Indiana Tribüne, Volume 27, Number 193, Indianapolis, Marion County, 6 April 1904 — Page 6

s

G lllv" lVW(lt W KtVT Ja, wir verkaufen" f

jzi&T&Jvf&tK. K 9S S?Wt lÖLJ&ÄiS csV z WMM '

Garland Oefen und ...Ranges... Möbeln und Teppiche zu den niedrigsten Preisen. Baar oder Credit. WILLIG'S Möbel-Laden, 141 W. Washington Str. 142 Nord, zpennsylvania Straße. Hauptquartier für grillen ttnd Operngläser i oc 'ElKto f&a" 5 A" Brille nierden nach den besten Methoden der Lug angepaßt. Sönftliche Augen werden schmerzlos eingesetzt. Gehm Sie zu der Weltausstellung in St Louis? Weun so, so sprechen Sie vor in der Big Fonr Office, Ns. 1 Ost Washington Str., Indianapolis, Ind. oder an schreibe an den Unterzeichneten für weitere Information hinsichtlich des Fahrpreises, Abfahrt der Züge, Hotel Liste, Kosthäuser etc. Mcht zu vergessen, die richtige Linie für die Weltausstellung ist die JI& IM orlä's Fair Brate.. y.r,d deren Office ist Vlo. 1 Oft Washington Straße, oder Ecke Washington und Meridian Str. Indianapolis. Ind. tU M. Bronflon, Äfft, en. Pass. Agent. rohe uswayt von Aug. Diener, Ks. 449 Ost Washington Str Bettes elevvou 2525. JcH gebe Gesang-, Piano- . . . und . . Orgel-Unterncht in all Phasen dieser Künste und garantire rote Schülern volle Zufriedenheit. Fidela A. Lefter. The Lester Studio, No. 7 Ost North Straße. Rene Phone 999. IM ER3E & WESTERI1 R. R. ....Fahrzeit der Züge.. . Abfahrt nkunst Tokd. Vhi, und Vttchigan Expreß... 7.15 0.S kokb Detroit und Chicago Lim 12.20 f 8.SS Vichig, ktty, Muncu n.LafaytteEpls 7.20 flO.U glich t anSgenommen Sonntag.

PMM0 n Tni VTvvn2HTto :jfegpP

8 jf1". 0-J sfr-V I & 5 KH M'U " : "I L. Ü I ' w!L 53 JPI I " 'tiP L 1 I -V'! P I Ä r v. - . D? Ä VT i 2 g , 3 wy $3

Europäische Tlachrichten. zrovinz Westfezkerr. M ü n st e r. Verliehen ist dem pensionirtenEisenbahnbremser Krampe zu Soest, den pensionirten Eisenbahnweichenstellern Heinrich Sievers zu Neuenheerse. Kr. Warburg, Georg Reichmann zu Niederdresselndorf, Kreis Siegen, dem pensionirten Bahnwärter Gerhard Stratmann zu Wehrden, Kr. Hözter, das Allgemeine Ehrenzeichen. Bochum. Am Katzenstein in Buchholz wurde eine Männliche Leiche entdeckt, die an einem Baume hing. Eine goldene Brille und Uhr. sowie 16 Mk. in baarem Gelde, die bei der Leiche vorgefunden wurden, ließen darauf schließen, daß der Todte den besseren Ständen angehöre. Die angestellten Ermittelungen haben das bestätigt; es handelte sich um einen hiesigen Kaufmann Niggemann, der die That infolge geschäftlicher Mißerfolge ausgeführt haben dürfte. B o ch o l t. Einer der bedeutendsten Industriellen der hiesigen Textilbranche, Fabrikant Peter Schwartz, ist nach längerer Krankheit gestorben. H e r t e n. Im Alter von 66 Iahren ist auf seinem hiesigen Schlosse der Kammerherr Hermann Graf Droste zu Vischering von Nesselrode - Reichenstein, der seit 1869 Mitglied des breit ßischen Herrenhauses und Vertreter des alten und des befestigten Grundbesitzes des Landschaftsbezirkes CleveGeldern war, gestorben. Horde. Monteur Rose sollte

kürzlich zur Abbüßung einer Strafe von hier nach Koswig transportirt werden. Als man seine Zelle betrat, fand man ihn erhängt vor. Die von dem Gefängnißarzt vorgenommenen sofortigen Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. K a st r o p. Der 45jährige Bergmann Karl Wegen ermordete in der Küche seiner Wohnung seine um sechs Jahre jüngere Ehefrau, anscheinend mit einem stumpfen Gegenstand. Der Kopf der Ermordeten wies starke Verletzungen auf. Der Gattenmörder, der verhaftet wurde, hat schon 17 Iahre im Zuchthaus verbüßt. L i e s b o r n. Der 70jährige Häckselschneider W. Becker von hier zog sich einen bedauerlichen Unfall zu. Er war damit beschäftigt, Stroh einzulegen und nachzuschieben, als er mit der Hand ausrutschte und damit in die Maschine gerieth. Alle fünf Finger wurden dem Bedauernswerthen abgescbnitten. MtzeinprsVinz. Köln. In dem Prozeß wegen Mißhandlung des Leutnants Bruns im Monopolhotel zu Köln wurde der Kaufmann Theodor Steiner zu 200, der Kaufmann Alphons Dahlhausen zu 80 Mark Geldstrafe verurtheilt. Der Rhedereibesitzer Drescher wurde freigesprochen. Aachen. Ein Angestellter der Brauerei - Restauration Wwe. Lüti gens an der Burtscheiderstraße erschoß seine Herrin und dann sich selbst. Aue. In der neuen Drahtstiftefabrik verunglückte der Arbeiter Lambeck. Er stürzte in einen mit Dampf geheizten und mit Kalk gefüllten Behälter und zog sich so schwere Brandwunden zu, daß er bald nachher -starb. B a r m en. Der Landtagsabgeordnete und Stadtverordnete Heinrich v. Knapp ist im Alter von 76 Jahren an einem Herzschlage gestorben. Die na tionalliberale Partei verliert an ihm eines ihrer eifrigsten Mitglieder. Seit 1895 vertrat v. Knapp Elberfeld und Barmen im Landtage. Bonn. Notar und Justizrath Walter Jlges beging sein 50jähriges Dienstjubiläum. Wegen eines Unfalles in seiner Familie war der Jubilar genöthigt, die ihm zugedachten Ehrungen, besonders das ihm von seinen Collegen und den Mitgliedern des hiesigen Landgerichts angebotene Festmahl abzulehnen. Düsseldorf. Hier starb der Maler Adam Siepen, ein geborener Dürener, im Alter von 52 Jahren. Eschweiler. Die unverehelichte, in einer hiesigen Druckerei als Einlegerin beschäftigte Maria Scholl aus Bergrath wurde' letztens vermißt. Trotz aller Nachforschungen war keine Spur von ihr zu entdecken. Mit durchschnittenem Halse wurde die Vermißte nun in der sogenannten Hunds gracht in der Nähe von Vergrath aufgefunden. Ueber die That fehlt jede Aufklärung. Kalk. Der in der Wahlenstraße wohnende, aus Stobingen, in Ostpreußen gebürtige Tagelöhner August Kamrowski erwürgte seine um vierzehn Jahre ältere Frau im Streite. Die kinderlosen Eheleute lebten in Unfrieden, da die Frau dem Turnte ergeben war." Wesel. Lotse Fritz Hüttner fuhr mit seinem Nachen an den großen Schleppdampfer Mannheim I, um denselben durch die Schiffsbrücke bei Büderich zu steuern. Hierbei gerieth derselbe mit seinem Nachen unter die Räder des Dampfers und verschwand in den Fluthen. Sofort angestellte Rettungsversuche waren erfolglos. Provinz Keffen'Wassar. Kassel. Begnadigt wurde auf Kaisers Geburtstag der Kesselschmied I. Faber aus Aachen, welcher wegen Todtschlags zu lebenslänglicher Zuch--hausstrafe in der Strafanstalt zu Wehlheiden internirt war. Blickers Hausen. In der Scheune der Wittwe Velmeden ent

Welch

395 Vroad Straße. Philadelvhia. Pa.. den 12. Juni, 1903. JE Ntt neun Jahre lang an Eierstockbeschwerden, waS mir das Leüen. so wie auch nieiner Familie, zur Last machte. Während jener Zeit hatte ich zwei Frühgebur ien, und obgleich wir uns nach einem Kinde sehnten, das unser Haus beglücken sollte, so schien dies unmöglich. Ich hatte beständig marternde, niederdrückende Schmer zen in den Beckenorganen und ein Reißen in meinen Gliedern, mit hclfigen Kopfschmerzen. Es war mir übel, halle häufiges Erbrechen, und keine Medizin half mir. bis ich den "Win of Oardai hrobirte.

Dann besserte sich mein allgemeiner Gesundheitsznstand, die Schmerzen wurden allmälig geringer, und nach acht zehn Wochen war ich gesund. Ich bin jetzt die glückliche Mutter eines achtzehn Monate alten Knaben, und mein Mann

dankt Ihnen intt mir. von anem anstatt eine glückliche und gesunde

ES war nicht sonderbar. Saß Frau Nirdlinger eine Frühhburt hatte, nachdem sie neun Jahre lang an Eierstock-Störung gelitten. Diese Schwache machte sie für die Aufgabe unfähig, ein gesundes Kind zur Welt zu bringen. Niederdrückende Schmerzen und Leiden des Eierstocks sind die Folgen von Entzündung, und der daraus entstehenden Schwächung der Muskeln und Bänder, die die weiblichen Orgaue an ihrer Stelle halten. Entweder drücken deren eigenes Gewicht dieselben nieder, oder irgend eine Anstrengung, welche in gesundem Zustande nicht emPfunden wurde, verursacht das Leiden. Indem der Wine of Cardui die Monatsregeln ordnet, vertreibt er die Entzündungen von dem ganzen weiblichen Organismus, und die gestärkten Bänder bringen die Organe in ihre gehörige Lage zurück. Das ist's, was der Wine of Cardui für Frau Nirdlinger gethan hat. Ihre Gesundheit und Kräfte kehrten zurück, und schreibt sie es dem Wius ot Cardui zu, daß sie in den Stand versetzt worden ist, eine glück-

liche Mutter zu werden. Es

rühmten Spezialisten. bedienen können. Aber wir möchten gerade hier bemerken, daß Mrs. Nirdlinger, obschon sie ßen medizinischen Stadt, wohnt, sich doch auf den Wine of Cardui verlassen hat, und daß sie kuriert wurde. Alle Apotheker verkaufen Z1.00.Flaschen des Wine f Cardui.

stand Feuer, welches sich bei herrschendem Winde sehr schnell verbreitete. Das ganze Velmedensche Anwesen und dasjenige des Gastwirths Elendt wurden vollständig eingeäschert. Als Brandstifter wurde der auf der Trinkerlisie siehende Sohn der Wittwe derhaftet, der, in betrunkenem Zustande, die That eingestand. Frankfurt. Im Röderwäldchen wurde die Leiche des Bureauvorstehers Adam Bernhard aus Niederbeerbach mit einer Schußwunde in der Herzgegend aufgefunden. Es liegt Selbstmord vor. Flacht. Stationsaufseher Ene wurde hier von einem Zuge übersahren und getödtet. H a n a u. Ein alter hessischer Jurist und aeborener Easselaner. der Amtsgerichtsrath a. D. Friedrich . Hahn, ist hier im Alter von 32 ah- j von nvSsct'turt . ren verschieden. H o m b e r g. In unserem StadtWalde ereignete sich ein schwerer Unglücksfall. Vier junge Männer aus Allmuthshausen waren mit Holzhauen beschäftigt. Ein ungeheurer Baum blieb in den Aesten eines anderen hängen. A. Wickert von dort bestieg den Baum, um den ersten loszuhaucn, aber ehe er sein Ziel erreichte, fiel ierselbe um und begrub den Unglücklichen unttx seinen Zweigen. Schwerverletzt' wurde er seinen nichts ahnenden Eltern gebracht und, obgleich ärztliche Hilfe bald zur Stelle war, fürchtet man für das Leben des Mannes. Ost he im. Im Steinbruche der Niederhess. Basaltwerke Auf dem Loh" verunglückte der kroatische Arbeiter Stephan Galovic. Er wurde von herabstürzenden Basaltmassen verschüttet und war auf derStelle todt. Galovic ist oerheirathet. Die Familie befindet sich in seinem Heimathlande. Wiesbaden. In der Roonstraße stürzte das Dienstmädchen Lina Schneider beim Fensterputzern aus dem dritten Stockwerk und spießte sich am Geländer des Vorgartens förmlich auf. Bald nach der Einlieferung ins Hospital verstarb die Verunglückte. Mitte rdeutfche Staaten. A r n st a d t. In diesem Jahre feiert unsere Stadt ihr 1200jähriges Jubiläum. Die Feier soll laut Gemeinderathsbeschluß festlich begangen werden. E i s e n a ch. Im Alter von 55 Jahren ist Commerzienrath Albin Köllner, der Direktor der großen hiesigen Kammgarnspinnerei, gestorben. Gern. Fabrikant Wilhelm Focke, der Begründer der einen Weltruf genießendtti Webereifrrma Wm. Focke & Co., ist hier, 79 Jahre alt, gestorben, G o t h a. Der steckbrieflich verfolgte Buchhalter des Landwirthschaftlichen Ein- und Verkaufsvereins für das Herzogthum Gotha. Georg Buchj feld, hat sich dem hiesigen Gerichte freiwillig gestellt. Buchfeld soll sich der Unterschlagung von 14,000 Mark Vereinsgeldern schuldig gemacht haben. N i e n b u r g. Weichensteller Achilles glitt beim Ueberschreiten der Bahngeleise aus und wurde von einer nicht mehr aufzuhalten Rangirlokomotive iTiVrfrtfirm rnt'd fiiirJMtHf)TTrf itrftüfitU O h r d r u f. Die Wohnhäuser von Louis Benkert, Ernst Frank und Auguste Beihbecher brannten total nieder Zwei Nachbarhäuser sind arg beschädigt worden. P l a n i tz. Auf dem Heinrichschacht wurde' der 38jährige Bergarbeiter Franke von hereinbrechenden Gesteinmcissen verschüttet und sofort getödtet. Wildungen. Im Walde bei Ungedanken wurde an einer abschüssigen Stelle die Leiche des hiesigen Hotelbesitzers Bertram aufgefunden. Als Jagdpächter war derselbe zuvor zur Jagd gegangen, aber nicht wieder zurückgekehrt. Die an der Leiche wahrnehmbare Seitenwunde, sowie die in unmittelbarer Nähe gefundene Doppelflinte, aus welcher ein Schuß entladen war, lassen einen Unglücksfall vermuthen. Wüsten bei Schötmar. Wegen 'dringenden Verdachtes der Brandstif-f tung wurde hier der Ipjahnge Sohn

werden der Mutterschaft.

Serben, für Nbre weribvolle Medizin. Ohne Mutter zu sein. giebt viele leidende Frauen, die denken, des Kolons Albert verhaftet; er hat das Haus seines eigenen Vaters muthwillig in Brand gesteckt. ScHsen. Dresden. Zu seinem 25jährigen Amtsjubiläum wurde der Pfarrer ier hiesigen Johanniskirche P. Dr. Kühn, der 1879 in fein erstes geistliches Amt als Pfarrer zu Reichsstädt in Sachsen - Altenburg eingewiesen worden war, von einer Deputation des Kirchenvorstandes unter Führung seines stellvertretenden Vorsitzenden begrüßt und beglückwünscht. Diese überreichte als Festgabe der Kirchengemeinde ein Aquarellbild des Altarfenstergemäldes der Johanneskirche. Der Herausgeber undRedakteur des Dresdener Jntelligenzblattes" (PlakatAnzeiger") Karl Berger feierte sein 4,-iäkriaes Gesckäftsiubiläum. Ge0Tg Fs, Prokurist der Firma C. u r. v-j - Hene. apinerie - canusaitur. Areszen - Altstadt, Blasewltzer tratze W 68, beging sein 25jähriges BerufsZubilänm; ferner feierte StadtbezirksInspektor Moritz Frauenstein vom 2. Stadtbezirk sein ZOjähriges Dienstjubiläum. E h e in n i tz. Die Eheleute Jnvalide Karl , Gottlob Meding und Ehristiane Therese Meding, geb. KretzschDas Jubelpaar wurde in der Schloß irrfw w Nastor Nellrieael einaelea nnr nrtin nt goldene Hochzeit. "7s7 7 ' " C r 5 m m i t s ch a u. Aus dem Fischteich im Sahnpark zog man die Leiche der etwa 26jährigen ledigen Fabrikarbeiterin Fickert. In dieser Angelegenheit cursiren vielerlei widersprechende Gerüchte in unserer Stadt. Theils wird Selbstmord wegen Krankheit, theils ein Verbrechen bezw. eine Liebestragödie angegeben. Es soll auch bereits eine Verhaftung erfolgt sein. F r e i b e r g. Stadtrath a. D: Julius Rößler feierte sein 50jähriges Jubiläum als Bürger der Stadt. Aus diesem Anlaß wurden ihm durch Bürgermeister Vlüher im Beisein des Stadtraths Breitfeld die Glückwünsche des Rathes ausgesprochen und gleichzeitig das übliche Diplom überreicht. Leipzig. In den Waldungen bei Böhlitz - Ehrenberg unweit der Luppebrücke bemerkte ein Spaziergänger, wie etwa 7080 Meter vom Fußweg entfernt eine große Schaar Krähen etc. lärmend sich niedergelassen hatte. Er ging auf den Ort zu und fand hier die schon ziemlich in Verwesung übergegangenen Leichen eines gut gekleideten jüngeren Mannes und eines Mädchens in gleichem Alter Nach dem bei dem Manne vorgefundenen Papieren ist der Todte d im Jahre 1883 geborene Paul Altwein, während das Mädchen Martha Höhl heißt. Offenbar hat man es hier mit dem blutigen Ausgang eines Liebesdramas zu thun. M e e r a n e. Die in der Bergstraße Hierselbst wohnenden Maler Schmidt'schen Eheleute, welche beide stumm sind, haben ihr eigenes 4 Monate altes Kind in der Absicht, es zu tödten, in eine Wanne mit heißemWaser gelegt. Das arme Geschöpf erlitt o schwere Verletzungen, daß es alsbald bei der Aufnahme im KrankenHause verstarb. ' Beide Eheleute wurden verhaftet. Meissen. Dem Pfarrer Hickmann, der sein 25jähriges Ortsjubiläim feierte, wurden zahlreiche Ehrungen zu theil. M e r k a. Der 2jährige Sohn vcs Gutsbesitzers Müller fiel in die Abortgrube, und erstickte. Obern eukirchen. Ein betagtes Ehepaar, der noch erfreulich rüstig Aussehende Auszügler Johann Gott?ied Köhler und seine Ehefrau Jozanna Karoline, geb. Neumann, feiertoi die diamantene Hochzeit im Kreise tt zahlreich versammelten Familie. Obereunner ödorf. Hier brannte das dem Hausbesitzer Grahl gehörige Anwesen vr-llstLndig nieder. Pl a u e n. Erschossen aufgefunden wurde auf einem Neubau im Stadt theile 'Haselbrunn der 1873 in Dresden geborene Aimmermann und Handarbeitn Otto Ruhland. Er war dem

dieselbe wäre tch nnd erlös geblieben.

daß sie nie gesund werden können, weil sie Trunk ergeben und hat die That aus Lebensüberdruß begangen. R e i ch e n a u. Die Firma I. T. Brendler feierte das Fest ihres 60jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß hat der Inhaber der Firma, Fabrikbesitzer Wilhelm Bredler, der hiesigen Gemeinde 50,000 Mark zu einem öffentlichen Kinderheim gestiftet. Ein Grundstück dafür ist bereits in Ausstcht genommen. Z w i ck a u. In der hiesigen Landesstrasanstalt erhängte sich der Gefange Ritter aus Stolpen bei Pirna. Zwei Zollbeamte des Hafens von Duncerque bemerkten unlängst an dem Thor de la Samaritaine drei Bäuerinnen, deren Gangart .ihnen so merkwürdig erschein, daß sie näher herangingen und die Frauen im Scherze fragten, ob sie denn hier den Cake Walk" aufführen wollten. Die Gefragten errötheten über und über, machten Ausreden und Ausflüchte , und suchten schließlich durch das Thor auf die Chaussee zu entkommen. Nunmehr kam den Beamten dieses Gebahren verdächtig vor, sie setzten den Fliehenden nach und nahmen die bald Ergriffenen, die sich nur mühsam fortbewegen konnten, in ein scharfes Verhör. Die Bäuerinnen gestcrnden schließlich, daß sie in ihren Beinklcidern, die unten zugebunden waren, von Schiffen gestohlenes Getreide verborgen hielten. Bei der Leibesuntersuchung fand man nicht weniger als 70 Pfund Getreide und Maiskörner vor. i Ueber Eifersucht und Jähzorn als Friedensstifter wird aus Hamburg berichtet: Ein Werkmeister kam im Verlaufe des Abends ganz unerwartet nach seiner Wohnung, s ande aber die Wohnungsthür von in-' nen verschlossen. Auf wiederholtes . und energisches Pochen öffnete ihm 1 schließlich die Frau. Der Werkmeister, zwar ein Muster von Ehemann, doch überaus eifersüchtig, suchte die ganze Wohnung ab und machte schließlich vor der Thür der Speisekammer Halt, die er von innen verschlossen fand. Er witterte nichts Gutes, ergriff ein Beil und zertrümmerte die Thür. Als er in dem Dunkel der Speisekammer einen Menschen er- l blickte, stürzte er sich wüthend auf die-; r c ijtii. .-it., r ... wrs : cu uno nujicie iii uuei gll. iu et sich aber den Menschen bei Licht näher ansah, erkannte er in ihm einen Bruder seiner Frau, mit dem er verfeindet war. Es stellte sich heraus, daß der Bruder seiner Schwester eine wichtige Mittheilung machen und hierzu die Abwesenheit seines feindlichen Schwagers benutzen wollte, jedoch überrascht wurde. Die Sache hatte aber ihr Gutes, da sie die Versöhnung der beiden Feinde herbeiführte. Ein beliebter Zufluchtsort für Japaner in New Aork ist das Holland House. Es dient besonders den auf dem Wege nach Japan, wo sie für ihr Vaterland kämpfen wollen, durchreisenden Japanern als Quartier. Je desmal. wenn iavaniscke Gesandte von Washington nacl) New Jork kommt, nimmt er in diesem Hotel Wohnung. Baron Keneko ist dort re- I gelmäßig zu finden und allabendlich kann man im Korridor Gruppen sei j ner Landsleute leben, welckie eifria über die neuesten Phasen des Krieges diskutiren. Ueber e e in e n Doppelganger König Peters von Serbien wird berichtet: In Budapest verbreitete sich vor kurzem die Nachricht, daß König Peter in der Stadt eingetroffen sei. Viele Personen, die den König genauer kennen, bekräftigten es, daß der schlanke, halb ergraute Herr von militärischem Aussehen, den man auf den Straßen beobachtete, kein anderer als Peter von Serbien sei. Das Gerllcht drang bis nach Belgrad, wo es offiziell dementirt wurde. In Vudapest wollte jedoch dem Dementi niemand Glauben schenken. Später erst stellte es sich heraus, daß der, angebliche König Peter ein Kaufmann aus Linz sei, der dem Könia thatsächlich täuschend ähnlich sieht.

11

Ml'llWl'lZ'' '

SW JA - &ßMx' stCc Chaplain. St. Andrew's Association. sich nicht der Dienste eines be in Philadelphia, einer gro Wollt Ihr ihn versuchen? Eine fahrbare ch i r u logische Klinik ist vor Kurzem in Rußland -gebaut worden. Der riesenhafte und sehr splendid ausgestattete Wagen enthält ein Berathungs- und Ver bandzimmer, ein Badezimmer, ein Operationszimmer mit großen Fenstern und versehen mit allem, was zu umfangreichen chirurgischen Eingriffen nöthig ist, eine Apotheke, die gleichzeitig als Wohnung für den Ober-Laza- ' rettgehilfen dient,, ein Zimmer für den Arzt, eins als gemeinsamen Schlafräum für die Krankenwärter, einen Klosettraum und endlich ein Zimmer zum Kochen. Abends wird der Wagen mit Azetylen erleuchtet. Decke, Wände und Fußboden sind mit Linoleum belegt; nur im Operationszimmer hat der Fußboden Thonfliesen. Gerade für den Krieg wird ein derartiger Wagen großen Nutzen gewähren, zumal bei den gewaltigen Entfernungen bis zu den Haupilazaretten und Krankenhäusern. Eine botanische .Forschungsreise will der englische Gelehrte Dr. George W. Parker zusammen mit seinem Sohne im Innern von Britisch - Guyana unternehmen. Sie werden voraussichtlich 5 Jahre fortbleiben. Die Absicht Dr. Parker's ist, medicinische Pflanzen zu sammeln und auch den geologischen Aufbau des Landes zu studiren. Er hat bereits eine Liste von den Pflanzen Guyana's aufgestellt, die in Kew (Surrey), Berlin und Paris bekannt sind. Er hat eine Motorbarkasse von 18 Fuß Länge und fünf Fuß Breite zur Verfügung, die sieben Meilen die Stunde fahren und von einem Manne bedient werden kann. Die Landwirthe in der Gegend von Arkansas City, Kas., welche früher mit der hessischen Fliege geplagt waren, berichten jetzt deren gänzliches Verschwinden. Das warme Wetter Ausgangs Februar hatte die jungen Thiere ausgebrütet und ehe dieselben noch fliegen konnten, kam am 2. März der große Sandsturm und blies einen großen Theil mit fort; die noch zurückaebliebenen wurden durch den darauffolgenden schweren Regen vernichtet. Man glaubt daher dort allgemein, daß der Weizen dieses Jahr von den schädlichen Insekten verschont bleiben wird. AusBukarest berichtet man über einen grauenhaften Vorgang, der sich in Craiova abgespielt hat und bei dem das alttestamentarische: Auge 'umAuge, Zahn um Zahn" eine wörtliche Auslegung fand. Vor einigen Wochen war bei einer Schlägerei in Craiova dem Zigeuner Joan Serbaru von einem anderen Zigeuner Namens Jordache Miclescu ein Auge ausgeschlagen worden. Nachdem der Verletzte aus dem Spital, wohin man ihn gebracht hatte, wieder entlassen worden war, trat er an Miclescu mit der Forderung heran, ihm für das ausgeschlagene Auge eine Entschädigung von 4000 Frank zu zahlen. Diese Summe wollte oder konnte Miclescu nicht bezahlen, und so wurde ein Schiedsgericht unter den Genossen der beidm einberufen, das die Entschädigungssumme festsetzen sollte. Man vermochte sich jedoch auch hierbei nicht zu einigen, und Serbaru, welcher sah, daß er nur eine viel kleinere Summe würde erhalten können, ' als er ursprünglich gefordert hatte, beschloß, auf eine Entschädigung lieber ganz zu verzichten und dafür persönliche Vergeltung zu üben. Von seinen Freunden begleitet, erschien er in der Wohnung Miclescus, setzte diesem einen Revolver auf die Brust und schrie ihm zu: Jetzt steche ich dir ein Auge aus, wie du mir das meine ausgestochen hast, oder ich erschieße dich!" Bergebens flehte der zitternde Miclescu um Gnade, mit unbeugsamer Energie stieß Serbaru ihm das bereit gehaltene Messer in das linke Auge, so daß daS Blut in Hellem Strahl hervorschoß und Miclescu mit gellem Schmerzensschrei zu Boden sank. Der in eigener Sache Richtende wurde sammt seinen Freunden verhaftet.

V