Indiana Tribüne, Volume 27, Number 195, Indianapolis, Marion County, 8 April 1904 — Page 6

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Europäische Nachrichten. Erfcrß.Lc'Itzringen. Straßburg. Kürzlich beging der Schreiner Joseph Fröhly in Pfirt seinen 100. Geburtstag. Dem Altersveteran sind zwei Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts gefolgt, die sich nicht scheuen, ihr Alter wahrheitsgemäß anzugeben. Die Wittwe Grosjean in Mülhausen wurde 100 Jahre alt und als dritte im Bunde meldete sick die Wittwe Acker in Wanzenau bei Straßburg, der seitens des Kaisers 300 Mark und seitens des Statthalters 100 Mark an ihrem 100. Geburtstage als Geschenk zugegangen sind. Diedenhofen. Der vor dem hiesigen Pulverschuppen stehende Posten, Musketier Eichhorn von der 10. Compagnie des 3. Lothringischen Infanterie - Regiments No. 135, wurde erschossen aufgefunden. Ob Mord oder Selbstmord vorliegt, ist nicht festgestellt; im geladenen Gewehr des Postens fanden sich die Patronen vollständig, nicht abgeschossen vor. F l eis h e im. In dem zum Kanton Finstingen gehörigen hiesigen Dörflein hat die Frau des Ackerers Simoneck, nachdem sie ihr sechs Monaisaltes Kind durch Durchschneiden der Kehle getödtet hatte, sich selbst den Hals durchschnitten. Während der That arbeitete der Mann Simoneck in dem am Hause gelegenen Garten. Der Beweggrund zur That ist unbekannt. K o l m a r. Rechtsanwalt Diebels von hier wurde auf der Rückreise von Straßburg in Matzenheim vom Zuge überfahren und getödtet. Mülhausen. Der frühere ReichstagZabgeordnete Lalance stiftete 200,000 Mark als erste Summe für eine Kapitaliencentrale zur Verbesserung der Arbeiterwohnungen in Mülhausen und Umgebung. Meckler?vurg. Schwerin. Wohl die älteste Einwohnerin Schwerins, die verwittwete Frau Registrator Dorothea Gollmann, geb. Borchert, ist in ihrem 100. Lebensjahre gestorben. Krohn. Der Knecht des ErbPächters Wiedow hatte sich hier einen Revolver geliehen. Bei Besichtigung desselben entluv sich die Waffe und

die Kugel zerschmetterte dem daneben stehenden zweiten Knecht Farmer aus Karlstädt den Unterkiefer. Lübz. Hofsanger Oskar Krampitz aus Ruthen, welcher sich auf dem Heimwege von hier aus die Ehauijee gelegt hatte, wurde von einem Fuhrwerk überfahren und nach dem yiengen Krankenhaus gebracht, wo er hoffnungslos darniederliegt. P o z e r n. Holzwarter Ewald seierte mit seiner Ehefrau das selteneFest der goldenen Hochzeit. Pastor BreitHaupt hielt eine Ansprache, nach der er ein Gnadengeschenk des Großherzogs von 30 Mark überreichte. R e d e n t i n. Gutsarbetter und frühere Vogt Fr. Wulfs feierte mit seiner Ehefrau, geb. Brüsehaber, das seltene Fest der goldenen Hochzeit, nachdem er bereits vor einigen fahren den Tag, an dem er vor 50 Jahren in den Dienst des Gutes getreten war. festlich beaanqen hatte. R u st. An den Folgen'Elnes vor Niger Zeit erlittenen Unfalls (Ruckqratverlekung durch Sturz mit dem Wagen) starb im Dobbertiner Krankenbause der hiesige Schulze Rieck. Der Verstorbene versah das Amt eines Ortsvorstehers 27 Jahre und war m seinem Kreise eine ungemein beliebte und geachtete Persönlichkeit. Siehdichum. Schweinefütterer Hohnow wurde in einem Wasserbassin im Schweinestall ertrunken aufgefunden. Hohnow litt an epileptischen Anfällen und wird in einem solchen Anfalle beim Wasserschopsen in das Bassin gefallen und, da Hülfe nicht zur Stelle war, ertrunken sein. S t e r n b e r g. Im Großen See" am Einfluß des Wietingsbaches ertrank der 14jährige Sohn des Goldschmieds .Holzmann Hierselbst. Waren. Im Haufe des BäckerMeisters Rusch brach Feuer aus, das in kurzer Zeit das Haus mit Stallungen einäscherte. Die Nachbarhäuser wurden durch Feuer, Wasser und die einstürzenden Wände stark beschädigt. W e s e n b e r g. Auf der Woblitz ertrank beim Schlittschuhlaufen der älteste Sohn des Schiffers Wordelmann. Wittenberg. Aktuar a. D. Vurmeister und seine Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit im Kreise ihrer Bekannten und Verwandten. Hrdenöurg. Oldenburg. Sein 25jähriges Dienstjubiläum als Stabstrompeter des Oldenb. Dragoner - Regiments No. 19 beging Herr Musik - Dirigent Feuße. Apen. Der Fabrikarbeiter Jürgen Kleemann in Deternerlehe war beim Putzen der maschinellen Einrichtunaen beschäftigt, dabei kam- er mit einer Hand der Eisenscheere zu nahe, zwe: Finger wurden avge chnmen, zu dem zog die Scheere tne.errne aus dem Arm nach sich und trennte dieselbe vom Arm. B a n t. Die hiesige Gemeinde begeht in diesem Jahr ihr 25jähriges Bestehen. Durch Gesetz vom 13. März 1879 wurde die Bildung der Gemeinde bestimmt, und die Konstituirung auf den 1. November 1879 durch Mimsterial - Bekanntmachuna seitae-

setzt. Der Tischlermeister I. H- Wehen wirkt seit Bestehen der Gemeinde, also am 1. November d. I., 25 Jahre

als Armenvater. Oldenbrok. Todt aufgefunden wurde in einem .Graben in Großenmeer der Arbeiter Heinrich Reines aus Altendorf. Westerstede. In emer jungen Dame, welche sich im Schnellzuge Köln - Dortmund erschossen hat, wurde die 24jährige Amalie Ohmstede von hier, welche bis vor Kurzem bei dem Hofpyotographen Renard in Dulieivors als ismpsangsoame xn sieuunz gewesen war, festgestellt. Kleiner Differenzen halber war sie entlassen worden. Das hat ste stcy so zu Herzen genommen, daß sie nachKöln fuhr, einen Revolver und 50 Patronen kaufte und sich im Zuge erschossen hat. .Srele &txöte. Hamburg. In dem Hotel Klosterthor in der Steinstraße stieg ein elegant gekleidetes Paar ab und bezog ein Zimmer. Als ein Hotelangestellter das Paar wecken wollte, erhielt er keine Antwort und öffnete schließlich die Thür. Das Paar lag eng aneinander geschmiegt todt auf dem Bett. Die rechte Schlafe der beiden wies eme Schußwunde auf. Auf einem neben dem Bette stehenden Tisch lag ein Notizbuch, aus dem hervorging, daß es sich um den Sohn des früheren Hoteliers Schadendorf, Hans Schadendorf, und die Büffetdame Minna Stamm aus dem Cafe Central handelt. Die beiden jungen Leute liebten sich seit langer Zeit, ihrer ehelichen Verbindung stellten sich aber unüberwindlich scheinende Hindernisse entgegen.' Der Finkenwärder Fischerewer HF 120 Hai", Capitän Peter Koch, ist von feiner letzten Reise nicht zurückgekehrt und man befürchtet, daß das Schiff mit seiner Mannschaft untergegangen ist. Eine etwa 35 Jahre alte Haushälterin Petersen hat in Wohldorf ihrem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Schwermuth soll die Veranlassung der That gewesen sein. In der Fabrik von Renner & Co. am Billhorner Röhrendamm gerieth der Arbeiter Scholz, wohnhaft Freihafenstraße 18. in die Transmission einer Maschine und wurde in schwer verletztem Zustande dem St. Georger Krankenhause eingeliefert. Scholz ist dort an den erlittenen Verletzungen gestorben. Bremen. Brandinspektor Marx feierte sein 25jähriges Jubiläum als Feuerwehroffizier und bremischer Beamter. In langer Reihenfolge stellten sich Vertreter von Behörden, Deputationei:, Vereine u. s. w. in der blumengeschmückten Wohnung ein. Von Hamburg u; s. w. waren FeuerwehrOffiziere herübergekommen. Aus dielen Orten trafen Glückwunschtelegramme ein. Die Leiche eines Mannes wurde in der Nähe des WallerFriedhofes, auf dem Areal des gemeinnützigen Bauvereins gefunden. Der Mann hatte eine Schußwunde an der rechten Kopfseite, durch welche der Tod herbeigeführt ist. In der rechtenHand hielt er einen Revolver, aus dem zwei Schüsse abgefeuert waren. Nach den bei der Leiche gefundenen Papieren ist der Verstorbene ein ZimmermannKarl Scherer aus Klein - Ostheim, Kreis Aschaffenburg, geboren daselbst am 10. December 1878. Daß Selbstmord vorliegt, scheint zweifellos. , Lübeck. Im besten Mannesalter erlag hier nach schwerer Krankbeit Syndikus Dr. Franz Siewcrt, Sekretär der hiesigen Handelskammer und Mitglied der Körperschaft, einemHerz schlage. Der 24 Jahre alte Dienstknecht August Westphal m Luyenburg wurde bei Vogelshof, dicht neben der Sossau, todt aufgefunden. Westphal hatte in Vogelshof an dem sogenannten Fastnachtsball theilgenommen. Er wurde mit dem Gesicht in eine Wasser Pfütze gedrückt, ein großer Messerstich wurde m der lmken Kopfseite ausge funden. Schn?etz. . Genf. Die protestantische Kirchengemeinde deutscher Zunge der Stadt Genf wählte zu ihrem Pfarrer den freisinnigen Candidaten Adolf Keller, zur Zeit Pfarrer in Stein a. Rh. G l a r u s. In der hiesigen Gasfabrik erplodirte ein Faß Xylol. Ein Arbeiter Namens Beeler wurde getödtet, ein anderer erheblich verletzt. Lausanne. Das Bundesgerich hat den Eltern des Otto Sudler, der :m August 1900 von entern iöuterzuge der eethalbahn überfahren und getödtet wurde, eine Entschädigung von 3024 Francs zugesprochen. L o tz w i l. Hier, wo er 42 Jahre lang als Pfarrer geamtet hat, starb im Alter von 75 Jahren Pfarrer Job Amman. Er war ein Haupt der schweizerischen Vermittlertheologie. St. Gallen. In Sewelen isj die Säaerei Seifert bis zum Grund niedergebrannt. Die , Gebäude waren zu 16.500 Francs versichert. S ch w Y z. Mit dem Theaterumbau soll nun Ernst gemacht werden, au meister Jos. Blaser hat einen neuen bezüglichen Plan ausgearbeitet. Der bei dem Brande Hierselbst btx wundete Kaspar Camenzind ist nun auch gestorben. Der Feuersbruns! sind somit drei Menschenleben zum Opfer gefallen. Thun. Genieoberleutnant Hauö mann, das Opfer eims bedauerlichen Unglücksfalles, ist seinen Verletzungen erlegen.

Am'8 lUei'ßß Haus.

Demokratische Präsidentschastsmoglichkeiten und ihre Chancen. Nationales Interesse Parkers Eharakter iaenfchaste uim Thätigkeit alS Erzieh, Jurist und Politiker HearstS journalistisch Srsolge nd patriotisch Handlung. Unter den Kandidaten für die demokratische Präsidentfchafts-Nomination sind es besonders zwei, deren Chancen ur Zeit in weiten Kreisen mit großem Interesse abgewogen werden: die beiden New Forker Parker und Hearst. Von dem Augenblicke an, in dem ein Mann ernstlich für die Präsidentchaftsnomination erwähnt wird, bildet er bis zu einem gewissen Maße einen nationalen Charakter. Das Publikum Alton B. Parker. interessirt sich für seine Person, seine Erfahrungen im öffentlichen Leben und Sonstiges auf ihn Bezüglichem Die beiden oben Genannten sind allerdings dem Volke keine ,,6ark Korsos" mehr. Parker gilt schon seit 1892 als eine Präsidentschaftsmöglichkeit, und Hearst hat sich im Besonderen durch seine erolgreichen Zeitungs-Unternehmungen im ganzen Lande bereits einen Namen gemacht. Alton V. Parker hat sich aus ärmlichen Verhältnissen zur höchsten Richerstelle, welche der Empire"-Staat zu vergeben hat, emporgearbeitet. Geboren 1852 zu Cortland. N. Y., besuchte Parker bis zu seinem 16. Lebensjahre die Portland-Akademie und wirkte dann, um seinen unbemittelten Eltern Nicht langer eine Bürde zu sem, als Schullehrer. Er ersparte sich als solcher genug Geld, um noch die StaatsNormalschule absolviren zu können, und trat., nachdem er nochmals eine kurze Zeit als Lehrer thätig gewesen, gegen ein kleines Salär als Clerk bei einer Ädvoiatennrma em. Parier siudirte hierauf an der Rechtsschule zu Albany, N. Y., und wurde 1873 zur Bar zugelassen. Er ließ sich als Anwalt m Kingston meder, wo er sich bald eine umfangreiche Prazis eroberte und hervorragenden aktiven Antheil an der Politik nahm. Seine Thätigkeit in dieser hat er seitdem sortgesetzt, und man weiß von ihm, daß er sich niemals auf jene Methoden einließ, welche von Politikern manchmal befolgt werden. Für seine der Partei geleisteten Dienste begnügte er sich semer Zeit mit der geringen Stelle eines Clerks der Super-visoren-Behorde von Ulster County. Nachdem Parker von 1877 bis 1885 als Richter der dortigen Probate Court fungirt wurde er 1890 Richter der Court of Appeals des Staates und 1897 Chefrichter.- Der Termin eines Chefrichters wahrt 14 Jahre', und der Posten ist mit einem Jahresgehalte von P14,200 dotirt. Seit 1873 war Parker Delegat für alle demokratischen Staatskonventionen; 1884 wurde er als Delegat in den demokratischen Nationalkonvent entsandt. Er wirkte eifrig für die Erwählung Clevelands; die ihm von William R. Hearst. Cleveland angetragene Stelle eines Ersten Hilfs-Generalpostmeisters lehnte er, wie andere höh-: Posten, ab. Chefrichter Parker ist ein außergewöhnlich schöner Mann. Er steht fast sechs Fuß hoch in seinen Schuhen und verbindet in seinem Auftreten LiebensWürdigkeit mit jener Würde, die nicht verfehlt, die Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken, auch wenn er sich unter einer

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ganzen Anzahl von Natur ausgezeich-' neter Männer befindet. William R. Hearst, der als Sohn des verstorbenen . Minenbesitzers und Bundessenators George Hearst 1863 in San Francisco das Licht der Welt erblickte, genoß, trotzdem fein Vater ein Millionär war, eine einfache Erziehung. Er besuchte die öffentlichen Schulen und vollendete seine Ausbildung an der Harvard-Universität. William R. Hearst wandte sich hierauf der Journalistik zu. Er bethätigte sich zunächst als Redakteur am San Francisco Examiner," einem seinem Vater gehörigen demokratischen Blatte, das William R. Hearst 1886 selbstständig übernahm. . Er wußte der Zeitung rasch eine große Verbreitung zu verschaffen; denselben Erfolg erzielte er mit dem New York Journal," das er später käuflich an sich brachte, sowie nachdem mit dem Chicago American." Seit einiger Zeit veröffentlicht Hearst ein viertes Blatt, den Los Angeles Examiner" in Ls.s ; Angeles, Kai., und neuerdings ein fünftes, den Boston American" in Boston, Mass. Hearst, der 1902 in das Ver. Staa-ten-Repräsentantenhaus gewählt ward, hat sich aber nicht nur als ZeitungsHerausgeber, sondern auch als Politiker und Patriot bekannt gemacht. Beim

Ausbruche des spanischen Krieges stellte er der Bundesregierung das Anermeten, ein Regiment Kavallerie, in das er selbst eintreten wollte, zu formiren und auf feine Kosten auszurüsten und zu erhalten. Die Offerte wurde von der Regierung abgelehnt, dafür aber das nachherige Anerbieten Hearsts ange nommen, seine Dampfyacht Vucca neer," nachdem diese in ein Kanonen boot umgewandelt worden, der Regie rung zur Verfügung zu stellen. Die Kosten dieser Umwandlung, sowie die der Armirung des Bootes und der Equipirung der Mannschaft trug Hearst. Billy" Hearst ist von hoher, schlanker Figur und sieht mit seinem glatt rasirten Gesicht junger aus, als er ii Er hat durchdringende blaue Augen und Pflegt sich einfach zu kleiden. Im Dienste der Leidenden. Nmrikanische Krankenpflegkrinnen und ihr Liebeswerk im Krieg. In dem gegenwärtigen russisch-japa nischen Kriege bethätigen sich auch Amerikanerinnen als Krankenwärterinnen, Als die Wahrscheinlichkeit dieses Krieges sich zur Gewißheit gesteigert hatte, beschloß Dr. Anita Newcomb McGee, die General-Wundärztin der Töchter Dr. Anita Newcomb McGee. der Amerikanischen Revolution," eine Anzahl von Krankenpflegerinnen, die im spanisch-amerikanischen Kriege Erfahtungen gesammelt und sich bewährt hatten, zusammenzubringen und ihre Dienste der japanischen Regierung anzubieten. Die Offerte wurde mit Dank angenommen. Das Hauptquartier dieser amerikanischen K'rankenwärterinnen befindet sich in Osaka, Japan, doch gehen sie auch, wenn immer sie benöthigt werden, nach dem Kriegsschauplatze. Ihr Unterhalt wird von amerikanischen Bürgerinnen und Bürgern bestritten. Im spanisch-amerikanischen Krieg? organisirte Dr. Anita Newcomb McGee mit Erlaubniß der Regierung ein Korps von 2000 ausgebildeten Krankenpflegerinnen, von denen eine große Zahl die Truppen nach Kuba, Porto Rico und nach den Philippinen begleiteten. Sie verrichteten derart ausgezeichnete Dienste, daß die Regierung nachdem eme Avtyeilug vezaylier Krankenwärterinnen für die militärischen Anstalten schuf. Dr. Anita Newcomb McGee, die 1864 als Tochter des berühmten Astronomen Professor Simon Newcomb in Washington, D. C., geboren ward, erhielt ihre Vorbildung in Privatschulen und besuchte hierauf das Newham College zu Cambridge, England, sowie die Universität in Genf. Nach dreijährigem Aufenthalt in Europa setzte sie ihre Studien an der Columbian-Universi-tät in Washington und an der John Hopkins - Universität in Baltimore, Md., fort; 1892 erwarb sie den Titel eines Doktors der Medizin. Im Dien,te der Wissens ch a f t. Der Dampfer Gauß." das Schiff der deutschen Südpolar-Expedi-tion, wurde von der kanadischen Regierung für 875,000 für den Kapitän Bernier angekauft, der damit im Jahre 1905 eine Nordpolfahrt unternehmen will.

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Ein Nischen Geschichte.

Beginn don Feindseligkeiten ohne formelle Kriegserklärung. in de Japanern gemachter Borwurf Plötz, liche Augrisf Brzögrung der Krieg? erklärung Indirekt Rvreffalin Fortbe, stand diplomatischer Beziehungen. Im Hinblick auf den den Japanern gemachten Vorwurf, daß sie den Krieg gegen Rußland ohne vorherige Kriegserklärung begonnen hätten, wird an eine von, Colonel Maurice im Auftrage der englischen Regierung vor etwa 20 Jahren veröffentlichte Schrift Hostilities without declaration of war" erinnert, in der sich zahlreiche Beispiele aus der Geschichte der beiden letzten Jahrhunderte für Kriege finden, die ohne vorherige Kriegserklärung begonnen wurden. Innerhalb einer- Periode von 171 Jahren von 1700 bis 1870 zählt der englische Schriftsteller 107 solcher Fälle auf, während nur in 10 Fällen eine offizielle Kriegserklärung dem Kriege vorausgegangen war. Zur leichteren Uebersicht theilt er die 107 Fälle in verschiedene Gruppen ein. So erfahren wir, daß 41 mal die civilisirten Staaten nicht gezögert haben, sich über die gewohnlichsten Vorschriften des Völkerrechts hinwegzusetzen, um sich die Vortheile eines plötzlichen Angriffs zu sichern. Zu dieser Kategorie rechnet Maurice den Einfall Friedrichs des Großen in Schlesien im Jahre 1740, das gemeinsame Vorgehen Englands und Rußlands gegen die Türken 1806, das Einrücken der preußischen Armee in Sachsen. Holstein, Hannover und Kurhessen im Jahre 1866. In 12 Fällen sind die Feindseligkeiten der formellen Kriegserklärung vorausgegangen, weil die angreisende Partei mit der Absenkung der Kriegserklärung zögerte, um dadurch die Verantwortlichkeit, wenn möglich, dem Gegner zuzuschieben. Hierzu gehören die Offensive der österreichischen und neapolitanischen Armee gegen die Franzosen 1798, der Russen gegen die Türken 1828. In 10 Fällen wurde ein schneller Angriff unternommen, um den kriegerischen Absichten des Gegners zuvorzukommen. Diesen Grund gab der englische Admiral Byng an, um die Zerstörung der spanischen Flotte bei Passaro im Jahre 1718 zu rechtfertigen. Aus demselben Grunde erfolgte der Einfall Friedrichs des Großen in Sachsen im Jahre 1756 und die Beschießung von Kopenhagen durch die Engländer im Jahre 15XX). Es ist ferner 12 Mal vorgekommen, daß Generale oder Admirale unversehens, ohne ihre Regierung vorher zu benachrichtigen, die Feindseligkeiten begönnen haben, sei es, daß sie auf eigene Verantwortung handelten, sei es, daß diese Eventualität in ihren Instruktivnen - vorhergesehen war. Auf diese Weise begann die Schlacht bei Nava4 Y-Y. v rmo, löZi, in roeiajer uie ucicimyic englisch-französisch-russische Flotte gegen die türkisch-egyptische Flotte siegte. Ein anderer Vorwand, für den der englische Schriftsteller 16 Fälle anführt, war die Nothwendigkeit, sich Sicherheiten oder materielle Garantie zu nehmen, oder Repressalien auszuüben für Ereignisse, die den Angreifer nur indirekt interessirten. So ließ Paul I. don Rußland 1800 200 englische Schiffe mit ihrer Besatzung, die sich in russischen Häfen befanden, wegnehmen, weil die Engländer den Iranzosen die Insel Malta weggenommen hatten. Im Jahre 1853 rückten die Russen in die Donaufürstenthümer ein und erklärten, daß die Fllrstenthllmer nur ein Pfand für die Erfüllung ihres gerechten Verlangens nach Schutz der christlichen Religion sein sollten. Schließlich zählt Maurice noch einige seltene Fälle auf, in denen sich die Heere zweier Mächte geschlagen haben, ohne daß die diplomatischen Beziehungen der beiden Regierungen abgebrochen worden wären. Ein Beispiel hierfür ist die Schlacht bei Dettingen 1743, in welcher die Engländer und Oesterreicher die Franzosen besiegten. Da aber der Frieden offiziell weiter bestand, blieben auch die Gesandten der drei Mächte auf ihren Posten, in London, Paris und Wien. Auch in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts gibt es Beispiele, daß Kriege ohne vorherige Kriegserklärung geführt wurden; man denke nur an den französischen Feldzug in Tonking und an die chinesische Erpedition der europäischen Mächte. Zeitungen in Teutfchland. Nach einem statistischen Berichte erscheinen in Deutschland insgesammt 12,703 Zeitungen und Zeitschriften, 8483 davon in fremden Sprachen. Unter den in fremden Sprachen erscheinenden Zeitungen sehen wir die englischen mit 1136 Publikationen an der Spitze, dann folgen 951 französische, 238 dänische, 193 schwedische. 156 italienische, 147 polnische. 130 holländische. 117 russische, 99 norwegische. 87 spanische, 55 serbische, 48 ungarische, 28 czechische, 14 finnländische, 14 rumänische, 12 portugiesische, 8 flämische, 7 neugriechische, 7 litthauische, 6 wendische, 4 kroatische, 3 arabische, 3, bulgarische, 3 hebräische, 3 slowakische, 3 türkische, 3 isländische, 2 lettische, 2 wallachische. 2 slavonische 'und je eine in armenischer, lateinischer pnd rutbenisckier Sprach.