer der Llebeve Ehrenmitglied der Teutschen Kolonialgesellschaft. Entgegen den vielfach in Deutschland gehegten Erwartungen einer baldigen Beendigung des Herero-Aufstandes in Deutsch-Südwestafrika dürfte es nach den neuesten Nachrichten noch geraume Zeit dauern, bis es den durch Nachschübe aus der Heimath verstärkten Schutztruppen gelingt, der rebellischen Schwarzen vollständig Herr zu werden. Der Aufstand ist wohl organisirt und die Hereros sind ausgezeichnet bewaff.net. Die Waffen, darunter moderne Mehrlader, wurden über die englische und portugiesische Grenze geschmuggelt, doch auch die deutsche Militärverwaltung in Windhuk war so unvorsichtig, den Hereros Hunderte guter Mausergewehre zu verkaufen. Als hauptsächlichste Ursache des Aufstandes wird nunmehr auch von den deutschen Kolonialbehörden die. fortgesetzte Bewucherung der Eingeborenen durch gewissenlose weiße Händler und deren rücksichtslose Art bei der Eintreibung von Schulden angegeben. 'Nach verbürgten Berichten von Missionaren soll sich auch der Zorn der Rebellen nur gegen diese kehren; Frauen und Kinder wären bisher von der Wuth der aufgeregten Schwarzen verschont geblieben. An der Spitze der Aufständischen steht der Oberhäuptling Samuel M a h e r e r o. Charakteristisch für die Vertrauensseligkeit der Administration Deutsch-Südwest-Afrikas gegenSamuel Maherero. über den Hereros ist die Thatsache, daß Maherero seit 1889 Ehrenmitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft ist. Er erhielt seinerzeit von der Abtheilung Mannheim eine Schreibmappe mit der Widmung: Dem treuen Freunde deut schen Rechtes und deutscher Sitte." Inder Stadt New Yorl wohnen 93,850 deutsche. 86,101 irische. 56.855 amerikanische. 37,884 russische. 29.623 italienische. 26.320 österrei-chisch-ungarische, 13,884 englische und 6376 polnische Familien.
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Aerzte.
DR. C. L. RITTER, Newton Claypool Gebäude. L'mme, 32 83. Neues Telepyon 4661 (Penrfvlvauiaund Ooio Str., e. etn Office. tunben: 9 di 10:30. 2 bi 8:80 Übt 7 bU 8 Uhr Abend am Montag. DienftagI Donnerstag. Samftag, oknuua : 1448 rn. Stunden : 8 Uhr Vormittags und 1 Uhr Nachmittag. ..,. r-r-f. rtc-Mt 4K.C4CfllWII voiro. Dr. j. A. Sutcliffe, Wund. Arzt, Geschlechts., Urin. undRectum Krankheiten. Office : 155 OS Market Stt. Tel. 941 OMceStunden : 9 bis 10 Ubr Bm. : 2 bi 4Ubr N Theodore F. Smilher, geschickter und zuverlässiger ...Dachdecker... Pech- und Kiesdacyer. Dächer von Aöphait und Gilsonit. lZnaros-Händler in allen Arten von Dachmaterialien. Telephon: Neu 861. 301 West Maryland Str. Südwestl. Ecke von Senate Ave. und Maryland Str. UM KM" Etablirt 1863, nimmt jederzeit Sngage mentö entgegen. Irgendwelche Orchester Nustk und irgend eine Anzahl von Musikern wird geliefert. Neue Ausstattung und neue Uniformen. A. A. Miller, Direktor. Henry Sprengpfeil, Geschäftsführer, 301 Kentucky Avenue. Telephon Alt, roth 3311. Neu 4593. 301 West Washington Str Verkäufer des berühmten Quinine :: Whisky Das beste Mittel gegen ' Malaria und SrkazMng. Saloon und ReSaurant. ciitu xa um amt. ..Niedrige Naten.. .... nach .... Kalifornien und zurück ..via.. Big Four Route General-Conferenz der Methodisten Episeopal Kirche, Los Angeles, beginnend 8. Mai. National Association der Detail Grocerigen der Ver. Staaten San Francisco, 3. bis 8. ffflai. Fahrkarten nach San Francisco und Los Angeles, Cal., und zurück werden verkauft vom 22. April bis einschließlich 30. April 1904 ; ebenso am 1. Mai für solche A'''ge, die ihre Passaqiere in Chicago, Peoria, St. Louis oder Tairo an demselben Tag landen, von allen Vunkten de, Big Four", Ein cinnati Northern und D. & II. R. R. zu sehr niedrigen Raten. Schlietzliche Retoursahrt beschränkt aus 3. Juni? Liberale UeberliegungPrtvtleaien, er Weftern Christian dvocate'S Spezial'Zua für Los Angeles, tür equemlicd'eit der Delegaten und Andere, welche die Baciftc Küste zu besuchen wün schen, sShrt via Biu Four Route. Für nähere Information und Sinzelh ttrn wende man sich an die Big Four Ticket ge' ten odn schreibe an WARREN j LYNCH, Gen'l P ss. & Ticket Agent, Cincinnatl, Ohio. Trotze von 3 n 3 n 8 Aug. Diener, S. 449 Ost Washington Str. ttett XeUD&ott R25 KMMlM In 43 Stunden Verben GonarrhSa nd uftuaus ven urm jtgonen hur CntitTitDHfcM cuFöthnfim ohne Unbequemlichkeiten. Preis I MITT 1 nrt f4 olTra 9)miAntt?n d l "i P.' O. Wo? 2081, New Bork. Bern. Der Bundesrath nahm eine Vorlage an. welche die VerHerr lichung anarchistischer Verbrechen mit Gefängniß bestraft.
Jacob
ßoller
