Indiana Tribüne, Volume 27, Number 191, Indianapolis, Marion County, 4 April 1904 — Page 6
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(Luropäifche Nachrichten-
Provinz Wrandenvurg. Berlin. Der besonders unter der studirenden Jugend wegen seiner Liebenswürdigkeit beliebte Bibliothekar der Technischen 'Hochschule, Hermann Kempert, feierte sein 40jähriges Amtsjubiläum. Mit Leuchtgas hat sich im Untersuchungsgefängniß ein Aröeitsbursche Ziegler" aus Steglitz vergiftet, der sich seit Kurzem in Haft befand. Als man ihn auffand, war er todt. Wiederbelebungsversuche hat ten keinen Erfolg. Die 68 Jahre alte Näherin Auguste Brode, die seit 15 Jahren in der Genthiner Straße 41 wohnte, war gelahmt und augenkrank; sie lebte von Unterstützungen, die ihr die Stadt und alle Hausgenossen zukommen ließen. Da ihr Augenleiden sich verschlimmerte, so erhängte sie sich am Fensterriegel. Selbstmord durch Erschießen hat der Amtsrichter Lesenberg aus Penzin in einem Hotel in der Jnvalidenstraße verübt. Er war durch das Spiel zerrüttete VermögenderHältnisse gerathen. Spielschulden sind die unmittelbare Veranlassung zu seinem Selbstmord. Aus dem Wasser srelflnbet tnnrhen arnpt innne WHrmpr p: o: ' die seit längerer Zeit verschwunden waren, der 28 Jahre alte Zimmermann Lincke aus der Möckernstraße und der 18jährige Lehrling Fritz Kaselow aus der Adalbertstraße. Beide scheinen Selbstmord beaanaen zu baben. Seinen 1ItrUiumam erUam ift her rnpsior SHn siirftfiT I.s Wo Prenzlauer Straße 50, der vor einiger Zeit auf einem Spaziergang von einem V ,4WVV VVV4fr UUiV W. Radfahrer überfahren wurde. Tisch ermeister Carl Fuchs, Barnimstr. 12, feierte sein 50jäbriaes MeisterjubiLum. Er muß trotz seiner 81 Jahre noch fleißig zum Hobel greifen. Durch einen Sturz aus dem Fenster odtete sich der 82 Jahre alte frühere Tischler Friedrich Poppe, der bei seiner Tochter in der Holzmarktstraße 12 im vierten (3tnr he Liieries,?iiides wobnte. Der Kreis litt seit zwei abren an den Auaen. Das Leiden derchlimmerte sich so, daß er es Nicht langer ertragen konnte. Charlottenburg. Auf dem Neubau Mommsenstraße 6 ereignete sich em schwerer Unfall. Der 50 Jahre alte Zimmergeselle Noack, der hier beim Richten beschäftigt war, stürzte infolge eines Fehltrittes auf die Balkenlage des unteren Stockwerkes hinab. Schwer verletzt wurde er aufgehoben. Friedrichshaaen. Eine Vermißte, die im vorigen Herbst von der Berliner Polizei gesucht wurde, ist jetzt im Müggelsee als Leiche entdeckt worden. Es handelt sich um ein Fräulern Mmna Schmidt, eine Erzieherin, die wegen hochgradiger Nervosität sich in Pension befand. Sie entfernte sich eines Tages mit dem Bemerken, daß sie nach Berlin fahren wolle, und blieb von zener Zeit ab verschwunden. Kövenick. Das Opfer eines Unfalls ist der 63 Jahre alte Bauarbeiter Wilhelm Nocka aus der Landjägerstraße 4 geworden. Der Mann stürzte vor Kurzem auf einem Neubau vom zweiten Stock hinab, schlua mit dem Unterleib auf und zog sich dadurch eine starke Quetschung zu. Eine Entzündung, die hieraus entstand, führte rm Krankenhause zum Tode. Kaulsdorf. Im Dienste tödtlich verunglückt ist der Stationsvorsteher der hiesigen Vorortstation, Ernst Paul. Der Beamte war beim Einlaufen eines aus Strausberg komme, den Vorortzuges auf dem Bahnperron zu den üblichen Aufträgen an die Untergebenen ziemlich dicht an den Zug herangetreten, glitt aus und kam unter die Räder des Trains. Im Rummelsburger Krankenhause verstarb der Unglückliche. L a n d s b e r g a. W. Selbstmord beging hier die Wittwe Herold in ihrer Wohnung. Die Frau stammte aus Dühringshof, wo ihr verstorbener Mann Inhaber eines großen WaarenHauses war. S ch ö n e b t x a. Die zwangsweise Pensionirung des Diretors der Hohenzollernfchule, Dr. Erich Bartels, ist vom Kultusminister endgültig verfügt worden. Dr. Bartels ist unheilbar erkrankt. Schmargendorf. Der Eisenbahn - Invalide Karl Mehl feierte mit seiner Frau Luise das Fest der aoldenen Hochzeit. Schwebt a. O. Nach schweren Leiden verstarb hier der Tabakfabrikant und Rathsherr Fritz Hartmann, der über 30 Jahre ein: einflußreiche Rolle m der Kommune inne gehabt yar. Vrovinz Hstpreußen. Königsberg. Dem lenten evangelischen Erzbischof von Königsverg v. Borowski soll vor der Neurongärter Kirche ein Denkmal gesetzt werden. Als. die Königsfamilie auf der Flucht vor Napoleon I. hier weilte, hat er es verstanden, den schwer gebeugten König aufzurichten und mit neuem Muth zu beseelen. D o m n a u. Auf dem Gute NeuAbschwangen brannte das Wohnhaus mit dem ge ammien Inventar weder. Den Besitzer Reimer fand man später erhängt auf. Es liegt Brandstiftung vor. . Eydtkuhnen. In Poppelsdorf bei Bonn ist im 71. Lebensjahre der erste Lehrer und nachmalige Rektor der v in uiiv iiuujiuuiiui fltllUl UCL I hiesigen Volksschule Direktor Görth. yvvivtH. wui tuuyc ,QCU Titels j tot der höheren Töchterschule in v ' naHnrfart (X. w. f. TN i
sterdurg uno oiua? jetne icyr:slsrcuerische Thätigkeit bekannt. Heydekrug. In der Colonie Bismarck erschlug der Colonist Gulleinat seinen Schwiegervater Tagodeit nach einem vorhergegangenen Streit; der Thäter ist verhaftet.
Jnsterburg. Die wegen Ermordung ibres Kindes zum Tode derurtheilte Dienstmagd Margarethe Skerat aus Bublauken ist vom König zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden. Szameitkehmen (Heydek r u g). Wegen dringenden Verdachts, seine Mutter, die Käthnerwittwe Urte Sziedat von hier, ermordet zu haben, wurde der KLihner Jurge Sziedat von der Ortspolizeibehörde verhaftet und dem Amtsgericht in Heydekrug zugeführt.. Skirwitell. Eine Scheune des Besitzers Bißon sowie zwei Ställe mit Inventar brannten nieder. Außer einigen Schafen, Hühnern und Enten verbrannte auch ein in der Scheune nächtigender Arbeiter, Georg Dulkies. Provinz Westpreußen D an zig. Zwei bejahrte Frauen wurden in ihrer Wohnung leblos -am Boden liegend aufgefunden. Die eine wurde, nachdem arztliche Hilfe einge- , rr , o.t e "!fiicu "7 rl a8uT"i, wayreno oer oer anoerrl oer td ayre aiien unoerencnien waxit esoaco, nur noch der Tod festgestellt werden konnte, welcher infolge von Kohlenoxydgas eingetreten war. Im Alter I von 10iy2 Jahren starb M Langfuhr vie Wittwe Barvara ewanoowöki. Sie war bis in ihre letzten Tage geistig frifch und rüstig. . Briefen. In San Remo in Italien starb Alexander Rothermundt, welcher bis vor Jahresfrist die Guter Neu - Schönste und Gruneberg im Kreise Briefen, besaß und nach dem Verkauf dieser Besitzungen an die Ansiedlungskommission nach Thorn übersiedelte. Rothermundt, der auch an großen Unternehmungen in Rußland betheiligt war, war der vermögendste Mann des Kreises Groddek. Gastwirth Malinowski von hier wurde im Walde todt aufgefunden. Er war in den fiskalischen Wald gefahren, um Brennholz
zu holen, und lag in der Nähe des Haus des hiesigen Landmanns CarWagens, der bis zur Hälfte beladen . stensen wurde Raub der Flammen.
war. Die Oetsnuna oer deiche ergav. daß Malinowski in einem Anfall von Epilepsie gestorben ist. Der Verstorbene litt an Krampfeanfallen K o s l i n k a. Das Stallgebäude des Schuhmachers Dobberstein brannte völlig nieder. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr löschte den Brand und ret tete das stark gefährdete Wohnhaus. Marienwerder. Der schon bejahrte Ziegler Karl Unger aus Ma rienfelde wurde von einem Mehlfuhrwerk so unalückli überfahren, daß er auf der Stelle starb. N e u st a. d t. Innerhalb der Stationen Lusin und Groß - Boschpol wurde der Arbeiter Klaß aus Streblin überfahren und getödtet. Es liegt Selbstmord vor; Klaß sollte verhaftet werden. Riesenburg. Stabstrompeter Hache vom hiesigen 5. Kürassier - Reqiment konnte auf eine 25jährige Dienstzeit zurückblicken. Aus diesem Anlaß brachte ihm seine Kapelle ein Mittagsständchen., 'Arovinz sommern. Stettin. Schwer verwundet wurde im Stadtth! Bredow auf offener Straße der 17 Jahre alte Ar beiter Max Dollerschell. In einem Restaurant in der Wolffstraße kam es zwischen Arbeitern wegen MeinungsVerschiedenheiten im Arbeitsverhältnisse zum Streit, infolgedessen drei von ihnen, darunter der Ärveiter Goldschmidt, das Lokal verließen, um sich nach Hause z begeben. Unterwegs wurden sie von mehreren Ardeitern, welche vorher in derselben Restauration gewesen waren, angegriffen. Unter den Angreifern that sich besonders Dollerschell hervor. Ein Herzugerufener Schutzmann machte der Schlägerei ein Ende, und die Arbeiter setzten ibren Heimweg fort. In der Nähe seiner Wohnung wurde nun Goldschmidt von Dollerschell und dessen Begleitern noch einmal angegriffen, wobei Goldschmidt zu seiner Vertheidigung zum Messer griff und damit dem Dollerschell einen Stich in die rechte Halsfeite versetzte. Bublitz. Beim Holzfällen auf dem hiesigen Vurgwall wurde durch eine umschlagende hohe Pappel der Arbeiter Eggert aus Neudorf, Vater von sechs Kindern, so unglücklich auf die Brust getroffen, daß er alsbald verstarb. o l b e r g. Eine Frau Brenrnnq wurde hier mit ihren vier Kindern an Kohlendunst erstickt aufgefunden. Ein Kind war bereits todt, die Frau und drei Kinder wurden ins Krankenhaus gebracht, wo sie schwer darniederliegen. Labes. Verunglückt i t der Gerdshag?n der Bauerhofsbesiher Friedrich Starck, der als Leiche in einem Wassergraben, mit dem Kopf unter der Eisschicht liegend, aufgefunden wurde. Man nimmt an, daß Starck beim Ueberspringen des Grabens zu Fall gekommen, in den Graben gestürzt und ertrunken ist. Neustettin. Beim Ranqiren überfahren und getödtet wurde auf dem hiesigen Bahnhofe der Rangirer Eichstedt. Die Ehefrau und zwei ff , r t c a " - me Kmder sind des Ernährers be m . j , Yt.r, . Reckow (Kammin). Selbstmord
verübte der 50 Jahre alte Tagelöhner Redepenning, der im Heustall erhängt aufgefunden wurde. Provinz ScHresn?ig-KoMein. Altona. Pastor. Mau von der
evangelisch-lutherischen Hauptgemeinde Hierselbst und unser frühererPropst, der jetzige Gcneralsupcrintendent für Holstein D. Wallroth in Kiel feiern demnächst ihr 25jähriges Jubiläum als Geistliche. Bohnert. Die vor einiger Zeit in Kiel gestorbene, als Wohlthäterin bekannte Wittwe Katharina Bentzen hat der Schule ihres hiesigen Heimathortes 8000 Mark mit der Bestimmung vermacht, daß fünf Achtel der Zinsen zur Beschaffung von Prämien für fleißige Schüler und drei Achtel der Zinsen dem jeweiligen Lehrer zu Weihnachten zu zahlen sind. H u d e. Eine bedeutende Feuersbrunst entstand hier, wodurch das umfangreiche Gewese des Landmanns Fritz Carstens, bestehend in Wohnund Wirthschaftsgebäuden, vollständig eingeäschert ward. Der Benk aeI hörte zu den größten der Gegend. Man vermuthet Brandstiftung, da das Feuer an zwei Stellen, im Vorhaus und Stall, gleichzeitig ausbrach. K i e l. Der 32jährige Zellner Willhöft erschoß sich als er mit meöreren Freunden bei einer Kneiperei im Hotel Stadt Kopenhagen" saß. Man meinte, er wolle Scherz machen, als er einen Revolver zog und ihn plötzlich auf seinen Kopf abfeuerte. Willhöft wurde tödtlich verletzt. Matrose Kunze, der mit einer Kellnerin nach Unterschlagungen, die er bei der hiesigen 1. Torpedo - Abtheilung begangen hatte, flüchtig geworden war, verübte Selbstmord. Er schoß sich, um der Verhaftung zu entgehen, eine Kugel in den Kopf. N o r d st r a n d. Die im Morsumkoog belegen Hofstelle (die sog. Südfallerstelle) des Landmanns Wilhelm 'caarr wurve ein Raub der Flammen sondern. Die Wittwe des Y LfL fj V f m .. jiuu'jjieiraiqes aroo cn, sruyer in Hamburg wohnhaft, erhängte sich hier m einem ÄN-saue von Schwermuth. W r n n e r t. Das kürzlich von den Gllterhändlern Dall in Schnadebeck uno orenzen in Duppel gekaufte GroßesAufsehenyattn Turin die That des im 60. Jnfanterieregimenie ireyenoen Leutnants Regio . hervorgerufen. Derselbe erschien rt"liirtr ' c Tf.r.-n . c.a ui vä-ivuwcnjujig IN em ?eicyaie oes Drogisten Allvero und verlangte, einen geladenen Revolver in der Hand hal tend, 1000 Lire. Auf die Hilferufe des bestürzten Geschäftsinhabers eilten Polizeiorgane herbei, die nach hartem Widerstande den Leutnant entwaffneten und an das Garnisonsgericht einueserten. Aus Aro sa im Canton Graubünden wird berichtet, daß eine Gesellschaft von Schneeschuhlaufern, bestehend aus zwei Engländern, einem deutschen Grafen mit seinem Kammerdiener, einer jungen Russin, einem Holländer und einem Schweizer als Führer, auf ganz wunderbare Weife dem Tode entrann, und zwar dadurch, daß sie auf einer abstürzenden Lawine in's Thal sauste. Die Gesellschaft brach von Arosa auf, um die Schneeschuhfahrt auf das Arosaer Weißhorn zu unternehmen. Als sie noch ungefähr 700 Fuß vom Gipfel entfernt waren, der 8,710 Fuß Seehöhe hat. löste sich über ihren Häuptern eine) mächtige Lawine los und wälzte sich in unheimlicher Schnelle gerade auf die Gruppe der Schneeschuhläufer zu. Keiner von ihnen dachte an die Möglichkeit einer Rettung, und doch geschah das Unglaubliche. Noch ehe sie recht zur Besinnung kamen, hatte sie die mächtige weiße Schneewelle derart erfaßt, daß sie auf ihr zu liegen kamen, und nun ging's in rasender Fahrt über Felsen und Spalten hinab in die gähnende Tiefe. Mit donnerähnlichem Getöse langte die Lawme unten an und Mit ihr die Läuser, die die tolle Fahrt durch unfreiwillige Salti mortali beendeten und in den absonderlichsten Stellungen ankamen. Der deutsche Graf gerieth in unsanfte Berührung mit einem Felsen und erlitt leichte Schnittwunden im Gesicht; der Holländer stand aufrecht, bis zum Kinn im Schnee begraben, und die Rftn, welche sich staunenswerth tapfer verhielt, war die erste, die ans dem Schnee hervorkroch. Ihr folgten bald die Uebrigen. Abgesehen von Berletzungen geringer Art kehrten alle wieder' wohlbehalten näch Arosa zurück. Aus Angst erschossen hat sich unlängst inPrzemysl, Ungarn, ! ein Wachtposten. Der Soldat war Infanterist des 45. Infanterie - Regiments und' wurde vor dem chemischen Laboratorium der Artillerie, das beim Friedhof gelegen ist, als Wachtposten aufgestellt. Er drohte schon vorher, er werde sich erschießen, weil er vor den Gespenstern Angst habe. Als man ihn trotzdem auf die Wache commandirte, entleibte er sich mit dem Dienstgewehr. Der nächste Infanterist erklärte ebenfalls, er werde sich erschießen. Die Militärbehörde ordnete an, daß vor dem Laboratorium ein Doppelposten aufgestellt werde, und leitete eine Untersuchung ein, um zu ermitteln, ob man es nicht mit einer planmäßigen Einschüchterung der Wachtposten . zu thun habe.
e, ,urktsye Oroenssswinvel. Wie schon berichtet, wurde in Konstantinopel der Herausgeber des Palastorgans Servet". Tahir Bey. mit anderen Personen wegen Ordenslchwindoleien verhaftet' und zu zehn Jahren Gefängniß verurtheilt. Tahir Bey. dem der Sultan erst im Vorjahre den Großkordon des Osmanie-Ordens verliehen hat. und der dem Souverän für dies? Auszeichnung an der Spitze seiner Journale ..Malumat" und .Servet" in überschwenglichen Dithyramben dankte, entstammt dem armen türtischen Kleinbürgertum. Die einen behaupten, er sei ursprünglich Hau sirer mil Schischkebab (Spießbraten) gewesen, die anderen wollen ihn als Erstiefelputzer erkennen. Am wahrscheinlichsten ist. daß, er im Kriegsmi nistorium Kopistendienste verrichtete. Vor mehr als einem Dezennium fing er an, sich als Zeitungsmann" zu bethätigen. Als Journalisten kann man den notorisch unfähigen Mann, der nicht einen zusammenhangenden Satz
scyrnben konnte, fugnch. nicht beeichnen. Eines verstand er sich mächtige Freunde im Palais zu schaffen. Seins Journale wurden fehr gefördert, Servet" schließlich von jvder Censur befreit. Von seiner Stellung machte Tahir den schimpflichsten Gebrauch. Keine Erpressung war so gemein, daß er vor ihr zurückgeschreckt wäre; kein Gejellschastsskandal. kein Bankerott, kein Familienunglück. keinRegierungsgetchQtt ging vorbei, ohne daß Tahir nicht seinen Tribut verlangt und erhalten hatto. Die ohnehin oft nachsich tige türkische Justiz schien für ihn vollends blind zu sein. Seine Exzel lenz wie er sich nennen ließ wurde immer übermüthiger, und der Chef der geheimen Staatspolizei, Fehmi Pascha, stürzte ihn im Juli vergangenen Jahres. Er that es um so lieber, als ihn Tahir mit ssiner Feindschaft beehrte. Tahir. dessen lÄejchaste sich m Zeitungsuntcrnehmungen durchaus nicht erschöpften. gründete Mit groZon Kosten auf de: reizenoen Pimzenm et Halki ei Hotelkasmo. das er erst Servet dann Bellevue" nannte. In den Vorbsreitungen für die festliche Eröffnung des Etablissements wurden Anhaltspunkte für den üblichen Rapport" ins Palais gefunden. Man beschuldiäte Tahir. verbotene Chemikalien zur Erzeugung von Glühlicht bezogm zu haben, andere behaupten, er hatte obne Erlaubmß das in Konstantinopel verpönte elektrische Licht installiren wollen. Kurz, Mttta Juli vorigen Jahres landeten plötzlich 65 Mann Infanterie rnif Haltt; sie umstellten das Kasino, verhafteten Tahir und ergriffen vom Hotel Besitz. Es wurde in eine Kaserne umgewandelt. Tahir, dessen Verhaftung damals großesAufsehen erregt hatte, saß lange im Polizeiministerium gefangen; dann ließ man ihn frei. Würden. Orden und Blätter blieben ihm; sein Nimbus war zerstört. Er. der niemals Polizei und Gerichte furchtote, mußte nun besorgen. beim nächsten Anlaß verklagt und verhaftet zu werden. Wie man sieht, hat sich der Anlaß bald geboten. Tahir r.if.TL f r Ä i . iiwi Doi ourcy leine srosnsicywmdeleien die beste Handhabe. Eine gute That der . fremden Teufel". Die folgende wahre Geschichte, so berichtet die Hongkong Daily Preß", ist ein erfeulicher Beweis dafür, wie sehr manche Chinesen an die Gerechtigkeitsliebe der Ausländer glauben. Vor einiger Zeit war in Sudchina ein junges Mädchen geraubt worden und bereits auf einer Dampfbarkasse nach Kanton unterwegs, no ihre Begleiter die Aermste an ein schlechtes Haus zu verkaufen gedachten. Ein alter Landmann, der die Klagen des Mädchens über ihr trauriges Loos hörte, theilte ihr leise und vorsichtig mit, sie sollte in das Fremdenviertel von Kanton zu liehen versuchen, dort würde sie vollstandig sicher sein. Er beschrieb ihr dieses Viertel. Schamien genannt, als eine Insel im siisT fl Vrr r 4 ViTaYa-r rt-r-tfl itV inhrtsftw- I trni vis.il u yiuput uuu uii)juuii i en fremden Gebäuden. Nach die) er Darstellung erkannte das Mädchen Schamien sofort, als es unterBedeckunq in die 1?cahe dieses Viertels kam. Ohne ich. erst lange zu besinnen, lief sie. so chnell sie konnte, in das Fremdenvieri . . . l I J I I t-w I I. el hinein, gelangte auch glücklich an den- gegen das unbefugte Eindringen von'Chinesen aufgestellten Wachen vorbei und sucZte Zuflucht m dem erstbe sten ause eines Auslanders. Dort empfand man Theilnahme mit hrem traurigen Loofe und übergab sii dem englischen Konstabler. Dieser stellte die Chinesin unter den Sch.utz seiner Frau und wartete im Uebrigen der Dinge, die kommen würden. Er hatte sich nicht getäuscht, das ehrenwerthe Paar, dem die Unglückliche entrönnen war. erschien und erzählte eine Geschichte von einer in Schamien verloren gegangenen Tochter, die sich hier aufhalten sollte. Der Konstabler drückte den würdizen Leuten sein Beileid aus und be' wog sie, in sein Haus einzutreten, da ;r ihnen weitere Mittheilungen zu machen habe. Sobald sie aber in der alle waren, änderte er seine Haltung. Das Ende vom Liede war. daß die Leute dem Mandarinen zur Bestrafung übergeben wurden, während man das flsDiSrfvprr in ffnpNimrttt:i nn-JUr:!. r;;rc:" iui, r. r nSTobn ffn t X, 'toirt, ' '
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Die Hafensiadt Dalny. Nachdem die vielfach zerklüftete und zahlreiche Meeresbuchten aufweisende Halbinsel Liautung durch den Pachtvertrag vom 27. März 1898 aus dem chinesischen in russischen Besitz übergegangen war, wurde von den leitenden St. Petersburger Kreisen zwar Port Arthur zum Kriegshafen bestimmt, die Bucht von Talienwan aber für die Anlage eines Haupthandels- und FreiHafens ins Auge gefaßt, der Port Arthur entlasten und der eigentliche commerzielle Endpunkt der Chinesischen Ostbahn werden sollte. Zum Stützpunkt des russischen Handels am Gelben Meere wurde aber
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Straße in Dalny. nicht die alte chinesische Stadt Talienwan ausersehen; man schritt vielmehr für diesen Zweck zu einer vollständigen Neugrllndung. die der alten Chinesenstadt an derselben Bucht gegenüberliegt. Wenn auch Dalny (die Ferne") in Wirklichkeit ein Werk des einstigen russischen Finanzministers Witte ist, so wird es doch amtlich nicht als eine staatliche Gründung, sondern nur als eine Unternehmung der Gesellschaft der Chinesischen Ostbahn angesehen. Unser Bild zeigt eine Straße in Dalny, das in seinem Aeußeren schon einen stark europäischen Anstrich hat. Des göht net änderst! Mit Dir ist's nachgerade arg, Johann! Alles, was man Dir aufträgt, vergiß't Du!" Herr Baron, m'r werdet eba all' Jöhr' älter und äll' Jöhr' dümmer. Des göht net änderst!". ' ... A ch s o! . . .So. der Arzt hat Ihnen in diesem Zustand drei Glas Bier erlaubt? Wer ist denn eigentlich Ihr Arzt?" Ich behandle mich j eiber !" Immer Juri st. Aber Herr Amtsrichter, warum nehmen Sie denn I im.. tl 0...1. u ..r i evou "tttr gtvct ciuc mu lllls uk agvs Das sind meine Äeuaen für den Fall. 'daß ich was treffe!" Ein gutes Herz. Hast schon die Cigarren geraucht, die Dir Deine Frau zum Ge-, s.tvSiA . n tt l &1Q'4 vuusiuy ytjuytiiii yui V Nein, ich konnte es nicht übersHerz bringen, etwas zu verbrennen, was sie Mir aaö! BeimHofball. Baron, haen &it neuestes ieflugeltes Wort ze r.r rr.. rn p.. n .... i v f - . I ' lesen: Der Preuße ist nie tüchtiger. als wenn er Hunger hat?" Jewiß, lieber Jraf. Und warten Sie 'mal bis zur Büffetpause. Da werden Sie selbst sehen: Der Preuße ißt nie tüch"ger, als wenn er Hunger hat." .Und ich kann's halt doch nlt alauben, daß die Erde inwendig ganz voll Feuer ist; wieso hatt' ich denn nachher
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