Indiana Tribüne, Volume 27, Number 194, Indianapolis, Marion County, 7 April 1904 — Page 3
Jndisna Tribüne, 7. April 1904.
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Tyrannischer
Socialist Fischer erhebt diesen Vorwurf gegen gclviffc
Partei -
Ewthcilung der japanischen Flotte. Kuropatkin w New Chwang. Bcschrän
kung des russischen Budgets. Bewegungsfreiheit für das amerikanische Geschwader. Französisch-Holländischcr Vertrag.
Deutschland. Opposition gegen die social. Parteileitung. Berlin, 6. April. Auf einer heutigen Versammlung von SocialDemokraten aus oem Königreich Sach sen erklärte der Reichstazs-Abgeordnete Fischer, der Partei-Verband in Sachsen bringe gegen seine Mitglieder die vielverlästerte Taktik der sächsischen Regierung gegen die Arbeiter zur Anwendung, hinzufügend , Ich kenne gute Socialisten und ideale Revolutionäre, die autokratischer sind als der Zar." Die Versammlung sprach sich in einem Beschlusse für lokale Unabhängigkeit aus. trotz der Versicherungen mehrerer Redner, daß allein Disciplin in früheren Zeiten die Socialdemokra' tie zum Erfolg geführt habe und unbechränkte Unabhängigkeit der lokalen Theile zu Millerandismus und Jauressmus führen müsse. . Der künftige elsassische Statthalter. Berlin, 6. April. Es wird berichtet, aber amtlich nicht bestätigt, Prinz Leopold. 2. Solm des Prinzregenten Luitpold von Baiern. solle Hohenlohe- Langenburg's Nachfolger als Statthalter von Elsaß-Lothringen werden. Prinz Friedrich Leopold von Preußen erlitt heute in der Nähe der Stadt beim Zusammenstoß eines Automobils, in dem er fuhr, mit einem Wagen, eine schwere Verletzung am Fuße. Fürstin von Lippe f. Karlsruhe. 6. April. Fürftin Sophie von Lippe. Wlttwe des Fürsten Günther Friedrich Waldemar von Lippe, ist gestorben. Sie war eine Schwägerin von Carl Alexander, dem fünften Fürsten von Lippe. Ostasien. Eintheilung der jap. Flotte. London. 7. April. Nach dem Dsily Telegraph ist die japan. Flotte in 7 Geschwader getheilt ; 4 bewachen Port Arthur, eines die korean. Küste, 2 kreuzen zwischen Vladivostock und Nord Japan. Russ. Kriegsschiffe patroulliren den Golf von Pechili ; der Dampfer der L ondon Times wurde gestern 30 Meilen vor Port Arthur angehalten und durchsucht. Gerüchte über japanische Pläne. St. Petersburg, 6. April. Nächste Woche gehen die zweite und die fünfte reitende Garde-Artillerie-Batte-rien, versehen mit Schnellfeuer-Ge-schützen, nach dem Kriegsschauplatze ab. Groß-Admiral Großfürst Alexis befichtigte heute 600 sofort nach dem Osten abreisende Marine-Rekruten. In der Stadt schwirren unzählige Gerüchte über japanische Angriffspläne umher. Das beständigste Gerücht spricht von einer Landung in Takushan, etwa 55 Meilen westlich von der Yalu-Mün-dung, die Samstag Necht unter dem Schutze eines weiteren Bombardements von Port Arthur erfolgen soll. Auf den Newa- und den Crichton Werften in Finnland werden 10 Unter seedoote gebaut, um. wie sich bestätigt, stückweise nach Port Arthur gesandt zu werden. t Kanonenboot Helena" in Shanghai. Washington, 6. April. Im Marine-Departement ging heute eine Depesche vom Capitän Mason von der Cincinnati" aus Shanghai ein, die Ankunft des Kanonenbootes Helena" aus New Chwang ankündigend. Es ist dies die erste Nachricht über die Abführt der Helena " aus New Chwang. Truppendampfer in Ge f a h r. V i c t o r i a , B. C., 6. April. Der Nippon Yusen Koishas,, Dampfer Aki Maru", der jetzt als Transportdampfer von der japanischen Regie rung benutzt wird, lief am Freitag auf der Fahrt von Moji nach Ch?mulpo, mit 2000 Mann Truppen an Bord,
als der Zar.
Größen. auf der Ouelpart-Jnsel auf. Anfangs in gefährdeter Lage, konnte das Schiff mit der Fluth fast unbeschädigt weiter. Es geht in Chemulpo in's Dock. Russ. Geschwader. C h e r b o u r g, 6. April. Ein russisches Geschwader, aus dem Schlachtschiff Osliaba", Kreuzer ..Aurora" und 4 Torpedojägern bestehend, traf heute ein und wechselte Salut-Schüsse mit den Forts. Kuropatkin besichtigt. New Chwang, 6. April. Gen. Kuropatkin, der russische Oberbefehlshabe, traf hier ein und besichtigte etwa 4.000 Truppen auf dem Paradefeld außerhalb des Forts. Eine Batterie reitender Artillerie, verschiedene Batterien Feldartillerie, Theile von 4 Regimentern sibir. Scharfschützen, Cossaken und reguläre Cavallerie nahmen Theil. Gestern berichteten russ. Geheimagenten, daß die Japaner einen Angriff auf New Chwang planen. Der hiesige Commandeur Kondradovich erklärt sich für den Angriff gerüstet. Ein neues Hopital wird hier eröffnet. Das Verhältniß der russischen Behörden zu den Ausländern hat sich gebessert und der Administrator will gemeinsam mit ihnen zum Schutze der neutralen Interessen zusammenwirken. Scharmützel in derNähe von Wiju. St. Petersburg. 6. Aprll. Eine Depesche an den Kaiser meldet Ruhe am Yalu. Hinzugefügt wird.' daß zwischen russ. Cavallerie und jap. Patrouillen bei Wiju Schüsse gewechselt wurden. Die Russen erlitten keine Verluste; von den Japanern fielen 5. Eine japan. Jnfanterie-Abtheilung von 300 Mann plünderte ein russ. Dorf nahe bei Nongampho, südlich von Wiju, am Valu. Gegenüber Turmitzan, Insel Matuzao, am Valu, kam es zwischen russ. Freiwilligen nnd einem japan. Vorposten am Wiju zu einem Zusammenstoß, wobei 6 Japaner getödtet wurden. Ersparnisse im Budget. St. Petersburg, 6. April. Ein Plan zur Beschränkung von Staats-Aufwendungen in Folge des Kriegs, den eine Special-Conferenz ausgearbeitet, wurde heute veröffent licht. Der Ueberschuß im Reichsschatze soll für Kriegszwecke verwandt und die Fonds des Schatzamts durch Sparsam keit beim Budget für 1904, besonders hinsichtlich der Civil-Ausgaben, erhöht werden. ' - Die Herabsetzungen, die mit möglichst geringer Störnng für öffentliche und private Geschäfte unternommen werden sollen, betragen insgesammt $67,188,553. Am meisten betroffen wird das EiDer Kaiser und Kaiserin vsn
Kim''meKmSMmm'imtmmmmn.ii iiii j . ummmmmmmmtmmmmwmmmmm t &T"' ziSZb'' - rr1''"1" 'ik8. 4 . ' ts 'V- , i. - rJti -m7kri ß: svSMv1: mi$'z$i fi - lirtAi zÄ5 "GWW j utfeJi fj? 6LCMr tmumHf ijt m t 1 THr 41 r fj S'HV jm fv tet "Ii 'ii! lii1 II iilpi ,tilf .11 'kwm flt - n, 'ikm "t M 4fpf! l4rJS f w v ' ' j ' JP,;4 pfel mmmm mmm S-i, mv Qn kM S AmJ U " t t 4 vr CfA i f 5. f4:yl - -lr i ' tmi Ufr?' 'Jv 1 ' win Wh XX . -v - 'Ztffa w ' -- A tifff' 'T i - ii i MIM " ' s-f- - l WM$?r zf h , :. , . , ''ft ' ;V h i j1 i Jiy.o::::::::::::: 'i I:, i 'v ' &VA-.- -3" o i V ,.y mJf ' ' . , sC . j -S "v: ' . h - f V ' ' 1 l l i rv - t ' i i ' , '1 I - ' f - " & ' i. . :-ry 1 ? Kz'' i .s. v:-ysAfr.'v:&m m l i , )r-"- I f . 'J I ?fe?r ic.-i .L j mty' - . -w I Vtf 'J-1 -'' ', " T-V1( I ;t" - - ' . fLgt$ji& I : :.- , yjm
fenbahndepartement, das $36. 000,000, darunter $25,000,000 für neue Linien,
verliert. Chinesische R ä u b e r. M u k d e n, 6. April. In einem Gefecht zwischen Grenzwachen und chinesischen Banditen, an einem südlichen Punkte der Bahn, wurden 10 Räuber getödtet und 2 verletzt. Kronstadt, 6. April. Die Kessel des russischen Schlachtschiffes Alexander III." werden durch neue ersetzt. Ein Bauer suhr gestern mit seinem Schlitten in den Canal, welchen der Eisbrecher gemacht, und ertrank. Rußland. Keine Unruhen in Gomel. St. Petersburg. 6. April. Die Assoc. Presse wird von amtlicher Seite ermächtigt, den Bericht über eine anti-jüdische Demonstration in Gomel zu dementiren. Auch in Odessa, Kieff, Kishineff oder sonstwo fanden keine Störungen statt. Spanien. Ankunft des Königs. Barcelona, 6. April. König Alfonso traf heute hier zu einem zwei wöchentlichen Besuche Catalonien's ein In Regierungskreisen verursacht der, Besuch Alfonsos in Barcelona, der Hochburg des Republikanismus, die größte Sorge. Man befürchtete, Republikaner und Socialisten würden die Gelegenheit benutzen, um an ihrem Könige den Haß gegen den MinisterPräsidenten Maura 'auszulassen, den fein strenges Vorgehen gegen die Streik führer außerordentlich unbeliebt gemacht hat. In der letzten Woche wurden zahlreiche Anarchisten und andere Verdächtige verhaftet, außerdem sind ein Kreuzer, 3 Kanonenboote und viele Gendarmen hierher gesandt worden. Bald nach der Ankunft hörte der König ein Tedeum in der Cathedrale. Die Straßen waren mit Fahnen geschmückt und von einer gewaltigen Menschenmenge belebt. Der kgl. Wagen wurde mit Hochrufen begrüßt. Vom Balkon des Palastes des GeneralCapitäns sah Alphons den Vorbei marsch der Truppen an. Er war augenscheinlich durch den Empfang be friedigt. Jsabella erkrankt. Madrid, 6. April. Prinzessin Jsabella. Tochter der Königin Jsabella, reiste heute nach Paris in Folge ernster Nachrichten über die Gesundheit ihrer Mutter. ??alls sich der Zustand verschlimmert, giebt der König den Besuch Catalonien's auf und reistsofort nach Paris. Engere Bande. BevorstehendeZusammenkunst leitender Staatsmänner des Dreibunds. Rom, 6. April. Viel wird über eine bevorstehende Zusammenkunft in Abazzia (Badeort am Golf von Fiume) zwischen Franz Josef, den auswärtigen Ministern Oesterreich's und Italiens, Graf Goluchowski und Herr Tiffoni sowie Kaiser Wilhelm gesprochen. rr a rr t r ?i i . w o Tias reizn! o,ui ais scronung oe Dreibunds und Stärkung der Bande zwischen den 3 Ländern. Nußland mit ihren vier Töchtern.
Frankreich. Der Panain a-H anbei. Paris. 6. April. Nach einer
Conferenz zwischen Botschafter Porter und den von Washington gekommenen Hülfs - Generalanwälten W. A. Ray und Ch. W. Russell, wurde beschlossen, die Unterzeichnung des Contrakts über die Erwerbung des Canal-Eigen-thums durch die Ver. Staaten auf der amer. Botschaft, also amer. Boden, vorzunehmen, voraussichtlich am 25. d. Mts. Es wird ein formeller Contrakt aufgesetzt, der alle amer. Interessen schützt. Eine Berufung gegen die kürzliche Gerichtsentfcheidung zu Gunsten des Äon-cessions-Verkaufs der Gesellschaft,, ist noch nicht eingereicht; jedoch wollen die Amerikaner die Uebertragung ohne Rücksicht auf die Berufung oder sanstige Verzögerungs - Maßregeln vornehmen. Schieds-Vertrag mit Holland. Paris, 6. April. Ein weiterer Schritt zu dem näheren Anschluß Frankreich's an anderre europäische Länder erfolgte heute, indem Minister des Aeußeren Delcasse mit dem holländischen Gesandten einen mit den übrigen gleichlautenden Schieds Vertrag unterzeichnete. Panama. Canal-Commissarr. C o l o n, 6. April. Die amer. Canal-Commissare fuhren mit Sonderzug zur Begrüßung des Präsidenten Amador nach Panama. Die Hafm-Arbeiter sind wegen des Sinkens amer. Gold-Preise unruhig. Die Frage des Werthverhältnisses zwischen Gold und Silber liegt noch immer der Legislatur vor. Kurze Depesche. 6. April. Inland. Baltimore. Jhn D. Rocke feller hat dem John Hopkins Hospital $500,000 geschenkt. Des M o i n e s. Eine Vorlage auf Einrichtung von Jugendgerichten wurde im Hause einstimmig angenom men. Washington. Sekretär Hay und der cubanische Gesandte Quesada unterzeichneten einen Auslieferungs Vertrag. New York. I. P. Morgan fuhr mit dem Dampfer Oceanic nach Liver Pool auf seiner jährlichen Erholungs reise ins Ausland. San Francisco. Der aus dem Orient kommende Dampfer Korea brachte 7.000.000 Yen in jap. Gold, die in amer. Gold umgeprägt werden. Washington. General Post meister Payne reiste in Begleitung feiner Gattin und seiner Nichte Flrn. Jones zur Erholung nach Old Point Comfort, Va., ab. Marshalltown, Ja., 6. April. Die Exchange Bank von Dow City und die Bank von Buck Grove sind mit Verbindlichkeiten von einer halben Million Dollars und Aktiven von nur $150,000 fallirt. Cincinnati. Hubert Taft, vom Times - Star" und Neffe des Kriegssekretärs, wurde mit Nellie Leaman vermählt. iAnwesend waren der Sekretär und sein Bruder, der Eigenthümer des Times-Star." Gebackene Seezungen auf englische Art. Man zieht einer Seezunge die Haut ab. nimmt sie aus, wäscht und säubert sie gut und legt sie entweder ganz oder rn Stucke aeschmtten m.eme fett geout terte Backschüssel, würzt sie mit Salz und weißem Pfeffer und streut feingehackte Champignons. Chalotten und I Petersilie darüber, gießt etwas dicke i . r re . . s e v i c v! r jt roelize viouns an, uno oacrr oen ijaj in einem mäßig heißen Ofen gar. Dann richtet man ihn auf einer gewärmten Schüssel an, verrührt die Sauce mit einem Stückchen frischer Butter und dem Saft einer halben Citrone und gibt sie über dem Fisch auf. Kleidung beim Sitzbad. Bei einem länger andauernden Sitzbad wird man in leichter Kleidung frieren und das ist schädlich. Man lasse sich daher zu diesem Zweck eine anschlietzende Jacke aus weißem Barchent mit langen Aermeln machen. Diese Jacke darf nur bis zum Taillenschluß gehen und wird vorn durch Knöpfe geschlossen. Man kleide sich vor Anlegen dieser Barchenttaille gänzlich aus bis auf Strümpfe und warme Schuhe. - Im Sitzbade bedeckt man sich vollständig mit einer wollenen Decke oder einem großen wollenen Tuch. Man sitzt dann warm, ohne sich die Kleidung zu beschädigen oder zu befeuchten.
Uussischcr Kriegskatcchismns. Unlerweis:.c der nsftsche Soldaten für den sechtösall. Die Unterweisungen des russischen Soldaten für den Fall eines Gefechts sind in der russischen Felddienstordnung von General Dragomirow enthalten und lauten: Selbst verdirb, aber Deine Kameraden reiß' heraus." Immer vorwärts, wenn auch Deine Vorderleute gefallen sind." Fürchte kein Verderben, dann wirst Du sicher siegen, wenn Dir's auch noch so schwer werden sollte." Wennjs Dir schwer ist, hat es Dein Feind nicht leichter, sondern vielleicht noch schwerer als Du. Du siehst nur Deine eigene schwierige Lage, die 'des Feindes siehst Du nicht, sie ist aber sicher vorhanden, und deshalb lass' den Kopf nie hängen, sondern sei immer keck und ausdauernd." Im Kampfe siegt, wer ausdauernder und kühner ist, nicht wer stärker ist und kunstvoller verfahrt. Der Sieg wird nicht im ersten Ansturm erlangt; der Feind pflegt auch standhaft zu sein: manchmal gelingt es auch noch nicht beim zweiten oder dritten Ansturm, dann muß man ein viertes Mal oder öfter anlaufen, so lange, bis man seinen Zweck erreicht hat." Eine ordentliche Truppe kennt nicht .Rücken,' nicht .Flanke,' sondern sie hat ihre Front überall da. woher der Feind kommt." Wie unerwartet der Feind auch erscheinen mag, nie darfst Du vergessen, daß man ihn' immer entweder mit dem Bajonette oder dem Feuer vernichten kann. Die Wahl zwischen beiden ist nicht schwer; ist der Feind nahe, immer das Bajonett, ist er noch weiter ab, erst das Feuer, dann das Bajonett." Es gibt keine Lage, aus der man nicht mit Ehren Herborgehen kann." Im Gefecht gibt's keine Ablösung. Bist Du einmal im Kampf, dann bleibst Du darin bis zum Ende. Unterstützung wird Dir werden, Ablösung niemals." So lange Du Dich mit dem Feinde schlägst, unterstütze den Unversehrten; erst wenn Du den Feind geschlagen hast, kümraere Dich um die Verwundeten. Wer sich um sie während des Kampfes bemüht und die Reihen verläßt, ist ein Feiglings und schlechter Kerl, aber nicht ein mitleidiger Mensch. Nicht seine Kameraden sind ihm lieb, sondern sein eigenes Fell." Torpedoboote. Zur Entsendung von Torpedos, dieser technisch raffinirtesten ZerstörungsWerkzeuge im modernen Seekriege, sind heute so ziemlich die Kriegsschiffe aller Größen nebenbei eingerichtet, nicht blos die Torpedoboote. Aber diese kleinen, behenden Dinger mit einer eng zusammengepferchten Besatzung von je etwa 12 bis 24 Leuten sind es doch Hauptsächlich, die das verderbenschwangere Geschoß unter dem Deckmantel der Nacht und vermöge ihrer überlegenen Schnelligkeit auf wenige hundert Yards Schußweite an den Gegner heranbringen müssen. Kein Rauch, kein Lichtschein, kein Geräusch, wenigstens keines, das gegenüber dem Brausen der See und den mannigfachen Eigenlauten des anzugreifenden feindlichen Riesenschiffes in Betracht käme, verräth die AnNäherung des Torpedobootes, geschweige denn des von ihm entsandten Geschosses. Für die, Deckung bei Tag tragen die Boote wohl 'auch einen schmutzig grau-grünen Anstrich, der den Tönen der Luft, des Wassers oder der Ufer je nach den örtlichen Verhältnissen angepaßt ist. Zudem sind diese Vernichtungsmaschinen bei den verschiedenen Nationen einander so ähnlich, daß z. B. bei einer kinematographischen Vorführung sehr großen Maßstabes ein alter Admiral nicht zu sagen wußte, ob es Boote der eigenen, oder einer fremden Macht seien, die da gezeigt wurden. Wie viel schwerer wird also die Erkennung in der Wirklichkeit, bei Nebel und Nacht, trotz Scheinwerfer und trotz außerordentlicher Wachsamkeit des Gegners. Insekten und Bakteriologen. Bisher hatte die Bakteriologie als lebende Nährböden bei ihren Kulturexperimenten meist nur einige Arten Nagethiere und Vögel benutzt. In jüngster Zeit machte C. v. Holub in Odessa, Rußland, die Entdeckung, daß sich verschiedene menschliche Krankheitskeime leicht auf Insekten übertragen lassen und dort gut gedeihen. Ohne Nahrung lebten die geimpften Insekten Geradflügler. Halbflügler. Käfer. Schmetterlinge, Zweiflügler, Hautflügler etwa 14, Tage, mit Nahrung etwa 21 Tage. Schon nach zwölf
Stunden konnte die Entwicklung mancher Bakterienarten im Körper des Insektes beobachtet werden. Nach einigen Tagen stellte," wie Holub sich ausdrückte, jedes geimpfte Insekt buchstäblich ein mit Reinkulturen angefülltes Säckchen dar." Der Schlitten Napol e o n s I., der von dem großen Korsen im Winter 1812 bei dessen Flucht von Moskau nach Paris benutzt wurde, befand sich kürzlich bei Handwerkern in Freinsheim, Rheinpfalz, in Reparatur. Der jetzige Besitzer des historisch interessanten Schlittens der übrigens auch mit Rädern versehen und als Wagen benutzt werden kann ist Admiralitätsrath v. Neumeyer, der in Weisenheim in der Rheinpfalz fein Besitzthum hat. , Rußlands Kohlenproduktion beträgt jährlich wehr als 6.000.000 Tonnen.
