Indiana Tribüne, Volume 27, Number 195, Indianapolis, Marion County, 8 April 1904 — Page 4
Jndiana Tribüne, 8. AprU lg.
Indiana Tribüne: HnauSgkgeden von der tebeg Indianapolis, Ind.
garry C. Thudium Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELBPH0M3 269 Hitered at the Post Office of Indianappli as '- ' ' second dass matter. Damals und jetzt. (Chic. Abendpost.) In New York denkt man in gewissen und großen Kreisen noch mit Schrecken an die Zeit zurück da Herr Theodore Roosevelt Polizeikommissär war. Denn, wenngleich Herr Rocsevelt durchaus nichts von einem Tem perenzfanatiker" und Sonntagsmucker" an sich hatte, sondern jederzeit so gern wie irgend einer sein Glas Wein und selbst deutsches Bier trank und alleweil der Ansicht war, daß das Geschöpf den Schöpfer nur ehrt, wenn es sich an seinem einzigen arbeitsfreien Tage, dem Tage des Herrn", frohem Lebensgenusse hingibt, so wurden doch unter seiner Polizeiherrschaft die deralteten und drückenden Sonntagsgesetze mit niedagewesener Strenge durchgeführt. Jede Wirthschaft mußte den Sonntag über fest - geschlossen bleiben. Keine Seitenthür sollte offen sein. Die Kapitäne" sämmtlicher New Yorker Pslizeibezirke wurden für die strenge Durchführung des Sonntagsgesetzes verantwortlich gemacht. Viele Hunderte, ja wohl Tausende Geheimpolizisten und Spitzel gingen des Sonntags um und suchten sich durch Geld und gute Worte in Wirthschaften einzuschleichen, und die Besitzer oder SchankWärter des Verbrechens gegen das Sonntagsgesetz zu überführen. Das gelang ihnen in vielen Fällen, denn New York war seit Menschenaltern die Seitenthür" gewöhnt und sein Durst war groß; jeden Montag standen hunderte Wirthe und Schankwärter der Sabbathschändung beklagt vor' den Polizeigerichtsschranken. Herr Roosevelt, der damalige Polizeikommissär, wollte es so. Er war zwar durchaus liberal in seinen Ansichten bezüglich der Trink- und Sonntags' frage und sah ein, daß die alten Sonn tagsgesetze zu einer Weltstadt wie New York so wenig paßten, wie das Wickelkissen und die Windel für den erwachsenen Mann, aber er konnte nicht anders. Er erkannte es als feine heilige Pflicht, mit der ganzen, Polizeimacht New Yorks die Sonntagsdürre zu erzwingen, denn das Gesetz war da. Das Gesetz verlangte es so, und es ist jedes Beamten heilige Pflicht, "das Gesetz durchzuführen, gleichviel wie sehr ihn, das schmerzt und wie anstößig das Gesetz dem Publikum ist. Der Rechtsstaat kannnur bestehen, wenn die Bürger Respekt vor den Gesetzen haben. Das toirfr aber nur der tfrill sein.' nwnn das Gesetz jedes Gesetz streng und unparteiisch durchgeführt wird; Ausnahmen dürfen da nicht gemacht werden, wenn die Achtung vor dem Gesetze bestehen bleiben, bezw. gehoben werden soll. Der Vollziehungsbeanite darf 'ebensowenig ein beliebiges Gesetz zum todten Buchstaben werden lassen, wie er zu Gunsten eines oder mehrerer Bürger in der Durchführung änderer Gesetze Ausnahmen machen barf. Ist das Gesetz anstößig, so soll man's widerrufen; so lange es Gesetz ist, wird es. streng durchgeführt. So sprach Herr Theodore Roosevelt, der Polizeikommissär, und angesichts dieses idealen Rechtsstandpunktes verzieh man ihm die 'nichtswürdige sonntägliche Wirthshetze, die wohl sonst Jeden in Verruf gebracht hätte. Herr Roosevelt handelte ja nach Ueberzeugung; gegen den eigenen Wunsch und auf die Gefahr, sich unbe liebt zu machen. Er stellte das Ansehen des Gesetzes über Alles. Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Menschen. Wir schreiben heute 1904. Im Jahre 1904 sieht aber so Manches ganz anders aus, als 1896, und der Roosevelt von heute ist ein ganz Anderer, als der von damals. Er ist Präsident der Vereinigten Staaten und auch sonst scheint er sich geändert zu haben. Seine Sitten milderten sich gewissermaßen. Er ist nicht mehr der starre Gesetzesmensch von dazumal, der die blinde Durchführung eines jeden Gesetzes verlangt auch des anstößigsten, weil'S doch einmal da ist er läßt Ausnahmen gelten und macht selbst welche, und itöax, wie aus einer heutigen Meldung aus Washington er sichtlich ist, auch bezüglich eines Gesetzes,
dessen oberster Hüter und Vollstrecker und Bewunderer er einmal (ebenfalls damals", um die Mitte der neunziger Jahre) war des Bundes-Civildienst-Gesetzes. Ein, dem Sprecher Cannon gestern zugegangener Bericht der CivilcomMission zeigt, deß Präsident McKinley in seiner mehr als vierjährigen Amtszeit nur dreimal das Civildienstgesetz suspendirte". wohingegen Her? Roofe-
Veit in weniger als dref Jahren das Gesetz sechzig Mal außer Kraft setzte, um Günstlinge von irgendwo ohne Fähigkcitsprüfung in ein Amt zu bringen, oder sie in bessere Stellen zu befördern. Er hat alfo offensichtlich seine Meinung ganz gründlich geändert. Aus dieser häufigen Sufpendirnng" muß man doch wohl schließen, daß er sowohl vom Civildienstgesetz nichts mehr wissen will, als auch ganz von dem Gedanken abgekommen ist, daß das Gesetz unter allen Umständen respektirt werden muß, gleichviel wie unbequem und egen die eignen Wünsche das ist. , Dabei ist das Civildienstgesetz dem großen Publikum durchaus nicht anstößig; es wünscht seine strenge und unparteiische Durchführung heute so sehr, ie die New Yorker Bürger damals die Durchführung des SonntagsGesetzes nicht wünschten. Das Heute ist eben ganz anders als das Damals. Nach einer Statistik unseres Han dels-Departements beträgt die Anzahl der Personen, die sich in den Ver.Staaten durch ihrer Hände Arbeit ernähren, in runder Zahl 18.500,000. Davon sind etwa vi-r Millionen Frauen und Mädchen. Von der Gesammtzahl sind zwei Millionen Mitglieder vonUnionen. Die Einwanderungs Statistik der Vereinigten Staaten für das Jahr 190203 bietet u. a. eine interessante Tabelle, in der, außer dem Herkunftsland die Nationalität der Einwandernden gesondert nachgewiesen worden ist. Danach sind aus dem Deutschen Reiche nicht zu verwechseln mit der weit größeren Einwanderung über deutsche Häsen in dem genannten Jahre außer 34,213 Deutschen noch 5873 Personen eingewandert, die sich als. Angehörige anderer Nationen bezeichneten, und zwar 10 Böhmen, .3 Kroaten, 12 Hol. länder 10 Engländer, 47 Franzosen, 1 Grieche, 477 Hebräer", 1 Italiener, 2 Litauer. 7 Ungarn. 5252 Polen. 46 Skandinavier, 3 Slovaken und 2 Spanier. Umgekehrt aber find in die Vereinigten Staaten 37,569 Deutsche aus anderen Gebieten als dem Deutschen Reiche eingewandert, also mehr als aus dem Reiche selbst, und zwar 23,597 aus Oesterreich-Ungarn, 41 aus Belgien, 3 aus Dänemark, 41 aus Frankreich, 14 aus Italien, 2, aus den Niederlanden, 210 aus Rumänien, 10.485. aus Ruß. land, 15 aus den Balkanstaaten, 1 aus Spanien, 5 aus Schweden, 2930 aus der Schweiz, 1 aus der Türkei, 29 aus England, 1 aus Afrika, 82 aus Australien, 2, von den Südseeinseln, ,3 aus Britisch-Nordamerika, 48 aus Centralamerika, 2 aus Mexico, 19 Südamerika und 70 aus Westindien. , Diese Zahlen weisen eindringlich darauf hin, daß man das deutsche Element in den Ver. einigten Staaten nicht richtig schätzen kann, wenn man nur den Zuzug aus dem Reiche in Rechnung zieht. Vase-Ball. Gestern Nachmittag fand das zweite Bafe-Ball-Spiel zwischen den Jndia-napolis-und Detroit-Clubs statt. Das Resultat war folgendes: Indianapolis. .0 0 0 0 0 0 0 1 0 1 Detroit. . . ...2 002 1100 06 Neue Kirche in Hanghville. Pfarrer Joseph Byrnes,,Rec!or der katholischen Si. AnthoniusGemeinde in Haughville erwirkte gestern einen Bauerlaubnißschein für den Bau einer neuen Kirche, welche südlich von dem gegenwärtigen Gotteshause errichtet werden soll. Die Kosten des Baues werden sich auf $20,000 belaufen. Mit demselben wird in nächster Zeit begonnen werden. Feuer auf einem Holzlager. Die Feuerwehr wurde gestern Abend 9:40 nach dem Lagerplatz der Capital Lumber Co. 849 Mass. Ave. gerufen, woselbst ein Feuer ausgebrochen war. Dasselbe wurde jedoch im Keime erstickt, so daß es, als, die Löschmanttschaft an Ort und Stelle anlangte. nichts mehr zu löschen gab.
Ans den Gerichtshöfen.
Das Ende des W alter B r o w n P r o z e s s e s in Aussicht. Der Walter Brown Prozeß geht jetzt endlich seinem Ende nahe, denn gestern wurde das Verhör der Belstungszeugen geschlossen. Der Casstrer Collins, welcher so schwer belastende Aussagen gegen Brown abgegeben hatte, befand sich gestern Vormittag abermals auf dem Zeugenstand und er wies u. A. durch die Bücher nach, daß viele PrivatRechnungen Brown's von der Bank ausbezahlt wurden. Collins bezeugte ferner, daß Brown über den Stand der Bank sehr genau unterrichtet ' war, Rathschläge ertheilte u. s. w. Nichtsdestoweniger versuchte die Vertheidigung den Beweis zu liefern, daß Brown mit der Verwaltung der Gelder der Bank nichts zu thun gehabt hatte. Als letzte Zeugen führte der DistrictsAnwalt noch mehrere ehemalige Directoren der Bank in's Gefecht. Unter ihnen befand sich auch Palton Hill, welcher durch den Zusammenbruch der Bank fast sein gesummtes Vermögen verloren hat. Er sagte, daß die Directoren an der Verwaltung der Bank so gut wie gar nicht theilnahmen und auch nicht um ihren Rath befragt wurden. Er selbst war, als er hörte, daß die Bank bankerott war, in eine Ohnmacht gefallen. Das Verhör der Entlastungszeugen wird wahrscheinlich heute oder morgen Mittag zu Ende kommen. Viele , von den Zeugen für die Vertheidigung werden über den guten Ruf, dessen sich Brown in Toledo, wo er früher ansässig war. und in Elkhart erfreute. Aussagen machen. ; in Es wird jetzt angenommen, daß der Fall am Dienstag Abend den Geschwo renen zur Berathung übergeben werden wird. D e r 'A ppo rti onm en t"-F a l l kommt am 19. April im S ta a t s-O b e r g e r i ch i'.A zur Verhandlung. , Die letzte Legislatur hatte bekanntlich ein neues Apportionment"-Gesetz angenommen, durch welches die WahlDistricte im Staate, sofern es die ErVoählung der Mitglieder für die StaatsLegislatur betraf, neu eingetheilt wurden. Die Gültigkeit dieses Gesetzes wurde sowohl auf demokratischer ajs auch auf republikanischer Seite angezweifelt. Es wurden diesbezügliche Kla gen in den Gerichten, eingereicht und sowohl von demokratischen als auch von republikanischen Kreisrichtern enWeden, daß das Gesetz uugültig war. Es wurde hierauf an das StaatsObergericht appellirt. ' Dasselbe hat gestern spätNachmittags erklärt,, daß es am 19. April Vormittags die Argumente in diesem Falle anhören würde. Die demokratische Seite ist durch , die Anwälte Alonzo Greene Smith, Michael A. Ryan, John W. Kern, G. V. Menzies. Theodor P. Davis, Bernard Kordly und Lincoln Dixon vertreten. Bericht der Grnßgeschworenen. Die Großgeschworenen des Criminalgerichts reichten gestern einen Theilbericht ein, in welchem sie folgende Anklagen erhoben: Arthur Scott, Fälschung desNamens von Tom Brown auf eine Ordre für SI an Hrn. Meyer von der Jndiana Stove Co. Martcon Martin, Erlangen von Waaren unter falschen Vorwänden; er hatte sich für ein Mitglied der Heilsarmee ausgegeben und hatte Gaben für von der Hochfluth heimgesuchte bedürftige Personen . erbettelt, welche er sodann für sich behielt. Wm. Volpp, Diebftahl, Hehlerei und Einbruch; Volpp und Henry Meyer, Einbruch u. Gr.ißdiebstahl; Volpp, Einbruch und Kleindiebstahl; Volpp und Ralph Bowers, Einbruch und Großdiebstahl. Geschieden. Richter Allen bewilligte George Murray die Scheidung' von seiner Gattin Lucinda. Der Kläger mußte , jedoch die Kosten zahlen. ' v Firm a n a m e n g e ä n d e r t. Richter Allen bewilligte das Gesuch der Firma Murphy. Grofftey Co. den Namen in Model Shirt'Co. umändern zu dürfen. August Colon muß für . s eine Familie sorgen. Auf Befehl des Richters Leathers hat der Wirth August Colon, während der Zeit, daß die' von feiner Frau gegen ihn. eingereichten Scheidungsklage in
Schwebe ist, derselben' monatlich für ihren und ihrer Kinder Unterhalt $30 zu zahlend Ferner , erließ der Richter einen Einhaltsbefehl. durch welchen es dem Colon verboten wird, über die Einrichtung in seiner Wirthschaft an Liberty und Georgia Str., sowie in seiner Wohnung zu verfügen. JohnLehman's Erben kämpfen um ihr Erbe. Richter Allen hat den Fall, in welchem es fich um den Nachlaß des hier im Jahre, 1897 verstorbenen John Lehman handelt unter Berathung genommen. Derselbe besteht aus zwei Wohnhäusern, welche einen Werth von etwa $15,000 haben. ;Die Erben des Verblichenen, welche sämmtllich in der Schweiz ansässig find, haben bis dahin regelmäßig die eingenommene Miethe zugesandt er-
halten. Der Staat hat aber inzwischen Anspruch auf das Grundeigenthum erhoben, indem geltend gemacht wurde, daß nach einem Jndiana Gesetz kein Ausländer länger als fünf Jahre im Staate Grundeigenthum besitzen darf. Die Erben opponiren natürlich dagegen, daß ihnen die Erbschaft so mir nichts, dir nichts fortgeschnappt wird und sie haben den Anwalt Edenharter engagirt, um Protest gegen das Vorgehen des Staates einzulegen. Der Fall kam im Kreisgericht vor Richter Allen zur Verhandlung. Während der Vertreter des Staates sich auf das von der Legislatur erlassene Gesetz berief, erklärte Edenharter, daß dasselbe ungültig sei. Bereits im Jahre 1855 sei zwischen den Vereinigten Staaten und der Schweiz ein Vertrag abgeschlössen, welcher ' heute noch in Kraft ist. Demzufolge können die Bürger der Vereinigten Staaten in der Schweiz und umgekehrt die Bürger der Schweiz Eigenthum in den Ver. Staaten besitzen. Der Richter hak, wie erwähnt, den Fall unter Berathung genommen. WichtigfürWirthe. , Vor einiger Zeit wurde im Kreisgericht von Jay County der Wirth John W. Atkinson schuldig befunden, am Sonntag Spiritussen verkauft zu haben. Er appellirte dagegen, indem er geltend machte, daß die Getränke in dem im Hinteren Theile der Wirthschaft belegenen Billardzimmer, welches von dem Schankzimmer abgetheilte .toax, verkauft wurde. Das Appellationsgericht hat jedoch die Berufung verworfen, indem es entschied, daß der Hintere Theil- einer Wirthschaft, in diesem Falle das Billardzimmer, auch am Sonntag zu derselben zugerechnet werden müßte. Den Privat-Unt erricht betreffend. Das Appellationsgericht hat entschieden, daß Eltern; welche einen Privatlehrer für den Unterricht ihrer Kinder während der Stunden und Tagen bescbäftigen,' an welchen die öffentlichen Schulen in Sitzung sind, nicht gegen die Schulgesetze verstoßen. Es handelt sich um den Fall des Clarence C. Petermann von Marce. Ind., welcher seine kleine Tochter aus den dortigen öffentkichen Schulen genommen .hatte, weil er mit den Schulauthoritäten in Streit gerathen war. Er hatte sie hierauf von einer früheren Lehrerin, welche sich verheirathet hatte und in der Nachbarschaft wohnt, unterrichten lassen. Die Behörde hatte ihn verklagt, aber das Kreisgericht in Montgomery County hatte ihn freigesprochen. Die Behörde wandte sich hierauf an das Appellationsgericht. welches jedoch die Beschwerde 'abwies. ' ' D ie Gesetz! ich keit der städ-tischenMilch-Ordinanz bestrktten. Vor einiger Zeit wurden Joseph F. Flack, Eigenthümer der Indianapolis Creamery und D.. W. Jackson, Geschäftsführer derselben, im Polizeigericht in 3 Fällen wegen Verkaufs gepanschter Milch zur Zahlung von S10 und Kosten in jedem einzelnen Falle verurtheilt. Sie appellirten an das Svperiorgericht, indem sie erklärten, daß die städtische Milch-Ordinanz im gesetzlich sei, schon aus dem Grunde, weil deren, Bestimmungen nicht mit denen, welche von der Staats-Gesund-Heits-Behörde erlassen worden find, übereinstimmen. Ueber den Fall wurde gestern vor Richter McMafter verhandelt, derselbe behielt sich die Entscheidung vor. Ein Strei um SheriffsGebühren. Nichter Carter wird zu entscheiden haben, an wen die County-Commissäre die Summe von $2831, welche dem
Cyrus I. Clark aus seinem Termin als Sheriff noch an Gebühren zukommen, auszahlen sollen. Clark sowohl, als auch Samuel McDade erheben Anspruch auf das Geld. Als im December 1900 Clark vom Sheriffsamte zurücktrat, hatte er noch
an nicht bezahlten Gebühren S5731 zu fordern. Er verkaufte dieselben für $2900 'und ein Grundstück in Zionsville an McDade. In Folge dessen glaubt McDade zu dem Gelde berechtigt zu sein. Der Richter nahm den Fall unter Berathung. Walter Westlake abermals ein freier Mann. Walter Westlake, welcher, während er hier mit seiner jungen Frau seinen Honigmonat verleben wollte, mit der Polizei wegen Verausgabung von werthlosen Checks verhaftet, dann im Polizeigericht mit einem suspendirten Urtheil entlassen, dann aber, wie gestern berichtet, auf's Neue festgenommen wurde, ist jetzt endlich definitiv in Freiheit gesetzt worden, da die Chicagoer Behörde erklärt hat, ihn nicht weiter gerichtlich verfolgen zu wollen. Das junge Ehepaar hat schleunigst dem ungastlichen Indianapolis den Rücken gekehrt. Im Polizeigericht wurde Charles Grebe von No. 310 N. Davidson Str., welcher eine GasMaschine von 4 Pferdekräften, Eigenthum des John D. Hardebeck, annectirte, an die Großgefchmorenen überwiesen. An die Grandjury überbunden wurde ebenfalls Homer Fitch und zwar unter der Anklage der Vergewaltigung. Er ist nahezu 40 Jahre alt und hatte vor.einizen Tagen die. 13-jährige Tochter des David Horger von No. 2020 Miller Srraße ohne dessen Einwilligung geheirathet. . Eugen Christian, der . Schankkellner in Elstrod's Wirthschaft, welcher in derselben Kartenspielen erlaubte, wurde um $10 und Kosten bestraft. Verschoben wurden folgende Fälle: Joseph B. Williams und Charles H. Redwine, welche unter dem Verdacht stehen, Tratten-Schwindeleien ausgeführt zu haben, auf den 12. ds. Mts.; Morris Spero, Unterschlagung, auf den 15. April; er soll dem Wein- und Spirituosen-Händler I. L. Rappaport von der West Washington Straße, bei welchem er als Collector angestellt war, etwa $500 unterschlagen haben. Ernst Reed, Unterschlagung, auf den 12. April; er ist beschuldigt, der Perfection Broom Co. $123 veruntreut zu haben. Unabhängiger Turnverein. Heute Abend findet ein Tanzkränz chen für die Activen und die Mitglieder der Damen-Classe des Unabhängigen Turnvereins statt. . Kleine Stadtnachrichten. Der Marion County Demokratische Club wird im Laufe des Monats abermals einen Ball veranstalten. I rä D. G r o v e r, welcher hier viele Jahre lang Besitzer einer Apotheke war, ist gestern nach längerer Krankheit im Alter von 64 Jahren aus dem Leben geschieden. Heute fand im Butter College der sog. Bibliotheks - Tag statt. Ansprachen wurden von Prof. D. C. Brown, Prof. A. R. Benton und Frau C. B. Clarke gehalten. S t a d t - C o n t'r o l l e u r I. P. D u n n . Präsident der Staats-Bibliothek-Commission, wird im Laufe des Sommers in Winona vor der Schule für Bibliothekare Vorträge halten. Die Schule wird am 4. Juli eröffnet und am 13. August geschloffen. Wegen des plötzlich erfolgten TodeS des Richters Samuel A. Bonner von Greensburg, . fiel die auf gestern anberaumte Sitzung der Staats-Com-Mission, welche das Eigenthum der Taubstummen - Anstalt zu verkaufen hat, aus. Der Richter war ein Mitglied der Commission. . Wahrscheinlich derselbe Dia-mantent-Dieb. Aus Cleveland, O., wurde gestern Abend dem hiesigen Polizei-Haupt-quartier gemeldet, daß aus dem Hause des Samuel Goldsmith Diamanten - und andere Juwelen imWerthe von $2000 gestohlen wurden. Es wird angenommen, daß der Dieb derselbe ' war, . welcher hier aus der Wohnung des Präsidenten Medford B. Wilson Diamanten und Schmucksachen im Werthe von $3000 erbeutete.
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