Indiana Tribüne, Volume 27, Number 191, Indianapolis, Marion County, 4 April 1904 — Page 4

Jttv'ana Tribuns Ä. April ISA.

jndiana Tribüne. Herausgegeben von der tberg V .Indianapolis, Ind. '

Harry C. Thudium Präsident. GeschäftSloealt Süd Delaware Straße. TELEPHONE S6S. ' Kntered at the Post Office of Indianapolii as second dass matter. Die kommerzielle Entwickelung des KiautschouGebiets. Die soeben erfolgte Betriebseröffnung der ganzen Strecke der Schan-tung-Eisenbahn bis zu der ProvinzialHauptstadt Tsinanju, 335 Kildmeter westlich von Tsingtan, und die Eröffnung der Kohlenmole für den Handelsverkehr versprechen eine fernere Hebung des schon im vergangenen Jahre rapid gestiegenen Waärenumsatzes. Nach den Tabellen des chinesischen SeeZollamts ist der Werth des DurchgangsHandels von 9z Millionen Dollars im Durchschnitt der beiden Vorjahre im letzten am 30. September 1903 beendeten Rechnungsjahre auf 17i Millionen, also um fast 81 pCt. gestiegen. Da aber erst , jetzt das Seidenproduktions- ' gebiet und der centrale Handelsplatz von Schantung von der Bahn erreicht ist. so läßt sich schon jetzt eine außerordentliche Steigerung des HandelsVereehrs konstatiren. Auch die Kohlengewinnung ist erst jetzt in starker Zunähme begriffen; von 100 Tonnen täglich im September auf 260 Tonnen im, Dezember 1903. Im Schisssverkehr haben sich besonders die japanische und die englische Flagge gewaltig ge--Hoben. Jene infolge der von der'japaNischen Regierung . subventionirten .'.Dampferlinie der Osaka Schosen Kai' scha, die jetzt neben den Frachtdampfern alle' drei Wochen einen Paffagierdampfer von Kobe nach Tsingtau sendet. 41 japanische Dampfer verkehrten 1903 in Tsingtau gegen 29 im Vorjähre. Die englische Jndo-China Steam Navigation Co. hat seit November 1903 einen regelmäßigen wöchentlichen Dienst zwischen- SchangHai und Tsingtau eingerichtet. Die Hamburg-Amerika Linie, die jetzt nach der' Vertiefung der Peiho-Mündung ' ihre ostasiatischen Dampfer zum Theil bis an den Bund in Tientsin sendet, hat allerdings noch immer den Löwenantheil des , Schiffsverkehrs in der deutschen ostasiatischen Kolonie, nämlich 67 pCt. des Ganzen. Bei der Einfuhr nicht chinesischer Waaren ist die Steigerung einzelner Artikel um mehr lals hundert - Prozent . gegen das Vorjahr .bemerkenswerth. So' stieg die Menge des verzollten Baumwollgarns I von 58054 auf 127, 136 Pikul; Nadeln von 33.930 auf 75.163 Tausend; Zündhölzer von 321, 797 auf .732, 498 Groß; Rohbaum- ' wolle von 13,275 auf 35,138 Pikul. Namentlich Japan hat an dieser Steigerung'der Einfuhr partizipiert. Es 'importirte 1901 für 651.760 Yen, ::1902 für 1.636,431 Yen, in den 8 .Monaten von Januar bis August 1903 schon für 2.323.195 Yen IndustrieProdukte nach Tsingtau. Bei der Ausfuhr zeigten !außer Kohlen namentlich Seide und Bohnenöl eine so , gewaltige Steigerung'gegen das Vorjahr. Aus .dem Bericht des Gouvernements geht Hervor, daß , für eine kapitalkräftige Hypothekenbauk die wirtdschaftlichen .und rechtlichen Vorbedingungen des Prosperirens in Tsingtau in besonderem Maße gegeben find. Herr Caroll D. Wright hat am Samstag in einem Vortrag zu New York abermals seine Ansichten über die Arbeiterfrage niedegelegt, ohne aber irgend einen Vorschlag von Bedeutung zu machen. Wenn er sagt, die Gesetzgebung vermöge das Lohn-Problem nicht zu löfe. und stifte mehr Schaden als Nutzen, so trifft'dies auf die hier üb liche Gefttzesfabrikation sicherlich zu, als allgemeines Prmzip erscheint aber dieser Standpunkt sehr anfechtbar. Der Ar beiter-Commissar weist natürlich eine Lösung in socialistischer Hinficht zurück. findet dagegen die höchsten Formen für eine solche im rechten Handeln oder !m der praktischen, Religion." , Aus dem religiösen Gedanken müssen 1 neue Lohn-Gesetze, eine neue politische Okkonomie hervorwachsen.. Leider sieht es nicht darnach aus, als ob das Groß kapital, ohne dessen Bekehrung eine solche Wendung doch wohl nicht denkbar ist, in die vom praltlschen yrtjtentyum vorgezeichneten Bahnen emlenken wolle. Da dies auch Herrn Wright bekannt

sein dürfte, so hält es schwer, an die Aufrichtigkeit feiner'- Meinungen, die

uns keinen Schritt weiter bringen, zu glauben.; Seine Pläne, die sich im Fahrwasser der Civic Federalion bewegen, sind absolut werthlos. Für die Polizei von St. Louis wird für das Fiscaljahr 1903 04 eine Verwilligung vonS2,000.000 verlangt. Letztes Jahr kostete die Polizei den St. Louisern S1.600.000." Die StaatsMaschine von Missouri will sich äugenscheinlich für die bevorstehende Campagne vorbereiten und genügend Polizei für den Wahltag zur Hand zu haben, damit die Aufrechterhaltung der Corruption noch nachdrücklicher gesichert ist wie früher. Welch' kindliche Leichtgläubigkeit ein großer Theil der" amer. Presse ihrem Lese-Publikum zutraut und auch in auswärtigen Fragen selbst besitzt, zeigte wieder eine gestern veröffentlichte angebliche Meinungs Aeußerung des Feldmarschalls Yamagata über die Kriegslage. Es handelt sich um kein Sensations - Blatt, sondern um eine sonst gut redigirte große Chicagoer Zeitung' und deren Special" - Cor respondent in Tokio läßt den Marschall uns die japan. Aussichten in düsterstem Lichte schildern. Dieser Mann, nach dem Mikado die erste Person im Heere, spricht nicht bloß von der Schwierigkeit, eine wohlausgerüstete und wohlverproviantirte feindliche Armee von 350,000 Mann zu bekämpfen, was trotz der Wahrheit bei sich bei ihm sonderbar ausnähme, sondern er sagt gar zum Schlüsse: Wenn man die jap. Armee mit andern Heeren vergleicht, so muß man sich erinnern, daß sie noch neu ist. Ich, der viel an ihrem , Entstehen mitgewirkt, sehe ihre Fehler klar und suche sie zu bessern, aber mein Ideal finde ich niemals erreicht." Natürlich ist es dem Marschall im Traum nicht eingefallen, sich solch' abgeschmackter Taktlosigkeit gegen das eigene Heer schuldig zu machen. Er hätte sonst sehr leicht mit der so anmuthigen Sitte des Harikari" persönliche Beobachtungen anstellen können. Aber gerade solche Lügen, deren Blödsinn nicht in dem Inhalt, sondern in der ihn aussprechenden Persönlichkeit liegt,' sind die am meisten verwerflichen.. ' An der Börse scheint sich wieder ein Kampf um den Besitz und die Controlle der Pacisic-Bahnen vorzubereiten. wie im Jahre 1901, als daraus eine Panik entstand. Damals han delte es sich, wie das Cincinnati Äolksblatt" schreibt um die Controlle der Northern Pacific. Jetzt ist die Union Pacific das Kampf'Object, in welchem soweit die St. Paul - Bahn die hervorragendste Rolle spielt, da diese als die Käuferin bezeichnet wird. welche die Union Pacific - Papiere in die Höhe treibt. In Folge, dessen erwartet man Contre-Minen von den an der Northern Pacific interessirten Fi-qänz-Consortien. Eine Preistreiberei wie in jenem Jahre, als Northern Pacific auf $1000 das Stück hinaufklommen, um ebenso, schnell und tief zu fallen, ist wohl nicht zu erwarten, da das Publikum nicht vorhanden ist, wie damals, um durch seine Käufe den Ausstieg zu fördern. Aber stder Kampf, und wenn er sich auch in bescheidenen Grenzen hielte, wäre zur jetzigen Zeit ein höchst unwünschenswerthes Ereigniß. Das Mißtrauen, welches die Panik von 1901 im Auslande hervorrief, hat soeben erst begonnen, größerem Vertrauen Platz zu machen, .wie :fich das an den Notirungen amerikanischer Papiere an den 'europäischen' Börsen zeigt. Sollte Wall Street jetzt die Welt mit einer neuen wilden Preistreiberei überraschen, so würde das wiederkehrende Mißtrauen in einem Jahrzehnt nicht mehr zu überwinden sem. In Europa hat man sich seit einigen Mo naten der Ansicht zugeneigt, daß die Vereinigten Staaten nach ihrem großen Rausche sich conservativen Spekulations Methoden . zugewandt haben. Wird diese gute Mewung durch eine neue Börsenkrise verscherzt, dann wird Amerika, falls es wieder finanzielle Unterstützung braucht vergebens bei den europäischen Bankiers anklopfen. Bauerlaub niß s ch eine. C. C. Jones, HolCottage, Addison-, nahe New York Str., $850. William Dickinson, , Holz.Cottage, Tulip Ave., nahe Oxford Str., $900. H.' O. Roberts, zweistöckiges Holz Wohnhaus, 22. Straße, nahe Cm tral Ave., $3000. '

Das Ende der Ueberschwemmungcn ier und im ganzen Staate. Der Oster-Sonntag als Bringer der Freude.

Indianapolis, 4 April. Die Hochfluthen des Frühjahrs 1904 in Jndiana im Allgemeinen und in Indianapolis im Besonderen gehören nun, allgemeiner Ansicht nach, zu den Dm gen der Vergangenheit, deren Erinnerung gerade nicht zu den angenehmsten Aufgaben gerechnet wird. Hier schwand jede Gefahr seitens des White River und des Fall Creek während der Samstag Nacht und der Pa trouillM'Dienst, der längs der Ufer betrieben worden war. um im Falle neuer Dammbrüche. Hochfluthen etc. die Bewohner der bedrohten Districte zu warnen, konnte zu allgemeiner Freude eingestellt werden. Der StraßenbahnBetrieb konnte am Sonntag Morgen, da die electr. Anlage an derWest Washington Str. im Laufe der Nacht wasserfrei geworden war, wieder regelmäßig aufgenommen werden, und auch die Pumpstation an der Washington Str. nahm ihren regulären Betrieb wiedei auf. "' Sogar der Betrieb der Northwestern-Avenue-Straßenbahn-Linie konnte wieder aufgenommen werden, da die Straße frei von Wasser war. Grundwasser, sogen. Backwater, stand noch in den Niederungen nördlich von dem Dammbruche nahe der Senate Avenue, und auch die Häuser am Fall Creek entlang, nahe der JndianaAvenue, sowie die' Riverside-Pumpen Station waren noch von Wasser umgeben. Cerealinetown und die alte Pumpen-Station an der Jndiana Ave; werden erst in einigen Tagen wasserfrei sew. . Die Behörden werden in der neuen Woche alle Hände voll zu thun haben. um die vielen Verwüstungen gut zu machen, deren Gesammtbetrag sich' soweit noch nicht abschätzen läßt. ' Was die Hochfluth - Situation 'm Staate, besonders in Süd-Jndiana, anbetrifft, so haben, wie schon kürzte? richtet, alle Flüsse im südlichen Jndiana in der Samstag'Nacht langsam u fallen begonnen, während nur der Ohjo. nachem er zwei Tage stationär gewesen, in der Nacht wieder zu steigen anhüb. Im Allgemeinen ist also die Situation als merklich gebessert zu betrachten." besonders da überall klares Wetter herrscht und weitere Regengüsse nicht zu erwarten find. Folgende Depeschen erklären die Lage in den verschiedenen Gegenden: , G r o ß e B e f o r g n i ß tot g e n des C e l i n a-R e s e r v o i r s. Portland, 4. Aprit. Hier und in diesem Theile Jndiana's herrscht immer noch große Besorgniß bezüglich des Celina-Reservoirs, dessen' West Ufer für unsicher gilt. Die Hochfluthen, die während der letzten Tage hier enormen Schaden angerichtet haben, sind zwar allmählich gefallen und gewichen, doch ist die Bevölkerung angesichts der Neuen drohenden Gefahr nahezu köpflos. Dies gilt besonders für New Corydon, 15 Meilen nordöstlich von hier belegen und 14 Meilen nordwestlich von dem Reservoir im WabashThale. etwa 80 Fuß tiefer als das Reservoir. Welches Verderben der Bruch des riesigen Reservoirs dort und in der ganzen Gegend anrichten würde, kann man sich vorstellen. White R i v e r-C a p r i o l e n. C o l u m b u s, 4. April. Obschon es seit Donnerstag nicht mehr geregnet hat, ist der White River dennoch bis zum Sonntag mit kurzen Unterbrechungen immer noch gestiegen, zuweilen in der Rak von 12 Zoll per Stunde. Wenn nicht bald ein Stillstand und ein Fallen eintritt, wird der Hochmasser stand der letzten Woche übertroffen werden. ; ' D e r Wabash wüthe t weite r. Peru. 4. April. Längs des Misfissinewa und des Wabash herrscht die gleiche Hochfluth-Situation wie vor einer Woche. Der Wabash ist aus seinen Ufern getreten und hat auch South Peru, auf seinem Südufer unter Wasser gesetzt, abgesehen von North Peru, East Peru und Elmwood, die seit Wochenfrift überschwemmt gewesen sind. Dazukommt noch die Angst der Bürgerschaft vor einem etwaigen Bruche des Celina Reservoirs," der Quelle des Wabash. ' ' '

Gute Nachrichten. E V a n S V i l l e , 4. April. Seit der Samstag Nacht ist die Lage in den überschwemmten Districten in diesem Ende des Staates bedeutend besser geworden und es steht zu erwarten, daß die meisten Flüsse binnen Wochenfrist wieder rubig in ihren Ufern dahinfließen werden. 'Der Wabash fällt langsam bei , Mt. Carmel und bei New Harmony. und gestern fuhren viele Sonntags - Excurstonisten von hier dorthin, um sich das Hochwasser zu beschauen. Auch der Patoka und der White River fallen schnell, während der Ohio gestern glücklich wieder stationär geworden ist. . Shelbyville, 4. April. Der Big Blue River ist am Sonntag wie. der in seine Ufer zurückgetreten und die größte Gefahr ist vorbei. Nicht f o schlimm, als zuerst gemeldet. V i n c e n n e s, 4. April. Nachdem der Wabash hier bis auf 22 Fuß gestiegen war, hat derselbe endlich ein allmähliches Zurückweichen begonnen. Hier und in der Umgegend, besonders aus der Jllinois-Seite des Wabash,

wo seit den letzten Tagen die Situation am schlimmsten ist. wird das Menschenmögliche gethan, um die Lage der Nothleidenden, der Flüchtlinge, die durch die tosenden Fluthen aus Haus und Hof vertrieben worden sind, nach Kräften zu bessern und ihnen nament lich temporäres Unterkommen zu derschaffen. Spätere Nachrichten über den Damm bruch der E. & T. H.-Bahn bei Hazelton deuten an. daß die Sache in den ersten Depeschen übertrieben wurde. und daß die Evansviller Linie nicht ganz so großen Schaden erleidet, wie man den Berichten zufolge annehmen mußte. Meldeten die ersten Berichte, daß eine große Strecke des Dammes fortgerissen, sei und daß jedenfalls der ganze aufgefüllte Damm dem riesigen Druck nachgeben und in den Fluthen verschwinden werde, so heißt es jetzt,- daß nur an einigen Stellen, und zwar an solchen, wo man es nicht erwartet hatte, das Wasser sich einen Weg durch den Damm bahnte, daß man jedoch die ' Hoffnung, - ' den "Häüpttheil des Dammes zu retten, noch keineswegs aufgegeben habe. Noch immer sind unter den Beamten der Bahn Hunderte von Arbeitern mit vier ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitszügen damit beschäftigt, Sandsöcke, von denen man schon viele Tausende verwendet hat, an der flußaufwärts gelegenen Seite des DammeS zu versenken, und wenn- auch trotzdem das Wasser durch den Damm dringt. so glaubt man doch ein Fortschwemmen des ganzen Bauwerks verhindern zu können' Jedenfalls denkt die Vermaltung der E. & X H., wie wir bereits am Freitag andeuteten, durchaus nicht daran, die Hazelton Strecke ihrer Linie aufzugeben, wie ein Bericht am Donnerstag meldete. Man wlrd vielmehr, sowie die Fluthen zurückgetreten find, den Damm wieder ausbessern und aufbauen, und zwar glaubt man, daß das in bedeutend kürzerer Zeit geschehen kann, als es zuerst den Anschein hattet Daß es unter den Umständen unmöglich ist, die Hazelton Strecke zu be nutzen, muß wohl als selbstverständlich gelten, und die Bahn läßt deshalb ihre Züge über die Geleise anderer Bahnen laufen. Ende gut. Alles g u t. Evansville. 4. April. Alle Flüsse in diesem Theile Jndiana's sind in den letzten 24 Stunden gefal. len, ausgenommen . der Ohio, der unterhalb , Louisville's langsam stieg und soweit eine Höhe von 39.9 Fuß erreicht hat, von Montag Mittag an aber sicher fallen wird, f Der Schaden, den der Wabafh, White River und Patoka in dieser Gegend angerichtet haben, läßt sich nicht abschätzen, wird aber jedenfalls mehrere S100.000 betragen. Indianapolis Brewing Co. : Bock- Bier ist heute in allen leitenden Wirthschaften, sowie in den nächstfolgenden Tagen an Zapf. Ein würziges, schmackhaftes u. nahr Haftes Vier, das besonders Familien zu empfehlen ist. In Pint- und Quart-Fla-schen zu demselben Preis wie gewöhnliches Bier Telephon 378.

Trefflicher Fang.

Ein junger schwarzer Schleichdieb dmgfest' gemacht, Der soweit 6 verwegene Streiche einge anden hat. Einen sehr guten Fang machten gestern die Detectivs Splan, Haley, Lan caster, McGuff. Holtz und Bray. Und obschon dieser Fang nicht ihren ersten Erwartungen entsprach, sie hatten nämlich geglaubt, den schwarzen Gauner erwischt zu haben, der am Freitag Abend den beschriebenen frechen Raub im Hause des Bank - Präsidenten Mef sord 58. Wilson in No. 1310 Nord Delaware Str. beging, und auf dessen Ergreifung etc. eine K150-Belohnung ausgesetzt ist , ist derselbe dennoch als ein sehr guter und zeitiger zu bezeichnen. Denn es gelang den Beamten, einen Nigger dingfest zu machen, der soweit im Ganzen 6 EinbruchsDiebstähle auf dem Kerbholze, bezw. eingestanden hat. Der letzte dieser Gaunerstreiche wurde am Samstag Abend begangen, und zwar in der Wohnung des Apothekers Robert I. Eads, in den Glencoe Flats", No. 627 Nord Pennsylvania Str. ' Dort waren von dem Diebe 5 Ringe, 3 Diamant-, 1 Türkis-und 1 Marquis-Ring, im Mindeftwerthe von S500 gestohlen worden. Den Beamten gelang eS nun gestern, nach langer Arbeit, nicht nur in dem in No. 422z Musgingum Str. wohnhaften 20-jäh-rigen Nigger Henry Smith den Einbrecher. resp. Schleichdieb in diesem Falle zu ermitteln und festzunehmen, sondern auch die 5 Ringe in seinem Besitz, resp in dem Verwahr, seiner Schwester wiederzufinden, die einstweilen wegen Vagabundirens auch in Gewahrsam genommen wurde. Außerdem führte des Negers VerHaftung zu der Entdeckung, daß er 5 andere Hausdiebstähle verübt ' hat, die er eingesteht. Dagegen ist es soweit nicht gelungen, ihn mit dem WilsonDiebstahl in Verbindung zu bringen, dies hält um so schwerer, weil Niemand im Wilson'schen Haushalt den Dieb von Angesicht zu Angesicht sah. In der Bude der Geschwister Smith an: der Muskingum, Straße, wurden von den Beamten eine Menge von Gegenständen gefunden, die nicht in einen Negerhaushalt gehören, daher sofort als gestohlenes Gut mit Beschlag belegt wurden, z. B. Operngläser, Schmucksachen, werthvolle Bücher (Prachtausgaben) etc. und Smith gestand, als er deswegen ernstlich in's Gebet genommen wurde, denn auch zu, während der letzten 2 Wochen Einbruchsdiebftähle auf Schleichwegen an folgenden Plätzen verübt zu haben: Am Freitag Abend in der Wohnung von W. R. Jones, No. 305 Nord Illinois Str. ; v ' Vordem: in der Wohnung einer ' Frau Campbell, No. 406 Nord . Delaware Str. ; x an der Michigan Ktr., in einem Flat-Gebäude, wo er ein Paar Glanzleder-Sckuhe erbeutete; an der Nord Illinois Str., in einem Haufe, wo er Rock, Weste und Ueberzieher stahl ; an der Michigan Str., wo ihm ein anderer Ueberzieher zur Beute - fiel. Die Anklage gegen Smith lautet einstweilen auf Einbruch und Groß diebstahl und bafirt auf dem Diebftahle der Eads'fchen Ringe. ' ' , Home Bock. Das herrliche Home BockBier wird heute und die folgenden Tage an Zapf sein. In Flaschen für den Zyamiltenbedarf. Telephon 150. Bernnglüöte Spazierfahrt Von 7 Kindern in einem einsitzigen Buggy. Ein klägliches Ende nahm die Spazierfahrt, welche die 10-jährige Alice Phillips von No. 512 West Maryland Straße gestern Nachmittag mit Minnie Finley, Katie Keel und 4 anderen Gespielinnen, in dem .einsitzigen Buggy eines Nachbarn, der , ihnen dasselbe freundlichst überlassen hatte, unternahmen. Denn auf der sog.WashingtonAve. scheute plötzlich das Buggypferd und Alice, die zu oberft saß, wurde auf das Straßenpflafter geschleudert. Bei dem Sturze erlitt sie einen Bruch des linken Oberschenkels und mußte per Dispen sariums-Ambulanz von Dr. Jeffries heimgeschafft werden. ' '

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